Cannabis

  • Diskussion
  • Der Bundestag diskutiert heute über den Antrag der (Oliv-)Grünen, den Besitz kleiner Mengen von Cannabis sowie dessen Genuss zu legalisieren.

    In einigen Ländern ist Besitz/Genuss von Cannabis erlaubt, in einigen Ländern nicht. Es gibt sogar Länder, wo es in einem Teil des Landes erlaubt, im anderen wiederum verboten ist.

    Info:
    Grüne wollen Cannabis-Legalisierung durchboxen
    Cannabis: Thomas Feltes plädiert für Legalisierung - SPIEGEL ONLINE
    Legality of cannabis - Wikipedia, the free encyclopedia
    Legality of cannabis by U.S. jurisdiction - Wikipedia, the free encyclopedia

    Es gibt sowohl Experten, die für die Freigabe sind, genau so wie es Experten gibt, die gegen die Freigabe sind. Beide Parteien mit jeweils (mehr oder weniger) guter Begründung.
    Einige meiner vielen Brüder kiffen (ich bin der einzige Nichtraucher in der Familie, halte mich abgesehen von gelegentlichen zwei bis drei Bieren von allen Drogen fern), gehen ihrer beruflichen Tätigkeit nach und scheinen mir in keiner Weise beeinträchtigt.

    Ich bin also einigermaßen ratlos, wie ich – sollte ich – abstimmen würde.
    Wie beurteilt ihr das „Cannabis-Problem“, soll – für selbstverständlich geringe Mengen – Freigabe erfolgen, oder soll das Regime die bisherige Praxis beibehalten?

    Also: Auf rege Diskussion (bewusst keine Umfrage) …
  • ... nun gehöre ich zu der sog. Post-Legalize-it Generation und bin als bekennender Nichtraucher höchstens "keksmäßig" selbst betroffen ;) Auch wenn ich jahrelang als "Jazzer" mehr oder weniger in dunklen Kneipen "lebte", bin ich bisher nicht aktiv bertoffen gewesen (wobei ich nicht beurteilen kann, ob das ein Vorteil war, oder nicht)

    Ich persönlich bin in Bewertung dieser Fragestellung auch zwiegespalten. Einerseits würde nach meiner Auffassung eine Erlaubnis (in gesteckten Grenzen) den Besitz geringer Mengen leichter Drogen entkriminalisieren und damit eine Chance bieten die kriminellen Beschaffungshintergründe hierfür auszubluten, andererseits sehe ich den Ansatzpunkt für die politische Diskussion eigentlich an der falschen Stelle aufgesetzt.

    Für mich sind sogenannte Alltags-Genuss-Drogen, wie z.B. Nikotin, oder Alkohol ähnlich kritisch einzustufen.

    Die Grundfrage, bevor ich zu einem eigenen Urteil komme stellt sich mir daher anders: "was ist denn wirklich als weiche Droge einzustufen und vor allem: wer profitiert am Meisten davon, wenn diese Drogen unter gewissen Rahmenbedingungen legalisiert werden"

    Bei Tabak und Alkohol habe ich dabei das Füllen des Steuersäckes in Verdacht. Vermutlich würde auch Haschisch bei einer Teillegalisierung in Abhängigkeit vom THC Wert bis zu einer maximalen legalen Obergrenze ordentlich besteuert werden.

    Nun wurde nach der eigenen Meinung gefragt:
    Ich würde wahrscheinlich dagegen stimmen und zugleich die aktuelle Einstufung der o.g. Genussmittel in Frage stellen (Entscheidungsbasis: Bauchgefühl - außerdem missfällt mir, dass sich unser Staat am Drogenkonsum eine goldene Nase verdient)

    Etwas dünn (immerhin ist es die Plauderecke), aber vielleicht reizt es ja zum Widerspruch (ich hätte Koffein oben mit aufführen sollen :D)
    IRC war gestern, ... heute haben wir den Chat

    realize your tasks, then take a deep breath and go for it!
  • Ich bin absolut gegen Drogen und würde deren Besitz viel härter bestrafen als es zur Zeit üblich ist. Und die Strafe für Drogenhandel ...... na das geht dann schon wieder in die Kategorie "Todesstrafe ja oder nein".

    Ich habe in meinem bisherigen Leben etliche Leute kennen gelernt, die mit dem Konsum von Cannabis angefangen haben und bei harten Drogen geendet sind. Und mir braucht auch niemand erzählen, ihm könne so was nicht passieren und er hat das Kiffen voll im Griff und das ist alles biologisch und da kann gar nichts passieren. Alles Bullshit .......

    Im Beitrag über meinem wurden auch Zigaretten und Alkohol angesprochen. Ich habe viele Jahre geraucht (mittlerweile seit 8 Jahren nicht mehr), aber nie Alkohol getrunken. Daher kann ich auch nur etwas zum rauchen sagen. Ja es ist eine Droge, es macht abhängig und so einfach kommt man davon nicht wieder los. Aber ich bin in all den Jahren in den ich geraucht habe, nie mit 30 km/h auf öffentlichen Straßen gefahren und habe mir dabei eingebildet, das ich so schnell bin das ich fast abhebe. Ich habe auch Straßenlampen nie für bunte Lichter, die fröhlich über der Straße kreisen, gehalten. Ich habe Kiffer erlebt, die in dem Glauben waren. Und genau aus solchen Gründen, möchte ich keineswegs eine Legalisierung irgendwelcher Bewusstseins verändernder Rauschmittel.
    Wir haben schon das Problem Alkohol und Straßenverkehr, da brauchen wir nicht noch legal zugekiffte "Affen" auf der Straße.
    Apropos Thema Alkohol und Straßenverkehr. Auch hier halte ich die Strafen für viel zu gering bzw. milde. Ich bin für die 0,0 Promille Grenze und wer doch mit Alkohol erwischt wird, sollte seinen Führerschein auf ewig verlieren und das Fahrzeug, sollte Entschädigungslos eingezogen werden.
    Weil die Klugen immer nachgeben, wird die Welt von den Dummen regiert!
  • Henry277 schrieb:

    Ich bin absolut gegen Drogen […]
    Ich habe in meinem bisherigen Leben etliche Leute kennen gelernt, die mit dem Konsum von Cannabis angefangen haben und bei harten Drogen geendet sind. Und mir braucht auch niemand erzählen, ihm könne so was nicht passieren und er hat das Kiffen voll im Griff und das ist alles biologisch und da kann gar nichts passieren. Alles Bullshit ....... […]
    Apropos Thema Alkohol und Straßenverkehr. Auch hier halte ich die Strafen für viel zu gering bzw. milde. Ich bin für die 0,0 Promille Grenze und wer doch mit Alkohol erwischt wird, sollte seinen Führerschein auf ewig verlieren und das Fahrzeug, sollte Entschädigungslos eingezogen werden.
    Soweit volle Übereinstimmung.

    Nur: Die Aufklärung (Erziehung/Konditionierung) über die Gefahren sollte doch ein gesellschaftliches Problem darstellen.
    Aber: Partizipiert nicht das Regime an den Suchtkranken?

    Kein Witz: Mein damaliger Arzt (und Schüler von mir), als ich ihm erzähle, dass ich meines Bierkonsums wegen – wie im Eingangsbeitrag erwähnt, gelegentlich zwei bis drei Halbe – ein schlechtes Gewissen habe (etwa): „Da musst du dir keine Gedanken machen, auf Grund deiner ethnischen Herkunft [Osteuropäer, Vorfahren Sibirien] kannst du locker drei bis vier Biere täglich trinken“.

    Nun: Von diesem Augenblick an war er mein Arzt.

    Nebenbei: Wer kennt nicht saufende oder/und kettenrauchende Mediziner. Vorbildfunktion?
  • Henry277 schrieb:

    Ich habe in meinem bisherigen Leben etliche Leute kennen gelernt, die mit dem Konsum von Cannabis angefangen haben und bei harten Drogen geendet sind.

    Ich habe in meinem bisherigen Leben etliche Leute kennen gelernt, die mit einfachen Wörtern zu sprechen angefangen haben und mittlerweile sind sie die grössten Lügner.

    Was schliessen wir daraus? Besser nicht mit dem Sprechen anfangen. Aber im Ernst, deine 'Argumentation' gilt eigentlich für Alles und Jedes. Fast nichs, das man nicht missbrauchen kann. So eben auch Cannabis.

    Gebt kleinen Kindern bitte auch keinen Tretroller und auch kein Dreirad, denn dies ist die Einstigsdroge für zukünftige Raser. Ich habe in meinem bisherigen Leben etliche Leute kennen gelernt, die haben damit angefangen und mittlerweile sind sie die schlimmsten Raser.

    Henry277 schrieb:

    Und mir braucht auch niemand erzählen, ihm könne so was nicht passieren und er hat das Kiffen voll im Griff und das ist alles biologisch und da kann gar nichts passieren. Alles Bullshit .......

    Du wirst es von Hörensagen ja wissen. Sorry, aber so pauschal gesagt ist das barer Unsinn. Es ist wie mit dem Alkohol. Manche können damit umgehen, andere wiederum nicht.

    Meinst du, ich könne cannabissüchtig werden, weil ich vielleicht 1-2 mal im Jahr kiffe?

    Henry277 schrieb:

    Ich bin für die 0,0 Promille Grenze und wer doch mit Alkohol erwischt wird, sollte seinen Führerschein auf ewig verlieren und das Fahrzeug, sollte Entschädigungslos eingezogen werden.

    Man kann das Kind auch gleich mit dem Bade ausschütten.

    Da kann ein Mörder resozialisiert werden, der seine Straffe verbüsst hat, ein Jugendlicher hingegen, der nach einem Glas Bier am Steuer erwischt wird bekommt hingegen 'lebenslänglich'. Lebenslängliches Aus für viele Jobs mangels Führerschein. Eine tolle Verhältnismässigkeit, die uns da vorschlägst. Ganz abgesehen davon, daß es so niemals funktioneren würde. Denn es gibt immer noch Verbrechen, trotz hoher Strafen.

    Nein, ich möchte Alkohol im Strassenverkehr keineswegs verharmlosen, aber solange gesellschaftlich gesehen Alkohol am Steuer noch als Kavaliersdelikt angesehen wird sollte man erst einmal daran arbeiten, als den einzelnen Täter gleich an die Wand zu stellen.