Existenzgründung

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  • KingstonTown
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  • Existenzgründung

    Unzwar wollte ich mal wissen, wie man so etwas am besten anfängt.

    Ich persönlich habe Probleme mit der Erstellung des Businessplans und einer Markanalyse.

    Von daher meine Fragen, wie stellt man so etwas am besten an ?

    Soll man sich einen Gründungsberater hinzu ziehen, wenn ja, was kostet dieser ?
    Gibt es auch "seriöse" Stellen, die einem einen Businessplan erstellen und eine Marktanalyse durchführen ? Wenn ja, wo findet man diese ?

    Ich kann beschreiben, was ich machen will, und ich weiß, dass es viele "schwarze Schafe" in diesem Bereich gibt, ich weiß auch, dass ich mit dem, was ich machen möchte, genügend potenzielle Kunden haben werde, da Aufträge genügend vorhanden sind und nicht abgedeckt werden können.

    Aber wie gesagt, ich weiß nicht, wo ich anfangen soll.

    Nächste Wo. wollte ich nochmal zu meinem Steuerberater, der sich mit Existenzgründung beschäftigt, aber ob er mir weiterhelfen kann, was den Businessplan angeht weiß ich (noch) nicht.

    UNd vorallem, WER bezahlt dass alles, was VOR Gründung ausgegeben werden muss, also gibt es vorher Fördergelder, oder kann man diese erst nutzen, wenn man selbstständig ist ? (dass man Sie vor Aufnahme der Tätigkeit "bestellen" muss, weiß ich).

    Wie sieht es bei einer Gründung aus der Arbeitslosigkeit heraus aus,
    also wenn mal null Eigenkapital hat, kann man damit auch was starten,
    oder wird einem da wieder der Strich durch die Rechnung gemacht ?
  • Also zwecks Businessplan würde ich dir empfehlen, dich an eine studentische Unternehmensberatung zu wenden. Ich bin selber in einer, und Businesspläne gehören bei uns zum Standardrepertoire.
    So kommst du auf jeden Fall billiger als bei einer Firma.
    [SIZE="2"]"Wer den Sumpf trocken legen will, darf die Frösche nicht fragen." (Elmar Schmähling)[/SIZE]
  • KingstonTown schrieb:

    Und wo finde ich so etwas und wie läuft es denn ab ? ...


    Das kommt natürlich ganz drauf an, was du machen willst. Bei uns ist der Preis lose an die Firmengröße gekoppelt. Eine kleine Einmannfirma muss natürlich nicht so viel zahlen wie ein großes Unternehmen. Es fängt bei uns bei etwa 120€ pro Manntag (also eine Person 8h). Und das ist ziemlich günstig, glaub mir.

    Wenn du so etwas machen möchtest, fütterst du einfach mal Google mit Studentische Unternehmensberatung + deine Stadt (oder die nächst größere). Alternativ kannst du auch auf den Seiten der Vereinigungen JCNetwork oder BDSU schauen. Dann schreibst du den Vorstand der jeweiligen Beratung eine Mail und machst ein Termin aus. Dann triffst du dich mit denen und lässt dir der ihre Geschichte erzählen, die werden dann evtl. frühere Projekte vorstellen etc. Das ist ganz unverbindlich und du kannst alle deine Fragen loswerden.
    [SIZE="2"]"Wer den Sumpf trocken legen will, darf die Frösche nicht fragen." (Elmar Schmähling)[/SIZE]
  • Studentische Unternehmensberatung ist eine durchaus überlegenswerte Alternative. Steuerberater als Ansprechpartner würde ich auch dringend empfehlen, alleine schon zum Zwecke des Selbstschutzes - viele Existenzgründer verhaddern sich im unüberblickbaren Steuerdschungel; und Steuern können auch noch Jahre später per Schätzung festgesetzt werden und u. U. droht bei Hinterziehung auch durchaus eine Haftstrafe. Gleiches gilt, und ist oftmals sogar in Tateinheit erfüllt, für die so genannten Insolvenzdelikte, z. B. Insolvenzverschleppung.

    Auf lokaler Ebene gibt es auch Unterstützung: In eigentlich jeder Kommune gibt es in der Verwaltung Abteilungen oder Stellen für Wirtschaftsförderung, die z. B. über Förderprogramme informieren. Ansprechpartner können auch Berufswerke wie die Handwerkskammer oder die IHK sein. In vielen Kommunen gibt es aber auch noch spezielle Angebote für Existenzgründer wie Gründerzentren mit billig mietbaren Büroflächen oder kostengünstigen Servicedienstleistungen. Die Arbeitsagentur vor Ort kann darüber hinaus sicher Auskunft zum Thema Förderung aus der Arbeitslosigkeit geben.

    Hier auch noch ein paar nützliche Links:
    BMWi Existenzgründungsportal | Startseite
    Existenzgründung - www.arbeitsagentur.de
    Unternehmensnachfolge auf nexxt.org | Startseite

    Zum Vorgehen:
    Du solltest dich persönlich auch fachlich auf den Schritt in die Selbstständigkeit einstellen. Gewisse kaufmännische Kenntnisse sind definitiv nie verkehrt - und sei es am Anfang nur dafür, die anderen (Bänker, Berater,...) zu verstehen. Eigenkapital ist nicht unbedingt notwendig, hängt aber natürlich auch sehr stark davon ab, was du überhaupt machen willst: Dienstleistungen, die du persönlich ohne großen Materialeinsatz erbringst, sind insofern auch praktisch ohne Kapital leistbar; die Produktion von Waren ist ohne Maschinen wohl kaum zu bewältigen. An Kredite wirst du ohne Sicherheiten und ein gewisses Startkapital wohl eher nicht so leicht gelangen.

    Sich selbstständig machen, heißt für dich, dass du unternehmerisch tätig wirst - und leider auch weitestgehend das unternehmerische Risiko = Verlust zu tragen hast. Wie oben schon angedeutet, existieren zahlreiche Förderprogramme, die dich finanziell unterstützen können. Wann und wie gezahlt wird, ist dabei aber Programmabhängig. Die Gründungskosten wirst du wohl selbst tragen müssen; aber diese sind auch nicht unbedingt horrend, kommt aber auch absolut darauf an, was genau du machen willst (siehe oben): Eine einfache Dienstleistungstätigkeit ohne großen Materialeinsatz über einfache Einzelunternehmerschaft/Gewerbeanmeldung bringt sowohl wenig Investitionskosten als auch Gebühren mit sich; eine GmbH-Gründung ist da schon wesentlich teurer und kapitalintensiver.
    "Wenn es nicht notwendig ist, ein Gesetz zu erlassen, dann ist es notwendig, kein Gesetz zu erlassen."

    Charles-Louis de Montesquieu
  • @Rodan

    Kann es sein, dass die Studentische Unternehmensberatung nur für "Studenten" zählt, oder spielt es keine Rolle ?

    Habe nach einer Unternehmensberatung in meiner Nähe gesucht, wobei ich halt auch fündig geworden bin, allerdings eben nur für Studenten, habe denen aber trotzdem mal eine Mail geschrieben, mal schauen was Sie antworten.

    @Krassdaniel

    Danke dir, für deinen ausführlichen Text.

    Zur Zeit besuche ich grad für meinen Bereich eine Weiterbildung, somit erlange ich die fachlichen Kenntnisse für den Bereich, was dass Kaufmännische angeht, bin ich nicht ganz so geschult, ich denke aber, dass ich hierfür noch einen Lehrgang besuchen werde.

    BMWI hatte ich schon besucht gehabt, dort habe ich auch schon einige Infos bekommen können, dass nächste was ich machen werde ist, mit meinem Arbeitsberater Kontakt aufzunehmen, mal sehen, was er mir noch raten wird.
  • Na ja "Mitarbeiter" sind natürlich Studenten. Auftraggeber kann aber natürlich jeder sein. Das ist ja kein "gemeinnütziger Verein" oder so etwas. Prinzipiell ist der Verein eigentlich nur eine Art Vermittler. Für den richtigen Auftrag wird dann meist eine GbR gegründet.
    [SIZE="2"]"Wer den Sumpf trocken legen will, darf die Frösche nicht fragen." (Elmar Schmähling)[/SIZE]