Verstärker Eigenbau

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  • Verstärker Eigenbau

    Hallo,
    vorab, ich bin nicht unbedingt der Elektronikspezialist, habe aber doch etwas Bastelverständnis.
    Ich spiele mit dem Gedanken einen Eigenbauverstärker (so 2x100W an 4Ohm) zu realisieren.
    Kann mir da wer auf die Sprünge helfen? Ist so ein Projekt hinsichtlich Qualität, Kosten, Aufwand sinnvoll ? :confused:

    Anregungen, Kommentare, Erfahrungen,... würden mich sehr freuen.

    Danke für eure Hilfe
    Andreas
  • Komplett neu entwickeln oder rein nach Schaltplan aufbauen ist für einen Anfänger nichts. Wenn du aber einen Bausatz kaufen würdest und Spaß am Löten hast und keine zwei linke Hände, ist das in Ordnung. Wahrscheinlich willst du aber dann auch noch ein Gehäuse, dann wird es wahrscheinlich billiger, einen fertigen Verstärker zu kaufen.

    Gruß
    HotPi
  • Danke für die Antworten.:)

    @HotPi
    Also einen Verstärker neu entwerfen möchte und kann ich nicht. Dachte an Module wie z.B. Hypex, worüber ich in Foren schon einiges gelesen habe.
    Sollte alles im Rahmen eines Bastelprojektes bleiben, andererseits aber doch eine hohe Wertigkeit haben.
    Vielleicht findet sich ja wer mit einschlägiger Erfahrung.

    @Dedicated
    zur Verstärkerleistung mein Wissensstand (vereinfacht):
    Zimmerlautstärke 85dB(Pegel) benötigt 1 Watt Verstärkerleistung - 10 Watt Impulsleistung bei 10dB Dynamik - 100 Watt bei 20dB Dynamik.
    Laut 91dB(Pegel) benötigt 4 Watt Verstärkerleistung - 40 Watt Impulsleistung bei 10dB Dynamik - 400 Watt bei 20dB Dynamik.

    Gute Aufnahmen (Klassik oder Jazz) erreichen meist sehr hohe < 10dB Dynamiksprünge zwischen Mittel- und Spitzenwert.
  • Moin,

    das ist alles recht pauschalisiert. Schon die "85 dB benötigt 1W" kann ich so nicht stehen lassen, da genau das vom Lautsprecher abhängt. Meine zum Beispiel haben einen Wirkungsgrad von 87dB/w/m. Und da gibts noch durchaus höhere.
    selbst bei dem 85dB-Beispiel wirst du kaum mehr Leistung als 30W brauchen.

    Meine Frage bezog sich deshalb eher indirekt auf die verwendeten Lautsprecher.
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  • Hallo,

    mir ist bewußt, dass die Angaben pauschal sind. Wollte damit nur zum Ausdruck bringen, dass eigentlich viel weniger Watt als allgemein geglaubt für einen ordentlichen Musikgenuss reichen.
    Für Musikstücke mit hohen Dynamikumfang die erforderliche Wattzahl jedoch stark ansteigt, insbesondere wenn man sich durch gehobene Lautstärke einem Liveerlebnis - Jazzkeller, Konzert - annähern will.
    Ich empfinde Musik aus laststabilen Verstärkern mit gehobener Leistung, unabhängig von der Raumakustik, als entspannter.

    Da Verstärker mit entsprechender Qualität nicht gerade günstig sind, dachte ich mir es gibt bestimmt Module/Bausätze die erschwinglich sind und die meine Boxen unangestrengt antreiben.
    Meine Boxen haben einen Wirkungsgrad von 86 dB.

    *** Forenlink entfernt ***

    Grüsse
    Andreas

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von NeHe ()

  • Ok, falscher Link.
    Vollverstärker:
    *** Forenlink entfernt ***
    Spricht mich sehr an.

    Auch wenns für manche seltsam klingt, für mich ist auch die Optik welche eine über Alles erhabene Wertigkeit signalisiert, ein gwisses puristisches Erscheinungsbild wichtig. Das gibt mir einfach ein gutes Gefühl, ein gerne Haben wollen,...

    Und da kommt man bei Fertiggeräten schon in - für meine Verhältnisse - astronomische Preisregionen.
    Ansonsten gebe ich euch recht, ein Fertiggerät ist wahrscheinlich die vernünftigere Variante. Aber sind wir Alle im Leben immer Vernünftig?

    Grüsse
    Andreas

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von NeHe ()

  • so, will auch mal meinen senf dazu geben.

    beim selberbauen ist immer der weg das ziel. also dann der stolz, etwas eigenes gebaut zu haben. der preis dafür wird i.d.r. höher ausfallen als bei einem fertiggerät. vom arbeitsaufwand ganz zu schweigen. dafür kann man dann aber -sofern man dazu vom wissen her in der lage ist- auch eigene wünsche und optionen realisieren.

    aber! einen verstärker baut man nicht 'mal eben so'. 'ein bischen bastelverständnis' wird da nicht ausreichen. soll ein amp zufriedenstellend funktionieren, sind viele faktoren zu berücksichtigen. von der wahl des geeigneten netzteils über die kühlung bis hin zur anordnung der einzelnen komponenten. das alles kann einen amp gut klingen lassen - oder auch nicht. wobei es hier riesige unterschiede zwischen transe und röhre gibt. auf jeden fall würde ich an deiner stelle einen bausatz nehmen. da ist schonmal sichergestellt, dass die bauteile richtig dimensioniert und die platine sinnvoll erstellt ist.

    da du schreibst, dass du auch verstärkt wert auf optik legst, käme eigentlich nur ein röhrenamp infrage. da gibts super bausätze. nicht ganz billig, aber das ist natürlich dann high-end. allerdings brauchst du keine 2x 100 watt bei röhren. da blasen dir 2x 18 w schon das gehirn und nachbars gutmütigkeit sowie toleranz weg. und vom dynamikverhalten ist eine röhre eh unschlagbar.
    nachteil neben den kosten ist das technische verständnis. einen röhrenamp zu bauen ist um ein vielfaches komplizierter und aufwändiger als ne transe. und gefährlicher, da hier mit sehr hohen lebensgefährlichen spannungen gearbeitet wird.
    belohnt wirst du mit unvergleichlichem hifi-klang sowie ner optik, die ein amp aus dem laden nie erreichen wird.
    kein Bier ist auch keine Lösung
  • Danke, für alle Antworten. Vom Selbstbau bin ich derzeit wieder abgekommen. Glaube inzwischen auch als reine Bastellei ist was wirklich Wertiges nicht so einfach realisierbar.

    Hinsichtlich Röhre habe ich überhaupt keine Erfahrung, werde mich aber - jetzt neugierig geworden - im Bekanntenkreis mal umsehen ob ich mal Höhrerfahrung damit sammeln kann.

    Grüsse
    Andreas