Heizen im Wandel der Zeit

  • synfoni-9 schrieb:

    Ich würde empfehlen, bevor man sich Gedanken über Solaranlagen macht, zu prüfen, ob und wwie das Gebäude gedämmt ist ...


    Das sollte man auf jeden Fall berücksichtigen. Wärmedämmung ist auch erst in den 60er Jahren richtig zu tragen gekommen. Vorher hat man meist nur ein Zimmer im Haus geheizt, meistens per Holz oder Kohle. Da wurde auf Wärmedämmung noch nicht so viel wert gelegt. Damals waren auch die geeigneten Baumaterialen kaum vorhanden.

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  • Hermann_honk schrieb:

    jo genau.
    ...
    Im Sommer erledigt alles die Solaranlage, im Winter wird der Holzofen befeuert, der die Pufferspeicher füllt. Holz macht er selber. Ist zwar schweine viel Arbeit, macht aber trotzdem irgendwie Spaß. Männertag im Wald quasi.


    Das Problem bei Holz ist nicht nur die Arbeit, sondern der Holzpreis wird sich auch nur nach oben entwickeln, zumal viele Gemeinden in Zukunft in Hackschnitzelanlagen investieren werden, ist auch bei uns so.
    Diese Hackschnitzel werden aus Gemeindewald gewonnen, aus Holz, das dann nicht mehr zum Verkauf steht.

    Ausserdem brauche ich für Brennholz viel Platz, wenn ich selbst schlage.
    Holz muss trocknen und es wird empfohlen 3Jahre lagern, ich muss also vorrat für 3 Jahre lagern bei 25 m3 ein Menge Platz

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  • Richtig, Holz muss gelagert werden und sollte minimum 1 Jahr eher 2 Jahre liegen. Und Holz macht 2x warm :D
    Da bin ich in der glücklichen Lage genügend Platz zu haben.

    Förderung gibt es schon lange vom Staat. Jetzt leider schon wieder weniger als vor ein paar Jahren noch. Ab 9qm Kollektorfläche gibt's 1500€
    Strom kann man mittlerweile auch speichern. Tatsächlich in Lkw Batterien. Man muss also auch nicht mehr einspeisen.

    Isolierung ist auch klar. Völlig richtig die Aussage, dass ohne Isolierung eher nach draußen geheizt wird. Aber Dach neu eindecken sind mal schnell 15000 - 30000€
    Fassadenisolierung liegt bei ca. 100€ pro qm fertig mit Farbe.

    Was ich bis jetzt gemacht habe:
    Dachboden isoliert, geht super in Eigenleistung und kostet nicht viel
    Obergeschoss Fassade gedämmt, allerdings nicht klassisch sondern mit prefa sidings. Fassade wird bei dieser Technik hinterlüftet.
    Neue Fenster 3-fach Verglasung kommt als nächstes.
  • rod4fun schrieb:

    Wie würde deine holzfreie Lösung aussehen?


    Da mein Haus leider sehr ungünstig (hanglage uns ca. 15m von der Straße weg)
    liegt, die Gasleitung würde ca. 10000 € kosten, bleibt mir nur zu hoffen das meine Ölheizung bj. 98 noch einige Jahre hält.
    aber momentan würde für mich nur eine solarunterstütze Brennwertölheizung in Frage kommen. da ich auch noch Stahlblechtanks habe, die ja auch entsorgt werden müssten
  • synfoni-9 schrieb:

    Wenn wir von 2 Wochen Stromausfall sprechen, gibt es wahrscheinlich nachts auch keinen Strom, sprich solar außer Betrieb. Du könntest natürlich den Tagesstrom, falls genügend Überschuss in Autobatterien speichern, aber wie viele brauchst du da?

    Du hast auch nicht nur die Steuerung, sondern auch noch die Pumpen für Warmwasser, die Heizungspumpe und das Öl wird auch nicht von alleine in die Heizung kommen

    Nein, definitiv nicht. Ich will mich hier nicht in Details verlieren, aber das Öl gelangt in unserem Fall per Unterdruck in die Ölheizung. Es geht hier in diesem Thread ganz konkret um den Strom für die Steuerung und das, was eine einzige Solarzelle selbst an einem halbwegs trüben Wintertag liefert, das würde problemlos für die vollen zwei Wochen reichen.

    Das Dumme ist nur, daß die Ölheizung sich nur mit 220V Wechselstrom betreiben lässt, obwohl die Elektronik ganz sicher mit Gleichstrom im Niedervoltbereich funktioniert. Doch was nützt es, wenn man ohne Spezialwerkzeug nicht daran kommt?

    Ist es eigentlich so kompliziert, seinen Augenmerk ausschliesslich auf einen einzigen Punkt zu richten, ohne gleich darüber belehrt zu werden, daß man ausgiebig moderne Technik nutzt und in welchem Kontext eine Ölheizung stehen könnte.

    Entweder sind hier einigemeiner Zeitgenossen schon beim Lesen überfordert oder aber die haben nicht verstanden, was Nachhaltigkeit überhaupt ist.

    Nachhaltigkeit hat nichts mit der Menge zu tun, denn beim Einzelnen geht es global gesehen um verschwindend kleine Mengen. Aber in der Summe führt der Mangel an Nachhaltigkeit in den Abgrund. Nicht die Menge des Einzelnen ist es, warum alle vernunftbedingen Lösungsansätze auf Dauer scheitern, sondern die Einstellung, es käme im Kleinen ja nicht darauf an. Na klar, man kann jede (eigene) Verschwendung relativieren.

    Mich stören nun einmal meiner Meinung nach völlig unnötige Abhängigkeiten (ungeachtet deren statistischer Häufigkeit) und genau das ist der zentrale Punkt, warum ich hier überhaupt meinen Mund aufgemacht habe. Denn einfach nur statistische Daten über unsere Heizung zu liefern und den globalen Datenbestand darüber zu aktualisieren geht völlig an meinen Interessen vorbei...
  • Hermann_honk schrieb:

    Neue Fenster 3-fach Verglasung kommt als nächstes.


    Gutes Stichwort: Verglasung. Das hat mich schon extrem geärgert, dass ich mit einer Billigsdorfer Verglasung leben muss. Für mich steht auch eindeutig fest, so bald ich Zeit dafür finde, muss ich anfangen, die alten Fenster zu ersetzen. Im Sommer heizen sich meine Fenster extrem auf und im Winter spürt man, dass die Fensterdichtungen minderwertig sind, sprich ich heize auch ein wenig aus dem Fenster hinaus!

    synfoni-9 schrieb:

    ... nur eine solarunterstütze Brennwertölheizung in Frage kommen. da ich auch noch Stahlblechtanks habe, die ja auch entsorgt werden müssten


    Wie ist dein Haus ausgerichtet? Könntest du die Panels auf deinem Dach installieren, oder müsstest du eine andere Freifläche finden?

    Konradin schrieb:

    Nein, definitiv nicht. Ich will mich hier nicht in Details verlieren, aber das Öl gelangt in unserem Fall per Unterdruck in die Ölheizung. Es geht hier in diesem Thread ganz konkret um den Strom für die Steuerung und das, was eine einzige Solarzelle selbst an einem halbwegs trüben Wintertag liefert, das würde problemlos für die vollen zwei Wochen reichen.


    Nur zur Klärung deiner Absichten. Ist die vermeintliche Investition in die Solarpanels wirklich für einen unwahrscheinlichen 2-Wochen-Stromausfall oder eher für die Überbrückung von kurzfristigen Stromausfällen? Es scheint hier eine
    eine leichte Verwirrung zu bestehen. Könntest du uns aufklären? :)
  • Nun wer macht sich da keine Gedanken. Wir haben seit vielen Jahren eine Solaranlage für Warmwasser und winw Ölheizung.
    Die anfälligkeit der Solaranlage ist bei uns fast 0 und nachdem ich eine sparsame Pumpe eingebaut habe, sind die laufenden Betriebskosten bei 10 bis 22 watt.
    Als ich dann einen Pool gebaut habe, habe ich ihn über einen Wärmetauscher angeschlossen. Der Vorteil: richtige Solarzellen bringen auch bei schlechten Wetter noch etwas ertrag.
    Ob sich das ganze rechnet ist schwer zu sagen.
    Man kann die Heizsystem auch so nicht vergleichen, habe ich ein neues Haus mit guter Dämmung und Fussbodenheizung oder ein älteres wo ich mehr Vorlauftemperatur brauche.
    Unsere Öl-Anlage ist nicht mehr die neueste, aber kaufe ich da jetzt eine neue rein stellt sich die Frage wann rechnet es sich wirklich.
    Von Holz halte ich nur dann was wenn man auch einen eigenen Wald hat. Die Mehrkosten guter Holzheizungen müssen auch erstmal wieder reinkommen. Zudem demnächst bei diesen Heizungen noch Feinstaubfilter vorgeschrieben werden.
    Kraft-Wärme Kopplung ist für den privaten Bereich unwirtschaftlich.
    Schön wenn man in einer Region wohnen würde wo das alles kein Thema ist.
    Cu
    Andreas
  • PlutoN schrieb:

    Nun wer macht sich da keine Gedanken. Wir haben seit vielen Jahren eine Solaranlage für Warmwasser und winw Ölheizung.
    Die anfälligkeit der Solaranlage ist bei uns fast 0 und nachdem ich eine sparsame Pumpe eingebaut habe, sind die laufenden Betriebskosten bei 10 bis 22 watt.


    Wurde dein Haus schon beim Bau so ausgerichtet, damit die Solaranlage auf dem Dach die bestmögliche Leistung bringen kann? Oder ist die Anlage garnicht auf dem Dach installiert?
  • Wir heizen nur mit Holz, Haus wurde mit 12 cm Fassaden Dämmung verkleidet, 160 er Glaswolle zwischen den Sparren plus paratex platten oben drauf.

    Zum heizen mit Holz muss ich sagen.
    Kaminöfen sind ja schön aber es geht definitiv zuviel Wärme (Energie) verloren, effektiver ist ein Holzvergaser die Haben einen Wirkungsgrad von bis zu 94 %
    Wenn man keine Möglichkeit hat günstig selber oder kostenlos Holz zu machen lohnt sich sowas nicht wirklich da eine Anlage wie zB der ETA Holzvergaser mit ca 12 000 Euro ( Eigenleistung ) zu Buche schlägt.
    Über eine Firma wesentlich mehr noch.

    Achso ablagern von Holz ist nicht immer gleich, fichte und Kiefer brauchen nur 1 Jahr bis sie trocken sind.
    Eiche und Buche sollten schon 2-3 Jahre lagern.