Zum Wochende: Bastard Operator from Hell

  • Witze

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  • Zum Wochende: Bastard Operator from Hell

    Sorry, wenns zu lang ist, lohnt aber voll ;)

    Bastard Operator from Hell (Story von nem Operator)

    Quelle (dies ist nur ein Auszug) ist übrigens:
    h**p://www.phonetik.uni-muenchen.de/Mitarb/Bastard/bofh.html



    Heute ist Backup-Tag. Mein Lieblingtag! Andererseits hat es natürlich
    gewisse Vorteile, der Operator zu sein. Ich linke
    das tape device nach /dev/null - viel ökonomischer. Zumindest, was meine
    Arbeitszeit angeht, weil ich nicht alle 5 Minuten
    Bänder wechseln muß. Außerdem dauert das Backup nur noch etwa 12 Minuten,
    also kann es nicht ganz schlecht sein!
    Ein Benutzer ruft an. "Wissen Sie, warum das System so langsam ist?" fragt
    er.
    "Wahrscheinlich liegt's an ..." - Ich schaue nach, was heute dran ist - "
    ... der Taktfrequenz."
    "Ah." ---
    Wenn sie nicht wissen, wovon man redet, sind sie meistens zufrieden.
    "Wissen Sie, wann das repariert wird?"
    "Repariert? Es sind 275 Benutzer auf deiner Maschine, einer davon bist du.
    Nun sei ein braver Junge und lass mal
    ein paar andere ran. Log aus, Egoist!"
    "Aber ... aber die Ergebnisse müssen morgen abgegeben werden. Ich brauche
    nur noch eine Seite auf dem Laserdrucker .."
    "Aber klar doch! Erzähl das mal deiner Omama, Bruder!"


    Ich hänge auf. Hundertausend Höllenhunde! Man sollte meinen, daß sie
    endlich lernen, NICHT mehr anzurufen!

    ---------------------------------------------------------------------------------

    Das Telefon klingelt wieder. Ich weiß, daß er es ist. So was nervt mich.
    Ich veringere meine Stimmlage um 2 Oktaven.
    "HALLO, LOHNBUCHHALTUNG!"
    "Ah .. oh. Tut mir leid. Ich habe die falsche Nummer..."
    "SOOO? Wie ist denn Ihr Name, Freundchen? Wissen Sie, wieviel Geld uns
    solche falschen Anrufe kosten? WISSEN
    SIE DAS? Ich hätte gute Lust, Ihre vergeudete Zeit, meine vergeudete Zeit
    und die Kosten dieses Anrufs von Ihrem
    Monatsgehalt abzuziehen! TATSACHE, DAS WERDE ICH AUCH! Wenn ich mit Ihnen
    fertig bin, werden SIE UNS Geld
    schulden! WIE IST IHR NAME - UND KEINE LÜGEN! WIR HABEN ISDN!"


    Ich höre, wie der Hörer 'runterfällt und sich jemand in Trab setzt - er
    will sich im Sekretariat des Dekans ein Alibi besorgen.
    Ich tippe seinen Benutzernamen ein und rufe im Sekretariat des zugehörigen
    Dekanats an. "Hallo?" meldet sie sich.
    "Hallo, Simon, Operator hier. Passen Sie auf! Wenn er in etwa 10 Sekunden
    in Ihr Büro stürmt, können Sie ihm was ausrichten?"
    "Ich denke schon..." sagt sie unsicher.
    "SAGEN SIE IHM: ER KANN RENNEN, ABER ER ENTGEHT MIR NICHT!"
    "Ähm, gut."
    "Und nicht vergessen. Es wäre doch schade, wenn jemand Ihre Datei mit den
    einschlägigen S+M Tips in Ihrem Account
    finden würde..." Ich höre ihre langen Fingernägel panikartig über die
    Tastatur klappern... "Sparen Sie sich die Mühe -
    ich hab' bereits 'ne Kopie. Nun seien Sie ein gutes Mädchen und richten
    Sie's ihm aus!" Sie verspricht es heulend.


    Das Schlimme an der Sache ist: die S+M Sache war nur geraten. Trotzdem hole
    ich mir rasch eine Kopie davon. Könnte
    mal ganz gut sein, wenn ich nicht einschlafen kann...

    ---------------------------------------------------------------------------------

    Inzwischen ist das Backup in neuer Rekordzeit zu Ende gelaufen. 11 Minuten
    und 10 Sekunden. Es lebe die moderne
    Rechnertechnik! Schon wieder klingelt das Telefon. "Ich brauche mehr Platz
    sagt er."
    "Warum ziehen Sie nicht in den Osten?"
    "Quatsch, in meinem Account, Sie Idiot."
    Idiot? Oh-oh...
    "Es tut mir so leid" sage ich wie Mutter Beimer in der Lindenstraße "aber
    ich hab' das nicht ganz mitgekriegt. Was sagten
    sie doch gleich?" Ich kann die aufkommende Angst durch die Leitung riechen.
    Aber es ist zu spät: er ist erledigt und er weiß es.
    "Ähm, ich sagte, hätte gerne etwas mehr Speicherplatz in meinem Account
    bitte."
    "Aber klar. Augenblick mal." Ich höre ihn erleichtert aufatmen, obwohl er
    die Sprechmuschel mit der Hand abdeckt.
    "Erledigt. Sie haben massig Platz jetzt."
    "Wieviel?"
    Das geht mir nun wirklich auf den Keks! Nicht nur daß sie dauernd
    Speicherplatz von mir, fordern sie wollen mich auch noch
    kontrollieren und protestieren, wenn ich ihnen nicht genug gebe. Sie
    sollten glücklich sein mit dem, was von mir gibt, und basta!
    Wieder mit Mutter Beimer: "Also, schaun' wir mal. Sie haben 60 MB frei."
    "Klasse! 120 MB zusammen. Vielen Dank!" sagte er begeistert von seiner
    Verhandlungstechnik.
    "Moment!" unterbreche ich. Das muß man genießen wie einen Südaustralischen
    bei Raumtemperatur. "60 MB insgesamt."
    "Was? Ich habe doch schon 60 MB belegt. Wie kann ich dann noch 60 MB frei
    haben?"
    Ich sage nichts. Ist auch nicht nötig. Er wird schon noch drauf kommen.
    "Aaaaaaaaaaaaaaaaaaa- aaaaaaaaaaaaaaaaaaa- aaaaarrrrrrrrrrrrggggghhhhhh!"



    Ich mag mich wenn ich eklig bin. Ehrlich!

    ---------------------------------------------------------------------------------

    Ich spiele gerade DooM an der Masterconsole als irgend so ein gedankenloser
    Bastard anruft. Ich hebe ab. "Hallo?" sage ich.
    "Wer ist da?" sagt jemand.
    "Ich denke, ich bin's" sage ich. Wozu habe ich den Kurs 'Erfolgreiches
    Verhandeln am Telefon' absolviert?
    "Wer ich?"
    "Wird das ein Österreicherwitz?" sage ich, während ich mit allen
    verfügbaren Fingern auf den Feind ballere. ZU SPÄT.
    YOU GOT KILLED. GAME OVER.
    Meine Laune sinkt von minus zweihundert auf den absoluten Nullpunkt. "Was
    kann ich für Sie tun?" Stimme so weich
    wie Kaschmirwolle (ein untrügliches Warnzeichen!)
    "Ähm, Ich hätte gerne gewußt, ob wir ein bestimmtes Software-Paket
    haben..."
    "Was für eine Software ist das?"
    "Ähm, sie heißt B-A-S-I-C."
    klickerdiklackerdiklick
    r-m b-a-s-i-c.e-x-e
    "Hm, tut mir leid, haben wir nicht. Wir hatten das mal..."
    "Oh. Na gut, die andere Sache, weswegen ich anrufe: könnte man alle Daten
    in meinem Account auf Band kopieren.
    Dann hätte ich eine Sicherheitskopie zu Hause im Falle eines Falles..."
    "Im Falle eines Falles?"
    "Ja, falls sie zum Beispiel aus Versehen gelöscht werden oder so ..."
    "GELÍSCHT! Ah, machen Sie sich da mal keine Sorgen. Wir machen doch
    Backups." Ich bin so ein Schwein!
    "Wie ist Ihr Username?" Er gibt mir seinen Usernamen. Nicht sehr helle!
    klickediklackediklick
    "Aber Sie haben doch gar keine Daten in Ihrem Account!" sage ich, baffes
    Erstaunen in der wohlmodulierten Stimme.
    "Natürlich habe ich Daten. Sie schauen sicher an der falschen Stelle!"
    klickediklackediklick
    "Ah, stimmt. Ich war falsch" sage ich. Hat er nicht gerade 'Typisch' in
    seinen Bart gemurmelt? Mein lieber Freund...
    "Ich wollte sagen: DER USERNAME EXISTIERT GAR NICHT."
    "Was?" Wimmern in der Leitung. "Aber da muß einer sein. Ich habe doch erst
    heute morgen darin gearbeitet!"
    "Aha! Da liegt das Problem. Sehen Sie, da war ein Virus im System heute
    morgen. Der ... äh .. Leonardo da Vinci
    Virus. Löscht alle User die gerade eingeloggt sind, wenn er losbricht."
    "Das kann nicht sein. Meine Freundin war auch eingeloggt, und jetzt bin ich
    gerade in ihrem Account!"
    "Und welcher ist das?" ER SAGT ES MIR. MANCHE LEUTE LERNEN'S NIE. "Ah, ja.
    Den Account konnten wir
    gerade noch retten."
    klickediklackediklick
    "Sie hat nur alle Daten verloren."
    "Aber..."
    "Keine Sorge. Wir haben doch alles auf Backup."
    "Oh, Gott sei Dank!!!"
    "Auf Lochstreifen-Backup! Haben Sie einen Leser dafür? Wir nicht! Viel
    Spaß!!!"
    Ich bin so ein Hund!

    ---------------------------------------------------------------------------------

    Mein Job ist so eine Hetze, daß ich kaum dazu komme, kurz mal ins Kino zu
    fahren, bevor die Leute ihre Ausdrucke
    abholen kommen. Die Queue ist sowieso viel zu voll, als daß ich alles
    rechtzeitig ausgedrucken (und sortieren) könnte.
    Also kille ich alle die kleineren Jobs bis auf zwei und die lassen sich im
    Nu sortieren. Nach dem Film (einer von diesen
    Endlos-Bertoluccis, wo der Held nach drei Stunden endlich in grandiosen
    Visionen zugrunde geht) komme ich zurück,
    um die Ausdrucke auszugeben.

    Etwa fünfzig Leute warten draußen und ich habe zwei Ausdrucke. Stimmt
    ziemlich gut mit meinem Durchschnitt überein.
    Andererseits hätte ich mehr killen sollen. Egal, ich lasse die beiden
    Ausdrucke elegant auf den Tisch gleiten, drehe mich
    um und gehe betont langsam zurück in meinen Glaskasten. Dabei halte ich
    deutlich sichtbar das Clipboard in der Hand,
    das mit den großen roten Buchstaben 'ACCOUNTS TO REMOVE' auf der Rückseite.
    Keiner sagt ein Wort. Wie immer.

    ---------------------------------------------------------------------------------

    Ich sitze wieder gemütlich im Operator-Sessel und beobachte den
    Überwachungs-Monitor, der zufällig mit dem
    Videoplayer aus der medizinischen Optik verbunden ist (zur Reparatur hier;
    geschätzter Termin der Rücklieferung
    irgendwann in 2001). Plötzlich klingelte das Telefon. Das muß heute schon
    das zweite Mal sein und es beginnt, mir auf die Nerven zu gehen.

    "Ja?" sage ich und halte das Bild an.
    "Ich hab' aus Versehen meinen Lebenslauf gelöscht" sagt die Stimme am
    anderen Ende.
    "Tatsächlich? Wie war Ihr Username?"
    Er sagt es mir.
    Sch.... wie langweilig. "Ah, nein. Nicht Sie haben ihn gelöscht - ich
    war's."
    "Was?"
    "Ich hab' ihn gelöscht! Er war voll mit Sch...! In keinem einzigen Fach
    was Besseres als 'ne zwei!"
    "Häh?"
    "Und der Mist mit dem Austauschstudium - das war Ihre Freundin, und wir
    beide wissen das!"
    "Häh??"
    "Na, Ihre Studienangaben. Ich hab's nachgeprüft. Sie haben gelogen."
    "Wie haben Sie ..." Es klickt deutlich hörbar. "Oh, nein. SIE sind's! Der
    BASTARD OPERATOR FROM HELL!"
    "Leibhaftig, am Telephon und in Ihrem Account. Es wäre wirklich besser
    gewesen nicht anzurufen, wissen Sie. Vor
    allem hätten Sie Ihren Usernamen lieber für sich behalten sollen..."
    [ klickediklackediklick ]
    "Tja, und dann hätten Sie dem System Manager keine so böse Mail schicken
    dürfen. Eine Mail, die ausdrückt, was
    Sie von ihm halten - in hübschen Bildern!"
    "Ich habe keine ..."
    [ klickediklackediklick klick ]
    "So? Haben Sie nicht? Wer kann das noch sagen heutzutage? Keine Sorge, es
    bald wird alles vorüber sein...."
    [ klickediklackediklick klick ]
    ... noch den Usernamen zurückändern ...
    [ klickediklackediklick ]

    "B-b-b-b" blubbert er wie eine desynchronisierte PDP-11.
    "Leben Sie wohl" sage ich überfreundlich. "Ich denke Sie sollten jetzt
    besser packen. Viel Spaß beim Neubeginn."


    Ich lege auf. Zwei Sekunden später läutet das rote Telefon. Es ist der
    Boss. Er knurrt den Usernamen - von wem
    wohl? - und etwas über eine schweinische Mail. "Sie wissen, was Sie zu tun
    haben ..." mit den Punkten und allem.

    Später, im Abrechnungscomputer der Städtischen Elektrizitätswerke, während
    ich die nächste Rechnung des armen
    Schweins um ein paar Nullen korrigiere, wundere ich mich wieder einmal über
    diesen hartnäckigen und unglaublichen
    Mangel an Urteilsvermögen - welche Blödheit kosmischen Ausmaßes treibt sie
    immer wieder dazu, bei mir anzurufen.
    Noch später, als ich im FBI Computer sein Photo von der WWW Page in die
    Gesuchtenliste kopiere (die mit dem Label
    'Dringend gesucht, bewaffnet und gefährlich, sofort schießen') komme ich zu
    dem Schluß, daß ich es wohl niemals wissen
    werde - aber das Leben geht weiter.

    Ein paar Stunden später sehe ich die GSG 9 sein Apartment umstellen und mir
    wird klar: für ein paar von uns wird es das
    nicht. Aber morgen ist ein neuer Tag.

    ---------------------------------------------------------------------------------

    Es ist Donnerstag und ich bin guter Laune. Es ist Zahltag. Ich denke, ein
    paar Anrufe können nicht schaden. Also lege ich
    den Hörer zurück auf die Gabel. Es läutet. "Seit Stunden versuche ich, Sie
    zu erreichen!" schreit eine Stimme am anderen Ende.
    "Nanana, STUNDEN können's gar nicht gewesen sein", sage ich, während ich
    'Blade Runner' ins Cover zurückstecke
    und mir die Rückseite anschaue. "Allenfalls 114 Minuten. Ich hatte einen
    langen Chat mit dem großen Boss. Versuchte,
    bessere Technik für unsere Benutzer herauszuschlagen." Eins, zwei, drei ...

    "Oh, tut mir leid."
    "Macht nix. Ich bin nicht nachtragend." Ich nehme mir vor, sein Passwort
    in den nächsten Tagen etwas abzuändern,
    in etwas, worauf er nicht so schnell kommen dürfte.
    "Ähm, ich weiß nicht, wie ich ein File umbennen kann" sagt er.
    Oh, Gott... Moment es ist ja Zahltag, nicht? Also bin ich guter Laune.
    "Aber klar. Tippen Sie nur 'rm' und den Filenamen."
    "Vielen Dank."
    "Keine Ursache."


    (Jetzt bin WIRKLICH guter Laune. Vielleicht sollte ich heute das Skript
    fertigschreiben, das Abspeichern zu bestimmten,
    zufällig gewählten Zeiten unmöglich macht.) Das Telephon läutet wieder.
    "Hallo?"
    "Hallo, ebenfalls" sage ich.
    "Ist das der Kontrollraum?
    "Aber klar doch" sage ich zuckersüß.
    "Könnten Sie mir bitte meine Ausdrucke herausbringen? Ich brauche sie
    dringend und der Ausdruck müßte schon
    seit fünf Minuten zu Ende sein."
    "Ihr Username?" frage ich. Er gibt ihn mir und ich notiere ihn für später.
    "Kein Problem. Moment." sage ich und gehe
    'rüber zu den Druckern.


    Ein RIESEN Haufen von Ausdrucken liegt auf dem Boden. Und tatsächlich, sein
    Dokument liegt ganz oben auf. Ich
    breite es über dem Haufen aus und sprühe großzügig unser
    Spezialfleckenwasser in die Gegend. Dann fahre ich
    den schweren Bandwagen ein paar Mal darüber und klemme es zum krönenden
    Abschluß vier, fünf Mal in die
    schwere Safetüre ein, wo wir die Backup- Bänder aufbewahren sollten.
    Hübsch. "Hier sind Ihre Ausdrucke" sage
    ich "Tut mir leid, daß es solange gedauert hat. Wir haben ein paar kleinere
    Probleme mit dem Drucker." Ein Blick
    und er macht sich fast in die Hose.
    "Oh, Gott! Kann ich es nochmal drucken?" fragt er besorgt.
    "Aber klar doch" sage ich. "Aber wie gesagt, unser Printer ist nicht
    besonders gut drauf heute."
    "Äh, kann ich es auf dem Laser drucken - funktioniert der?"
    "Natürlich, aber das kostet eine Kleinigkeit" sage ich, Mitgefühl
    verströmend.
    "Egal, was es kostet! Das ist hyper-dringend!"


    Ich schleiche zurück in den Druckerraum und suche die Tonerkassette, die
    wir für spezielle Fälle aufbewaren - die mit
    den dicken schwarzen Streifen in der Mitte und den blassen Rändern. Ich
    habe ziemlich lange gebraucht, bis sie so
    gut funktionierte. Der Ausdruck flutscht raus und ich bringe ihn sofort
    nach vorne. Bloß nichts verpassen. "W-w-w-was
    ist den jetzt passiert?" winselt mich der Geck an.
    Gut, daß ich den Usernamen notiert habe - Geistige Folter ist vielleicht
    doch etwas, wofür ich mich längerfristig begeistern
    könnte. "Äh, nichts. Ich meine, klar: es ist nicht perfekt. Aber der Toner
    hat auch schon 47 Tausend Seiten drauf und wurde
    17mal nachgefüllt. Ich finde, es ist noch gut gegen das, was wir sonst so
    bekommen."
    Der Geck zahlt und beginnt zu wimmern.
    "Na, kommen Sie. Kein Grund zum Heulen. Haben Sie die Arbeit auf
    Disketten?"
    Er gibt mir eine kleine Plastikbox mit Disketten.
    Ich hüpfe schnell rein und lege sie kurz auf den Lösch-Magneten. Ich gehe
    wieder hinaus. "Tut mir so leid, aber mir fällt
    gerade ein, daß unser Lesegerät hinüber ist. Sie müssen damit zu dem
    Druckerraum U am anderen Ende des Campus -
    kennen Sie den? - und es dort ausdrucken. Dort sollte es klappen. Die haben
    gestern einen neuen Toner bekommen."
    "SUPER!"
    "Gern geschehen. Und denken Sie daran: immer die Disketten hoch über den
    Kopf halten. Das Erdmagnetfeld ist heute
    wieder extrem stark."
    "Häh???"
    "Keinen langen Reden. Machen Sie's."
    Er marschiert los, die Disketten hoch über dem Kopf. Manchmal hasse ich
    mich selbst.

    ---------------------------------------------------------------------------------

    Die dauernde Langeweile bringt mich um. Also lese ich User-Email, um die
    Zeit totzuschlagen. Allerdings muß ich zugeben,
    daß die heutige Lieferung auch nur zum Gähnen anregt. Nicht eine wirklich
    gute Nachricht darunter. Nicht mal versteckte
    Andeutungen über Fummeln im Supermarkt, wie sonst. Gar nichts. Statt dessen

    muß ich mir den üblichen Sch... zu Gemüte führen:
    Welcher Verwandte wann welche Art von Operation über sich ergehen lassen
    muß und welche es nicht überlebt haben, wie das
    Wetter auf der anderen Seite des Erdballs ist, die Sorte von
    Redundanzmails, die nur unsere Queues vollknallen!

    Um die Sache etwas aufzulockern, hole ich eine persönliche Party-Einladung
    aus einer Mailbox, poste sie unter dem Namen
    des Senders in alt.singles.with.severe.social.dysfunctions im USENET und
    mache eine Notiz in meinem Kalender, damit ich
    rechtzeitig dort bin - mit meiner Video-camera. Könnte was werden! Was
    steht als nächstes an? Ah ja, die medizinische Datenbank,
    in der die Vertrauensärzte der Uni die Krankheitsgeschichten der
    Angestellten speichern. Ich grepe schnell mal durch nach
    'Herpes' und 'Syphilis' und verkaufe die Ergebnisse an die lokale
    Boulevardpresse. Um meine Spuren zu verwischen, gehe
    ich in den Account des Oberarztes und füge dort folgenden Eintrag in sein
    Online-Tagebuch ein: DM 500, Med. Daten an Zeitung.
    Sollte ausreichen!

    Ich schichte ein paar Bänder aus den Regalen auf den Laborwagen und zurück,
    damit es so aussieht, als ob wir sie tatsächlich
    verwenden. Dann gehe ich in Archie und suche nach einem bestimmten
    verborgenen X-GIF Server, von dem ich gehört habe.
    Als ich ihn finde, starte ich einen Batch unter einem User-Account, um die
    Bildchen 'runter zu laden - natürlich auf seine Kosten.
    Gerade noch rechtzeitig fällt mir ein, ob auch genug Speicherplatz für die
    Bilder frei ist. Um ganz sicher zu gehen, entferne ich
    alle Dateien auf der Platte, die nicht direkt mit dem Batch zu tun haben.
    Zum Beispiel die ganzen LaTeX Dokumente "diss*.*";
    die sind in letzter Zeit sowieso schon wieder viel zu groß geworden.

    Zurück in User email schaue ich, ob sich inzwischen was getan hat. Naaah.
    Schließlich grepe ich alle files nach 'schwanger',
    'Scheidung' und 'Therapie' und poste sie anonym in eine lokale
    Klatsch-Newsgroup. Dann, bevor ich auch nur piep sagen
    kann, ist der Strom weg! In der nächsten Sekunde läutet schon das Telefon.
    "Hallo?" sage ich wütend - der Coyote hat den
    Roadrunner gerade fast am Wickel gehabt!
    "Was ist mit dem Comp..."


    Ich hänge auf. Jetzt geht's um Leben oder Tod. So schnell ich kann, reiße
    ich das Stromkabel des Mainframes aus der Notstrom
    versorgung und schließe fieberhaft mein TV daran an. Verdammt! Der
    Roadrunner war wieder schneller! Inzwischen fangen überall
    die Warner an zu jaulen, weil die Hauptplattenspeicher 'runterfahren. Aber
    was soll's? Mein Mac und mein Terminal sind sowieso
    fest mit der Notstromversorgung verbunden, und ich bin im Beer Factory
    Level in Dark Castle.

    Das Telefon klingelt schon wieder. Also lasse ich die
    Kommunikationssicherung am Notstromschaltkreis herausschnappen, und
    endlich ist Ruhe. Um ganz sicher zu gehen, hole ich den Hockeyschläger aus
    dem Spind und übe ein bisschen Einer-gegen-die
    Wand. Durch das Glasfenster schaut das aus, als ob ich wie ein Wahnsinniger
    nach dem Fehler suche - wie üblich. 10 Minuten
    später ist der Strom wieder da und die Diagnose meldet zwei Hard Disk
    Crashs auf dem Main Frame - zum Teufel damit! Ich habe
    keinen Mann verloren, bin kurz vorn letzten Level und im TV kommen noch
    mehr Cartoons!

    Das andere Telefon läutet, ein User (welch Überraschung!). "Kontrollraum"
    sage ich, so richtig im Stress.
    "Wann wird der Computer..."


    Ich lege auf. Im Moment komme ich ganz gut voran. Nur noch ein Wizard, der
    unablässig Bannflüche schleudert, steht zwischen mir und dem
    letzten Bild. Gleich bin ich drin! Das Telefon läutet schon wieder! Mit
    einem raschen Hieb schalte ich auf Freisprechen. "Kontrollraum"
    brülle ich, voll involviert.
    "Ich hab' meine Files gelöscht. Meine Daten sind weg" winselt ein User über
    den Lautsprecher.
    "Aber sicher doch" sage ich, weil ich mich nicht erinnern kann. Diese
    Bemerkung genügt, um mich den Bruchteil einer Sekunde abzulenken.
    Der Wizard nagelt mich in den Boden und schmeißt mir noch einen Feuerball
    hinterher.
    GAME OVER.
    "Wie war Ihr Username?" sage ich mit Honig gesalbter Stimme.
    Er sagt es mir.


    Ich schaue nach - und er hat recht. Sch...., dabei war ich es nicht mal!

    Um meinen guten Ruf zu wahren, wechsele ich sein Login Directory nach
    /dev/null, setzte seinen Pfad auf '.' und setzte einen alias auf
    sein 'news' Kommando, welches ein scheußliches kleines Skript in seinem
    früheren Home Directory startet. Das Skript schickt eine
    nicht mehr ganz politisch korrekte email an die Beauftragte für
    Gleichberechtigungsfragen der Uni und löscht sich anschließend selbst.
    Wohl bekomm's!

    ---------------------------------------------------------------------------------

    Es ist Freitag; also gehe ich früher zur Arbeit, sogar noch vor dem
    Mittagessen. Das Telefon klingelt. Sch.... Ich blättere den
    Ausredenkalender um.


    "SONNENERUPTIONEN"
    steht da. Ok, darüber muß ich erst ein bisschen recherchieren. Zwei Minuten
    später bin ich fit für den ersten Anruf. "Hallo?" sage ich.
    "WO SIND SIE GEWESEN! ICH HABE SCHON DEN GANZEN VORMITTAG ANGERUFEN UND
    NIEMAND GEHT RAN!"
    Ich hasse es, wenn sie mich schon am frühen Morgen anbrüllen. Es
    deprimiert mich irgendwie. Sie wissen, was ich meine ... "Äh, ja.
    Tja, wir hatten heute morgen auch wieder extrem starke Sonnenaktivität. Das
    kann böse Auswirkungen auf die Kommunikationsleitungen
    haben..." sage ich zuckersüß.
    "Häh? Aber sonst habe ich doch jeden erreicht?!"
    "Tja, das ist durchaus möglich. Die Auswirkungen erhöhter Sonnenaktivität
    sind ziemlich un-vor-her-seh-bar. Letzte Woche hatten wir
    sogar den Fall, daß ein paar Files einfach vor den Augen ihres Besitzers
    verschwunden sind, während er noch damit gearbeitet hat ..."
    "Wirklich?"
    "Kein Sch...! Äh, wollen Sie, daß ich Ihren Account schnell checke?"
    "Äh, ja. Ich hab ein paar wichtige Dateien drin..."
    "Ok, wie war noch Ihr Username ..."
    Er sagt ihn mir.


    Ehrlich, eine Mücke mit einem Sprengsatz zu erledigen ist schwieriger. Mit
    einem atomaren Sprengsatz. Mit AWACS-Unterstützung.
    Sch....! (Ich verzichte ab jetzt auf den klickediklackediklick-Teil, ok?)
    "Wieviele Dateien sind in Ihren Account?" frage ich.
    "Ähm, also, etwa 20 in meiner Doktorarbeit, circa 10 mit den Daten dazu,
    und noch etwa 20 für das Buch, das ich gerade herausgebe."
    "Hm. Ich glaube, wir schauen erst mal, was noch zu retten ist. Also, da
    sind noch zwei Files lesbar, .cshrc und .login ..."
    "AAAAAAAAAAAaaaaaaaa aarrrrrrrrrggggggghhhhhhhh!!!!!!!"
    Er schluchzt leise ins Mikrophon, ...

    ... mir kommen auch die Tränen!
    "Was mach' ich nur?" schnüffelt er.
    "Ok, haben Sie irgendwas davon auf Floppy gesichert?"
    "Schon, aber die sind schon Wochen alt!"
    Ich spiele mit dem Schalter des Floppy-Löschers. "OK", sage ich, "wie
    wär's, ich komme kurz rüber und lade die Backups in Ihren
    Account, damit Sie pronto weiterarbeiten können?"
    "Das wäre toll" wimmert er, "aber die Floppys habe ich zu Hause. Ich
    fürchte, die muß ich heut' Nacht selber runterladen."
    "Gut. Aber denken Sie daran, was ich vorhin gesagt habe: Sonneneruption
    sind Gift für Disketten und Maschinen. Sie müssen Ihre
    Floppys unbedingt vor der gegenwärtigen Sonnenaktivität schützen. Sonst
    verlieren Sie noch alle Daten."
    "Wie mach ich das? Sie in Alufolie wickeln?"
    "UM GOTTES WILLEN, NEIN! Alufolie ist das Schlimmste! Sie wissen doch, was
    mit Alufolie im Microwellenherd passiert, oder?!"
    "Doch.."
    "Dann verwenden Sie's auch nicht! Es gibt nur eine sichere Methode,
    Disketten erfolgreich zu schützen..."
    "Und wie?"
    "MAGNETISCHE FELDER! Packen Sie Ihre Floppys in einen Kopfkissenbezug
    gefüllt mit möglichst vielen Magneten. Sie können
    zum Beispiel die von Ihrem Kühlschrank nehmen. Sie wissen schon, mit denen
    Sie ihre Zettel dort festpinnen - Solarpartikel hassen
    magnetische Felder."

    "Wow. Danke."

    "Gern geschehen. Es ist nur mein Job..."


    Sch.... Ich mache Fortschritte.

    ---------------------------------------------------------------------------------

    Ich finde, so ein verantwortungsvoller Posten wie meiner sollte mit einer
    angemessenen Mittagspaus
    e vergütet werden. Für die
    paar Stunden setze ich den Hausmeister auf meinen Stuhl, damit es nicht so
    aussieht, als daß wir unsere Pflichten vernachlässigen
    würden (sic!). Ich erkläre ihm, daß er nur darauf achten muß, daß der Hörer
    nicht aus Versehen auf der Gabel landet. Er ist einverstanden
    und ich verschwinde.

    Zuerst die Bank. Ich lasse mir 20 Mark in Zehnpfenningstücke wechseln und
    frage dann nach meinem Kontostand. Während der
    Angestellte noch tippt, ziehe ich unauffällig den Netzstecker von seinem
    Endgerät. Es stirbt natürlich, und ich sage daß ich in Eile
    bin und daß ich gerne den Manager von diesem Sauladen sehen möchte. Er
    walzt durch die Tür wie ein gut gefüttertes Riesenbaby
    und fragt mich, ob es ein Problem gäbe. Ich sage, alles, was ich wolle, sei
    mein Kontostand und ob das denn zuviel verlangt sei und
    daß ich immer noch in Eile sei. Dann kreuze ich die Finger. JA! Er findet
    das herabhängende Netzkabel, steckt es wieder rein und
    loggt sich ein, MIT DEM MANAGER ACCOUNT.

    Ich taumele wie zufällig an den Schalter und stosse aus Versehen 200
    Zehnpfenningstücke hinunter. Der Manager beachtet mich
    nicht, aber alle anderen tauchen nach den Münzen. Ich beobachte ungestört,
    wie er sein Passwort eintippt - mit der halsbrecherischen
    Geschwindigkeit von einem Zeichen pro Sekunde! Gar kein Problem, der
    Hardliner macht es mir sogar noch leichter, indem er ein
    semantisches Wort als Passwort gewählt hat: ZINSEN. So ein Scherzkeks! Ich
    verziehe keinen Gesichtsmuskel. Nicht ganz einfach,
    wenn ich an meine überschuldete Hypothek denke. Heute Nacht werde ich da
    einiges richtigstellen...

    Ein Benutzer den ich noch vom D(eletion)-Day '94 kenne, nähert sich, um
    mich anzuquatschen. Sogar der Manager schüttelt abwehrend
    den Kopf, aber es ist zu spät. Er hält direkt vor mir und richtet das Wort
    an mich! "Ähm, Entschuldigung. Könnten Sie mir einen Tip geben,
    welchen Computer ich am besten für meine Diplomarbeit kaufe?"
    ?!?!?! Genau. "Schon mal vom neuen Pentium gehört?" frage ich.
    "Ja..."
    "Meiden Sie den wie die Pest! Kaum jemand weiß das, aber man handelt sich
    fürchterliche Probleme ein, wenn man ein Betriebssystem
    so schnell laufen läßt. Manche von den Kisten machen über 100 Millionen
    obstructions per second. Sie können sich ja vorstellen, daß da
    eine solch billige Kiste aus dem Takt kommen muß, nicht? Die Katastrophe
    ist praktisch vorprogrammiert!"
    "Oh!"
    "Nehmen Sie lieber was Sicheres und Bewährtes. Ein ZX81 mit dem doppelten
    Cassettenlaufwerk, wenn Sie das kriegen können. Im
    Vertrauen: Die sind nicht mehr leicht zu bekommen, weil alle Leute, die
    wirklich was davon verstehen, natürlich nur bewährte Technik
    kaufen. Kaufen Sie bloß keine Harddisk dazu. Sie haben doch sicher schon
    gehört wie oft die kaputtgehen? Cassetten dagegen halten ewig!"
    "Danke, super!"
    "Keine Ursache! Wie war doch noch gleich Ihr Username?"
    Er sagt ihn mir.


    Gerade noch rechtzeitig für D-Day 96. Man sollte meinen, daß sie's
    irgendwann lernen!

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    Zurück an meinem Arbeitsplatz finde ich den Hausmeister - eingeschlafen vor
    dem Terminal. Ich frage ihn, ob er nicht lieber hier
    arbeiten möchte, aber er lehnt dankend ab. Hier hat er nicht die
    Möglichkeit, Leute in der Toilette aufzuschrecken...
    Ich lege den Hörer zurück auf die Gabel und sofort klingelt es. Ich hasse
    es, wenn es das tut. Ich brauche immer eine Ewigkeit, die
    Earphones nachher wieder reinzupfriemeln.

    Diesmal ist es anders. Die heißeste Mieze auf dem Campus ist dran - und sie
    hat ein Computerproblem! Ich liebe solche Augenblicke.
    Sie machen den Job erst zu dem, was er ist. "Wie ist Ihr Username?" frage
    ich - als ob ich es nicht auswendig wüßte. So schnell ich
    kann, überfliege ich ihre persönliche email - das meiste nur
    todlangweiliges Zeug - und grepe die gesamte User email nach ihrem
    Usernamen. Nichts - vortrefflich! "Wie kann ich Ihnen helfen?" flöte ich
    charmant.
    "Ich kann mein Dokument nicht abspeichern. Es sagt etwas mit zuwenig
    Speicherplatz."
    "Das werden wir gleich haben" sage ich und lösche alle anderen Files auf
    ihrer Platte - außer den ihrigen natürlich. "Jetzt sollte alles
    unktionieren..."
    "Oh, vielen, vielen Dank" haucht sie ins Mikrophon.


    Ich notiere mir, daß ich morgen wieder etwas an ihren Account herumdoktere.


    Das Telephon läutet, fast bevor ich es wieder auf der Gabel habe. "Meine
    Daten sind alle weg!" schreit jemand am anderen Ende.
    "Wann war das?" frage ich.
    "Gerade eben..." sagt er schluchzend.
    "Aha. Tja, Kopf hoch. Es sind noch drei Tage bis zum Semesterende. Wenn
    Sie Tag und Nacht dran bleiben, werden Sie schon noch
    eine Drei minus schaffen."


    Er schluchzt noch zwei- dreimal leise und legt auf. Schwächling!

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    Das Telephon läutet schon wieder! "Der Bildschirm an meinem PC ist so
    schwach. Ich kann kaum die Buchstaben erkennen. Soll ich
    den Helligkeitsregler hochdrehen?"
    "NEIN!" schreie ich."Fassen Sie den Knopf nicht an! Haben Sie auch nur die
    leiseste Ahnung, was da für eine Strahlung 'rauskommt,
    wenn Sie den Knopf ganz zum Anschlag drehen?!"
    "Also ich .." sagt sie verunsichert.
    "HÍREN SIE AUF MEINEN RAT!" sage ich. "Es gibt nur einen SICHEREN WEG, ein
    schwaches Display aufzumöbeln, und das ist:
    Nadelenergieimpulse in die Treiber geben!"


    Die Worte 'Nadelenergieimpulse ' und 'Treiber' sind zuviel für sie. Wenn
    Leute solche Ausdrücke hören, gehen sie automatisch in 'dummy mode'
    und machen ALLES, was ich sage. Ich könnte ihr jetzt vorschlagen, nackt
    und nur mit einem Netzkabel bekleidet über den Campus zu sprinten
    und sie würde es wahrscheinlich machen... Hmmmm. "Haben Sie zufällig ein
    übriges Netzkabel 'rumliegen?"
    "Nein..."
    "Oh, naja. Dann müßen wir das mit den Nadelimpulsen probieren... Also, Sie
    schalten jetzt, so schnell Sie können, Ihren PC ein und aus.
    Einfach den Kippschalter hin und herflippen, verstehen Sie? Etwa dreiß=
    ig
    mal."
    "Soll ich vorher meine Disketten 'rausnehmen?"
    "NEIN! Wollen Sie alle Ihre Daten verlieren?!"
    "Oh. Nein, natürlich nicht. Also..."
    Ich lausche gespannt.
    ... klick klack klick klack klick klack klick klack klick klack kl
    BUMM!
    Erstaunlich! 27 oder 28. Normalerweise macht sich das Netzteil schon nach
    dem achten oder neunten Mal in die Hose!
    "MEIN COMPUTER! ER RAUCHT!" schreit sie an anderen Ende.
    "Wirklich?? Da muß ein Fehler im Netzteil gewesen sein! Gut, daß wir das
    geklärt haben! Haben Sie noch Garantie auf die Maschine?"
    "NEIN!"
    "Du liebe Güte! Was für ein Pech! Tja, dann hilft nur reparieren lassen.
    Haben Sie wenigstens Ihre Daten gesichert?"
    "Ja, ins System, gestern erst. Aber die ganze Arbeit von heute morgen ist
    futsch!"
    "Sie Ärmste! Wie war Ihr Username? Ich will gleich mal checken, ob Ihre
    Backups ok sind..."
    Sie sagt ihn mir...


    ...

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    Ich sitze wie üblich an meiner Konsole. Ein Benutzer ruft an. "Hallo,
    Kontrollraum. Simon am Apparat. Wie kann ich Ihnen helfen?" sage ich.
    "Ich komme nicht in meinen Account" nuschelt es am anderen Ende.
    "Wie lautet bitte Ihr Username?" frage ich. Er gibt mir seinen Usernamen.
    Ich schaue in seinen Account. "Kein Problem, da war nur ein nicht-
    ausführbares login file. Ich hab's richtig gestellt. Jetzt sollten Sie ohne
    Probleme 'reinkommen."
    "Danke."
    "Kein Ursache. Schönen Tag noch!"


    Greets Manastir
  • unglaublich fies, also wenn das alles so stimmt, gib mir den job :) ich mags, mit linux consolen zu arbeiten und arme schlucker zu verarschen :)