Militär: Einfach nur krank (oder konditioniert)?

  • Diskussion

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  • Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944 schrieb:



    Ausstellung des Hamburger Instituts für Sozialforschung


    Die Ausstellung beschäftigt sich mit einer Institution – der Wehrmacht – und fragt nach deren Verantwortung. Sie kann und will nicht jeden ehemaligen Soldaten als Verbrecher bezeichnen. Abgesehen davon, daß ein solches Urteil nur der Justiz, nicht aber der Geschichtswissenschaft zukommt, wäre eine solche Feststellung, 50 Jahre nach Kriegsende, eine nicht zu billigende und nicht zu belegende Pauschalisierung.
    Die ist ein Auszug zur Ausstellung. Würdet ihr wie dieser Verfasser auch Denken und Schreiben, währen meine Posts überflüssig gewesen.

    Dies zu deinem Link Konradin.

    Wie ich schon schrieb:

    Meik schrieb:



    Schuldig bzw. die wahren Bestien sind die Herrn Befehlshaber in ihren sicheren Bunkern!!!



    Hier auch ein Link, der Zufällig auf der selben Seite steht von joungsters Startlink.

    Und mein Kommentar vom Post #16:

    Meik schrieb:



    Tot, Leichen Schwerverletzte jeden Tag, Freunde und Kameraden zu verlieren oder sie als Krüppel zu sehen, jede Minute die Angst haben selber Verletzt oder Getötet zu werden sowie die Angst um die geliebten Angehörigen zu Hause die man nicht beschützen kann oder nicht wissen ob sie überhaupt noch Leben und dann noch den Druck von den Vorgesetzten ausgesetzt zu sein oder als Befehlsverweigerer erschossen zu werden. Manchmal 20 - 30 Stunden ohne Schlaf zu sein. Stunden- oder Tagelang bei Hitze oder Kälte in Schützengräben unter Beschuss zu liegen und um sein Leben zu Kämpfen.

    Das kann aus dem liebsten Menschen eine Bestie machen, ohne das er selber was dafür kann. Denn irgendwann ist der Hass auf alles Riesengroß.


    Warum geht ihr nicht darauf ein?
    Habt ihr darauf keine Antworten?
    Oder wollt ihr einfach nur alle Soldaten durch den Schmutz ziehen?


    “Großer Geist, bewahre mich davor, über einen Menschen zu urteilen, ehe ich nicht eine Meile in seinen Mokassins gegangen bin.”

    Ich bin bestimmt kein Freund von Kriegsverbrechen, aber gerade dieses Thema ist sehr Komplex und man kann auf keinen Fall Pauschal jemand Verurteilen. Man weiß ja unmöglich ob all diese Aussagen stimmen, sie können auch einfach nur zum Prahlen, im Gruppenzwang oder zum Selbstschutz gesagt worden sein. Auch kann es sein, das man gezwungen wurde solche Gräueltaten zu begehen usw. usw. Ist euch überhaupt Bewusst das auf Befehlsverweigerung die Todesstrafe stand?

    Meik
    Geben ist besser als nehmen!!!

    Dieser Beitrag wurde bereits 9 mal editiert, zuletzt von Meik ()

  • Du bist doch derjenige, der hier von allen Soldaten schreibt, Meik.

    Ebenso bist du derjenige, der hier Halbwahrheiten verbreitet ('Diese Leute werden nur zum Töten ausgebildet, denn nur durch Töten kann man einen "Feind" besiegen und einen Krieg gewinnen.'). Zumindest das 'nur' ist definitiv falsch.

    Allein schon die Ausrüstung der Soldaten spricht Bände. Keineswegs selektiv aufs Töten ausgelegt, denn wozu einen Feind töten, wenn man ihn auch schwer verwunden kann? Dies ist im Kriegsfall ohnehin wesentlich effizienter als Töten, aber du weißt es sicher besser.

    Meik schrieb:

    Das kann aus dem liebsten Menschen eine Bestie machen, ohne das er selber was dafür kann. Denn irgendwann ist der Hass auf alles Riesengroß.

    Ok, dann gehe ich mal darauf ein. Wenn ich diese beiden Sätze völlig losgelöst von diesem Thema betrachte, dann könnte zuvor auch ein Absatz über die deprimierende Jugendarbeitslosigkeit in den neuen Bundesländern stehen und deine beiden Sätze wären dann die hinreichende Begründung, warum sie ausgerechnet bei den rechtsradikalen Skinheads gelandet sind.

    Aber zurück zum Krieg. Nehmen wir einmal an, du liegts auf der einen Seite im Schützengraben. Auf der anderen Seite liegen ebenso Soldaten in Schützengräben und auf diese trifft deine Aussage dann wohl gleichermaßen zu wie auf diech selbst.

    Was leitest du nun davon ab? Würdest du nicht auf die Soldaten auf der anderen Seite schiessen, weil sie ebenso wie du nur Opfer sind? Schließlich entschuldigt dies ja alles - oder etwa nicht?

    Und um deine Sprache zu benutzen: warum ziehst du eigentlich die Herren Befehslhaber durch den Schmutz? Die tun doch auch nur, was ihnen die politische Führung vorschreibt, so wie sie selbst den einfachen Soldaten. Ansonsten waschen sie ihre Hände in Unschuld.

    Aber dein Zitat “Großer Geist, bewahre mich davor, über einen Menschen zu urteilen, ehe ich nicht eine Meile in seinen Mokassins gegangen bin.” finde ich rattenscharf. Wozu über Mengele & Eichmann urteilen, über Hitler, Stalin, Mao oder auch Charles Manson, Ted Bundy und Jack the Ripper, schließlich ist noch keiner auch nur einen einzigen Millimeter in deren Mokassins gelaufen. Lassen wir die Geschichte sich doch wiederholen, indem wir solchen Leuten nicht mehr das Handwerk legen, weil wir offenbar zu blöd sind, daraus zu lernen.
  • Meik, schreibt hier keine Doktorarbeit.... er diskutiert und versucht Worte und Beispiele zu finden die ein Mensch der halbwegs mitdenkt ... eigentlich verstehen könnte. Nun, scheint es aber nicht so zu sein dass man um die Sache diskutiert sondern um's "Recht".

    Auf gut deutsch gesagt... ist es nicht richtig alle Soldaten über einen kamm zu scheeren.

    Ich glaube das das Thema emotionale Gründe hat weswegen alle Deutsche einfach nur schlimm sein müßen.. auch Generationen über Generationen nach der Stunde Null... bis in alle Ewigkeit hinein. Es kann nicht sein das die Generation Deutschlands, die Menschen nicht vergasten, einfach aus der Vergangenheit gelernt hatte.

    Ausser ein paar arme Irre, die es eventuell gibt, ist jeder Deutsche sensibilisiert und Entsetzt über diese Vergangenheit.

    Vielleicht hilft es Trost zu spenden und abzuschließen und endlich damit aufzuhören den letzten Rest seines Lebens mit Gram zu verbringen und nicht mehr dem inneren Drang folgen zu müßen......... um Deutsche zu verteufeln....

    Diese Täter sind tot und ich endschuldige mich gerne auch für die Taten die ich nie begangen habe... bei joungster.

    Verzeih bitte und entschuldige was nicht zu entschuldigen ist.

    Meine Eltern waren nicht dabei...dennoch bin ich Deutsche und dafür entschuldige ich mich niemals!
  • Konradin schrieb:

    Du bist doch derjenige, der hier von allen Soldaten schreibt, Meik.

    Der Zeitungsbericht ist so geschrieben, als wenn die ganze Wehrmacht betroffen gewesen ist. Und ich habe hier noch keine Bezugnahme auf eine Gruppe oder auf einzelne Soldaten, somit sind auch von euch alle gemeint.

    Konradin schrieb:

    Ebenso bist du derjenige, der hier Halbwahrheiten verbreitet ('Diese Leute werden nur zum Töten ausgebildet, denn nur durch Töten kann man einen "Feind" besiegen und einen Krieg gewinnen.'). Zumindest das 'nur' ist definitiv falsch.

    Allein schon die Ausrüstung der Soldaten spricht Bände. Keineswegs selektiv aufs Töten ausgelegt, denn wozu einen Feind töten, wenn man ihn auch schwer verwunden kann? Dies ist im Kriegsfall ohnehin wesentlich effizienter als Töten, aber du weißt es sicher besser.

    Ferngesteuerte Raketen, Bomben, Artillerie, Kampfjets, Panzer, Kampfhubschrauber usw. sind nur für's Verletzen gebaut worden. Du hast ja vollkommen Recht. Und die Toten sind wohl nur alle unglücklich gestolpert oder so was ähnliches!
    Nur zur Info: Heutzutage werden Feindliche Stellungen und Strategische Ziele zuerst Ausgebombt, und danach geht das Fußvolk nur noch nach Überlebende gucken.
    Beispiel Irakkrieg: Waffeneinsatz der Alliierten - 15.000 Präzisionsbomben, 8.000 ungesteuerte Sprengkörper und 800 Marschflugkörper wurden bei 30.000 Einsätzen eingesetzt.


    Konradin schrieb:

    Aber zurück zum Krieg. Nehmen wir einmal an, du liegts auf der einen Seite im Schützengraben. Auf der anderen Seite liegen ebenso Soldaten in Schützengräben und auf diese trifft deine Aussage dann wohl gleichermaßen zu wie auf diech selbst.

    Was leitest du nun davon ab? Würdest du nicht auf die Soldaten auf der anderen Seite schiessen, weil sie ebenso wie du nur Opfer sind? Schließlich entschuldigt dies ja alles - oder etwa nicht?

    Nein ich wehre mich nicht und Sterbe Glücklich :depp: Was soll der Quatch?

    Konradin schrieb:

    Und um deine Sprache zu benutzen: warum ziehst du eigentlich die Herren Befehslhaber durch den Schmutz? Die tun doch auch nur, was ihnen die politische Führung vorschreibt, so wie sie selbst den einfachen Soldaten. Ansonsten waschen sie ihre Hände in Unschuld.

    Sind die nicht alle im sicheren Bunker? Du glaubst wohl daran das der Holocaust eine Idee des Gefreiten Hermann - Jupp war.

    Konradin schrieb:

    Aber dein Zitat “Großer Geist, bewahre mich davor, über einen Menschen zu urteilen, ehe ich nicht eine Meile in seinen Mokassins gegangen bin.” finde ich rattenscharf. Wozu über Mengele & Eichmann urteilen, über Hitler, Stalin, Mao oder auch Charles Manson, Ted Bundy und Jack the Ripper, schließlich ist noch keiner auch nur einen einzigen Millimeter in deren Mokassins gelaufen. Lassen wir die Geschichte sich doch wiederholen, indem wir solchen Leuten nicht mehr das Handwerk legen, weil wir offenbar zu blöd sind, daraus zu lernen.

    Kein Kommentar, ist mir einfach zu Blöd.

    Hättest du zur Zeit des 2. Weltkriegs gelebt, hättest du bestimmt Hitler gestürzt und die gesamte Wehrmacht zu Ordnung gerufen. Schade das du zu Spät gekommen bist.

    Konradin ab jetzt werde ich auf keine Kommentare von dir mehr Antworten, denn dein Motto heißt: Wer nicht meiner Meinung ist, ist gegen mich.

    Carmen schrieb:

    Meik, schreibt hier keine Doktorarbeit.... er diskutiert und versucht Worte und Beispiele zu finden die ein Mensch der halbwegs mitdenkt ... eigentlich verstehen könnte. Nun, scheint es aber nicht so zu sein dass man um die Sache diskutiert sondern um's "Recht".

    Auf gut deutsch gesagt... ist es nicht richtig alle Soldaten über einen kamm zu scheeren.

    Danke Carmen, aber das ist zu Hoch für einige hier, das werden die nie begreifen, weil sie es nicht wollen!

    Meik :D
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    Dieser Beitrag wurde bereits 8 mal editiert, zuletzt von Meik ()

  • Vllt. heisst es auch einfach nur, dass die Argumente in sich unstimmig sind ;)

    btw: Ich glaube, wenn man heute die Bundeswehrsoldaten "belauschen" könnte, bei Gesprächen, wo sie sich 100% sicher sind, dass nichts "nach Aussen" dringt, könnte man so manchen kranken Kopf finden. Offizielle Statements "ich diene blabla" kann man sicher nicht als repräsentativ bezeichnen. Ausserdem denk ich, dass dies zunehmen wird, mit der Abschaffung der Wehrpflicht. Liegt wohl in der "Natur der Sache", sprich am Berufsbild an sich. Wer Dienst an der Waffe leistet, der ist sicher nicht nur vordergründig auf die Besoldung aus und auch sicher nicht nur vordergründig auf "Heldentum" für's Volk.

    edit: Es ist (für mich) traurige Gewissheit, dass sich dort auch Leute tummeln, die ihre perversen Gelüste gut bezahlt kriegen und ebenso ist es auch sicher, dass es viele gibt, die versuchen, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten ihre Moral zu erhalten.

    MfG
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  • Henry277 schrieb:

    Leute, ihr dürft nicht vergessen was wir Menschen sind. Wir sind Raubtiere .... töten gehört zu unserem Leben. Es liegt in unserer Natur, ich würde sogar sagen in unseren Genen.
    Den trieb lasse ich als Argument herhalten, wenn es um Kannibalismus oder das töten von Einzelnen im Kampf um unmittelbar benötigte Ressourcen (wasser in der Wüste) geht.
    Es gibt aber sicher keine Trieb, welcher uns systematisch Leute in Gaskammern treiben lässt und der dafür sorgt, das wir Menschen wie Vieh aus Helikoptern oder Flugzeugen töten.

    Henry277 schrieb:

    Kein Metzger hat Schuldgefühle, nur weil er ein Schwein schlachtet/umbringt und es hinterher zerstückelt.
    Mit dem feste Zweck der Nahrungsgewinnung. Das die getöteten Gegner verspeist werden, ist aber zunehmend selten geworen.
    Kein satter Wolf tötet ein Schaf. Ein satter Amerikaner hingegen erschießt mit Vorliebe afghanische Kinder, ein satter Deutscher bevorzugte Juden.

    Henry277 schrieb:

    Der Kampf um Lebensraum bei Schimpansen ist eesentiell - ich habe noch nie das Bdeürfnis gehabt, meinen Nachbar zwecks Wohnungserwerb zu töten. Du?

    Krieg hat IMMER nur einen Gewinner, und das sind die Konzerne und Banken im hintergrund. Alle anderen spielen lebende Zielscheibe, morden, brandschatzen und vergewaltigen um anschließend zu sagen "Es waren Befehle".
    Diese Argumente haben die KZ-Betreiber 1945 nicht vor dem Strick bewahrt, ich sehe keinen Grund, weswegen man besagte Helikopterschützen aus den USA nicht noch nen Meter höher hängen sollte.
    Unser gemeinsames Leben heißt Offenheit, Herzlichkeit, Freundschaft, Mut zum Widerstand und der Glaube, dass es immer besser wird.
    Wer so offen ist, muss Fragen stellen, kann lebensverachtende Verhältnisse nicht akzeptieren sondern muss sich wehren, muss kämpfen gegen die, die das Leben verachten und die, die davon profitieren!
  • NeHe schrieb:


    btw: Ich glaube, wenn man heute die Bundeswehrsoldaten "belauschen" könnte, bei Gesprächen, wo sie sich 100% sicher sind, dass nichts "nach Aussen" dringt, könnte man so manchen kranken Kopf finden. .........Ausserdem denk ich, dass dies zunehmen wird, mit der Abschaffung der Wehrpflicht. .........
    MfG

    Da wirst du vollkommen Recht haben, aber die gibt es auch in der freien Wildbahn. Nur bekommen die keine Waffen in die Hand.


    Meik
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    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Meik ()

  • Nicht einmal in Schützenvereinen, Meik?

    Sorry, aber allmählich gewinne ich den Eindruck, daß du garnicht ernsthaft diskutieren willst, sondern daß dir nur daran gelegen ist, deine rechthaberischen 'Weisheiten' als vermeintliche Fakten darzustellen. Alles, was dir nicht in den Kram passt wird entweder mit Behauptungen untermauert, die keineswegs etwas belegen, oder wenn dir nichts anderes mehr einfällt gar als 'zu blöd' abgetan.

    Auch dein Ansatz 'hättest du bestimmt Hitler gestürzt' ist nicht nur ein sehr schlechter Diskussionsstil, sondern darüberhinaus eher noch ein Indiz für eine argumentative Hilflosigkeit, die ihresgleichen sucht. Hast du dies wirklich nötig?

    Ich habe gelernt: diskutiere niemals mit Idoten. Sie ziehen dich auf ihr Niveau herab und erschlagen dich anschließend mit Fachwissen. Doch davon bist du gottlob weit entfernt - als Fachwissen würde ich es bei dir kaum gelten lassen. Es belustigt eher.

    Vielleicht solltest du dir einmal Lektüre von Praktikern zu Gemüte führen. Zum Beispiel die netten Publikationen des schweizer Majors Hans von Dach. Aber wahrscheinlich hat er mit seinen Thesen und Erklärungen unrecht und du bist auf diesem Gebiet fitter als er. :D
  • @ Meik

    Mir z.Bsp. geht es überhaupt nicht darum, wer hier mit was Recht hat, verschiedene Meinungen sind immer interessant, gerade wenn eben keiner darauf pocht, das seine Meinung der Weisheit letzter Schluss ist. Es gibt kein schwarz/weiss, es ist immer auch ein wenig grau.

    Eigentlich ist diese Diskussion hier mehr als amüsant, wenn man sich andere Posts der Beteiligten in anderen Themen on board anschaut (was ich ausgiebig getan hab)

    Die Leute, die "woanders" noch vehement und gnadenlos die Bestrafung von Mördern, Schlägern, Perversen fordern, fahren hier die weiche Tour (die armen Soldaten sind alle Opfer ihres Einsatzes, Gruppenzwang, psychischer Stress usw.) und umgekehrt ist es ähnlich :D
    Die Leute, denen sonst vorgeworfen wird, sie seien zu weich und treten die Opfer mit Füssen, indem sie Täter schützen, verurteilen hier Taten und Täter.
    Mit der ausdrücklichen Einschränkung, dass diese Leute aber auch immer in anderen Themen mit rechtstaatlichen Prinzipien argumentiert und die Taten nicht beschönigt/endschuldigt o.ä. haben.

    :ööm:

    Verkehrte Welt? Hat der Holger die Nicks neu ausgewürfelt? Oder wo ist der Unterschied zwischen einem gewaltperversen Mörder, der aus Lust und Langeweile wahllos in einem Einkaufszentrum Leute verprügelt und mordet und einem Soldaten, der wehrlose Zivilisten vom Heli aus platt macht, weil er "grad mal da ist und es Spass macht"
    Einen Unterschied gibt es allerdings: Die einen repräsentieren ihr Land und die Politik ihres Landes und somit u.U. ein gesamtes Volk, die anderen repräsentieren "nur" ihr eigenes krankes Gemüt ...
    Ich weiss grad nicht, was schlimmer/gefährlicher für uns alle ist.

    Der Helikopter zieht einen weiteren Kreis, dann eröffnet der Schütze das Feuer aus der Bordkanone: Die meisten der Männer fallen sofort zu Boden, nur der Fotograf Nur-Eldin rennt um sein Leben und wirft sich hinter einem Müllberg in Deckung. Doch auch so entkommt er den Kugeln nicht. Die Kamera, die alle Bewegungen der Bordkanone nachvollzieht, zoomt auf ihn ein, das Bild wackelt kurz, als der Schütze erneut abdrückt, dann liegt auch Nur-Eldin bewegungslos.

    "Schau diese toten Bastarde", ist einer der US-Soldaten zu hören. "Hübsch", antwortet ein anderer. "Gut geschossen."


    Quelle: 2007 (lange nach dem II. WK)

    Keiner hat hier geschrieben, dass alle Soldaten Mörder sind aber die, die es definitiv sind, sollten auch ihrer gerechten Strafe zugeführt werden, wie jeder andere Mörder auch.

    Schwarze Schafe sind schwarz, damit man sie erkennt und aus der Herde separieren kann, wenn nicht erwünscht. Belässt man sie jedoch in der Herde, so gehe ich davon aus, dass es a) erwünscht ist und b) ebenso erwünscht ist, dass über kurz oder lang die weissen Schafe schwarze Flecken bekommen oder grau werden.

    MfG
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    Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von NeHe ()

  • NeHe schrieb:

    und einem Soldaten, der wehrlose Zivilisten vom Heli aus platt macht, weil er "grad mal da ist und es Spass macht"


    Nur mal so aus deinem Link:

    Was die Männer vorhaben, ist nicht ersichtlich, zu erkennen ist allerdings, dass mindestens zwei von ihnen ein Sturmgewehr in der Hand halten - was im Irak zunächst nicht ungewöhnlich ist.


    Also typische "wehrlose" Zivilisten?


    Ein Crew-Mitglied meldet, er habe einen Mann mit Raketenwerfer gesichtet, ein zweiter gibt an, jemand habe das Feuer auf den Helikopter eröffnet.


    Zumindest dieses Crew-Mitglied hatte wohl den Eindruck, angegriffen zu werden, oder?


    joungster schrieb:

    kommt man zu dem Schluss, irgendetwas muss mit irgendwelchen Menschen (nennen wir sie Soldaten, Mörder, Gewaltverbrecher) gewaltig schief gelaufen sein,


    joungster schrieb:

    Deine „Erlaubnis“ auch auf ehemalige „Frontsoldaten“ auszuweiten, dann dürfte ich wohl …

    Aber, von meiner eigenen Kriegsteilnahme abgesehen


    Tja, bei dir scheint ja dann einiges schief gelaufen zu sein. ;)


    Und wenn wir demnächst über die Mondlandung diskutieren, dann war Armstrong nicht mehr der erste Mensch auf dem Mond. :D
  • @ Rosinenpicker ...

    Es gab allerdings eine Zeugin, die den Militärs normalerweise nie Ärger macht: die Bordkamera der Helikopter.

    [...]

    Was die Männer vorhaben, ist nicht ersichtlich, zu erkennen ist allerdings, dass mindestens zwei von ihnen ein Sturmgewehr in der Hand halten - was im Irak zunächst nicht ungewöhnlich ist. Während der Hubschrauber über der Szene kreist, hört man die ebenfalls aufgezeichneten Stimmen der Besatzung. Die Soldaten beratschlagen, was zu tun ist. Ein Crew-Mitglied meldet, er habe einen Mann mit Raketenwerfer gesichtet, ein zweiter gibt an, jemand habe das Feuer auf den Helikopter eröffnet.

    Davon ist auf dem Video nichts zu sehen: Weder sieht man am Boden jemanden schießen, noch ist das Objekt, das ein anderer hält, als Raketenwerfer auszumachen - es könnte auch eine Kamera mit Teleobjektiv sein.


    Wenn also üblich ist, im Irak bewaffnet durch die Gegend zu hopsen, und einer von den bösen Angreifern sich hinter einen Müllberg schmeisst [s.o.Zitat] (wollte der einen Hinterhalt errichten oder wie siehst du das?) dann ist es natürlich gerechtfertigt, diesen nieder zu mähen.

    Und weil töten natürlich nur die Pflicht eines braven Soldaten ist, bedauert man dieses Geschehen mit:
    "Schau diese toten Bastarde", ist einer der US-Soldaten zu hören. "Hübsch", antwortet ein anderer. "Gut geschossen."

    Und weil man als Soldat sowieso völlig unter psychischen Druck steht, ist auch das sich daran anschliessende Szenario einen Jubelruf auf Präsident, Volk und Vaterland wert:
    Ein Kleinbus fährt vor, Männer springen heraus, eilen zu dem Verletzten. Obwohl die Helfer augenscheinlich nicht bewaffnet sind, drängt die Hubschrauber-Crew ihre Vorgesetzten, sie unter Beschuss nehmen zu dürfen. "Kommt schon, lasst uns schießen!" Schließlich erhalten die Schützen die Erlaubnis: Drei oder vier Männer, die den Verletzten bergen wollten, werden getroffen, der Minibus zersiebt. Wenige Minuten später treffen US-Bodentruppen ein, sie finden zwei schwerverletzte Kinder.


    Und weil es natürlich gerechtfertig und völlig normal ist, wurde auch verschleiert. Sicher, in solchen Situationen können Irrtümer auftreten. Aber eine gute Politik ist dann für mich, dazu zu stehen und zu bereuen und nicht, "Fehler" zu verschleiern, das hat nunmal immer einen sehr faden Beigeschmack zumal bei den Kommentaren der Beteiligten.


    Aber klar ... alles Propaganda, alles Lüge, alles Stimmungsmache ... darf ja jeder drüber denken, was immer er will^^ Für mich waren die Bastarde nicht die Leute am Boden.

    MfG

    edit: Bevor das alles falsch gedeutet wird: Ich find es mit Sicherheit nicht gut, wie überall auf der Welt junge Männer für Interessen von was_weiss_ich_wem verheizt werden. Aber ich find es genau so übel, wenn kranke Hirne dort eine bezahlte Plattform erhalten, ihre Gelüste auszuleben, auf Kosten des Ansehens ganzer Truppen und Länder und auf Kosten unschuldiger Opfer!
    Da, wo die Neurosen blüh'n, da möcht' ich Landschaftsgärtner sein!
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    Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm: »Halt' du sie dumm, ich halt' sie arm!« (R. Mey)

    Dieser Beitrag wurde bereits 10 mal editiert, zuletzt von NeHe () aus folgendem Grund: umstrukturiert + edit

  • McKilroy schrieb:

    [...]Tja, bei dir scheint ja dann einiges schief gelaufen zu sein.[...]
    Stimmt!

    McKilroy schrieb:

    Und wenn wir demnächst über die Mondlandung diskutieren, dann war Armstrong nicht mehr der erste Mensch auf dem Mond.
    Auch wenn ich es ungern zugebe: Hier kann ich den Bezug zum Thema nicht erkennen.

    Trotzdem hätte ich immer noch gerne auf diese – im Beitrag #15 geäußerten – Fragen eine Antwort:

    ---- Beitrag # 15 ------------------

    McKilroy schrieb:

    Leute, wenn man euren posts aus ähnlichen threads glauben darf, dann liegt es doch einfach nur daran, dass diese armen Kerle eine sehr schwere Kindheit gehabt haben. […]

    Obwohl es (fast) müßig ist, auf Deine hochgeistigen Beiträge (und stereotypen Anwürfe) zu reagieren: Könntest Du Deine Anwürfe – ausnahmsweise, selbstverständlich – einmal belegen?

    Meine Fragen hierzu:
    • Wer ist „Leute“?
    • Wo sind „euren posts aus ähnlichen threads“


    Nebenbei: "Falls Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen." George Orwell
  • McKilroy schrieb:


    Ihr könnt ja sehr schön vom Sofa vor dem Fernseher aus eure Kommentare über diese Leute abgeben. Vollgefressen und ohne wirkliche Probleme lässt es sich sehr gut urteilen. ;)


    Als Moderator solltest Du eigentlich wissen, dass Beleidigungen hier nicht erwünscht sind...


    Für mich muss niemand in den Krieg ziehen! Die meisten Kriege sind sowieso keine "Verteidigungskriege".

    Auch in einem Krieg gilt weiter die Menschenwürde als unantastbar - jedenfalls sehe ich das so.

    Einige Argumente hier im Thread finde ich recht abenteuerlich:

    Wie kann man einen Fleischer mit einem Soldaten vergleichen?

    Übrigens:

    Ich bin Vegetarier und habe mich seinerzeit bewusst als Kriegsdienstverweigerer anerkennen lassen. Dafür durfte ich auch (zur Strafe?) länger dienen und meine Zeit als Zivi in einem Krankenhaus war teilweise sehr hart.

    Aber das war ja meine freie Entscheidung!

    Darum geht es nämlich:

    Auch als Soldat im Krieg kann ich mir eine gewisse Menschlichkeit bewahren, indem ich auf Grausamkeiten verzichte.


    @joungster

    Mich irritiert übrigens in der Überschrift des Eröffnungsposts das lachende Gesicht.

    Militär: Einfach nur krank (oder konditioniert)?

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von EddyBerlin ()

  • Schwer amüsant hier :weglach: und es sind wie immer die üblichen Verdächtigen!

    Kurzer Einwurf, damit es hier noch heiter weiter gehen kann.

    @joungster
    Du schuldest der Allgemeinheit noch immer den FrontKRIEG hier, in dem Du gedient hast. Erst dann wäre Deine Argumentation annähernd gewichtig. Wobei hier nur ein tatsächlicher Einsatz AN DER FRONT schlagend wäre, also kein Dienst an der Gulaschkanone oder im Schreibkammerl.

    @alle
    Bei diesem und bei jedem Krieg zählt doch immer nur die Frage: Wer hat den ersten Stein geworfen und wie heftig ist er auf dem Kopf des anderen eingeschlagen.

    Warum ich das schreibe? Ganz einfach.

    Ich habe meinen Dienst beim österreichischen Jagdkommando absolviert und ich kann euch verraten, dass ich eine serbische Frau gesehen habe, der das Kind aus dem Leib geschnitten wurde. Danach wurde Ihr ein junger vermutlich bereits toter Hund in den Unterleib vernäht und die Leiche wurde zurück gelassen, damit die eigenen Leute betrachten durften, was der kroatische Nachbar der zuvor jahrzehntelang im Frieden neben dieser Frau mit seiner Familie gelebt hat, gedacht hat als er Sie in Ihrem Haus vorfand.

    Hat er den ersten Stein geworfen? War es der Befehl seines Vorgesetzten oder seine eigene Kreativität? Schwer zu sagen, aber vielleicht war es auch nur der Hass den er schürte, weil seine serbische Nachbarschaft ihn schon Jahre zuvor drangsaliert hat und Ihn mit Ihrer Anwesenheit in "seinem" Dorf beschmutzt hat.

    Was ich versuche damit zu sagen? Menschen werden nicht als Killer oder Massenmörder geboren. Sie werden dazu gemacht. Da spielt eine "Veranlagung" vielleicht unterstützend mit und macht den Sprung leichter aber es läßt sich jeder hier zu einem "Tier" degradieren wenn man seinen Wunden punkt erwischt und dann wird das töten einfach nur mehr zu einem Tagesgeschäft.

    Schon mal überlegt, warum es immer mehr in Mode kommt das man elektronische Kriegsführung propagiert? Weil es einfacher ist, wie bei einem Videospiel den Knopf zu drücken und kilometer entfernt die Menschenteile herumfliegen zu sehen.

    Ich bin ´91 an der Österreich-Jugoslawien Grenze gewesen (und auch weiter im Landesinneren während der ersten Phase dieses Krieges) und habe Menschen gesehen, die tatsächlich nichts aber auch gar nichts mit dem Krieg zu tun hatten und diesem trotzdem zum Opfer gefallen sind, weil Ihr Verwandter zuvor den Nachbarn erschossen hat. Wer hatte da den ersten Stein geworfen? Ich weiß es nicht und auch der "kleine" Soldat weiß das nicht. Was er allerdings weiß und das wird einem indoktriniert, dass man tunlichst zuerst schiessen soll, da man ansonsten vielleicht in die missliche Lage kommt niemals wieder zu schiessen.

    Krieg ist und bleibt eine Ausnahmesituation und entbehrt jeder Grundlage sollte man meinen. Tatsächlich allerdings wird man das einem Sudanesen schwer erklären können, wenn er der Meinung ist das der Stammeshäuptling aus dem nächsten Dorf mächtiger ist als er selbst.

    Krieg ist doch zu 99% aus einem einzigen Grund geschaffen worden und zwar kein Überlebensinstinkt oder Futternot sondern schlicht und ergreifend der pure Neid und Gier. Angesichts dieser Tatsache ist es doch beschreibend, dass der Mensch zum Tier wird und alles ihm menschenmögliche Tut um seinen Willen zu untermauern.

    Fakt ist halt leider, dass der 2. WK gerne polarisiert und es noch immer an der Tagesordnung ist, dies als wehendes Banner hoch zu halten. Allen voran die geschundenen und armen Juden, die sich fein in das gemachte Bett legen und sich über gewisse Dinge erfreuen, die Ihre Urväter mit dem Leben erkauft haben. Amerika hat zum Beispiel am Ende des 2. WK Little Boy auf Hiroshima geworfen und ungefähr 200.000 Menschen mit einem Schlag vom Antlitz dieser Erde getilgt. Ich würde gerne wissen, was die Kriegsführung damals für geile Sprüche abgelassen hat, angesichts des riesigen Rumms den die Bombe sicherlich verursacht hat. Die römisch katholische Kirche hat in Zeiten der Kreuzzüge lt. Wohlschläger eine Bevölkerung von 22 Mio. ihr Leben für einen höheren Sinn opfern lassen dürfen. Wer hat jemals diese Menschen zu Gericht gezerrt und sie dafür büsen lassen?

    Krieg ist und bleibt ein schmutziges Handwerk! Krieg wird IMMER einige wenige herausbringen, die "anders" sind; den über die zig tausend anderen gefangenen deutschen Soldaten, die einfach nur gebrochen in Ihren Zellen dahinvegitiert sind redet keiner, weil es nicht medienwirksam ist!

    Ach ja bevor hier die üblichen Verdächtigen wieder zu Unkenrufern werden. Ich unterscheide in dieser Situation von Soldaten und von Männern die zu Soldaten gemacht wurden. Den tatsächlich wurden in all diesen Kriegen die Leute entweder zwangsverpflichtet oder aber man hat ihnen das blaue vom Himmel runter gelogen (siehe Vietnamkrieg z.B.). Diese Männer wurden dann allesamt mit einer Situation konfrontiert, die Sie schlicht und ergreifend wahrscheinlich überfordert hat und damit begann dann der Lauf der Dinge, für die Sie nachher vor einem Kriegstribunal gestanden sind.

    Das mag natürlich nicht en Block für alle Soldaten gelten und als Ausrede dienen. Leute wie Himmler, Mengele, Göring und wie Sie alle hießen waren doch nur die Stars in der Manege und Ihr tun wurde gesehen aber wer sagt Euch nicht, dass die amerikanischen, russischen, englischen und französischen Truppen genau so grausam waren, nachdem sie das gehört hatten?

    Wer hat nochmal den ersten Stein geworfen und wer hat sich hinter dem versteckt und sich darüber im stillen gefreut, dass nicht er es war der das tun mußte um alle Schuld im Notfall von sich weisen zu können?

    P.S.: Nachdem ich auch dabei sein durfte als OMV Mitarbeiter beim ersten Irakkrieg aus dem Land geschafft werden mußten, will ich Euch nicht erzählen wozu Araber im Stande sind, wenn Sie mal fundamentalistisch und mit vollen Glauben los legen.

    P.P.S.: Die Frau wurde natürlich zuerst vergewaltigt von Kroaten. Da machten Sie dann keinen halt davor, dass Sie ein "anderer" Mensch war und eigentlich unter Ihrer Würde.
    [SIZE="1"]Sollten Dir irgendwelche vereinzelten Gedanken kommen, bereite Ihnen einen herzlichen Empfang. Schließlich befinden Sie sich an einem einsamen Ort![/SIZE]
  • Peter Wallace schrieb:

    Du schuldest der Allgemeinheit noch immer den FrontKRIEG hier, in dem Du gedient hast.

    An joungsters Stelle hätte ich auch keine Lust, mich ständig zu wiederholen, zumal er hier niemandem gegenüber rechenschaftspflichtig ist. Mir jedenfalls ist die Antwort bekannt, da ich doch schon einige seiner Posts gelesen habe und es bewahrheitet sich einmal mehr der Spruch 'lesen bildet'.

    Übrigens finde ich es als Rechtfertigung für Greueltaten äußerst schwach, sich darauf zu berufen, daß schließlich ein anderer damit angefangen hat. Denn es wird sich immer ein anderer finden, solange man eifrig danach sucht.

    Damals war es die 'Dolchstoßlegende', die eine ganze Nation kollektiv von aller Schuld reinwaschen sollte, heute heißen die Legenden anders.

    Daß Krieg ein schmutziges Geschäft ist sei unbestritten. Aber auch darum geht es hier nicht. Es geht zum Beispiel um den 'touristischen Blick', mit dem Soldaten (nein, nicht alle!) ihre eigenen (Greuel-)Taten verharmlosen und sich aufführen, als wäre sie gerade auf dem Schießstand oder gar auf einer Bildungsreise (siehe auch Post#22).

    Und dafür gibt es eigentlich keine Rechtfertigung. Es sei denn, man liesse Verrohung als solche gelten.
  • Konradin schrieb:

    An joungsters Stelle hätte ich auch keine Lust, mich ständig zu wiederholen, zumal er hier niemandem gegenüber rechenschaftspflichtig ist. Mir jedenfalls ist die Antwort bekannt, da ich doch schon einige seiner Posts gelesen habe und es bewahrheitet sich einmal mehr der Spruch 'lesen bildet'.
    Bitte verzeih mir meine faux pas das ich nicht die persönliche Vita von joungster auswendig gelernt habe. Ich werde dies natürlich sofort nachholen und meinen Beitrag dementsprechend editieren.

    Konradin schrieb:

    Übrigens finde ich es als Rechtfertigung für Greueltaten äußerst schwach, sich darauf zu berufen, daß schließlich ein anderer damit angefangen hat. Denn es wird sich immer ein anderer finden, solange man eifrig danach sucht.
    Hab ich das? Ach ja ganz vergessen lesen bildet! Du solltest wenn dann einen Beitrag im ganzen sehen und lesen und nicht nur einzelne Frasen, die in Deine Darstellung reinpassen her nehmen. Fakt ist, dass Krieg aus Menschen andere Menschen macht und diese sich in einer "Ausnahmesituation" sind. Einige zerbrechen daran und andere wiederum putschen sich damit auf. Ich hab Soldaten gesehen, die glaubten sie wären Gott und allmächtig. Soviel dazu!

    Konradin schrieb:

    Daß Krieg ein schmutziges Geschäft ist sei unbestritten. Aber auch darum geht es hier nicht. Es geht zum Beispiel um den 'touristischen Blick', mit dem Soldaten (nein, nicht alle!) ihre eigenen (Greuel-)Taten verharmlosen und sich aufführen, als wäre sie gerade auf dem Schießstand oder gar auf einer Bildungsreise (siehe auch Post#22).

    Und dafür gibt es eigentlich keine Rechtfertigung. Es sei denn, man liesse Verrohung als solche gelten.


    Entschuldige mal, aber es geht hier auch nicht um eine "touristische" Sicht der Dinge sondern darum ob ein Soldat konditioniert wird eine "Tötungsmaschine" zu werden oder ob diese Menschen einfach nur schon immer krank im Kopf waren und dafür ein passendes Ventil finden. Ich mag mich auch täuschen aber bei mir kam es so an, zumindest der Teil des lesens der mich gebildet hat. Man merkt schon ich reite gerne auf Aussagen herum, die einen persönlichen Ein-/Angriff darstellen und darin bin ich echt gut :D

    Wenn wir also von der eigentlichen Fragestellung ausgehen, kann und werde ich steif und fest behaupten, dass Menschen jeglicher Färbung dazu gemacht werden können und es nicht krank ist. Zumindest für den großen Teil der Masse! Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel!
    [SIZE="1"]Sollten Dir irgendwelche vereinzelten Gedanken kommen, bereite Ihnen einen herzlichen Empfang. Schließlich befinden Sie sich an einem einsamen Ort![/SIZE]

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Peter_Wallace ()

  • Es gibt Menschen, die hören selbst da das Gras wachsen, wo kein Gras wächst und andere sehen stattdessen Stimmen oder sehen Angriffe. Nun, jeder wie er will.

    Nicht nur der Krieg ändert Menschen, viele andere Gegebenheiten tun dies auch. Aber es gehören immer Menschen dazu, die sich auch ändern lassen.

    Hier geht es aber (soweit ich den Threadstarter verstanden habe) nicht um zwangsläufige Gegebenheiten, welche jeder Krieg mit sich bringt, sondern ein explizites Verhalten, welches den quasi notwendigen Rahmen verlässt, also eine Eigenleistung, welche die legitimen Rechtfertigungsmöglichkeiten meiner Meinung nach bei weitem übersteigt.

    Es wird in diesem Zusammenhang Soldaten weniger vorgeworfen, was sie getan haben, sondern eher, wie sie es getan haben.

    Keine Frage, auch ich kann mir durchaus vorstellen, auf Menschen zu schießen. Auch ich kann mir vorstellen, dies (aus Gründen des Eigenschutzes) möglichst effizient zu gestalten. Aber es ist mir wesensfremd, den Wert von Menschenleben auf das Niveau eines Punktegewinns bei Egoshootern zu reduzieren oder dies gar sportlich zu sehen.

    Daß es auch anders gehen kann zeigt mir das Beispiel meines Vaters. Als WKII-Teilnehmer hatte nicht gerade wenig Blut an den Fingern, worauf er keineswegs stolz war. Doch anders als andere fragte er sich, was er in Rußland zu suchen hat. Nach dem Krieg besuchte er oft Freunde in ganz Osteuropa, die er im Krieg kennengelernt hat. Dies wäre wohl kaum der Fall gewesen, wenn er es zugelassen hätte, sich durch den Krieg so zu entmenschlichen, Gegner pauschal als Bastarde anzusehen und dadurch unbemerkt selbst einer zu werden.

    Es gibt eben eine (moralische) Grenze, die man nicht überschreiten sollte und wenn man es dennoch tut, dann sollte man sich nicht wundern, wenn man dafür (hoffentlich) auch zur Rechenschaft gezogen wird. Selbst wenn deren Befehlshaber (aus leicht nachvollziehbaren Gründen) dies gern anders sehen.
  • EddyBerlin schrieb:

    Für mich muss niemand in den Krieg ziehen!


    Wie gesagt, dass kann man sehr schön behaupten, wenn man zu Hause vollgefressen auf dem Sofa sitzt und andere Leute die Drecksarbeit für einen erledigen.

    Das wir hier in Deutschland mittlerweile seit 2 oder 3 Generationen ruhig und in relativem Frieden leben können, verdanken wir Leuten, die vor über 65 Jahren die Drecksarbeit erledigt haben. ;)


    EddyBerlin schrieb:

    Die meisten Kriege sind sowieso keine "Verteidigungskriege".


    Komisch, bei jedem Krieg, bei dem einer der Angreifer ist, müsste doch der andere der Verteidiger sein. ;)



    Peter_Wallace schrieb:

    Wenn wir also von der eigentlichen Fragestellung ausgehen, kann und werde ich steif und fest behaupten, dass Menschen jeglicher Färbung dazu gemacht werden können und es nicht krank ist. Zumindest für den großen Teil der Masse!


    Da hast du vollkommen Recht.

    Wie ich schon oben geschrieben habe: Schaut mal bei google nach dem Milgram-Experiment nach.
  • @McKilroy

    Dass ich heute in diesem Land friedlich leben kann, ein Dach über dem Kopf habe und genug zu essen, um mich "vollzufressen", dafür kann ich tatsächlich dankbar sein.
    Je nach meiner religiösen oder philosophischen Ausrichtung kann sich diese Dankbarkeit an Gott richten, das Schicksal oder den Zufall.
    Denn andere Menschen leben in anderen Teilen der Welt, wo sie hungern und täglich um ihr Leben fürchten müssen.

    Diejenigen amerikanischen, britischen und sowjetischen Soldaten, die im II. Weltkrieg gekämpft haben, taten dies am wenigsten mit dem Blick auf künftige Generationen glücklich vollgefressener deutscher Sofasitzer.
    Ihre wirklichen Motive, bei denen Rache an den Deutschen eine große Rolle spielte (verständlicherweise vor allem bei denen, deren Heimat von deutschen Soldaten besetzt und z. T. schwer zerstört war), kann ich nachvollziehen. Ich kann ebenfalls verstehen, dass es dann beim Einmarsch in Deutschland teilweise auch zu Handlungen kam, die diesem Rachebedürfnis Ausdruck gaben.

    Diese "Drecksarbeit" der Befreiung, für die ich deiner Meinung nach dankbar zu sein habe, war doch aber deshalb nötig, weil in Deutschland jemand an die Macht gekommen war, der das Land in diesen Weltkrieg geführt hatte. Dass und warum dies nicht verhindert wurde - welche politischen, wirtschaftlichen und ideologischen Gründe und Interessen dem entgegenstanden - das vor allem ist es, was ich mich verpflichtet fühle aus der jüngeren deutschen Geschichte nicht zu vergessen.

    In diesem Sinne fühle ich mich gerade darum, weil ich in diesem Land geboren bin und lebe, moralisch verpflichtet, Krieg als das zu sehen, was er dem Wesen nach ist und wie er Menschen nicht nur körperlich, sondern auch seelisch gefährdet, beschädigt und vernichtet.

    Und so oft du es auch wiederholst, ich lehne den Gegensatz zwischen pflichtbewussten, männlichen Kämpfern und feigen, vollgefressenen Zivilisten als Denkschablone ab.

    Serenity
    [COLOR="RoyalBlue"][FONT="Franklin Gothic Medium"][SIZE="2"]"And my thoughts on white ships and the King o' Spain's daughter..." (Padraic Colum)[/SIZE][/FONT][/color]
  • Serenity schrieb:

    Diejenigen amerikanischen, britischen und sowjetischen Soldaten, die im II. Weltkrieg gekämpft haben, taten dies am wenigsten mit dem Blick auf künftige Generationen glücklich vollgefressener deutscher Sofasitzer.
    Ihre wirklichen Motive, bei denen Rache an den Deutschen eine große Rolle spielte (verständlicherweise vor allem bei denen, deren Heimat von deutschen Soldaten besetzt und z. T. schwer zerstört war), kann ich nachvollziehen.


    Nimm bitte mal ein wenig Nachhilfe in Geschichte. Und werfe nicht das, was beim Einmarsch der Russen passiert ist mit dem Verhalten der Amerikaner und der Briten in einen Topf.


    taten dies am wenigsten mit dem Blick auf künftige Generationen glücklich vollgefressener deutscher Sofasitzer.


    Nein, aber sie taten dies für eine freie und demokratische Gesellschaftsordnung.

    Die Amerikaner und die Briten hätten ja die Hände in den Schoß legen können.

    Genau wie man jetzt die Augen verschließen könnte, vor dem, was in einigen Ländern passiert.


    Wie gesagt, man kann locker reden, wenn man die Vorteile genießen kann, die andere früher erkämpft haben.

    Je nach meiner religiösen oder philosophischen Ausrichtung kann sich diese Dankbarkeit an Gott richten, das Schicksal oder den Zufall.


    Ja, das ist so schön anonym.

    Bloß keinen Gedanken an die Leute verschwenden, die ihr Leben für unsere Freiheit gelassen haben.


    Dann sollte man die Leute in diesen Krisengebieten besser auch ihrem Gott oder ihrem Schicksal oder dem Zufall überlassen.
  • @McKilroy

    Ich habe deine Reaktion zur Kenntnis genommen. Du missverstehst offenbar einiges aus Prinzip - und das als Moderator. Pickst dir das heraus, wo du meinst, etwas dagegen sagen zu können und zu müssen und ignorierst völlig, worum es mir im Wesentlichen ging.

    Dass die Bundesrepublik Deutschland heute ein demokratischer Staat ist, daran hatten in der Tat britische und amerikanische Militärs entscheidenden Anteil. Dass ich in dieses Land hineingeboren wurde - daran nicht. Dafür kann ich, wenn dir Gott, Schicksal oder Zufall inakzeptabel anonym erscheinen, dann wohl nur meinen Eltern danken :confused:

    Gut, ich muss hier schließlich nicht mitschreiben. Einen Versuch war es mit wert.
    Und manche der Beiträge in diesem Thread habe ich mit Interesse gelesen, weil die Verfasser, statt von oben herab zu dozieren, ihre sehr persönlichen Erfahrungen, Gedanken und Gefühle zum Thema mitgeteilt haben.

    Serenity
    [COLOR="RoyalBlue"][FONT="Franklin Gothic Medium"][SIZE="2"]"And my thoughts on white ships and the King o' Spain's daughter..." (Padraic Colum)[/SIZE][/FONT][/color]
  • Wirklich lesenswert in diesem Thread fand ich :
    #12 von Carmen (kann ich unterschreiben)
    #40 Peter Wallace ( noch mal mein persönliches danke, ich kann mir zwar vorstellen
    was diese Erlebnisse in dir/mit dir angestellt haben, nachvollziehen kann ich es nicht)
    #45 Serenity (ebenso wie Carmens Post)
  • ### Mod Hinweis: ###
    Beleidigung entfernt
    mfg
    snip3r


    McKilroy schrieb:

    Nimm bitte mal ein wenig Nachhilfe in Geschichte.

    Eben!

    Russland (die Sowjetunion) wurde mit dem Ziel der Ausrottung der „slawischen Rasse“ (zu der ich – nebenbei – gehöre) von den deutschen Herrenmenschen – den Arschiern – überfallen. Die „Untermenschen“ schlugen zurück, zwar nicht mit dem gleichen Ziel, der Ausrottung ihrer Angreifer, doch so, dass es den Arschiern weh tat (sie haben sich doch recht schnell – diesmal mit neuen Verbündeten – erholt).

    „Die Amerikaner“ (die USA) zogen in den Krieg, weil ihnen das Deutsche Reich am 11. Dezember 1941 den Krieg erklärte (zwar schon an anderer Stelle erwähnt, aber stichhaltigen Argumenten gegenüber erweist Du dich als resistent).

    „Die Briten“ (Großbritannien ) zogen in den Krieg, als – als Polen, meine Heimat, von deutschen Terroristen (pardon: Arschiern) überfallen und gleich zu Beginn mit Mordaktionen (Achtung: Arschisches Heldentum) überzogen wurde. Großbritannien erfüllte damit seinen Teil der Britisch-französischen Garantieerklärung (lass Dir von jemandem erklären, worum es ging; mir scheint es müßig, einem Intelligenzallergiker etwas zu erklären).

    Nebenbei: Besuche einmal die deutschen Hinterlassenschaften in Polen – die KulturZentren deutschen, arschischen Wesens – damit Du überhaupt eine Vorstellung davon hast, gegen welche Barbaren die Aliierten kämpften.

    Es ging den Alliierten während des Krieges nie um die Einführung der Demokratie im Deutschen Reich (-> Morgenthau), es ging ihnen um die Zerschlagung einer barbarischen – die Nachbarländer terrorisierenden – Nation!

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Snip3r ()

  • McKilroy schrieb:

    Nimm bitte mal ein wenig Nachhilfe in Geschichte. Und werfe nicht das, was beim Einmarsch der Russen passiert ist mit dem Verhalten der Amerikaner und der Briten in einen Topf.

    Nein, aber sie taten dies für eine freie und demokratische Gesellschaftsordnung.

    Die Amerikaner und die Briten hätten ja die Hände in den Schoß legen können.

    Genau wie man jetzt die Augen verschließen könnte, vor dem, was in einigen Ländern passiert.


    Wie gesagt, man kann locker reden, wenn man die Vorteile genießen kann, die andere früher erkämpft haben.


    Ja, das ist so schön anonym.

    Bloß keinen Gedanken an die Leute verschwenden, die ihr Leben für unsere Freiheit gelassen haben.


    Ja ja, die Sowjets haben sehr viel für die Entwicklung der Demokratie getan!

    (Das war Ironie!)

    Erst einmal waren sie für die deutsche Teilung mit verantwortlich. Und wie demokratisch die DDR war, das ist ja hinlänglich bekannt...

    Die Amerikaner und Briten haben jahrzehntelang zugesehen, wie Menschen in der DDR unterdrückt wurden und gestorben sind, nur weil sie das Land verlassen wollten.

    Warum?

    War die Sowjetunion mit ihren Atombomben vielleicht ein zu mächtiger Gegner?

    Die Teilung Deutschlands wurde nicht durch einen Krieg überwunden. Wie passt das zu Deiner Argumentation?

    Wenn z.B. jetzt in Libyen Krieg geführt wird, ist das zum Schutz der Demokratie in Deutschland oder zur Verteidigung unserer Freiheit? Oder gibt es da ganz andere Interessen? Wer hat denn diesen Diktator erst so mächtig werden lassen?

    Du bist nicht besser als wir vollgefressenen Sofasitzer, denn Du schwingst auch nur tolle Reden von heroischen Soldaten!

    Das hat mit der Realität nicht viel zu tun.