Diskussion: Vor- und Nachteile des Fahrradhelms

  • Fahrrad

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Ich habe mal einen extrem schlimmen Unfall ansehen müssen und kann nur empfehlen, den Helm aufzusetzen. Der Nachteil für uns Frauen ist, dass man einfach - nach stundenlanger Fahrt - bescheuert mit platten Haaren aussieht :)
  • @ Konradin:

    Man könnte mit deiner befremdlichen Auslegung argumentieren, dass Mofa- und Rollerfahrer bis 25 bzw. 45 km/h aus demselben Grund keinen Helm benötigen würden.

    Das ist einfach Unsinn. Es hat nichts damit zu tun, dass viele Verkehrsteilnehmer, auch Radfahrer, unvorsichtig, gar leichtsinnig oder rüpelhaft unterwegs sind.
  • loco miguel schrieb:

    Ich habe mal einen extrem schlimmen Unfall ansehen müssen und kann nur empfehlen, den Helm aufzusetzen.

    Eine sehr subjektive Wahrnehmung. Wer z.B. einmal einen Motorradunfall gesehen hat, wo der Kopf des Motorradfahrers dank Helm unter der Leitplanke stecken geblieben ist, der hat wahrscheinlich genau die gegenteilige Wahrnehmung.

    Wenn man sieht, wie in einer Spielbank einer groß abräumt, dann gewinnt man auch leicht den Eindruck, es gäbe dort nur Gewinner.

    Eine ernsthafte Diskussion lebt niemals von einem willkürlich erlebten Einzelereignis, welches man generalisiert. Tauglich ist es lediglich (falls verbürgt), die generalisierte Gegenaussage zu widerlegen.

    fuerstgraf schrieb:

    Man könnte mit deiner befremdlichen Auslegung argumentieren, dass Mofa- und Rollerfahrer bis 25 bzw. 45 km/h aus demselben Grund keinen Helm benötigen würden.

    Mofa- und Rollerfahrer teilen sich keineswegs den Verkehrsraum im gleichen Masse mit Fussgängern wie Radfahrer.

    Wäre die Wirkung eines Helmes direkt proportional zur Geschwindigkeit, dann müssten auch Sprinter einen Helm tragen. Fakt ist aber, daß der Fallwinkel proportional zur Geschwindigkeit deutlich abnimmt. Ab steilsten dürfte der Fallwinkel beim Stillstand sein, nämlich um die 90 Grad. Je steiler der Fallwinkel ist, desto mehr Bewegungsenergie wirkt auf die Stelle ein, mit der man auf dem Boden aufprallt und je flacher der Aufprallwinkel ist, desto mehr Bewegungsenergie wird in Reibung umgesetzt, geht also von der Aufprallwirkung ab.
  • Mir geht's genau wie dir, silvest, wenn ich keinen trage, fehlt mir was.

    Ich fahre seit über 30 Jahren regelmäßig Rad und trage dabei Helm, so lange ich mich erinnern kann. Mehrmals schon hab ich mich auf den verschiedensten Untergründen gewürfelt, die Klickpedale haben sich immer noch gelöst, der Helm zum Glück nicht.
    Ich denke, er hat mir gut getan. Die ersten Exemplare, die ich hatte, sahen schon ziemlich doof aus, aber mittlerweile sind die Dinger doch sehr sportlich und attraktiv geworden.

    @ konradin
    Deine Erklärung zum Verhältnis von Fallwinkel und möglicherweise entstehenden Verletzungen ist einleuchtend. Das Gleichnis verliert an Gültigkeit, wenn ein Hindernis (Baum, Wand, Lastwagen o.ä.) dazu kommt, denn dann steigt die Verletzungsgefahr schon proportional zur Geschwindigkeit.
    Es nie zu spät für eine glückliche Kindheit! (Erich Kästner)
  • Ich wollte damit lediglich aufzeigen, daß ein Generalisieren der Proportionalität von der Schutzwirkung eines Fahradhelms zur Geschwindigkeit barer Unsinn ist. Es kommt grundsätzlich auf die näheren Umstände des Einzelfalles an.

    Prallt man auf ein Hindernis, dann kommt es unter anderem darauf an, ob es sich um ein spitzes oder ein flaches Hindernis handelt und in welchem Winkel man es kontaktiert. Vor allem, mit welchem Körperteil zuerst.

    Die nächste Frage ist für mich, ob ein Aufprall ohne Fahradhelm vermeidbar gewesen wäre. Ich jedenfall habe in Selbstversuchen mit einem Heuballen als vermeintlichem Hindernis die Erfahrung gemacht, daß ein Ausweichen mit anschliessendem seitlichen Abrollen durch das Tragen eines Fahrradhelmes deutlich erschwert wird. Wie gesagt, ich rede hier nur von mir. Bei Anderen mag dies durchaus anders sein.

    Aber die ganze Diskussion ist meines Erachtens ohnehin ein Witz. Eine einfache Abstimmung hätte völlig gereicht. Denn das Thema ist meiner Meinung nach ein rein emotionales Thema, bei welchem neutrale Fakten und Wahrscheinlichkeiten so gut wie keine Rolle spielen, da die Meinungen ohnehin längst festgeschrieben sind.

    Ein echter Austausch von Argumenten findet entweder überhaupt nicht statt oder ist ob der bereits festgelegten Blickrichtungen in keiner Weise zielführend.
  • Konradin schrieb:

    Ein echter Austausch von Argumenten findet entweder überhaupt nicht statt oder ist ob der bereits festgelegten Blickrichtungen in keiner Weise zielführend.


    Das ist ein gutes Schlußwort Konradin!

    Wir sollten die Diskussion beenden, da sie zu nichts führt, oder sonst
    der Moderator diese beendet, da zu viel von Motorrädern gesprochen wird.

    Vielen Dank allen Teilnehmern, und an den Moderator den Auftrag zu schließen!

    MfG silvest
  • Da steht zwar "closed", aber man kann noch :D
    Hoffentlich verstoße ich nicht gegen eine Regel.

    Ich finde keineswegs, dass diese Diskussion bzw. der Austausch zu nix führt.
    Jeder Gedankenaustausch liefert Denkimpulse, und es ist doch durchaus möglich, dass der ein oder andere seine Gewohnheiten dabei überdenkt.

    Closen = ok
    aber unsinnig??? - Meiner Meinung nach nicht ;)
    Es nie zu spät für eine glückliche Kindheit! (Erich Kästner)
  • Auch ich habe meinen letzten Beitrag keineswegs als Schlusswort angesehen.

    Die Sache mit den Regeln ist eigentlich klar. Selbst wenn ein Thema vollständig geschlossen ist kann es vom zuständigen Mod auf Antrag wieder geöffnet werden. Doch wozu erst vollständig schliessen, wenn offenbar genug öffentliches Interesse vorhanden ist, den Thread weiterzuführen.

    Ich denke nach wie vor, daß dieser Thread keineswegs ergebnisoffen ist. Die Meinungen sind stark polarisiert und in der Mitte ist mehr oder weniger Niemandsland.

    Mir ist es egal, ob ein anderer einen Fahrradhelm trägt oder nicht, ich jedenfalls differenziere je nach Situation und beim 'normalen' Fahrradgebrauch setze ich mir ganz sicher keinen Helm auf. Ich lass mich auch nicht dazu zwingen. Wie andere damit umgehen ist deren Sache.

    Weiterhin ist mir diese Diskussion hier etwas zu repressiv. Zwar geht es schon im Titel um Vor- und Nachteile, was impliziert, daß man diese auch (subjektiv) benennen kann. Ich fände es schade, wenn lediglich emotionale 'Begründungen' genannt werden, denn schon die Römer wussten 'de gustibus non es disputandum', auf Neudeutsch 'über Geschmack lässt sich nicht streiten' und das wäre das Ende einer ernsthaften Diskussion (weil eben diese Emotionen beschreibbar, aber selten hinreichend begründbar sind.) Emotionen zählt man auf und benennt sie, aber es ist müssig, über sie zu diskutieren.

    Kaum aber versuche ich, nachvollziehbare (physikalische) Begründungen zu nennen, dann regt sich sofort Widerstand (als wäre der Begriff Motorrad oder gar Motorradhelm ein Unwort). Offenbar wird es akzeptiert, wenn man bei einer möglichen Helmpflicht auf Motorradfahrer verweist (für die ja bekanntermassen bereits eine Helmpflicht gilt). Zeigt man aber anhand von Einzelsituationen auf, daß diese beiden Dinge eben nicht analog zu sehen sind (die Gefahrenpunkt auch und gerade für den Kopfbereich unterscheiden sich bei Rad- und Motorradfahrern drastisch), dann wird sofort zuviel über Motorräder geschrieben.

    Man kann es sicher nicht jedem rechtmachen, aber wenn ich etwas begründe und dabei auf andere Verkehrsteilnehmer eingehe (die spätestens bei einer direkten Kollision mit einem Radfahrer unmittelbar an der Situation beteiligt sind, in welcher ein Helm schützen kann oder eben auch nicht), dann muss auch dieses möglich sein.

    Daß jeder die Fakten ohnehin anders bewertet, eben das macht eine vernünftige Diskussion aus. Aber man muss auch differenzieren können zwischen den Fakten selbst und deren Bewertung. Und genau das vermisse ich hier ein wenig.
  • Na gut, wenn das der allgemeine Wunsch ist, dann öffne ich das Thema wieder.

    Dann möchte ich aber noch sagen, das ich das Thema auf Moderationswunsch
    umarbeiten musste und habe die Auflage bekommen, dass nicht so viel über Motorräder gesprochen wird. Da sonst das Thema von Moderationsseite geschlossen würde und alle Beiträge vorher gelöscht werden.
    Da hab ich mich natürlich etwas unter Druck gesetzt gefühlt und Konradin´s letzten Post als Wink mit dem Zaunpfahl gesehen.

    @Konradin, Emotionen gehören zum Mensch sein dazu,wir sind ja keine Borg und
    manch einer hat eben etwas zuviel davon.

    Mit Erlaubnis der Moderatoren wieder offen!

    Gruß silvest

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von silvest () aus folgendem Grund: Satzstellung

  • Nein, silvest, mein Statement richtete sich keineswegs direkt an dich (weswegen es auch keinen vernünftigen Grund geben sollte, sich unter Druck gesetzt zu fühlen).

    Rein inhaltlich sehe ich das etws anders. Wenn man über ein Thema redet, dann kommt es schon vor, daß man Anleihen aus einem anderen/artverwandten Thema macht. Zusammenhänge sind oft komplexer, als daß man ihnen gerecht werden könnte, wenn man sich ausschließlich linear auf eine einzige Kausalkette bezieht - und selbst der Mond hat auch eine Rückseite.

    Anders ist es natürlich, wenn man ein Nebenthema nicht zur Erklärung oder zur Verdeutlichung von Zusammenhängen heranzieht, sondern dieses dazu benutzt, vom eigentlichen Thema abzulenken oder dieses zu verwässern. Man sollte diese unterschiedlichen Fälle schon ausreichend berücksichtigen.

    Zum grundsätzlichen Diskussionstil. Sicher haben wir Emotionen, aber als Grundlage für eine ernsthafte Diskussion taugen sie wenig. Bei vermeintlichen Fakten ist es üblich, ihren Wahrheitsgehalt zu hinterfragen und wird diese nicht erbracht, dann handelt es sich nicht um Fakten, sondern zunächst einmal um reine Behauptungen. Dieser Austausch von Fakten und deren Begründungen ist es meist, ist es, welcher Diskussionen zielführend voranbringt. Ausserdem werden die Fakten von unterschiedlichen Leuten oftmals unterschiedlich bewertet. Auch dies prägt oft das Wesen einer Diskussion.

    Zieht man sich jedoch auf das Feld der Emotionen zurück, dann ist jeder weitere Diskussionversuch müssig. Denn 'keine Lust' ist immer ein hinreichender Grund für irgendetwas und letztendlich nicht diskussionsfähig. Entweder akzeptiert man emotionale Begründungen Anderer oder man zweifelt sie an. Aber es ist müssig, darüber zu diskutieren. Man erwähnt sie, aber man diskutiert nicht darüber.

    Ich schreibe dies lediglich so ausführlich, weil mir daran liegt, gerade in diese scheinbar etwas schwierigen Diskussion keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen.
  • silvest schrieb:


    Dann möchte ich aber noch sagen, das ich das Thema auf Moderationswunsch
    umarbeiten musste und habe die Auflage bekommen, dass nicht so viel über Motorräder gesprochen wird. Da sonst das Thema von Moderationsseite geschlossen würde und alle Beiträge vorher gelöscht werden.

    Dazu muß ich jetzt ein paar Worte schreiben.
    Ich habe den TE angeschrieben das er das Thema umbenennen solle, denn es war eigentlich ursprünglich die Frage in den Raum geworfen worden "tragt ihr beim Fahrradfahren einen Helm"
    Ich hatte mich dann frühzeitig schon mal um die "Motorradauswüchse" gekümmert, denn die haben ja nun mal so absolut nichts der eigentlichen Fragestellung zu tun, das ich mich gezwungen sah ein paar Einträge zu löschen.
    Als die "Frage" dann immer mehr in eine Diskussion über Sinn und Unsinn ausartete habe ich am Freitag Nachmittag den TE angeschrieben das er den Threadname ändern solle oder halt das Thema schließen. Da er den Name geändert hat könnt ihr jetzt also lustig drauf los diskutieren.

    Aber denkt dran es geht um den Fahrradhelm, nicht um´s Motorradfahren ;)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ruderbernd ()

  • silvest schrieb:

    ... und habe die Auflage bekommen, dass nicht so viel über Motorräder gesprochen wird. Da sonst das Thema von Moderationsseite geschlossen würde und alle Beiträge vorher gelöscht werden.



    Wenn das stimmt, was du schreibst, wäre es nur mal wieder Mod-Arroganz. So Löschorgien finde ich ziemlich daneben. Wer soll da noch Lust haben, im FSB zu diskutieren?!

    Fakt ist einfach, dass der Fahrradhelm schützt und Leben bzw. Gesundheit retten kann. Ob das jemand einsieht oder nicht, es ist einfach so. Genügend Rad-Unfälle geschehen nämlich mit motorisierten Verkehrsteilnehmern und keineswegs nur mit Fußgängern. Selbst bei allein verursachten Unfällen OHNE Fremdeinwirkung kann ein Fahrradhelm viel Positives bewirken.

    Mag sein, wer gemächlich auf einem Weg ohne Kfz vor sich hin radelt, lebt weniger gefährlich, als ein Radler in der Stadt. Den Sicherheitsgurt im Auto (*) haben vor Jahrzehnten unzählige Besserwisser ebenfalls verteufelt, heute dagegen sind die Anschnallgegner einfach ausgestorben. ;)

    ------------------

    (*) @ Mods:
    Thema jetzt bitte nicht schließen, nur weil ich mal das 'Auto' erwähnt habe! :)
  • Oh Mann hätte ich blos meinen Fahrradhelm aufgesetzt und meinen Schnabel gehalten.

    Es ist jetzt nicht hilfreich auf die Moderatoren zu schimpfen, denn die tun ja nichts anderes als das der Diskussionsfluss in einer geordneten Bahn verläuft.

    Der Fehler ist mit Sicherheit da entstanden, als ich die Frage formulierte.
    Durch meine mangelnde Forumserfahrung habe ich wie schon Konradin und auch Ruderbernd bemerkten, den Thread entweder als Umfrage oder als Diskussion formulieren sollen.

    Ich bitte dies zu entschuldigen!

    Mein Anliegen war eigentlich nur meine Erfahrungen mit dem Fahrradhelm
    darzustellen und festzustellen ob Andere ähnliche Erlebnisse hatten.

    Ich fahre wie gesagt seit meiner Kindheit sehr viel Fahrrad und benutze es
    sowohl als Sportgerät als auch als Fortbewegungsmittel im Alltag.

    Bedingt durch etliche negative Erlebnisse im Straßenverkehr und im Wald
    beim Mountain Biking ist der Helm für mich ein unerlässlicher Begleiter geworden.

    Natürlich ist mir der Helm in der Vergangenheit auch lästig gewesen und wer will schon nach Gebrauch desselben mit einem Klätschkopf rumlaufen, doch ist
    meiner Meinung nach der Nutzen höher als die Unbequemlichkeit.

    Also seid mir nicht böse wegen dieses Durcheinanders und diskutiert munter weiter!

    Gruß silvest
    Wozu braucht Gott ein Raumschiff - James T. Kirk

    Natürlich kann man ohne Hund Leben - es lohnt sich nur nicht. - Heinz Rühmann

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von silvest () aus folgendem Grund: Rechtschreibung

  • fuerstgraf schrieb:

    Fakt ist einfach, dass der Fahrradhelm schützt und Leben bzw. Gesundheit retten kann.

    So wie die Zeitung vor dem Gesicht vor radiokativer Strahlung schützen kann. :D

    Fakt ist aber auch ebenso, daß ein Fahrradhelm Unfälle verursachen kann. Müssig, über 'kann' zu diskutieren.

    fuertgraf schrieb:

    Genügend Rad-Unfälle geschehen nämlich mit motorisierten Verkehrsteilnehmern und keineswegs nur mit Fußgängern.

    Genau in diesen Situationen ist ein Fahrradhelm oft wenig hilfreich, denn er schützt keineswegs davor, überfahren zu werden. Seine Wirksamkeit beschränkt sich lediglich auf Situationen, bei welchen der Radfahrer mit dem Kopf (in welchem Winkel auch immer) auf ein Hindernis aufprallt.

    fuerstgraf schrieb:

    Selbst bei allein verursachten Unfällen OHNE Fremdeinwirkung kann ein Fahrradhelm viel Positives bewirken.

    Wieder einmal das 'kann'. Sicher kann er. Das Gegenteil allerdings auch.
  • fuerstgraf schrieb:

    Wenn das stimmt, was du schreibst, wäre es nur mal wieder Mod-Arroganz. So Löschorgien finde ich ziemlich daneben. Wer soll da noch Lust haben, im FSB zu diskutieren?!

    ...
    ------------------

    (*) @ Mods:
    Thema jetzt bitte nicht schließen, nur weil ich mal das 'Auto' erwähnt habe! :)

    Solche Kommentare kannst du dir getrost sparen ;) zumal ruderbernd über deinem Beitrag bereits aufgeklärt hat und bisher hier völlig korrekt OT gelöscht hat.

    Wenn du den Unterschied zwischen voll-OT und Beiträgen, die u.U. einen Vergleich/Bezug herstellen, ohne vom eigentlichen Thema abzuweichen nicht erkennst, ist das allein dein Problem.

    Und wenn dir die Moderation nicht gefällt, steht dir der Weg frei, dich an einen SMod zu wenden.

    Hier im Thema haben deine Statements nichts verloren und sind nix als Stimmungsmache & Spam.

    Dieser Beitrag ist keine Diskussionsgrundlage!

    MfG


    PS: @ silvest passt schon ;)
    Da, wo die Neurosen blüh'n, da möcht' ich Landschaftsgärtner sein!
    Rechteübersicht * Forenregeln * F.A.Q. * Lexikon
    Suchfunktion * Chat * User helfen User
    Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm: »Halt' du sie dumm, ich halt' sie arm!« (R. Mey)
  • Mir ist eine Situation eingefallen, wo der Helm meinen Kopf geschützt hat.

    Es war im Winter vor ca. 3 Jahren. Ich bin auf einer kleinen Anliegerstrasse
    gefahren und wollte nach rechts abbiegen auf den Fahrradweg. Da bin ich mit dem Vorderrad auf eine Eisplatte gekommen und trotz Schritt Geschwindigkeit
    weggerutscht. Ich bin dann zuerst mit dem Knie und der Schulter auf den Asphalt aufgeprallt und dann fast zeitgleich seitlich mit dem Helm.
    Ohne Helm hätte ich zumindest ein Loch im Kopf gehabt.
    Gut, jetzt könnte man sagen im Winter fährt man kein Fahrrad da die Unfall-
    gefahr zu groß ist und man hätte auch zu Fuß ausrutschen können.
    Doch dann hätte man sich auch mit den Armen leichter abfangen können.

    Vielleicht hat das Tragen eines Helmes auch psychologische Wirkung und das Ganze wurde uns von der Industrie als Sicherheitsplus eingeredet, aber warum tragen dann Radprofis einen Helm?
    Sie tun das nur weil der Veranstalter das vorschreibt, nachdem es zu schweren Unfällen gekommen ist. Und ich glaube nicht das Radprofis mit Helm riskanter
    fahren als ohne Helm.
    Wie dem auch sei, der Kopf ist unser wichtigstes Körperteil!
  • Nicht immer sind es wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse, die zu Ver- oder Geboten führen. Es können durchaus auch einzelne (schwerwiegende) Vorkommnisse sein, die eine Vorschrift oder ein Gesetz zur Folge haben. War das z.B. nicht bei dem Brand im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses so, nach dem nun in allen öffentlichen Gebäuden mindestens 2Abgänge aus oberen Geschossen vorhanden sein müssen?

    So ähnlich kann's uns auch mit den Helmen gehen; ein paar besonders tragische Unfälle, und schon wird der entsprechende Gesetzesentwurf vorgelegt.
    Nicht dass ich mich darüber aufregen würde - ich trage aus Überzeugung und Gewohnheit immer Helm.

    Aber ich kann jeden verstehen, der es nicht will! Meine Frau würde z.B. dann einfach nicht mehr auf's Rad steigen, viele andere würden's ihr gleich tun.

    Bei mir spricht ein subjektives Sicherheitsgefühl für den Helm; statistisch gibt's auch ne Reihe von Argumenten gegen das Tragen, wie man hier zum Beispiel sehen kann.
    Es nie zu spät für eine glückliche Kindheit! (Erich Kästner)
  • Der Blick auf die Radprofis bringt ausgesprochen wenig. Denn bei diesen geht es keineswegs um alltägliche Verkehrssituationen, ist also wenig mit Alltagsgefahren vergleichbar. Ausserdem sind Profis meist ausschliesslich unter sich (und jeder von ihnen ist gut durchtrainiert und weiß ganz genau, wie er sich bei einer Karambolage zu verhalten hat).

    Dein Link, littleprof, ist recht interessant. Besonders interessant finde ich die wiederholte Intention mehrere Diskussionteilnehmer, einweder aus einer Korrelation zweier Werte eine Kausalkette ableiten zu wollen oder genau diese anzuzweifeln.

    Wenn weniger Radfahrer unterwegs sind, dann nimmt statistisch gesehen die Anzahl der Radunfälle ab (im Gegenzug nimmt dafür die Anzahl der Unfälle mit anderen Verkehrsteilnehmern statistisch zu, vorzugsweise wahrscheinlich mit Fussgängern).

    Andererseits kann man durchaus argumentieren, daß das subjektive Sicherheitsgefühl durch das Tragen eines Helmes einen einlullt und Gefahren gegenüber blinder macht, als man es ohne Helm wäre.

    Auch das Tragen eines Helmes aus Angst ist wenig Grund, sich sicher zu fühlen. Denn ängstliche Verkehrsteilnehmer leben weitaus riskanter als andere. Vorsicht und Respekt ja - Angst aber nein.
  • ... Und wieder einmal sitze ich "zwischen den Stühlen" (beruflich und privat)

    Als langjähriger (ehemaliger) Radamateur kann ich euch ein wenig über die Beweggründe zur Diskussion über eine Helmpflicht im Radsport aufklären. Dabei will ich das Thema dieser Diskussion "Vor- und Nachteile des Fahrradhelms" in den Fokus rücken.

    Wie schon richtig erwähnt wurde, haben viele schwere Unfälle bei Radsportveranstaltungen dazu geführt, dass die Veranstalter nach einer Helmpflicht riefen.

    Ich selbst habe zu Beginn meines Radtrainings keinen Helm getragen, sondern mich erst im Laufe der Teilnahme an Wettkämpfen dafür entschieden. Das meistgenannte Argument der Amateure und Profis war weniger die fehlende Übersicht, als der zusätzliche Hitzestau, der hauptsächlich bei Auffahrten und Sprints am Berg entsteht. Wir haben damals daher sehr gegen eine Helmpflicht als Schikane im Radsport gewettert. Dieses Problem des Hitzestaus hat sich im Laufe der letzten Jahrzehnte durch bessere Helmkonstruktionen und Chancengleichheit durch strikte Vorschriften zumindestens sehr reduziert.

    Den erwähnten Nachteil der mangelnden Übersicht, wenn ihr einen Fahrradhelm tragt kann ich nur damit beantworten, dass ihr vermutlich nicht das für euch passende Helmmodell getragen habt.

    Schaut euch bitte auch mal bei hochklassigeren Modellen um, wenn ihr Bedenken bei Gewicht und Optik von Radhelmen habt.

    Den genannten Nachteil zu eingeschränkten Abrollmöglichkeiten bei Unfällen kann ich bestätigen. Er kommt aber im Regelfall nur bei sehr sturzerfahrenen Radsportlern zum Tragen, die fast schon instinktiv ihr Abrollverhalten beeinflussen. Aber, wie das Beispiel von K.P. Thaler zeigt kann sich niemand zu 100% aus reiner Körperbeherrschung vor allen Sturzauswirkungen retten.

    Den Nachteil von "zerstörten Frisuren" sehe ich zwar auch, lasse ihn aber zumindestens für mich nicht gelten..

    Wie schon von einigen Vorpostern hervorgehoben, ist der Vorteil, wenn man beim Sturz einen passenden Fahrradhelm trägt vom jeweiligen Sturz abhängig.
    Da zumindestens ich die Sturzart nicht vorherbestimmen kann und mir den Vorteil eines eventuell zusätzlichen Schutzes nicht nehmen möchte, habe ich meiner ganzen Familie das korrekte Tragen von richtig eingestellten Fahrradhelmen auf dem Fahrrad empfohlen und lebe diese Einstellung auch.
    Im Privatleben trage ich daher heute zu Stadtfahrten und im Breitensport (MTB) immer einen Helm und lebe mit den vermeintlichen Nachteilen.

    <ketzerisch_und_nicht_ganz_ernst>

    Viel bedenklicher finde ich die Überlegung, dass durch eine allgemeine Helmpflicht für Fahrradfahrer die anderen Verkehrsteilnehmer gefühlt ein wenig aus der Verantwortung zur Rücksichtnahme (§ 1 StVO Grundregeln - dejure.org) genommen werden könnten (frei nach dem Motto "... Die sind ja eh geschützt")

    </ketzerisch_und_nicht_ganz_ernst>

    Trotz meiner persönlichen Entscheidung für Farradhelme empfinde ich das beschriebene Verhalten von Versicherungen bei Unfallbeteiligung ohne das Tragen eines Fahrradhelms für verwerflich, zumindestens solange es keine gesetzliche Grundlage (wie eine allg. Helmpflicht für Radfahrer) gibt.

    Entscheidet bitte jeder selbst für sich, zumindestens solange es noch keine Vorschrift dazu gibt.
    Und noch was: wie auch bei anderen Helmen gilt: Austausch des Helms nach einem Sturz mit "Helmbeteiligung" (übrigens haben auch Fahrradhelme eine Haltbarkeitsfrist)
    /Bog
  • Ich mach mal weiter, denn gestern wäre ich fast wieder von einem Auto umgefahren worden.

    Ein älterer Herr kam mir in einer Tempo 30 Zone auf meiner Spur direkt entgegen weil seine durch parkende Autos belegt war. Erst im letzten Moment als ich schon fast stand wich er haarscharf aus. Ich wäre wahrscheinlich auf seiner Motorhaube oder im Gebüsch gelandet. Müßig darüber nachzudenken ob ein Helm geholfen hätte oder nicht, geschadet hätte er jedenfalls nicht. Der ältere Herr hat sich jedenfalls bei mir entschuldigt und gesagt, dass er mich durch die Schatten der Bäume nicht gesehen hat.

    Ich habe dann auch später darüber nachgedacht Konradin was du geschrieben hast.

    Zitat von Konradin: ...ein Ausweichen mit anschliessendem seitlichen Abrollen durch das Tragen eines Fahrradhelmes deutlich erschwert wird.



    Ich weiß wirklich nicht in wieweit mich der Helm behindert, wenn ich mich abgerollt hätte.
    Ich hab auch überlegt warum ich auf dem Fahrrad sitzen geblieben bin als der PKW schon fast bis auf einen Meter vor mir war. Wahrscheinlich weil ich es einfach nicht glauben konnte, das der PKW-Fahrer mich nicht sah. Ich denke aber nicht weil ich mich durch den Helm sicher fühlte.

    Ich trage den Helm auch nicht aus Angst, sondern weil ich durch viele Verkehrssituationen gelernt habe wenigstens meinen Kopf etwas zu schützen.

    Sicher, wenn man Protektoren an Armen, Beinen und Oberkörper tragen würde, dann wäre man mit Sicherheit unbeweglich. Aber den Helm auf meinem Kopf merke ich schon gar nicht mehr.
  • Auch ich bin, mittlerweile, bekennender Helmträger!
    Bis zur Geburt meines Sohnes (bzw. dessen ersten "Übungsstunden"), sah das zwar noch anders aus, aber da wurde mir dann klar, wie leichtfertig ich ohne Helm mit meinem Leben umgehe, und dass ein (schwerer/tödlicher) Unfall ohne Helm nicht nur mich, sondern auch meine Frau und vor Allem meinen Sohn beeinflussen würde.
    Was hier auch noch niemand bedacht hat (ich hoffe, ich habe es nicht überlesen), ist die Tatsache, dass wenn ich als Autofahrer (oder von mir aus auch als Radfahrer) einen Radfahrer umbügle (wer schuld ist ist dabei irrelevant, aber im schlimmsten Fall war ich es) und der an seinen schweren Kopfverletzungen stirbt (die ein Helm ja, nachgewiesenermaßen, verhindern/reduzieren kann), weil er keinen Helm aufhatte, muss ich damit leben, dass dieser Mensch (Kind?) tot ist... Ich hoffe, ich komme nie in die Situation herauszufinden, was dann den Rest meines Lebens in mir vorgeht...
  • Bogomir schrieb:

    (übrigens haben auch Fahrradhelme eine Haltbarkeitsfrist)


    Gut das du daran erinnerst denn das wird schnell vergessen.

    Ich habe meinen Helm auch schon länger als 5 Jahre. Er hat zwar
    keinen Stoß überstehen müssen, doch Sonne und Kälte haben
    ihm schon zugesetzt. :depp:

    Was nützt der beste Helm, wenn er zu alt ist. Dann kann man sich
    auch einen Helm aus einer Wassermelone schnitzen. :)
    Wozu braucht Gott ein Raumschiff - James T. Kirk

    Natürlich kann man ohne Hund Leben - es lohnt sich nur nicht. - Heinz Rühmann
  • Ich für meinen Teil fahr auch nur noch mit Helm. Ist einfach sicherer. Den Kindern setzen wir ja auch einen auf. Und wir stellen uns nur so an, weil wir nie einen Helm tragen mussten, sonst wär das jetzt für jeden selbstverständlich. Naja, und zum Thema dann müsste man ja nur noch mit Helm durch die Gegend und ob wir als Fussgänger nen Helm tragen usw. Motorradfahrer tragen auch einen Helm und bei denen bringt er deutlich weniger als bei einem Radfahrer wenn der einen Unfall hat...