8 Phasen der Klausurvorbereitung...

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  • 8 Phasen der Klausurvorbereitung...

    Geht es euch auch so? 9
    1.  
      Geht mir immer so! (4) 44%
    2.  
      Kommt mir bekannt vor! (4) 44%
    3.  
      Gelegentlich, aber eigentlich nicht! (1) 11%
    4.  
      Ich fange immer pünktlich, mich auf Klausuren vorzubereiten. (0) 0%
    1. Die Diesmal-beginne-ich-rechtzeitig-Phase

    Am Anfang der Planung sind die Studenten ziemlich optimistisch.
    Immerhin besteht die Aussicht, dass Mensch wenigstens dieses Mal auf
    sinnvolle und systematische Weise arbeitet. Obwohl er um keinen Preis
    der Welt bereit ist, gleich an die Arbeit zu gehen, rechnet der
    Student in dieser Phase fest damit, dass der Arbeitswahn irgendwann
    spontan über ihn kommt. Bald.


    2. Die Ich-werde-gleich-was-tun-Phase

    Der Zeitpunkt für einen wirklich frühzeitigen Beginn ist nun
    verstrichen. Die Illusion, diesmal ein perfektes Timing hinzukriegen
    schwindet. Parallel dazu wird der Druck, anzufangen intensiver. Aber
    die Deadline ist noch nicht in Sicht. Gleich geht's los.


    3. Die Was-soll-ich-nur-tun-wenn-ich-jetzt-nichts-tue-Phase

    Während die Zeit ungenutzt dahin zieht, hat sich die Frage eines
    rechtzeitigen Beginns endgültig erledigt. Diese Hoffnung ist dahin,
    dafür kommen Visionen. Der Student malt sich aus, wie es wäre,
    wenn die Prüfung über Nacht abge* * * * * * oder noch besser verschoben
    würde, ohne dass irgendwer gemerkt hätte, dass er schon wieder nicht
    in die Hufe gekommen ist. Er beruhigt sich mit der Vorstellung, in
    mörderischen Nachtschichten alles bisher Versäumte nachzuholen -
    demnächst! Er entwickelt eine komplizierte Ausreden-Logistik.
    Trotzdem: Noch könnte er die Vorbereitung termingerecht abschließen.


    4. Die Ich-tue-jetzt-was-anderes-Phase

    Fast alle Studenten beginnen in diesem Stadium mit hektischen
    Aktivitäten, die alles Mögliche betreffen, nur nicht die Vorbereitung.
    Sie setzen alle ihre angesammelten Kräfte daran, den Schreibtisch
    endlich vollständig zu säubern. Sie nehmen sich längst abgelegter
    Arbeiten an. Sie füllen ihre Zeit mit Dingen, die ihnen wirklich
    unangenehm sind - bloß, um die Prüfungsvorbereitungen zu verdrängen.


    5. Die Ich-hab'-auch-ein-Recht-auf-Freizeit-Phase

    Der Emotionshaushalt des Studenten ist nun äußerst fragil.
    Einerseits ist es ihm gelungen, sich selbst zu belügen.
    Andererseits wachsen die Schwierigkeiten bezüglich der
    Zusammenfassung mit jeder Stunde. In dieser Phase neigt der Student
    zu tollkühnem Eskapismus: Angesichts all der Anforderungen, die an
    ihn gestellt werden, manifestiert sich nun das Gefühl, mindestens
    einmal ein Recht auf Freizeit und Vergnügen zu haben . Die Prüfung,
    redet er sich ein, ist bloß ein Klacks, wenn er sich vorher
    erstmals was gönnen kann. Jetzt fahren die Studenten erst mal nach
    Hause, gehen ins Kino oder betrinken sich vorsätzlich.


    6. Die Es-ist-immer-noch-etwas-Zeit-Phase

    Obwohl er sich nach diesen Vergnügungen schuldig fühlt, und obwohl ihm
    der Boden jetzt jeden Moment unter den Füssen weg zu brechen droht,
    setzt der Student immer noch auf Zeit. Er ist allerdings sicher, dass
    er demnächst in einen geradezu tierischen Arbeitsrausch verfallen
    wird. Jetzt konzentriert er sich darauf, Zwischenergebnisse
    vorzutäuschen. "Ja, ja, ich bin mittendrin.." ist in dieser Phase
    sein Standardsatz. Nebenfronten werden eröffnet. "Ich bin gerade auf
    einen interessanten Aspekt gestoßen..", versucht er den Mitstudenten
    weiszumachen.


    7. Die Mit-mir-stimmt-etwas-nicht-Phase

    Gleichzeitig plumpst er jetzt in tiefe Depressionen. Die
    Prüfungstermine sind zum Greifen nahe - aber unser Student hat so gut
    wie nichts in der Hand. Selbstvorwürfe und Selbstzweifel holen ihn
    ein. Er ist überzeugt,dass ihm einfach fehlt, was alle anderen
    aufweisen können: Disziplin, Mut, Grips!


    8. Der Showdown - Die panische Phase

    An diesem Punkt muss der Student seine Entscheidung treffen: Das
    sinkende Schiff verlassen oder bis zum Ende durchhalten. Der Druck ist
    so groß, dass er es nicht mehr aushält, auch nur eine einzige weitere
    Sekunde auf Kosten der Vorbereitung zu verlieren. Sämtliche
    Fremdeinflüsse werden ausgeschaltet. Der Student wäscht sich nicht
    mehr verweigert die Nahrungsaufnahme, meidet die Wirtschaften und
    unterdrückt den Pinkelzwang. Ohne Wenn und Aber wirft er sich jetzt
    in die Schlacht. Energiehormone werden in Extradosierungen
    ausgeschüttet. Die Arbeit geht voran. Die Gewissheit, die Prüfung
    doch noch durchstehen zu können ist da. Die Arbeit ist schwierig und
    schmerzhaft - dennoch gerät der Student nun in die euphorische Phase.
    Es ist genau dieser Rausch, den er eigentlich sucht. Das Gefühl, es
    gerade noch einmal zu schaffen. Dazu das Bewusstsein, in Besitz von
    Riesenkräften zu sein: Seht, das Ergebnis ist gar nicht so schlecht!
    Erst recht, wenn man bedenkt, dass keine Zeit mehr war. Ein anderer
    hätte das in der vorgegebenen Zeit auch nicht besser hingekriegt.



    btw. das ist auch ein Versuch mich vom Lernen abzulenken ;)
  • ...oder betrinken sich vorsätzlich


    jau, iss bei mir immer so. mittlerweile sag ich von anfang an: ich fange zu spät an und schaffe es mit viel zu wenig zeit irgendwie immer :D geht doch!