Zypern-Rettung: Deutsche Banken bangen um sechs Milliarden Euro

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  • Zypern-Rettung: Deutsche Banken bangen um sechs Milliarden Euro

    Hallo Leute,

    bin gerade mal wieder über diese Neuigkeit gestolpert, und möchte mal eure Meinung dazu hören :

    Zypern-Rettung: Deutsche Banken bangen um sechs Milliarden Euro

    Zypern droht die Staatspleite, wenn das Parlament in Nikosia dem Rettungsplan der Euro-Partner nicht zustimmt. Auch deutsche Banken wären betroffen: Sie haben in dem Land fast sechs Milliarden Euro verliehen - und zählen damit zu den größten ausländischen Gläubigern.

    Hier der komplette Artikel : Geld für Zypern




    Meine Meinung dazu :

    Auch wenn ich mich jetzt hiermit selbst ins "Aus" schiessen werde, gebe ich den Banken und auch der Deutschen Regierung Recht.

    Und das aus guten Gründen:

    Solange der Bürger sich weiterhin so "verarschen" lässt, und bei den Wahlen egal ob aus Tradition, Anhänger einer Partei etc. und sich weiterhin Honig ums Maul schmieren und sich frech anlügen lässt (betrifft immer wieder diese tollen Wahlversprechen), wird dieses "System" immer weiter Menschen hinters Licht führen und verarschen.

    Deshalb mein Tip an die Regierung und an die Banken :

    Bitte hört nicht auf den Leuten noch mehr Geld aus der Tasche zu ziehen. Zwingt die Leute zu noch mehr Sparprogrammen, lügt den Leuten noch mehr und vor allem noch eiskalter in die Augen, zwingt die Leute noch mehr und noch länger zu arbeiten, schafft die Rente ab, erhöht die Steuern auf 50 %, und das so lange, bis der dumme Mensch endlich mal Kapiert und mit der Faust auf den Tisch haut und mit anderen gemeinsam mal auf die Barrikaden geht.

    Leider ist man meiner Meinung in Deutschland noch lange davon entfernt. Anscheinend geht es den Leuten hier immer noch zu gut. Alle meckern rum, doch keiner unternimmt was. Immer dasselbe Spiel!


    Würde gerne mal eure Meinung dazu hören !
  • Auch wenn ich jetzt nicht direkt auf Zypern eingehe, es ist eigentlich immer und überall das gleiche Spiel, die Leute zu manipulieren.

    Vorhin hörte ich mir zum Anlass des 10jährigen Jubiläums eine Diskussionsrunde über Hartz IV an und da warf ein Politiker mit Zahlen um sich. Einmal angenommen, die zitierten Zahlen stimmen (was heutzutage keineswegs selbstverständlich ist), dann sind die Ausgaben pro Bedürftigem heute deutlich höher als damals.

    So weit, so gut (denn was ist in der Zwischenzeit eigentlich nicht teurer geworden?). Aber sofort kam er mit einer (Pseudo-)Schlussfolgerung: 'wenn einige weniger bekommen als damals, dann müssen auch viele mehr bekommen.'

    Dies ist natürlich Unsinn, von einer Kausalität kann in diesem Fall nicht die Rede sein. Fragwürdige Kurse verschlingen z.B. weitaus mehr, als die Betroffenen in der gleichen Zeit an Zuwendungen erhalten und dieses Geld kommt nicht ihnen zu Gute, sondern Massnameträgern und Trainingsfirmen und schlußendlich auch Dozenten. Denn Arbeitslosigkeit ist inzwischen ein florierender Wirtschaftszweig geworden, was wohlweislich gern verschwiegen wird.

    Ähnlich ist es auch mit mehr oder minder pleitegehenden Staaten. Dort werden wir ebenso belogen.

    Es geht gewissen Leuten doch garnicht um diese Staaten, sondern daß die armen Leute eines Reichen Landes (in diesem Falle wir) das Risiko der Geschäfte tragen, die die reichen Leute (Banker) des gleichen Staates mit einem der ärmeren Länder machen.

    Der Gewinn bleibt natürlich bei den Banken, für die Verluste sollen wir aber alle einspringen. Dann geht das Geld nach Griechenland, Zypern und wie sie noch alle heissen (vorher müssen die armen Leute dort natürlich unter Beweis stellen, daß auch sie sich kräftig in die Tasche greifen lassen). Ein Teil des Geldes fliesst nun in die Taschen der reicheren Kreise des ärmeren Landes und der Großteil wieder zurück in das reiche Land, dessen arme Leute es in erster Linie finanziert haben. Aber natütlich nicht zu diesen, sondern es bleibt wie immer bei den Banken.

    Offenbar geht es uns noch zu gut, wenn wir uns solche Banken leisten können und solche Politiker, die in deren Liga mitspielen.

    Solidarität schön und gut. Aber bitte mit der überwiegenden Bevölkerung von Griechenland, Zypern, und so weiter - und nicht mit den Banken.

    Gute Nacht!
    Aktuell zum 70. Jahrestag:
    Auschwitz war sicher nur die Folge berechtigter Ängste gegen die Juden.
    Damals war es die Verjudung, heute ist es die Islamisierung, welche uns Angst macht.
    Eigentlich müssten sich diese Leute bei uns dafür entschuldigen.
  • Nun , in den goldigen USA hat es allein im letzten Jahr ca. 50 Banken zerschossen ......

    seit Beginn der Krise 2007 über 400......

    Die wurden nicht "gerettet" sondern entweder von anderen Banken als Konkursmasse
    aufgekauft oder vom Staat übernommen und abgewickelt.
    Siehe hier:FDIC: Failed Bank List

    In der "Eurozone" soll offenbar jede private "Quietscherbank" gerettet werden.
    Und das mit dem Geld und Vermögen der Bürger!
    Warum eigentlich ?

    Angela hat doch posaunt : " ie Spareinlagen sind sicher !"
    Sowas wie in Zypern dürfte folglich nicht stattfinden !

    Damit nicht offenkundig wird, was viele schon wissen - das die "alternativlose"
    Euro- Währung am Ende ist ?

    Es wird peinlich !
  • Ich denke nicht, daß 'der Euro' am Ende ist, aber es ist längst überfällig, die Spielregeln eines durch und durch maroden (Welt-)Wirtschaftssystems nachhaltig zu ändern.

    Denn was würde uns eine andere Währung nützen, wenn die Spielregeln die gleichen blieben?





    :D
    Aktuell zum 70. Jahrestag:
    Auschwitz war sicher nur die Folge berechtigter Ängste gegen die Juden.
    Damals war es die Verjudung, heute ist es die Islamisierung, welche uns Angst macht.
    Eigentlich müssten sich diese Leute bei uns dafür entschuldigen.
  • Du hast recht Konradin, die Spielregeln der Geldpolitik sind auf Gier und Korruption aufgebaut, deshalb müssen sie geändert werden. Zudem denke ich auch, dass die einfache und arbeitende Bevölkerung einmal mehr über den Tisch gezogen wird.

    Was aber den Euro betrifft, so teile ich deinen Optimismus nicht. Diese Einheitswährung liegt schon länger auf dem Sterbebett... das Leben wird einfach durch die "Maschinen" verlängert. Würde die Staatengemeinschaft nicht so massiv mit Geldeinschüssen eingreifen, um jene Länder zu retten, die kurz vor der Zahlungsunfähigkeit stehen und würde die europäische Notenpresse (EZB) nicht auf Hochtouren laufen, dann hätten Länder wie Griechenland das System schon längst in den Abgrund gerissen. Die Schweizer Nationalbank war über ein Jahr lang gezwungen massive Euro-Käufe zu tätigen, damit der Franken gegenüber dem Euro auf einer Grenze von 1.20 bleibt. Hätte die Deflation des Frankens noch mehr zugenommen, so wäre dies für unsere Exportwirtschaft eine Katastrophe gewesen.

    Nun kann man natürlich argumentieren, dass die gegenseitige Hilfe innerhalb der Eurozone ein Akt der Solidarität ist - richtig und grundsätzlich lobenswert - aber zu welchem Preis.... und wo liegt die Schmerzgrenze der Geberländer? Wann wird der Krankenpfleger selber zum Patienten? Heute ist Zypern dran, wer kommt morgen? Das Problem beim Euro liegt darin, dass er keine Landeswährung ist, sondern ein Konstrukt, das auf Regeln basiert, die schon bei seiner Gründung nicht eingehalten wurden.

    Gruss freefloating
    Carpe diem - pflücke den Tag!

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von freefloating ()

  • Das Dilemma ist doch, daß unterschiedliche Wirtschaftsräume zu einer Währungszone zusammengafasst werden, was freilich keineswegs nur den Euro allein betrifft.

    Betrachten wir doch einmal einfachheitshalber den damaligen Gültigkeitsbereich der Mark, der keineswegs ein einheitlicher Wirtschaftsraum war. Auch dort gab es strukturschwache Gebiete. Später kamen die neuen Bundesländer hinzu (ich erinnere nur an 'die blühenden Landschaften').

    Selbst heute gibt es in Deutschland noch auf Länderebene einen Finanzausgleich und das, was in der EU abläuft, das gibt es in Deutschland im Kleinen.

    Wäre es eine probate Lösung von Deutschland, sich von den ärmeren Bundesländern zu trennen und (von den wirtschaftlichen Folgen einmal abgesehen) welche politischen Folgen hätte dies?

    Jugoslawien wurde nur durch Titos starke Hand zusammengehalten (Tito war übrigens Kroate). Kroatien war wirtschaftlich recht weit entwickelt, mit einigem Abstand gefolgt von Slowenien. Der Rest des Landes war relativ arm (Serbien) bis bettelarm (Kosovo). Aber Serbien stellte die Hauptstadt und 95% der Führungs der Armee und Polizei waren Serben, von überwiegend Kroaten finanziert.

    Kaum starb Tito, da war der jugoslawische Traum vorbei und das Land zerbrach. Nicht so zivilisiert, wie später die Tschechoslowakei, wo sich Tschechen und Slowaken friedlich trennten. Ich denke, die Folgen des Auseinanderfallens von Jugoslawien sind bekannt.

    Aber zurück zu Deutschland. Deutschland ist viel zu exportorientiert, um auf einen starken gemeinsamen Wirtschaftsraum verzichten zu können. Würde das EU-Kartenhaus zusammenbrechen, dann gäbe es alsbald ernsthafte Verteilungskämpf zwischen Deutschland und Frankreich und wir würden bei der Verteilung der Restvermögen und Absatzmärkte übereinander herfallen. International konkurrenzfähig wären wir damit nicht.

    Man könnte es natürlich auch die die '33er' machen, und immer weiter expandieren, weil man längst pleite ist und immer jemanden braucht, der das Ganze finanzieren muss. Mit anderen Wortzen Krieg.

    Doch, wer will das schon.
    Aktuell zum 70. Jahrestag:
    Auschwitz war sicher nur die Folge berechtigter Ängste gegen die Juden.
    Damals war es die Verjudung, heute ist es die Islamisierung, welche uns Angst macht.
    Eigentlich müssten sich diese Leute bei uns dafür entschuldigen.
  • Gegen einen gemeinsamen Wirtschaftsraum ist ja gar nichts einzuwenden, Konradin. Auch ich sehe darin grosse Vorteile. Ich sehe aber nicht nur Vorteile: Bei einem Zusammenbruch würde der freie Markt und die Produktion von Qualität würde hoffentlich wieder eine grössere Rolle spielen.

    Schwieriger wird es aber mit einer gemeinsamen Währung verschiedener Nationalstaaten. Wenn sich hier nicht alle Partner an die gemeinsamen Konventionen zur Erhaltung und Stärkung der Währung halten, dann wird es kritisch. Wie willst du einem anderen Staat wirklich Vorschriften machen? Wir sehen ja, wie schwierig das ist.

    Gruss freefloating
    Carpe diem - pflücke den Tag!

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von freefloating () aus folgendem Grund: Rechtschreibung

  • freefloating schrieb:

    Gegen einen gemeinsamen Wirtschaftsraum ist ja gar nichts einzuwenden, Konradin. Auch ich sehe darin grosse Vorteile.

    Schwieriger wird es aber mit einer gemeinsamen Währung verschiedener Nationalstaaten. Wenn sich hier nicht alle Partner an die gemeinsamen Konventionen zur Erhaltung und Stärkung der Währung halten, dann wird es kritisch. Wie willst du einem anderen Staat wirklich Vorschriften machen? Wir sehen ja, wie schwierig das ist.



    Den gemeinsamen Wirtschaftsraum hatten wir bereits vor der Euro-Währung -
    siehe EWR ......
    Das funktionierte auch - selbst wenn die nationalen Währungen gegeneinander schwankten - genau darin drückte sich die Reaktion der
    Geldmärkte im Verhältnis zu den nationalen Wirtschaftssituationen aus.
    Eben das wurde vom Euro abgewürgt !
    Die nationale entweder erfolgreiche oder erfolglose Wirtschaftspolitik
    wurde durch den starken Euro einige Jahre lang kaschiert - letztendlich
    jedoch schlug die Realität durch und traf auf die gemeinsame
    Währung .


    Nun, offenbar konnten das weder Politiker noch "Experten" absehen.....:ätsch:

    Vielleicht hätte man mal frühere Währungsgemeinschaften analysieren sollen ..
    da gab es die Lateinische Münzunion ...da musste auch schon mal
    Griechenland wegen Mißwirtschaft und Korruption ausgeschlossen werden
    (komisch ...was ? ) oder die Skandinavische Münzunion, welche wegen
    der unterschiedlichen Wirtschaftspolitik im WK I wieder aufgelöst wurde.

    Lernen ist offenbar nicht angesagt, wenn politisches "Wüschdirwas" die
    Politik prägt.....

    Man könnte :würg:
  • Meines Erachtens beruht das Dilemma mit dem Euro ausschliesslich darauf, daß es zwar bei Zuwiderhandlung der Spielregeln (zumindest auf dem Papier) Sanktionen gibt, aber letztendlich keine politische Instanz, welche auch tatsächlich in der Lage ist, diese rigiros umzusetzen.

    Vergleichn wir dies einmal mit der innerdeutschen Politik. Die Bundesländer sind in einem gewissen Rahmen autonom. Aber da Bundes- Landesrecht bricht, sidn diese wohl kaum in der Lage, das Ganze zu gefährden.

    Zwar können die Bundesländer über den Bundesrat Bundespolitik durchaus mit ausbremsen, so denn sie sich einig sind und über eine ausreichende Mehrheit verfügen. Aber ganz gegen die Bundespolitik stellen können sie sich nicht. Geschweige denn, aus dem Staatsverband ausscheren.

    Ich denke nicht, daß die derzeitige Situation des Euro hinreichend mit Ahnungslosigkeit begründbar ist. Es liegt eher daran, daß 'die Väter des Euro' sich penetrant dagegen wehrten, etwas von der eigenen Macht zugunsten der Gemeinsamkeit zu opfern. Und auch heute noch kleben die maßgeblichen Personen förmlich an ihrer Macht.

    Zeit, daß sich daran etwas ändert!

    lg Konradin
  • Zitat Konradin: "Meines Erachtens beruht das Dilemma mit dem Euro ausschliesslich darauf, daß es zwar bei Zuwiderhandlung der Spielregeln (zumindest auf dem Papier) Sanktionen gibt, aber letztendlich keine politische Instanz, welche auch tatsächlich in der Lage ist, diese rigiros umzusetzen."

    Genau das habe ich gemeint, Konradin. Das ist die Wurzel des Problems. Es gibt war ein Spiel mit Spielregeln, aber keine wirksame "Gewalt", die in der Lage wäre, die Fehlbaren zu sanktionieren. An diesem Punkt kommt die Staatengemeinschaft an ihre Grenzen.

    Gruss freefloating
    Carpe diem - pflücke den Tag!
  • Es ist aber keineswegs nur bei diesen Dingen so.

    Man stelle sich eine Fußballweltmeisterschaft vor, bei der es auch Schiedsrichter gibt, welche sogar Platzverweise und Elfmeter vergeben dürfen. Was aber, wenn es im Ermessen der jeweiligen Mannschaft liegt, diese Sanktionen tatsächlich auszuführen - oder eben auch nicht.

    In einer reinen 'Fair-Play-Welt' würde dies tatsächlich auch funktionieren. In unseren realen Welt aber nicht einmal einige Minuten.

    Warum sollte dies auf wirtschaftlichem Gebiet anders sein, oder gibt es dort ausnahmslos nur 'bessere Menschen'?

    lg Konradin
  • Zitat Konradin: "Warum sollte dies auf wirtschaftlichem Gebiet anders sein, oder gibt es dort ausnahmslos nur 'bessere Menschen'?"

    Du sagst es, Konradin. Genau der gleiche "Mist" läuft doch überall - in der Politik, im Sport und in der Wirtschaft. Irgendwann scheitern die besten Absichten und Programme an Frau Gierig und Herrn Korrupt... und dann ist da noch dieses diffuse System, das uns zwingt, mitzumachen... bei was auch immer. Man fühlt sich irgendwie an den Film Matrix erinnert: Ein krankes System, das alles im Griff zu haben scheint. Die meisten Leute fühlen sich frei, obschon sie eigentlich dem System zudienen und "ausgesaugt" werden, bis sie nicht mehr produktiv sind... dann kommt das Recycling. Ein paar Wenige leben extrem gut auf Kosten der Masse... und wieder andere schwimmen verzweifelt gegen den Strom und kämpfen gegen das System an.

    Ich weiss, jetzt geht natürlich die Phantasie mit mir durch. Es ist ja nur ein Bild, aber manchmal kommt es der Realität erschreckend nahe. ;)
    Carpe diem - pflücke den Tag!
  • So abwegig ist das nicht, freefloating. Der Mainstream hat uns voll im Griff und ist gerade dabei, den Leuten das letzte Quentchen Resthirn abzusaugen.

    Ein Beispiel aus der Fotobranche: einge aktuellen Kameramodelle werden mit dem Begriff 'Social Sharing' beworben. Im Klartext heisst das 'mit Massenmüll Leute zuspammen, die nichts besseres zu tun haben, als sich diesen Pixelschrott anzuschauen.

    Hat man sich früher noch Gedanken über den Bildaufbau gemacht, die Bilder dann am heimischen Monitor gesichtet und nachbearbeitet (Bildausschnitt, Helligkeits-, Farb- und Kontrastkorrktur) und dann konkrete Bilder ausgesucht, verkleinert und nachgeschärft, um sie anschliessend hochzuladen, so ist das heute anders. Wozu noch Gedanken über Bildaussage, Bildausschnitt und Bildqualität verschwenden? Einfach den Auslöser durchdrücken und den ganzen Schrott anschliessend ungesichtet seinen Zeitgenossen um die Ohren wickeln.

    Wir verblöden allmählich ohnehin und irgendwann sind wir eine Gesellschaft hirnloser Knöpfendrücker, die nicht mehr in der Lage sind, ihre Belange selbst zu regeln. Dann wird eine Matrix gebraucht, die unser mangelndes Hirn ersetzt. Denn ohne dieses sind wir weder in der Lage, den Status Quo zu erhalten, noch sind wir in der Lage, reale Probleme tatsächlich zu lösen.

    Das ganze Wirtschaftsgefüge ist ohnehin nur eine Seifenblase, deren Platzen mit aller Gewalt künstlich verzögert wird - solange es noch klappt.

    Eine Änderung der aktuellen Spielregel ist nicht in Sicht und es ist müssig, seine Gedanken für mögliche Lösungen zu verschwenden. Es sei denn, man ist bereit, auch etwas an den tatsächlichen Machtverhältnissen zu ändern. Denn ohne diesen Schritt ist jeder weitere Ansatz nur reine Zeitverschwendung.

    Egal, ob Zypern oder Griechenland oder eben auch hier (eigentlich egal wo).

    lg Konradin