Windows 10 Creators Update: Einstellungen für mehr Sicherheit

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    Windows 10 Creators Update: Einstellungen für mehr Sicherheit
    10.7.2017 von Thomas Bär, Frank-Michael Schlede
    Mit dem Creators Update von Windows 10 wurden einige neue Sicherheitsfeatures eingeführt. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Einstellungen.

    1. Windows 10 Creators Update: Einstellungen für mehr Sicherheit
    2. Windows 10: PC automatisch sperren & manuelle Defender-Updates

    Windows 10 ist – so lässt Microsoft immer wieder verlauten – das „letzte Windows-System“. Die Firma schickt nun neue Versionen im halbjährlichen Abstand auf die Systeme der Nutzer. Aktuell ist dies die Version 1703 (Creators Update), die Anfang April auf den Rechnern landete. Sind Sie sich nicht sicher, ob diese aktuelle Version bereits auf Ihrem Windows installiert wurde, so wechseln Sie zu den "Windows-Einstellungen" und wählen dort System an. Dort klicken Sie auf "Info" und finden in der Anzeige den Eintrag "Version".

    Steht an dieser Stelle "1703", so wurde auf Ihrem PC bereits das Creators Update installiert. Zudem finden Sie hier auch einen Eintrag "Betriebsystembuild". Dieser gibt an, welche kleineren aktuellen Änderungen bereits auf Ihrem System installiert wurden.

    Wollen Sie mehr dazu erfahren, können Sie im Updateverlauf von Windows 10 nachlesen, welche Verbesserungen und Korrekturen damit auf Ihr System gekommen sind. Wer die Berichterstattung zum Erscheinen des Creators Update verfolgt hat, kann leicht zur Vermutung gelangen, dass die Entwickler mit diesem Release nur 3D- und Video-Erweiterungen auf das System gebracht haben. Es wurden aber auch im Bereich der Sicherheit viele Neuerungen und Verbesserungen eingeführt.

    Bessere Übersicht bei der Installation

    So hatten viele Anwender bei den bisherigen Versionen von Windows 10 bemängelt, dass ihnen während der Installation des Betriebssystems bei den Einstellungen für den Datenschutz nur recht ungenaue Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung standen. Viele Nutzer wählten deshalb die "Express-Einstellungen", nur um dann nach der Installation mühsam alle Einstellungen im System zu suchen, sie wieder zurückzunehmen oder zu ändern.

    Wer jetzt ein Windows 10 Creators Update neu installiert oder sein Windows 7/8/8.1 auf diese Version bringt, bekommt ein verbessertes Setup bei der Konfiguration von Datenschutzeinstellungen zur Verfügung gestellt. Es erleichtert die Einstellungen und stellt entsprechende Hilfetexte bereit. Zudem hat Microsoft die bisher vorhandenen drei Konfigurationsstufen auf die zwei Optionen "Einfach" und "Vollständig" reduziert – die ehemalige Stufe "Erweitert" gibt es nicht mehr.

    Diese Einstellungen finden Sie im installierten System unter "Windows-Einstellungen\Datenschutz\Feedback und Diagnose". Hier besteht auch die Möglichkeit, die Feedbackhäufigkeit auf "Nie" einzustellen.

    Zentrales Sicherheitsfeature: Besser und einfacher updaten

    Geht es um die Sicherheit eines Betriebssystems, sind Updates ein entscheidender Faktor: Gelangen sie nicht zeitgerecht und sicher auf die Rechner, können diese schnell angreifbar oder instabil werden. Das ist bei Windows 10 nicht anders, und so hat Microsoft den Update-Mechanismus weiter verbessert. Zudem bekommen Anwender mehr Einfluss darauf, wie und wann ihr System die neuen Updates erhält. Sie besitzen nun beispielsweise die Möglichkeit, Updates vorübergehend auszusetzen:

    1. Rufen Sie dazu die Windows-Einstellungen auf
    2. Wechseln Sie von dieser Startseite in den Bereich Update und Sicherheit
    3. Klicken Sie nun auf der rechten Seite auf Erweiterte Optionen.
    4. Unter Updates aussetzen finden Sie einen Schiebeschalter, den Sie auf Ein stellen.
    5. Nun werden die Updates für sieben Tage nicht durchgeführt.

    Diese Möglichkeiten stehen leider nur auf den Versionen Windows 10 Pro und Enterprise/Education zur Verfügung.

    Wichtig: Wenn Sie diese Einstellungen wieder abstellen oder die sieben Tage abgelaufen sind, müssen Sie das System zunächst einmal wieder nach Updates suchen lassen, bevor Sie diesen Vorgang ein weiteres Mal ausführen können.

    Unter "erweiterte Optionen" finden Sie bei Windows 10 Pro und Enterprise zudem die Möglichkeit, die halbjährlichen Funktionsupdates um bis zu 365 und die Qualitätsupdates um bis zu 30 Tage zu verschieben. Da mit den Qualitätsupdates aber auch Verbesserungen mit Bezug zur Sicherheit auf das System gelangen, sollten Anwender diese Spanne eher nicht ausschöpfen. Zudem können Nutzer hier zwischen den Einstellungen "Current Branch" und "Current Branch for Business" wählen. Während bei der Current Branch alle Funktionsupdates sofort auf den Rechner kommen, wird bei Wahl der "Current Branch for Business" seltener und später aktualisiert, weil in Unternehmen die Stabilität der Systeme Vorrang hat.

    Sicherheitscenter Windows Defender

    Im Bereich Update und Sicherheit der "Windows-Einstellungen" finden Sie nun den Menüpunkt "Windows Defender". Im neuen "Defender Security Center" stehen Ihnen fünf Bereiche zur Verfügung:

    • Viren- und Bedrohungsschutz
    • Geräteleistung und Integrität
    • Firewall- und Netzwerkschutz
    • App- und Browsersteuerung sowie
    • Familienoptionen

    Hinter dem Eintrag Viren- und Bedrohungsschutz verbergen sich die Einstellungen, die ein Nutzer bei seiner Antiviren-Lösung finden möchte. Finden Sie unter dem Schildsymbol dieses Eintrags den Hinweis "Anbieter von Antivirensoftware anzeigen", so ist auf Ihrem System eine andere AV-Software installiert. Ein Klick auf diese Mitteilung öffnet auch unter dieser Windows-Version leider nur das Menü Sicherheit und Wartung" aus der traditionellen "Systemverwaltung", in dem Sie unter "Sicherheit" herausfinden können, welche AV-Software installiert ist. Während das Betriebssystem in diesem Fall den Echtzeitschutz von Defender automatisch ausschaltet, können Nutzer in "Einstellungen für Viren- & Bedrohungsschutz" trotzdem den Schiebeschalter bei Cloudbasierter Schutz auf "Ein" stellen.

    Wir haben diese Einstellung in Kombination mit Lösungen von Avira und Sophos getestet, ohne dass dabei Probleme auftraten. Ganz neu dabei ist der Bereich "Geräteleistung und Integrität". An dieser Stelle werden im Prinzip die bekannten Meldungen aus dem Wartungscenter der Windows-Systeme in übersichtlicher Form dargestellt. Tritt ein Problem auf, so steht in der Regel auch ein Link zur Problemlösung zur Verfügung. Überarbeitet wurden zudem auch die "Familienoptionen", die sich nun auch hier im Security Center in übersichtlicher Form präsentieren.

    Rechner automatisch sperren

    Bereits seit dem letzten großen Update von Windows 10, dem Anniversary Update, finden auch die Nutzer, die keine biometrischen Geräte wie Fingerabdruck-Scanner oder spezielle Web-Kameras nutzen, den Hinweis auf Windows Hello bei den Anmeldeoptionen. Mit dem Creators Update ist nun bei diesen Optionen ein weiterer Menüpunkt zu finden. Er nennt sich "Dynamische Sperre" und ermöglicht es, dass Windows den Bildschirm automatisch sperrt, wenn der Nutzer den Arbeitsplatz verlässt. Sie finden diese Einstellung folgendermaßen:

    1. Rufen Sie Windows-Einstellungen auf.
    2. Wählen Sie hier den Eintrag Konten durch einen Klick aus und wechseln Sie dort zu den Anmeldeoptionen.
    3. Hier sehen Sie nun am unteren Ende des Fensters den Eintrag Dynamische Sperre.
    4. Dort finden Sie ein Kästchen mit der Bezeichnung Zulassen, dass Windows Ihre Abwesenheit erkennt und das Gerät automatisch sperrt.

    Dieses Kästchen lässt sich aber zunächst einmal nicht anklicken. Damit diese automatische Sperre funktioniert, muss Ihr Windows-10-System Bluetooth unterstützen und Sie müssen es mit einem Mobilphone über dieses Protokoll koppeln. Um festzustellen, ob Ihr Windows-System Bluetooth unterstützt, wechseln Sie aus den Windows-Einstellungen in den Bereich "Geräte":

    1. Dort finden Sie an oberster Stelle bereits installierte Bluetooth-Geräte oder können über das Plus-Zeichen neue hinzufügen.
    2. Zudem müssen Sie sicherstellen, dass Bluetooth auf Ihrem PC aktiviert ist.
    3. Nach der Kopplung mit einem Smartphone können Sie dann die Checkbox für die Dynamische Sperre aktivieren.

    Entfernen Sie sich nun aus der Bluetooth-Reichweite Ihres Gerätes, sperrt Windows circa eine Minute später den Bildschirm. In diversen Testläufen gelang uns das mit einem Android-Smartphone relativ problemlos, während wir ein Windows-Smartphone unter Windows 10 Mobile hier nicht zur Zusammenarbeit bewegen konnten. Die Kopplung funktionierte nach einigen Versuchen, aber Windows 10 sperrte den Bildschirm nicht.

    Windows Defender manuell updaten

    Mit dem neuen eigenen Security Center für die integrierte Sicherheitslösung Windows Defender funktioniert vieles besser. Trotzdem ist manchmal manuelle Arbeit gefragt. So hatten Sicherheitsforscher Anfang Mai 2017 in der Antiviren-Engine, dem Herzstück von Defender und Security Essentials, eine schwerwiegende Lücke gefunden. Microsoft stellte ein Update bereit. Doch oft dauert es eine Weile, bis die aktuellsten Updates den eigenen Rechner erreichen. So stoßen Sie ein Update sofort an:

    1. Rufen Sie aus dem Startmenü über das Zahnradsymbol die Windows-Einstellungen auf.
    2. Wechseln Sie in den Bereich Update und Sicherheit und wählen Sie dort Windows Defender aus.
    3. Nach einem Mausklick auf Windows Defender sehen Sie bereits die Versionsinfo der Sicherheitssoftware und können ins Windows Defender Security Center wechseln.
    4. Dort wechseln Sie zu Viren- und Bedrohungsschutz und dann zu Schutzupdates.
    5. Nun können Sie Nach Updates suchen anklicken und bekommen sofort die aktuellsten Versionen auf Ihrem System installiert.

    Quelle: Windows 10 Creators Update: Einstellungen für mehr Sicherheit - PC Magazin und Rechner automatisch sperren & Defender manuell updaten - PC Magazin