Patriotismus = Nationalsozialismus[oft gleichgesetzt]


  • Ace280
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  • Patriotismus = Nationalsozialismus[oft gleichgesetzt]

    Hallo,

    "ich bin stolz ein deutscher zu sein"
    mit diesen worten macht man sich nicht sehr beliebt,
    dieser satz wird schnell mit rassismus etc. verbunden,
    in deutschland wird partriotismus oft mit nationalsozialismus verbunden,

    ich würde gerne mal eure Meinung dazu Hören...:laber:


    seid ihr patriotisch? (damit sprech ich vorallem die deutschen an,
    auch interessieren würde mich, deutsche mit
    Migrationshintergründen)

    @Konradin
    Allein schon die Ausgangsfrage ist ausgesprochen töricht. Was bitte hat Patriotismus mit Nationalsozialismus zu tun? Verwechselst du nicht Nationalsozialismus mit Nationalismus, Ace280? Auf Deutschland stolz sein, aber der deutschen Sprache keinesfalls mächtig. Ich sage nur armes Deutschland!


    Ich meine Damit das die meisten Deutschen den Patriotismus mit Nationalsozialismus gleichsetzen|verwechseln !

    d.h. du sagst als Deutscher "Ich bin Stolz auf mein Land" und wirst sofort als Nazi abgestempelt

    aber wenn ein zb. Amerikaner "Ich bin Stolz Auf Mein Land" sagt wird er nicht als Nazi abgestempelt bzw. als Rechtsradikal und oder Ausländerfeindlich !!

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  • Jepp, ich bin Patriotisch und ich finde, dass du völlig recht hast.
    Man wird schon angemacht, wenn man nen Ausländer nur schief anguckt!
    Der Ruf der deustchen ist echt im Eimer! ;)

    mfg
    Creed007
  • Patriotismus gehört für einen Staatsbürger seines eigenen Landes schon dazu.

    Ich bin auch offen und ehrlich...ich sage was ich denke...und wenn ich der Meinung bin stolz auf mein Land zu sein, dann sage ich das auch. Es ist mir eigentlich egal was andere dann über mich denken. Die Zeiten sich für Deutschland zu schämen sind meiner Meinung nach vorbei, wir sind als Staat neu organisiert nichts ist wie vor 60 Jahren. Wir sind Mitgleid in der Europäischen Union, Nato, setzen uns für die Menschenrechte ein und geben (fast) viel zu oft Geld in die Entwicklungsländer ab. Nun soll ich mich auch noch schämen, dafür das ich sage ich bin stolz Bürger diese Staates zu sein?...Nein das lasse ich mir in diesem Falle nicht nehmen. Es ist immer die Art und Weise, wie man auf seinen Staat stolz ist und nichts anderes. Wir brauchen die Zeit von damals nicht schön reden, aber man muss auch mal Grenzen setzen wie lange uns das noch nachgetragen werden soll.


    Sherlock
    [COLOR="Black"]User helfen Usern: FSB-Tutoren | (Zum Chat) mit den Tutoren![/color]
    [COLOR="Indigo"]Was haben Minensucher,und Mazdaspeed 3 Käufer gemeinsam?? --
    Wer SUCHET der FINDET, wer DRAUFTRITT- VERSCHWINDET!! :)[/color]
    Meine Blacky
  • Bin stolz deutscher zu sein und in Deutschland geboren zu sein :)
    Der Weltkrieg ist mir ehrlich gesagt egal, das war mal und fertig, in dieser Generation bin ich nicht geboren und nicht gelebt und für mich daher Geschichte.

    Und "stolz" auf sein Land zu sein ist was ganz normales nur meinen manche immer gleich das ganze mit der Weltkriegszeit zu vergleichen und dann wird man sofort als Nazi abgestempelt...

    Wie würds denn aussehen wenn man nichtmal mehr stolz auf sein eigenes LAnd ist?
    Die Türken bzw. insgesamt Ausländer sind doch auch stolz Türken oder auf andeere Länder, warum dann wir nicht? Nur weils mal nen Weltkrieg gab der mit dem heutigen Deutschland wenig gemeinsam hat.

    Heute haben wir ne deutlich bessere und schönere Politik und friedlichere als viele viele Länder um uns herum, wenn ich teils die Zustände in Russland, Türkei usw. sehe und unsere im Grunde "schöne" Situation dann ists top.

    Und was wir aus Deutschland bzw. eig. unsere "Väter" gemacht haben so wie es heute ist ist echt ne gute Leistung, aus Stück "Schutt" das aufzubauen was es heute ist und nun sind wir kein kleines lausigen Land sondern im Grunde doch von Bedeutung.
    Und ansonsten ists mir egal was andere Nationen von uns halten, ich bin zufrieden und fertig ;)

    Ich wette aber ganz klar wenn ich in Kanada geboren würde wär ich stolz Kanadier zu sein, wenn in USA wär ich stolz Amerikaner zu sein usw... ist denk ich auch ne Sache an seinen Geburtsort das man einfach stolz ist.

    @9999, worauf sollte man dann stolz bzw. froh sein? ;)
    Ich persönich finds sogar schön wenn die Leute einfach auf i-was stolz und glücklich sind und wer glücklich ist hier in DE zu leben ist doch ne schöne Sache? Und z.B. zur WM merkt man dann einfach auch ne Zusammengehörigkeit, wenn alle zu einer MAnnschaft halten, ist i-wie ne schöne Sache in meinen Augen und freu mich schon auf die nächste WM.
  • der Deutsche Ruf

    moin

    auf die Gefahr hin das ich gesperrt werde hat Spaß gemacht hier im Board.

    das der deutsche ruf im arsch ist sind wir doch selber schuld ich kann gar nicht aufzählen wie viele doku´s über denn 2 weltkrieg gibt wo die deutschen so viele schreckliche taten begangen haben.

    betrachtet doch mal die andere seite wären wir da wo wir jetzt sind hättest denn krieg nicht gegeben in medinzinischer hinsicht sowie in der technischen ( raketen technik z.b. ) .

    und ich hör niemanden über die indianer reden oder stalin da wird nicht drüber geredet und warum die amis da traut sich keiner ran weil die ne größe armee haben und an den russen weil dei schlicht und ergreifend pleite sind oder schaut mal nach palestiner wo frauen und kinder ermordet werden warum marschiert die nato da nicht ein .


    mfg meemann


    rechts schreib Fehler sind beabsichtigt
  • meemann schrieb:


    und ich hör niemanden über die indianer reden oder stalin da wird nicht drüber geredet und warum die amis da traut sich keiner ran weil die ne größe armee haben und an den russen weil dei schlicht und ergreifend pleite sind oder schaut mal nach palestiner wo frauen und kinder ermordet werden warum marschiert die nato da nicht ein .


    was noch viel interessanter ist: die alliierten wussten von den KZs und haben nichts dagegen unternommen. de facto ist es doch so, dass die alliierten damals froh waren, dass "endlich mal einer was gegen diese juden unternimmt" (ich würde das niemals so sagen, ich versuche es grad nur so darzustellen, wie es wahrscheinlich ein damaliger zeitgenosse gesagt hätte.)
    denn wenn wir uns das mal genau anschauen, dann ist es doch so, dass zur damaligen zeit z.b. juden als sündenböcke für alles herangezogen wurden. [kann man auch leicht nachvollziehen, wenn man literatur von vor 1933 od. so liest. schon 1800irgendwas gibts literatur, wo man gut sieht, dass der jude als sündenbock hingestellt wird. genauso wie in damaliger deutscher literatur immer wieder gegen die franzosen gehetzt wurde]
    und da am ende wir den krieg verloren haben, wurde uns die alleinige schuld gegeben.
    allerdings ist es so, dass die alliierten etwas gegen diese greueltaten hätten unternehmen können, wenn sie gewollt hätten. ham se aber nicht gemacht.
    es wird sogar noch besser. wenn ich den geschichtsunterricht richtig im kopf habe, dann haben zu anfang sogar die franzosen fröhlich ihre juden in züge gesetzt und dem adolf geschickt.

    und heute zeigen alle mim finger auf deutschland und behaupten wir hätten alleinige schuld. klar hat das land, was früher auf unserem territorium existierte, diese taten begangen, und ja, auch das volk ist ein wenig mitschuld, aber nicht mehr oder weniger als all die alliierten. ergo ists eigentlich nicht ganz richtig, unserem volk alleine die schuld an dieser schandtat zu geben.
    auch wurden so manch andere kriegsverbrechen der alliierten niemals vor gericht gebracht, da sie ja gewonnen haben.

    und genau deshalb darf ein deutscher nicht stolz auf sein land sein. hat ja schliesslich böses in der vergangenheit getan. -.-

    aber: ich bin stolz auf deutschland und stolz, deutscher zu sein. nicht wegen dem, was es mal war, sondern wegen dem, was es ist. heutzutage würde die welt ohne deutschland eine gute ecke ärmer dran sein. ;)
  • Ich bin stolz darauf Deutscher zu sein. Und der Satz "Man kann nur auf etwas stolz sein, was man selbst gemacht hat" stimmt nicht. Eine Mutter ist auch auf ihr Kind stolz wenn es eine gute Note schreibt.
    Genauso kann jeder stolz sein, der sich für Deutschland und sein Volk engagiert indem er immer das beste gibt.
    Ich bin stolz drauf, mit vielen schlauen und begabten Menschen in einer Gemeinschaft zu leben.
    Ich bin stolz drauf mit Menschen in einem Land zu leben mit denen wir als Gemeinschaft ein BIP zu haben, welches nach den USA und Japan das höchste auf der Welt ist.
    Ich bin stolz darauf, dass Deutschland bis heute den höchsten Export auf der ganzen Welt hat.
    Ich bin stolz auf meine Großeltern, die ein völlig zerstörtes Land auf den Stand eines der modernsten, reichsten und einflussreichsten Länder zu machen.
    Ich bin stolz darauf, dass wir trotz einer langjährigen Diktatur eine der stabielsten Demokratien der Welt haben.
    Ich bin stolz darauf, dass ich mit so vielen kritisch denkenden Menschen in einem Land lebe und dass wir uns anders wie in vielen anderen Ländern fast immer friedlich einigen.
    Ich bin stolz darauf, dass dieses Land mit dieser Geschichte seine Identität in der Welt gefunden hat und dass Deutsche mitlerweile in fast jedem Land respektiert werden.

    Das haben wir gemeinsam geschafft. Und das wird sich auch in der Zukunft nicht ändern. Und dabei ist es völlig ob wir uns oft nicht einig werden. Zusammen sind wir trotzdem fast unschlagbar.
    Und darauf bin ich stolz!
  • Das, was du da von dir gibts, meemann, ist ziemlich undifferenziert. Warum sollte die NATO bei den Palestinensern 'einmarschieren'? Das ist einfach nur dummes Zeug. Erkläre doch bitte einmal, warum die NATO ausgerechnet auf seiten Israels deren Handlanger sein sollte, Israel ist nicht einmal in der NATO (warum auch?) und was hat die NATO mit der Nahost-Region zu tun? Ich fürchte, du hast den Sinn und Zweck der NATO nicht verstanden.

    Es wird z.B. auch viel über die Indianer geredet, aber das scheinst du mental auszublenden. Offenbar hast du noch nicht mitbekommen, daß 'unsere lieben Freunde in Amerika' und ganz besonders ihr Ex-Boss Bush in der Beliebtheitsskala hier in Deutschland nicht gerade weit vorn stehen. Es mag sein, daß sich durch Herrn Obama daran etwas ändert, aber vielleicht bist du auch auf diesem Auge einfach nur blind.

    Es ist völliger Unsinn, die Schuld an allen möglichen Greueltaten ausschließlich auf Seiten der Deutschen zu sehen, aber ganz ohne Schuld sind sie augenscheinlich nicht. Für die Greueltaten eines Herrn Hitler und Konsorten ist es keinewegs maßgeblich, ob es einen Stalin oder irgendeinen amerikanischen Indianerhasser gegeben hat, das macht sie weder besser noch schlechter.

    Kehren wir lieber vor der eigenen Tür. Stalin ist in erster Linie das problematische Erbe Russlands, so wie Hitler zunächst ein deutsches Problem ist und darauf sollte keiner Stolz sein.

    Auf was sind wir Deutschen denn stolz? Auf Kaiser Wilhelm (der sich nach dem Krieg aus dem Staub gemacht hat), auf Goethe und Beethoven, auf Klopstock, Walther von der Vogelweide oder eher auf die (zusammengekaufte) Nationalmannschaft? Stolz auf Einstein, den man einst nicht haben wollte oder gar auf Wernher von Braun?

    Sind wir das Volk Goethes und Beethovens, das Volk der Dichter und Denker? Wenn ich mir die Lese- und Schreibfähiglkeiten mancher Zeitgenossen hier im Board anschaue, dann ist davon nicht allzuviel übrig geblieben. Darauf stolz sein, ein Deutscher zu sein, aber der eigenen Sprache kaum mehr mächtig? Seid lieber auf eigene Taten stolz, wenn ihr etwas geleistet habt.

    Allein schon die Ausgangsfrage ist ausgesprochen töricht. Was bitte hat Patriotismus mit Nationalsozialismus zu tun? Verwechselst du nicht Nationalsozialismus mit Nationalismus, Ace280? Auf Deutschland stolz sein, aber der deutschen Sprache keinesfalls mächtig. Ich sage nur armes Deutschland!

    Gruß Konradin

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Konradin ()

  • Sherlock schrieb:

    Die Zeiten sich für Deutschland zu schämen sind meiner Meinung nach vorbei, wir sind als Staat neu organisiert nichts ist wie vor 60 Jahren. Wir sind Mitgleid in der Europäischen Union, Nato, setzen uns für die Menschenrechte ein und geben (fast) viel zu oft Geld in die Entwicklungsländer ab.

    Mh.. aber trotzdem sind wir noch Deutsche - in der Welt als puenktlich, genau, sorgfaeltig, ... "verschrien" und moeglicherweise sind wir das auch im Durchschnitt noch etwas mehr als Menschen, die von anderen Kulturen gepraegt wurden, und auch wenn wir nicht damals lebten, wurde aus meiner Sicht dennoch viel weitergegeben - und ich denke vor allem positive Dinge...
    Solche "Lehren" aus dem, was damals (3. Reich) passiert ist, wurde auch sehr gruendlich weitergegeben - ob vielleicht "zu gruendlich" (wie manche das glaub manchmal nennen) weiss ich nicht - aber dazu spaeter nochmal...

    Deutschland war uebrigens auch einige Jahre im Voelkerbund und in Deutschland leben auch heute noch Menschen, die einst Nazis waren..

    DarkFire schrieb:

    Der Weltkrieg ist mir ehrlich gesagt egal, das war mal und fertig, in dieser Generation bin ich nicht geboren und nicht gelebt und für mich daher Geschichte.

    Ja, es ist Geschichte - aber es ist deine Geschichte - denn das waren deine (Ur-)Grosseltern, die wiederum deine Eltern aufgezogen haben und die wiederum dich erzogen haben...

    btw.. ob der Krieg das "schlimmste Verbrechen" der Nazis war, waer vielleicht auch nochmal eine interessante Frage - ich wuerd da vielleicht aus dem Bauch heraus fast "nein" sagen - und ihre (negativen) Handlungen darauf zu reduzieren find ich persoenlich auch absolut nicht gut.

    meemann schrieb:

    das der deutsche ruf im arsch ist sind wir doch selber schuld ich kann gar nicht aufzählen wie viele doku´s über denn 2 weltkrieg gibt wo die deutschen so viele schreckliche taten begangen haben.

    Soweit mir das bekannt ist, ist der Ruf der Deutschen gar nicht sooo "im Arsch.."
    Vielleicht in Deutschland - aber in anderen Staaten ist das soweit mir das bekannt ist (mein Wissen beruht da auf den Aussagen und Antworten auf Fragen von mehreren Nicht-Deutschen - u.a. auch Juden) nicht so...
    Selbst in Israel wird man als Deutscher genauso willkommen geheissen wie jede andere Nation.. Teilweise sogar noch herzlicher [was ich da dann schon krass finde..]

    Und ja - manchmal ist diese "Versiertheit auf unsere Geschichte" vielleicht in manchen Punkten hinderlich - allerdings halte ich es keinesfalls fuer falsch, dass all die Informationen in dem Masse jedem Kind/Jugendlichen in Deutschland weitergegeben wird - denn auch wenn ihm das vielleicht etwas von seinem Nationalbewusstsein oder Nationalstolz (also von einem gesunden Mass und einer gesunden Art von Nationalstolz) nimmt und das sozusagen... der Preis dafuer ist, dass er darauf achtet, dass sich sowas nicht wiederholt - dann wuerde ich sagen, dass es mir persoenlich das wert ist...
    Zumal die Intensitaet von Generation zu Generation ja vermutlich auch abnehmen wird und es Deutschland ja moeglicherweise noch eine ganze Weile geben wird...

    fu_mo
  • Jojo.
    Stolz auf nen Zufall? Ne, um stolz zu sein muss ich schon was geleistet haben. Bin ja auch nicht stolz drauf, dass ich schonmal nen Film mit Brad Pitt gesehen habe.

    Und nun gut: Um stolz zu sein, muss es in irgendeiner Weise eine Überlegenheit geben per Definitionem. Beispiel: Du spielst Fussball, ihr basht eine Mannschaft voll weg. Ihr seid stolz, weil ihr gewonnen habt, weil ihr etwas besser könnt als die anderen.

    Und um nun stolz auf ein Land zu sein (rein der Definition her), müsste Deutschland besser sein als andere Länder. Klar, diese Ansicht wird gern mit Nazis verglichen, hat ja auch eine gewisse Ähnlichkeit. Wer das so vertritt und kein Nazi ist. Jo, ok.
    Aber wer eigentlich nur ein Zusammenhaltsgefühl bei der WM oder sowas will, der sollte sich nicht mit stolz beschreiben, wenn er gar nicht weiss, was das bedeutet.

    Und wegen einer Fussballmannschaft oder so stolz zu sein. Najo. Wie war das? Bei der letzten WM wurden 10 von 14 Toren von Spielern geschossen, die nicht in Deutschland geboren wurden.

    Ich bin also nicht stolz. Ich habe mit Deutschland nichts am Hut. (Und btw, um auf sone Politik stolz zu sein (was ein Land ja ausmacht), müsste ich schon ziemlich dumm sein). Vielleicht später mal, wenn ich das Land als Diktator zum besseren gekehrt habe. Dann kann ich ruhig stolz sein.

    Edit: Jo, Konradin stimm ich auch zu.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Falves ()

  • Stolz, worauf?

    fu_mo schrieb:

    ... Soweit mir das bekannt ist, ist der Ruf der Deutschen gar nicht sooo "im Arsch.." ...
    Nun, was dies betrifft: Ich halte Lehrgänge in verschiedenen west- und osteuropäischen Ländern, habe auch seit 2001 einen deutschen Pass. Meine Erfahrung ist die, dass man sich mir gegenüber als „Deutschem“ eher reserviert bis ablehnend verhält, kehre ich meine andere Staatsangehörigkeit – die ich nach deutschem Einbürgerungsrecht gar nicht besitzen dürfte – heraus, ist die Atmosphäre entspannter. Sehr ungern erinnere ich mich an einen Lehrgang 2002 in Holland (den ich als Lehrgangsteilnehmer besuchte) als der britische Lehrgangsleiter (und schwedische Nationaltrainer) verkündete: „The fuckin‘ German never ever change their behavior“ (ein Deutscher hatte sich nicht tief genug verbeugt).

    Auch in meiner Heimat, die entsetzlich unter den Deutschen gelitten hat, ist man der jungen deutschen Generation gegenüber neutral bis offen, aber: Es ist nichts vergessen, nichts verziehen!
    Ein Spruch (ich weiß nicht, aus welcher Kultur oder Sprache er stammt): „Im Hause des Mörders wird der Mörder nicht verurteilt!“

    Stolz sein worauf? Dass ich nie das Haupt gebeugt habe, nie irgendeinem „Vorgesetzten“ in den Hintern gekrochen bin? Nie verleugnet habe, wer ich bin und woher ich stamme? Dass ich immer – auch in einem nicht mehr ganz jugendlichen Alter kämpfe; und, wenn es sein muss, auch auf der Straße? Selbst das sind – eigentlich – Sachen, auf die ich nicht stolz sein kann: Würde ich nicht so handeln, wäre ich nicht ich! Ergo: Ich kann gar nicht anders (auch wenn anderes Verhalten manchmal „vernünftiger“ wäre).

    Stolz sein darauf, ein „Deutscher“ zu sein? Ehrlich gesagt, auf so einen Blödsinn, der erst seit wenigen Jahren diskutiert wird, wäre ich nie gekommen.
    Man kann froh sein in einem Land zu leben, in dem man – noch – halbwegs frei sich artikulieren kann, in dem – noch – nicht allzu viele Menschen verhungern müssen. Nachdem ich fast die ganze Welt kennengelernt habe, bin ich (zumindest vorerst noch) froh, in der BRD leben zu können.

    Andererseits, falls es schlimmer werden sollte: Meine Koffer sind schnell gepackt (meine bayerische Ehefrau lernt eifrig polnisch und arabisch).

    Ansonsten: Deutsch sein, bedeutet für mich auch, mit dem „Werkzeug Sprache“ (wichtigstes Kommunikationsmittel) umgehen zu können. Auch hier ist es leider so, dass ich Interessenten, die sich in meiner Schule in einwandfreiem Deutsch erkundigen, frage: „Aus welchem Land kommen sie denn?“ Denn über die Sprach- und sonstigen Kenntnisse, die in Einbürgerungstests von uns Ausländern verlangt wird, verfügt doch kaum ein Eingeborener.
  • naja fakt is leider das deutschland beide Weltkriege verursacht hat und sich von seinen vorurteilen niemals befreien werden kann, weil auch viele Islamisten! stolz auf den holocaust sind. und ich persönlich finde es nicht gut was in den kriegen passiert ist, aber wenn man es in nem anderen blickwinkel sieht, war es ganz gut das der WW II zu dieser Zeit war, denn wär er nur kurz später gewesen, wär es gut möglich dass wir alle nicht mehr leben würden, wegen atombomben und andere massenvernichtungswaffen.
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    =so das heißt Hitler hat der welt eine Lektion erteilt, die ,mehr als nötig war, da jetzt zumindestens massenvernichtungswaffen nicht mehr benutzt werden und es hoffentlich keinen WW III geben wird
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    Ich bin auch stolz auf deutschland, ich kauf auch am liebsten artikel "MADe IN GerMANY"
    aber was ich gar nicht an deutschland mag sind die faulen, assozialen, und die "ich bin so hart ich hau dich und dein kollegen weg" typen. Das is einfach zu Niveau (hat nix mit nivea zu tun ;) ) los.
  • Was habt ihr alle mit Stolz?
    Ich finde, man kann nur auf etwas stolz sein, dass man auch selber erreicht hat. So eine tolle Leistung ist das nciht, zufällig hiwer geboren zu sein. Ehrlich nicht.
    Ich bin natürlich froh, in Deutschland zu leben, weil hier im Grunde genommen doch alles relativ glatt läuft, aber stolz? Definitiv nicht.


    Edit: Oh, ich sollte weiter lesen, das wurde ja schon gesagt.^^
  • King KEBAB schrieb:

    naja fakt is leider das deutschland beide Weltkriege verursacht hat


    so ganz stimmt das ja nun nicht. beim ersten WK würde ich eigentlich österreich-ungarn als verursacher sehen. klar ham die sich von deutschland absichern lassen, aber trotzdem.
    ich würd dir dazu ganz dringend raten, das hier zu lesen: Erster Weltkrieg ? Wikipedia
    ist zwar wikipedia, aber im grundlegenden legt es die situation weitestgehend korrekt dar. ;)
  • otze schrieb:

    Ich finde, man kann nur auf etwas stolz sein, dass man auch selber erreicht hat.


    Und was glaubst du wie Deutschland entstanden ist? Weil keiner etwas dafür getan hat? JEDER trägt einen kleinen Teil zu dem Staat in dem er lebt bei, ob euch das passt oder nicht. Da erscheint mir auch der, zugegebenermaßen etwas peinliche inszenierte Spruch "Du bist Deutschland" sehr passend.

    Aus diesem Grund sehe ich es durchaus als möglich auf seinen Staat stolz zu sein und bin es auch.

    P.S. Freesoft-Board - Nationalität schafft Gemeinschaft :P
  • Wenn man patriotisch ist, ist man noch kein Nazi, aber es ist halt trotzdem scheiße und sinnlos.
    Und gerade deutscher Nationalismus war (fast) immer mit Rassismus und Antisemitismus verbunden, ansonsten:



    [4] Warum dürfen die Franzosen stolz auf Frankreich sein, wir aber nicht stolz auf Deutschland?

    Die Frage ist so falsch gestellt. Richtig müsste sie heißen: welchen vernünftigen Grund gibt es überhaupt, auf eine Nation stolz zu sein? Um es vorweg zu nehmen: wir finden, es gibt keinen. Ob nun ein Franzose darauf abfährt, Franzose zu sein oder sich ein Brite den Union Jack tätowieren lässt, ist ähnlich geschmacklos wie Musiker/innen in schwarz-rot-gold.

    Nationen sind den Menschen gegenüber immer gewaltförmig. Sie bilden sich stets in Abgrenzung zu etwas »Anderem« - Diskriminierung und Unterdrückung sind darin bereits angelegt. Der Grund, warum wir keinen »I Can't Relax With Nationalism«-Sampler herausgebracht haben, liegt nun allerdings darin, dass sich die bestehenden Unterschiede zwischen den diversen Nationalismen nicht nivellieren lassen. Von der beschriebenen grundlegenden Gemeinsamkeit abgesehen sind die historischen Konstitutionsbedingungen von Nation zu Nation nämlich sehr verschieden und sollten auch in ihrem Verhältnis zueinander betrachtet und kritisiert werden. Das deutsche Nationalbewusstsein beruht v.a. auf dem »Volk«, der gemeinsamen Abstammung als Ausschlussprinzip alles »Nichtdeutschen«. Erst auf dieser Grundlage konnte sich der rassenideologisch motivierte Vernichtungswille der Deutschen herausbilden und in der nationalsozialistischen »Volksgemeinschaft« verwirklichen. Dies geschah eben nicht »irgendwo«, sondern in Deutschland. Vor diesem Hintergrund erweist sich die Gleichsetzung Deutschlands mit anderen Nationen nach dem Motto: »Die sind auch nicht besser!« als unhistorisch und reaktionär.


    Und was glaubst du wie Deutschland entstanden ist?

    Nicht durch dich,
    aber hier wird's erklärt:
    unischaft.gmxhome.de/archiv/0103/24/24.html
    und sonst noch:
    mpunkt.blogsport.de/images/NAT…ionGegenstandpunkt106.pdf

    Kosmopolitismus statt unreflektierte Deutschtümmelei!

    Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Hero ()

  • Die Erfahrung lehrt, je weniger die Leute persönlich vorzuweisen haben, desto mehr verstecken sie sich hinter kollektiven Leistungen. Ein Goldmedaillengewinner hat das Etikett 'wir sind Deutschland' nicht nötig, er hat selbst etwas geleistet.

    Man kann durchaus stolz sein auf Deutschland, aber wie definiert man Deutschland in diesem Zusammenhang überhaupt? Definiert man es anhand der Grenzen, die vor 20 Jahren andere waren als heute und davor noch andere? Definiert man es anhand der Einwohner, welche ein Völkergemisch aus dutzenden von Volksgruppen darstellt? Sind die Deutschen Preußen, Germanen, Sachsen, Franken, oder was sind sie eigentlich? Bin ich stolz darauf, daß Karl der Große möglicherweise ein Vorfahre von mir ist (auch wenn das weder nachweisbar noch überhaupt wahrscheinlich ist)?

    Bin ich stolz auf den 20. Juli 1944 (an dem ich selbst keineswegs mitgewirkt habe), stolz auf die Notstandsgesetze und den 'Deutschen Herbst'? Stolz auf die Schüsse auf Rudi Dutschke, den Kniefall von Warschau oder gar die Wiedervereinigung oder die Politik der Lauschangriffe? Nein, ich bin es nicht.

    Wie Deutschland das geworden ist, was es im Augenblick ist, das ist ein komplexer Prozeß, an dem kaum einer von uns mitgewirkt hat. Weder durch seine Stimmabgabe noch durch einzelne konkrete Handlungen. Man hat es vielleicht im Laufe der Jahre geschafft, schlimmeres zu verhindern, worauf man durchaus stolz sein könnte, aber ist man das dann auch?

    Um noch einmal die Überschrift aufzugreifen, entweder ist sie ausgesprochen töricht, weil Nationalsozialismus im Gegensatz zum Patriotismus eine spezifisch deutsche Erscheinung ist und Patriotismus gibt es überall auf dieser Welt. Oder es ist garnicht Nationalsozialismus gemeint, sondern Nationalismus. Dann wäre es aber für den Threadstarter beschämend, so wenig mit der eigenen Sprache vertraut zu sein. Kein Grund, darauf stolz zu sein.

    Nein, Ace280, ich sehe nicht, daß die meisten Deutschen Patriotismus mit Nationalsozialismus gleichsetzen/verwechseln. So, wie du es schreibst, ist es eine völlig unbelegte Behauptung, weiter nichts.

    Weder haben die Rechten die Begriffe Deutschland, Vaterland, Volk, Nationalstolz und Patriotismus für sich gepachtet (wenngleich man momentan glauben möchte, zumindest der Begriff 'Köln' gehöre ihnen, aber das steht auf einem anderen Blatt), noch sind alle Rechten deutsch. Ebensowenig sind alle, die ebendiese Begriffe verwenden rechts. Aber wenn einer mit einem schwarz-weiß-roten Fähnchen herumfuchtelt und mir etwas vom Stolz auf Deutschland erzählen will, dannnehme ich ihm das nicht so ohne weiteres ab. Wahrscheinlich meint er etwas anderes. Auch solche soll es geben.

    Gruß Konradin
  • Hero schrieb:

    Nicht durch dich


    Natürlich nicht, hab ich auch nie behauptet. Aber durch meine Vorfahren, die zufälligerweiße zum selben Volk gehörten wie ich. Genau das ist der Punkt, wieso sollte man sich nur mit individuellen Leistungen brüsten und auf sie stolz sein? Grade die Kollektivleistungen sind um ein Vielfaches mehr wert wie ich finde.

    Das philosophische Geschwaffel deiner Links muss ich mir nicht durchlesen, um zu wissen wie der deutsche Nationalismus und das Deutsche Reich entstanden sind.

    Das der Patriotismus Menschen anderer Herkunft in gewisser Weise ausschließt stimmt durchaus, allerdings ist das nicht zwangsläufig schlecht oder gar mit Ausländerfeindlichkeit gleichzusetzen. Nicht jeder der anders ist ist schlecht. Ich kenne auch schwarze die stolz auf Deutschland sind und die ICH als Deutsche ansehe, auch wenn sie bestimmt nicht von hier stammen.

    Konradin schrieb:

    Nein, Ace280, ich sehe nicht, daß die meisten Deutschen Patriotismus mit Nationalsozialismus gleichsetzen/verwechseln.


    Doch das sehe ich auch so, ist natürlich subjektiv, aber wenn man vor der WM mit einer Deutschlandfahne durch die Stadt gelaufen ist wurde man immer schräg angeschaut. Das mag sich inzwischen etwas relativiert haben, aber verschwunden ist das denke ich keinesfalls.
  • Aber schräg angeschaut zu werden oder für einen Nazi gehalten zu werden ist selten das gleiche.

    Ich habe selbst oft genug erlebt, wie Autocorsos mit dauerhupenden und fähnchenschwingenden Italienern oder Türken ebenso schräg angeschaut wurden. Ob denen wohl auch unterstellt wurde, sie seien Nazis? Nein, mir geht übertriebener Nationalismus auch auf den Sack, sei er nun deutsch, italienisch oder auch türkisch. Aber mit Nationalsozialismus hat das nichts zu tun.

    Anders ist das natürlich, wenn rechtsradikale Fußballfans (damals in Ffm z.B. die 'Adlerfront') oder politische Gruppen wie zur Zeit die 'Bürgerbewegung pro Köln e.V.' aufmarschieren. Das hat mit Patriotismus nichts zu tun, auch wenn sie zehnmal behaupten 'wir sind das Volk!'. Das ist tumbe Deutschtümelei auf niedrigstem Niveau.

    Gruß Konradin
  • Das der Patriotismus Menschen anderer Herkunft in gewisser Weise ausschließt stimmt durchaus, allerdings ist das nicht zwangsläufig schlecht

    Kollektive Identitäten sind immer ausgrenzend und deshalb anzulehnen.
    Und ja, natürlich sind ausgrenzende Ideologien schlecht.

    Aber weder die ach so tollen Leistungen deiner Großeltern, noch die super tolle Demokratie und soziale Marktwirtschaft sind Gründe auf ein abstraktes Konstrukt wie die Nation stolz zu sein.

    Das philosophische Geschwaffel deiner Links muss ich mir nicht durchlesen, um zu wissen wie der deutsche Nationalismus und das Deutsche Reich entstanden sind.

    Es geht um die Entstehung des "deutschen Volkes", welches von dir ja so bejubelt wird.
  • Hero schrieb:

    Kollektive Identitäten sind immer ausgrenzend und deshalb anzulehnen.


    Das ist einfach mal eine Behauptung - die nicht stimmt.

    Der Mensch braucht kollektive Identitäten.

    Was du hier propagierst, ist die "Schöne Neue Welt" von Aldous Huxley. HOffentlich bleiben wir davor bewahrt.

    Ist die Familie abzulehnen?

    Der Mensch braucht Einheiten, mit denen er sich identifizieren kann um sich wohl zu fühlen.

    Wichtig ist nur, wie man mit anderen Menschen und anderen Einheiten umgeht.

    Man kann durchaus stolz darauf sein, zu einer bestimmten Familie zu gehören und trotzdem gut mit anderen Familien auskommen.

    Es ist meiner Meinung nach vielfach sogar so, dass "stabile Verhältnisse" die Grundlage dafür sind, vernünftig mit anderen Menschen umzugehen.

    Aber jeder wie er meint. :D