Ausbildungsbetrieb wechseln? Meister unerträglich!

  • Ausbildung

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Ausbildungsbetrieb wechseln? Meister unerträglich!

    Hallo liebe FSB´ler,
    ich hoffe ihr könnt mir ein wenig helfen. Also wie ja einige wissen bin ich Anlagenmechaniker (Klemptner) vom Beruf. Und habe somit auch mit Kunden zutun. Die Firma in der ich arbeite ist in zwei trupps unterteilt. Einmal die Chef Gruppe und einmal die Meister Gruppe. Ich bin in der Meister Gruppe. Ich habe so das Gefühl als wenn mein Meister jeden Mist an mich und meinen Kollegen auslässt wenn ihm was nicht passt. Mir kommt es so vor als wenn er mich immer am meisten fertig macht. Folgende sachen passierten z.B:

    Ich sollte mal Sachen einem Kunden anliefern was eig. nicht mein Job sein sollte. Aber egal. Jedenfalls sollte ich einen Lieferschein schreiben worauf die gelieferten Sachen dann vom Kunden unterschrieben drauf stehen sollten. Gut sachen angeliefert und unterschreiben lassen. Zettel Meister gegeben. Meister mich wut entbrand zu seinem Büro zittiert. Ja sachmal wo steht denn hier dies und das???? Ich dann: Ouu hab ich vergessen drauf zu schreiben. Ja guck mal sind 100€ die du da vergessen hast. Gib mal deine Anschrift damit ich dir die Rechung schicken kann. Bin natürlich verstummt. Und nach ein wenig rum gerede meinte er das ich die letzte Zeit nur scheiße bauen würde. Und ein Kunde hätte sich vor kurzem bei ihm beschwert dass ich wie eine Schlaftablette auf der Baustelle herumgelaufen wäre. Ich sollte das Büro dann verlassen. Zugegeben habe ich schon seit langen Probleme mit meiner Müdigkeit. Aber ich habe keine Wirklichen Schlafprobleme! Ich wollte in der nächste Woche mal deswegen zum Arzt gehen.

    Mein Meister hat mich sogar gefragt ob ich Drogen nehmen würde wegen meines komischen Auftretens in letzter Zeit. Ich kann euch versichern... NEIN!!!

    Ein anderesmal macht er mich auch hin und wieder mal vor versammelter Mannschaft schlecht. Und meint oft ich könne nix. Gute Sachen oder Lob hab ich bis jetzt in den 2 Jahren Lehre nicht ein einziges mal von ihm gehört.

    Ich sollte mal was weg fegen. Als ich ihm sagte das ich fertig bin hat er sich das angeguckt und ist völlig ausgerastet. DAS NENNST DU SAUBER UND WAS IST HIER MIT DEN SPÄNEN UND DEM STÜCK ROHR??? In dem moment warf er das stück Metall Rohr in meiner Richtung und schrie. DU SPINNST WOHL!!! Ein anderes mal warf er sogar ein Schweres teil auf meine Füße. In einem Moment in dem er auch wutentbrand war. Ich ´sagte AUA das tat voll weh. Und er schrie darauf hin. JA HAB ICH EXTRA DARAUF GEWORFEN MAL GUCKEN OB DU MAL ENDLICH WACH WIRST.

    Tickt der noch richtig in der Birne?? Ich muss mich auch immer wieder rechtfertigen warum dies warum das. Der hat mich total auf den Kicker! Meine Kollegen mögen den auch nicht. Immer Freitags macht der die Welle warum dies und das noch nicht fertig ist. Von wegen das muss heute noch fertig! Morgen sind schon die Estrichleger bestellt. Dann bist aufn Freitag da bis abends immer am rumm turnen und am machen und tun damits fertig wird und der ist immer noch nicht zufreiden wa?? tzz

    Ganz ehrlich halte ich das garnicht mehr aus. Ich habe schon so oft gedacht ab zu brechen. Jetzt mittlereweile dachte ich mir das ein Betreibswechsel eine bessere möglichkeit wär. Ich halte es mit diesem Tyrannen einfach nicht mehr aus! Es haben schon 2 Gesellen aus der Gruppe den Betreib gewechselt und mein Meister checkt einfach nicht das er daran Schuld ist. Die die abgehauen sind haben mir nämlich erzählt das sie dem Stress und Hysterie des Meisters nicht mehr ab können. Ein paar Gesellen haben mit ihm sogar schon ein ernstes gespräch darüber geführt. Aber der bleibt sowie er ist und ändert NICHTS an sich. Ich kann oft auch garnicht damit umgehen. Wenn er mir sachen die ganze Zeit vorhält. Die ich ausversehen falsch gemacht habe. Ich denke darüber glaube ich viel zuviel nach und mach mich total verückt und mach noch mehr falsch! Kann dann öfter nicht klar denken mach mir Vorwürfe ohne ende. Das stößt manchmal total an meinen Psychischen Grenzen!!! Ich mein ich bin schon im 2. Lehrjahr und müsste schon einiges können. (komme im August ins 3.te) Aber es passieren nun einmal Fehler.Die mach ich bestimmt nicht mit absicht. Das der immer so abgehen muss. BOHHH Die oben genannten Beispiele sind nur ein paar. ich wollte nur nicht alles hier voll schreiben. Die Liste wäre nahezu endlos :/
    Könntet ihr dazu stellung nehmen?! Soll ich den Betrieb wechseln oder was soll ich bloß machen.

    Hab so schon in letzter Zeit scheiß Probleme.
    Mein 600€ Handy ist schrott gegangen durch eigenverschulden!
    Mein Auto hat jemand vorm Baum gesetzt. Totalschaden
    Teilschuld weil ich jemand ohne FS farhen lassen hab =(
    Ich wurde Geblitzt 34 zu schnell in der Probezeit =( ca. 550€

    Mich kotzt das Leben gerade so an!!! Würde am liebsten grad sterben! Aber nein das tu ich nicht...:(
    Wenn man´s umdreht funktioniert´s genauso gut...
  • moin klein-willy
    hört sich alles nicht wirklich prickelnd an.
    Da fällt es schwer, gute Laune und Frohsinn zu entwickeln.

    Allerdings gestehst du auch ehrlicherweise eine Mitschuld an einigen Dingen ein, die nicht so erfreulich verlaufen sind, sowohl was dein Privatleben als auch deine Arbeit betrifft.
    Vo daher würde der Wechsel der Ausbildungsstelle dich nicht notwendigerweise vor weiteren "Schlägen" schützen.
    Wesentlich ist für mich, dass du 2/3 deiner Ausbildung abgehakt hast - das Ziel liegt näher als der Start; macht da ein Wechsel noch Sinn?
    kA, wie das mit Ausbildungsstellen für Klemptner aussieht, aber ich denke, es ist nicht so üppig; man wird in nem neuen Betrieb auch nach den Gründen des Wechsels fragen und nicht unbedingt deine Erklärungen nachvollziehen können.
    Vielleicht ist während einer Lehre auch ein bisschen "Demut" angesagt, vor allem wenn man sich Fehler eingestehen muss. Das fällt natürlich schwer gegenüber einem Meister, den man als "Feind" wahrnimmt.

    Ich würde dir raten, bleib in dem Betrieb und schließ die Lehre da ab.
    Bemühe dich, deine Arbeit 120 % zu machen, sei freundlich zu deinem Meister und schlucke den Stress, wenn er Fehler kritisiert. Möglicherweise hast du dann weniger den Eindruck, auf seinem "Kicker" zu sein.

    Du scheinst ein spontaner, impulsiver Mensch zu sein; vielleicht gelingt es dir in Arbeit und Freizeit, etwas überlegter und weniger spontan an Sachen ran zu gehen, das könnte helfen, die Fehlerquote zu senken.

    Ich hoffe, das hört sich nicht zu klugshicerisch an ;)
    aber gerade das mit der Spontanität hab ich leider auch gut drauf.
    Oft muss ich mir im Nachherein sagen, hättest du doch mal über mögliche Konsequenzen nachgedacht.
    Es nie zu spät für eine glückliche Kindheit! (Erich Kästner)
  • littleprof schrieb:

    Bemühe dich, deine Arbeit 120 % zu machen, sei freundlich zu deinem Meister und schlucke den Stress, wenn er Fehler kritisiert.


    Er braucht sie nicht 120%ig zu machen, er sollte sich nur mal Mühe geben, sie einigermaßen ordenlich zu machen. Wenn ich mir seine eigene Schilderung so ansehe, dann kann ich den Meister schon verstehen.

    klein-willy, setz dich einfach mal hin und lese noch einmal das, was du geschrieben hast. Dann müsstest du eigentlich selber sehen, wo das Hauptproblem ist.

    littleprof schrieb:

    Ich würde dir raten, bleib in dem Betrieb und schließ die Lehre da ab.


    Da und auch dem Rest deiner Ausführungen stimme ich voll zu. Wenn er es bis dahin geschafft hat, dann sollte er sich das letzte Jahr zusammenreißen und sehen, dass er die Lehre vernünftig beendet.

    klein-willy schrieb:

    Wenn er mir sachen die ganze Zeit vorhält. Die ich ausversehen falsch gemacht habe.


    Wenn die Sachen nicht aus Versehen wären, sondern mit Absicht, dann wär das ja auch schlimm. Aber eben auch Fehler aus Versehen dürfen nicht zu oft passieren. Schließlich bezahlt Jemand für diese Arbeit und erwartet ein fehlerfreies Werk. Wenn die Fehler sich häufen, liegt das oftmals daran, dass die Arbeit nicht mit der notwendigen Einstellung ausgeführt wird.

    An deinem Meister wirst du direkt nicht viel ändern können. Was du ändern kannst, ist deine Einstellung und die Qualität deiner Arbeit. Und mit großer Wahrscheinlichkeit wird sich auch das Verhalten deines Meisters dir gegenüber ändern, wenn er merkt, dass du dich wirklich bemühst.

    Denk mal drüber nach.


    Ich kann dir auch nur raten: Weiter machen und das Beste geben. Es ist am Ende dein Abschluss, der dir die Weichen für dein weiteres Leben stellen kann.
  • Ich hab zwar die Posts meiner beiden Vorposter nur überflogen, aber ich stimme Ihnen soweit zu, dass es sicherlich nich nur an deinem Meister liegt.
    Ich mach auch grade Ausbildung (auch 2/3 beendet). Wenn mir Fehler passieren werd ich auch immer angeschnauzt (und ja, auch ich mache meine Fehler nicht bewusst sondern unabsichtlich).
    Ich denke aber, dass das Sinn macht. Ich persönlich würde zwar bei solchen Situationen niemals so reagieren wie mein Vorgesetzter, aber nur so
    lernt man(n?), dass man halt ständig aufpassen muss bzw. dass man manche Dinge einfach noch nicht so verinnerlicht hat, wie man selber es vielleicht denkt.
    Ich hatte mit dieser Art und Weise vor allem Probleme im ersten Jahr, was wahrscheinlich damit zusammenhängt, dass das Umfeld bei einer Arbeitsstelle, bei der es ja immer
    um mehr oder weniger Geld und Verantwortung geht, im krassen Gegensatz zu meiner 13-jährigen Schullaufbahn stand.
    Inzwischen habe ich mich aber an meinen Chef und das Umfeld gewöhnt.

    Ich gehe zwar davon aus, dass deine Schilderung etwas übertrieben ist, trotzdem klingt es aber so, als hätte dein Vorgesetzter ein Wutproblem.
    Wurde denn schon einmal mit dem Chef über den Meister gesprochen?
    Der Meister selber scheint ja nicht besonders einsichtig zu sein, vielleicht könnte da ein Gespräch mit dem Chef bzw. eine Art Mitarbeiterversammlung helfen.

    Zusammenfassend würde ich dir eher raten, bei deinem Betrieb zu bleiben, das letzte Jahr wirst du wohl noch überstehen.
    Das Problem liegt dabei nämlich augenscheinlich nicht nur bei deinem Meister, sondern auch bei dir.
    Ein Gespräch mit dem Chef könnte zusätzlich helfen. Vielleicht mit dem Chef als Schlichter, dann könnte jede Seite Ihre Probleme mit der anderen Mal zur Sprache bringen.
    Eine Frage hätte ich noch, wie alt bist du?

    MfG Schlaechter
  • Hallo Klein-Willy,

    im Prinzip ist schon alles gesagt. Dennoch möchte ich darauf hinweisen, das ein offenes klärendes Gespräch manchmal Wunder wirken kann. Sprich offen mit Deinem Meister über Deine Probleme (Schlaf- und mögl. Konzentrationsprobleme).
    Sag ihm, das Du bemüht bist, Deine Fehler abzustellen und noch wichtiger zeig es ihm auch. Mach die Arbeiten nicht wenn er sie anordnet, sondern am besten bevor er diese anordnet. Versuche seine Perspektive einzunehmen. Wenn Du es schaffst, als Mitarbeiter gesehen zu werden, auf den man sich verlasssen kann und nicht als Intensivfall, wird sich das Verhalten Deines Meisters sicherlich verändern.

    Gruß
    AnakinSky
  • Eine Frage hätte ich noch, wie alt bist du?


    Laut Profilangabe 19...;)

    Ein Gespräch mit dem Chef könnte zusätzlich helfen. Vielleicht mit dem Chef als Schlichter, dann könnte jede Seite Ihre Probleme mit der anderen Mal zur Sprache bringen.


    Da wäre ich vorsichtig, wenn man schon durch schlechte Arbeit auffällt sollte man sich nicht unbedingt noch über den Meister beschweren. Die eigene Position ist da doch recht schwach..
  • Hallo klein-willy,
    nach deinem sehr umfangreichen Eingangspost hab ich gedacht, du bist brennend an Denkanstößen interessiert,
    die dich in deiner Situation i-wie weiter bringen.
    Scheinbar ist das nicht der Fall, denn du bist zwar gestern morgen im board aktiv gewesen,
    hast diesen thread aber jetzt fast 3 Tage brach liegen lassen.
    Das könnte bedeuten, dass du die Hoffnung aufgegeben hast, deine Situation in diesem Betrieb noch zu verbessern;
    es könnte die fehlende Lust zum Engagement in der Sache signalisieren;
    es könnte auch bedeuten, dass du dir einfach nur das ganze Elend mal von der Seele schreiben musstest und nun ist wieder alles roger.

    Was isses?
    Mach uns mal schlau ;)
    Es nie zu spät für eine glückliche Kindheit! (Erich Kästner)