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  • Berni123
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  • Guten tag zusammen,

    ich stehe vor folgendem Problem.
    Dieses Jahr sollen bei uns sämtliche Fenster ausgetauscht werden und wir sollen uns für bestimmte Fenster entscheiden. Ich hab leider keinen blassen Schimmer davon, welche warum und wie gut sind. Deshalb bin ich bei euch gelandet. :)
    Ich weiß nur, dass wir robuste Fenster brauchen, ob Holz-, Alu-, oder Kunststofffenster am besten sind, weiß ich nicht.
    Wo liegen denn bei den jeweiligen Materialien die Vor - bzw. Nachteile?
    Gibt es nur Unterschiede bei der Dämmung? Oder bei der Sicherheit?
    Würde mich freuen, wenn mich jemand aufklärt. :)

    Vielen Dank schon mal.
  • Naja -

    grundsätzlich gilt :

    Holzfenster brauchen Pflege , können sich verziehen und sind daher meist nur
    bei Auflagen ( zb. Denkmalsschutz ) im Einsatz

    Alu -Fenster sind am unempfindlichsten , passen aber nicht zu jedem Haus -
    Kunststoffenster wären also in den meisten Fällen die richtige Wahl -
    allerdings vielleicht nicht in weiß ( wo man jeden Dreck sieht )

    In den Dämmungswerten , welche gefordert werden , können alle Fenster
    angepasst werden ( zB. erhöhter Schallschutz ) - das schlägt aber auf den
    Preis .
    Sicherheit ist üblicherweise in zusätzlichen Fensterschlössern zu finden
    ( bei der Polizei gibts kostenlose Beratung ) - oder willst du schusssicheres
    Glas :D ....das wird richtig teuer .....
  • Auf die Schnelle kurz vor dem Feierabend. :D
    Dämmwert von Fenstern hängt davon ob wie viel Glasscheibe du drin hast.
    Also Dreifach- oder Zweifachverglast.
    Was sich hier lohnt, da streiten sich die Geister. Die einen sagen der Aufpreis von Zweifach auf Dreifach rechnet sich nicht mit den Heizkosten. Die anderen sagen es rechnet sich.
    Erfahrung gemäß kann ich dir nur Dreifachverglaste empfehlen. Wir haben selber erst letztes Jahr eine Hausfront daheim ausgetauscht. Und merken den Unterschied.
    Zum Werkstoff:
    Holz ist pflege intensiv. Außerdem muss/sollte man sie öfters Streichen.
    Dies würde ich dir empfehlen.
    Kunststoff ist gut. Nicht arg Pflegeintensiv. Nur muss man hier darauf achten das man keinen dunklen Kunststoff nimmt. Den dadurch können sie sich verziehen, von der Hitze der Sonne. Nur die Frage ob man innen diese Kunststoffoptik haben möchte.
    Wobei man echt sagen muss die Fenster werden immer besser.
    Alu finde ich persönlich am besten. Vor allem Holz-Alufenster.
    Außen hat man Alu und innen Holz. Auch wenn einige sagen das man ein Schwitzwasserproblem bekommt. Wegen dem Übergang von Alu zu Holz. Doch ich habe bisher noch nie so einen Schaden gesehen. Und um das Alu muss man sich so gut wie nicht kümmern :cool:

    Zusammenfassen: Holz/Alu Dreifachverglast

    Hoffe konnte ein wenig behilflich sein :)
  • ...habe selber letztes Jahr die Entscheidung für Kunststofffenster getroffen.
    83mm Bautiefe in Verbindung mit 3-fach Verglasung (Argon-Gas-Füllung) Ug-Wert 0.6 !
    Im Vergleich zu 2-fach Veglasung (Ug-Wert 1.1) rechnet sich das allemal.
    Der Wärmeverlust geht (meist) über die Scheibe verloren.
    Der Aufpreis bei 3-fach Vergasung zu 2-fach betrug bei mir (bei 20 Stück) ca. 1500€.
    Bei der Farbwahl ist, wie schon oben erwähnt wirklich Vorsicht geboten. Je dunkler die Aussenfarbe (z.b. antrazith oder mahagoni...) desto höher die Hitzeentwicklung im inneren des Fensterprofiles (bei Sonneneinstrahlung).
    Das kann zum "Verziehen" des Profiles/Fensters führen.
    Da wäre jetzt wieder Kunststoff/Alu im Vorteil wobei mir der Mehrpreis von 40% (ca. 4000€ bei mir) gegenüber Kunststofffenster ausschlaggebend war, diese nicht zu nehmen. Holz/Alu ist etwa 50-60% teurer als "normale" Kunststofffenster!
    Aber Alu ist NICHT unempfindlich! ------> Kratzer! z.B. beim Verputzen der Fenster-Laibung usw. da muss schon auf sauberes Abkleben geachtet werden, sowie beim nachträglichen saubermachen der Fenster.
    Hierfür gäbe es dann wieder Sonderlacke, die das Alu besser schützen, was aber auch wiederum teurer ist.
    Natürlich gibt es schon tolle Fensterfarben, aber ich habe mich für weiss entschieden... man weiss ja nicht was einem in 5 Jahren gefällt, bzw. ist man dann nicht so sehr mit der Fassadenfarbe an die Fensterfarbe gebunden.

    Mein Tip wäre:
    Kunststofffenster mit 3-fach-Verglasung evtl. Kunsstoffenster/ALU, je nach Geldbeutel;)


    mfg
    Rusty09

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von RUSTY09 ()

  • Hallo Berni123,

    hier auch noch meine Tipps:

    - Nimm Kunststofffenster, die sind am günstigsten und am unempfindlichsten, meine sind jetzt 10 Jahre alt, ich nie etwas daran gemacht und sie sehen wie neu aus. Und das trotz dunklem Mahagoni-Dekor.

    - Außerdem sind sie am stabilsten, da in dem Kunststoffprofil ein Stahlrohr verbaut ist.

    - Die Farbe ist abhängig vom Haus, aber nimm möglichst nicht weiß, das ist anfällig, sondern eine schönes Holzdekor oder eine passende Farbe.

    - Die Heizkosteneinsparung von 3-fach-Verglasung wird meiner Meinung nach total überschätzt. Die Mehrkosten lohnen sich nur für Räume die ganztägig beheizt werden, bei anderen Räumen (z.B. Flur, Schlafzimmer, Keller) oder wenn sie nur ein paar Stunden am Tag benutzt werden (z.B. Bad, Küche) reicht eine 2-fach-Verglasung völlig aus.

    - Ähnlich wie mit der Verglasung ist es ach mit der Rahmendicke bzw. Kammeranzahl, das ist nur bei warmen, dauerbeheizten Räumen relevant.

    - Wenn du ein wenig handwerklich begabt bist (oder jemanden kennst), dann kannst du viel Geld sparen. Die Höhe und Breite kannst die leicht selbst ausmessen. Es gibt im Internet einige Fenster-Shops (google mal z.B. Fenster + Verden), da kann man günstig einkaufen. Diese Online-Shops sind auch interessant um zu sehen, welche Formen, Farben, Dekore, Profile, Scheiben, Optionen u.s.w. es gibt. Und der Einbau ist auch kein Problem, wobei du das natürlich auch von einen Fachmann machen lassen kannst.

    Gruß
    hokuehn
  • Hallo Berni 123,

    um für die Wahl der Fenster einen wirklich sinnvollen Ratschlag zu geben, sind ein paar mehr Informationen hilfreich.

    Dreifachscheiben sind in einem Niedrigenergiehaus eine feine Sache, in einem alten Bauernhaus einfach daneben. Die Fenster müssen zum Haus passsen.

    Wirklich wichtig ist, dass sie richtig eingebaut werden. Der Übergang vom Fensterrahmen zum Mauerwerk ist eine klassische Problemzone. Mangelhefte Abdichtung dieses Bereiches führt zu Kältebrücken. Das kann (muss aber nicht) zu unliebsamer Schimmelbildung führen.

    Von außen darf kein Regenwasser irgendwo reinkriechen können. Der Anschluss an die Solbank (das Fensterbrett draußen) muss sauber gearbeitet werden.

    Es gibt für die Fensterrahmen bei den meisten Herstellern verschiedene Ausführungen. Ich würde eher für einen besseren Fensterrahmen mehr investieren, als in besonderes Glas.

    Wo steht das Haus? An einer stark befahrenen Straße? Dann würde ich nach Schallschutzfenstern schauen.

    Was sind denn jetzt für Fenster drin? Hast Du da vielleicht alte Kastenfenster? Dann würde ich Dir gern ganz ausführlich was drüber schreiben, warum Du diese aufarbeiten lassen solltest.

    In Bad und Küche machen Plastikfenster oft den meisten Sinn, da sie gegenüber der Feuchtebelastung unempfindlich sind. Sie sind leicht zu reinigen und müssen nicht gestrichen werden. Da kann also nicht mal ein Fenster innen die Farbe passend zur Einrichtung wechseln.

    In Dachschrägen würde ich immer von Holzfenstern abraten, da dort recht viel Kondenzwasser anfallen kann.

    Holzfenster sind die Klassiker. Sie sind teuerer und werden von den meisten Leuten als "wertiger" empfunden. In einem Altbau würde ich Holzfenster bevorzugen.

    Aber auch der Preis ist oft ein Kriterium, sich für etwas zu entscheiden. Da ist also die Frage, ob Du Eigentümer oder Mieter bist.

    An verschiedenen Hausfronten unterschiedliche Fenster einzubauen kann auch eine sehr gute Lösung sein.

    Viele Grüße
    HelenE