Rat und Erfahrungen zum Fernstudium :)

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  • Rat und Erfahrungen zum Fernstudium :)

    Hey Leute,
    bin neu hier :-)) und ich muss sagen die Seite is SUPER!!

    Nun zum meinem Anliegen :
    Ich habe vor an der Uni Hagen, den Bachelor of Arts zu beginnen.
    Meine Wahl fiel dabei auf ein Fernstudium im Bereich Psychologie ,da ich mich schon immer für das Themengebiet interessiert habe.

    Die Wahl zum Fernstudium fiel mir nicht besonders leicht und steht auch noch nicht bombenfest. Ich kann mir vorstellen, dass man weniger Chancen hat in persönlichen Kontakt mit Profs zu treten um diese auszufragen oder ein Thema eventuell vertiefen.Auf der anderen Seite ist der Fakt das ich alleine lebe und für meinen Lebensunterhalt und Lebensstandart schon seit der 9. Klasse selbst aufgekommen bin.Ich würde meinen Job sehr ungern verlassen, da es mir hier sehr gefällt und mir der Betrieb sehr geholfen hat als ich mein Abitur gemacht hatte.(finanziel und auch menschlich)
    Um nun an einer Uni vor Ort zu studieren müsste ich wegziehen, also dachte ich an ein Fernstudium.

    Jedoch ist Fernstudium für mich Neuland, also wollte ich hier mal nach Erfahrungen fragen wie gut man dieses im Vergleich zum normalem stationären Studium meistert. Welche Hürden es bei euch gab und was euch besonders gefallen hat.
  • Ich habe keine persönlichen Erfahrungen mit einem Fernstudium gemacht, aber bei deiner Geschichte stelle sich für mich ein paar Fragen.

    Natürlich ist es verständlich, dass die Option das Studium neben dem Job zu machen für dich erst mal attraktiv scheint, Geld bleibt und auch sonst keine Umstellung. Aber wofür studierst du denn, wenn es dir so gefällt? Du wirst doch wahrscheinlich planen, deinen Abschluss auch beruflich zu nutzen und spätestens dann wirst du ja mit hoher Wahrscheinlichkeit doch umziehen oder zumindest deinen Betrieb verlassen müssen. Daher stellt sich die Frage, inwiefern tust dir selbst einen Gefallen damit, deinen jetzigen Wohnort so hoch zu priorisieren, wenn es doch die Möglichkeiten bezüglich deines Studiums erheblich einschränkt.
    Mit diesen Einschränkungen meine ich nicht mal primär den von dir erwähnten persönlichen Kontakt zum Professor (den hast du auf Universitäten bei Massenstudiengängen auch kaum), sondern andere Vorteile eines Vollstudiums. So werden einem viele Möglichkeiten der Spezialisierung innerhalb des eigenen Fachgebiets oft erst im Gespräch mit anderen Studenten klar. Ganz allgemein würde ich den Austausch mit Gleichgesinnten im Wert nicht unterschätzen, auch was die eigene Motivation betrifft. Überlege dir gut, ob du das alles nur für ein paar Jahre mehr in deinem alten Job verschenken möchtest. Zumal du mit einem Fernstudium auch ganz andere Aspekte des Studentenlebens nicht erleben wirst.

    Das zweite was mich an deiner Situation nachdenklich macht ist die Studienwahl. Grundsätzlich ist es natürlich wichtig, das man sich für das, was man studieren möchte, interessiert. Als hinreichendes Kriterium zur Studienwahl ist das aber auch meiner Sicht eher schwach, insbesondere dann, wenn man keine Vorkenntnisse in dem Bereich hat. Gerade bei einem Fach wie Psychologie stellt sich die Frage, weißt du wofür dich dieser Abschluss qualifiziert? Zur Ausbildung zum Therapeuten reicht der Bachelor beispielsweise nicht und Masterplätze sind vergleichsweise rar. Der BA in Psychologie alleine ist bezüglich Berufsoptionen nicht viel wert, selbst wenn er nicht per Fernstudium erlangt wurde.

    Wenn du dir da sicher bist, dann mach es, aber ein Überlegungen zu diesen Punkten sollte man sich gemacht haben ;-).
  • Vielen Dank für deine Meinung Nile!

    Nun, zu deinen Gedankenanstößen :).
    Ich habe mich durchaus erkundigt welche Qualifikationen ich für welchen Beruf brauche und ob ich einen Master, an besagter Fernuniversität, machen kann. Die Antwort ist, ja.
    Zu dem Vorschlag gar nicht erst zu studieren, muss ich sagen, dass ich das schon immer wollte. Ich lese außerordentlich gerne und halte es für ausgesprochen wichtig sich sein ganzes Leben lang weiterzubilden im Sinne von nicht Mental stagnieren. Der künftige Job spielt da einen große Rolle, zumindest meiner Ansicht nach.
    Deswegen der Wunsch nach einen Studium.Ich habe definitiv vor, mindestens den Master und die Zusatzqualifikation zum Therapeut zu machen.
    Es freut mich, dass du den Kontakt mit anderen Studenten angesprochen hast! Dies habe ich mir nicht bewusst gemacht, wie ich es eigentlich sollte.
    Ich sollte mir hier noch genauer Gedanken machen wie ich dies kompensieren kann.
    Ich habe lange darüber nachgedacht was ich den mit meinem Leben anstellen soll,wie es so viele junge Menschen tun. Dazu habe ich versucht mein inneres so gut wie möglich zu reflektieren.
    Am liebsten würde ich Professor werden. Das wäre nun wirklich mein Traumberuf! Basierend auf meiner hohen Geduld, der großen Leidenschaft zum lesen, der Offenheit für Unbekanntes und meiner wie ich finde gut ausgebauten Empathie.

    Ich versorge mich schon seit ich 14 Jahre alt bin alleine und bin sobald ich konnte, weit weg weggezogen. Dies alles wegen Familiären Umständen. Und dieser Betrieb gab mir so etwas wie ein Zuhause. Ich meine natürlich die Menschen dort. Diese liegen mir sehr am Herzen und sind der Grund warum ich möglichst nicht wegziehen will.
    Aber wie du schon sagst irgendwann werde ich eh wegziehen müssen. Es fällt mir nur so schwer diese Entscheidung zu treffen.
    Nun ja da werde ich wohl durch müssen.
  • Ich habe mich vor ca. 1 Monat für ein Fernstudium in Wirtschafts-Psychologie entschieden. Bisher bin ich wirklich positiv überrascht. Kontakt zu Kommilitonen hatte ich noch keinen, aber ich denke der wird sich bei dem ersten Pflichtseminar diesen Monat schon aufbauen. Jedoch sind die Ansprechpartner in der FH sehr schnell und hilfsbereit. Der zur verfügung gestellte Stoff ist schön aufgebaut. Alles in allem bin ich froh diesen Entscheidung getroffen zu haben und hoffe auf einen erfolgreichen und schnellen Abschluss (wobei schnell und Fernstudium natürlich nicht zusammen passt) ;)
  • Also ich habe im September auch ein Fernstudium begonnen und meine bisherigen Erfahrungen zeigen, dass man sich wirklich darüber klar sein muss, welch eine Beanspruchung es ist einen Job zu haben und gleichzeitig ein Fernstudium zu machen. Wenn man sich darüber allerdings im klaren ist, dann hat man im Verhältnis zum "normalen" Studium eigentlich kaum Einschränkungen. Man hat zwar weniger Präsenzzeit, also auch weniger Zeit in der einem was erklärt wird, aber gleichzeitig habe ich die Dozenten bisher nur als extrem hilfsbereit kennen gelernt, so dass sie einem eigentlich fast alle ihre E-Mail-Adresse geben und man sich auch wirklich an sie wenden kann wenn man Probleme oder Fragen hat. In diesem Punkt merkt man schon das man hier auch für das Studium bezahlt.
    Und wie mein Vorredner schon meinte, der Kontakt zu Kommilitonen ergibt sich spätestens in der ersten Präsenz :)
  • Hi,

    also ich habe vor 20 Jahren IT in Berlin an der damaligen FHTW fernstudiert, mit der Einstellung: ich mach es so lange, bis es anstrengend wird. Es war beherrschbar, nur die Diplomarbeit habe ich 2x angefangen, die zweite mit Ach und Krach erledigt.

    Vor 4 Jahren dann ein Fernstudium MBA General Management an der (jetzt) HTW in Berlin angefangen, 2/3 der Fächer geschafft mit ganz guten Noten, das andere, Steuerrecht, Bilanzierung, Konzernrechnungslegung war _für mich_ zu viel, um es mit mittlerem Aufwand zu schaffen. Diese Fächer bzw. die Profs sind dort aber erklärtermaßen die Killer.

    Wir hatten auch Kommilitonen, die den ganzen Tag im Büro gelernt haben, andere jeden abend zu Hause. Die haben es gepackt.

    Ich überlege jetzt, mir an der Euro-FH das geschaffte anerkennen zu lassen, das geht, habe ich auf einem Karrieretag im Flughafen Tempelhof vor 2 Jahren erfahren, seit dem schreiben die mir immer :)

    Da müßte ich den Rest zu erledigen, schiebe es aber schon 2 Jahre vor mir her, zu viel zu tun in meinem Job. Und vllt auch ein Defizit in meiner Selbstorganisation.....
  • Hallo,
    bei einem Fernstudium kannst du halt nicht zu einer Vorlesung gehen und hast keinerlei Zwang etwas für die Uni zu machen.
    In der Uni kannst du dich ebenfalls mit anderen Studenten austauschen. Ich würd mich an der Uni Hagen anmelden und auf das Fernstudium verzichten.
    Viele Grüße
  • Hallo,

    ich hab damals direkt nach dem Abi mit nem Frnstudium in Psychologie angefangen. Das war 2010. Ich wusste nicht, was ich nach dem Abi machen sollte und fand ein Fernstudium besser, als bei Aldi anner Kasse drinstehen zu haben (hab da gejobbt nach dem Abi)... Also nach dem Abi war ich dort zwar immatrikuliert , hab aber erstmal nur PARTY HARD gemacht, weil ich froh war endlich mein Abi zu haben...

    Naja, nach dem 2. Semester dort fing ich an auch mal was zu tun. War natürlich sau viel und da ich in der Woche 19 Stunden gejobbt hatte, war das überhaupt nicht so leicht für mich. DIe Klausuren habe ich auch erstmal voll verkackt.

    Wie Psychologie so war?
    MEGA LANGWEILIG
    Man stellt sich das immer voll anders vor, aber spannend war es nicht. Vor Allem Statistik war richtig doof. Die Klausuren waren fair gestellt, allerdings musste man den Stoff umfangreicher können, als an normalen Unis.

    Ich hatte auch schnell keinen Bock mehr auf das Fernstudium, da man einfach 0 Zwang hat. Ich habe mich von mir auis NICHT jeden Tag 6 Stunden dahin gesetzt und gelesen (weil mehr war das nicht).
    Ich hab dann im 3. Semester immer noch nicht mehr gemacht und fing dann an mich an den echten Unis zu bewerben. Ich hatte Glück und bekam 2 Angebote der Uni Dortmund: Rehapädagogik oder Pädagogik in Bielefeld. Hab mich dann für Bielefeld entschieden und es bisher nicht bereut. Eine echte Uni hat viele Vorteile.

    Für ein Fernstudium muss man sehr diszipliniert sein.
    Psychologie war auch leider nicht wirklich spannend: Du hast im BA nämlcih nur Statistik und musst Teilbereiche der Psychologie belegen und absolvieren (1. Semester: Alltagspsychologie; 2. Semester: Sozialpsychologie usw.)
    Für mich war das 0 spannend. Ich hab mich auch erkundigt: Mit Psychologie kann man beruflich leider nicht viel reißen. Die meisten Leute wollen den Master (da muss man erstmal reinkommen, und dort braucht man nen sehr hohen NC wie z.B. 1,3 usw.)
    Wenn man Psychologin werden möchte (wollte ich immer) muss man nach dem Master ne 5 jährige Ausbildung zum Psychotherapeuten absolvieren (5 Jahre = Teilzeit, kostet 600-800€ im Monat, muss man selbst bezahlen)... DIe meisten die ich kenne mache diese Ausbildung Vollzeit (nur 3 Jahre, allerdings kaum Zeit zum Arbeiten gehen nebenher, da man 40h die Woche inner Praxis/ Klinik ist). Mir war das zu teuer und zu zeitintensiv.

    Daher musst du dir genau überlegen, was du mit dem Fernstudium erreichen willst bzw. vor hast. Viel Erfolg
  • Ich habe bisher 3x ein Fernstudium gemacht. Zuerst Fremdsprachenkorrespondentin, da ich damals die Euroschule aus privaten Gründen abbrechen musste. Dazu kann ich sagen, dass es wirklich topp war und man immer Ansprechpartner hatte: entweder im Forum mit Gleichgesinnten oder eben direkt dein Lehrer.
    Später hab ich dann aus reinem Interesse ein Grundwissen Psychologie-Studium begonnen und das lief auch absolut perfekt - auch das Diplom dazu.
    Vor ein paar Jahren hab ich ein Informatik-Studium angefangen, weil ich dachte, das ergänzt meinen jetzigen Job und interessiert mich. Tja, was soll ich sagen... Das war Leer-/Lehrgeld... Es war seeeeehr trocken, gaaaaanz anders als ich es mir vorgestellt hatte und dann kamen noch Veränderungen im Privat- und Berufsleben dazu. Also habe ich das Studium gekündigt.
    Und jetzt bieten sie einen Kurs an, der genau das beschreibt, was ich mir von Informatik erhofft hatte - ich weiß noch nicht, ob ich es angehen werde oder nicht. Mal sehen, aber tendenziell ja... Und weil ich es eh jetzt schreibe, fordere ich mir mal die Unterlagen an.

    Ganz wichtig noch für DoubleG: das erste Monat ist immer gratis, man kann mal reinschnuppern und dann immer noch entscheiden, ob man es nun möchte oder nicht.
    Leben ist das, was passiert, während man eifrig dabei ist, andere Pläne zu schmieden.
  • Moin!
    Ich habe selber Psychologie nicht als Fernstudium gemacht, aber kenne zwei Leute, die an der Fernuni Hagen Psychologie belegt haben. Ich glaube, man sollte sich bewusst sein, dass Psychologie eben ein wissenschaftliches Studium ist. Sprich: Eine gewisse Affinität zu Zahlen und englischen Texten sollte schon vorhanden sein.
    Außerdem: viele denken ja Psychologe = Therapeut. Aber nein, als Psychologe kann man in ganz vielen verschiedenen Berufen arbeiten und die anschließende Weiterbildung zum Therapeuten stellt nur eine Möglichkeit dar. Dafür ist allerdings ein Master in klinischer Psychologie vonnöten. Ich würde an deiner Stelle vorher schauen, ob es in Hagen einen Master in Klinische Psychologie gibt und ob dieser dann für die Therapieausbildung anerkannt ist (leider ist das mit der Anerkennung meines Wissens nach von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich).
  • So weit her scheint es dann doch nicht zu sein mit dem Interesse seitens des TE


    Letzte Aktivität: 25.09.2014


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    Da, wo die Neurosen blüh'n, da möcht' ich Landschaftsgärtner sein!
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