Wie wichtig ist Euch die Qualität eines EBooks?

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  • Wie wichtig ist Euch die Qualität eines EBooks?

    Könnt Ihr Euch noch an die Zeiten erinnern, als die im Netz angebotenen EBooks hauptsächlich pdf's waren?

    Inzwischen hat sich ja einiges getan und epub ist ganz langsam zu einem Formatstandard geworden. Mittlerweile gibt es ja auch kommerzielle Unternehmen, die den Verlagen die Konvertierung von der analogen auf die digitale Ebene abnehmen und die sich mit erstaunlichem Stolz im Impressum so mancher EBooks präsentieren. Und da die im Netz umlaufenden EBooks ja doch weitgehend identisch sind - also auf der gleichen Quelle basieren - will ich hier auch gleich Beispiele benennen.

    Inzwischen - so meine Ansicht, sollte zumindest bei professionellen epub's ein bestimmtes Qualitätslevel erreicht sein.Dass das nicht so ist, wissen wir glaube ich alle. Lasst mich das mit der (mangelnden) Qualität an ein paar Beispielen verdeutlichen. Herausgesucht habe ich mir Jo Nesbø - weil zum einen besonders exemplarisch und zum anderen weil ich inzwischen beim 9. Harry Hole angekommen bin und mich immer noch über Qualitätsmängel ärgere ...

    Ach ja - erwähnen sollte ich noch, dass meine Jo Nesbo Ausgaben nicht aus einem Angebot hier im FreeSoftBoard stammen, sondern aus anderen Netzquellen!

    Für Die Larve - Harry Hole Nr. 9 - zeichnet die LVD GmbH in Berlin verantwortlich und hat sich auch so im Impressum verewigt. Das epub an sich ist (soweit ich das bisher gesehen habe) weitgehend fehlerfrei. Was allerdings auffällt, ist das Fehlen eines Inhaltsverzeichnisses - also TOC ist ziemlich leer.

    Richtig schlimm ist aber Harry Hole Nr. 5 "Das fünfte Zeichen" - scanned 10-11_2007/V1.0 steht im Impressum. Das auch hier ein Inhaltsverzeichnis fehlt, ist noch einer der geringsten Fehler. Da tauchen dann im Text Seitenzahlen auf (gefolgt natürlich von einem Absatz), sodass sich usammengehörende Sätze auf mehrere Absätze verteilen. Dann tauchen Wörter auf, die durch - getrennt sind (wie straff-ten) und so weiter und so fort. Es ist ein Graus.

    Zum Glück ist die css bei Harry Hole Nr. 5 recht einfach und kurz. Das heißt, mit ein klein wenig Arbeit hier, dem Entfernen der überflüssigen Trennstriche da und dem Zusammenführen von Absätzen, die zusammengehören, lässt sich mit vertretbarem Aufwand ein epub herstellen, bei dem ich (man) keinen Augenkrebs bekomme(t).

    Stört Euch sowas auch - oder könnt Ihr da einfach drüber weg lesen?

    Bin gespannt auf Eure Meinung.

    Greez JohnEd
    "Tod allen Fanatikern"

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von JohnEdHoover () aus folgendem Grund: Fehlerbeseitigung und Ergänzung

  • Hi JohnEd,

    Für mich ist die Qualität dessen, was ich lese ausschlaggebend für das Leseerlebnis. Dabei kommt es nicht nur auf die äußere Form und Beschaffenheit des ebooks an, sondern natürlich auch auf den Inhalt und den Sprachgebrauch.
    Die von dir beschriebenen Mängel bei Harry Hole Nr. 5 sind typische Beispiele für gescannte Papierbücher, die danach "lieblos" ohne ernsthafte Überarbeitung in ein ebook konvertiert worden sind. Lieblose Konvertierungen von PDF ebooks erzeugen ähnliche technische Schwächen.

    Glücklicherweise erlebst du solche formalen Qualitätsmängel bei gekauften Büchern nur noch sehr selten. Der Aufwand, den ein Scanner bei liebgewonnenen Papierbüchern in die Erstellung setzt ist nicht zu unterschätzen. Das reine Scannen ist dabei vom Zeitaufwand und den Anforderungen an den Konvertierer eher gering, im Vergleich zur inhaltlichen Fehlerbehebung und Überarbeitung.

    In sehr seltenen Fällen treten solche technische Mankos auch heute noch bei Verlagsbüchern, oder Selfpublishern auf. In der Anfangszeit der beginnenden Kommerzialisierung von ebooks war das noch anders.

    Wenn mir heutzutage ein solches Buch unter die Finger kommt, geht es zurück an die Stelle, wo ich es gekauft habe.

    Was mich heutzutage mehr schmerzt, sind die Restriktionen, die manche Layouter ihren ebooks verpassen. Festgesetzte nicht änderbare Schriften / Schriftgrößen / Buchsatz mögen ja bei Papierbüchern und PDFs angemessen gewesen sein, im Zeitalter von epub, azw3, ... sind solche Vorgaben aber nicht mehr zeitgemäß.
    Diese Qualitätsmängel sind leider bei heutigen ebooks immer noch häufig anzutreffen. Mit entsprechenden Editoren entferne ich daher prinzipiell alle Einschränkungen meiner ebooks, noch bevor ich anfange zu lesen.

    Über kleinere Schreibschwächen schaue ich schon mal hinweg, wenn der sonstige Inhalt des Buches mich anspricht. Bei andauernden sprachlichen Schwächen wird das Buch vom Reader gelöscht und der Autor kommt auf meine "Bannliste" :D

    Cheers, Bogi
    IRC war gestern, ... heute haben wir den Chat

    realize your tasks, then take a deep breath and go for it!
  • Bogomir schrieb:

    In sehr seltenen Fällen treten solche technische Mankos auch heute noch bei Verlagsbüchern
    Na - ob das so selten ist. Also ich hab schon Verlagsbücher gesehen, da haben sich mir die Fußnägel aufgerollt.

    Bogomir schrieb:

    Was mich heutzutage mehr schmerzt, sind die Restriktionen, die manche Layouter ihren ebooks verpassen
    Ja - in manchen Verlagen tut man sich schwer mit den neuen digitalen Formaten und ihren Möglichkeiten. Da wird wohl immer noch zu sehr nach der Printausgabe gearbeitet.

    Bogomir schrieb:

    typische Beispiele für gescannte Papierbücher, die danach "lieblos" ohne ernsthafte Überarbeitung in ein ebook konvertiert worden sind
    Genau die sind es, die mich wirklich zum kotzen bringen. Ich hab selbst schon Papierbücher gescannt und überarbeitet und weiß, was man da an Arbeit investieren muss, wenn's ordentlich werden soll.
    "Tod allen Fanatikern"