Gibt es eine vom Menschen erschaffene Klimaerwärmung?

  • Umweltschutz

  • jensfrobisch
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  • Das es keinen Klimawandel gibt, habe ich nicht gesagt. Nur was wissen wir denn über frühere Klimawandel? Wir wissen das es sie gab, aber was hat sie ausgelöst? Im Mittelalter gab es eine Warmzeit und Wein wurde bis nach Skandinavien angebaut. Da das Mittelalter ja nun nicht viel tausend Jahre gedauert hat, muss dieser Klimawandel auch recht schnell von statten gegangen sein. War es ein vom Menschen erschaffener Klimawandel, oder eher doch nicht? Zu Zeiten der Wikinger war Grönland Grünland, es muss also viel wärmer gewesen sein und trotzdem sind die Eisbären nicht ausgestorben.
    Weil die Klugen immer nachgeben, wird die Welt von den Dummen regiert!
  • Mit dem Grösserwerden unserer Städte liefern wir uns der Natur immer mehr aus, indem wir die Angriffsfläche gegen uns vervielfachen.

    Die Frage ist nicht, wie langsam oder wie schnell ein Klimawandel eintritt. Die Frage ist eher, wie lange verkraften wir noch eine Eskalation der Ereignisse.

    Nehmen wir einmal die USA. Das Land mit der mit Abstand höchsten Milliardärsdichte auf der Welt. Aber inzwischen sind selbst Großstädte pleite und es wird dort nur noch das Nötigste getan, um ein Weiterleben wie bisher zu ermöglichen. Ob das nach Katastrophen wie in New Orleans (oder vielleicht noch weitaus schlimmeren) noch so klappt?

    Die sozialen Spannungen sind dort ohnehin schon recht hoch. Was, wenn das Pulverfaß eines Tages hochgeht? Begünstigt durch den Klimawandel und die damit verbundenen Ereignisse?

    Es ist Jacke wie Hose, was oder wer den Klimawandel ausgelöst hat (solange man daraus keine Erkenntnisse gewinnen kann, wie man dessen Folgen relativieren kann). Wichtig ist nur, daß und wie heftig er stattfindet. Denn daraus resultiert das Zeitfenster, welches uns (noch) bleibt.
  • Also einigen wir uns darauf : Wir stecken im Klimawandel!“

    Nur wer hat ihn ausgelöst.

    Die Erde, als automatisiert wiederkehrender Mechanismus, oder wir Menschen?
    Die Tiere lasse ich mal außen vor, denn die werden von uns Menschen ja so nach und nach ausgerottet. Die Haustiere zähle ich zu uns Menschen.

    Ich denke nicht Henry277, das du den Einfluss von fast 7 Milliarden Menschen, die mittlerweile diesen Planeten bevölkern unterschätzen solltest.
    Wie viele Menschen lebten denn zur Zeit der Wikinger auf der Erde?
    Und im Mittelalter wurden die Menschen durch zahlreiche Seuchen dezimiert.
    Wie lange gibt es die Industrialisierung, ca. 150 Jahre.
    Und seit dieser Zeit produziert der Mensch Schadstoffe ohne Ende.
    Die globale Erwärmung ist nachweislich seit dieser Zeit angestiegen und was als der
    Mensch sollte der Grund dafür sein?

    Gruß silvest :)
    Wozu braucht Gott ein Raumschiff - James T. Kirk

    Natürlich kann man ohne Hund Leben - es lohnt sich nur nicht. - Heinz Rühmann
  • Die Frage, wer ihn ausgelöst hat, ist mir zu linear. Es ist auch völlig egal, wer ihn ausgelöst hat. Die Frage ist, welche Faktoren beeinflussen den Klimawandel und wie stark (und in welche Richtung) tun sie dies.

    Der Mensch ist (wohl unbestitten) einer dieser Faktoren. Ein wesentlicher Faktor in der Rechnung, weil wir auf ihn direkt Einfluss haben (oder zumindest haben sollten).
    Und wenn wir diese Möglichkeiten verspielen, dann liegt es an uns selbst.

    Aber wir sollten ohnehin zweigleisig denken:

    Einerseits müssen wir dem Klimawandel (egal, wo er herkommt und wer oder was ihn verursacht hat) Rechnung tragen und unsere Lebensumstände dahingehend ändern, mit diesen klarzukommen.

    Andererseits müssen wir uns darum kümmern, unseren eigenen (negativen) Einfluss auf den Klimawandel soweit wie möglich zurückzunehmen, um dessen Folgen in Grenzen zu halten.

    Aber da wir uns nicht einig sind werden wir voraussichtlich weder das erste noch das letzte zustandebringen.
  • silvest schrieb:

    Ich denke nicht Henry277, das du den Einfluss von fast 7 Milliarden Menschen, die mittlerweile diesen Planeten bevölkern unterschätzen solltest.

    Das tue ich nicht und ja, es ist möglich, das auch der Mensch zum Klimawandel beiträgt. Allerdings ist das mit dem Klimawandel auch so eine Sache. Vor ein paar Jahren (ist noch gar nicht so lange her), wurde uns von führenden Wissenschaftlern eine neue Eiszeit prophezeit. Nun ja die scheint wohl abgesagt worden zu sein, denn die selben Experten sagen ja jetzt eine Klimaerwärmung voraus. Aber egal was sie uns erzählen, ihre Forschungen kosten den Steuerzahler einen riesigen Batzen Geld. ;)

    Und wie du schon richtig ansprichst. Zu Zeiten der Wikinger gab es weniger Menschen und auch im Mittelalter war die Erde viel weniger bevölkert. Es gab auch noch keine Industrialisierung wie wir sie heute kennen .... aber trotzdem gab es schon Klimawandel. Warum und wer war damals dafür verantwortlich? Oder gehen wir 150 Millionen Jahre zurück, in die Blütezeit der Saurier. Wir wissen nicht, wie viele von ihnen zur gleichen Zeit gelebt haben, ja wir kennen ja noch nicht mal alle Arten (werden wir wohl auch nie kennen lernen), aber vielleicht gab es auf der gesamten Erde ja auch Milliarden von ihnen. Was mögen die sich zusammen gefurzt haben, da muss das Klima ja alle paar Jahrzehnte gekippt sein ..... :D

    Ok, Spaß bei Seite. Also ich bin der Meinung, das wir eigentlich noch überhaupt nicht wissen, weswegen es wirklich zu einem Klimawandel kommt. Ich denke auch, das die Wissenschaft eigentlich nichts weiß, man das Schwert des Klimawandels aber über unseren Köpfen kreisen lässt, um auch weiterhin reichlich Forschungsgelder zu bekommen.
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  • Spaß beiseite muss nicht sein denn ich mag Humor sehr gerne.
    Humor in der Literatur ist wie ein Gewürz im Essen. :D
    Zwar ist es verwegen, unsere Discussion als Literatur zu bezeichnen
    doch wer entscheidet schon was Literatur ist und was nicht.

    Auch nur Menschen! ;)

    Und da bin ich wieder beim Thema, der Mensch, das rätselhafte Wesen.
    Ja, die Forscher forschen um die Wette und es kommt allerlei Wunderliches
    dabei heraus.
    Aber die Tendenz geht ja schon in die Richtung das die Anwesenheit von
    so vielen Menschen auf dem Planeten einen Klima verändernden Einfluss
    hat. Und dann liegt es auch an uns das Steuerruder herum zu reißen oder
    sehenden Auges in den Orkan hinein zu fahren. :eek:

    Und noch etwas, Steuergelder für Forschung in einer Wissenschaft aus-
    zugeben halte ich allemal für besser als in der Rüstungsindustrie.

    Gruß silvest :)
    Wozu braucht Gott ein Raumschiff - James T. Kirk

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  • Ja vollkommen Richtig, Forschung ist allemal besser als Rüstung. Nur was nutzt die ganze Forschung wenn wir dann so einen Blödsinn wie die "Energiewende" anzetteln. Erneuerbare Energien sind was ganz feines, nur warum muss der kleine Mann wieder mal alles bezahlen? Warum muss die Energiewende für einige wenige, der Lizenz zum Gelddrucken gleichkommen?
    In kann mich noch gut daran erinnern, wie man nach der Wende, die Subventionspolitik der DDR anprangerte. Subventionen auf Grundnahrungsmittel, Mieten, Kinderkleidung usw. usf., wurden als schädlich für den "ach so gesunden" Wettbewerb hingestellt und es wurde ausgeschlossen, das es in der BRD so etwas je geben würde. Nun ja, in einem hatten sie Recht, der Staat subventioniert nicht, denn das muss der Bürger mit seinem Einkommen tun.
    Andererseits muss man sich fragen, was nutzt die ganze "Energiewende" in Deutschland, wenn sich sonst kaum jemand auf dieser Welt darum schert? Wenn deutsche Firmen im großen Stil im Ausland produzieren, sich dort keinen Pfifferling um den Umweltschutz kümmern und hier, wie zur Belohnung, auch noch von der Umweltumlage befreit werden. Doppelter Gewinn ..... nur das wir so keinen Klimawandel aufhalten werden.
    Weil die Klugen immer nachgeben, wird die Welt von den Dummen regiert!
  • Eines der Probleme der Energiewende ist doch, daß nicht der (unnötige) Energieverbrauch heruntergeschraubt wird, sondern die Energieverschwendung mehr oder weniger festgeschrieben wird.

    Wir alle investieren (unfreiwillig) in die Windenergie, welche immerhin schon einen Milliardär hervorgebracht hat. Das ist doch schon wenigstens etwas. Schön wäre es, wenn das mit der Windenergie auch alles so laufen würde wie versprochen.

    Tatsächlich gehen die dadurch geschaffenen Arbeitsplätze gerade den Bach runter. Einer wird reich, eine Handvoll hängt sich an dessen Rockzipfel, einige verdienen etwas, machen dann aber Pleite und der Rest bezahlt (wie immer) die Zeche.

    Mir persönlich ist es mittlerweile halbwegs egal, ob uninnig Geld in die Rüstung oder in die Forschung gesteckt wird. Denn erstens hängt beides ohnehin zusammen und zweitens ist die Forschung alles andere als unabhängig. Forschungsgelder werden dafür verbraten, daß eines Tages einer damit den großen Reibach macht und Patente, die uns allen weiterhelfen könnten vergammeln in irgendwelchen Schubladen, um den Profit gewisser Leute nicht zu gefährden.

    Was wir bräuchten ist eine Forschung, welche nicht ausschliesslich den finanziellen Interessen einer Lobby dient. Doch solange wir die bestehenden Machthaber nicht zum Teufel jagen, solange werden wir diese sicher nicht bekommen.

    Apropos Klimawandel. Solange man daran (und an der damit geschürten Angst) gut verdienen kann wird sich ohnehin wohl kaum etwas ändern. Ändern wir erst einmal die bestehenden Machtverhältnisse, dann könnten wir auch auf den Klimawandel noch möglicherweise angemessen reagieren. Ändern wir sie nicht, dann sind alles ohnehin nur leere Worte.
  • Und die Gläubigen haben es wieder besser. Sie machen sich die Erde untertan, mit allem was dazugehört und nachher geht es ins Paradies oder in die klimatisierte Hölle. :devil:

    Selbst wenn wir nicht die Verursacher der Klimaänderung sind, sind wir dennoch nicht von der Verantwortung entbunden die Erde nach dem Spielen für die Nachfolgenden sauber zu hinterlassen.
    Anstatt die Schuldfrage zu klären(das lenkt wunderbar ab) sollten wir uns anstrengen sorgsam mit den Resourcen umzugehen.
    Das geht aber nicht mit unserem System nicht zusammen, leider
  • Es ist der Mensch der an der Klimaerwärmung schuld ist er hat in seiner Geschichte schon zu viele fehler gemacht. Ein Beispiel in den Alpen wunder sich die Leute wenn die Häuser durch Schlam und Steine überschüttet werden dabei sind sie selber daran Schuld früher haben hat es dort oben Wälder gegeben heute ist davon nichts mehr da. Dabei schützen gerade die Bäume davor das Land abrutscht da sie tiefe Wurzel haben die das verhindern.
    Und das es wärmer wird kann mann schon daran erkennen das wenn es regnet schlimmer geworden ist und die Stürme ,Orkane und Taifune werden auch immer schlimmer. Was ja auch logisch ist jedes Grad mehr verdampft zig millionen Liter mehr und das muss ja auch irgendwo runterkommen

    horup1
  • @horup1
    Nicht allein der Mensch ist am Klimawandel beteiligt,
    aber er tut immerhin immer noch sein möglichstes, um diesen Wandel zu beschleunigen... :D

    @Henry277
    & all
    In kann mich noch gut daran erinnern, wie man nach der Wende, die Subventionspolitik der DDR anprangerte. Subventionen auf Grundnahrungsmittel, Mieten, Kinderkleidung usw. usf., wurden als schädlich für den "ach so gesunden" Wettbewerb hingestellt und es wurde ausgeschlossen, dass es in der BRD so etwas je geben würde. Nun ja, in einem hatten sie Recht, der Staat subventioniert nicht, denn das muss der Bürger mit seinem Einkommen tun.

    Tja, mein Lieber, man muss seinen Marx beileibe nicht sehr genau gelesen haben, um mehr als deutlich erkennen zu können,
    dass Plan- und Marktwirtschaft nicht erst seit neustem auch letztlich der massiven Gefahr von orwellschem Neusprech unterliegen. ;)
    - Übrigens: staatliche Subventionen sind IMMER enteignete Bürgereinkommen
    Die Frage ist nur, WER sich solcher Enteignung am "geschicktesten" entziehen kann ;) -

    Denn solange Subventionen lediglich der breiten Masse zu Gute kommen und Gewinne Einzelner (oder Wirtschaftszweige) sogar sinnvoll beschränken, wird über sozialistischen, planwirtschaftlichen Aktionismus gewettert;
    werden Subventionen aber lobbyistisch nach großindustriellen bzw. lobbyinternen Interessen verteilt, spricht man von marktwirtschaftlich notwendigen Anreizen für "unsere" "Wirtschaft". :D

    Tja, wenn solche vereinzelten Anreize nur auf Stammtische und Freibierrunden beschränkt wären, möchte das Ganze ja vielleicht noch angehen ;)
    Leider sind die Verhältnisse aber nicht so, sondern leider ganz anders.

    Von daher befürchte auch ich,
    dass der deutsche Michel (& seine Nachbarn) erst dann Volksvertreter & Lobbyisten zum Teufel schickt, wenn ihm buchstäblich schon das Wasser der Nordsee bis zum Hals steht oder er bis zu den Knien in Muren der Mittel- und Hochgebirge feststeckt.

    Die Natur allerdings schert sich um all das nicht.
    Und Temperaturunterschiede werden halt (früher weniger, heutzutage eher schneller)ausgeglichen, wie schon simpelste Physiklehrsätze in den Anfangsschuljahren lehren.
    Wie allein am Beispiel der letzten beiden Starkstürme a la "Haiyan" (390km/h) oder "Christian"(190km/h) doch jedem allerletzten klar geworden sein sollte.

    Dagegen können auch weder Milliardensummen (Geld kann man eh nicht essen, nur manche glauben wohl immer noch), noch daraus vielleicht entstehende Bauwerke letztendlich etwas wirklich ausrichten, schon gar nicht im globalen Maßstab, wie auch schon Theodor Fontane in seine "Brücke am Tay wusste:
    Tand, Tand, ist das Gebilde von Menschenhand.

    Nur so eine Einsicht ist natürlich im Zuge zunehmender technischer Allmachtsphantasien von vielen Menschen immer noch viel zu schwer zu schlucken. :D

    so far
    Cui bono? et ... Quis custodiet ipsos custodes?
    frei übersetzt: Wem nützt es? und ... Wer kontrolliert die Kontrolleure?

    Seit Sommer 2013 seltener online!

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von muesli ()

  • Tja, aber es ist schon wirklich komisch was uns die Meteorlogen da erzählen.
    Einerseits behaupten sie, dass es unbestritten eine Klimaveränderung gibt, die
    durch den hohen Co² Ausstoss der Menschen beschleunigt wird aber letztens
    erklären sie im Fernsehen wie der Taifun Haiyan entstanden ist und beteuern
    dabei aber das dies nichts mit dem Klimawandel zu tun habe.
    Das ist dann ja wieder Wasser auf die Mühlen der Politiker der Industrienationen.
    Wenn man allerdings sich im Autoforum umschaut ist der Rest der Bevölkerung
    auch nicht viel besser.
  • 'Die Meteorologen' erzählen uns überhaupt nichts, silvest.

    Ein Teil der Meteorologen erzählt uns brav, wie harmlos der Klimawandel sei und spielen ihn herunter, währen ein anderer Teil der Meteorologen genau gegenteiliger Meinung ist. Wichtiger als meteorologische Erkenntnisse scheint offenbar die Interessenlage des jeweiligen Meteorologen zu sein (wes Brot ich ess...). Aber dies ist ja nun wirklich nichts Neues.

    Die meteorologischen Fakten jedenfalls sind recht eindeutig. Je wärmer die Ozeane und je stärker der Temperaturunterschied zwischen Wasser und Luft, desto stärker auch die mögliche Windbewegung. Daran gibt es wenig zu deuteln.

    Ob ein Klimawandel stattfindet ist eigentlich auch unübersehbar. Die Frage ist eben nur, in welchem Ausmaß er stattfindet und wie lange er dauern wird.

    Die bisherigen Klimaveränderungen sind einerseits so unbedeutend, daß man sich keineswegs darüber einig ist, andererseits sind sie aber wiederum so bedeutend, ganze Großstädte absaufen zu lassen und weit grössere Gabiete (sogar recht regelmässig und mit deutlich steigender Tendenz ) zu verwüsten, als daß man es jeweils als Einzelereignis abtun könnte.

    Aber selbst wenn dieser Wandel nicht von uns Menschen hausgemacht sein sollte, zumindest die Wirkung der Einzelkatastropen ist es allemale.

    Seien es (ehedem angeblich harmlose) Kraftwerke, die uns zusätzlich zu den durch Wetter entstandenen Schäden mit Strahlung 'beglücken' oder sei es die Profitgier, welche Menschen (wie auf den Philippinen geschehen) die Küsten ihres natürliches Schutzes berauben lässt, indem Mangrovenwälder Profitinteressen geopfert werden. Auch das Hinterland wurde mithilfe von Monokulturen 'sturmreif' gemacht. Die Zeche zahlen natürlich nicht die Profiteure.

    Aber der Mensch scheint unbelehrbar zu sein, wenn es um die Wahrung und Maximierung des Besitzstandes Einzelner geht. Der Rest hingegen kann oftmals nur das nackte Leben retten, sofern überhaupt.

    Sei es nun das Zerstören der Mangrovenwälder auf den Philppinen, Flussbegradigungen und Sumpftrockenlegungen in mittlerweile stark hochwassergefährdeten Gebieten oder die immer wieder neue Elbvertiefung, weil gewisse Hamburger dern Hals einfach nicht voll bekommen, der Kahlschlag geht unvermindert weiter. Und wenn sich doch ein Widerstand regt, dann ist es dazu meistens zu spät.

    Eigentlich sind wir selbst daran schuld, weil wir so unbelehrbar sind. Jedenfalls als Masse.
  • Hofi57 schrieb:

    Dann war es das Waldsterben aber der Wald wusste es nicht, er steht noch immer.

    Dann schau dir mal den Schwarzwald an, wie erbärmlich er vor einiger Zeit noch ausgesehen hat. Sicher, die toten und absterbenden Bäume standen noch herum. Mit dem ursprünglichen Wald hatte das nicht mehr viel zu tun.

    Schau dir mal die stinkenden Rinnsale der 70er und 80er Jahre an. Da, wo es nur noch tote Fische gab, hat sich inzwischen einiges regeneriert. Aber nicht, weil und Was-weiss-ich-wer das Geld aus der Tasche zieht, sondern weil wir richtig Geld in die Hand genommen haben, die schon begonnene Katastrophe gerade noch abzuwenden.

    Wie blauäugig und ignorant bist du eigentlich, wenn du meinst, 'der Wald wusste es nicht'? Ein hirnloserer Spruch ist dir wohl gerade nicht eingefallen?

    Man kann natürlich auch mit aller Gewalt wegschauen. Wenn wir Flüsse und Seen vergiften (und uns gleich mit), dann ist das nicht so schlimm, weil wir noch nicht sofort sehen, daß wir im Grunde genommen eigentlich schon tot sind? Nun, Zeitgenosen wie dir würde ich nicht nachtrauern, die sind weder für unsere Gesellschaft noch für die Natur ein Verlust. Aber es gibt auch andere, welche nicht nur daran interessiert sind, sich ein Stück Lebensqualität zurückzuholen, sondern die noch daran glauben, daß der Mensch vielleicht doch noch eine Chance haben könnte.

    Wenn ich dann allerdings Beiträge wie deinen lese, dann sehe ich da aber eher schwarz.

    ---


    Es kommt überigens nicht darauf an, wer uns wieviel Geld aus der Tasche zieht, sondern was konkret mit diesem Geld gemacht wird. Man kann es in die Natur stecken und in die Bildung. Man kann stattdessen aber auch allmählich verblöden und die Natur solange weiter ausbeuten, bis sie uns endlich abgeschafft hat. Die Wahl liegt auch bei Leuten wie dir.
    Aktuell zum 70. Jahrestag:
    Auschwitz war sicher nur die Folge berechtigter Ängste gegen die Juden.
    Damals war es die Verjudung, heute ist es die Islamisierung, welche uns Angst macht.
    Eigentlich müssten sich diese Leute bei uns dafür entschuldigen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Konradin () aus folgendem Grund: Nachtrag

  • ich kann das thema schon gar nicht mehr hören. All die pros und cons brachten meiner meinung nach nicht viel. Auch finde ich es müssig danach zu fragen, ob der mensch den klimawandel ausgelöst hat oder nicht.

    Das klima hat sich immer geändert. Und wandel ist ein prinzip des lebens, wenn man mal alle vorgänge auf diesem planeten vernetzt und generell betrachtet.

    Es ist jetzt auch nicht die frage, ob wir schuld oder opfer der übermächtigen natur sind, sondern ob wir uns einem klimawandel anpassen können.

    Für mich ist es daher selbstverständlich, dass wir jede nur denkbare massnahme ergreifen, der vermüllung dieses planeten entgegen zu wirken, wenn wir das erst einmal erkannt haben. Und das ganz unabhängig von irgendwelchen katastrophengewäsch, welches permanent durch die medien geistert. Und mit vermüllung mein ich nicht alleine den abfall, den unser täglicher komsum verursacht, sondern auch den, der durch unser real umgesetztes, mir schon eher destruktiv anmutendes, denken verursacht wird ... in unseren köpfen.

    Das schwierige bei dem prozess der anpassung an sich verändernde umweltbedingungen scheint mir jetzt nicht so sehr der umstand zu sein, dass wir sie nicht richtig einschätzen können, weil wir schlichtweg nicht alle interagierenden prozesse, die einen Umweltumschwung bedingen kennen und sie daher nur bedingt treffende prognosen zu erstellen in der lage sind.


    Die schwierigkeit ist, dass wir in wirtschaftlichen und sozialen systemen leben, die an einem so expansiven fortschrittsglauben festhält, dass sie schon kleinste rückläufigkeiten panisch als stillstand registriert, anstatt sie an dem gesetz von der grenze des wachstums zu bemessen und einen rückschritt als fortschritt einzustufen, wofür meiner meinung nach die letzte weltweite wirtschaftskrise ganz exemplarisch steht.
  • jenson schrieb:

    Auch finde ich es müssig danach zu fragen, ob der mensch den klimawandel ausgelöst hat oder nicht.


    Das sehe ich nicht so, denn es macht schon einen Unterschied ob der Mensch den Klimawandel ausgelöst hat oder nicht. Denn wenn er ihn auslöst, so ist er vielleicht auch in der Lage ihn zu stoppen wenn er denn wirklich möchte.

    jenson schrieb:

    Das klima hat sich immer geändert. Und wandel ist ein prinzip des lebens,wenn man mal alle vorgänge auf diesem planeten vernetzt und generell betrachtet.


    Dann ist dieser Wandel vielleicht dazu da, dass sich die Erde der Gattung Mensch entledigen möchte, weil die Anzahl der Menschen überhand nimmt.
    Die Weltbevölkerung umfasste beim Jahreswechsel 2012/13 rund 7,1 Milliarden Menschen.
    Die UNO rechnet im Zeitraum bis 2015 mit einem Bevölkerungswachstum von rund 78 Millionen Menschen pro Jahr. Aber das nur am Rande.
    Die Vermüllung von der du schreibst wird weitergehen, da brauchst du gar nicht so weit schauen, nur zwei Beiträge vor deinem ist ein kleines Beispiel. Die meisten Menschen sind sich der Tragweite ihres Handelns leider nicht bewusst.
    Die Menschheit sägt sprichwörtlich an dem Ast auf dem sie sitzt.