Wo zu sind Kriege da?

  • Diskussion

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Wo zu sind Kriege da?

    Ein Text von Udo Lindenberg geht so:
    " Keiner will sterben das ist doch klar, wozu sind denn dann Kriege da?"

    Scheinbar gehören Kriege zur menschlichen Natur, denn solange es Menschen gibt, gibt es auch Kriege. Alle Versuche, den Krieg abzuschaffen sind gescheitert.

    Also stellt Lindenberg zu recht die Frage, wozu Kriege da sind. Ohne Grund würde es sicher keine Kriege geben, denn Menschen tun im Allgemeinen nie etwas ohne Grund.

    Allerdings scheint die Frage Lindenbergs etwas naiv: Sie unterstellt nämlich von vorneherein die Sinnlosigkeit des Krieges.

    Wie können wir beurteilen, ob etwas sinnvoll ist oder nicht?
    Die Antwort ist ganz einfach: Wir beurteilen eine Sache, indem wir sie mit einer anderen vergleichen.

    Wenn wir jetzt den Krieg mit dem Frieden vergleichen, dann müssen wir in der Tat sehr schnell zu der "Einsicht" kommen, dass der Krieg sinnlos ist. Denn schliesslich ist Frieden besser als Krieg. Das wird sicher niemand bestreiten.
    Was aber ist, wenn wir den Krieg nicht mit dem Frieden vergleichen, sondern mit etwas anderem? Also nicht Krieg versus Frieden, sondern Krieg versus X?

    Da stellt sich die Frage was kann dieses X sein?
    Egal was dieses X ist - wenn wir für einen Moment unterstellen, dass dieses X schlimmer ist als Krieg (auch wenn das schwer vorstellbar sein mag), in dem Fall wäre der Krieg die bessere Alternative.

    Wir wir Krieg beurteilen hängt in hohem Maße davon ab, was wir als Alternative sehen. Wenn wir also als Alternative zum Krieg nur den Frieden sehen, dann müssen wir den Krieg zwangsläufig ablehnen, das geht gar nicht anders.

    Eine ketzerische Frage: Vielleicht haben uns die Kriege davor bewahrt, etwas kennenzulernern was noch schlimmer ist? Hier kann man nur spekulieren. Aber malen wir uns einmal ein Szenario der Anarchie aus:
    Es gibt keine Ordnung mehr und keine Gesetze; jeder kann morden, plündern, rauben, vergewaltigen wie es ihm gefällt, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden: Eine vollständig gesetzlose Gesellschaft, in der jeder machen kann was er will. Wie würde es in einer solchen Gesellschaft zugehen? Ich weiss es nicht. Und ich will es auch nicht wissen.

    Ich denke, den Krieg mit dem Frieden zu vergleichen ist unangemessen. Wenn wir uns aber an den Gedanken gewöhnen, dass die Alternative zum Krieg eben nicht der Frieden ist, sondern etwas noch schlimmeres als Krieg (wie z.B. der Zusammenbruch jeder Ordnung), wo es keinen Schutz mehr gibt, dann schneidet vielleicht der Krieg - bei all seinen Nachteilen - als die bessere Option ab.

    In sofern wäre die Frage Lindenbergs zu beantworten: Krieg ist dafür da, damit es nicht etwas gibt, das noch schlimmer wäre als Krieg.
  • jensfrobisch schrieb:

    Scheinbar gehören Kriege zur menschlichen Natur, denn solange es Menschen gibt, gibt es auch Kriege.

    "Krieg" ist keine Erfindung des Menschen. Krieg gibt es schon so lange wie es Lebewesen gibt. Krieg wird geführt um Reviere zu erobern, um Nahrungsquellen zu erschließen, oder für das Vorrecht auf Paarung.
    Schimpansen z.B. überfallen Artgenossen um deren Reviere zu übernehmen. Schrecken dabei auch nicht vor der Tötung von Angehörigen ihrer eigenen Art zurück und verwenden dafür sogar Waffen wie z.B. Knüppel. Löwenmännchen verjagen Artgenossen um deren Rudel zu übernehmen, töten dann den Nachwuchs damit sie sich mit den Weibchen paaren können. Beispiele gibt es noch viele. Wir nennen solche Vorfälle im Tierreich zwar nicht Krieg, aber im großen und ganzen ist es auch nichts anderes.

    jensfrobisch schrieb:

    Alle Versuche, den Krieg abzuschaffen sind gescheitert.

    Wann soll es diese Versuche gegeben haben? Bisher hat nur die sogenannte "Abschreckung", was im Endeffekt nichts weiter ist als ein strategisches Gleichgewicht, Kriege verhindert. Sobald einer Schwäche zeigt ...... tja.

    jensfrobisch schrieb:

    Eine ketzerische Frage: Vielleicht haben uns die Kriege davor bewahrt, etwas kennenzulernern was noch schlimmer ist?

    Was soll schlimmer, als Tod und Zerstörung sein?

    jensfrobisch schrieb:

    Aber malen wir uns einmal ein Szenario der Anarchie aus:
    Es gibt keine Ordnung mehr und keine Gesetze; jeder kann morden, plündern, rauben, vergewaltigen wie es ihm gefällt, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden: Eine vollständig gesetzlose Gesellschaft, in der jeder machen kann was er will. Wie würde es in einer solchen Gesellschaft zugehen?

    Das was du beschreibst ist Krieg, denn genau so sieht es in Kriegsgebieten aus. Es gab und gibt keinen "sauberen" oder "gerechten" Krieg!

    jensfrobisch schrieb:

    Wenn wir uns aber an den Gedanken gewöhnen, dass die Alternative zum Krieg eben nicht der Frieden ist, sondern etwas noch schlimmeres als Krieg (wie z.B. der Zusammenbruch jeder Ordnung), wo es keinen Schutz mehr gibt, dann schneidet vielleicht der Krieg - bei all seinen Nachteilen - als die bessere Option ab.

    Siehe Oben ..........
    Weil die Klugen immer nachgeben, wird die Welt von den Dummen regiert!
  • Henry277 schrieb:


    Das was du beschreibst ist Krieg, denn genau so sieht es in Kriegsgebieten aus. Es gab und gibt keinen "sauberen" oder "gerechten" Krieg!




    Nein das ist kein Krieg.
    Im Krieg gibt es immer auch eine Kriegsordnung. Eine Kriegsordnung bezeichnet historisch eine militärische Schrift, die interne und damit auch teilweise geheime Informationen über verschiedene Aspekte eines Heers beinhaltet, so unter anderem über deren Kriegsführung, Hierarchie, Ökonomie und Organisation, über Feldlager, zu Rechten, Pflichten und Besoldung der Angehörigen der Armee und auch zu juristischen Fragen wie der Durchführung von Kriegsprozessen.
    Ein Krieg ist kein rechtsfreier Raum. Man spricht ja auch von einem Kriegsgericht.
    Vom Krieg zu unterscheiden ist der Bürgerkrieg. Und Anarchie ist wieder etwas anderes.
  • Eigentlich ist selbst das Thema an sich schon vorsichtig ausgedrückt grenzwertig. Denn es impliziert, es gäbe 'den Krieg' und Kriege seien alle gleich. Krieg definiert sich als Abwesenheit von Frieden, genauso antagonistisch wie etwa Schwarz und Weiss.

    jensfrobisch schrieb:

    Wie können wir beurteilen, ob etwas sinnvoll ist oder nicht? Die Antwort ist ganz einfach: Wir beurteilen eine Sache, indem wir sie mit einer anderen vergleichen.

    Ok, dann vergleichen wir einmal Schwarz und Weiss. Was davon ist sinnvoller, entspricht eher der Natur des Menschen oder ist gar besser oder schlechter? Es ist wie im Märchen: und wenn sie nicht gestorben sind, dann vergleichen sie noch heute...

    jensfrobisch schrieb:

    Eine ketzerische Frage: Vielleicht haben uns die Kriege davor bewahrt, etwas kennenzulernern was noch schlimmer ist? Hier kann man nur spekulieren.

    Wenn du nur spekulieren kannst, dann ist dies einzig und allein dein Problem. Wenn ich mich mit dem Zweiten Weltkrieg auseinandersetze, dann merke ich sofort, die schrecklich er war. Die Alternative war aber keinesfalls, einfach darauf zu verzichten und das Leben 'in vollen Zügen' zu geniessen. Die Realität war nämlich eine andere. Diejenigen, welche ihr Leben 'in vollen Zügen' nach Auschwitz geniessen durften waren lediglich die Spitze des Eisberges. Überlegen wir uns mal ernsthaft, was geschehen wäre, hätte man die Faschisten die Welt 'am deutschen Wesen genesen' lassen. Es wäre nicht viel übrig geblieben und man muss wahrlich kein Prophet sein, um dies zu erkennen.

    Wie kommst du eigentlich auf die verwegene Idee, Anarchie als Gegensatz zum Krieg anzusehen (ist das dialektische Verhältnis jetzt nicht mehr Krieg und Frieden sondern Krieg und Anarchie)? Also letztendlich die Gleichsetzung von Frieden und Anarchie?

    jensfrobisch schrieb:

    Es gibt keine Ordnung mehr und keine Gesetze...

    Nicht einmal Naturgesetze. :D

    Aber Spaß beiseite, jensfrobisch, wer sagt denn, daß es in einer Anarchie keine Ordnung oder auch Gesetze geben darf? Anarchie heisst schliesslich 'Herrschaftslosigkeit' und nicht 'Unordnung' oder gar 'Tummelplatz der Outlaws'. Genausowenig wie Demokratie mit 'schöne neue Welt' oder 'alles ist gut' zu übersetzen ist.

    Krieg ist übrigens keinesfalls eine Alternative zum Frieden, denn Friede ist ein (erstrebenswerter) Zustand, Krieg hingegen lediglich ein Weg. Krieg ist (ausser für einige Hardcore-Militaristen) nur Mittel zum Zweck, der Weg zum (möglichen) Sieg.

    jensfrobisch schrieb:

    Ein Krieg ist kein rechtsfreier Raum. Man spricht ja auch von einem Kriegsgericht.

    Und vom Standrecht. Das Rechtsempfinden ist ohenehin recht dehnbar und der Begriff 'Recht' ist keineswegs ein Garant für Rechtmässigkeit. Siehe dazu auch der Begriff 'Faustrecht'. (Angewandtes) Kriegsrecht ist meist ganz platt das Recht des Stärkeren.

    P.S. Manche Kriege sind durchaus weit schlimmer als das, was sie angeblich verhindern wollen.
    Aktuell zum 70. Jahrestag:
    Auschwitz war sicher nur die Folge berechtigter Ängste gegen die Juden.
    Damals war es die Verjudung, heute ist es die Islamisierung, welche uns Angst macht.
    Eigentlich müssten sich diese Leute bei uns dafür entschuldigen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Konradin ()

  • Henry277 schrieb:

    Wo hast du den den Blödsinn her?


    Für dich sind die Haager Landkriegsordnung und die Genfer Konventionen also Blödsinn? Nicht zu vergessen die Tribunale, die gegen Kriegsverbrecher wie Milosevic aus Ex-Jugoslawien geführt wurden?
    Interessant.

    Ich will nicht behaupten dass die Kriegsregeln in jedem Land und in jedem Krieg immer eingehalten werden. Aber so ist das mit Regeln generell. Es gibt sie, und es ist gut dass es diese Regeln gibt. Wer behauptet, dass Krieg ein rechtsfreier Raum wäre, hat keine Ahnung wovon er redet. (Falls dir das Massaker My Lai in Vietnam etwas sagt: Ein amerikanisches Kriegsverbrechen, bei dem der leitende Offizier William Calley zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt wurde) Mach dir die Mühe dich zu informieren, und du wirst feststellen dass Krieg ein geregelter Vorgang ist. So sind z.B. willkürliche Gewaltmaßnahmen generell untersagt, und Kriegsgefangene können sich auf die Menschenrechte bei ihrer Behandlung berufen. Aus meiner Sicht unterscheidet sich der geregelte Krieg damit deutlich von der ungeregelten Anarchie, die sich ja gerade durch das Fehlen von Regeln und Gesetzen definiert. Die Aussicht auf Anarchie macht mir mehr Angst als die Aussicht auf Krieg.

    Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von jensfrobisch ()

  • Daß Regeln existieren heisst aber noch lange nicht, daß Jedermann sie einhält.

    Das generelle Problem beim Kriegsrecht ist, daß oft ein Krieg notwendig ist, um die Einhaltung genau dieser Regeln durchzusetzen.

    Aber selbst wenn nicht, viels geschieht erst etliche Jahre nach einem Krieg, so auch dein Beispiel um das Massaker von My Lai. Vorher waren die Standpunkte schlicht entgegengesetzt. Erst die Schwindende Macht des Militärs sowie die Macht der Öffentlichkeit führten zu einer Verurteilung. Nur zur Erinnerung, was den Aufklärer und Zeugen des Mssakers anging. Er wurde vorher keinesfalls als Held gefeiert, sondern als Verräter schikaniert. Mit Kriegsrecht hat dies überhaupt nichts zu tun.

    jensfrobisch schrieb:

    Aus meiner Sicht unterscheidet sich der geregelte Krieg damit deutlich von der ungeregelten Anarchie...

    Und der ungeregelte Krieg von der geregelten Anarchie? Sorry, aber dein Vergleich ist in etwas so, als wolle man 'rechtschaffene Weisse' mit 'kriminellen Schwarzen' vergleichen. Es ist eben eine Frage des verlogenen Weltbildes und der Manipulation. Suggestivvergleiche sind sowas von out...
    Aktuell zum 70. Jahrestag:
    Auschwitz war sicher nur die Folge berechtigter Ängste gegen die Juden.
    Damals war es die Verjudung, heute ist es die Islamisierung, welche uns Angst macht.
    Eigentlich müssten sich diese Leute bei uns dafür entschuldigen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Konradin ()

  • jensfrobisch schrieb:

    […]Tribunale, die gegen Kriegsverbrecher wie Milosevic aus Ex-Jugoslawien geführt wurden?
    Interessant.[…]
    Interessant: Kriegsverbrecher ist also der Angegriffene, und nicht derjenige, der in ein – militärisch schwaches – Land zunächst durch (z. B. in der BRD ausgebildete, finanzierte und ausgerüstete) Terroristen „Unruhen“ trägt, um es letztendlich in einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg zu zerstören?

    Du solltest Dich informieren. Hier solltest Du dir insbesondere die Mitteilungen des Auswärtigen Amtes – noch wenige Tage vor dem – im letzten Jahrhundert dritten – Überfall auf Serbien/Jugoslawien vornehmen.

    jensfrobisch schrieb:

    […]Ich will nicht behaupten dass die Kriegsregeln in jedem Land und in jedem Krieg immer eingehalten werden. […]
    Ausgesprochen schwach. Zähle lieber die Kriege auf, in denen die (Kriegs)Regeln eingehalten wurden.

    jensfrobisch schrieb:

    […]Falls dir das Massaker My Lai in Vietnam etwas sagt: Ein amerikanisches Kriegsverbrechen, bei dem der leitende Offizier William Calley zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt wurde[…]

    „Die Gerichtsverhandlungen gegen Calley waren für den 17. November 1969 in Fort Benning angesetzt, begannen aufgrund mehrfacher Verschiebungen jedoch erst am 16. November 1970. Einige Bundesstaaten setzten die Flaggen aus Solidarität mit dem Angeklagten auf Halbmast und die Gouverneure riefen zu Sympathiekundgebungen für Calley auf. Einer dieser Gouverneure war der spätere US-Präsident Jimmy Carter. Am 29. März 1971 wurde Calley, der auf Befehlsnotstand beharrte, der vorsätzlichen Tötung von 22 Zivilisten schuldig gesprochen und am 31. März 1971 zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Schon am darauffolgenden Tag, dem 1. April 1971, verfügte Präsident Nixon seine Haftentlassung. Calley bekam lediglich Hausarrest. Am 20. August 1971 wurde seine nominelle Strafe durch die Army jedoch auf 20 Jahre verkürzt, danach von Heeresminister Callaway nochmals halbiert. 1974 wurde Calley durch Richard Nixon endgültig begnadigt.“
    de.wikipedia.org/wiki/William_Calley

    jensfrobisch schrieb:

    […]Mach dir die Mühe dich zu informieren, und du wirst feststellen […]
    … dass es Nonsense ist, was Du von Dir gibst.

    Aber: Warten wir ab, ob Bradley Manning – unter Folter sollen ja bereits „Geständnisse“ zustande gekommen sein – auch so gut wegkommt. Zwar kann man ihm keine Teilnahme an Kriegsverbrechen nachsagen, aber immerhin berichtete über Kriegsverbrechen seiner US-Helden.
  • jensfrobisch schrieb:

    [...]Scheinbar gehören Kriege zur menschlichen Natur, denn solange es Menschen gibt, gibt es auch Kriege. [...]


    Nicht ganz, in der Natur ist es fressen oder gefressen werden, bei den Menschen ist es eher Ego bzw. Macht wozu sie sich bekriegen müssen um dies zu beweisen/erreichen...

    Bei den Tieren verstehe ich die gründe, aber bei den Menschen nicht.


    Pueblo
  • joungster schrieb:

    Interessant: Kriegsverbrecher ist also der Angegriffene, und nicht derjenige, der in ein – militärisch schwaches – Land zunächst durch (z. B. in der BRD ausgebildete, finanzierte und ausgerüstete) Terroristen „Unruhen“ trägt, um es letztendlich in einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg zu zerstören?


    Jemand wie Milosvic ist in jedem Falle ein Kriegsverbrecher.
    Slobodan Milo
    Da spielt es keine Rolle auf welche Seite er gehört. Aber du scheinst ja gerne Angehörigen von Minderheiten "Sonderrechte" einzuräumen. Auch wenn es um Verstösse gegen die Menschenrechte geht.

    Anklagepunkte

    Insgesamt 66 Klagepunkte wurden Milošević in drei Anklageschriften für die folgenden Handlungen vorgeworfen:


    Anklagepunkte Kroatienkrieg:

    Verbrechen gegen die Menschlichkeit, darunter
    Verfolgung, Tötung, Folter und unmenschliche Behandlung.
    Kriegsverbrechen und Verstöße gegen die Genfer Konventionen
    Deportation von mindestens 170.000 Kroaten und anderen Nicht-Serben
    Das Massaker von Vukovar
    Die Schlacht um Dubrovnik

    Anklagepunkte Bosnienkrieg: zusätzlich die folgenden Verbrechen:

    Völkermord, allein über 8000 Opfer beim Massaker von Srebrenica
    Tausende Ermordete in den Gefangenenlagern Omarska und Keraterm.

    Anklagepunkte Kosovokrieg:

    Zum Kosovo-Krieg wurden Milošević darüber hinaus die folgenden Verbrechen vorgeworfen:

    die systematische Vertreibung des albanischen Bevölkerungsteils geplant, befohlen und betrieben zu haben
    die Vertreibung von 800.000 Zivilisten aus dem Kosovo
    den Tod von mindestens 900 Menschen
    Verbrechen gegen die Menschlichkeit
    Kriegsverbrechen.

    Allen drei Anklageschriften zufolge sei Milošević verantwortlich für:

    Massenvertreibungen („ethnische Säuberungen“)
    Festhalten und Internierungen von Personen unter unmenschlichen Bedingungen
    Deportationen und unmenschliche Taten
    Zerstörung und Plünderungen öffentlicher und privater Güter
    Angriffe und Morde an Zivilisten
    Artillerie-, Mörser- und gezielter Scharfschützenbeschuss gegen Zivilisten, bei denen Tausende von Menschen getötet oder verwundet wurden.

    Leider hat Slobo sich dem Tribunal durch Tod entzogen. Aber solche Fälle machen klar, dass Kriegsverbrechen, zumindest in Europa, nicht ungesühnt bleiben.

    Henry277 schrieb:

    Du kannst dich ja gerne in den Sudan begeben und mit den oben erwähnten Papieren rumwedeln ........ mal sehen was passiert. ;)


    Ich denke nicht dass wir in Deutschland den Sudan als Maßstab nehmen sollten. Das wäre ein Fehler.

    Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von jensfrobisch ()

  • pueblo schrieb:

    Nicht ganz, in der Natur ist es fressen oder gefressen werden,..


    nicht nur. Tiere "spielen" auch mit ihrer Beute, bei Jungtieren evtl. z.T. wegen Übungszwecken, aber durchaus nicht nur dann.

    Auch, weil es einfach Freude macht....

    Auch bei den Tieren geht es also durchaus um "mehr"....
    Ich bin zwar anderer Meinung als Sie, aber ich würde mein Leben dafür geben, daß Sie Ihre Meinung frei aussprechen dürfen.(E.B. Hall) # Ever tried, ever failed, no matter. Try again, fail again, fail better. (Beckett) # You are only given one little spark of madness. You mustn't lose it. (R.Williams) # Any sufficiently advanced technology is indistinguishable from magic.(Clarke)
  • Zuerst einmal sollten wir zwischen den alten Kriegen (WW 1/2 uä) und den neuen, asymmetrischen Kriegen unterscheiden.
    Während bei den ersten noch ein klarer Frontverlauf und Kampfhandlungen zu erkennen warn, verteilt sich das heute. Eingenommen ist schnell, aber wenn die Zivilbevölkerung selbst punktuell aufrüstet und Anschläge verübt, so fühlen sich die Besatzer in die enge gedrängt und zeichnen sich sehr schnell durch widerwärtigste Massaker gegen die Bevölkerung aus. Beispiel sind sowohl russische Partisanen als auch die Al Quaida-Mitglieder.
    Wenn JEDER auf der Straße dein Feind sein könnte, dann dreht man irgendwann frei. Und jeder (un)schuldig erschossene hatte Familie, Freunde und Bekannte, die so in die Arme des Hasses und der Partisanen getrieben werden - ob das nun gut oder schlecht ist, ist betrachtungsabhängig.

    Lösung? Wir lassen die Armeen da wo sie hingehören, auf dem Scheiterhaufen der Geschichte und verwenden das Geld sinnvoller - in Aufbaumaßnahmen, Schulungen und globale Aufklärung an allen Fronten.

    Hier noch ein schönes Video über die wahren Gründe für Kriege:
    Unser gemeinsames Leben heißt Offenheit, Herzlichkeit, Freundschaft, Mut zum Widerstand und der Glaube, dass es immer besser wird.
    Wer so offen ist, muss Fragen stellen, kann lebensverachtende Verhältnisse nicht akzeptieren sondern muss sich wehren, muss kämpfen gegen die, die das Leben verachten und die, die davon profitieren!
  • joungster schrieb:


    Ausgesprochen schwach. Zähle lieber die Kriege auf, in denen die (Kriegs)Regeln eingehalten wurden.


    Gerade von dir habe ich erwartet dass du ein Befürworter der Kriegsregeln bist.
    Regeln werden nämlich nicht nur durch Gesetze erschaffen, sondern auch durch Rechtsprechung. Ich meine damit Nürnberg 1945.
    Seit den Nürnberger Tribunalen ist erstmals das Führen eines Angriffskrieges als Straftat bewertet worden.

    Nebenbei: Auch unsere "Befreier"(?) haben sich nicht immer so ganz an das Kriegsrecht gehalten. Alleine in den Rheinwiesenlagern sind bis zu 40.000 deutsche Kriegsgefangene umgekommen. Das war unter der Leitung der Amis.

    Wenn man berücksichtigt, dass die Haager Landkriegsordnung erst von 1899 ist, und die Genfer Konventionen noch jünger, dann kann man nicht erwarten dass alles im Verlaufe von 100 Jahren gleich umgesetzt wird. Soviel zum Sudan heute.

    Die Haager Konventionen II und IV sind formaljuristisch noch heute in Kraft. Darüber hinaus wird die Haager Landkriegsordnung auch als Völkergewohnheitsrecht, also allgemein gültiges internationales Recht, angesehen. Das bedeutet, dass sie auch für Staaten gilt, die diese Konvention nicht explizit unterzeichnet haben, eine Rechtsauffassung, die unter anderem durch ein Urteil des Internationalen Militärgerichtshofs von Nürnberg aus dem Jahr 1946 bekräftigt wurde.
    Nürnberg war ein Präzedenzfall: Zum ersten Male wurden Gesetze angewendet, die zum Zeitpunkt der "Tat" noch nicht exisitierten. Die ist auch ein heute noch unter Juristen umstrittener Vorgang, widerspricht er doch einem unserer Rechtsprinzipien.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von jensfrobisch ()

  • Rosenrot schrieb:

    […]Lösung? Wir lassen die Armeen da wo sie hingehören, auf dem Scheiterhaufen der Geschichte und verwenden das Geld sinnvoller - in Aufbaumaßnahmen, Schulungen und globale Aufklärung an allen Fronten.[…]
    Dürfte wohl vor allem daran scheitern, dass jene, die Kriege anzetteln (führen lassen), auch die Nutznießer derselben sind.
    Stichwort: Kriegsgewinnler (so standen z. B. die deutschen Großbanken und die deutsche Industrie nach ihren Raubzügen – trotz der „Totalen Niederlage“ – nach 1945 finanziell besser als vor dem Krieg).

    Quelle:
    NEUORDNUNG EUROPAS
    Vorträge vor der Berliner Gesellschaft für Faschismus- und Weltkriegsforschung
    ISBN 3-931034-003

    Krieg ist eben – kein Wortspiel – ein Bombengeschäft (war da etwas mit Libyen?).

    jensfrobisch schrieb:

    [...]Nebenbei: Auch unsere "Befreier"(?) haben sich nicht immer so ganz an das Kriegsrecht gehalten. Alleine in den Rheinwiesenlagern sind bis zu 40.000 deutsche Kriegsgefangene umgekommen. Das war unter der Leitung der Amis.[...]

    Es ist bestimmt entsetzlich, allerdings waren an diesem „geplanten Tod“ massiv auch die Franzosen beteiligt:

    Quelle:
    DER GEPLANTE TOD
    - James Bacque -
    Deutsche Kriegsgefangene in amerikanischen und französischen Lagern
    May & Co; Darmstadt
    Buch Nr. 02733 00

    jensfrobisch schrieb:

    Gerade von dir habe ich erwartet dass du ein Befürworter der Kriegsregeln bist.[…]
    „Gerade von Dir habe ich erwartet“ (ich nehme an, dass Du ‚streng deutschnational‘ gewirkt bist*), dass Du im Umgang mit Deiner Sprache – wenigstens einigermaßen – geübt bist:

    Wo findest Du einen Hinweis darauf, dass ich „Kriegsregeln“ ablehne?

    -----------------------------------------
    Nachtrag zu jensfrobischs Änderung (#11):
    -----------------------------------------

    Was die nachträglich von Dir vorgenommenen Ergänzungen (sollten die – unbelegbaren – Anschuldigungen unbemerkt untergehen?) betrifft:
    Es gibt eben Veröffentlichungen für das gemeine (Zweideutig? Nein: Eindeutig!) Volk, und solche für den internen Dienstgebrauch.

    Nebenbei: Keine der Anklagen, die gegen Milošević erhoben wurden, hielt einer unvoreingenommenen Überprüfung stand. Daher war sein Tod vorauszusehen. Wenigstens wurde er nicht öffentlich abgeschlachtet, wie es nicht selten Regenten ergeht, die sich der Kolonialisierung durch die Freie Völkergemeinheit widersetzen.

    Einiges scheinst Du zudem durcheinander gebracht zu haben: Es waren Serben (und nicht Kroaten), die - z. B. aus der Krajina - vertrieben wurden. Hier griffen die alten Seilschaften (Vatikan, kroatische Faschisten, BRD) auf das Vorzüglichste.

    Der Krieg gegen Jugoslawien basierte von Anfang an auf einen – seit vielen Jahren vorbereiteten – Plan, und von Anfang an auf Lügen. Mein vorletzter Schwiegervater war Offizier der jugoslawischen Armee, er erzählte schon vor mehr als dreißig Jahren von der Wühlarbeit deutscher und vatikanischer „Dienste“ mit dem Ziel, Volksaufstände zu arrangieren, Jugoslawien zu destabilisieren.

    Interessant (vielleicht) ein Bericht, der zuerst am 15.12.2000 in der Frankfurter Zeitung erschien. Ausschnitte:

    „Nach dem aktuellen Generalbericht der Parlamentarier-Versammlung der NATO und entgegen der offiziellen NATO-Darstellungen, insbesondere vor dem Krieg, waren also nicht die Serben, sondern die UCK verantwortlich für die Konflikteskalation und die Erzeugung einer humanitären Krise im Kosovo.“
    „Klammern wir einmal die vielen "dirty secrets" wie das erwähnte "Massaker" von Racak oder das angebliche Massaker von Rugovo oder das angebliche KZ in der Fußballarena von Pristina oder den selbstgezeichneten sogenannten Hufeisenplan und vieles Vergleichbare einfach aus. Lassen wir also all die bewussten Manipulationen der Öffentlichkeit zur Erzeugung von "Gefühlen" beiseite, an denen nicht nur NATO-Strategen, sondern auch und gerade deutsche Politiker beteiligt waren. Was sagen die vertraulichen - der Öffentlichkeit nicht bekannten - Lage-Analysen der Dienste vor Kriegsbeginn? Entsprechen oder widersprechen sie dem Bild des Kosovo-Konfliktes und seiner Eskalation, das die Parlamentarierversammlung heute, zwei Jahre später, so unverblümt zeichnet?“


    Lageanalyse des Auswärtigen Amtes vom 19. März 1999:

    „In der internen Vorlage, die wenige Tage vor Beginn des NATO-Bombardements am 24. März gefertigt und an den Außenminister ebenso wie an das Bundesverteidigungsministerium weitergereicht worden war, verdeutlichen die Autoren expressis verbis, dass der Waffenstillstand nicht allein von den Serben, sondern "von beiden Seiten nicht mehr eingehalten" werde. Als Ziel der Operationen der jugoslawischen Streitkräfte (VJ) wird ferner auch nicht Völkermord und Vertreibung angegeben. Ziel sei vielmehr, "durch gezielte Geländebereinigung sämtliche Rückzugsmöglichkeiten für die UCK zu beseitigen". Die Zivilbevölkerung werde in der Regel sogar "vor einem drohenden Angriff durch die VJ gewarnt." Allerdings werde "die Evakuierung der Zivilbevölkerung vereinzelt durch lokale UCK-Kommandeure unterbunden". Nach Abzug der serbischen Sicherheitskräfte kehre die Bevölkerung meist in die Ortschaften zurück. Eine Massenflucht in die Wälder sei nicht zu beobachten. Und dann heißt es: "Von Flucht, Vertreibung und Zerstörung im Kosovo sind alle dort lebenden Bevölkerungsgruppen gleichermaßen betroffen. Etwa 90 vormals von Serben bewohnte Dörfer sind inzwischen verlassen. Von den einst 14.000 serbisch-stämmigen Kroaten leben nur noch 7000 im Kosovo. Anders als im Herbst/Frühwinter 1998 droht derzeit keine Versorgungskatastrophe."

    Erhärtet wurde diese Lageanalyse des Auswärtigen Amtes vom 19. März 1999 durch den vertraulichen Lage-Bericht der Nachrichtenoffiziere des Verteidigungsministeriums vom "23. März, 15.00 Uhr". In diesem Bericht, erstellt einen halben Tag vor Kriegsbeginn, heißt es ausdrücklich:

    "Das Anlaufen einer koordinierten Großoffensive der serbisch-jugoslawischen Kräfte gegen die UCK im Kosovo kann bislang nicht bestätigt werden." Zu einer groß angelegten Operation gegen die UCK im gesamten Kosovo seien die serbisch-jugoslawischen Kräfte nicht fähig. Und dann formulieren die Nachrichtenoffiziere schon damals eine Aussage, die sich heute auch im Generalbericht der NATO-Parlamentarier findet: "Die UCK ihrerseits wird wahrscheinlich weiter versuchen, durch die bekannten Hit-And-Run-Aktionen die serbisch-jugoslawischen Kräfte zu massiven Reaktionen zu provozieren in der Hoffnung, dass diese in ihren Ergebnissen hinsichtlich Zerstörungen und Flüchtlingen ein Ausmaß annehmen, das sofortige Luftschläge der NATO heraufbeschwört."“

    „Durch die Manipulationen der öffentlichen Meinung vor und während des NATO-Bombardements erscheint uns die Entwicklung als eine kontinuierliche Abfolge einseitig von der jugoslawischen Seite ausgehender Gewalt und verbrecherischer Handlungen, die geradezu zwangsläufig zum Eingreifen der NATO führen mussten, um noch Schlimmeres zu verhindern.4 Dieses Bild stimmt nicht in jedem Fall.“


    Usw. usf. …
    NOVO 50/51 : Das "Gefühl" haben, Bomben werfen zu müssen

    Gerade über diesen Überfall auf Jugoslawien – interessant zu wissen, dass der erste Bombenangriff (wieder einmal) durch Deutsche erfolgte – besitze ich eine Unmenge von Büchern. Dir kann ich zu diesem Thema nur raten, nicht (immer) der offiziellen Kriegspropaganda zu folgen, sondern …

    jensfrobisch schrieb:

    [...]Mach dir die Mühe dich zu informieren[...]


    ______________
    * Falls es sich nicht so verhält, nehme ich diese Annahme übrigens mit dem Ausdruck höchsten Bedauerns zurück.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von joungster ()

  • joungster schrieb:



    „Gerade von Dir habe ich erwartet“ (ich nehme an, dass Du ‚streng deutschnational‘ gewirkt bist*), dass Du im Umgang mit Deiner Sprache – wenigstens einigermaßen – geübt bist:

    Wo findest Du einen Hinweis darauf, dass ich „Kriegsregeln“ ablehne?

    -----------------------------------------
    Nachtrag zu jensfrobischs Änderung (#11):
    -----------------------------------------

    Was die nachträglich von Dir vorgenommenen Ergänzungen (sollten die – unbelegbaren – Anschuldigungen unbemerkt untergehen?) betrifft:
    Es gibt eben Veröffentlichungen für das gemeine (Zweideutig? Nein: Eindeutig!) Volk, und solche für den internen Dienstgebrauch.

    Nebenbei: Keine der Anklagen, die gegen Milošević erhoben wurden, hielt einer unvoreingenommenen Überprüfung stand. Daher war sein Tod vorauszusehen. Wenigstens wurde er nicht öffentlich abgeschlachtet, wie es nicht selten Regenten ergeht, die sich der Kolonialisierung durch die Freie Völkergemeinheit widersetzen.

    Einiges scheinst Du zudem durcheinander gebracht zu haben: Es waren Serben (und nicht Kroaten), die - z. B. aus der Krajina - vertrieben wurden. Hier griffen die alten Seilschaften (Vatikan, kroatische Faschisten, BRD) auf das Vorzüglichste.


    Was meinst du mit streng deutschnational gewirkt? :read:
    Wenn du damit andeuten willst dass ich kein Kommunist bin hast du Recht :D

    Was die Beurteilung des Ex-Jugoslawien Konfliktes und des KFOR Einsatzes der Nato betrifft, scheinst du mir voreingenommen zu sein.
    Im Gegensatz zu dir bin ich nicht der Ansicht dass es in Jugoslawien eine "schuldige" Täterseite und eine "unschuldige" Opferseite gab.
    Wie heisst es doch so schön? Zu einem Streit gehören immer zwei.
    Ich kann deine Versuche, den Kriegsverbrecher Slobodan Miloseviic reinzuschwaschen daher nicht nachvollziehen.

    Gerade Leute wie du, die in Jugoslawien eine Zweiteilung in gut und böse vorgenommen haben, haben zur massiven Verschärfung des Konfliktes beigetragen.

    Ausserdem scheinst du den historischen Kontext in Jugoslawien nicht zu kennen: Die Konflikte in den 90ern des 20. Jahrhunderts gingen zurück (!) bis zu der Schlacht auf dem Amselfeld von 1389(!) Zu dieser Zeit begann der Konflikt des Vielvölkerstaates, den Tito zu dem vereinte, was anschliessend als Jugoslawien bekannt wurde. Man kann durchaus sagen Tito=Jugoslawien.

    Seit 1389 gibt es diesen Konflikt. Was ständig wechselte, waren die Seiten des Agressors: Eine Zeitlang waren Bosnier die Bösen, dann waren es wieder die Serben, dann wieder die Bosnier...
    Wenn du behauptest dass eine der beiden Seiten sich seit 1389 von aller Schuld freisprechen könnte, dann kann ich dich nicht weiter ernst nehmen.

    Beide Seiten haben 700 Jahre lang Öl ins Feuer gegossen, und entladen hat sich das Ganze dann darin, dass es in Jugoslawien zum ersten mal seit 1945 wieder Konzentrationslager gab.

    Ich halte nichts von Schuldzuschreibungen. Alle Seiten haben Fehler und Verfehlungen begangen, aber solange Leute wie du immer nur die Schuld auf der anderen Seite suchen und den eigenen Anteil bestreiten, wird sich dieser Konflikt auch weiter fortsetzen.
    Ich denke nicht dass der Jugoslawienkonflikt beendet ist. Es herrscht nur wieder einmal eine Ruhephase. Solange eine Seite "besiegt" ist, aber sich ungerecht behandelt fühlt, ist der Keim für den neuen Krieg schon gesät.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von jensfrobisch ()

  • Sei wann sagt man, jemand sei 'streng deutschnational', wenn man meint, er sei kein Kommunist? Dann wären ja mehr als 75 Millionen Deutsche 'streng deutschnational', nur weil sie keine Kommunsiten sind.

    Merkst du eigentlich noch, was für Blödsinn du hier verzapfst, jensfrobisch?
    Und dies keinesfalls nur zum 1. April.
    Aktuell zum 70. Jahrestag:
    Auschwitz war sicher nur die Folge berechtigter Ängste gegen die Juden.
    Damals war es die Verjudung, heute ist es die Islamisierung, welche uns Angst macht.
    Eigentlich müssten sich diese Leute bei uns dafür entschuldigen.
  • jensfrobisch schrieb:

    Was meinst du mit streng deutschnational gewirkt? :read:[...]
    Schön, dass Du deine Frage mit einem Buch-Icon garnierst! Ein Buch hätte ich Dir am wenigsten zugetraut.

    Aber zu Deiner Frage:
    „eine extrem nationalistische, [angebliche] deutsche Interessen in den Vordergrund stellende, politische Einstellung betreffend, aufweisend - © 2000 Dudenverlag

    jensfrobisch schrieb:

    […]Ausserdem scheinst du den historischen Kontext in Jugoslawien nicht zu kennen: Die Konflikte in den 90ern des 20. Jahrhunderts gingen zurück (!) bis zu der Schlacht auf dem Amselfeld von 1389(!) […] Seit 1389 gibt es diesen Konflikt. […]

    Möglich, dass wir unterschiedlichen Geschichtsunterricht genießen durften:

    Die „Schlacht auf dem Amselfeld von 1389(!)“ fand statt zwischen serbischen Truppen (unter Führung von Lazar Hrebeljanović und Vuk Branković ) und bosnischen Truppen (unter Führung vonVlatko Vuković) auf der einen Seite, und den Osmanen unter Murad I. und dessen Söhnen Bayezid I. und Yakub auf der gegnerischen Seite.

    „Die Deutschen“ waren nicht beteiligt (tja: so etwas gibt es)!

    Der historische Zusammenhang ist mir sehr wohl bekannt; allerdings sehe ich andere Zusammenhänge und ziehe andere Schlüsse.

    Was am 23./24. März mit dem Überfall der Nordatlantischen Terrororganisation ihr (vorläufiges) Ende nahm, war – in meinen Augen – nicht die Fortsetzung des Krieges Christentum/Islam (Amselfeld), sondern die Revision vorangegangener, aber fehlgeschlagener, Eroberungsversuche (WK I, WK II) deutscher Herrenmenschen. Diesmal allerdings mit den Deutschen auf Seiten der (vorläufigen) Sieger.

    jensfrobisch schrieb:

    […] und entladen hat sich das Ganze dann darin, dass es in Jugoslawien zum ersten mal seit 1945 wieder Konzentrationslager gab. .[…]

    Hufeisenplan, KZ in Prisztina: Das ist die Primitivpropaganda, wie sie von dem Schulabbrecher, Rowdy, und – passend – damaligen Außenminister der BRD Joseph Fischer (ist seine Verbindung mit dem Mord an Heinz-Herbert Karry schon geklärt?), sekundiert von dem (nachweislich auf den Kopf gefallenen) damaligen Kriegsminister „Bin Baden“ Rudolf Scharping unter anderem geführt wurde, um den Überfall auf Jugoslawien gegenüber dem ahnungslosen Volk zu rechtfertigen.

    Die einzigen KZ, die es in Prisztina gab, waren die KulturZentren der deutschen Herrenmenschen vor 1945 (siehe dazu auch den unten angeführten Link) bis zu ihrer – von ihnen nie verwundenen – Vertreibung aus Jugoslawien.
    Als enger ideologischer Verbündeter der Deutschen (wohl daher die Sympathie Hans-Dietrich Genschers – in der Times einst als Kriegsverbrecher bezeichnet – für die neue faschistische Machtergreifung in Kroatien) betrieb vor 1945 selbstverständlich auch Kroatien KZ zur Ausrottung serbischer ‚Untermenschen‘. Zur Vertiefung Deines Wissens (?) empfehle ich Dir dazu besonders

    JASENOVAC
    Vladimir Dedijer
    - das jugoslawische Ausschwitz und der Vatikan
    ISBN 3-922774-06-7

    Ein mir gut bekannter (beinahe wäre es ein Verwandter geworden) Bundestagsabgeordneter der SPD unmittelbar nach diesem Angriffskrieg zu mir: „Wenn ich vorher gewusst hätte, worüber ich abstimme, hätte ich gegen den Krieg gestimmt!“

    Es ist offenbar Tradition: Das Leben tausender (Süd)Slaven ist genaue Vorinformation nicht wert!

    Aber, Etappenziel erreicht

    • Der Weg des Öls führt nun durch besetztes Gebiet
    • Der Mädchenhandel floriert
    • Alles von Wert (Presse, Industrie, Telekommunikation) haben die Angriffsstaaten redlich (?) unter sich aufgeteilt
    • Die USA haben im Kosovo mit Bondsteel ihr größtes Militär- und Folterzentrum außerhalb der USA …
    Das „Spiel“ wird weitergehen:

    Ein Staat, dessen Wirtschaft vorwiegend auf Krieg, Raub und Zerstörung basiert, kann nur durch Krieg weiterexistieren. Gründe lassen sich immer konstruieren (dafür wurden bereits eigene „Agenturen“, z.B. in Serbien, geschaffen).

    Auch wenn ich mir (fast) sicher bin, dass Du diese Beiträge nicht lesen wirst:
    NATO-Krieg, Kosovo-Krieg, Kriegslügen (Friedensratschlag)
    FF6/10 Militärisch-industrieller Komplex USA

    1945; für kurze Zeit:
    Nie wieder Krieg!

    Nun:
    Nie wieder Krieg ohne uns!
  • joungster schrieb:

    Schön, dass Du deine Frage mit einem Buch-Icon garnierst! Ein Buch hätte ich Dir am wenigsten zugetraut.

    Aber zu Deiner Frage:
    „eine extrem nationalistische, [angebliche] deutsche Interessen in den Vordergrund stellende, politische Einstellung betreffend, aufweisend - © 2000 Dudenverlag


    Deine Ausssage bezüglich des Nationalismus ist rein subjektiv und klingt nach der Definition eines 14jährigen Antifa-Anhängers, der alles ablehnt was nichts extrem links liegt. Ich sehe darin dagegen nichts Verwerfliches.
    Ich entschuldige solche politischen Meinungen in der Regel mit Hinblick auf die noch nicht vorhandene Lebenserfahrung eines solchen Menschen. Dieses Privileg kann ich dir nicht zugestehen, da du ja offenkundig schon älteren Semesters bist, aber trotzdem in der Extremität deiner Ansichten nicht nachgelassen hast.

    joungster schrieb:


    Möglich, dass wir unterschiedlichen Geschichtsunterricht genießen durften:

    Die „Schlacht auf dem Amselfeld von 1389(!)“ fand statt zwischen serbischen Truppen (unter Führung von Lazar Hrebeljanović und Vuk Branković ) und bosnischen Truppen (unter Führung vonVlatko Vuković) auf der einen Seite, und den Osmanen unter Murad I. und dessen Söhnen Bayezid I. und Yakub auf der gegnerischen Seite.

    „Die Deutschen“ waren nicht beteiligt (tja: so etwas gibt es)!

    Der historische Zusammenhang ist mir sehr wohl bekannt; allerdings sehe ich andere Zusammenhänge und ziehe andere Schlüsse.

    Was am 23./24. März mit dem Überfall der Nordatlantischen Terrororganisation ihr (vorläufiges) Ende nahm, war – in meinen Augen – nicht die Fortsetzung des Krieges Christentum/Islam (Amselfeld), sondern die Revision vorangegangener, aber fehlgeschlagener, Eroberungsversuche (WK I, WK II) deutscher Herrenmenschen. Diesmal allerdings mit den Deutschen auf Seiten der (vorläufigen) Sieger.


    Hufeisenplan, KZ in Prisztina: Das ist die Primitivpropaganda, wie sie von dem Schulabbrecher, Rowdy, und – passend – damaligen Außenminister der BRD Joseph Fischer (ist seine Verbindung mit dem Mord an Heinz-Herbert Karry schon geklärt?), sekundiert von dem (nachweislich auf den Kopf gefallenen) damaligen Kriegsminister „Bin Baden“ Rudolf Scharping unter anderem geführt wurde, um den Überfall auf Jugoslawien gegenüber dem ahnungslosen Volk zu rechtfertigen.

    Die einzigen KZ, die es in Prisztina gab, waren die KulturZentren der deutschen Herrenmenschen vor 1945 (siehe dazu auch den unten angeführten Link) bis zu ihrer – von ihnen nie verwundenen – Vertreibung aus Jugoslawien.
    Als enger ideologischer Verbündeter der Deutschen (wohl daher die Sympathie Hans-Dietrich Genschers – in der Times einst als Kriegsverbrecher bezeichnet – für die neue faschistische Machtergreifung in Kroatien) betrieb vor 1945 selbstverständlich auch Kroatien KZ zur Ausrottung serbischer ‚Untermenschen‘. Zur Vertiefung Deines Wissens (?) empfehle ich Dir dazu besonders

    JASENOVAC
    Vladimir Dedijer
    - das jugoslawische Ausschwitz und der Vatikan
    ISBN 3-922774-06-7


    Aber, Etappenziel erreicht

    • Der Weg des Öls führt nun durch besetztes Gebiet
    • Der Mädchenhandel floriert
    • Alles von Wert (Presse, Industrie, Telekommunikation) haben die Angriffsstaaten redlich (?) unter sich aufgeteilt
    • Die USA haben im Kosovo mit Bondsteel ihr größtes Militär- und Folterzentrum außerhalb der USA …
    Das „Spiel“ wird weitergehen:

    Ein Staat, dessen Wirtschaft vorwiegend auf Krieg, Raub und Zerstörung basiert, kann nur durch Krieg weiterexistieren. Gründe lassen sich immer konstruieren (dafür wurden bereits eigene „Agenturen“, z.B. in Serbien, geschaffen).

    Auch wenn ich mir (fast) sicher bin, dass Du diese Beiträge nicht lesen wirst:
    NATO-Krieg, Kosovo-Krieg, Kriegslügen (Friedensratschlag)
    FF6/10 Militärisch-industrieller Komplex USA

    1945; für kurze Zeit:
    Nie wieder Krieg!

    Nun:
    Nie wieder Krieg ohne uns!


    Du outest dich gerade als Anhänger des Nationalmythos der Serben. Die Schlacht auf dem Amselfeld ist dasjenige historische Ereignis, das im Lauf der serbischen Geschichte am meisten verklärt worden ist. Offenbar vertrittst du mit deiner Argumentation genau die serbische Betonkopf-Linie. Die angebliche "Objektivität" deiner Beiträge, die du mit "Quellen" wie der "AG-Friedensforschung" belegen willst, dürfte damit klar widerlegt sein. Deine Quelle ist ein wenig dürftig, gelinde ausgedrückt. Hast du vielleicht auch die Quelle eines anerkannten Historikers zur Hand? Ich wette dass das nicht der Fall ist. Es sein denn, es ist ein serbischer Historiker.... :D

    Wie du auf dem Bild hier erkennen kannst, war die Existenz der Konzentrationslager sogar einmal Gegenstand eines Titelbildes der Time (Der TIME und nicht der TIMES... aber das nur am Rande). Die Time dürfte zweifellos was die Seriosität anbelangt das Niveau deiner Quellen um Längen übertreffen....
    Image Detail for - http://www.hirhome.com/yugo/time.jpg

    In deiner Quelle steht es wäre Krieg geführt worden mit überwiegender Beteiligung der USA. Davon kann beim KFOR Einsatz nicht die Rede sein, denn es handelte sich um einen reinen Nato-Einsatz. Dass die Amerikaner aber auch Mitglied der der Nato sind dürfte allgemein bekannt sind, und ich vermag nicht einzusehen was daran verwerflich sein sollte.
    "Die Kosovo-Truppe, kurz KFOR (englisch Kosovo Force) ist die im Jahre 1999 nach Beendigung des Kosovokrieges aufgestellte multinationale militärische Formation unter der Leitung der NATO. Ihr obliegt es, gemäß der vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen am 10. Juni 1999 beschlossenen Resolution 1244 für ein sicheres Umfeld für die Rückkehr von Flüchtlingen zu sorgen." Wir haben es bei der KFOR also nicht nur mit einem Bündnisfall zu tun, sondern es liegt auch die Legeitimation des Sicherheitsrates vor. Mehr an Unabhängigkeit von Einzelinteressen kann man nicht gewährleisten. Dasgleiche galt auch für den Vorgänger, die SFOR: Auch hier lag die Resolution 1088 des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen vom 12. Dezember 1996 dem Einsatz zugrunde.

    Dein Weltbild wird mir langsam klar. Das sieht folgendermaßen aus: Ich + meine Leute gegen den Rest der Welt, und besonders gegen die bösen Amis und die bösen Deutschen (alles Nazis, auch der Genscher und der Scharping).
    Äussere deine Deutschenfeindlichkeit künftig doch etwas direkter. Zwischen den Zeilen ist sie ja nicht zu überlesen.

    Du schliesst dann (gäääääähhn") wieder mit dem typischen 08/15 Argument die Amis tun alles nur für ihr Öl. Diese "Kritik" ist so pauschal, so abgedroschen und so platt dass man darauf im Jahre 2012 nicht mehr eingehen muss. Es wurde schon oft genug widerlegt.

    Wie ist denn deiner Meinung nach das Titelbild vom KZ in Jugoslawien zustande gekommen? Haben das jetzt die Amis oder die Nazis gefaked? :depp:
    Wahrscheinlich muss ich jetzt dein Weltbild erschüttern: Aber ich trage keine braunen Hemden, und an meiner Wand hängt auch keine schwarz weiss rote Fahne. Schade aber auch.... :löl:

    joungster schrieb:


    Auch wenn ich mir (fast) sicher bin, dass Du diese Beiträge nicht lesen wirst:
    NATO-Krieg, Kosovo-Krieg, Kriegslügen (Friedensratschlag)
    FF6/10 Militärisch-industrieller Komplex USA

    1945; für kurze Zeit:
    Nie wieder Krieg!

    Nun:
    Nie wieder Krieg ohne uns!


    Ich hab deine Beiträge gelesen... und sehr drüber gelacht. Die fehlende Objektivität ist nicht zu übersehen. Früher hätte man so etwas als Propaganda bezeichnet, aber ich glaube der Begriff ist seit J.G. ein wenig aus der Mode gekommen :D Ehrlich gesagt, mir selbst wäre es peinlich, eine "Friedenskooperative" als Quelle anzugeben... der Kölsche sagt hier, dem is auch für nix fies :D

    joungster schrieb:


    Nebenbei: Keine der Anklagen, die gegen Milošević erhoben wurden, hielt einer unvoreingenommenen Überprüfung stand. Daher war sein Tod vorauszusehen.


    LOL... dein Argument schlägt alles. Wenn du den Tod von Milošević vorausgesehen hast, dann nehme ich an dass du nebenberuflich als Hellseher arbeitest. Lass mir doch bitte mal die Lottozahlen vom nächsten Samstag zukommen....

    Dieser Beitrag wurde bereits 10 mal editiert, zuletzt von jensfrobisch ()

  • jensfrobisch schrieb:

    Äussere deine Deutschenfeindlichkeit künftig doch etwas direkter. Zwischen den Zeilen ist sie ja nicht zu überlesen.

    Wenn du schon vorgibst, ein Freund klarer Worte zu sein, warum packst du dich dann nicht an die eigene Nase und outest dich als radikal Deutsch-Nationaler? Oder gelten deine 'guten' Ratschläge immer nur für die anderen? Sorry, aber dann bist du lediglich ein kleiner Heuchler, jensfrobisch, keinesfalls mehr.

    Auf 'gut deutsch' nennt man so etwas scheinheilig.
    Aktuell zum 70. Jahrestag:
    Auschwitz war sicher nur die Folge berechtigter Ängste gegen die Juden.
    Damals war es die Verjudung, heute ist es die Islamisierung, welche uns Angst macht.
    Eigentlich müssten sich diese Leute bei uns dafür entschuldigen.
  • Sehr schön, Dein Link führt auf diese Seite:
    Balkanforum Balkanblog.org » Blog Archive » Kriegs Lügen wurden schon von den US - Britschen Faschisten im Bosnien Krieg erfunden: Das Fake Todes Camp von Trnopolje und Fikret Alic
    Allerdings wird hier genau meine Ansicht bestätigt und das Gegenteil dessen, was Du behauptest.

    Auch Deine Englischkenntnisse: (bestenfalls) mangelhaft?

    The picture that fooled the world

    This image of an emaciated Muslim caged behind Serb barbed wire, filmed by a British news team, became a worldwide symbol of the war in Bosnia. But the picture is not quite what it seems. German journalist Thomas Deichmann reveals the full story

    The picture reproduced on these pages is of Fikret Alic, a Bosnian Muslim, emaciated and stripped to the waist, apparently imprisoned behind a barbed wire fence in a Bosnian Serb camp at Trnopolje. It was taken from a videotape shot on 5 August 1992 by an award-winning British television team, led by Penny Marshall (ITN) with her cameraman Jeremy Irvin, accompanied by Ian Williams (Channel 4) and the reporter Ed Vulliamy from the Guardian newspaper.

    For many, this picture has become a symbol of the horrors of the Bosnian war - ‘Belsen ‘92′ as one British newspaper headline captioned the photograph (Daily Mirror, 7 August 1992). But that image is misleading.
    The fact is that Fikret Alic and his fellow Bosnian Muslims were not imprisoned behind a barbed wire fence. There was no barbed wire fence surrounding Trnopolje camp. It was not a prison, and certainly not a ‘concentration camp’, but a collection centre for refugees, many of whom went there seeking safety and could leave again if they wished.
    The barbed wire in the picture is not around the Bosnian Muslims; it is around the cameraman and the journalists. It formed part of a broken-down barbed wire fence encircling a small compound that was next to Trnopolje camp. The British news team filmed from inside this compound, shooting pictures of the refugees and the camp through the compound fence. In the eyes of many who saw them, the resulting pictures left the false impression that the Bosnian Muslims were caged behind barbed wire.

    Whatever the British news team’s intentions may have been, their pictures were seen around the world as the first hard evidence of concentration camps in Bosnia. ‘The Proof: behind the barbed wire, the brutal truth about the suffering in Bosnia’, announced the Daily Mail alongside a front-page reproduction of the picture from Trnopolje: ‘They are the sort of scenes that flicker in black and white images from 50-year-old films of Nazi concentration camps.’ (7 August 1992) On the first anniversary of the pictures being taken, an article in the Independent could still use the barbed wire to make the Nazi link: ‘The camera slowly pans up the bony torso of the prisoner. It is the picture of famine, but then we see the barbed wire against his chest and it is the picture of the Holocaust and concentration camps.’ (5 August 1993)


    jensfrobisch schrieb:

    [...]Wie ist denn deiner Meinung nach das Titelbild vom KZ in Jugoslawien zustande gekommen? Haben das jetzt die Amis oder die Nazis gefaked? :depp:[...]
    Abgesehen davon, dass ich Dein Namenszeichen (Depp) als zutreffend erachte:
    Hättest Du die von Dir verlinkte Site (Abschnitt oben) durchgelesen, wäre mir diese dämliche Frage erspart geblieben.

    jensfrobisch schrieb:

    [...]Du schliesst dann (gäääääähhn") wieder [...]

    jensfrobisch schrieb:

    [...]Ich hab deine Beiträge gelesen... und sehr drüber gelacht.[...]
    Na: Was nun?
  • joungster schrieb:

    Sehr schön, Dein Link führt auf diese Seite:
    Balkanforum Balkanblog.org » Blog Archive » Kriegs Lügen wurden schon von den US - Britschen Faschisten im Bosnien Krieg erfunden: Das Fake Todes Camp von Trnopolje und Fikret Alic
    Allerdings wird hier genau meine Ansicht bestätigt und das Gegenteil dessen, was Du behauptest.


    The picture that fooled the world

    This image of an emaciated Muslim caged behind Serb barbed wire, filmed by a British news team, became a worldwide symbol of the war in Bosnia. But the picture is not quite what it seems. German journalist Thomas Deichmann reveals the full story


    Was sagt der Text zu einem Bild aus?
    Wenn irgendein Idiot unter ein Bild schreibt dass es ein Fake ist, dann glaubst du das. Du scheinst leicht beeinflussbar zu sein. Es gibt ein deutsches Sprichwort, das du als Nichteinheimischer wahrscheinlich nicht kennen wirst, und das sagt Papier ist geduldig. Das gilt erst Recht fürs Internet.
    Texte sind schnell erstellt - Bilder nicht. Wenn du weiterhin behaupten willst das Bild aus der Time (nicht Times, [I]bitte sorgfältiger recherchieren
    ) wäre gefaked, dann verrate mir doch, wo das Bild herkommt. Aber auf diese Frage wirst du - wie auf soviele andere auch - mal wieder keine Antwort haben.

    Du glaubst ohnehin nur das was du glauben willst, gegenüber Zahlen, Daten, Fakten weist du eine geradezu erstaunliche Resistenz auf.
    Ausserdem hast du meine Frage nach deiner (kaum versteckten) Deutschenfeindlichkeit nicht beantwortet. Ist es dir unangenehm, Stellung zu beziehen? Ich würde das gerne genau wissen. Also wiederhole ich meine Frage nochmal.

    Du pickst dir aus allen Beiträgen und Informationen immer genau das heraus was in dein Weltbild passt: Mythos Amselfeld. Den Rest ignorierst du. Was muss das für ein einfaches Leben sein! :D Da bist du zu beneiden um dein schlichtes Gemüt. Falls du nicht verstehst was im deutschen ein schlichtes Gemüt bedeutet - Frag mich einfach, ich gebe dir gerne Nachhilfeunterricht :D

    joungster schrieb:



    Na: Was nun?


    Ich glaube für dich muss ich es sogar buchstabieren damit du es verstehst.
    War diese Frage jetzt ernst gemeint? Ich hoffe zu deinen Gunsten, dass das nur rhetorisch gemeint war.
    Achja - für die Bedeutung des deutschen Wortes rhetorisch gilt das gleiche, was ich oben schon unter schlichtes Gemüt verzeichnet habe.
    Dummheit frisst, Intelligenz säuft

    Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von jensfrobisch ()

  • jensfrobisch schrieb:

    [...]Ich glaube für dich muss ich es sogar buchstabieren damit du es verstehst. [...]


    Hast du den Thread geöffnet um andere zu diskriminieren, oder hier Nachhilfeunterricht zu geben :rolleyes:

    jensfrobisch
    , wenn du sachlich auf Beiträge hoffst, solltest du auch sachlich bleiben, alles andere ist nur Kinderkarneval ;)


    Pueblo
  • pueblo schrieb:

    Hast du den Thread geöffnet um andere zu diskriminieren, oder hier Nachhilfeunterricht zu geben :rolleyes:

    jensfrobisch
    , wenn du sachlich auf Beiträge hoffst, solltest du auch sachlich bleiben, alles andere ist nur Kinderkarneval ;)


    Pueblo


    Mein Beitrag war eine Antwort auf eine recht flapsige Frage die mir zuvor gestellt wurde: "Was nun"?

    Wer mir in vernünftigen und grammatikalisch vollständigen Sätzen eine Frage stellt, kann auch eine korrekte Antwort von mir erwarten. Das gebietet allein schon die Höflichkeit und der Respekt auch vor Andersdenkenden.

    Wer mir aber nur 2 Worte vor die Füsse wirft kann nicht dasselbe erwarten.
    Übrigens: Diskriminieren bedeutet, jemanden auszuschliessen, und ich bin nicht der Ansicht dass meine Äusserung jemanden diskriminiert hat.

    Aber in einem Punkt gebe ich dir recht: Ich denke wir sind ein wenig zu weit vom Strangthema abgewichen. Und das Strangthema hat oberste Priorität. Ich meine nicht dass es dem Thema förderlich ist darüber zu diskutieren, ob ein Feldherr vor ein paar hundert Jahren jetzt Bosnier oder Serbe war. Wer den Kosovo Konflikt diskutieren will soll dazu seinen eigenen Strang aufmachen.

    Danke nochmals für deinen Hinweis.

    Henry277 schrieb:

    "Krieg" ist keine Erfindung des Menschen. Krieg gibt es schon so lange wie es Lebewesen gibt. Krieg wird geführt um Reviere zu erobern, um Nahrungsquellen zu erschließen, oder für das Vorrecht auf Paarung.
    Schimpansen z.B. überfallen Artgenossen um deren Reviere zu übernehmen. Schrecken dabei auch nicht vor der Tötung von Angehörigen ihrer eigenen Art zurück und verwenden dafür sogar Waffen wie z.B. Knüppel. Löwenmännchen verjagen Artgenossen um deren Rudel zu übernehmen, töten dann den Nachwuchs damit sie sich mit den Weibchen paaren können. Beispiele gibt es noch viele. Wir nennen solche Vorfälle im Tierreich zwar nicht Krieg, aber im großen und ganzen ist es auch nichts anderes.


    damit bestätigst du meine Auffasssung: Wenn Schimpansen Krieg führen, dann bleibt die Ordnung innerhalb des Rudels erhalten. Damit will ich sagen, wer vorher der Anführer war, ist es auch beim Überfall auf Artgenossen und danach. Die Schimpansen haben sicherlich eine Ordnung die nicht so definiert ist wie die menschliche. Aber das ist das Entscheidende Kriterium: Das Töten unter Schimpansen beeinflusst nicht ihre Ordnung. Ich stimme dir deshalb zu, dass man diesen Vorgang mit Krieg oder Jagd vergleichen kann. Aber nicht mit Anarchie. Eine Anarchie würde das Auflösen der Ordnung bedeuten. Ich bin kein Experte für Anarchie, aber ich bezweifle dass ein solcher Vorgang überhaupt möglich wäre. Wenn jemand eine Quelle hat für einen anarchischen Zustand in der Geschichte wäre das interessant. Aber im Moment halte ich Anarchie nur für eine Protestbewegung gegenüber der herrschenden Gesellschaft, vollkommen ohne Realitätsbezug. Menschen fühlen sich nun mal in Hierarchien am wohlsten. Das kann man vom Kindergarten bis zum Alterheim beobachten. Menschen scheinen automatisch dazu zu tendieren, Rangordnungen zu bilden. Aber wenn es erst mal eine Rangordnung gibt, widerspricht das meiner Ansicht nach bereits der Definition von Anarchie. Interessant ist aber der Zustand den man in Somalia beobachten kann. Dort gibt es Warlords, die alle ihre eigene Truppe befehligen und militärische Gewalt ausüben ohne staatliche Legitimation. Wahrscheinlich ist dieser Zustand am ehesten mit Anarchie gleichzusetzen, wobei sich dann in Somalia nicht Individuen, sondern Kleingruppen untereinander in einem anarchischen Zustand befinden würden. Dabei drängt sich der Vergleich mit dem Kommunismus auf: DEN Kommunismus gab es ja, nie, dafür den Maoismus, den Leninismus... Kuba, Ungarn und die DDR. Überall war es anders. Den Reinzustand einer Ordnung gibt es ohnehin nie. Oder wer will behaupten dass wir hier wirklich eine freiheitlich-demokratische Grundordnung hätten? Vielleicht zu 90%, aber es gibt genug Gegenbeispiele. Dem Reinzustand einer Ordnung würde meiner Ansicht nach am ehesten der Manchester-Kapitalismus in Großbritannien des 18. Jahrhunderts zu Beginn der industriellen Revolution entsprechen, der immer noch oft als Negativbeispiel für die Schattenseiten des Kapitalismus zitiert wird.
    Dummheit frisst, Intelligenz säuft

    Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von jensfrobisch ()

  • :rot:Ein Krieg wird nur von Politikern angezettelt, die sitzen im Bunker und schicken Ihr Volk in den Untergang.
    Im Mittelalter haben die Fürsten sich auf einem Hügel getroffen, um zuzuschauen wie Ihre Soldaten sich gegenseitig umbrachten, wie Krank ist das denn?
    Bereichern sich doch die Großindustrie und andere, die sich freuen jemehr Tote jemehr Gewinn!!!