übertriebene Tierliebe / vermenschlichen

  • Vierbeiner

  • Nemo19xx
  • 6606 Aufrufe 31 Antworten

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  • übertriebene Tierliebe / vermenschlichen

    Hallo zusammen,

    jetzt würde mich noch eine weitere Meinung von euch interessieren.
    Hab mich letztens mit meiner Freundin wegen ihrem Hund in die Haare bekommen.
    Aus meiner Sicht übertreibt sie es mit ihrer Tierliebe und "vermenschlicht" den Hund.
    Es ging z.B. um folgende Punkte:

    - ich finde ein Tier hat im Bad, das ein hygienischer Bereich darstellen soll, nix verloren
    - Schlafzimmer ist bedingt ok, Bett aber tabu
    - es ist ok, wenn ein Tier einen eigenen Sessel/Stuhl hat, aber man sollte ihn nicht überall drauf lassen - scließlich gibt es auch Menschen, die nicht unbedingt die Kleider voller Haare haben wollen, wenn sie mal auf der Couch sitzen.
    - die Schnauze des Hundes sollte nicht über die Platte des Esstisches
    - Betteln beim Essen ist tabu

    Das sind zumindest meine groben Ansichten.
    Klar, ich werde jetzt wohl bei einigen Tierfreunden anecken, aber trotzdem würde mich eure Meinung interessieren!?

    Gruß
    Nemo
  • Ich hätte es nicht besser formulieren können.
    Das sind auch meine Ansichten über Hundehaltung.
    Ich würde es gern noch erweitern wollen: viele Hunde werden
    heute kaum noch erzogen.
    Ein Hund der nicht hört, gefährdet sich und seinen Besitzer.

    Gruß
    citylauf
  • - Hygiene ist Ansichtssache, ich finde die übertriebene Hygiene (Sagrotan kacke) ist Stuss. Wir Menschen haben ein Immunsystem, das sollte auch gefordert werden, damit es nicht einschläft. Ein Hund der keine Würmer hat, ist nicht unreiner wie ein Kleinkind was überall seinen sabber hinterlässt
    - Ansichtssache, auf der anderen Seite ist ein Hund immer noch ein Rudeltier. Wenn man mehrere Hunde hat, kann sich der Hund mit einen Artgenossen einnisten. Für einen Hund ist jedoch das Bett des menschlichen Partners wie ein Unterschlupf, wobei ich damit nicht sagen will, dass der Hund jetzt perse ins Bett gehört. Ich kann nur verstehen, warum der Hund gerne is Bett will, auch kann ich Leute verstehen die dies dem Hund erlauben.
    - Wer ein Tier hat, dem sind die Haare egal. Warum soll ein Tierbesitzer in seiner eigenen Wohnung Rücksicht auf Besucher nehmen? ;) Aber ein Hund sollte auch Grenzen haben, denn nur dann hat man den auch wirklich unter Kontrolle. Bestimmte Dinge sollte man dem Hund abgewöhnen, alleine schon deswegen, damit man selbst lernt wie man sich gegenüber dem Hund behauptet. Man muss dem Tier ganz klar aufzeigen, wer der Leitwofl ist.
    - Auch das darf nicht sein, denn das zeigt zum Teil, dass der Hund sich nicht ganz untergeordnet fühlt. Normalerweise hat der Hund zu warten, bis die Leitperson(en) fertig sind mit essen, dann darf das Tier was bekommen. Davon abgesehen ist das was man dem Hund so vom Tisch gibt oftmals schädlich, z.b. verarbeitet ein Hund Fette anders wie ein Mensch. Z.b. kann bereits eine scheibe fette Wurst beim Hund eine Gallenkohlik auslösen. Wer einen Hund mit für den Mensch bestimmten Lebensmitteln füttert, ohne zu wissen was der Hund fressen darf und was nicht, dem gehört der Hund wegen nicht artgerechter Haltung abgenommen.
  • - ins Bad dürfen sie, wir haben keine kleinen Kinder und außerdem bis auf ein paar Haare (die sich ohne weiteres wegfegen lassen) beschmutzen sie nicht das Bad
    -ein gemeinsamer Liege- und Schlafplatz nicht grundsätzlich für Verhaltensstörungen verantwortlich gemacht werden und spricht auch nicht in jedem Fall für eine Vermenschlichung.
    Unser großer schläft freiwillig nicht im Bett, allerdings als Welpe schon, da er Nachts irgendwie die ersten Monate unsere Nähe brauchte.

    - Die Hunde liegen bei uns auf Sessel und Sofa, uns Stört es nicht. Verwandte und Bekannte wissen es und stellen sich drauf ein oder wenn sie ein Problem damit haben rufen sie 1-2 Std. vorher an.

    - die Schnauze des Hundes sollte nicht über die Platte des Esstisches

    Sehe ich genauso (:D Obwohl der Große auch von weiten eine recht gute Übersicht auf den Esstisch hat)
    Betteln dürfen sie aber mit Respekt und vor allem leise

    Allerdings sind diese Dinge bei uns Privilegien die wir Ihnen entziehen sobald sie Ungehorsam sind
  • Nemo19xx schrieb:

    ...schließlich gibt es auch Menschen, die nicht unbedingt die Kleider voller Haare haben wollen...

    Und was ist mit Menschen, die sich an Rauch stören oder die keine kleinen Kinder mögen? Dies ist ein völlig falscher Denkansatz.

    My Home is my Castle. Wie ich bei mir zuhause lebe, das ist einzig und allein meine Sache und ich selbst muß damit klarkommen, ob ich mit Hundehaaren, Rauch oder Kindern leben will und muß. Wem das nicht passt, der muß nicht zu mir kommen.

    Als ich meine derzeitige Lebenspartnerin kennengelernt habe, hatte sie einen kleinen Hund. Glaubt jemand im Ernst, sie hätte sich wegen mir von dem Hund getrennt? Natürlich nicht. Entweder sie mit Hund oder eben nicht. Ebenso ist es mit dem Rauchen. Entweder ich kann damit leben oder ich muß mir eben eine Nichtraucherin suchen. Eine Mutter lässt ja auch nicht ihre Kinder im Stich, weil ein möglicher Partner Kinder nicht mag.

    Auch ich mag es nicht, wenn ein Hund kein Hund mehr sein darf sondern mit aller Gewalt zum Ersatzmenschen gemacht wird. Da hört der Spaß einfach auf.

    Artgerechte Haltung ist die eine Sache, Erziehung eine andere. Ich lasse unserem Hund gern soviele Freiräume, wie es gerade geht. Aber wenn er anfängt, dies überzustrapazieren, dann werden eben Grenzen gesetzt. Schließlich kann es nicht sein, daß der Hund plötzlich mein Chef ist, so weit wird es nie kommen.

    Er darf gern zeigen, daß er etwas möchte, aber dann ist auch Schluß. Betteln ist tabu. Wenn etwas herumliegt, dann ist es nicht für ihn da, selbst wenn es eingepacktes Fleisch ist und es funktioniert bei uns ausgezeichnet.

    Ins Bad geht er nicht freiwillig, da er ziemlich wasserscheu ist. Aber gelegentlich muß er doch dorthin. Wenn er sich draußen mal wieder in der Kuhscheiße gewälzt hat (manche Hund lieben dies), dann muß er das nicht durch die ganze Wohnung tragen. Dann geht es ab ins Bad und er wird kurz abgebraust.

    Zum Thema Hygiene: ein Hund, der auch im Haus lebt, ist im Prinzip nicht unhygienischer als ein Mensch. Das wird jeder bestätigen können, der Kinder kennt. Die sollen ja auch nicht an den Eßtisch, bevor sie ihre Finger gewaschen haben. Nun, Kinder lernen das und können es selbst machen, beim Hund müssen wir es tun.

    Unser Hund schläft am Liebsten im Schlafzimmerschrank. Er macht sich im ganzen Haus breit, nur der Keller ist ihm nicht so ganz geheuer. Er hat gelernt, daß einige Plätze nicht ihm sind und daß er dort nur toleriert wird. Wenn ich mich auf die Couch setzen will, dann geht er, es sei denn, ich zeige ihm, daß er dort bleiben darf.

    Entscheidend ist, daß man sich mit einem Tier arrangiert und es artgerecht hält. Wer dies nicht will oder kann, der sollte besser kein Tier haben.

    Gruß Konradin
    Aktuell zum 70. Jahrestag:
    Auschwitz war sicher nur die Folge berechtigter Ängste gegen die Juden.
    Damals war es die Verjudung, heute ist es die Islamisierung, welche uns Angst macht.
    Eigentlich müssten sich diese Leute bei uns dafür entschuldigen.
  • Wir haben 2 Hunde. Wir lieben sie wie unsere Kinder (die wir nicht haben ^^ Zum Glück...) und ihnen geht es mit Sicherheit besser, als so manchem Menschenkind.

    Beide schlafen im Bett, schon von Anfang an. Vom Tisch bekommen sie nix, daher wird auch nicht beim Essen gebettelt. Wenn danach was übrig ist (Wurstzipfel, Jogurtbecher auslecken, ...) , dann gucken sie, wenn sie nicht beachtet werden, legen sie sich wieder hin.

    Unsere Hunde sind gut erzogen, soweit das bei den Sturköpfen der englischen Bulldoggen möglich ist. Für andere Menschen oder Kinder auf der Straße interessieren sie sich nicht. Unser Rüde wird nur etwas aufbrausend, wenn fremde Hunde ihn auf der Straße anbellen, dann kläfft er auch zurück.

    Beide Hunde sind sehr anhänglich, unsere Hündin noch mehr als der Rüde. Sammy haben wir bereits mit 7 Wochen aus schlechter Haltung geholt. Sie ist extrem auf uns bezogen und kann nirgendwo anders bleiben. Alleine und mit Tank zusammen ist kein Thema, aber wenn sie bei fremden (oder auch bekannten) Menschen ist ohne uns, wartet sie stur an der Tür, frisst nix, trinkt nix, spielt nicht und beachtet auch niemanden.

    Unsere Hunde sind beide Wohnungshunde. Draußen sind sie nur unter Aufsicht, d.h. wir würden auch sehen, wenn sie etwas ekliges fressen würden. Daher gehe ich mit Konradin vollkommen konform, dass unsere Hunde sehr viel hygenischer sind als so mancher Mensch. Ich habe kein Problem mit den Hunden im Bad. Wenn ich in der Wanne liege, liegt zumindest Sammy auf einem der Badvorleger und döst vor sich hin. Was ist daran schlimm? Die Haare hat man eh überall...

    Es stimmt, dass viele Leute ihre Hunde vermenschlichen, vor allem diese ganzen "Taschenhunde". Mir ist noch nie ein freundlicher Chihuahua begegnet und ich habe bedingt durch meinen Nebenjob viel mit Hunden zu tun.
  • Oh man.

    Ähm, ich denke auch, dass es bei vielen Leuten vorkommt, das Hunde (und andere Tiere) arg vermenschlicht werden und finde auch hier sind einige auf dem besten Wege.
    Ich habe selber keinen Hund, noch nicht, aber meine Eltern hatten immer einen und haben ihn auch immer noch.

    Unsere Hunde waren immer recht clever. So wussten alle immer, dass sie im Schlafzimmer meiner Eltern nix verloren haben, dass sie ihren festen rückzugsplatz hatten(Hundedecke), dass sie bei meiner Schwester ins Bett durften, bei mir nicht...
    Sie waren alle gut erzogen. Durften nicht betteln, nicht auf die Couch im Wohnzimmer, hatten zu gehorchen... sie waren alle zwar verspielt, aber auch eben erzogen. Ich finde auch, dass eine Erziehung wichtig ist, sie fordert ja auch den Hund und das dem Hund das auch Spass machen kann...
    Hygienisch...naja, man muss halt drauf achten, wenn der Hund durch ******** läuft muss ich ihm die Pfoten sauber machen...

    Ins Bad durften die Hunde auch... sind sie aber nie hin, da es da alleine zu langweilig war und wenn jmd ins bad ist, hat er halt die tür zu gemacht ^^...
  • Ich finde, Bad (wo baden denn Leute den Hund, die ihn nicht ins Bad lassen?), Schlafzimmer und Bett sind Ansichtssache.
    Betteln am Tisch finde ich allerdings ist etwas was grundsätzlich schlechte Erziehung ist, ist doch auch für den Hund doof, wenn er nicht weiss wo sein Platz ist. Und essen während (m)ein Hund die ganze Zeit fiep und bettelt finde ich nervig.
    Vermenschlichen finde ich ich ist eher sowas wie dem Hund Kleidung kaufen, und zwar wegen des Aussehens und nicht weil es irgendeinen sachlichen Grund gibt. Oder wie es eine Bekannte meiner Mutter mit ihrem immer machte: An der Kaffeetafel, dem Hund mit dem Löffel Sahne in den Mund tropfen. (Wohlgemerkt, an fremder Kaffeetafel)
    Ich setz meine Ratte auch nicht auf den Tisch, wenn ich esse. Oder andere Leute da sind. *g*
    Na ja, alles was wirklich nicht mehr tiergemäß ist, würde ich unter vermenschlichen rechnen. Und wenn mein Tier auf andere Menschen, womöglich auch noch in deren Wohnung trifft, sollte es sich so benehmen, und ich auch, das niemand sich gestört fühlt. (Ich hatte mal nen Hund. Ratten nimmt man ja eh nicht mit in andere Wohnungen, das wäre schon an sich nicht tiergerecht!)
  • Hallo meine lieben,

    wir hatten als wir kinder klein waren einen Dalmatiner und nachdem dieser von uns gegangen ist haben nun meine eltern einen kleinen Dackel-Terrier.
    Da beide Hunde aus dem Tierheim gekommen sind und wohl schlechte erfahrungen mitgebracht haben, hatten sie nie das Bedürfnis in einen gefließten Raum (Bad) zu gehen. Da bei uns generell immer alle Türen geschlossen werden haben/hatten sie dort (außer zum Baden) sowieso nichts verloren.
    Gebettelt am Tisch wird auch nicht. Zwar legt sich unser kleiner immer gern zwischen die Füße, aber nur zum Schnarchen und nur, wenn es erlaubt wird. Sollte der besuch etwas dagegen haben, gehts ab auf seine Couch (Ja, er hat einen eigenen Sessel, auf die große Couch darf er nicht. Er kann auch auf die Lehne seines Sessels klettern und dann aus dem Fenster schauen..)

    Generell finde ich, dass wenn jemand hygienische Gründe anbringt, wenn ein Hund in einem Raum nichts verloren hat nichtig.. Haare sind überall, und manch hund ist reinlicher als manche schuhe von Menschen..
    Betteln ist ein Tabu, der Mensch ist immer noch der Boss im rudel und es ist seine entscheidung.
    Die Bettsache ist auch eine persönliche entscheidung. Wir hatten zum aufpäppeln ein Welpen für ein paar wochen bei uns und da dieser noch seehr klein war, musste er zu uns ins bett (sonst keine ruhe). Aber größere Hunde haben meines Erachtens dort nicht viel verloren. Diese haben ja ihre eigenen Körbchen usw.. Aber das möchte eine einsame Person gern anders sehen..

    Grüßle
    LesS
  • @einsam: das Stichwort, LessS, möcht ich gern nochmal aufgreifen und vertiefen, für einen kleinen Moment:

    ...ich möchte einfach nochmal daran erinnern, wenn es ums "vermenschlichen" geht, dass für manche Menschen diese Tiere zuweilen der einzige soziale Bezug sind, und diese Tiere damit einen unglaublich wichtigen Stellenwert haben.
    Das mag uns zuweilen gefallen oder nicht.
    Mir persönlich ist es lieber, jemand hat zumindest zu Tieren eine echte Beziehung, als dass dieser Mensch in totaler Isolation lebt...
    ...und mit einem einfachen : "...na dann such dir halt Freunde..." ist es eben nicht getan. Das kann sich ähnlich problematisch gestalten wie die Suche nach einem Partner ;)

    Und da diese Tiere dann in der Tat "Ersatz-" Menschen sein können, kann es sicher auch einen "übertriebenen" Eindruck machen.

    Generell ist es aber doch einfach wichtig, dass jemand (etwas oder jemanden) lieben kann, ob viel (und ggf. übertrieben) oder weniger, je nach Möglichkeit....
    und klar, das es auch im menschlichen bereich die unterschiedlichsten Formen von beziehungen gibt, und Regeln fürs Zusammensein, gibt es auch für Mensch/Tier-beziehungen eben ganz unterschiedliche Auffassungen.

    Idealerweise gibt auch auch menschliche Bezugspersonen, keine Frage.
    :)

    Und idealerweise ist man zumindest mit sich selbst (und auch der eventuellen Familie) klar und einig über die verschiedenen Regeln ;) in Bezug auf Mensch und Tier....
    es gibt eben auch hier eine Vielfalt von Möglichkeiten :cool:
    Ich bin zwar anderer Meinung als Sie, aber ich würde mein Leben dafür geben, daß Sie Ihre Meinung frei aussprechen dürfen.(E.B. Hall) # Ever tried, ever failed, no matter. Try again, fail again, fail better. (Beckett) # You are only given one little spark of madness. You mustn't lose it. (R.Williams) # Any sufficiently advanced technology is indistinguishable from magic.(Clarke)
  • Dem kann ich mich nur anschließen denn der alte Fritz hat schon gesagt :

    „Jeder soll nach seiner Façon selig werden“

    Es ist alles richtig , die Sache mit dem Wolfsrudel und dem Rudelchef, aber wenn man 10 Jahre, so wie wir mit einem Hund zusammenlebt dann schleifen sich so manche Regeln ab. Vor allem wenn der Hund so wie bei uns vor drei Jahren fast gestorben wäre und zehn Tage in der Tierklinik gewesen ist, dann merkt man erst einmal was dieses Tier einem bedeutet. Da ist es dann auch nicht mehr so einfach alle Erziehungsregeln, die man einmal gelernt hat aufrecht zu halten.
    Wir haben unsere Hündin in unserem Urlaub in einer Karre durch die Orte geschoben, um diese zu besichtigen. Viele wollten von uns wissen warum wir das tun und hatten Verständnis als sie hörten das der Hund alt ist und Arthrose hat. Aber wie viele werden sich ihren Teil gedacht haben.
    Ja und ?
    Für manch einen ist es schon Vermenschlichung, wenn ein Hund im Haus lebt und nicht draußen an der Kette. Für den Anderen ist es Tierquälerei.
    Ich glaube jeder muss seinen Weg finden und dabei überlegen ob er dem Hund damit Gutes tut.

    Silvest


    „Man kann ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht. “:)
  • Meine Hündin schläft auch mit im Bett und darf sich im ganzen Haus frei bewegen.Sie ist ein Familienmitglied wie alle anderen (Menschen) auch. Das finde ich ist aber noch keine vermenschlichung. Sie ist gerne in meiner Nähe.
    Wegen der Hygiene habe ich da nicht so ein Problem. Ich glaube meine Kinder,als sie noch kleiner waren, haben manchesmal mehr Dreck mit reingebracht als der Hund.

    Was ich dann schon eher ein wenig problematisch finde wenn die Hunde dann wie Püppchen ausgetattet werden und in Wägelchen rumkuschiert werden. Ich rede nicht von behinderten Hunden. Sondern von diesen kleinen schick frisierten ,in Klamotten gepackten Hunden die nie einen Meter selber laufen sondern eben in Handtaschen getragen oder eben rumkuschiert werden. Ich bezweifle das sich diese Hunde auch mal richtig rennen dürfen und sich vielleicht auch mal nach Herzenlust auf einer Wiese austoben bzw.wälzen dürfen.Das finde ich ist vermenschlichung und nicht artgerecht.
    Meine Hündin lebt mit uns aber sie darf trotzdem Hund sein.Wenn ich auch zugeben muss sie manchmal ein bisschen zu verwöhnen. ;)

    Liebe Grüße Mausi
  • Wir haben eine Hündin und sie ist ein richtiges (Rudel-)Familienmitglied.

    Warum sollte ein Hund nicht in alle Räume des Hauses dürfen? Also sie darf in jeden Raum unseres Hauses, darf natürlich auch im WOMO schlafen und hat für das Auto eine Box im Kofferaum, in der sie sich sicher und geborgen fühlt. Außerdem habe ich das große Glück, dass sie mit ins Büro darf, weil sie nicht alleine bleiben will.

    Von übertriebener Hygiene halte ich nix. Wir schauen darauf, dass sie keine Flöhe hat und außerdem immer regelmäßig entwurmt ist. Mit ihrem kurzen Fell ist sie sehr pflegeleicht und hat überhaupt keinen unangenehmen Geruch und verliert auch nur wenig Haare. Wenn sie von draußen ins Haus läuft dann werden die Pfoten abgewischt und wenn sie sich in irgendeinem "wohlriechenden" Gegenstand wälzt dann kommt sie einfach mal kurz in die Badewanne.

    Hunde sind die besseren Menschen
  • Ich habe einen mittlerweile 9 ein halb Jahre alten Mini Yorkie und der wird als vollwertiges Familienmitglied angesehen.
    Er hat sein Körbchen neben meinem Bett, darf ab und an sogar bei mir im Bett schlafen und ansonsten auch die gesamte Wohnung frei betreten!
    Ich denke er ist richtig gut erzogen, ist sehr folgsam und gibt mir mehr Liebe als einige Menschen!
    Ich finde, jeder sollte sein Hund so behandeln, wie er will, denn es ist schließlich sein bester Freund und ein treuer Begleiter!

    Nur jemand, der keinen Hund hat, kann eine solche Freundschaft nicht nachvollziehen.
    Tiere sind teilweise bessere Menschen!
  • tschuppa schrieb:


    Tiere sind teilweise bessere Menschen!


    ich denke, das liegt zumindest teilweise daran, dass wir mit Tieren anders umgehen als mit Menschen. Auch anders "kommunizieren".

    Würden wir mit den Menschen zuweilen anders umgehen können, hätten wir auch den Eindruck, dass es mehr von diesen "besseren Menschen" gäbe, da bin ich ziemlich sicher.
    Ich bin zwar anderer Meinung als Sie, aber ich würde mein Leben dafür geben, daß Sie Ihre Meinung frei aussprechen dürfen.(E.B. Hall) # Ever tried, ever failed, no matter. Try again, fail again, fail better. (Beckett) # You are only given one little spark of madness. You mustn't lose it. (R.Williams) # Any sufficiently advanced technology is indistinguishable from magic.(Clarke)
  • Tiere sind eine wunderbare Projektionsfläche für unsere Wünsche und Sehnsüchte und sie widersprechen nicht, diskutieren nicht, gucken freudig oder dämlich. Sie bekommen keine Dose auf, und wir denken sie verstehen uns. Ein bisschen Schwanz wedeln reicht aus oder diese süsssssen Augen.
    Wenn es nicht mehr mit anderen Menschen geht, ein bisschen Hund geht immer.
  • Ich kann dich sehr gut verstehen tschuppa, denn auch unsere 11 Jahre alte Colliehündin ist ein vollwertiges Familienmitglied und ich denke mit Grauen an den Tag, an dem sie uns verlassen wird.
    Man sollte vielleicht nur aufpassen, das eigene Tier nicht ganz die anderen Menschen ersetzt, auch wenn man schwere Enttäuschungen mit Menschen hinter sich hat.
    Ich denke das würde zu einer Vereinsamung führen und man würde in einer Scheinwelt leben genauso wie in diesem Forum wenn man alles zu Ernst nimmt und den Blick für das reale Leben verliert.

    @sorei ...aber Gott sei Dank, es gibt diese Menschen, die das Leben lebenswert machen!
    Wozu braucht Gott ein Raumschiff - James T. Kirk

    Natürlich kann man ohne Hund Leben - es lohnt sich nur nicht. - Heinz Rühmann
  • Nemo19xx schrieb:



    - ich finde ein Tier hat im Bad, das ein hygienischer Bereich darstellen soll, nix verloren
    - Schlafzimmer ist bedingt ok, Bett aber tabu
    - es ist ok, wenn ein Tier einen eigenen Sessel/Stuhl hat, aber man sollte ihn nicht überall drauf lassen - scließlich gibt es auch Menschen, die nicht unbedingt die Kleider voller Haare haben wollen, wenn sie mal auf der Couch sitzen.
    - die Schnauze des Hundes sollte nicht über die Platte des Esstisches
    - Betteln beim Essen ist tabu


    Hey kann dir da nur voll und ganzzustimmern nur die wenigsten Tier bzw hundefreunde nehmen sich nicht die zeit den Hund genug zu erziehen..
    also finde es auch immer grausig wenn man wo zu Besuch ist und der Hund einem fast das essen wegguckt..oder man später feststellt das der Pulli voller Haare ist..also finde im Bett und auf der Couch geht echt nicht...betteln ist auch so ne doofe Angewohnheit der Leute weil sie ständig dem Armen Hund dann was vom Tisch abgeben müssen..wozu hat er denn dann seinen Futternapf? Naja solange es nicht Tierquälerei ist jedem das seine iwie

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von NeHe () aus folgendem Grund: vollzitat gekürzt

  • diesunddas schrieb:

    [...]Ein bisschen Schwanz wedeln reicht aus (...). Wenn es nicht mehr mit anderen Menschen geht[...]
    Verlangst Du von Deinen Mitmenschen nicht ein bisschen viel: "Ein bisschen Schwanz wedeln", wer kann denn das?

    Andererseits, Tierliebe:
    Ich mag Hunde auch ganz besonders. Habe vor etwa vierzig Jahren in Korea eine paar Stück davon vorgesetzt bekommen: Einfach köstlich!
  • Stevenious schrieb:

    also finde es auch immer grausig wenn man wo zu Besuch ist und der Hund einem fast das essen wegguckt..oder man später feststellt das der Pulli voller Haare ist..also finde im Bett und auf der Couch geht echt nicht...betteln ist auch so ne doofe Angewohnheit der Leute weil sie ständig dem Armen Hund dann was vom Tisch abgeben müssen..wozu hat er denn dann seinen Futternapf?


    Es ist richtig, auch ein Hund oder eine Katze die in einem Haushalt leben brauchen Regeln und Grenzen sonst tanzen sie einem sprichwörtlich auf dem Kopf herum.
    Mein Hund darf auch nicht auf die Couch oder ins Bett, doch keine Regel ohne Ausnahme.
    Er hat zum Beispiel große Angst vor Silvesterknallerei und sucht dann immer Schutz bei mir auf der Couch.
    Das hat nichts mit Dominanz oder Vermenschlichen zu tun und ich lass ihn dann auch, denn er geht dann später auch von allein auf seinen Platz zurück.

    Auf Betteln von anderen Hunden gehe ich gar nicht ein und dann merken sie schnell, das es bei mir nichts zu holen gibt. Mein Hund macht das sowieso nicht.
    Hundehaare am Pullover stören mich nicht, da finde ich Zigarettenqualm viel schädlicher.
    Und wenn einem die Gewohnheiten anderer Leute nicht gefallen, dann brauch man ja nicht hin zu gehen.
    Da stimmt dann die Chemie untereinander schon nicht.
    Wozu braucht Gott ein Raumschiff - James T. Kirk

    Natürlich kann man ohne Hund Leben - es lohnt sich nur nicht. - Heinz Rühmann
  • sorei schrieb:

    ich denke, das liegt zumindest teilweise daran, dass wir mit Tieren anders umgehen als mit Menschen. Auch anders "kommunizieren".

    Würden wir mit den Menschen zuweilen anders umgehen können, hätten wir auch den Eindruck, dass es mehr von diesen "besseren Menschen" gäbe, da bin ich ziemlich sicher.

    Ich mache da gar keine so grossen Unterschied und Menschen gegenüber verhalte ich mich keineswegs gleich.

    Bei Menschen versuche ich, so zu kommunizieren, daß diese meine Aussage verstehen - und bei Tieren mache ich genau das gleiche.

    Ich versuche, mich in mein Gegenüber hineinzuversetzen und je besser dies klappt, desto besser kann ich auf den anderen eingehen, egal ob Mensch, Ratte oder Hund.

    Die Fähingkeiten eines Tieres sind limitiert und da stösst man schnell an seine Grenzen. Auch dies erlebe ich bei Menschen gleichermassen. Die Grenzen sind bei jedem Menschen anders, aber Hund ist auch nicht gleich Hund.

    Ludwig lasse ich soviele Freiheiten, wie möglich. Wenn er sie jedoch überstrapaziert, dann zeitigt das auch Folgen. Tanzt er dann nicht mehr auf meiner Nase herum, dann ich auch nicht mehr auf seiner und es läuft wieder ganz entspannt.

    Ich trage nun einmal die Verantwortung für ihn und er nicht für mich. Genau aus diesem Grunde wird er niemal mein Chef werden können und ab und zu muss ich ihn daran ein wenig erinnern.
  • Da ich mit Tieren aufgewachsen bin weis ich wie ich mit ihnen umgehen muss.
    Kein Betteln und Füttern vom Tisch.
    Tier darf auf Bett und Couch, aber nur wenn das ja kommt bzw. die Gestick.
    Geht auch ohne Befehl nicht rauf.
    Tier bekommen Futter immer nach dem Essen der Herren.
    Hat immer super geklappt.