Studiumwahl! bitte Vorschläge! :)

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  • Studiumwahl! bitte Vorschläge! :)

    Hallo!

    Ich beginne nächstes Jahr zu studieren und bin neben dem Maturastress sehr am überlegen was ich studieren soll.

    Mathematik und generell Naturwissenschaften fallen mir sehr leicht. Auch mit Computern und Elektronik kenne ich mich gut aus.

    Besonders interessiere ich mich aber für die Astronomie. Wenn ich mich nur für das Studium entscheiden müsste wäre es für mich klar und ich würde Astronomie studieren. Das Problem dabei ist, dass man natürlich auch gewisse Berufsaussichten haben muss.

    Physik interessiert mich auch sehr (da es ja auch ein Teilgebiet der Astronomie ist). Allerdings gibt es einige Teile davon die mich weniger interessieren und einige wiederrum mehr. Das Studium Physik ist ja breit aufgefächert und bietet wirklich viel Grundlagenwissen.

    Zusätzlich muss ich sagen dass ich auf längere Sicht NICHT ins Ausland gehn will. Ein Auslandssemster oder Jahr auf jeden Fall aber nicht entgültig dort arbeiten oder leben.

    Nun meine Frage:
    Ist besser Astronomie wegen des Interesses zu studieren mit "weniger" Berufsaussichten bzw. schwierigeren Bedingungen nach dem Studium im Inland. Oder Physik zu studiern wo die Berufsaussichten sehr gut sind, was allerdings ein wirklich schweres Studium ist und wo mich auch nicht alle Themengebiete ganz so interessieren.

    Bin schon gespannt auf die Antworten!
  • Zuerst mal würde mich interessieren, wo du denn einen Bachelor Studiengang Astronomie gefunden hast? Auf die schnelle waren das für mich immer Physikstudiengänge mit einigen Modulen Astronomie.

    Wenn du definitiv einen dieser beiden Studiengänge wählen möchtest, dann würde ich mich an deiner Stelle für Physik entscheiden. Die Grundlagen, die du da im Bachelor machst, wirst du so oder so größtenteils benötigen und wenn die Begeisterung für Astronomie wirklich anhält kannst du immer noch einen spezialisierten Master im Bereich Astronomie/Astrophysik machen. Du vergibst dir damit erst mal nichts.

    Ist besser Astronomie wegen des Interesses zu studieren mit "weniger" Berufsaussichten bzw. schwierigeren Bedingungen nach dem Studium im Inland. Oder Physik zu studiern wo die Berufsaussichten sehr gut sind, was allerdings ein wirklich schweres Studium ist und wo mich auch nicht alle Themengebiete ganz so interessieren.


    Pauschal kann man das schlecht sagen. Allerdings kannst du dir sicher sein, dass du nie einen Studiengang finden wirst in dem dich jedes einzelne Modul anspricht. Durch viele Sachen muss man nun mal durch, im Studium wie auch sonst überall ;)


    Eine andere Frage, die sich hier förmlich aufdrängt, ist, ob du wirklich versuchen solltest einen Beruf im Bereich Astronomie zu finden oder dein Interesse nicht einfach weiter als Hobby pflegen möchtest.
  • Ist wirklich schwer , dir hier gute Tipps zu geben ....

    Einerseits sind reine Astronomen nur in begrenzter Zahl benötigt und Sternwarten / Beobachtungszentren boomen ja nun derzeit nicht .....

    Andererseits vermute ich , das Astrophysiker auch in Zukunft gute Chancen haben , denn
    Satellitentechnik ist auch in Zukunft ein expandierendes Geschäft , sei es
    bei Medien / GPS / Erdbeobachtung aller Art sowie natürlich bei Erkundungsmissionen
    im Sonnensystem. Da sind sowohl physikalische Kenntnisse , als auch Hard - und
    Softwarekenntnisse gefragt und da hat der Astrophysiker sein Metier.
    Sowohl bei Konstruktion / Erprobung als auch bei Einsatz und bei Auswertung .
    Natürlich sollte man auch mehrsprachig sein - versteht sich - denn in dem Geschäft
    läuft es international mittlerweile.
    Letzendlich kann man mit solch einer Ausbildung wohl auch in den Nutzerindustrien
    einen Platz finden ( Telekommunikation , Luftfahrt , Schiffahrt etc )

    Wünsch dir eine gute Entscheidung !
  • studieren würde ich in wien

    das problem ist, dass es nicht möglich ist den bachelor in physik und den master dann in astronomie zu machen

    soweit ich weiß lernt man im astronomie studium auch ziemlich viel im edv bereich was es auch möglich machen würde später im beruf so etwas in die richtung zu machen

    zusätzlich glaube ich dass das physik studium richtig schwer ist und man sich da echt reinhängen muss... und ob das das wahre ist ist die frage weil man soll ja die studiums zeit auch später einmal schön in erinnerung haben
  • Hi, lass dich von der "Schwierigkeit" des Physikstudiums nicht abschrecken. Ich studiere selbst gerade Physik in den letzten Züge und würde es immer wieder machen. Ich werde mich später garantiert mit Freude an mein Studium zurückerinnern.

    Wenn du, wie du gesagt hattest, gut in Mathematik und den Naturwissenschaften bist, ist das Physikstudium eine super Wahl. Und falls es dir doch nicht zusagt, stellt sich das bei der Physik zum Glück innerhalb der ersten zwei Semester raus. Besonders wenn die erste Vorlesung über Theoretische Physik stattfindet.

    Im Allgemeinen hat jedes Physikstudium einen Teil Astrophysik, allerdings ist das eine ganz andere Größenordnung als das der Nichtphysiker so allgemein unter Astronomie versteht. Da geht es um tiefste Quantenmechanik und feinste Relativitätstheorie. Ich hatte in der Schule auch großen Gefallen an Astronomie gehabt im Studium aber festgestellt, dass es mir in dieser Art doch nicht zusagt.

    Meine Empfehlung: Wenn du dich wirklich für Naturwissenschaften interessierst, dann beginne ein Physikstudium und schaue ob dir das allgemein liegt. Wenn ja, wirst du eine ganze Menge Eindrücke aus den verschiedensten Richtungen der Physik bekommen und vllt. kannst du für z.B. Halbleiterphysik genauso begeistern wie für Astronomie. Wenn dir Astrophysik nach der ersten Vorlesung immer noch so verlockend vorkommt, dann lerne es dir selber an, schreibe deine Bachelorarbeit und mache deine Praktikas in einer Sternwarte o.ä. und früher oder später wirst du so auch zu einen Astrophysiker, der aber die Welt der gesamten Physik kennt.

    Viele Grüße
    Rodan
    [SIZE="2"]"Wer den Sumpf trocken legen will, darf die Frösche nicht fragen." (Elmar Schmähling)[/SIZE]
  • @ Rodan

    danke für die antwort!

    ich bin sicher dass es durchaus zu schaffen ist, rein von der schwierigkeit her nur glaub ich dass einiges lernen notwenig ist oder?

    physik generell und natürlich besonders die relativitätstheorie interessiert mich sehr! nur z.b. für die mechanik bin ich überhaupt nicht zu begeistern, die aber trotzdem ein großer teil des studiums ist

    deshalb zweifle ich ein bisschen daran ob ich mich bei den kapiteln die ich persönlich nicht so interessant finde auch durchbeißen würde

    lg :)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von NeHe () aus folgendem Grund: vollzitat entfernt

  • Natürlich ist im Physikstudium viel zu lernen, das Studium wird keinem geschenkt. Und die Physik muss auch immer als Ganzes betrachtet werden. Das ist gerade der Grund, warum es mir so gefällt. Am Ende greift alles ineinander und alles beruht auf ähnlichen Annahmen und es tauchen Parallelen dort auf, wo man nie welche vermutet hätte. Alle Bereiche der Physik hängen zusammen und sollten nicht voneinander losgelöst betrachtet werden. Das ist eine der tieferen Einsichten die man während des Studiums erhält.

    Bei den von dir gewählten Beispiel, ist wichtig, dass die Relativitätstheorie sozusagen eine Mechanik 2.0 ist, also bei hohen Geschwindigkeiten und in der Nähe großer Massen gilt (einfach gesprochen). Die Schulmechanik ergibt sich dann als Sonderfall der Relativitätstheorie.

    Im Physikstudium lernt man sich für alle Gebiete zu begeistern, da alles zum Gesamtbild beiträgt.
    [SIZE="2"]"Wer den Sumpf trocken legen will, darf die Frösche nicht fragen." (Elmar Schmähling)[/SIZE]
  • ja persönlich kann ich das echt schwer einzuschätzen, physik ansich interessiert mich mehr und ich denke wenn man sich prinzipiell länger mit einen themengebiet beschäftigt wird auch das interesse darin geweckt

    in unserer schule ist die physiklehrerin leider nicht so gut auf mich zu sprechen und auch mir persönlich sehr unsympatisch
    das ist vielleicht auch ein grund weshalb mich manche gebiete nicht so ansprechen und zusätzlich gehen die lehrer ja in der schule speziell nicht so auf die themen sehr genau ein

    ein weiterer punkt der mir ein bisschen sorgen bereitet ist, dass wir in der schule viel mit dem taschenrechner rechnen
    in mathematik hab ich zwar einen einser und wir rechnen am anfang selbstverständlich die grundlagen und alles händisch nur bringt mir das wenig wenn ich im studium mir nochmal alles anschaun muss
  • Nur ein grundsätzlicher Tipp - wenn du dich über Studiengänge informierst, dann kontaktiere auch die Fachschaft/den Fachschaftsrat. Dort kann man meistens wesentlich aktuellere Infos geben und dazu auch einige insidertipps, bzw. Einschätzungen. Das kann schon gut weiter helfen, abseits von den üblichen Werbetexten.
  • Naja. Solche Schnupperkurse, je nach Fach, sind eher von begrentzter Aussagekraft. Bei uns beispielsweise werden erst gar keine Angeboten. Was aber noch sinnvoll sein kann, ist es sich die Prüfungsunterlagen mal anzuschauen, die gibts als Muster nicht selten ebenfalls bei der Fachschaft. Dann sieht man zumindest, was abseits von der "offiziellen" Beschreibung wirklich verlangt ist. Welchen Schwerpunkt die gefragte Wissensvermittlung hat usw.
  • Egal was du studierst, es wird überall Bereiche geben, die dicht kaum oder gar nicht
    interessieren. Selbst wenn dich etwas interessiert, aber der Dozent schlecht ist, wird
    die Vorlesung zum Graus :D
    Auch auf die Sachen aus der Schule würde ich nicht so viel Wert legen. Was wir in zwei
    Jahren Oberstufe gemacht haben, wird in der Uni in nicht mal einem Semester durchge-
    zogen. Da ist die Geschwindigkeit und die Stoffmasse etwas ganz anderes.
    Wenn du Physik interessant findest und denkst, damit später mal gute Jobchancen zu
    haben, dann studiere es. Ich denke du wirst nie etwas finden, was dir zu 100 % zusagt!

    Phunny
  • Beruf kommt von Berufung. Überlege was Dir in Deinem Leben schon immer viel Spaß gemacht hat - womit Du anderen gerne eine Freude bereitest.

    Was ich gemerkt habe ist dass häufig die Dinge wo man am meisten im Leben kritisiert wurde die Sachen sind, die man am besten kann - wo die größten Talente liegen.
  • Ich selber habe Wirtschaftsmathematik studiert. Wenn dir also auch Wirtschaftsthemen ansatzweise gefallen, könnte das was für dich sein.
    Wobei ich aber auch sagen muss, dass das Studium jetzt nicht unbedingt das einfachste ist. Von anfänglich 100 Studenten sind wir am Ende ca. noch 20 gewesen.
  • Du hast gesagt, dass du in Wien studieren möchtest. Aus Erfahrung (Hauptuni) kann ich dir sagen, dass fast alle, die mit Astronomie beginnen nach einem Semester auf "normale" Physik wechseln. (warum weiß ich nicht, aber ich glaube, weil eh alles fast das selbe ist....) Also würde ich dir empfehlen auch gleich mit der "normalen" Physik zu beginnen und dich dann in den Modulen zu spezialisieren...
    LG aus Wien
  • Hast du in deinem Bekanntenkreis jemanden der Physik oder etwas ähnliches studiert?
    Frag doch da mal nach ob jemand jemanden kennt ;)

    Schau dir auch die Studienpläne auf den Uni-Homepages an ... dann weißt du, welche Bereiche behandelt werden.

    Bin schon gespannt, wie du dich entscheidest.

    LG aus Tirol

    P.S.: in Tirol (Innsbruck) kannst du natürlich auch Physik studieren ;)
  • Das Argument, Physik sei zu schwer, also würdest Du lieber Astronomie studieren, halte ich für etwas unrealistisch. Gerade die Astronomen beißen an den Grundlagen der Physik, Gravitation und Teilchenlehre. Einfach ist das also auch nicht. Also ich persönlich halte alle diese Richtungen für schwierig, es sei denn, man hat einen guten Zugang. Wenn Du ihn hast, mache am besten Physik und spezialisiere Dich dann.
  • Ich schließe mich der Meinung von Gon Mike an und würde dir auch empfehlen "Allgemeine Ingenieurswissenschaften" zu studieren, weil ich denke, dass von all deinen Vorlieben darin etwas enthalten ist und du dich später noch entscheiden kannst, welche Fachrichtung dir am meisten liegt bzw. dich am meisten Interessiert. Damit steht dir in Zukunft jedenfalls Tür und Tor offen.
  • Bei aller liebe zu den Interessen. Aber Astrologie ist dann doch sehr rar gesäht an jobs.
    Ich würde mit Physik beginnen. Im den ersten ein oder 2 Jahren ruhig recht allgemein. Dann kannst du dich immer noch für eine Fachrichtung entscheiden.
    Wenn du das Studium dann fertig hast, nen guten Job hast und dann noch langeweile... dann kannst du immer noich Astrologie studieren :) , also nebenbei :)