Wohnen an einer Hochspannungsleitung?

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  • Wohnen an einer Hochspannungsleitung?

    Hallo liebe Leute!

    Mich würde interessieren ob es für euch in Frage kommt nahe einer Hochspannungsleitung (d.h. ab 110kv) zu wohnen? Mit "nahe" meine ich einen Abstand von nur 20-30 Metern zur Hausfassade. Gehen wir außerdem davon aus, dass euch die Immobilie super gefällt.

    Würde mich freuen wenn möglichst viele Leute antworten würden :) Ein einfaches "Ja, kommt in Frage" oder "Nein, kommt gar nicht in Frage" reicht im Zweifelsfall!

    Besten Dank euch allen!

    Robert
  • Mich interessieren immer nur komplette Immobilien und keine halben Sachen. Steht ein Windrad direkt vor der Haustüre oder auch eine Hochspannungsleitung, dann interessiert mich auch der Rest der Immobilie nicht mehr. Ich würde auch nicht freiwillig in eine Immobilie ziehen, die nur 5 Meter vom Randstreifen der nächsten Autobahn entfernt ist.

    Als ich in Offenbach im 9.Stockwerk wohnte und 5 Meter über meinem Kopf einer der üblichen Handymasten hingebaut wurde wusste ich, daß meine Tage dort gezählt sind. Anderen mag das vielleicht egal sein, mir jedenfalls nicht.
  • "Nein, kommt gar nicht in Frage"

    Kann krank machen, muß aber evtl. nicht!?! Dann lieber woanders wohnen. :)

    Guckst Du auch mal hier:

    Hochspannungsleitungen könnten krank machen: Angst der Anwohner vor Strahlung: Lösen Stromtrassen Leukämie und Alzheimer aus? - Wie gefährlich sind Stromtrassen? - FOCUS Online - Nachrichten

    @ Hermann: 10m neben der Bahn. :) Auch nix für mich, die streiken ja nicht immer! :D *rattatadong...rattatadong...bommbommbommbomm*
  • Es ist natürlich auch nicht zu vermeiden wenn solches nachträglich angebaut wurde wenn man sein hab und gut vorher gekauft hat.

    Ich habe ein Haus an der Straße, mag nicht zu Stille Gegend und die Gefahr besteht auch nicht, dass irgendwann hoch Leitungen oder anderes angebaut wird.

    Wohnen würde ich nicht gerne an oder unter Hochspannung Leitung, aber auch nicht deswegen das Haus weit unter dem Wert verkaufen.

    Ich beantworte mal mit Jain.
  • jup, 10m. Wenn ich aufm Balkon stehe, kann ich rüber spucken. Hab dann immer kostenlos WLAN wenn der ICE vorbei fährt :D
    Aber Schallschutzwand und Schallschutzfenster sei dank. Wie gesagt, es stört überhaupt nicht.

    Aber zurück zum Thema. Kann nicht alles krank machen? erhöhte Feinstaubbelastung in der Großstadt, WLAN Wellen, Handywellen, Mikrowellen und wehe es ist nicht alles nach feng shui ausgerichtet....
    Wissen musst du selber, wie "empfindlich" du bist.
    Fahre nie schneller als dein Schutzengel fliegen kann
  • Finde es immer wieder erstaunlich, wie viele Menschen sich bei solchen Sachen nur durch ihr Bauchgefühl leiten lassen und die typischen Vorteile beim Miet-/Kaufpreis auf so irrationaler Basis in den Wind schlagen.

    wiki schrieb:


    Some large studies, including a large United States study, have failed to find any link between living near power lines and developing any sickness or diseases, such as cancer. A 1997 study found that it did not matter how close one was to a power line or a sub-station, there was no increased risk of cancer or illness.

    The mainstream scientific evidence suggests that low-power, low-frequency, electromagnetic radiation associated with household currents and high transmission power lines does not constitute a short or long term health hazard. Some studies, however, have found statistical correlations between various diseases and living or working near power lines. No adverse health effects have been substantiated for people not living close to powerlines.
    Quelle

    In Summe also keine ernstzunehmenden Bedenken. Man baut diese Leitungen mittlerweile seit über 100 Jahren, ohne dass signifikante gesundheitliche Risiken in diesem Zeitraum beobachtet worden wären.

    Für mich wäre es kein Faktor, der meine Entscheidung beeinflusst.
  • Finde es immer wieder erstaunlich, wieviele Menschen sich bei solchen Sachen nur durch ihr Bauchgefühl leiten lassen und die typischen Vorurtteile ins Spiel bringen, indem sie Aussagen sofort uminterpretieren, um so angebliche Bedenken sofort widerlegen zu können.

    Sorry, aber ich habe nirgendwo erwähnt, daß ich aus gesundheitlichen Gründen keinen Strommasten vor meiner Tür haben will. Ich will auch keine Kläranlage vor meiner Haustüre haben, keinen Masten von einem Sessellift und manches andere eben auch nicht. Nicht einmal ein öffentliches Kruzifix.

    Ich kann es mir auch ganz einfach machen und mich auf das rein geschmackliche Argument reduzieren. Es gefällt mir einfach nicht und ich möchte mich in meiner Wohnung wohlfühlen. Dann lieber woanders eine andere Wohnung, die gleichteuer ist, dafür vielleicht ein wenig kleiner, in der zu leben es mir aber gefällt.

    Möchtest du mich jetzt auch belehren, mein Geschmack sei irraltional?


    P.S. Aber gehen wir einmal davon aus, ich hätte tatsächlich gesundheitliche Bedenken. Welche Bedenken ich habe, auch das sollte meine persönliche Angelegenheit sein dürfen. Interessant, daß auf diesem Gebiet Bedenken mit einer einzigen Expertenmeinung totgeschlagen werden sollen (obwohl mögliche Bedenken niemandem schaden), während die irrationalen und leicht zu instrumentalisierenden Ängste vor einer angeblichen Islamisierungen hingegen auf eine breite Akzeptanz stosssen. Wirklich, ausgesprochen interessant. Es gibt eben solche Experten und solche.

    Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von Konradin ()

  • Naja,wenn das die United States Studie sagt, sollten wir wirklich kein bedenken haben, hoffe dies wurde von China bestätigt :D

    Abgesehen von der gesundheitlichen bedenken würde ich sie nicht haben wollen wegen der Beeinträchtigung vom Landschaftsbild.
  • wir standen letztes jahr vor einer ähnlichen entscheidung (50 m luftlinie, zweite reihe - gesehen hätten wir sie allerdings nicht direkt). uns wurde die entscheidung dann abgenommen, weil jemand anders einfach mehr geboten hat, als wir bezahlen hätten können und wollen. ich denke für mich (inkl. kleinkinder) eher nein. lediglich einer studie zu vertrauen, finde ich auch schwierig, irgendwie kommt es ja immer drauf an, wer die studien finanziert. zudem gibt es zum beispiel bei ältern leitungen bedenken wegen der bleibelastungen im boden, weil früher für die masten häufig bleihaltige anstriche verwendet wurden.
  • Konradin schrieb:


    Ich kann es mir auch ganz einfach machen


    Du könntest es dir wirklich ganz einfach machen, indem du dir den Schuh gar nicht erst anziehst. Ich habe dich weder explizit noch implizit in meinem Post eingeschloßen, denn du hast in der Tat keine gesundheitlichen Gründe für deine Ablehnung genannt, sondern gar keine. Das ist und war mir durchaus bewusst. Mein "viele Menschen" rechtfertigt sich durch den von Eidi verlinkten klick-heischend betitelten aber sonst leider wenig substanziellen Focus-Artikel. Wie viel dieser oder jener Post in diesem Thread dazu passt mag jeder selbst entscheiden.

    Wer hier wessen Aussagen "uminterpretiert" zeigt sich damit ja sehr schön. Du könntest dir manchen Post sparen, wenn du dir deine eigenen Unterstellungen selbst zu Herzen nehmen würdest.

    Einen Kommentar zu dem hanebüchend konstruierten Vergleich in deinem P.S. spare ich mir mal, dein Post ist sich letztlich auch selbst Kommentar genug, wenn man sich die schiere Anzahl an unbegründeten Annahmen und Pseudofakten vergegenwärtigt. Davon abgesehen dürfte eine Diskussion in dieser Richtung auch nicht im Interesse des OPs liegen.

    @Proto2, nolsen
    Die wissenschaftliche Position fasst sich nicht in einer einzigen (US-) Studie zusammen. Sollte eigentlich auch schon den ersten paar Wörtern des Wiki-Zitats zu entnehmen sein...
  • RobertM72 schrieb:

    Mich würde interessieren ob es für euch in Frage kommt nahe einer Hochspannungsleitung (d.h. ab 110kv) zu wohnen? Mit "nahe" meine ich einen Abstand von nur 20-30 Metern zur Hausfassade. Gehen wir außerdem davon aus, dass euch die Immobilie super gefällt.
    Wenn die Immobilie ansonsten perfekt wäre, würde ich sie erwerben.

    Gäbe es noch eine »leitungsfreie«, würde ich diese bevorzugen - nicht aufgrund irgendwelcher irrationaler Ängste, sondern aus ästhetischen Gründen; mastgeführte Stromleitungen sind nun wirklich kein schöner Anblick.
    Bücher sind der geschätzte Reichtum der Welt, die richtige Erbschaft von Generationen und Völkern.

    Henry David Thoreau
  • nile schrieb:

    Du könntest es dir wirklich ganz einfach machen, indem du dir den Schuh gar nicht erst anziehst. Ich habe dich weder explizit noch implizit in meinem Post eingeschloßen, denn du hast in der Tat keine gesundheitlichen Gründe für deine Ablehnung genannt, sondern gar keine.

    Ich ziehe mir den Schuh auch nicht an, aber du hast mich auch keineswegs explizit ausgeschlossen.

    Daß meine Gründe in erster Linie ästhetischer Natur sind, dürfte allein schon durch meinen keineswegs unbekannten Bezug zur Fotografie recht wahrscheinlich erscheinen.

    Ich finde es aber albern, sofort gesundheitliche Gründe aus der Plausibilitätsliste gedanklich auszuschliessen. Dazu ist mir das Linkargznebt einerseits entschieden zu dürftig und andererseits könnte ich im Prinzip bei jedem anderen (halbwegs objektivierbaren) Grund ebensolche Gründe finden, wenn ich nur lange genug danach suchen würde.

    In diesem Thread geht es nicht primär darum, gesundheiltliche Risiken abzuwägen, sondern die Eingangsfrage ist meiner Meinung nach eindeutig und klar gestellt.



    Ja, der Vergleich ist in der Tat erschreckend. Aber warum darf der eine seinen Ängsten freien Lauf lassen und erntet damit auch noch Verständnis, während der andere seine Ängste nicht einmal erwähnen darf, ohne gleich Gefahr zu laufen, durch sogenannte Expertenmeinungen ins Abseits katapiltiert zu werden?