Digitalkameras - Nikon gerät in Krisensituation

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    Gute Smartphone-Technik macht Kameras massiv Konkurrenz. Nikon hat daher einen Restrukurierungsplan mit dem Titel Next 100 Years. Einige Kamerakategorien werden den vermutlich nicht überleben.

    Nikon wird im kommenden Jahr 100 Jahre alt, hat jedoch wenig Grund zu feiern. Der Verkauf von Digitalkameras ging binnen Jahresfrist um ein Drittel zurück, wie aus dem Geschäftsbericht für das zweite Halbjahr (PDF) hervorgeht. Die Umsätze sanken im Jahresvergleich um 14 Prozent auf umgerechnet 2,9 Milliarden Euro. Das größte Problem ist der Bereich Imaging. Dort fiel der Umsatz um 32 Prozent. Der Bereich Imaging Products ist nach wie vor in den schwarzen Zahlen.

    Die Imaging-Sparte verlor vor allem im Bereich Systemkameras und Objektive. Nikon macht als Grund nicht nur die mangelnde Nachfrage, sondern auch Lieferverzögerungen und den starken Yen verantwortlich, der die Produkte im Ausland verteuerte.

    Der Gesamtgewinn stieg gegenüber dem Vorjahr dennoch auf umgerechnet 200 Millionen Euro. Wesentlicher Grund sind Halbleiter-Lithografiesysteme für die Produktion von Displays.

    Nikons Restruk­tu­rie­rungsplan mit dem Namen Next 100 Years bezieht sich auf das Firmenjubiläum im Jahr 2017. Das Unternehmen will sich künftig auf hochpreisige Produkte konzentrieren, die hohe Margen versprechen. Auch wenn Nikon dies nicht so erwähnt hat: Damit werden wohl einige Kameramodelle oder ganze Produktkategorien gestrichen.

    Problematisch könnte der Plan sein, Ausgaben in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie im Marketing zu reduzieren. Damit ist es nicht getan. Nikon will 350 Arbeitsplätze in Japan abbauen. Weitere 650 Stellen sollen in anderen Teilen der Welt wegfallen. Insgesamt will Nikon so umgerechnet 173 Millionen Euro Fixkosten abbauen.


    Quelle: Digitalkameras: Nikon gerät in Krisensituation - Golem.de