Ist Westerwelle ein kompetenter Außenmimister?

  • geschlossen

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Kompetenz hängt ja auch von den Zielen ab. Für welche Ziele ist Westerwelle der kompetente Außenminister? Hat die FDP außenpolitische Ziele? Ok, er ist ja unser aller Außenminister, also vertritt er auch die Ziele der CDU... wo ist er besonders prädestiniert zum Außenminister Deutschland's?

    Liebe Grüße
    Carmen
  • Carmen schrieb:

    wo ist er besonders prädestiniert zum Außenminister Deutschland's?


    Verstehe nicht was du fü ein Problem mit Westerwelle hast, aber wie auch immer, er wird einfach der Außenminister sein, der das anliegen Deutschlands vertreten wird..
    Abgesehen von allem frag ich mich sowieso, warum Deutschland einen Außenminister hat, wobei die Merkel um die Erde selbst reist.

    Uludag
  • Uludag schrieb:


    Abgesehen von allem frag ich mich sowieso, warum Deutschland einen Außenminister hat, wobei die Merkel um die Erde selbst reist.
    Uludag


    Kann ich dir sagen!
    Außer, dass es gut für die Brieftasche ist, ist der Außenministerposten gerade zu prädestiniert, um in Zukunft eine bessere Erfolgsaussicht auf das Kanzleramt zu haben. Der Guido, will Kanzler werden und dazu muss man viel ins Fernsehen. Nur dieser Posten beschert diese Sendezeit, um seinen Bekanntheitsgrad zu erweitern und zu festigen. Auch ist es bei diesem Posten so, dass harte und unfaire Entscheidungen per Gesetz, allgemein nicht dem Außenminister zur Last gelegt werden. Wer gab zum Beispiel schon dem Franz-Walter persönlich die Schuld für die Arroganz-Politik von Ulla und dem unsympathischen, selbstverherrlichen Schuldenweltmeister-Minister Peer Steinbrück.
    [SIZE="4"][FONT="Comic Sans MS"] (•¿•) Thanks (•¿•) [/FONT][/SIZE]
  • Wir sprechen hier Deutsch
    Außenminister Guido Westerwelle [1] : Daran werden sich die Deutschen, wenn's so kommt, erst noch gewöhnen müssen - er sich allerdings auch. Vor allem an die international gebräuchliche Sprache Englisch. Bislang steht er damit eher auf Kriegsfuß, das musste am Tag des FDP [2] -Triumphes auch ein Reporter des britischen Senders BBC erfahren, der auf eine höfliche Bitte eine rüde Abfuhr erhielt.


    Das ist ein Problem für Westerwelle.
    Böse »Zungen« behaupten, er habe Schwierigkeiten mit der englischen Sprache. Darum diese überspitzte Reaktion.

    Im Prinzip kann ich ihm aber zustimmen, in Deutschland ist die Amtssprache nun mal DEUTSCH.

    Inzwischen gibt es aber auch kein sauberes Deutsch mehr - die Sprache ist total mit fremdsprachigen Wörtern und Satzgebilden durchsetzt.

    Als Außenminister sollte er die englische Sprache schon perfekt beherrschen - falls er das nicht kann - dann wäre er mit Sicherheit nicht der richtige Mann auf diesem Posten.

    In der Wirtschaft, wie im Staatsdienst gibt es Stellenausschreibungen mit den erforderlichen Qualifikationen - diese sollten auch auf einen zukünftigen Außenminister zutreffen.

    Persönlich halte ich von W allerdings nicht - auch wenn homosexuelle Neigungen schon fast zum Guten Ton gehören, für mich ist das auf jeden Fall ABARTIG und ekelhaft.
  • YouTube - Part 1: Westerwelle About Dynamic And The "Aufschwung" In English
    Das Westerwelle perfektes Englisch spricht, kann man hier sehen :D

    Ansonsten denke ich, dass er seinen Job nicht ganz so schlimm machen wird (Man stelle sich vor, Möllemann wär' noch da).
    Der Iran hab übrigens angekündigt, seine diplomatischen Beziehungen zu Deutschland zu überprüfen, wenn er eine Provokation für eine homophobe Länder darstellt, ist das ja schonmal ganz gut.
  • ", dass er seinen Job nicht ganz so schlimm machen wird"

    Na, wenigstens weiß ich jetzt, mit wem ich diskutiere. ;)
    Ein jemand, der den "Job" von Herrn Westerwelle ernst nimmt.

    Neben der Hauptaufgabe Westerwelle's, die Interessen privater Unternehmen und die der Großkonzerne zu vertreten, wird eine weitere dazu gekommen: Nämlich den Mächtigen der Welt, insbesondere der amerikanischen Hochfinanz, den Arsch zu küssen. Bravo!
    [SIZE=1]Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, gib ihm Macht.
    AbrahamLincoln
    [/SIZE]
  • Die Außenpolitik wird auch weiterhin von Merkel gemacht, ob diese aber nun von Steini oder Westerwelle repräsentiert wird, ist praktisch egal.
    Aber, dass du das nicht verstehst, war nicht anders zu erwarten.
    Aber das mit den "amerikanischen Hochfinanz" kennt man doch irgendwoher:

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Hero ()

  • Hero schrieb:

    ...denke ich, dass er seinen Job nicht ganz so schlimm machen wird...

    Hero, entdecke ich hier bei Dir gänzlich neue, noch ungeahnte Talente bzgl. Sarkasmus und Satire :D

    Zu einer "Einstellung" würde mir ein "nicht so schlimm" garantiert nicht reichen,
    es sei denn, die Person fiele evtl. unter den Schutz des Behindertengleichstellungsgesetzes ;)
    Wobei ich mich hier gleich bei allen (anderen) Menschen mit Einschränkungen ob dieses Vergleichs entschuldigen möchte.

    Dieser Mann ist weder "kompetent",
    noch hat er berufliches Fachwissen bzw. Erfahrungen auf diesem Gebiet.
    Ein vorbildhafte Funktion erfüllt er auf Grund seiner bisherigen politischen Vita auch absolut nicht.
    Man denke nur an seine diversen Rollenspiele als liberaler Hardliner bzw. als "Denkmal" deutschen Liberalismus,
    als Politclown im "Big Brother Käfig" und anderswo im letzten BT-Wahlkampf
    und neuerdings nun an seine Möchtegern-Rolle als philanthropischer, staatstragender, verantwortungsorientierter Deutscher, der uns dazu noch weis machen will, dass er ALL SEINE EIGENEN Interessen zum Wohl des deutschen Volkes hinten anstellt. :D

    Nein,
    er ist hingegen jemand, der fortwährend seine eigenen (rein persönlichen) Neigungen und Gefühle nach außen völlig unterdrücken "musste"/wollte,
    also drastisch ausgedrückt, immer nach außen etwas anderes darstellte,
    als er wirklich war.
    So etwas färbt eben ab...
    Ob man nun will oder nicht.
    Da wird Täuschung schon schnell einmal der zweite Vorname.

    Wenn hier nicht seit Jahren schon die (alleinige) Machtfrage von diesem "FDP'ler gestellt und auch (fast schon pathologisch) verlangt und "verteidigt" worden wäre,
    könnte er mir eigentlich ja fast schon wieder leid tun.

    muesli

    PS
    Zur Erklärung dazu
    Weder seine Gesichtsmimik, noch seine Augensprache und auch nicht seine Körpersprache drücken das aus, was er (öffentlich) sagt.
    In so manchen Fällen würden ihm Analytiker dazu eher Täuschung und Lügen nachweisen können...
    Jaa, jaa, ich weiß ;)
    das könnte man sicherlich auch bei einigen anderen Menschen sowie Politikern tun :D
    Aber um die geht es hier ja nicht.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von muesli () aus folgendem Grund: Rechtschr.

  • Hero schrieb:

    Die Außenpolitik wird auch weiterhin von Merkel gemacht, ob diese aber nun von Steini oder Westerwelle repräsentiert wird, ist praktisch egal.
    Aber, dass du das nicht verstehst, war nicht anders zu erwarten.


    Na, hauptsache du glaubst dran, dass die Außenpolitik von Merkel gemacht wird! :hy: Wie war das noch, mit dem richtigen Verständnis?
    [SIZE=1]Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, gib ihm Macht.
    AbrahamLincoln
    [/SIZE]
  • muesli schrieb:

    Zu einer "Einstellung" würde mir ein "nicht so schlimm" garantiert nicht reichen,

    Ich stelle ihn ja auch nicht ein, sondern bewerte nur das, was andere machen.
    Westerwelle ist natürlich weder kompetent, noch spricht er adäquates Englisch.
    Viel schlimmer als Steini oder Özdemir wird er seinen Job aber auch nicht machen, denk ich mal (vielleicht ein bisschen schlimmer).
    In wieweit glaubst du, dass es ein Problem wird, dass er seine "Neigungen und Gefühle nach außen völlig unterdrücke"?

    @Cuinae
    ' Ist nun mal so, find' dich damit ab.
  • Ich empfand die Reaktion von Westerwelle bzgl. des BBC Reporters auch etwas übertrieben. Nur weil wir Deutsch als Amtssprache haben, darf ein ausländischer Reporter wohl in seiner Landessprache eine Frage stellen. Immerhin wissen auch die Briten, dass Englisch bei uns erste Fremdsprache ist und von einem angehenden Außenminister sollte man schon erwarten können, dass er dem Englischen einigermaßen mächtig ist.

    Ich finde dennoch man sollte Westerwelle eine Chance geben, vlt. besucht er ja noch vorher die Abendschule und frischt sein Englisch auf ;)
    Mich interessiert auch die Reaktion bzgl. seiner Homosexualität, denn dieses Thema ist in vielen Ländern ja doch noch sehr umstritten. Hier ist es interessant zu erfahren, ob diese Länder das überhaupt wissen würden.
    MfG
    MaTRiXthaReal

    [SIZE="2"][FONT="Comic Sans MS"]Sollte ich eure Fragen beantwortet haben, denkt bitte daran euren Präfix umzustellen ![/FONT][/SIZE]
  • Carmen schrieb:

    wo ist er besonders prädestiniert zum Außenminister Deutschland's?


    Wenn Du es genau wissen willst so ist er schon allein durch seine Stellung als Parteivorsitzender des kleineren Koalitionspartners dafür prädestiniert, Außenminister zu werden.
    So ist es nämlich hier gute Tradition, daß die Partei mit dem größten Stimmenanteil den/die Kanzler/in stellt und dem "kleinen" Koalitionspartner dementsprechend das wichtigste bzw. prestigeträchtigste Ressort zufällt.

    Ganz abgesehen davon finde ich den Fauxpas Westerwelles überbewertet. Ich denke es war weniger ein Zeichen für einen emanzipierten deutschen Weg oder gar einen Rechtsruck Deutschlands als vielmehr eine verunsicherte Reaktion, durchaus im Bewußtsein der eigenen Schwäche, auf eine etwas überrumpelnde Frage- bzw. Aufgabenstellung. Die Videos und Kommentare über seine Englischkenntnisse sind ihm sicherlich nicht unbekannt.
    Aber als intelligenter und kompetenter Mensch und Politiker wird er gewiss an diesen Schwächen arbeiten und uns angemessen und würdig im Ausland vertreten, davon bin ich überzeugt, auch wenn ich ihn persönlich nicht wirklich schätze...
  • ...Viele Polen fürchten, die neue Bundesregierung, in der die SPD nicht mehr vertreten ist, könne Steinbach nachgeben. Der Außenminister aber erklärte: Das Projekt solle beide Länder zueinander bringen, ein Beitrag der Versöhnung sein. "Wir werden alles unterlassen, was diesem Gedanken entgegensteht", betonte er...
    Antrittsbesuch in Polen - Westerwelle zu Gast bei Freunden - Politik - sueddeutsche.de
    Sehr ungeschickte Antwort! Ich würde mich wundern wenn die polnische Regierung es nicht zu nutzen wissen würde! Hoffentlich wird ihm dieser Satz nicht mal um die Ohren fliegen...wir werden es sehen.

    Wir werden alles unterlassen.... ein Nein wird somit recht schwierig werden, egal wie jetzt nach gekartet wird. Die Wunschbörse ist eröffnet wer bietet bzw. verlangt mehr?

    Liebe Grüße
    Carmen
  • Witzvorleger aus Leidenschaft

    seloh schrieb:

    also als außenminister hat man(n) beim westerwelle viel zu lachen^^[...]

    Nicht nur als Außenminister, auch als gemeiner (!) Bürger hat man seinen Spaß an diesem wohltemperierten Außenminister.
    Dank seiner Verdienste für die deutsche Spaßgesellschaft wurde ihm erst vor ein paar Tagen (15. August 2010) der Titel „Glossenkönig 2010“ verliehen (auf der verlinkten Website „glossenkönig“ anklicken):

    * > **g l o s s e n d i e n s t ** > ** "die verhältnisse zwingen uns dazu"******************************
  • Ganz eindeutig Nein (und falls ich vorher etwas anderes gesagt haben sollte, revidiere ich das hiermit.)

    Henryk. M. Broder schrieb:


    Guido Westerwelle ist schwul und nimmt seinen Freund gern mit auf Reisen. Doch Länder, in denen Homosexualität strafbar ist, besucht er solo. Er wolle die Toleranz in der Welt fördern, aber nicht "unüberlegt" handeln, sagt der Diplomat. Eine Schande, meint Henryk. M. Broder.

    Es gibt einiges, worauf man als Deutscher stolz sein kann. Zum Beispiel die Tatsache, dass der Regierende Bürgermeister von Berlin ein bekennender Schwuler ist. Ebenso der derzeitige Außenminister.

    Wer sich noch an den Muff der fünfziger und sechziger Jahre erinnern kann, an das Geraune um den damaligen CDU-Außenminister Heinrich von Brentano, der als "unverheirateter Katholik bei seiner Mutter" lebte (Wikipedia), oder an den Satz von Franz Josef Strauß "Ich will lieber ein kalter Krieger sein als ein warmer Bruder" aus dem Jahre 1970, der weiß, dass die Einstellung gegenüber Homosexuellen ein Maßstab für den Zivilisationsgrad einer Gesellschaft ist.
    Dabei geht es nicht um Toleranz, denn Toleranz ist ein Gnadenakt, der ebenso schnell widerrufen werden kann, wie er gewährt wurde. Den meisten Deutschen ist es egal, ob ein Politiker Homo, Hetero, Vegetarier oder Radfahrer ist; Guido Westerwelle wurde nicht zum Außenminister gewählt, weil er schwul ist, auch nicht, obwohl er schwul ist. Seine sexuelle Disposition war den Wählern einfach wurscht. Und daran wird sich - hoffentlich - nichts ändern, bis er eines Tages aus seinem Amt wieder rausgewählt wird.

    Doch nun hat sich Westerwelle geoutet, nicht als Schwuler, sondern als Diplomat. Er hat erklärt, er werde bei Reisen in Staaten, in denen Homosexualität strafbar ist, seinen Lebensgefährten nicht mitnehmen. Denn: "Wir wollen den Gedanken der Toleranz in der Welt befördern. Aber wir wollen auch nicht das Gegenteil erreichen, indem wir uns unüberlegt verhalten."

    Man muss diesen Satz nicht zweimal lesen, um zu begreifen, was in ihm steckt: Toleranz ist eine feine Sache, aber wir sollten es mit ihr nicht zu weit treiben. Das ist mehr als eine der üblichen Politiker-Sprechblasen, es ist moralisches Harakiri in Zeitlupe, eine Schande.
    [....]


    [url=http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,711574,00.html]Umgang mit Schwulenhass: Westerwelles moralisches Harakiri - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik[/url]
  • topic = Ist Westerwelle ein kompetenter Außenminister?

    Hero schrieb:

    Ganz eindeutig Nein (und falls ich vorher etwas anderes gesagt haben sollte, revidiere ich das hiermit.)

    Jetzt wirst Du aber inkonsequent, lieber Hero :D

    Als Diplomat (heutiger Schule) hat er es sich mit dieser Aussage doch fast schon voll qualifiziert,
    sich als "politischer Mensch" außerdem die Meriten eines Opportunisten wohl verdient
    und zudem als Schwuler sich auch deutlich von den Bestrebungen der übrigen Gay-Scene abgesetzt,
    die eben nicht auf Grund ihrer Neigungen, sondern wegen ihrer Qualitäten ernst genommen werden wollen.

    Aber die wollen wir unserem BM ja auch nicht unterstellen, gelle ;)

    Kurzum,
    vllt. ist er ja doch ein fast idealer Vertreter der Deutschen (Wirtschaft) nach außen hin^^.

    muesli
    Cui bono? et ... Quis custodiet ipsos custodes?
    frei übersetzt: Wem nützt es? und ... Wer kontrolliert die Kontrolleure?

    Seit Sommer 2013 seltener online!
  • Die Diskussion hier ist für mich schon seltsam.

    Hat hier schon wer mitbekommen, was Westerwelle als Außenminister bisher gemacht hat? Dann wäre eine Bewertung sinnvoll.

    Eine Bewertung wegen 2 oder 3 Versprecher halte ich für ziemlich sinnlos.


    Und dass er seinen schwulen Freund nicht mitnimmt, wenn er Staaten besucht, in denen eine negative Einstellung zur Homosexualität besteht (bis hin zur Straftat) und zu denen wir ein gespanntes Verhältnis haben , bzw. die ein gespanntes Verhältnis zur westlichen Welt haben, ist doch mehr als sinnvoll! Muss man in solchen Situationen noch zusätzlich provozieren? Muss man in solchen Situationen den Gegnern der dortigen Regierungen Munition geben?

    Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal Westerwelle, den ich überhaupt nicht mag, in Schutz nehme.


    Wenn ihr ein Urteil über Westerwelles außenpolitische Wirken abgeben wollt, dann bitte auch über sein außenpolitisches Wirken und nicht über Dinge, die er vor 10 Jahren im Wahlkampf gemacht hat (Clown).
  • Nein, das ist nicht "mehr als sinnvoll", was wird denn dadurch vermittelt?
    "Freiheit ist uns nur solange wichtig, solange vorzivilisatorische Diktaturen sich dadurch nicht beleidigt fühlen."
    Das hat auch nichts mit Diplomatie zu tun, sondern ist schlichtweg feige.

    Und um mal aus den SpOn-Forum zu zitieren:


    Ein Geschäckle hat's schon. 1939 ersetzte Stalin seinen jüdischen Außenminister Litwinow durch Molotow, um ein positives Signal zum Abschluss des Nichtangriffspaktes mit Hitler-Deutschland zu setzen. Stalin wollte den Nazis keinen Juden bei den Verhandlungen zumuten. Die Geste ist in Berlin verstanden worden.
  • Hero schrieb:

    "Freiheit ist uns nur solange wichtig, solange vorzivilisatorische Diktaturen sich dadurch nicht beleidigt fühlen."
    Das hat auch nichts mit Diplomatie zu tun, sondern ist schlichtweg feige.


    Wie gut, dass du der Fachmann für politische Korrektheit bist.

    Wie gut, dass du, hier vom Fernseher aus, die Lage in diesen Staaten besser beurteilen kannst, als die Fachleute (auch die vor Ort).

    Vom Fernsehstuhl aus mit der Flasche Bier in der Hand kann man sehr gut große Reden schwingen. ;)

    Einerseits fordert ihr, dass wir hier in Deutschland fast jeden Irrsinn Andersgläubiger respektieren und dann motzt ihr drüber, dass auf der politischen Bühne versucht wird, diese Leutz im eigenen Land nicht vor den Kopf zu stoßen. :depp:
  • Ach so, von Deutschland aus kann man also nicht erkennen, wie grauenvoll in anderen (hauptsächlich arabischen) Ländern mit Homosexuellen umgegangen wird und wenn doch, spricht es von böser westlicher Arroganz, zu erklären, dass man diese nicht an Baukränen aufhängen sollte.

    Aber wenn man keine Argumente hat, schiebt man den anderen halt 'ne Fernsehbildung unter, kann dann aber nicht mal einen anderen Experten wiedergeben oder erklären, was dieser anders sehen sollte, weil man selber seine eigene Faktenresistenz auf andere projektiert.
  • Hero schrieb:

    Ach so, von Deutschland aus kann man also nicht erkennen, wie grauenvoll in anderen (hauptsächlich arabischen) Ländern mit Homosexuellen umgegangen wird


    Jo, und da wäre es natürlich absolut zielführend, wenn unser Außenminister seinen schwulen Lebensgefährten bei Besuchen in diese Staaten mitnehmen würde? :depp:
  • Ein kluger (und verantwortungsvoller) Diplomat handelt (und schweigt :D )
    Wie auch immer man zu seinen Absichten stehen mag ;)

    In diesem Fall hieße das also bestenfalls,
    er lässt sein Gspusi von vorn herein zu Hause
    und nimmt ihn eben nicht nur dorthin mit, wie z.B. nach Brasilien,
    wo es etwas für seinen Partner (finanziell) zu gewinnen gab
    Homosexualität in Brasilien ? Wikipedia
    Denn alles jetzt daraus Folgende war längst auch schon vor seinem Amtseid (oder eben dieser "Dienstreise") abzusehen,
    von daher ist das jetzige herum Geeiere bestenfalls nichts anderes als hirnlose Vorausschau.

    Für mich allerdings agiert er derzeit eh nicht im Sinne unserer Verfassung,
    der übrigens auch ein Außenminister unterliegt ;),
    indem er hier geltendes Recht im Ausland scheinheilig unter den Tisch kehrt.

    In diesem (und auch schon in vielen anderen Fällen) dem jeweiligen Gesprächspartner nach dem Mund zu reden,
    vorgeschobene Entschuldigungen und Rücksichtnahmen geltend zu machen,
    die in anderen, z.B. nationalen Bezügen aber nicht für diesen Herrn gelten,
    ist nichts anderes als verdeckte Doppelmoral
    und eine mehr als diffuse Begründung für eigene Befindlichkeiten.

    Klar, man kann auch die Meinung vertreten,
    Westerwelle steht einfach konsequent zu seiner Linie:
    In Deutschland wird (von ihm als BMdA) eben nur deutsch geredet
    Im Ausland dann wohl nur ausländisch, also sagt er dort wohl gar nischt *bg*
    In Deutschland gilt die Gleichberechtigung der Geschlechter und deren Lebensbeziehungen
    (Im Ausland gilt die dann eben folgerichtig nicht, also gibt's daran auch nischt zu kritisieren, man passt sich halt eben an)
    Etc.pp.

    Man bedenke aber andererseits ;)
    Er ist jetzt Hauptverantwortlicher bei der Umsetzung der Außenpolitik
    und im Bereich der internationalen Beziehungen in der Regel der voll umfänglich bevollmächtigter Vertreter seines (wohl besser: unseres^^) Landes.
    und ist neben dem Staatsoberhaupt (Bundespräsident), dem Regierungschef (Kanzler(in) ;) dritthöchster Repräsentant unseres Staates
    und von daher geltenden Gepflogenheiten der sonstigen Diplomatie NICHT unterworfen

    Ob insofern seine Amtsführung, das Ansehen und "Erfolge" der BRD
    mit Aussenpolitikern wie denen eines Adenauer, Brandt, Schmidt, und selbst eines Genscher's oder Fischer's zu vergleichen sein werden,
    lässt sich, glaube ich, jetzt schon auf Grund seines diffusen Verhaltens verneinen :D
    Cui bono? et ... Quis custodiet ipsos custodes?
    frei übersetzt: Wem nützt es? und ... Wer kontrolliert die Kontrolleure?

    Seit Sommer 2013 seltener online!
  • So ganz verstehe ich das nicht.

    Wirfst du jetzt Brasilien mit Iran und Irak in einen Topf? :confused:


    Ob insofern seine Amtsführung, das Ansehen und "Erfolge" der BRD
    mit Aussenpolitikern wie denen eines Adenauer, Brandt, Schmidt, und selbst eines Genscher's oder Fischer's zu vergleichen sein werden,
    lässt sich, glaube ich, jetzt schon auf Grund seines diffusen Verhaltens verneinen


    Hellseher.

    Man sollte ein Urteil er dann abgeben, wenn seine Arbeit beendet ist.

    Wenn es dann stimmt, okay. Aber so ist es einfach unkorrekt.


    Bring doch bitte einmal einer Fakten!


    Das ihr Westerwelle nicht mögt, wissen wir jetzt (ich mag ihn auch nicht). Wenn ihr über ihn als Außenminister urteilen wollt, dann Fakten.

    Übrigens waren die 3 ersten von dir genannten in einer ganz anderen Position (oder waren die doch Außenminister und ich habe es falsch in Erinnerung) als die was außenpolitisches geleistet haben. Und es waren auch andere Zeiten. Vielleicht kann man sich ja je nach Situation besser oder schlechter profilieren.

    Außerdem hast du Kohl vergessen. :D


    Und Brandt war außenpolitisch nicht nur gut. Wenn er länger dran gewesen wäre, dann wäre der Unrechtstaat DDR von der BRD anerkannt worden (erklärtes Ziel einiger Genossen) und es hätte mit großer Wahrscheinlichkeit keine Wiedervereinigung gegeben. (Aber vielleicht wäre das ja auch besser gewesen. :D)