Wählen - ja oder nein?

  • Diskussion

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  • Also, wählen ist "Bürgerpflicht" - und sollte wahrgenommen werden. Warum? Wenn du nicht wählst kannst du zwar die Quoten der Wahlbeteiligung senken, nicht aber den Wahlausgang.

    Zwar mag es dir egal sein, welcher der Übeltäter später gewinnt, aber Zeichen kannst du so nicht setzen. Gehe lieber und wähle eine Minderheitenpartei, die zwar nicht gewinnen wird, aber den "Großen" zeigt, dass immer mehr mit der momentanen Politik unzufrieden sind. So mach ich das jedenfalls.

    Und das hat noch einen Vorteil. Ich kann und darf mich später auch wieder über unsere Regierung aufregen und schimpfen :mad::rot:

    Aber es bleibt trotzdem jedem selbst überlassen was er macht - oder nicht :öm:
  • Es gibt Länder, in denen Menschen Schweiß, Blut und den Tod durchlaufen, nur um wählen gehen zu können...zwischen all den Lackaffen unserer Parteien findet sich für jeden Charakter eine in ihren Manifesten passende Partei.

    Nicht zur Wahl zu gehen ist für mich nichts anderes als ein offensives Faulheitsgeständnis, mehr nicht.

    Nicht zur Wahl zu gehen, um "ein Zeichen zu setzen" ist in etwa genauso bedacht, wie einen LC1 Joguhrt mit "linksdrehender Milchsäure" zu genießen, um den Ölpreis niedrig zu halten.

    Just my 2 cents ;)
  • Also wählen ist, wie berla schon sagt, wähle ist "Bürgerpflicht".

    Ich gehe also auf jeden Fall wählen. Auch ich werde eine Minderheitspartei wählen, um
    a) den großen Parteien zu zeigen: So bin ich nicht damit einverstanden!
    und
    b) Ich kann immer sagen, ich habe Partei X nicht gewählt, die gewonnen hat, ich finde deren Regierung sehr fragwüdig.
    Also andersgesgat ich darf mich ärgern und aufregen.

    Ich finde es einfach ganz ganz wichtig, dass man wählen geht, letztlich egal wen, aber wählen. Wer sich der NPD total nah fühlt.. für mich nicht verständlich, aber dann solln auch die wählen gehen!

    Das ist meine Meinung :)

    nikl :drum:
  • Wer keine lust hat am Sonntag wählen zu gehen, der kann Briefwahl beantragen.
    Das geht ganz einfach: eine Email schreiben und 2 Tage später hast du alles. Musst nur noch deine Kreuze setzen und den Umschlag ohne Briefmarke in ein Briefkasten werfen. Das wars. Und es kostet nichts.

    Auf diese Art habe ich schon mein Stimmen vor einem Monat abgegeben.

    Hauptsache die Wahlen laufen nicht so wie die Europawahlen.


    Für mich ist es wichtiger eine starke Opposition zu haben als eine starke Regierung.
  • Ich geh auch nicht wählen, nicht das ich zu faul bin dort hin zu gehen, nein das ist mir voll zu blöd geworden ein paar kreutze auf nem Zettel zu kritzeln.

    Jede Partei nennt immer nur ihre Vorzüge warum man grad diese Partei wählen sollte und zum Schluss kommt doch nur immer der gleiche Käse raus, die Arbeitslosenzahl geht immer weiter rauf, alles wird teurer und so weiter. Die Leute werden doch immer unzufriedener hier im Lande und keine Partei kann dies stoppen.
  • Zu faul? Da hab ich eine bessere Begründung: freesoft-board.to/f426/afghani…r-346742.html#post4300198

    Jedoch ist es gerade in der heutigen Zeit eine besondere Verpflichtung seine Faulheit zu überwinden um die einzige Alternative zu wählen!
    Wer nicht will das im deutschen Auftrag Menschen getötet werden muß die einzige Alternative wählen! Es ist ansonsten so was wie unterlassene Hilfeleistung!

    Einmal im Leben hat man die Gelegenheit Menschenleben zu retten in dem man ein Kreuzelchen hinterläßt...

    Liebe Grüße
    Carmen
  • Ich gehe auch wählen, obwohl es für mich grade nicht die passende Partei gibt, deshalb nehme ich die, die mir am meisten zusagt.
    Nicht hingehen, heißt auch wählen.
    Und nur über Politik zu motzen, sich aber nicht in irgendeiner Form für Veränderung einzusetzen, finde ich doof.

    Tanja
  • auf jeden fall

    geht auf jeden fall wählen.
    wenn ihr nicht wisst was, dann macht so n wahlomat, wenn ihr nichts findet was euch zusagt, dann macht ne fehlstimme...zb. einfach alles ankreuzen, ist besser als gar nicht zu wählen
  • Signed.

    Mal ehrlich Leute, den Sand in den Kopf stecken und hoffen dass alles wieder besser wird hat noch nie in der Geschichte etwas gebracht. Und wie schon mehrmals gesagt wurde - Nichtwähler sind genau die Stimmen die fehlen damit die richtigen gewählt werden bzw. Minderheiten anerkannt werden. Aber eine Faustregel: Wählt die Partei die ihr im Kanzleramt sehen wollt. Es wird nie eine 100%ige Übereinstimmung der Interessen der Partei und der der Wähler geben; dennoch müsst ihr euch klar werden dass in eine Demokratie eben das Demos (Volk) bestimmt was passiert...Und alle Nichtwähler verfälschen das Ergebnis.

    MfG

    Dark Blizzard
    Ein paar Tausend sinnvolle Beiträge, nur damit ich mich endlich in der Spielhalle austoben darf :D
  • Also ich geh wählen, jedoch werde ich meine Stimme nicht an eine der großen Parteien verschwenden, sondern eine Minderheit wählen. Es lohnt sich einfach nicht die "großen" zu wählen, die erzählen und labern und machen am ende ja doch nichts. Außerdem soll die Merkel da wech -.- was ein schandfleck der gemeinde der Frauen. Lieber seine stimme an eine Minderheit geben und den großen zeigen das sie nicht mehr gewünscht sind als garnicht wählen. Es gibt sonst eh nur wieder Berichte wie gering die Wahlbeteiligung ist und war ...

    Das kennt man doch eh alles schon. Nachrichtensender berichten den verlauf der Wahlbeteiligung der letzten Wahlen... "wärend dann und dann so viele gewählt haben..." bla bla bla das ist einfach nur noch nervend und bingt eh nix.

    Lg
  • Ich sag es mal so wie ich es im Moment empfinde, unser Wahlsystem ist unzureichend, ich wähle eine Partei weil mir ein paar Punkte in ihrem Programm zu sagen, und schwupps nach der Wahl koaliert sie mit einer anderen Partei und wirft alle womöglich genau die Punkte,die mir gefielen, über Bord und ich muss 4 Jahre damit leben. Das ist unakzeptabel.

    Trotzdem habe ich gewählt(Briefwahl), warum? Nur ein paar Buchstaben CDU/CSU, diese Parteien müssen gestoppt werden, sie machen mir schlicht Angst mit ihrem Überwachungs- und Zensurwahn. Die Freiheit ist es wert, für sie zu kämpfen und zu sterben, warum ist sie es nicht wert, wählen zu gehen?
  • geht AUF JEDEN FALL wählen!

    Wenn ihr nicht wählt, unterstützt ihr indirekt extremistische Parteien, da deren Anhänger garantiert Wählen gehen werden. Wenn ihr (und viele andere auch) nun nicht wählen geht, steigt der Prozentsatz dieser Parteien.
    Des weiteren dürft ihr euch nachher nicht beschweren, wenn Parteien z.B. die Steuer erhöhen oder die Bildung weniger unterstützen, da ihr ja nicht dazu beigetragen habt, dies zu verhindern.

    MfG Schlaechter
  • Wenn man die vergangenen Landtagswahlen heranzieht, kann man erkennen das die CDU stärker wurde je weniger Wahlbeteiligung vorhanden war...
    Nicht wählen unterstützt den Hauptgrund(ändert sich ja doch nichts...) nicht zu wählen.
    Nicht wählen unterstützt auch nicht die Piratenpartei....
    Liebe Grüße
    Carmen
  • @loeffel
    mich würde interessieren warum du nicht wählen gehst? gibt doch sicher eine Partei die deine Interessen weitgehend vertritt.
    vielleicht sogar die ÖDP, die sich verpflichtet hat keine Schmiergeld... äääh Parteispenden von Wirtschaftsunternehmen und Lobbyisten anzunehmen?

    irgendeine Partei wird dir sicher zusagen. Und die solltest du mit deiner Stimme unterstützen und gleichzeitig die ungeliebte Partei schwächen. Kann mir nicht vorstellen das dir alles schnurzegal ist.

    jeder der sich nicht sicher ist welche Partei seine Interessen durchzusetzen vermag, der sollte nach dem Wahlomat googeln. Der ist zwar nicht das gelbe vom Ei weil er die großen Parteien bevorzugt, da sie direkt anwählbar sind und die kleinen Parteien übersehen werden können, die ja vielleicht deinen Wünschen oder Zielen viel näher liegen würden.
  • Nicht wählen zu gehen ist das dümmste, was man tun kann. Normalerweise sind das dann auch diejenigen, die am meisten auf "die da oben" schimpfen. Gleichzeitig sind sie aber selbst zu lethargisch, dumm oder einfach bequem um auch nur die halbe Stunde Zeit zum Wählen aufzubringen.
  • Wer nicht wählen geht, geht trotzdem wählen.

    Soll heißen, jede nicht abgebene Stimme fließt den radikalen Parteien zu. Wähler von radikalen Parteien, egal ob links oder rechts, gehen auf jeden Fall wählen. Das Wahlergebnis wird auf Grundlage der Wähler ermittelt und nicht auf der von den Wahlberechtigten.

    Alos ist jede nicht abgebene Stimme ein prozentualer Zuwachs bei den radikalen Parteien.

    Notfalls irgendeinen Mist wählen. Hauptsache die Stimme ist gezählt.
  • Ich werde wählen!

    Auch wenn ich es als Illusion betrachte, durch Wahlen etwas verändern zu können (man hätte sie längst verboten); und, auch wenn es die ideale Partei für mich nicht gibt: Ich werde wählen.

    Ich wähle die Scheiße, die am wenigsten stinkt!*

    _____________
    * Einer meiner Schüler, OStdR, zu mir: „Das drückt man besser so aus: Die ideale Partei gibt es nicht, also wähle ich die, die meinem Ideal am Nächsten kommt“.
    – Ich bleibe bei meiner Ausdrucksweise (und ich meine es so).
  • Nochmal zur Klärung ;)
    Auch für manch "Faule" oder Unentschlossene :D

    Man sollte seine (Wähler)Stimme IMMER abgeben :)
    (Begründungen wurden hier ja schon zuhauf geliefert ;),
    meine folgt weiter unten *g*)


    Ob man dabei dann
    - seine Lieblingspartei,
    - lediglich eine Partei mit "Chancen", oder
    - eine zu stärkende Oppositionspartei
    wählt
    oder sogar (anstatt sich gar nicht zu rühren)
    - seine Stimme ungültig abgibt (quasi als messbaren, totalen Protest)
    lasse ich dabei mal offen.

    Ich sehe es übrigens weniger als "Bürgerpflicht",
    sondern quasi als "mein Recht, meine Meinung zählbar zu äußern"

    Wer dies NICHT tut,
    hat damit eigentlich schon "dieses Recht" (eben für sich selbst) aufgegeben ;)

    Insofern sollte jeder, der vllt. gerade diese Wahl (erneut) als müssig betrachtet,
    seinen Hintern zur Wahl bewegen,
    um zumindest für starke Oppositionen zu sorgen ;)

    hopefully :)
    muesli
  • jajetztja schrieb:

    ...Das Wahlergebnis wird auf Grundlage der Wähler ermittelt und nicht auf der von den Wahlberechtigten.

    Alos ist jede nicht abgebene Stimme ein prozentualer Zuwachs bei den radikalen Parteien.

    Notfalls irgendeinen Mist wählen. Hauptsache die Stimme ist gezählt.


    [B]Was bewirkt eine Stimmenthaltung, was eine ungültige Stimme?
    Stimmenthaltung und ungültige Stimme = Nichtwahl


    Eine Stimmenthaltung und die Abgabe einer ungültigen Stimme haben beide den gleichen Einfluss auf das Wahlergebnis – nämlich keinen. Nur in einem Ausnahmefall – der Abgeordnetenhauswahl in Berlin (bis 2004 auch bei der Landtagswahl im Saarland) – gilt für die Berechnung der 5 %-Hürde die Zahl der abgegebenen statt der gültigen Stimmen und könnte so einen marginalen Einfluss haben.
    Einfluss auf Statistik

    In der amtlichen Wahlstatistik werden ungültige Stimmen explizit aufgeführt – mehr aber auch nicht. Es wird nicht festgehalten, warum die Stimmen ungültig sind: Ob dem Wähler etwa die Stimmabgabe zu kompliziert war und er aus Unkennntnis keine gültige Stimme abgegeben hat oder er sich bewusst enthalten bzw. gar Protest ausdrücken wollte. Zur Begründung der ungültigen Stimmabgabe oder der Wahlenthaltung gibt es auch kein Feld auf dem Stimmzettel. Erklärungen oder Sprüche auf dem Stimmzettel sehen nur die Wahlhelfer vor Ort.
    Wer nicht wählt, wählt die Großen

    Auch wenn immer gesagt wird, wer nicht wähle, wähle extrem – von der Nichtwahl profitieren alle Parteien proportional zu ihrem Stimmenanteil, also vor allem die großen Parteien CDU und SPD. Wenn beispielsweise ein SPD-Wähler einmal nicht wählt, dann profitiert davon am meisten die CDU. [Die Partei, die man sonst gewählt hätte, profitiert unterm Strich natürlich nicht davon, wenn man es nicht tut.]
    Ungültig wählen/sich der Stimme enthalten

    Es zählen nur gültige Stimmen, alles andere stärkt die Gewinner einer Wahl:
    freesoft-board.to/f426/umfrage…e-399990.html#post4281658

    liebe Grüße
    Carmen
  • Wählen gehen - Nein!

    Ich will gar nicht detailiert auf die Argumente für's Wählengehen eingehen, nur soviel: Wenn man nach dem Wahlgang das Recht auf Kritik erwirbt, welches man ohne das Kreuzchen zu setzen nicht hat, dann nur deshalb, weil man sich gleichzeitig die Pflicht eingehandelt hat, den Gewählten zu gehorchen.

    Alle Entscheidene, jede Organisationsform und die Inhalte der Politik stehen schon vor!! der Wahl fest! Also das weiterhin ein Staat sein soll, dass es eine Wehrmacht gibt, das der Besitz in den Händen der aktuellen Eigentümer bleibt etc. Die Wahlen dienen doch gerade der Festigung der bestehenden Verhältnisse, nicht deren Veränderungen. Historisch betrachtet sind die "one man, one vote"-Wahlen (mit den bekannten Übergangsformen, als das Gewicht der Stimme von der Höhe des Steuervolumens oder dem Landbesitz abhing) der Feudalherrschaft abgetrotzt, und zwar zur Fortführung der Herrschaftverhältnisse mit neuem Personal, den Eigentümern von Produktionsmitteln. Denen nützen die Verhältnissen ja auch, aber warum sollte ein Habenichts, der nichts hat außer seiner Arbeitskraft, die er einem Besitzenden verkaufen muß, um leben zu können, das Personal seiner Herrschaft zusammenstellen wollen?
    Das Wählen ist ein Akt der Untertänigkeit, mit dem man vor Merkel oder Steinmeier einen Kniefall ausdrückt: für vier Jahre sollen die frei herrschen dürfen, danach will man ganz kritisch entscheiden dürfen, wer weitermachen darf. DAS soll eine tolle Sache sein, Ausdruck von Freiheit, für die angeblich viele Menschen gekämpft haben und nach der sich viel Leute sehnen sollen?
    Wahlen nützen nur denen, die gewählt werden, weil die sich darauf berufen können, zur Machtausübung legitimiert worden zu sein, und notfalls mit Gewalt gegen jeden vorgehen dürfen, der ihre Politik verhindern will.

    "Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber"
  • Hallo.
    Ich gehe IMMER wählen!
    Das Wahlrecht ist ein hohes Gut.
    Im Kampf um Demokratie haben unzählige Menschen Leben und Freiheit riskiert.
    Bei uns ist sie Wirklichkeit - und eine Selbstverständlichkeit.
    Grüße,
    Costachis
    [COLOR="DarkRed"]»Ich esse am liebsten Geflügel wie Hühnchen oder Kaninchen. « (Alfred Biolek) [/color]

    »Ich weiß, wie es ist, Mutter von drei Kindern zu sein! « (Edmund Stoiber)

    »Die Schweden sind keine Holländer - das hat man ganz genau gesehen. « (Franz Beckenbauer)
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