Mehr für die Umwelt aber der falsche Weg (Strom Thema)

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  • Mehr für die Umwelt aber der falsche Weg (Strom Thema)

    Viele von euch kennen doch die Politik das man Umweltfreundlicher Strom erzeugen will,

    dies finde ich auch sehr gut. Aber der Weg ist doch Falsch der begonnen wurde.


    Schauen wir uns die Atomkraftwerke an die 10stk (oder mehr) die Abgeschaltet wurden vom Netz,
    diese Produzieren nun noch weitere 20 Jahre Strom der so zu sagen in den Müll Geworfen wird.
    Den erst dann sind die Stäbe bereit raus genommen zu werden und diese dann zu Lagern.

    Kohlekraftwerke bleiben aber immer noch, diese sind viel Unfreundlicher für die Umwelt finde ich .



    Meine Einschätzung ist das man die Kohlekraftwerke Abgeschaltet werden sollen und die Atomkraftwerke die 20 Jahre weiter am Netz belassen,
    bis diese dann auch Wirklich Geschlossen werden. Weil das würde viel mehr für die Umwelt bringen, weil bis dahin wird man auch bestimmt viel mehr Mittel und Wege gefunden habem
    umweltfreundlich Strom zu Produzieren.

    Was denkt ihr ?
  • Ich gebe dir teilweise Recht. Das der Weg zu umweltfreundlicher Energie sein muss , ist jedem Menschen der nachdenken kann klar. Denn die fossilen Brennstoffe sind endlich. Aber unsere Mutti mußte nach Fokushima einen Panikanfall bekommen und alles über´s Knie brechen.
    Was kam dabei raus ?: Wir Bürger werden voll abgezogen da wir über die Umlage alles bezahlen müssen was übereilt eingestielt wurde.
    Kraftwerke werden abgeschaltet oder zwangs weitergeführt um eine Ausfallsicherheit zu haben. Stromtrassen fehlen und werden wohl noch für
    reichlich Diskussionen sorgen.
    Unsere süddeutschen Mitbürger die unbedingt Erdkabel wollen, werden noch jammern, weil diese Mehrkosten auch auf alle umgelegt werden.
    Man hätte nach Fokushima auf jeden Fall den Umstieg anstossen sollen, aber bitte geordnet. Wie du geschrieben hast, Atomkraftwerke und relativ neue Kohle-und Gaskraftwerke unter bestimmten Auflagen zur Ausfallsicherheit und Stromerzeugung beibehalten . In dem weiteren Verlauf Kraftwerke die durch regeneragtive Energieerzeugung unnötig werden abschalten und rückbauen.
    Und ja, für das Klima sind AKW´s besser , aber der Abfall ist auch gefährlicher.
    Vielleicht erleben wir ja noch Fusionskraftwerke die wirklich sicher und wirtschaftlich sind.
    Klar wird alle Energie per Wind ,Sonne und Wasserkraft erzeugen können, aber man muss auch sehen wieviel Platz benötigt wird um die gleiche
    Menge Energie zu erzeugen wie 1 AKW oder 1 Fossiles Kraftwerk alleine erzeugen.
    Mann hätte eine Plan für die nächsten 10-15 Jahre machen sollen um die Umstellung geordnet durch zuziehen. Wäre besser für uns Bürger und besser
    für die Wirtschaft gewesen.
  • Nemesis1963 schrieb:

    Mann hätte eine Plan für die nächsten 10-15 Jahre machen sollen um die Umstellung geordnet durch zuziehen. Wäre besser für uns Bürger und besser
    für die Wirtschaft gewesen.
    Die Pläne gab es einmal.....unter anderem für den Ausstieg aus AKWs wurde die letzte SPD geführte Regierung gewählt. Es sollten zB. die Betriebsgenehmigungen für AKWs nicht mehr verlängert werden. Dann kam "Mutti" und beschloss die AKWs weiter zu betreiben....bis zu Fukushima, da machte sie dann die Idee des AKW Ausstieges überstürzt und planlos zu ihrer eigenen. Schade, es erinnert sich kaum noch jemand daran und alle glauben ein Atomausstieg sei Merkels Idee gewesen, obwohl sich Deutschland schon einmal (mit Plan) dafür entschieden hatte.
  • steve schrieb:

    Dann kam "Mutti" und beschloss die AKWs weiter zu betreiben
    Das hatte ich wirklich ganz vergessen. Danke für den Hinweis, aber wenn Sie Pech hat (eher wir Steuerzahler) kommen die AKW Betreiber mit Ihrer Klage durch und die Regierung muss zahlen. Und das finde ich richtig, denn wenn mir der Staat etwas zusagt (Laufzeitverlängerung der AKW´s) , so sollte man sich darauf auch verlassen können. Denn auch die Energieerzeuger müssen langfristig planen können. Man muss doch nur überlegen wie lange die Genehmigungsverfahren dauern und wie lang die Bauzeit für 1 Kraftwerk ist,von den Kosten ganz zu schweigen. Und wenn einem dann durch Mutti´s Kurzschluß die ganze Planung explodiert, soll man ruhig klagen. Vielleicht lernen irgendwann Politiker das auch Sie nicht einfach Sachen durchziehen können ohne Konsequenzen.
  • Nemesis1963 schrieb:

    und die Regierung muss zahlen. Und das finde ich richtig
    Wer ist denn für dich "die Regierung" und was meinst du, woher die dann das Geld nehmen?


    Nemesis1963 schrieb:

    Vielleicht lernen irgendwann Politiker das auch Sie nicht einfach Sachen durchziehen können ohne Konsequenzen.
    Konsequenzen? Die wären nur nachhaltig, wenn "Politiker" persönliche Konsequenzen spüren würden (z.B. verbockte Gelder aus eigener Tasche zahlen und nicht aus deiner/meiner/unserer).

    Natürlich ist es vom Gerechtigkeitssinn her (aus deinem Bauch heraus) nachvollziehbar, was du schreibst aber deine Schlussfolgerungen laufen sowas von wider der Realität ;)

    Oder auf deutsch: Solange es nicht an den Geldbeutel des Entscheidungsträgers geht, geht den allermeisten dieser Entscheider die Konsequenz am Allerwertesten vorbei (personelle Konsequenzen als manchmal einzige => eher Belobigung weil Schäfchen längst im Trockenen => NULL Wirkung)
    Da, wo die Neurosen blüh'n, da möcht' ich Landschaftsgärtner sein!
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    Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm: »Halt' du sie dumm, ich halt' sie arm!« (R. Mey)
  • NeHe schrieb:

    Oder auf deutsch: Solange es nicht an den Geldbeutel des Entscheidungsträgers geht, geht den allermeisten dieser Entscheider die Konsequenz am Allerwertesten vorbei (personelle Konsequenzen als manchmal einzige => eher Belobigung weil Schäfchen längst im Trockenen => NULL Wirkung)
    Das Probelem ist mir auch klar , das nicht die Regierung sondern wir dafür zahlen. Und richtig die Entscheidungsträger müßten persönlich haftbar sein für den Quatsch den die verzapfen, wie jeder Bürger in seinem Privatleben auch für seine Entscheidung gerade stehen muss.
    Aber kein Politiker wird ein Gesetz verabschieden, in dem Entscheidungsträger des Staates für Ihre Entscheidungen oder Beschlüsse haften müssen.
    Könnte Sie ja mal selbst treffen.
  • Regierung hin, Politik her, die diktierten Preise müssen wir doch alle bezahlen. Wer die Möglichkeit hat, kann nur das beste daraus machen. Tarife anpassen, wechseln oder wenn es geht eigene Konzepte umsetzen.





    Völlig autark zu sein ist auch mein Ziel aber eben nicht das der Politik, Staat und Wirtschaft. Daher auch nicht "günstig" umzusetzen.
    Ich arbeite daran... :)
  • Nemesis1963 schrieb:

    Ich gebe dir teilweise Recht. Das der Weg zu umweltfreundlicher Energie sein muss , ist jedem Menschen der nachdenken kann klar. Denn die fossilen Brennstoffe sind endlich.
    Wer weiß das den wirklich? Ich kann mich gut erinnern das vor rund 30 Jahren auch in den Medien berichtet wurde das wenn der Verbrauch des Mineralöls so weiter steigt und das ist er werden die Ölvorräte bis ins Jahr 2020 sehr eng.

    Aufgrund neuer Vorkommen usw. usf. ist davon schon lange keine Rede mehr. Also wer weiß den wann was wirklich ausgeht??? Keiner.

    Sicher ist die umweltfreundliche Gewinnung der Energie das A und O aber für welchen Preis?

    Der Amerikaner und der Chinese hält sich einen scheiss an Umweltschutz und Energiesparen. Und solange die weltgrößten Industriestaaten so handeln ist unsere Politik ein Tropfen auf den Heissen Stein.
  • Martin Dancerclub schrieb:


    Meine Einschätzung ist das man die Kohlekraftwerke Abgeschaltet werden sollen und die Atomkraftwerke die 20 Jahre weiter am Netz belassen, ...


    ... Was denkt ihr ?

    Tja, was denke ich?

    Eigentlich wollte ich mich in einem für mich so emotionalem Thema nicht mehr engagieren, doch
    dein Irrweg brennt mir so unter den Nägeln, dass ich nun doch meine Meinung sagen muss.

    Jemand wie ich, der fast sein ganzes Leben gegen die Atomkraft protestiert, der im kalten Krieg
    seine Jugend verbracht hat und mit Liedern wie „Hiroshima“ groß geworden ist, wie sind da wohl
    meine Gedanken zu deinem Thema?

    Seit ich denken kann habe ich Angst vor der zerstörerischen Kraft und Unbeherrschbarkeit des
    Atoms und jetzt, wo sogar eine CDU geführte Bundesregierung endlich ein Einsehen hat, die
    Atomkraftwerke abzuschalten kommst du, und leider auch viele andere, mit dem Gedanken sie
    noch 20 Jahre laufen zu lassen.

    Ich bin fassungslos!

    Waren denn Tschernobyl und Fukushima nicht Warnung genug?
    Die unzähligen Störfälle in den deutschen AKW´s, die hohe Konzentration an Krebserkrankungen
    in den Umgebungen von Atomkraftwerken, die ungeklärte Frage der Endlagerung, die zahllosen Castor
    Transporte kreuz und quer durch Europa u.s.w.!

    Allerdings ist dieser Ausstieg aus der Atomkraft bis 2022 ein unverantwortlicher viel zu langsamer
    Ausstieg und nicht der Schnellstmögliche, den Frau Dr. Merkel eigentlich versprochen hatte.
    Sie hat mal wieder ihr Wort gebrochen und setzt Millionen von Menschenleben
    noch elf Jahre unnötigerweise einer hohen Gefahr aus.

    Nebenbei sind längere Laufzeiten von Atomkraftwerken eine Behinderung des Klimaschutzes,
    denn je länger die AKW´s laufen, umso weniger investiert die Industrie in erneuerbare Energien.
    Nur der Ausbau von Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Erdwärme kann unser Klima schützen.

    Aber du hast natürlich Recht mit deiner Aussage, dass die Kohlekraftwerke sehr umwelt- und
    gesundheitsschädlich sind, doch damit die Rückkehr zur Atomkraft zu begründen ist Harakiri.
    Nein, selbstverständlich müssen wir auch von der Kohle weg und als Brücke zu den erneuerbaren
    Energien sind Gaskraftwerke die beste Alternative.

    Es muss aber auch ein Umdenken in den Köpfen der einzelnen Menschen stattfinden, denn der
    Umwelt freundlichste Strom ist der, der gar nicht verbraucht wird.
    Jeder Mensch muss sich mal an die eigene Nase fassen, denn es wird so viel Strom verplempert.
    Da nehme ich mich selbst nicht von aus, denn auch könnte noch so vieles optimieren.

    Wenn ich nur an diese unsinnige Weihnachtsillumination denke wird mir schlecht und muss man
    denn immer und überall ins Internet, so dass die Smartphones jeden Tag geladen werden müssen?
    Denk mal darüber nach (wenn dich dein Thema noch interessiert), denn das Umdenken muss in
    jedem Kopf stattfinden und nicht nur in der Politik und in den Konzernen.

    Gruß silvest
    Wozu braucht Gott ein Raumschiff - James T. Kirk

    Natürlich kann man ohne Hund Leben - es lohnt sich nur nicht. - Heinz Rühmann
  • silvest schrieb:

    Allerdings ist dieser Ausstieg aus der Atomkraft bis 2022 ein unverantwortlicher viel zu langsamer Ausstieg und nicht der Schnellstmögliche, den Frau Dr. Merkel eigentlich versprochen hatte.
    Sie hat mal wieder ihr Wort gebrochen und setzt Millionen von Menschenleben
    noch elf Jahre unnötigerweise einer hohen Gefahr aus.
    Welcher Ausstieg? Ich wunder mich immer wieder wie Naiv die Leute doch sind. Nur weil wir in Deutschland ein paar AKWs abschalten, haben wir doch keinen Ausstieg. Rund um Deutschland stehen zig AKWs und es werden neue gebaut und geplant. Polen plant 6, England 4, Tschechen 2, Ungarn 2 .... und das sind noch lange nicht alle, denn auch noch andere europäische Länder planen welche.
    Also was bringt der deutsche Ausstieg? Nichts, überhaupt nichts ....... außer zerstörten Landschaften, Strompreisen jenseits von Gut und Böse (wo Sonne und Wind doch umsonst sind), ein Stromnetz dessen Auslastung kaum zu planen bzw. zu kontrollieren ist. Ach ja und nicht zu vergessen, Radioaktivität macht nicht an der Grenze halt, nur weil Frau Merkel irgendwann mal was von Atomausstieg gefaselt hat (den der Bürger auch noch teuer bezahlen muss).
    Wir können in Deutschland ruhig wieder in Höhlen ziehen, unsere Klamotten nur noch aus Biofasern weben, unser Biogemüse "totstreicheln" bevor wir es essen (weil Fleisch ist ja igit), es wird uns nichts nützen wenn in Frankreich, Polen, der Schweiz oder sonst wo in unserer unmittelbaren Nähe, ein Reaktor hochgeht.
    Das ist die Realität, finde dich damit ab.
    Weil die Klugen immer nachgeben, wird die Welt von den Dummen regiert!
  • Henry277 schrieb:

    Also was bringt der deutsche Ausstieg? Nichts, überhaupt nichts .......
    ...

    Das ist die Realität, finde dich damit ab.
    Naja, ob dies nun die richtige Einstellung dazu ist, darf bestritten werden.
    Natürlich hast du recht, wenn du sagst, dass es nichts nützt, wenn Deutschland aussteigt, aber rundherum neue Atomkraftwerde gebaut werden.
    Aber Deutschland ist durchaus nicht der einzige Staat, der den Atomausstieg bewerkstelligen will.
    Österreich hat gar ein Atomkraftwerk (1978) fertiggestellt und es nie in Betrieb genommen. In der Schweiz gibt es ebenfalls Pläne für den Atomausstieg, ebenso in Belgien. Das ist doch zumindest ein Anfang! Aber klar ist es paradox, wenn gleichzeitig in anderen Ländern neue AKWs geplant werden...
  • looxcie schrieb:

    Naja, ob dies nun die richtige Einstellung dazu ist, darf bestritten werden.
    Nun ja, Einstellung hin oder her, ich empfinde Atomenergie auch nicht als der Weisheit letzten Schluß. Ganz besonders was den Abfall und dessen Lagerung betrifft ......
    Andererseits finde ich ein AKW, gebaut irgendwo im nirgendwo, zig mal besser, als hunderttausende Windräder und Flächen fressende Solarparks, die die Natur zerstören. Landwirtschaftliche Flächen werden lieber an Stromproduzenten verkauft/verpachtet, als darauf Lebensmittel anzubauen. Und auf den Restflächen wächst Raps für Biodiesel, oder Mais, der aber nicht zum Verzehr, ja nicht mal als Futtermittel genutzt wird, sondern nur für Biogasanlagen bestimmt ist.
    Tja, und dann denken die Biodieselfahrer und Biogasanlagen Strom-/Gaskunden, was sie doch für saubere "Ökoschweinchen" sind, vergessen dabei aber das mittlerweile der Großteil unserer Lebensmittel auf riesigen, Schweröl verbrennenden, Pötten um die ganze Welt geschippert werden ........
    Weil die Klugen immer nachgeben, wird die Welt von den Dummen regiert!
  • In dieser Hinsicht gebe ich dir natürlich absolut recht. Es benötigt eine Ausgewogenheit über sämtliche Bereiche hinweg. -> möglichst nahe Produktion von Lebensmitteln und vieles mehr sollte miteinbezogen werden.
    Und mit den verschiedenen Energiequellen, welche wetterabhängig sind, wird es auch immer schwieriger das Stromnetz stabil aufrecht zu erhalten. Zum Beispiel mit Wasserkraft aus Stauseen können Verbrauchsspitzen relativ gut abgefangen werden. Aber auch Wasserkraft hat ihre Nachteile.
    All diese Bereiche sollten berücksichtigt werden, sowie auch die Folgen analysiert werden. Aber wichtig ist doch, dass etwas getan wird und nichts unternommen wird gegen die bekannten Probleme woe der Endlagerung von Sondermüll und weiterem.
  • Henry277 schrieb:

    Welcher Ausstieg? Ich wunder mich immer wieder wie Naiv die Leute doch sind. Nur weil wir in Deutschland ein paar AKWs abschalten, haben wir doch keinen Ausstieg. Rund um Deutschland stehen zig AKWs und es werden neue gebaut und geplant. Polen plant 6, England 4, Tschechen 2, Ungarn 2 .... und das sind noch lange nicht alle, denn auch noch andere europäische Länder planen welche.

    Sei gegrüßt Henry, deinen Widerspruch habe ich erwartet, und das du mich zu den naiven Leuten zählst nehme ich dir nicht übel,
    denn die Zahl derer, die für naiv gehalten wurden ist groß und bedeutend.

    Ein kleines Beispiel:

    In der Öffentlichkeit erntete Carl Benz für seine Arbeit viel Spott. Sein Wagen wurde als ein „Wagen ohne Pferde“ belächelt.
    Carl Benz schreibt später in seinen Lebenserinnerungen: „Nur ein Mensch harrte in diesen Tagen, wo es dem Untergange entgegen
    ging, neben mir im Lebensschifflein aus. Das war meine Frau. Tapfer und mutig hisste sie neue Segel der Hoffnung auf.“

    Aber das nur am Rande, denn du glaubst ja ein deutscher Atomausstieg ist allein auf weiter Flur.
    Erstens stimmt das nicht, denn auch in Frankreich regt sich schon seit längerem Protest, ich habe bei einem Urlaub dort schon vor
    10 Jahren den ersten Anti Atomkraft Aufkleber in französischer Sprache in der Provinz gesehen und mittlerweile möchte auch
    Frankreich von der Atomkraft weg. Bis 2025 soll der Anteil des Atomstroms von 75% auf 50% sinken. Dafür werden mehr als 20 von
    den insgesamt 58 Atomkraftwerken abgeschaltet.

    Was wir tun können, ist werben für den Atomausstieg. Zeigen, dass es auch anders geht.

    Zweitens muss es immer einen Vorreiter geben, damit es auch Nachahmer gibt.
    Ich wurde 1987 auch belächelt als ich bei meinem neuen Kadett den Mehrpreis von 1000,-DM für einen geregelten Katalysator
    bezahlt habe. Mittlerweile ist ein Auto ohne dieses Gerät unvorstellbar. Die französischen Autohersteller haben damals gesagt,
    dass sie das nicht mitmachen würden. Und was ist passiert, bei der Entwicklung der Russpartikel Filter später hatten plötzlich
    die Franzosen die Nase vorn.

    Das der Atomausstieg die Landschaften zerstört ist vielleicht kurzfristig in der Bauphase möglich, doch eine radioaktive
    Verstrahlung wie in Tschernobyl und Fukushima ist wesentlich nachhaltiger, da haben noch viele Generationen was von.
    Übrigens, der Abbau des Urans hatte in der Vergangenheit und hat heute verheerende Auswirkungen auf die Umwelt und
    die dort lebenden Menschen.
    Das bei den alternativen Energien auch zahlreiche Fehler begangen wurden und werden will ich gar nicht abstreiten.
    Alles was neu ist birgt Fehler in sich, doch deswegen die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen und die Atomkraft zu
    behalten halte ich für Wahnsinn.

    Deine Antipathie gegen Biofaser und Biogemüse kann ich auch nicht verstehen, denn die Alternativen sind Pestizid verseuchtes
    Gemüse das, wie du richtig sagst, mit Schweröl verbrennenden Pötten aus China kommt und Fleisch aus Massentierhaltung.

    Mit solch einer Realität , wie du sie beschreibst werde ich mich nie abfinden und wenn ich irgendwann mit dem Krückstock
    auf die Straße zum Demonstrieren gehen muss.

    Ein kleines Zitat habe ich auch noch gefunden:

    Menschen, die an die Atomkraft glauben, irrten zwar, seien aber keine schlechten Menschen! (Gerhard Schröder)

    Dem schließe ich mich an

    Gruß silvest :)
    Wozu braucht Gott ein Raumschiff - James T. Kirk

    Natürlich kann man ohne Hund Leben - es lohnt sich nur nicht. - Heinz Rühmann
  • Jetzt muss ich schon ein wenig lächeln. Du plädierst für den Atomausstieg und wirfst Carl Benz als großen Visionär und Bringer von Fortschritt in Waagschale. ;)
    Autos = Umweltverschmutzung durch verfeuern von fossilen Brennstoffen = millionenfacher Tod und Leid durch Unfälle ..........
    Wären wir da mit den Pferden und Kutschen nicht besser dran gewesen?

    Und es ist ein Märchen das alles, was nicht aus dem Bioladen kommt, Pestizid verseucht ist. Nein du kannst auch Kartoffeln und Möhren aus dem Supermarkt essen. ^^
    Weil die Klugen immer nachgeben, wird die Welt von den Dummen regiert!
  • Na ja, Henry, der Carl Benz war ja auch nur als Beispiel gedacht, das Menschen zu schnell belächelt oder für naiv gehalten werden.
    Andererseits ist das Elektroauto, das ich demnächst beruflich fahre, auch ein Nachfahre vom Vehikel des Carl Benz, oder? ;)

    Aber wir geraten, wenn wir so weitermachen schnell off-topic und somit ins Visier von NeHe! :D

    Ich für meinen Teil habe meinen Standpunkt zur Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken in Deutschland deutlich gemacht und
    glaube auch das wir beide ein Deutschland haben wollen ohne Gesundheitsgefährdung und Umweltzerstörung.

    Da der Themenstarter auch kein Interesse mehr am Meinungsaustausch hat glaube ich: wir haben fertig!? ^^

    Gruß silvest, bis zum nächsten mal! :)
    Wozu braucht Gott ein Raumschiff - James T. Kirk

    Natürlich kann man ohne Hund Leben - es lohnt sich nur nicht. - Heinz Rühmann
  • Deutschland haben wollen ohne Gesundheitsgefährdung und Umweltzerstörung.


    Deutschland ist aber nicht unter einer Käseglocke verpackt, so dass hier alles zum Guten wird wenn Kernkraftwerke abgeschaltet werden.

    Und wenn, was bringt es, sie auszuschalten aber dafür atommüll zu lagern?

    Für mich ist das alles Humbug.

    Hier wird groß über Umwelt geprädig und nebenbei die alten Autos ins Drittländer befördert, nennt sich das etwa Umweltschutz?
    Wie lächerlich.