Puppy Linux

    • Freeware

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    • Betriebssystem: Puppy Linux (Welpen Linux)

      Sprache: Englisch

      Autor: Barry Kauler

      Lizenz: Freeware / Open Source
      Aktuelle Version: Die Entwickler von Puppy Linux haben Precise Puppy 5.4.2 freigegeben, eine neue Variante, die mit Ubuntu 12.04 kompatibel ist. beruht auf Ubuntu 12.04 LTS und ist in der Lage, von dessen grosser und aktueller Paketauswahl zu profitieren. Die Benutzer haben Zugriff auf das komplette Ubuntu-Repositorium, um fehlende Programme nachzuinstallieren. Da Ubuntu 12.04 fünf Jahre lang unterstützt wird, soll das auch für Precise Puppy gelten. Laut Chefentwickler Barry Kauler enthält diese Puppy-Version viele Änderungen im Grundsystem gegenüber der im April veröffentlichten Version 5.3, insbesondere in der Paketverwaltung PPM. Parallell dazu, unabhängig von Ubuntu, wird auch Slacko Puppy 5.4 mit einem Linux-Kernel 3.2.33 angeboten.

      Dateigrösse: 156.6 MB

      Mindestvoraussetzungen und Merkmale: Bei Puppy Linux handelt es sich um eine vollständig ausgestattete, schnelle und sofort betriebsbereite Linux-Distribution. Die Besonderheit des Betriebssystems ist seine geringe Grösse, eine Installation von "Puppy Linux" ist weniger als 200 MB gross. Puppy Linux ist eine platzsparende Linux-Variante, die sich vor allem für ältere Rechner eignet, da geringe Systemanforderungen gestellt werden. Zudem ist die Distribution so kompakt, dass Sie locker auf einen USB-Stick passt und daher auch unterwegs stets einsatzbereit ist. Puppy Linux kann direkt von einer Live-CD betrieben werden. Selbstverständlich ist auch eine Installation auf der Festplatte möglich. Aus Quelltext kompiliert, basiert Puppy auf keiner anderen Linux-Distribution.

      Die aktuellen (2012) Versionen von Puppy setzen ein Minimum von 128 MB Arbeitsspeicher voraus, um das Betriebssystem vollständig und ohne swap-Partition in den Arbeitsspeicher zu laden. So wird die Distribution mit ihren diversen Programmen angemessen schnell ausgeführt. Empfohlen werden heute grundsätzlich 256 MB RAM plus eine Swap-Partition von 512 MB. Will man auch auf älterer Hardware ein Puppy Linux mit aktuellen Programmen einsetzen, ist Puppy 2.14x besonders geeignet.

      Wie bereits erwähnt, arbeitet Puppy seit jüngster Zeit mit Ubuntu zusammen, wodurch sich bei der neusten Version eben doch eine wesentliche Systemvoraussetzung ergibt: Der Kernel von Precise Puppy 5.4, der von Ubuntu stammt, ist mit PAE-Unterstützung erstellt. Dadurch ist er nicht auf Pentium-4-Systemen lauffähig.Kauler will das Problem durch einen Nicht-PAE-Kernel beheben, der in wenigen Tagen verfügbar sein soll. Kauler weist ausserdem darauf hin, dass der freie Nvidia-Grafiktreiber Nouveau auf manchen Systemen nicht funktioniert. In diesem Fall muss man auf die X.org-Treiber nv oder vesa ausweichen.

      Download und Installation: Image herunterladen, mit Brennsoftware auf DVD brennen und installieren. Brenn-Empfehlung unter Windows: Das Freeware-Programm BurnAwarefree (Chip Download) hat eine eigene "Image brennen"-Funktion. Brenn-Empfehlung unter Linux: Standart-Brennprogramm deiner aktuellen Linux-Distribution.
      Download-Link: Puppy Linux - Download - CHIP Online

      Hardwareerkennung und Besonderheiten: Puppy hat eine hervorragende Hardware Erkennung und bringt alles mit, was zum arbeiten benötigt wird. Eine weitere Besonderheit ist die Tatsache, das alle Einstellungen auf der CD gespeichert werden können, auf der sich Puppy befindet. Denn es handelt sich um eine offen gelassene Multi-Session CD.

      Vorinstallationen: Das Softwarepaket ist gut gefüllt: So sind Sea Monkey von Mozilla, die Textverarbeitung Abi Word, der Excel-Ersatz Gnumeric, der Instant Messenger Pidgin und Gxine als Videoplayer vorinstalliert. Weitere Anwendungen können natürlich separat hinzugefügt werden.

      Updates / Upgrade: Es gibt zwei Wege der Aktualisierung. Die erste Möglichkeit besteht darin, gleich die ganze ISO mit der neuesten Version herunterzuladen. Die zweite Möglichkeit besteht darin, mit dem entsprechenden Dienstprogramm von Puppy das bestehende Betriebssystem zu aktualisieren. Entsprechende Anleitungen finden sich in den Puppy-Foren.

      Desktop: Als Arbeitsumgebung nutzt Puppy JWM (Joe's Window Manager). Es handelt sich um einen leichtgewichtigen Fenstermanager für das X Window System. Auf den ersten Blick ähnelt JWM einem Windows-Desktop. Konfiguriert wird JWM mit einer XML-Datei. Er nutzt aber auch Informationen, die für GNOME, Motif Window Manager und WM gedacht sind.

      Geschwindigkeit: Das System wird komplett in den Arbeitsspeicher geladen und erreicht dadurch eine hohe Betriebsgeschwindigkeit. Der Live-Betrieb ohne Installation ist je nach BIOS von fast allen Wechselmedien möglich. Die Nutzung durch Anwender, die an das Betriebssystem Windows gewöhnt sind, ist ohne grosse Schwierigkeiten zu erlernen.

      Hintergrund und Geschichte von Puppy Linux
      Puppy Linux wurde im Jahr 2002 von dem Australier Barry Kauler entwickelt. Die Version 0.1 veröffentlichte er am 18. Juni 2003. Seitdem wurde das System mit zunehmender Unterstützung und Geschwindigkeit weiter entwickelt. Im Oktober 2008 zog sich Barry Kauler als Leiter der Entwicklung von Puppy Linux zurück und konzentrierte sich mehr auf verwandte Projekte wie Woof, mit dem distributions-fremde Pakete in das Paketformat PET (Puppy's Extra Treats) für Puppy Linux konvertiert werden können. Puppy 4.1.2 war die bis dahin letzte Version von ihm. Die Community pflegte die Distribution weiter zu Puppy 4.2 „Deep Thought“, erschienen im März 2009. Erneut koordiniert von Barry Kauler folgte im September 2009 Puppy Linux 4.3., aufbauend auf Woof. Auf Basis von Woof führt Barry Kauler zwei Entwicklungslinien von Puppy mit Quirky und Wary weiter. Die Entwicklung von Puppy aus der Community heraus hat zu Lucid Puppy und Slacko Puppy geführt, mit zusätzlichen Ideen und Programmen.

      Ein Ziel des Betriebssystems ist es, auch von Benutzern ohne Linuxkenntnisse sofort genutzt werden zu können.[2] Die Entwickler versuchen dies durch unkomplizierte, benutzerfreundliche Bedienung und breite Hardwareunterstützung zu erreichen.

      Puppy Linux ist mittlerweile eine Familie von unabhängigen Linux-Distributionen, die alle auf niedrigen Speicherbedarf ausgelegt sind. So soll Puppy auch auf älteren Rechnern gut laufen, und ab 256 MB RAM soll es sich vollständig im Speicher befinden. Daneben gibt es beispielsweise Pupeee, eine Distribution für Netbooks, und eine größere Zahl weiterer Derivate, Puplets genannt.

      Gruss freefloating

      Quellen: Puppy-Linux, Chip, Wikipedia, Linux-Foren, freefloating

      Weitere Interessante Infos und Bilderstrecke:
      Download latest Puppy Linux release
      google.ch/search?q=Bilder+Pupp…0CEAQsAQ&biw=1280&bih=907
      Carpe diem - pflücke den Tag!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von freefloating () aus folgendem Grund: Erstellungsdatum: 22.12.12 / Aktualisierungsdatum: 22.12.12

    • Ich nutze Slacko auf einem älteren (5 Jahre) Laptop.
      Bin damit recht zufrieden.

      Puppy eignet sich für "parallel" recht gut, da man es "frugal" installieren kann.
      Man kann dabei seine Daten in eine Windows-Partition ablegen.
      Die frugale Installation eignet sich besonders, wenn man Dinge einfach nur ausprobieren möchte, dann läd arbeitet man mit Puppy nur im RAM und kann dann beispielsweise Pakete testweise installieren. Funktioniert alles, kann man die Änderungen speicher, läuft es nicht, beendet man einfach ohne Speichern und am System ist nix passiert...

      Einen Nachteil hat Puppy in meinen Augen, die Community scheint nicht ganz so groß zu sein und sich wiederum auf die verschiedenen Puppys aufzuteilen, so dass neue Programme nicht so schnell -wenn überhaupt - für Puppy zur Verfügung stehen.

      Interessant ist die auf Lucid Puppy aufbauende Entwicklung eines Users: Lazy Puppy - ein sehr schmales Puppy in Deutsch, bei dem die meisten Programme als SFS nur bei bedarf eingebunden werden.