Diskussion: Vor- und Nachteile des Fahrradhelms

  • Fahrrad

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  • Ob sich Radfahrer, welche sich keinen Deut um die Verkehrsregeln scheren, von Gefahren oder gar einer Helmpflicht beeindrucken lassen, wage ich allemale zu bezweifeln.

    Meine persönliche Beobachtung hier um Cuxland ist übrigens, daß Helmbenutzer im Schnitt deutlich offensiver fahren als Radfahrer ohne Helm.

    Vor wenigen Tagen ist hier am Deich ein kleiner Hund überfahren worden und der Radfahrer machte sich aus dem Staub. Leider hatte der Hund im Gegensatz zum Radfahrer keinen Helm auf. :D

    Überall, wo (helmbewehrte) Radfahrer und Fussgänger gemeinsam vorkommen geht der Helmvorteil zulasten der Fussgänger. Schliesslich darf man die ja überfahren. Hauptsache, man ist selbst geschützt (oder hält sich dafür).

    Aus meinen fast fünfzig Jahren Großstadterfahrung in Rhein-Main habe ich oft erlebt, wie Radfahrer ihr Haut zu Markte tragen und motorisierte Verkehrsteilnehmer schnitten. Im Zweifelsfall werden sie von hinten überfahren und was bringt da ein läppischer Fahrradhelm?

    Warum eigentlich nicht gleich eine Kevlar-Weste nehmen? Die Räder werden immer leichter. Müssen sie dann auch, um die Kilos der Weste wenigstens halbwegs zu kompensieren... ;)
  • Konradin schrieb:

    Ob sich Radfahrer, welche sich keinen Deut um die Verkehrsregeln scheren, von Gefahren oder gar einer Helmpflicht beeindrucken lassen, wage ich allemale zu bezweifeln.


    Ich glaube so pauschal kann man das nicht sagen Konradin!

    Ob sich jemand an die Verkehrsregeln hält hat nichts mit dem Verkehrsmittel zu tun, denn es sind die Menschen die dieses Verkehrsmittel benutzen.
    Die meisten Radfahrer sind auch Fußgänger und Autofahrer und ich glaube nicht, das ein rücksichtsvoller Autofahrer auf einem Fahrrad plötzlich zur „Wildsau“ mutiert.
    Ich kann auch nur aus meiner eigenen Erfahrung berichten und ich kann nicht sagen das alle Fahrradfahrer rücksichtslos sind genauso wenig wie man das von Autofahrern oder Fußgängern sagen kann.

    Ich fahre jeden Tag mit dem Fahrrad zu Arbeit und habe zum Glück viele Radwege. Es ist für mich selbstverständlich, wenn ich auf einen Fußgänger treffe zu klingeln und beim Vorbeifahren mich zu bedanken. Aber leider ist das für viele nicht selbstverständlich.
    Ich bin auch Hundehalter und ich hasse das wenn Fahrradfahrer ohne zu klingeln an mir vorbei rauschen so das man kaum Zeit hat, den Hund beiseite zu nehmen. Es gibt aber auch Fußgänger oder Hundehalter, die sich mir extra in den Weg gestellt haben um zu provozieren.

    Die Gefahr lauert für Fahrradfahrer ja auch nicht nur im Straßenverkehr sondern auch auf Radwegen wenn andere Fahrradfahrer entgegen kommen.
    Wir haben letztes Wochenende eine Radtour gemacht und ich habe den Anhänger mit dem Hund gezogen. Da habe ich den Helm als wir dann auf dem Radweg waren aus Bequemlichkeit abgenommen, weil ich meinte jetzt vor Unfällen sicher zu sein, zumal ich mit dem Anhänger auch nicht so schnell fahre.
    Doch dann hatte man auf dem engen, kurvenreichen und hügeligen Radweg immer wieder Gegenverkehr von anderen Radfahrern teilweise mit Elektrounterstützung und erheblicher Geschwindigkeit.
    Da habe ich mich doch sehr unsicher gefühlt und den Helm wieder aufgesetzt.

    Man hat natürlich immer ein allgemeines Lebensrisiko, man kann sich nicht vor allen Gefahren im Leben schützen und es bleibt auch jedem selbst überlassen ob er zum Helm greift oder nicht nur darf man dann hinterher auch nicht jammern: „Ach hätte ich doch einen Helm auf gehabt!“

    Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von silvest () aus folgendem Grund: Satzstellung


  • Da habe ich mich doch sehr unsicher gefühlt und den Helm wieder aufgesetzt.

    ....
    darf man dann hinterher auch nicht jammern: „Ach hätte ich doch einen Helm auf gehabt!“


    Also du meinst, wenn man ein Helm aufhat, ist man sicher auf einem Fahrrad ? Wieso nicht gleich Motorrad Kombi und ein vollvisier Helm ?
    Oder bist du der Meinung, dass bei einem Unfall "nur" der Kopf verletzt werden könnte?
  • Grafit schrieb:

    Oder bist du der Meinung, dass bei einem Unfall "nur" der Kopf verletzt werden könnte?


    Nein dieser Meinung bin ich nicht!

    Ich hatte sogar schon mal einen Unfall mit meinen Mountain Bike, da bin
    ich durch eigene Dusseligkeit bei ca. 10km/h über den Lenker abgestiegen
    und mit dem Kinn auf den Asphalt geknallt.
    Neben Rippenprellungen und starken Abschürfungen musste mein Kinn mit
    sieben Stichen genäht werden. Es war zum Glück nichts gebrochen.
    Da hat mir der Helm nichts gebracht, das heißt aber nicht das er sinnlos ist.

    Außerdem kann man mit dem Verlust eines Beines oder Armes z.B. weiterleben, aber nicht ohne Kopf. :)
    Wozu braucht Gott ein Raumschiff - James T. Kirk

    Natürlich kann man ohne Hund Leben - es lohnt sich nur nicht. - Heinz Rühmann
  • Helm ist immer gut. Selbst wenn man meint ein guter Fahrer zusein und ohne Fehler fahren zu können, für alle anderen "Mitfahrer" im Verkehr muss ja nicht das selbe gelten.

    Daher Helm auf.
  • Teutonia schrieb:

    Helm ist immer gut.

    Dieser Meinung bin ich eben nicht. Und es hat meiner Meinung nach auch nichts damit zu tun, ob man ein guter Fahrer ist oder nicht. Es kommt primär auf das Szenario an und nicht auf die Fähigkeiten des Fahrers.

    Ich persönlich finde, daß mich der Helm mehr einschränkt, als er tatsächlich nutzt.

    Sicher, rein isoliert betrachtet ist er natürlich nützlich. Wenn man sich von allen möglichen Unfall-Konstellationen eine einzige herausgreift, nämlich den Aufprall auf den Kopf ohne jegliche weitere Folgen, dann hat er natürlich seinen Nutzen.

    Ebenso einseitig kann man natürlich gezielt ein Szenario heraussuchen, bei welchem eine Ritterrüstung lebensrettend sein kann. Die vielen Fälle, wo die Unfallfolgen deutlich höher ausfallen, weil man total schwerfällig ist und daher nicht rechtzeitig ausweichen kann, kehrt man leiber unter den Tisch. Gar nicht zu reden, von den Unfällen, die erst dadurch verursacht werden, weil man sich in dieser Kluft unwohl fühlt und somit nicht ausreichend auf das Umgebungsszenario konzentrieren kann.

    Ich bleibe dabei - Helm nur dann, wenn das Rad auch ausreichend motorisiert ist. Dann aber auf jeden Fall. Aber auch nur dann.
  • Ich muss leider schon wieder antworten, denn heute hab ich in der Zeitung gelesen, das Klaus Peter Thaler einen schweren Radunfall hatte.
    Er ist in Wetter mit einem Hund zusammen gestoßen und hat sich mehrfach das Becken und das Schambein gebrochen. Jetzt muß er für mehrere Wochen in den Rollstuhl.
    Originalabschrift aus der Zeitung:
    Auf einer Nebenstraße passierte Thaler während einer privaten Fahrt eine Hundebesitzerin mit ihrem mittelgroßen Tier."Ich habe viele Erfahrungen mit Hunden, habe das Tempo gedrosselt", erinnert sich Klaus Peter Thaler. Der Hund habe sich ganz ruhig verhalten. Doch plötzlich riss sich das Tier auf der abschüssigen Straße los und rannte direkt vor Thalers Fahrrad. Der stieß mit dem Hund zusammen, wurde über den Lenker katapultiert. "Weil ich bergab
    gefahren war, schlug ich in sehr steilem Winkel auf die Fahrbahn auf", sagt er. Zuerst krachte ich mit dem Kopf auf den Asphalt. "Nur weil ich einen Helm trug, habe ich keine massiven Kopfverletzungen erlitten", sagt er. Dann knallte der restliche Körper auf die Straße.

    Also wenn er eine Ritterrüstung an gehabt hätte, dann wäre er unverletzt geblieben, aber er hatte wenigstens einen Helm auf!
    Das ist natürlich nur ein Szenario von vielen.
  • Also wenn er eine Ritterrüstung an gehabt hätte, dann wäre er unverletzt geblieben...

    Meines Erachtens völlig falsch.

    Mache doch einmal einen Selbstversuch und packe dich so gut ein, wie du kannst. Du verzichtest damit auf deine Fähigkeit, den Überblick zu behalten, weil du total schwerfällig wirst. Du verlangsamst deine Reaktionen deutlich und verzichtest somit auf Initiative. Im Gegenzug stärkst du deine passive Abwehr (und reduzierst dich damit zum passiven Objekt). Überspitzt ausgedrückt ersetzt du dein Hirn durch Watte.

    Setze dich nun auf dein Rad und radle los. In wieviele gefährliche Situationen bringst du dich nun, in welche du dich ohne diese Panzerung nicht gebracht hättest?

    Ein weiteres Problem ist, daß sich Radfahrer und Fussgänger oftmals den gleichen Verkehrsraum teilen (selbst Fußgängerzonen sind trotzt ihres Namens kein sicherer Schutz vor Radfahrern). Wer wird wohl der Verlierer sein, wenn Radfahrer nur noch gutgepolstert unterwegs sind? Ich fürchte, die Gewalt auf unseren Strassen nimmt dadurch deutlich zu.

    Ich persönlich fahre auch auf dem Fahrrad vorausschauend und rücksichtsvoll. Daß heisst, ich weiche Gefahren möglichst schon im Vorfeld aus. Dies halte ich für deutlich sicherer (auch für die nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmer um mich herum), als offensiv auf meine Rechte zu pochen und von jedem anderem Verkehrsteilnehmern abzuverlangen, mir gefälligst Platz zu machen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Konradin ()

  • Wenn man deiner Argumentation folgt, dann müsste ein nackter Motorradfahrer viel besser fahren und reagieren können, als einer, der einen Kombi mit Protektoren, Handschuh, Stiefel und Helm trägt. Und der Motorradfahrer, der Schutzkleidung trägt und an einer Kreuzung abgeräumt wird, hat demzufolge auch selber Schuld. Wäre er in kurzer Hose, Sandalen, T-Shirt und ohne Helm gefahren, wäre er ja nicht eingeschränkt gewesen. Überspitzt ausgedrückt, ohne die ganze Watte hätte er Hirn gehabt ..........


    ....... fällt dir jetzt auch auf was du da oben für Blödsinn geschrieben hast? ;)
    Weil die Klugen immer nachgeben, wird die Welt von den Dummen regiert!
  • Falsch, Henry277.

    Versuche einmal, mit einem Lederkombi und Motorradstiefeln auch nur 100 Meter Fahrrad zu fahren. Dann wirst du schnell merken, daß du beim Fahrrdfahren eine ganz andere Beweglichkeit benötigst als beim Motorradfahren, um überhaupt vorwärtzukommen.

    Motorradfahrer teilen sich den Verkehrsraum weniger mit Fussgängern als mit Autos, was sie eher zu Opfern als zu Tätern macht.

    Aber auch sonst lässt sich dien Schutzkleidung dieser beiden kaum vergleichen. Die Schutzkleidung eines Motorradfahrers sollte abriebfest sein, um ein Absteigen bei höheren Geschwindigkeiten im flachen Winkel möglichst verletzungsfrei zu ermöglichen (bei einem direkten Aufprall auf ein Hindernis ist der Käse meist ohnehin gegessen). Ein Radfahrer hingegen steigt üblicherweise in einem deutlich steileren Winkel ab.

    Der Radfahrer hat nicht die Möglichkeit, gut eingepackt Gas zu geben, sondern er betreibt sein Rad mit Muskelkraft, woran ihn eine umfassende Schutzkleidung wohl eher hindern dürfte. Ein durchgeschwitzter Fahrradfahrer mit fast auf den Boden hängender Zunge dürfte ein weitaus höheres Unfallrisiko darstellen als ein entspannt dahinradelnder Zeitgenosse.
  • Ne ne schon Richtig. Du hast behauptet das jemand der Schutzkleidung trägt, die Fähigkeit den Überblick zu behalten verliert.

    Mit einem hast du allerdings Recht, die Schutzkleidung von Motorrad- bzw. Fahrradfahrer, kann man kaum vergleichen. Es verlangt ja aber auch niemand, das der Radfahrer eine Protektorenkombi, Handschuhe, Stiefel und eine Integralhelm trägt. Nein, es geht um einen Helm der ca. 200g wiegt, der das Gesichtsfeld in keinster Weise einschränkt, der nicht mal über die Ohren reichen muss und zu allem Überfluss auch noch vollkommen luftig daherkommt. Ein Motorradhelm wiegt so um die 1500g bis 1700g, also rund 8 mal soviel und trotzdem ist ein Motorradfahrer in der Lage, alles was um ihn herum passiert, wahr zunehmen. Und das bei Geschwindigkeiten die ein Radfahrer nie erreicht. Wenn du jetzt der Meinung bist, das diese ca. 200g dich so sehr behindern, das du schwerfällig wirst, dich nicht richtig konzentrieren kannst und daher nicht in der Lage wärst rechtzeitig auszuweichen (diese Darstellung stammt von dir), dann muss ich dir sagen, du solltest dich (ob nun mit, oder ohne so einen 200g Helm) besser auf kein Fahrrad setzen.

    Damit wir uns nicht falsch verstehen. Ich möchte hier niemanden missionieren und ehrlich gesagt, ich wüsste nicht mal, ob ich selber einen Helm aufsetzten würde wenn ich Radfahrer wäre. Wahrscheinlich würde ich es auch nicht tun. Mir ist aber klar, das ein Helm mehr schützt als behindert und alles was du so in den Ring wirfst, nichts weiter als Ausreden sind.
    Weil die Klugen immer nachgeben, wird die Welt von den Dummen regiert!

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Henry277 () aus folgendem Grund: Rechtschreibung & Satzbau

  • Die Discussion mit Ritterrüstung, Lederkombi und in Watte einpacken ist ja ganz witzig aber doch nicht mit dem Tragen eines Fahrradhelmes zu vergleichen, wie Henry277 schon sagt.
    Denn es geht ja darum, das das empfindlichste Körperteil eines Menschen der Kopf geschützt ist.

    Es ist schon richtig, das sich Fußgänger und Radfahrer oft den gleichen Verkehrsraum teilen und der Fußgänger dann der Leidtragende bei einem Unfall ist.
    Doch am häufigsten, meiner Ansicht nach und im besonderen in meiner fahrradunfreundlichen Stadt, teilt sich der Fahrradfahrer den Verkehrsraum doch mit Seinesgleichen und mit Kraftfahrzeugen.

    Bei dem Unfall mit einem Auto, wo ich mir das Helm tragen zur Pflicht gemacht habe, wurde mir von einem links abbiegendem Auto die Vorfahrt genommen und ich konnte mit viel Glück vom Fahrrad springen. Wenn ich auf die Straße gestürzt wäre, dann wäre mein Kopf mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf die Straße aufgeschlagen und dann hätte ich heute nicht so friedlich mit euch diskutieren können.

    Auch ich möchte hier keinen missionieren sondern nur von meinen Erfahrungen berichten, die mich dazu veranlasst haben Helm Träger zu werden.
    Mittlerweile merke ich den Helm auf dem Kopf gar nicht mehr und er ist für mich so selbstverständlich wie der Sicherheitsgurt im Auto.
  • Es kommt immer darauf an wo man mit dem Fahrrad unterwegs ist. Wenn ich die Fahrradkurriere in Berlin so sehe die kreuz und quer auf der Strasse unterwegs sind, oder auch die Leute die das Rad für sportliche Zwecke benutzen, da ist ein Helm schon dringend angebracht. Fahre ich aber gemütlich mit dem Rad auf dem Radweg in ländlichen Gebieten wo alle halbe Stunde mir mal vielleicht ein Radfahrer entgegenkommt da kann man das Geld für die Anschaffung des Helms wohl sparen.
  • silvest schrieb:

    Doch am häufigsten, meiner Ansicht nach und im besonderen in meiner fahrradunfreundlichen Stadt, teilt sich der Fahrradfahrer den Verkehrsraum doch mit Seinesgleichen und mit Kraftfahrzeugen.

    Dann läuft aber etwas grundsätzlich schief. Wäre man wirklich um das Wohlergehen der raddahrenden Bevölkerung bedacht, dann würde man zunächst einmal die Infrastruktur radfreundlicher machen und auch darauf achten, daß vor allem in den Ballungsgebieten Radwege nicht zu Parkplätzen zweckentfremdet werden.

    Hier wäre meines Erachtens ein weit höheres Potential, Radunfälle zu vermeiden, anstatt diese offenbar billigend in Kauf zu nehmen und nur die Folgen der Unfälle möglicherweise abzumildern.

    Ich denke, die Versicherungsbrachnche hat massiv Interesse an einer Helmpflich für Radfahrer. Denn so lässt sich der Schwarze Peter auf den Fahrradfahrer abwälzen, selbst wenn dieser an dem Unfall völlig schuldlos ist. So kann man ihn offenbar an den ausschliesslich fremdverursachten (!) Behandlungskosten beteiligen. Das Argument lautet: er hätte ja einen Helm tragen können, dann wären die Unfallfolgen möglicherweise geringer gewesen.

    Der nächste Schritt ist dann wohl, daß man irgendwann auch Radfahrer mit Helm zur Kasse bittet. Sie hätten ja stattdessen Auto fahren können. Dann wären die möglichen Unfallfolgen noch weitaus geringer gewesen. Dann aber gute Nacht!

    Kanaille schrieb:

    Wenn ich die Fahrradkurriere in Berlin so sehe die kreuz und quer auf der Strasse unterwegs sind...

    Denen hilft über kurz oder lang ohnehin kein Helm, sondern eher ein weniger lebensgefährlicher Fahrstil. Eine allzuoffensive Fahrweise ist genau das Gegenteil einer Lebensversicherung, egal, ob mit oder ohne Helm.
  • Ich möchte dich keineswegs missionieren, silvest. Es liegt mir lediglich daran, aufzuzeigen, daß auch eine Helmpflicht für Radfahrer keineswegs eine globale Problemlösung sein muss. Meiner Meinung nach würde sie das Problem nur verlagern und gegenenefalls sogar verschärfen.

    Meines Erachtens sollte man seine Energien lieber in Überlegungen stecken, wie man Unfälle besser vermeiden kann und das Netz an Radwegen besser in Schuß halten, anstatt es als Slalombahn an parkenden Autos vorbei zweckentfremden zu lassen.
  • Also mit Helm fahre ich nicht anders als ohne. Ich bin sowieso eher die vorschriftsmäßige vorsichtige Fahrerin und schaue lieber zweimal und halte notfalls auch an bevor ich irgendwo über die Motorhaube fliege. Vorrausschauend fahren und auf seine Mitmenschen und deren Hunde Rücksicht nehmen müßte eigentlich selbstverständlich sein wenn man sich schon einen (Fahr)bereich teilt.
    Naja bei Hunden bin ich eh vorsichtig weil man nie weiss wie die auf Radfahrer reagieren, keine Lust so einen Kläffer an den Waden hängen zu haben.

    Liebe Grüße

    Mausi
  • Konradin schrieb:

    ... Fussgänger ... (die Gefahren sind schliesslich grundsätzlich die gleichen)?


    Unsinn! Mit dem Fahrrad kann man wesentlich höhere Geschwindigkeiten erreichen und ein Helm kann bei Kollisionen oder Stürzen sehr effektiv schützen.

    Schlimm genug, dass so wenig Einsicht bei vielen herrscht. Und dann aber wieder meutern, wenn das Tragen eines Schutzhelm beim Rad fahren gesetzlich vorgeschrieben wird.
  • fuerstgraf schrieb:

    Unsinn! Mit dem Fahrrad kann man wesentlich höhere Geschwindigkeiten erreichen und ein Helm kann bei Kollisionen oder Stürzen sehr effektiv schützen.

    Ach, und bei Fussgängern nicht, wenn diese mit Radfahrern kollidieren (die ja bekanntermassen wesentlich höhere Geschwindigkeiten erreichen können).

    Im Physikunterricht habe ich gelernt, daß sich die Geschwindigkeiten beider Kontrahenten bei einem Frontalzusammenstoß addieren. Selbst wenn der Fußgänger steht und der Radfahrer mit 30 km/h fährt ist die Aufprallgeschwindigkeit bei beiden exakt gleich.

    fuerstgraf schrieb:

    ...und dann aber wieder meutern, wenn das Tragen eines Schutzhelm beim Rad fahren gesetzlich vorgeschrieben wird.

    Wenn ich mir anschaue, wie präzise gerade Radfahrer die StVO umsetzen (z.B. das Mißachten roter Ampeln), dann hege ich keinerlei Illusionen, daß eine mögliche Helmpflicht überwiegend anderes als mögliche Haftungsausschlüsse bei Versicherungen bewirken wird.
  • Konradin schrieb:

    Ich möchte dich keineswegs missionieren, silvest.



    Das habe ich auch nicht so verstanden.

    Das du jetzt nicht so ein Helm Fan bist, ist ja auch in Ordnung, denn
    bei mir hat das Umdenken auch erst sehr viel später stattgefunden.

    Und man bräuchte vielleicht als Freizeit Radler keinen Helm wenn die
    Menschen, egal welches Verkehrsmittel auch immer, aufeinander
    Rücksicht nehmen würden. Aber das ist leider nicht so.

    Im Zuge dieser Diskussion möchte ich auch daran erinnern, das viele
    grad ältere Radfahrer immer häufiger mit Elektroantrieb auf Fahrrädern
    unterwegs sind.
    Da ist die Unfallgefahr noch mal gesteigert worden.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von silvest () aus folgendem Grund: Rechtschreibung

  • Ich trage immer einen Helm, egal ob schön, wirkungsvoll usw..

    Ein nicht zu unterschätzendes Argument für den Helm sind die Rechtsabteilungen der Assekuranzen und Leistungsträger im Unfall- bzw. Schadensfall. Da wird der unbehelmte Radfahrer immer öfters zweiter Sieger werden und einen Eigenbeitrag zu leisten haben, der u.U. sehr hoch sein kann, gesetzliche Pflicht hin oder her. Es ist ja nicht neu, das bei einen fremdverschuldeten Unfall das Unfallopfer durchaus um sein Recht kämpfen muss.
    So gesehen ist jeder Radfahrer gut beraten, einen Helm zu tragen, egal wie die persöhnliche Einstellung dazu ist, ein Argument im Streitfall weniger.