Heckenpflanzen

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  • Heckenpflanzen

    Hallo, habe ein ca. 30 m lange Ligusterheck an meiner Grundstücksgrenze, die immer kahler wird.
    Wäre für jeden Tipp dankbar, der nachhaltig hilft
  • Wir hatten bei unserm Einzug eine Ligusterhecke die schon so 2-3m hoch und über 1,50m breit gewachsen war. Sie war fast am umfallen. Anfangs trauten wir uns nicht sie stark zurückzuschneiden weil wir Angst hatten sie ist dann tot. Aber sie wurde immer kahler und unansehlicher. Dieses Jahr haben wir es dann gewagt, weil noch schlimmer konnte sie nicht aussehen. Haben sie radikal gekürzt auf ca. 80cm Höhe, 50cm Breite, dicke Äste raus. War zwar ein Haufen Arbeit, sah auch Anfang schrecklich aus, nun hat sie aber schön neu ausgetrieben und steht dicht, und das Schneiden ist jetzt ein Kinderspiel und ein toller Nebeneffekt, der Garten ist jetzt noch größer. ;)
    Gedüngt haben wir mit den gehäckselten Ästen der Ligusterhecke. Einfach unten an die Hecke verteilt. So hatten wir keinen riesen Tranport zur nächsten Gründeponie zu bewältigen.
  • Hallo Gärtners,

    Liguster ist dankbar wie es so schön heißt.
    Also Pflegemaßnahmen führen zu schönen Pflanzen - dabei ist auf nichts "besonderes" zu achten.

    Neue Zweige und Blätter wachsen am Ende der vorhandenen Zweige - bei großen alten Pflanzen sieht das dann recht kahl aus.
    Die Blätter müssen über die Wurzeln ernährt werden.
    Gerade in Hecken ist dementsprechend die Konkurenz der Nachbarpflanzen um Licht, Wasser und Nährstoffe hoch.

    Verjüngungsschnitt heißt der für das "Laien-Auge" schmerzhafte Eingriff. Hat Belisima schön beschrieben: radikal, sah Anfangs schrecklich aus, Haufen Arbeit.

    Der Verjüngungsschnitt = radikaler Rückschnitt:

    Wo schneiden?
    Was vertrocknet ist - ab.
    Was verdreht wächst - ab.
    Was nach innen wächtst - ab.
    Was in die Nachbarpflanze wächst - ab.
    Im Zweifelsfall... ab.

    Immer so schneiden, dass ein nach oben / nach außen gerichtetes Auge am Ende des Astes / Zweigs stehen bleibt.
    Immer direkt über dem Auge schneiden - keine Hutständer belassen.
    Immer gerade schneiden - so dass die Wunde so klein wie möglich ist.

    Sauberes, wirklich scharfes Werkzeug - auch die Pflanzen sind Lebewesen. Ausgefranste Schnitte / Quetschungen heilen nicht richtig.
    Bei großen Schnittflächen kann Lac Balsam auf die Schnittfläche aufgetragen werden. Das ist wie ein Pflaster / Verband.

    Wann schneiden:
    Im Sommer.
    Im Frühjahr "bluten" die Schnitte durch den hohen Saftdruck.
    Im Herbst wandern die Nährstoffe aus den Blättern zurück in's Holz / die Wurzeln.
    Im Winter "schläft" der Baum - und setzt sich gegen "Angreifer" wie z.B. Pilze an den Schnittwunden nicht zur Wehr.

    Ein lauer, bewölkter, trockener Tag - gut für die Pflanze - angenehm für den Gärtner.
    Den Boden mit dem Schnittgut bedecken macht Sinn, sofern nicht krankes - also von Schädlingen befallene Teile abgeschnitten wurde. Das sollte nicht im Garten bleiben - kann evtl. verbrannt werden, wenn es die Gemeindeordnung zulässt. Ansonsten das Schnittgut Häckseln... gibt guten Boden, verhindert unerwünschtest Wildkraut und sieht ordentlich aus.

    Dass man beim Gehölzschnitt auf nistende Vögel Rücksicht nimmt versteht sich von selbst.

    In einem großen Garten ist ein schön errichteter "Totholzhaufen" ein Ort, den Igel dankbar als Winterquartier annehmen.

    Dann wünsche ich "gut Schnitt" ;)
    HelenE
  • Wegen der Sanierung unserer Gartenmauer hab ich im Vorjahr eine Ligusterhecke, die lange nicht gepflegt wurde, radikal zurückgeschnitten, bzw. den Wildwuchs von Flieder, Holunder, Hasel usw. mitsamt den Wurzeln ausgegraben.
    Die entstandenen Lücken mit Stecklingen aus dem Rücknitt besetzt.
    Die meisten sind angewachsen, aber jetzt brauch ich Geduld.
    Der Rückschnitt hat nicht geschadet, bis auf eine Pflanze haben alle wieder schön ausgetrieben.
    Schade ist nur, dass ich erst jetzt Helenes Beitrag gelesen hab, da hätte ich eine gute Verwertung für das Schnittgut gehabt.