Freier Zugang zu kontroversen Inhalten (E-Books/Hörbücher) auf dem FSB

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  • Freier Zugang zu kontroversen Inhalten (E-Books/Hörbücher) auf dem FSB

    Gemäss unserer Vorgaben im Bereich E-Book sind bereits jetzt schon digitale Ausgaben zu Printmedien nicht erwünscht, die auf dem Index der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien als jugendgefährdend eingestuft sind.

    Vordergründig geht es hier im Thema um weiter gefasste Inhalte aus Verlagen wie dem Kopp-Verlag , die sich vorwiegend mit ihren Veröffentlichungen im Bereich der rechten Esoterik, der Pseudowissenschaft und der Verschwörungstheorien bewegen und Autoren wie z.B. Udo Ulfkotte oder Jan Udo Holey (aka Jan van Helsing), die sich vorwiegend in rechtspopulistischen, islam- und ausländerfeindlichen Kontexten bewegen und Verschwörungstheorien verbreiten und von denen Einzel-"Werke" teilweise vom Markt genommen und/oder indiziert wurden.

    Wir möchten mit diesem Thema eine allgemeine Diskussion anregen (zu Medieninhalten, über unsere derzeitigen Einschränkungen hinaus), in wieweit ihr generell E-Books/Audio-Books mit kontroversen/radikalisierenden Inhalten hier im Board verbreitet/beworben sehen wollt.


    Dabei sind uns folgende Punkte wichtig:

    Sollten aus eurer Sicht ...
    — solche Inhalte generell als "unerwünscht" entfernt werden? (à la: Wer sowas haben will, findet genug Shops und/oder andere Quellen)
    — diese Inhalte eindeutig als "kontrovers" gekennzeichnet sein, um ein Signal/Hinweis in Hinblick auf verantwortungsvollen Umgang zu haben?
    — diese Inhalte hier frei verfügbar sein, ohne jede Einschränkung (über die bestehende hinaus).


    Die entsprechenden Beiträge hier im Thread sollten, im Interesse einer Entscheidungsfindung, entsprechend begründet sein!
    (Dazu bedarf es keiner Aufsatzlänge.)

    Wir stossen diese Diskussion beabsichtigt öffentlich an, um zum einen der aktiven Userschaft gerecht zu werden und zum anderen in der heutigen Zeit jedem Einzelnen bewusst zu machen, dass kontroverse/radikalisierende Inhalte, die nicht verantwortungsbewusst hinterfragt werden, auch immer ein Risiko in sich bergen und euch dafür zu sensibilisieren.

    Über eine sachliche und rege Diskussion mit breiter Beteiligung würden wir uns freuen.


    MfG
    Da, wo die Neurosen blüh'n, da möcht' ich Landschaftsgärtner sein!
    Rechteübersicht * Forenregeln * F.A.Q. * Lexikon
    Suchfunktion * Chat * User helfen User
    Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm: »Halt' du sie dumm, ich halt' sie arm!« (R. Mey)
  • Da gibt es für mich nicht lange etwas zu überlegen.
    Ich würde es bevorzugen keine Nazischriften auf diesem Board zu finden.
    Das selbe gilt auch für Schriften der Salafisten und jenige aus dem linken Lager, sowie auch Schriften von Sekten.

    Gegen Diskussionen die auszugsweise ein darin enthaltenes Thema behandeln, habe ich nichts einzuwenden.
    Wenn es ordentlich dampft² es ordentlich
    © Meins
  • Ich denke "rechtes Gedankengut" und "Salafistengeschwafel" hat hier nichts zu suchen.
    Diese Sachen, die wir schon früher hier nicht haben wollten, sollten wir auch jetzt hier in unserem Board nicht dulden!
  • ist immer ein 2-schneidiges Schwert. Klar.
    Sachen auszugrenzen, mag sie für manche allein aufgrund der Ausgrenzung (ungewollt) noch interessanter machen.
    Andererseits sollte das Board die Möglichkeit haben, sich klar abzugrenzen.
    (Wer immer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein)

    Wer es haben will, wird es auch dann, wenn es hier nicht ist, kriegen können. Wer nur deshalb hier ist, um es zu kriegen, wird evtl. nicht unbedingt ein aktives Mitglied sein oder werden nur um es zu kriegen.
    Und wenn doch, ist die Frage, ob es ein Mitglied ist, welches "erwünscht" ist mit diesen Ansichten.
    Nur um solche also zu locken oder zu halten: lohnt nicht, meiner Ansicht nach.

    Und wer klare Abgrenzung nicht von Kleingeistigkeit unterscheiden kann, oder der das Anbieten mit Toleranz und Offenheit verwechselt, dem kann man versuchen, es zu erklären , oder man kann es lassen.

    Also vllt ein Erklärungsthread, was hier warum nicht zu finden ist (evtl mit jeweils hinzugefügten Titeln?) der auch, ähnlich wie manche andere threads, zuweilen "aufgeräumt" wird?
    Ich bin zwar anderer Meinung als Sie, aber ich würde mein Leben dafür geben, daß Sie Ihre Meinung frei aussprechen dürfen.(E.B. Hall) # Ever tried, ever failed, no matter. Try again, fail again, fail better. (Beckett) # You are only given one little spark of madness. You mustn't lose it. (R.Williams) # Any sufficiently advanced technology is indistinguishable from magic.(Clarke)
  • sorei schrieb:

    Also vllt ein Erklärungsthread, was hier warum nicht zu finden ist (evtl mit jeweils hinzugefügten Titeln?) der auch, ähnlich wie manche andere threads, zuweilen "aufgeräumt" wird?
    Und wer soll das lesen? Etwa die erwähnten neuen Mithlieder die genau das suchen was wir hier nicht anbieten wollen?
    Du glaubst nicht ehrlich das irgendkemand sich die Mühe macht so etwas zu lesen, geschweige denn vorher in die Boardregeln zu schauen....
  • ruderbernd schrieb:

    sorei schrieb:

    Also vllt ein Erklärungsthread, was hier warum nicht zu finden ist (evtl mit jeweils hinzugefügten Titeln?) der auch, ähnlich wie manche andere threads, zuweilen "aufgeräumt" wird?
    Und wer soll das lesen? Etwa die erwähnten neuen Mithlieder die genau das suchen was wir hier nicht anbieten wollen?Du glaubst nicht ehrlich das irgendkemand sich die Mühe macht so etwas zu lesen, geschweige denn vorher in die Boardregeln zu schauen....
    ***
    ich zum beispiel :D ich hab solche Sachen schon gelesen, einfach aus Interesse.
    Der thread wäre - beschreibend gemeint - eine Mischung aus: das Thema ansprechen ist ok, hier kannst du lesen, warum du trotzdem nichts dazu findest.
    Selbst wenn nicht viele es lesen, finde ich mangelnde Quantität der Leser nicht automatisch einen Grund, es nicht zu tun.
    Denn dann bräuchten wir auch keinen thread mit boardregeln ;)
    Ich bin zwar anderer Meinung als Sie, aber ich würde mein Leben dafür geben, daß Sie Ihre Meinung frei aussprechen dürfen.(E.B. Hall) # Ever tried, ever failed, no matter. Try again, fail again, fail better. (Beckett) # You are only given one little spark of madness. You mustn't lose it. (R.Williams) # Any sufficiently advanced technology is indistinguishable from magic.(Clarke)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von sorei ()

  • Als einer, der sich durchaus „ dem linken Lager“ (Zitat: @miandres) zugehörig fühlt, habe ich keine Scheu, mit Vertretern des „rechten Lagers“ zu diskutieren. Genauso, wie es umgekehrt immer wieder bei Veranstaltungen vorkommt, dass sich z.B. Mitglieder des CSU-Stadtrats zu mir an den Tisch setzen, um Gedanken (!!! darum geht es) auszutauschen.

    Nur so – Diskussions- und Argumentationswille vorausgesetzt – kann ich erfahren, wie das Weltbild der anderen Seite zusammengesetzt ist. Es ist m. E. nicht möglich, gegen Meinungen anzugehen, die man nicht kennt (bzw. aus zweiter, dritter usw. Hand).

    Aus diesem Grunde fände ich ein als „unerwünscht“ entfernen, als Bevormundung.

    Nebenbei (Beeinflussung):

    Ich habe die Bibel, altes und Neues Testament, in mehreren Sprachen gelesen; ich wurde kein Christ! Ich las, und lese bereits zum dritten Mal, den Koran, allerdings nur in Englisch und Deutsch; ich wurde kein Moslem (der Talmud ist bereits auf meiner Warteliste). Ich bestelle (und lese) verschiedene Bücher aus dem Kopp-Verlag mit dem Ergebnis, dass ich meinen – linken – Idealen unverändert anhänge.

    @sorei „Sachen auszugrenzen, mag sie für manche allein aufgrund der Ausgrenzung (ungewollt) noch interessanter machen.“ Sehe ich auch so.

    Außerdem:

    Zeugt es nicht von Mengel an (guten) Argumenten, wenn man sich der Diskussion mit Anhängern anderer „Richtungen“ entzieht? Liegt es nicht an uns (einfach angenommen, unsere Ansichten wären vernünftig) andere in vernünftige Bahnen zu lenken?

    Es obliegt den Moderatoren (Achtung: Mehrarbeit), gegebenenfalls mäßigend in eine aus dem Ruder laufendende Diskussion einzugreifen und, falls wirklich notwendig, zu schließen.
  • StaryWojownik schrieb:

    Als einer, der sich durchaus „ dem linken Lager“ zugehörig fühlt, habe ich keine Scheu, mit Vertretern des „rechten Lagers“ zu diskutieren.
    Ich möchte dies hier gerne (für ALLE) zum besseren Verständnis einfügen:

    Die Idee einer linken Einstellung geht davon aus, dass viele Menschen von der herrschenden Gesellschaft unterdrückt werden. Sie versucht die Unterdrückung durch wirtschaftliche, rechtliche und natürlich auch gesellschaftliche Teilhabe aufzuheben.

    Die rechte Einstellung versucht diese Aufhebung der Unterdrückung mit dem Festhalten am Gewohnten (konservativ) und der Beibehaltung der Obrigkeitsstaatlichen Strukturen (reaktionär) zu verhindern.

    Hoffe, es ist so verständlich und vor allen Dingen richtig von mir aus dem I-net zitiert. Ohne dabei wieder vom "Hölzchen" auf's "Stöckchen" kommen zu wollen. :)
  • Ein Forum sehe ich immer auch das Wohnzimmer seines/seiner Betreiber in dem dieser auch die Verantwortung und das letzte Wort hat. Aber wenn man mich schon so nett fragt:

    Ich halte wenig bis gar nichts von Zensur jeglicher Natur und in jeglicher Richtung. Was eindeutig justizablen Inhalt hat, hat in einem Forum (das Bestand haben möchte) natürlich nichts zu suchen. Und auch den Ausschluß jugendgefährdender Inhalte kann ich sehr gut nachvollziehen da anderenfalls zum einen eine nicht ganz unkomplizierte Altersverifizierung von Nöten wäre und zum anderen eine Ausgrenzung jugendlicher Mitglieder die Folge wären.

    Von diesen Einschränkungen abgesehen würde ich es begrüssen wenn alle Inhalte offen verfügbar sind, also keine weitergehenden Einschränkungen erfolgen. Ich halte mich für einen erwachsenen Menschen der selbst in der Lage ist eigenverantwortlich darüber zu entscheiden was ich lesen möchte oder nicht. Und ein Angebot ist immer nur ein Angebot, es zwingt mich schließlich niemand Inhalte zu lesen die mich aus welchen Gründen auch immer abstossen. Zudem bin ich der festen Überzeugung dass eine stabile und fundierte Meinungsbildung nur erfolgen kann indem man sich einem Thema umfassend widmet, also sich möglichst viele bereits bestehende Meinungen zu Gemüte führt. Auch danach, also nach der eigenen Meinungsbildung, dreht sich die Welt weiter und man sollte weiter offen sein für neue Argumente derjenigen mit anderer Meinung oder auch für alte Argumente in einem neuen Kontext. Doch woher sollte man die nehmen wenn nicht aus veröffentlichten Schriften?

    Dieser Auffassung gegenüber steht natürlich die unleugbare Erfahrung, dass einige Quellen sehr viel Spreu und nur wenig Weizen enthalten. Aber auch eine solche Erfahrung sollte man erst einmal selbst sammeln und sich nicht vorgekaut servieren lassen.

    Der Grad zwischen sinnvoller Einschränkung und dem Versuch unzulässiger Meinungsmanipulation durch Geschmacksfilterung ist verdammt schmal. Die Freiheit zur Meinungsäusserung in Wort, Schrift und Bild ist ein extrem wertvolles Gut. Und im Zeitalter des Internets lebt es eben nicht nur von den klassischen Medien und ihren Erzeugnissen, sondern auch von privaten, unabhängigen und kleinen Plattformen wie Foren und Blogs.
  • skyjumper schrieb:

    Dieser Auffassung gegenüber steht natürlich die unleugbare Erfahrung, dass einige Quellen sehr viel Spreu und nur wenig Weizen enthalten. Aber auch eine solche Erfahrung sollte man erst einmal selbst sammeln und sich nicht vorgekaut servieren lassen.
    Völlig d'accord mit deinem übrigen Vorpost, aber mit einer kleinen Einschränkung zum obigen Zitat.

    Erfahrungen kann man nur selbst machen, ein "muss" kann da schon ein Hindernis sein ;)
    Da aber die Sammlung von Erfahrungen aus ureigener Erfahrung schlicht auch an zeitliche Grenzen stößt, sollte man schon auf Erfahrungen Anderer zurückgreifen, sofern diese einigermaßen vertrauenswürdig scheinen :D

    Da ansonsten die allermeisten Quellen eh fast nie der Weisheit letzten Schluss beinhalten, besteht dann die gedankliche Arbeit eines Jeden eh IMMER darin, sich kritisch mit allen Inhalten jedweder couleur auseinanderzusetzen.

    Manche mögen jetzt vllt. sagen, Wortklauberei, aber für mich bestehen darin mir wichtige Unterschiede, teils eben auch konträr zur Meinung anderer Vorposter.

    Von daher teile ich so auch nicht die anklingende Skepsis mancher Vorposter, wie ruderbernd oder sorei :),
    sondern würde IMMER der unzensierten, freien Verteilung, also auch hier, vehement das Wort reden. :)
    Natürlich mit der für das board überlebensnotwendigen, insofern völlig selbstverständlichen Einschränkung der Nichtverteilung bereits indizierter Publikationen.

    Wer so etwas Indiziertes - aus wissenschaftlichem bzw. intellektuellen Interesse - lesen will, findet anderenorts (vllt.) Möglichkeiten, aber eben nicht hier durch das board.

    Anders sieht es mit der Verteilung sogenannter "kritisch zu betrachtender" bzw. "kontroverser" Inhalte aus.

    Gerade hier greifen für mich die Erfahrungen und Einschätzungen Anderer auch als wertender Kommentar schon :) ,
    weswegen ich eine Kennzeichnung so mancher ebooks als "kontrovers" schon sehr begrüßen würde.

    Dies gilt sowohl für die von NeHe o.g. Beispiele, aber auch z.B. für Bücher wie "Die satanischen Verse" von Salman Rushdie oder manche gedruckten Ergüsse von Thilo Sarrazin & Co., ungeachtet dessen, wie ich persönlich zu deren Inhalten stehe.

    Streng genommen gehörten ja auf so eine Liste eigentlich auch Bücher wie (in chronologischer Reihenfolge *g*) der Talmud, die Bibel oder der Qur'an , aber ... *bg*



    Von daher könnten/sollten, sofern nicht damit völlig überfordert, Upper möglichst schon im Vorfeld derartige Angebote selbst kennzeichnen bzw. entsprechend gruppieren.


    Ich habe früher zu solchen meiner release-Verteilungen mir sogar extra ein paar Zeilen mehr als Begründung (wieso/weshalb erwünscht) von Leechern erbeten, dies hier aber nur als eine mögliche Anregung für dementsprechend willige Upper :D


    Der Rest diesbezüglicher Arbeit bleibt dann ja eh wohl an NeHe und ruderbernd hängen ...
    Von daher kann ich hier deinen Standpunkt, Bernd, auch um so besser verstehen :D


    lg :)
    Cui bono? et ... Quis custodiet ipsos custodes?
    frei übersetzt: Wem nützt es? und ... Wer kontrolliert die Kontrolleure?

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    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von muesli ()

  • Einer Zensur stehe ich stehe ich vom Grundsatz entgegen. Zensur ist immer auch der Wegbereiter für Bauernfänger! Sich frei zu äussern, auch wenn es anderen unangenehm ist, gehört zu unseren unantastbaren Rechten! Das dürfen wir uns im Großen wie im Kleinen nicht nehmen lassen.

    Ich nehme gerne Veröffentlichungen von anders Denkenden zur Hand. Zu einer weitsichtigen Diskussionskultur gehört es, die Argumente der anderen Seite zu kennen um reagieren zu können.
    Darum würde mir ein generelles Verbot im Forum nicht gefallen. Eine Kennzeichnung - kein Problem! Aber wir werden niemanden von seiner Meinung abbringen wenn wir ihm verbieten zu Lesen.

    Wir sollten die Gedanken unserer Gegner kennen.

    LG
  • Basalt schrieb:

    Einer Zensur stehe ich stehe ich vom Grundsatz entgegen. Zensur ist immer auch der Wegbereiter für Bauernfänger! Sich frei zu äussern, auch wenn es anderen unangenehm ist, gehört zu unseren unantastbaren Rechten!
    Mir ist beim Lesen dieses Beitrags aufgefallen, dass ich selbst auch fälschlicherweise das Wort "Zensur" in meinem Beitrag benutzt hatte. Da dass natürlich streng genommen nicht korrekt ist korrigiere ich mich dahingehend auch selbst. Auch wenn eine Einschränkung hier im Forum erfolgen sollte, ist damit natürlich kein Verbot der freien Meinungsäusserung verbunden. Die Meinung kann weiterhin geäussert werden. Und da von einer etwaigen Einschränkungsentscheidung lediglich das FSB betroffen wäre, kann auch nicht von einer Zensur gesprochen werden. Dieses Wort wäre nur bei einem generellen Verbreitungsverbot angemessen. Insoweit also Asche auf mein Haupt.
  • Ich finde, dass diese "Art" von Büchern nicht komplett frei zugänglich, aber mit kontrovers gekennzeichnet sein sollte.

    Ob das nun jemand aus Interesse lesen möchte oder nicht, kann dann jeder selbst entscheiden und ist zumindest "vorgewarnt", um was es sich bei den Texten handelt.
    Leben ist das, was passiert, während man eifrig dabei ist, andere Pläne zu schmieden.
  • Mich erstaunt - und betrübt - es, im FSB so einen Thread vorzufinden.

    Im Gegensatz zu vielen auf den ersten Blick vergleichbaren Boards meinte ich beim FSB bereits nach kurzer Zeit der Mitgliedschaft zu erkennen, dass man hier mehr als nur eine von vielen Verteilschleudern digitaler Güter für Menschen fragwürdigem Entlohnungsverständnisses sein wollte. Angesichts der über die Jahre hinweg in der Form zwar schwankenden, aber immer vielfältigen und oft kontrovers geführten Diskussionen empfand ich, dass hier das Free in FSB mit "frei" und nicht nur mit "gratis" übersetzt werden sollte. Eine Plattform, die von einem mündigen Benutzer ausging, der seine Meinung und Inhalte frei darbieten konnte, im Wesentlichen nur beschränkt durch für den Betreiber nicht beeinflussbare geltende Gesetze und einem Mindestmaß an Regeln, welche die Strukturierung des Forums und einen angemessenen Umgang miteinander sicherstellen. Dieses schätze ich, es führte zur einer vergleichsweise heterogenen Nutzerschaft, die sich in ihren Diskussionen nicht, wie in vielen anderen Boards, nur gegenseitig auf die Schulter klopft sondern ihre unterschiedlichen Sichtweisen immer wieder aufs Neue gegeneinander abgrenzt. Personelle Veränderungen gab es natürlich wie überall sonst auch, aber letztlich kam hier zumindest nach kurzer Zeit wieder eine aus meiner Sicht bereichernde Meinungsdiversität zustande. Dafür mache ich unter anderem die inhaltliche Neutralität der Betreiber verantwortlich.

    Dieser Basiswert wird durch den Grundgedanken dieses Threads grundlegend konterkariert. Es entscheidet nicht mehr der (nur durch geltende Gesetze eingeschränkte) Nutzer über die Inhalte, sondern der Betreiber/die Moderatoren entscheiden über geltendes Recht hinaus und - letztendlich - willkürlich was der Nutzer anbieten darf, was ihn zu interessieren hat, was man seinem (mutmaßlich) beschränktem, unmündigem Charakter zumuten kann.
    Nun, wie von Skyjumper völlig zu Recht bemerkt, kann der Betreiber in seinem Forum natürlich schalten und walten wie es ihm beliebt, aber ich hoffe, dass man sich dabei über das eigene Selbstverständnis bewusst ist. Wie ernst meint man es mit der Freiheit im Freesoft Board?


    Aus reinem Interesse würde mich noch interessieren: angenommen, man entschiede sich für eine Inhaltsbeschränkung irgendeiner Art, wie soll das denn moderiert werden? Angenommen User X meldet den Upload von Buch B als rechtspopulistisch, wie genau soll die Entscheidungsprozedur da aussehen, die auch eine gewisse Konsistenz - und damit Nachvollziehbarkeit für den User - sicherstellt? Der Moderator wird das Werk ja kaum erst lesen, und selbst wenn, wonach sollte er entscheiden? Reicht es, dass das Buch B von "einschlägigen" Autoren geschrieben oder ähnlich charakterisierten Verlagen veröffentlicht wurde? Googelt der Moderater den Buchtitel mit dem Schlagwort "rechts" und löscht ab einer hinreichenden Zahl Treffer? Folgt man der Meinung von Rezensenten in "Qualitätsmedien" à la Spiegel und Konsorten? Welches Kriterium entscheidet?
    Und ist die Weltsicht wie hier von Mod (wenn auch nicht im betroffenen Bereich) Eidi dargeboten (links irgendwas, rechts grundsätzlich alles, was linkem zuwider läuft) repräsentativ für die angedachten Beschränkungen oder zieht man die Grenze auch irgendwo auf der anderen Seite? Angenommen, jemand würde hier eine hypothetische literarische Veröffentlichung der in letzter Zeit bei Linken wieder populärer werdenden Bomber Harris Vergötterungen und Wiederbeschwörungen in digitaler Form anbieten, wäre das menschenverachtend genug, um hier als unerwünscht zu gelten, oder gewichtet man wie im OP angedeutet bestimmte Menschengruppen (Muslime, Ausländer) anders?

    Der auch gefallene Begriff "Verschwörungstheorie" bringt die gleichen Probleme der praktischen Nichtabgrenzbarkeit mit sich, jede Form der Umsetzung des im OP angedachten dürfte auf reine Willkür hinauslaufen.
  • nile schrieb:

    Mich erstaunt - und betrübt - es, im FSB so einen Thread vorzufinden.
    Warum? Bist du erschrocken, weil die Userschaft mal zum Brainstorming gebeten wird? :trost:

    nile schrieb:

    Dafür mache ich unter anderem die inhaltliche Neutralität der Betreiber verantwortlich.
    Eben!

    nile schrieb:

    Dieser Basiswert wird durch den Grundgedanken dieses Threads grundlegend konterkariert.
    Nicht doch eher das Gegenteil? Oder hast du den Grundgedanken fehlinterpretiert? (s. unten)


    nile schrieb:

    Es entscheidet nicht mehr der (nur durch geltende Gesetze eingeschränkte) Nutzer über die Inhalte, sondern der Betreiber/die Moderatoren entscheiden über geltendes Recht hinaus und - letztendlich - willkürlich was der Nutzer anbieten darf, was ihn zu interessieren hat, was man seinem (mutmaßlich) beschränktem, unmündigem Charakter zumuten kann.
    Wenn das so wäre, wäre dieser Thread dann nicht obsolet?


    nile schrieb:

    ... kann der Betreiber in seinem Forum natürlich schalten und walten wie es ihm beliebt ...
    Nochmal: Wenn der Betreiber das in diesem Fall so handhaben wollte, wäre dann dieser Thread nicht obsolet? Zeigt nicht gerade dieser Thread hier, dass wir durchaus sensibel und offen damit umgehen?

    Allein der Startpost sollte doch in seiner Neutralität klar zeigen, dass wir da überhaupt nicht festgelegt sind.

    Und warum dieses Thema überhaupt zur Sprache kommt, geht aus dem letzten Absatz des Startbeitrags doch auch deutlich hervor. Ich denke, es kann zur heutigen Zeit nicht verkehrt sein, Inhalte zu reflektieren und Menschen zu sensibilisieren, verantwortungsbewusst mit Inhalten umzugehen.


    nile schrieb:

    jede Form der Umsetzung des im OP angedachten dürfte auf reine Willkür hinauslaufen.
    Dir ist aber schon klar, dass es eine dieser 3 IMMER geben muss und eine dieser 3 bisher auch praktiziert wird. Mir fällt auch keine 4. ein (ausser: Forenbereich schliessen)


    Sorry nile, ich kann deinen Gedankengängen & Interpretationen überhaupt nicht folgen.
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  • @nile

    Also im "Gegensatz" zu NeHe glaube ich schon Deine Gedankengänge verfolgen zu können. Aber verteilst Du die Prügel nicht schon bevor überhaupt eine Entscheidung gefallen ist? Der Thread stellt doch zunächst einmal nur eine Frage zur Diskussion und bittet Dich um Deine Meinung. Geradezu mustergültig wie ich meine.

    Eine gute Begründung für Deine Meinung hast Du ja schon geschrieben. Jetzt sei bitte noch so frei und sag klipp und klar welche der 3 Varianten Du bevorzugst (Ja, das wird mir schon aus Deinem Post klar, aber noch muss man es interpretieren).
    Und wenn es dann nix geworden sein sollte mit Deiner Vorzugsvariante, dann blasen wir gemeinsam ne Runde Trübsal, meckern ein bißchen über die Entscheidung und überlegen was das für Dich, für mich, für jeden, persönlich Bedeutet.
  • Wow, :)
    Nun, mich erfreut gerade in diesem speziellen Forum "Kritik & Anregungen" wieder einmal einen derartig inhaltlich komplexen und interessanten thread vor zu finden,
    der gleichermaßen Verantwortung, Rechte wie auch Pflichten von Allen - Betreiber, Moderatoren wie Usern - einfordert, aber eben auch teilweise wie notwendigerweise in Frage stellt.

    Denn, wie du richtig bemerkst, nile, gab es in diesem board wenig Selbstverständliches, was nicht auch offen angesprochen, wie auch (von allen) begründet in Frage gestellt werden konnte.

    Ad 1 "Neutralität"
    Hierbei aber auf die Neutralität des/der Betreiber zu rekurrieren ist schlicht ein Irrtum...
    Der Betreiber hat genauso wie jedes andere hiesige Individuum seine subjektiven Ansichten, seine Absichten und äußert diese auch - zumindest ab und dann *bg* - auch sehr deutlich. Klartext eben. Dafür konnte ich ihm über Jahre nie meinen Respekt versagen.
    Was nicht heißt, dass ich immer, aber zumindest doch recht häufig, mich seinen Ansichten auch anschließen konnte.
    Aber auch daraus ergab sich, wie auch du ja schon festgestellt hast, hier eine Meinungsvielfalt, die anderswo auf Forenebene nicht immer selbstverständlich war bzw. ist.
    1 b
    Zudem gab es ja immer schon "alternativ" die Möglichkeit eines del acc ...
    Von beiden Seiten :D , wenn "man" sich halt entschlossen hatte, die hier gepflegte "Beziehung" zu beenden ;)

    Ad 2 "Freiheit"
    Nun, ich würde mich immer grundsätzlich einem Grundgedanken der Freiheit, u.a auch von Rosa Luxemburg präferiert ;), anschließen,
    dass "die Freiheit immer die Freiheit der Andersdenkenden, sich zu äußern" ist.
    DAS habe ich hier auch NIE fundamental in Frage gestellt gesehen (anderenfalls gäbe es mich bzw. meinen Acc hier auch nicht mehr).

    Wie du insofern u.a. - jetzt (schon, quasi präjudizierend) - zu folgendem Schluss kommen konntest,

    nile schrieb:

    Betreiber/die Moderatoren entscheiden über geltendes Recht hinaus und - letztendlich - willkürlich was der Nutzer anbieten darf, was ihn zu interessieren hat, was man seinem (mutmaßlich) beschränktem, unmündigem Charakter zumuten kann.
    bleibst du ohne dezidierte Begründung schuldig.
    Mir scheint eher, dass du damit Befürchtungen einer Zensur Ausdruck verleihen willst, ohne allerdings Beispiele und Belege aus der Vergangenheit dazu vorzulegen. (Das ist hier onboard eigentlich Usus und insofern seitens des threadstarters hier auch impliziert ;-))

    Nebenbei würde Skyjumper irren, wenn er wirklich meinen würde, der "Betreiber könnte in seinem Forum natürlich schalten und walten wie es ihm beliebt"
    Dem sind verschiedenste Grenzen gesetzt, die ich mir aber hier erspare detaillierter aufzuzählen
    Wäre zwar vllt. ganz interessant im Hinblick darauf, mit Holger mal wieder tiefer gehend zu diskutieren, aber selbst mir wäre das hier in gerade diesem Zusammenhang schlicht zu platt. :D

    Aber wie ich just sehe, hat Skyjumper den Grundtenor deines Beitrages auch bereits erfasst und schneller in die Tastatur gehackt, als ich dazu in der Lage war.

    Von daher meine Bitte an Dich, nicht dem momentan vorherrschenden Zeitgeist im Reallife zu folgen und subjektive Befürchtungen vor verurteilend in die Welt zu setzen.
    Ich denke, deine Bedenken sind bei Einigen angekommen,
    auch wenn du diese m.E.n. hättest auch anders äußern können ;)
    Vllt. kannst du genau das für so manch [nur scheinbar] Irritierte ja noch einmal gerade rücken :D

    so far
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  • Wir sind alle gegen Zensur. ;)

    Man gestatte mir einen Kommentar mit einem leichten off-topic-touch (definitiv nicht komplett off topic)
    Wir üben in unserem Alltag, bewußt und unbewußt, täglich "Zensur".
    Unerwünschtes, fremdes wird schneller abgefiltert als wir es auch nur mitbekommen, mit Glück können wir im Nachhinein reflektieren, was da unter Umständen abgegangen ist in uns.

    Mal abgesehen davon, dass wir "irgendwie" Zensur alle nicht wollen: sie beschützt auch.

    Ein Thema komplett totschweigen ist eines (was mir auch nicht behagen würde), Betreibern eines boards die Freiheit zu geben, zu überlegen, ob das eine oder andere Thema per Boardregeln nicht erwünscht ist, ist etwas anderes, zumindest für mich.

    Mit der Existenz dieses threads - wie schon meine Vorschreiber zT schrieben - wird schonmal nix komplett totgeschwiegen.

    Ich frage mich (auch dies würde für die Mods Extra-Arbeit bedeuten) ob ein Unterforum "Kontroverses" evtl hilfreich wäre (nur so als Brainstorming, und nicht automatisch als Idee brauchbar), welches unter Umständen verschärft auf Gesprächston achten würde: für mich ist noch lang nicht klar, ob in diesem Forum überhaupt viel los wäre.
    Zuweilen ist das lebhafteste die Diskussion vorher, darüber, als das danach die Gemüter so aktiv kontrovers wären.

    @muesli:
    siehe meine sig
    Ich bin zwar anderer Meinung als Sie, aber ich würde mein Leben dafür geben, daß Sie Ihre Meinung frei aussprechen dürfen.(E.B. Hall)

    unbedingt. Allerdings, immer mit Respekt.
    Ich bin zwar anderer Meinung als Sie, aber ich würde mein Leben dafür geben, daß Sie Ihre Meinung frei aussprechen dürfen.(E.B. Hall) # Ever tried, ever failed, no matter. Try again, fail again, fail better. (Beckett) # You are only given one little spark of madness. You mustn't lose it. (R.Williams) # Any sufficiently advanced technology is indistinguishable from magic.(Clarke)
  • @ sorei :) :D
    Deine sig-Inhalte sind, auch wenn es nicht immer den Anschein hat, neben Anderem für mich Maxime.
    Allerdings auch der Kant'sche Imperativ.

    Respekt,
    immer bzgl. des Zuhörens, was bei Geschriebenem (zumeist) entfällt, allerdings in der darauf folgenden Antwort schon gelten sollte. Aber auch ich lerne immer noch bzw. gebe mir zumindest Mühe ,,,Hoffe ich zumindest. A la ... Try again, fail again, fail better.

    Allerdings bzgl. deiner Anfangsthese #18 (Wir sind alle...) habe ich so meine diversen Zweifel.
    Zumindest was die Ernsthaftigkeit dieser jeweils subjektiv gemachten Aussage betrifft.
    Allerdings ist dies eine willkommene, vllt. von Dir sogar beabsichtigte Steilvorlage :)

    Warum ich dies jetzt also hier überhaupt schreibe?

    Weil ich unter anderem auch auf einen Teilsatz deines ersten Beitrags hier im thread noch einmal Bezug nehmen möchte:
    "Wer immer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein"
    Das könnte man auch differenzieren :D
    Wer immer für alles offen ist, ist Welt offen und frei, später (überlegt) zu entscheiden.

    Ich spreche dies an, beileibe nicht, weil ich dir Missverständliches dazu unterstellen würde oder je möchte :)
    sondern weil u.a. auch dieser "Satz" aktuell auf eher dubiosen "Demonstrationen" in anderem Kontext "voran" getragen wurde und m.M.n. populistisch missbraucht wurde, ebenso wie manche Begriffe hier ähnlich missverständlich wirken können (aber nicht zwangsläufig müssen).

    Wenn also hier 3 Alternativen benannt werden (NeHe irrt hier ausnahmsweise, es gäbe auch weitere ... :) s.o. )
    verkürze ich diese Auswahl mal mit folgenden Begriffen auf:

    1. - Zensur
    2. - Genre (-benennung)
    3. - Beliebigkeit (des Angebots des "freien" Marktes)

    Wenn sich daraus hier ein Meinungsbild der am thread Beteiligten sowie von Entscheidungsträgern des boards entwickeln soll, dann sollte auch unmissverständlich klar sein, was die jeweilige Auswahl bedeutet.

    1. Zensur bedeutet (wertfrei, wie ich hoffe):
    die willkürliche, eher (und meist) aber sehr zielgerichtete Auswahl eines Angebots nach dem Willen des Anbieters bzw. Hehler/Händlers etc.pp. ... Nebenbei: Auch durchaus weit verbreiteter Usus in unserer "freien" Marktwirtschaft *bg*

    2. Kennzeichnung, hier: Genrebenennung bedeutet (u.a. für mich)
    eine Hilfestellung für den Konsumenten bei der Auswahl des eventuell erwünschten Produkts.
    Sprich, wenn ich den Inhalt nicht auf den ersten Blick erkennen bzw. nur erahnen kann, kann eine (bestenfalls auch möglichst objektiv verifizierte) Information dazu hilfreich sein. Sonst trage ich wohl möglich noch Wasser nach Hause und wollte eigentlich aber Wodka... Andersrum vmtl. genauso ärgerlich :D
    U.a. auch Thema von Verbraucherschutz etc.pp.

    3. Beliebigkeit des "freien" Angebots
    Kann alles oder nichts bedeuten, hilfreich oder gefährdend und bleibt letztlich dem "Risiko" des Anbieters wie Konsumenten überlassen, was es so alles "beinhaltet".

    Wenn also onboard im Buchbereich angeboten wird, ist eine differenzierte Auswahl nach ggfs. zusätzlichen, differenzierteren Benennungen doch meist wohl hilfreich und vom Arbeitsaufwand der am Austausch Beteiligten auch relativ gering.

    Eine wie auch immer geartete Zensur macht diesbezüglich schon viel, viel mehr Arbeit, der "Mehrwert" bliebe aber dennoch - so oder so - in Frage zu stellen ;)
    Ob eine individuelle Selbstzensur (des Konsumenten) später dazu stattfindet, kann das Board eh wohl kaum beeinflussen.

    Habe fertig :)
    Cui bono? et ... Quis custodiet ipsos custodes?
    frei übersetzt: Wem nützt es? und ... Wer kontrolliert die Kontrolleure?

    Seit Sommer 2013 seltener online!

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  • Skyjumper schrieb:


    Der Thread stellt doch zunächst einmal nur eine Frage zur Diskussion und bittet Dich um Deine Meinung. Geradezu mustergültig wie ich meine.


    Diese Ansicht würde ich teilen, wäre das Thema ein anderes. Es immer ein leicht, eine Mehrheit davon zu überzeugen, die Freiheit einer unpopulären Minderheit zu beschränken. Dazu reicht eine hinreichend suggestive Fragestellung, wie etwa die, ob man denn eine Plattform für die Erzeugnisse (mutmaßlich) "islam- und ausländerfeindliche[r]" Autoren und deren "Verschwörungstheorien" sein möchte?
    Verkürze ich hier den OP auf unseriöse Weise? Mag sein, aber man muss sich nur die erste Antwort dieses Themas zu Gemüte führen, um zu sehen, dass diese Lesart die Gedankengänge mancher User wohl zutreffend beschreibt.

    Ich bedaure wenn, so liest sich NeHe's Reaktion für mich, mein Beitrag als Kritik an der sicher mit besten Intentionen gewählten Methode der Userbefragung selbst verstanden wurde. Mir ging es darum, deutlich zu machen, dass man Inhaltsfreiheit aus genanntem Grund nicht zur Abstimmung stellen kann. Man opfert so in einer sich absolut deterministisch weiter drehenden Beschränkungsspirale die Vielfalt der Meinungen (oder Inhalte) der Tristesse des Konsens. Eine Perspektive, die ich mit dem von mir angenommenen Selbstverständnis hier für unvereinbar halte.

    NeHe schrieb:


    Und warum dieses Thema überhaupt zur Sprache kommt, geht aus dem letzten Absatz des Startbeitrags doch auch deutlich hervor. Ich denke, es kann zur heutigen Zeit nicht verkehrt sein, Inhalte zu reflektieren und Menschen zu sensibilisieren, verantwortungsbewusst mit Inhalten umzugehen.

    Eine Wortwahl, der so wohl niemand widersprechen würde. Verantwortungsbewusster Umgang ist immer gut. Aber diese Sätze halte ich in diesem Kontext für reine Augenwischerei. Wie wird der Umgang mit Medien verantwortungsbewusster, wenn (Option 1) der Umgang (im Mikrokosmos dieses Forums) durch schlichtes Entfernen der Medien überhaupt nicht mehr stattfindet? Dasselbe gilt für Option 2, was ändert sich, wenn Buch sowieso als "kontrovers" gekennzeichnet wird? Der potenzielle Interessent erhält dadurch die Information, das der zuständige Mod (oder direkt der Uploader?) den Inhalt als nicht dem gesellschaftlichen Meinungsbild entsprechend empfindet. Wie fördert es verantwortungsvollen Umgang bzw. kritisches Hinterfragen, wenn man dem potenziellen Leser vorab eine Kategorisierung aufzwängt und somit seine Gedanken in eine bestimmte Richtung lenken möchte? Nein, eine derartige Vorabbewertung bewirkt allenfalls das Gegenteil.
    Aus diesen Gründen empfinde ich, ohne(!) dir, NeHe, damit implizit bewusste Manipulation vorwerfen zu wollen, deine Selbsteinschätzung des Startposts als neutral als unzutreffend. Die genannten Intentionen haben schlicht keinen Bezug zu den angebotenen Maßnahmen.

    muesli schrieb:


    Ad 1 Neutralität […] Der Betreiber hat genauso wie jedes andere hiesige Individuum seine subjektiven Ansichten, seine Absichten […]

    In Anbetracht der Tatsache, dass du von deinen Lesern verlangst, doch zwischen deinen Zeilen zu lesen, frage ich mich, ob du mich hier bewusst missverstehen willst? Wenn ich die bisherige Neutralität der Betreiber hervorhebe, dann bezieht sich das natürlich auf die Moderation. Wenn ein Mod gleich einem normalen User seine Meinung zu einem Thema schreibt, hat das offensichtlich nix mit einer Verletzung der Neutralität zu tun, das sollte klar sein. Ansonsten bewerte ich diese Umstände wie du auch.

    muesli schrieb:


    Wie du insofern u.a. - jetzt (schon, quasi präjudizierend) - zu folgendem Schluss kommen konntest, bleibst du ohne dedizierte Begründung schuldig.
    Vielleicht habe ich mich nicht völlig klar ausgedrückt, aber der von dir zitierte Satz bezieht sich auf die (hypothetische) Zukunft, welche Belege soll ich da deiner Meinung nach liefern? Ich unterstelle den Betreiber doch in der Vergangenheit gerade keine(!) Zensur, was es eben zu erhalten gilt. Das geht aus meiner Sicht doch aus dem ersten Teil meines Posts klar hervor.
  • nile schrieb:

    um zu sehen, dass diese Lesart die Gedankengänge mancher User wohl zutreffend beschreibt
    Das ist nicht das Ergebnis meiner Leseart, sondern meine innerste und unverrückbare Grundeinstellung zum Leben, zum Universum und dem Rest, welche sich aufgrund meiner persönlichen Weiterentwicklung gebildet und gefestigt hat.
    Entwicklung kann sich nicht durch Stillstand bilden.
    Wenn es ordentlich dampft² es ordentlich
    © Meins

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von miandres ()

  • nile schrieb:

    [1.]Es immer ein leicht, eine Mehrheit davon zu überzeugen, die Freiheit einer unpopulären Minderheit zu beschränken. Dazu reicht eine hinreichend suggestive Fragestellung,
    [2.]wie etwa die, ob man denn eine Plattform für die Erzeugnisse (mutmaßlich) "islam- und ausländerfeindliche[r]" Autoren und deren "Verschwörungstheorien" sein möchte?
    Dem ersten Teil dieses Zitats würde ich insoweit zustimmen können, sofern die Interpretation einer "suggestiven Fragestellung" keinerlei akzeptable Alternativen offen lässt
    und auch eine Diskussion über Sinn, Inhalt und Zweck dieser Fragestellung nicht ermöglicht wird.
    Dem ist hier m.M.n. aber nicht so.
    Denn nur wenn der Startthread von NeHe (als Mod) im Anschluss - ohne vorherige, bzw. sogar erbetene Diskussion - in eine direkte Umfrage (sprich: Wahl) münden würde, könnte ich dir in deiner Argumentation so noch folgen.

    Der zweite Teil deines Zitats ist schon etwas verzwickter zu entschlüsseln.
    Denn Du suggerierst hier eine (persönliche) Annahme, die ich so im Startthread allerdings gar nicht formuliert finde ;)
    Die hier von NeHe wohlgemerkt als Beispiel benannten Autoren, die nicht nur ich persönlich weder dem "Sachbuch"-Genre, noch der Unterhaltung (Belletristik) zuordnen würde, bewegen sich inhaltlich in Bereichen, die ich schon eindeutig als suggestiv und höchstens fragmentarisch als wissenschaftlich bzw. empirisch belegt einordnen würde.
    Im Übrigen ist/kann ein Statement wohl fast nie ausschließen, auch tendenziell suggerierend zu sein.
    Allein die Tatsache, wer sich, in welcher Funktion, mit welchem sozialen "Standing" äußert, kann für sich schon manipulierend sein, sofern der Leser bzw. Zuhörer sich dieser Tatsache nicht schon im Vor herein bewusst ist.

    nile schrieb:

    Verkürze ich hier den OP auf unseriöse Weise?
    Ja (s.o.), wie du ja auch selbst schon mutmaßt :)

    nile schrieb:

    ...man muss sich nur die erste Antwort dieses Themas zu Gemüte führen, um zu sehen, dass diese Lesart die Gedankengänge mancher User wohl zutreffend beschreibt.
    Deine Kritik hat durchaus seine Berechtigung.
    Förderlicher für die Diskussion fände ich es aber, wenn du gemachte Aussage u.a. von miandres (sowie die Likes seiner "Follower") auf evtl. Missverständliches/Inakzeptables hinterfragt hättest (was du hiermit ja tust), anstatt dich selbst zuerst in Spekulationen über die Lesart seiner Meinungsäußerung (ist tendenziell ja auch eher verschwörungstheoretisch *g*) zu ergehen.
    Ich lese zuerst einmal lediglich den Wunsch von miandres & Co., etwas nicht unbedingt hier finden zu wollen.
    "Ohne lange etwas zu überlegen" finde ich allerdings auch, so "inhaltlich" pauschalisiert, ein klein wenig bedenklich bzw. suspekt :D

    Von daher stimme ich dir durchaus weitgehend zu

    nile schrieb:

    ..., dass man Inhaltsfreiheit aus genanntem Grund nicht zur Abstimmung stellen kann. Man opfert so in einer sich absolut deterministisch weiter drehenden Beschränkungsspirale die Vielfalt der Meinungen (oder Inhalte) der Tristesse des Konsens. Eine Perspektive, die ich mit dem von mir angenommenen Selbstverständnis hier für unvereinbar halte.
    mit der (von dir evtl. immer noch kaum beachteten) Einschränkung, dass derartiges zum Einen zumindest eine ausführliche, möglichst alle Aspekte berücksichtigende, vorherige Debatte benötigt (ist hier ansatzweise ja schon der Fall), sowie auch alternative Entscheidungsmöglichkeiten dabei zur Diskussion stehen (müssen).
    Diese Alternativen finden sich aber hier. Vielleicht nicht in von dir gewünschter Form, was dann (von dir) entsprechend zu formulieren wäre.

    Kommen wir zur von dir so apostrophierten "Augenwischerei"
    Zu Option 1 (Entfernen bzw. Zensur) gibt es meinerseits keinen hier nennenswerten Dissens :)

    Deine Meinung zu Option 2 halte ich durchaus für bedenkenswert,
    ebenso wie auch die Überlegungen von sorei #6
    Ich greife hier nur Stichpunkte heraus, wie-wohl man den Aspekt der Kommentierung eines Angebots vllt. noch im Weiteren vertiefen sollte.

    Zitt nile: << den Inhalt als nicht dem gesellschaftlichen Meinungsbild entsprechend empfindet.>>
    Subjektiv (nicht nur von Anbieterseite) gesehen: Ja (Ich ergänze: eh immer).
    Denn "Objektivität" kann eh immer nur annähernd "versucht" werden zu erreichen
    Jeder Konsument ist ja trotzdem, dann aber hoffentlich besser informiert, in der Lage, völlig anders zu bewerten. Konkret: Anfrage dazu zu stellen oder eben halt nicht.
    Ob dadurch zusätzliches oder kein Interesse am Angebot geweckt wird ... ?

    Worüber es (zwischen uns beiden, ggfs. mit weiteren Anderen) im Weiteren zu diskutieren gilt, ist deine folgende Einschätzung:
    Zitat nile: << Wie fördert es verantwortungsvollen Umgang bzw. kritisches Hinterfragen, wenn man dem potenziellen Leser vorab eine Kategorisierung aufzwängt und somit seine Gedanken in eine bestimmte Richtung lenken möchte? Nein, eine derartige Vorabbewertung bewirkt allenfalls das Gegenteil.>>

    Mir drängt sich aber bezüglich der hier bisher diskutierten Details u.a. der Eindruck auf, dass du Kategorisierungen grundsätzlich nicht nur als wenig hilfreich, sondern auch als stigmatisierend wertest.
    Ein Ansatz, der immer mit bedacht werden sollte.
    Denn jedes Wort, jede (subjekte) Interpretation desselben sowie die Gewichtung im gesamten Zusammenhang können manipulieren, ob erwünscht oder eben nicht.
    Deswegen sich allerdings jeder (subjektiven) Bewertung zu enthalten, empfinde ich, im Gegensatz zu dir, auch wenig hilfreich.
    Und gerade im hiesigen Zusammenhang halte ich die Bezeichnung "kontrovers" für genügend "wertfrei", um nicht völlig missverständlich interpretiert zu werden.

    Im Übrigen, nile, will ich dich onboard weder bewusst missverstehen, noch schreibe ich, auch wenn du als Adressat von mir genannt bist, ausschließlich an Dich. Ich hoffe zumindest, Andere lesen, interessiert oder eben kopfschüttelnd *g*, mit :)
    So wie du hoffentlich zwischen meinen Zeilen mit liest und mir (hoffentlich) nichts Negatives unterstellst, versuche ich dies anders herum. Um evtl. Missverständnisse auszuräumen, gibt es dann ja (hoffentlich) Diskussionen :)

    so far

    PS.
    Eigentlich hätte ich es für alle Mitleser, um der Klarheit willen, vllt. an den Anfang stellen sollen.
    Das wäre aber, je nach Verständnis, evtl. auch wieder manipulativ ;)
    So wie ich es jetzt also verstehe, plädieren einzelne, hier bisher beteiligte User wie folgt:
    Statements in chronologischer Reihenfolge: # postnummer
    Korrigiert ggfs. meine Einschätzung eurer statements, falls ich falsch liege

    NeHe #1 = bisher (für mich) modneutral
    miandres #2 = unerwünschte Inhalte entfernen
    ruderbernd #3 = unerwünschte Inhalte entfernen
    sorei #4 = (für mich) keine Festlegung erkennbar Tendenz ?
    Stary #7 = alle Inhalte ohne Einschränkung, ohne/mit K. ? Tendenz ?
    Eidi #8 = bisher modneural *bg*
    Skyjumper # 9 = alle Inhalte ohne Einschränkung, ohne Kommentierung ? Tendenz ?
    muesli #10 = alle Inhalte ohne Einschränkung, ggfs. mit Kommentierung "kontrovers"
    Basalt # 11 = alle Inhalte ohne Einschränkung, mit od. ohne Kommentierung ? Tendenz ?
    Rosewitch #13 = alle Inhalte ohne Einschränkung, ggfs. mit Kommentierung "kontrovers"
    nile #20 = alle Inhalte ohne Einschränkung, ohne Kommentierung

    Eine wirklich ausgewogene Debatte mit reichlich kontroversem Meinungsbild :D
    Cui bono? et ... Quis custodiet ipsos custodes?
    frei übersetzt: Wem nützt es? und ... Wer kontrolliert die Kontrolleure?

    Seit Sommer 2013 seltener online!

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