GroKo-Pflicht oder Mützenkür

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  • GroKo-Pflicht oder Mützenkür

    Moin Leute,

    auf Grund der Tatsache, dass so Einige - Politiker, Parteien, Medien etc.pp. - auf Grund bisher gescheiterter bzw. eh schwieriger Koalitionsgespräche das hiesige Land schon kurz vor dem Armageddon wähnen, würde mich eure Meinung interessieren ...
    Auch im Hinblick auf eine evtl. später folgende Umfrage bzw. tiefer schürfende Diskussionen.

    Denn eins wird mir - nicht nur im Hinblick auf aktuelle Mediendiskussionen - wieder deutlicher ...
    Die Deutschen sind, so scheint es, im Vergleich zum restlichen Europa, deutlich autoritätsfixierter.
    Will heißen, ohne eine klare Führerschaft scheint bei vielen fast schon Panik (oder eben Genervtheit) auszubrechen :D

    Da zudem, und nicht nur in der "normalen" Bevölkerung ;) - Politik- bzw. Geschichtswissen zu fehlen scheint, und/oder eben dadurch Manipulationen der Meinungsmache so einigen aus (politischem/ökonomischen) Eigeninteresse leichter fallen, würde mich interessieren, ob IHR eine Koalition, wie von der CDU/CSU so vehement gefordert, überhaupt für so wichtig haltet?

    Zur Auswahl stehen ja neben
    - diversen Koalitionsvarianten zu einer Mehrheitsregierung
    ja auch noch
    - diverse Variationen von Minderheitsregierungen.
    Ob diese Minderheitsregierungen nun durch vorherige Absprachen mit diversen Parteien zur Tolerierung bestimmter vorher festgelegter Themenbereiche (evtl. sogar vertraglich, ähnlich wie in Koalitionsverträgen) abgesichert werden, oder eben nicht.

    Eine Chance für mehr Transparenz, mehr parlamentarische Mitbestimmung sowie aber auch schwierigere Verhandlungslagen für Parlamentarier, Lobbyisten und/oder inner-parlamentarische "Mauscheleien", oder ...? ;)

    Postet doch einfach mal eure Meinung ...
    Entweder kurz mit Präferenz für die eine oder andere Möglichkeit:
    - ob: eine bzw. welche Koalition bzw.
    - für eine Minderheitsregierung.

    Eine Begründung wäre nett, muss aber nicht zwingend sein :D
    Falls Interesse bestünde, könnte man das Thema ja auch noch ausweiten...

    LG
    Muesli
    Cui bono? et ... Quis custodiet ipsos custodes?
    frei übersetzt: Wem nützt es? und ... Wer kontrolliert die Kontrolleure?

    Seit Sommer 2013 seltener online!
  • was im Moment im "Zentrum der Macht" passiert, finde ich einfach gerade nur lächerlich.
    Albern bin ich den plötzlichen Austritt aus den Sondierungsgesprächen der FDP, albern finde ich auch die Aussagen der SPD, insbesondere von Herrn Schulz, dass es jeine Groko geben wird, albern finde ich die Forderung nach Neuwahlen und albern finde ich gerade jedes Statement von oben.

    Vielleicht sollte es wirklich mal mit einer Minderheitenregierung probiert werden. Was hat die CDU CSU denn zu verlieren. Auch oder gerade in einer Koalition müssen Kompromisse geschlossen werden, aber das kann auch bei einer Minderheitenregierung erfolgen.
    Viel Glück dabei. :thumbsup:
  • "Albern" würde ich es nicht bezeichnen wollen :D

    Dass die FDP ausgestiegen ist, ist nun mal so. Wer da wem den schwarzen Peter zuschiebt ... kennen wir ja, keiner will's gewesen sein :D
    Letztlich denke ich aber, wenn die sich in einer evtl. Koalition nicht "wohlfühlen" und sich eher ihren Wählern verpflichtet fühlen ... (Kompromisse eben nicht bis zur Totalaufgabe) ist es deren Sache.

    Dass die SPD bereits am Wahlabend verkündet hat, für eine GroKo nicht zur Verfügung zu stehen, hat sicher auch Gründe. Vllt. sollte man dazu mal genauer hin gucken und schauen, welche Zusagen an die SPD seitens der CDU/CSU in der letzten Legislaturperiode nicht eingehalten wurden und sich dann fragen, ob es so abwegig ist, wenn die nun gar keinen Bock mehr haben, sich mit den Schwarzen "zusammenzutun" nur um eine Mehrheitsregierung zu haben.
    Bestes Beispiel, wieviel Vertrauen man als Partner in die CDU/CSU haben darf: die Glyphosat-Verlängerung.

    Wo soll da seitens der SPD ein Vertrauen in eine weitere GroKo herkommen? Die haben ja nicht Stimmen verloren, weil die GroKo so super funktioniert hat (für's Volk).

    Ich fände eine Minderheitsregierung gar nicht so übel. Das würde "Bewegung" ins Parlament bringen, schnelles "Durchwinken" wäre nicht mehr möglich, Sachfragen müssten wieder ausgiebig diskutiert werden, was letztlich zu wesentlich mehr Transparenz führen würde, weil für Mehrheiten wieder gestritten und argumentiert werden müsste. Ich kann nicht erkennen, wie das Deutschland schaden sollte (Also das Deutschland, wo wir alle wohnen, nicht das "Käseglockendeutschland" einiger Weniger).
    Ich glaube auch (wie muesli im Startbeitrag schrieb), dass der Stand von Lobbyisten ein schwererer wäre. Zudem würde eine transparentere Politik/Demokratie letztlich u.U. auch das Politikverständnis und Politikinteresse in der Bevölkerung wieder wecken können, was sich letztlich auch nur positiv auf kommende Wahlen auswirken kann, wo dann vllt. Kreuze gemacht werden, weil man wirklich versteht, wer für welche Ziele zeichnet und auch Verantwortung übernimmt und wo nur bunte Blasen aufsteigen.

    Träumen darf man ja :denk:
    Da, wo die Neurosen blüh'n, da möcht' ich Landschaftsgärtner sein!
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  • koalition, wo konnte man diese partei ankreuzen? das gehört doch sowieso verboten
    ich bin der meinung wer eine gute politik macht der kann auch in der minderheit regieren (und wenn die dann gut war 4 jahre später in der mehrheit)

    neuwahlen? klar kein thema man müste dann aber mal wenigstens die kosten wo das aufwirft der unfähigen parteimehrheit am gehalt abziehen :D


    qwetsch schrieb:

    Blockadepolitik
    ja weil die dummschüler halt auch gegen gute ideen sind alleine aus dem grund weil sie nicht im eigenen hirn (sofern vorhanden) entstanden sind (privathaftung wäre auch so ein geiles thema für die sesselfurzer :D )
    wenn ich schon sehe was da abgeht, a will nicht neben b sitzen, c nicht gegenüber von a usw, hat euch schonmal euer chef gefragt ob es euch recht ist wer so alles im büro sitzt? :würg: die sollen ihre arbeit machen, dafür werden sie ja schließlich fürstlich entlohnt

    und alle 4 jahre das geblubber und die hochtrabenden neuen ideen was man noch so alles dazu machen kann und muss und soll :vog: die sollen mal den alten scheiss zum laufen bringen da hätten die alle genung zu tun :baeh:

    da sag ich mal :dladen: :bla: :weglach:




    mfg
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    The price of freedom is eternal vigilance!
  • Stimmt - alle vier Jahre gibt es mehr Gelder für Bildung, weil uns die Kinder und die Investition in deren Zukunft ja so wichtig sind. Die Straßen werden schöner und die Schlaglöcher weniger. Die Krankenschwester und der Pfleger werden getröstet und die medizinisch pflegerische Versorgung wird besser und besser - von Tag zu Tag; nur ein wenig Geduld.

    Aber ohne Sicherheit, gibt es keine Sicherheit, bzw. mehr Unsicherheit, die den (alleinerziehenden) Aufstockern im Land mit zwei Minijobs und all den anderen „neuen“ Mittelständlern, leider den Blick dafür verstellt, wie gut es ihm geht.

    Die zweifellos hervorragenden beruflichen Aussichten bedoht zu sehen, durch Konkurrenz und Verdrängung, oder die Sorge zusammengeschlagen zu werden oder sexuell missbraucht, lenkt den Blick auf die wahren Probleme. Und wenn die endlich geklärt sind, werden die Dächer der Schulen dicht gemacht, Menschen werden tatsächlich menschenwürdig beschäftigt und entlohnt und Staus auf den Autobahnen gehören dann ebenso der Vergangenheit an. Ach ich freue mich jetzt schon.
  • Ich finde es ist keine Pflicht, eine Minderheitsregierung reich vollkommen.
    Das hätte auch den Vorteil das die CDU nicht alles einfach durchwinken kann.

    Vielleicht wird so es dann mal Verhindert das die CDU einfach was unter den Tisch kehrt wie z.b der Versteckte Zensierungsgesetz im Gesetzes Antrag für die Eher für alle oder die Abgassaffäre.
    Rechtschreibprüfung ist an, aber diese hilft nicht beim Satzbau :saint:
  • Aber jetzt stelle man sich vor, die Kanzlerin einer Minderheitsregierung, müßte sich den Grünen und den Linken, zusammen mit Teilen der SPD beugen und z.B. einen Braunkohleausstieg bis 2020 beschließen.
    Das würde die Lobby nicht hinnehmen! Und überhaupt, was soll das? (Innen)Politik die vernünftig und nachhaltig ist; damit gibt es in Deutschland auf Bundesebene nicht viel Erfahrung.

    Aber ich stelle es mir auch spannend vor, wenn im Parlament Debatten geführt werden, die auf begründbaren Argumenten beruhen und Entscheidungen, die diesen erstrittenen Konsens auch abbilden.
  • Ich komm jetzt mal mit einer "Aussensicht", die mir schon oft zu Ohren kam. Vermutlich gibt es von aussen und innen unterschiedliche Wahrnehmungen betreffend deutscher Politik. Ich persönlich kann es zuwenig gut beurteilen. In der Schweiz vertreten nicht wenige die Meinung, dass die grosse Koalition in Deutschland in den letzten vier Jahren gar nicht so schlecht funktioniert hat. Natürlich sind viele Themen und Notstände noch nicht gelöst. Klar, ohne Kompromisse geht es nicht, manchmal auch auf Kosten der eigenen Ideologie. Andererseits muss man auch sehen, dass Deutschland im europäischen Vergleich ein Hort der Stabilität ist. Zugegeben, der jüngste AFD-Aufschwung gibt Anlass zur Sorge. Aber dieses Problem haben wir auch in anderen Ländern. Gerade deshalb will es wohlüberlegt sein, ob Neuwahlen zu diesem Zeitpunkt wirklich weise sind.
    Carpe diem - pflücke den Tag!
  • eine nicht sehr einfache Antwort auf dieses Thema. Denke das sich die FDP nicht von der trägen und leider auf die linke Seite gerutschten CDU einwickeln lassen wollte. Auch das Alter von Chef Lindner ist ein Faktor ( er hat noch Zeit genug )
    Die SPD dreht sich wie der Wind. Geht eigentlich nicht mehr. Alles was gesagt wird, wird auch wieder verworfen.
    Über die Grünen sollten wir garnicht sprechen.
    Ein wenig AFD sollte sein. Nur nicht zu viel.

    Bei Neuwahlen sind sich die großen Parteien einig, sie werden weiter verlieren. Daher die erbärmliche Angst der SPD und CDU. Damit ist eigentlich schon alles über die beiden Volksparteien gesagt.

    Vieleicht noch eins, wer den Wahlkampf von Frau Merkel etwas beobachtet hat, wird sicherlich auch eine leichte Verkalkung festgestellt haben.
  • Holger schrieb:

    koalition, wo konnte man diese partei ankreuzen? das gehört doch sowieso verboten
    Ist es eigentlich qua Verfassung auch :D
    Nur das Parteiengesetz (welches eh später dazu kam, des Öfteren modifiziert wurde und ich es deshalb inzwischen für teilweisen Mist halte ;-)) hebelt damit quasi geheime Vorabsprachen (per Koalition) wieder aus.

    DENN:
    Eigentlich sollten gewählte Volksvertreter nur ihrem eigenen (Ge)Wissen und den Interessen aller ihrer Wählern verpflichtet sein,
    (steht so zumindest in der Verfassung *bg*), also NICHT den Interessen ihrer Partei ;)
    Zumeist hören Sie allerdings auf ihr (Spenden-)Klientel und deren Lobbyisten.
    Erst wenn Mehrheitsmeinungen mal zu deutlich hörbar und vor allem dann auch argumentativ schwer widerlegbar werden ...

    Zum inzwischen viel gehörten "Deutschland im europäischen Vergleich [als] ein Hort der Stabilität" (THX @ ff :) für diesen Punkt ),
    bzw. ohne Mehrheitskoalition nur Blockadepolitik ...
    Zum Einen ist das finanziell wieder erstarkte Deutschland dies nur auf Kosten Anderer geworden (sowohl europäischer wie anderer globaler "Nachbarn, sowie u.a. durch massive Lohnrestriktionen [SGBII/H4])...,
    von gewissen Steuererleichterungen gar nicht zu reden;
    zum Anderen können europäische wie globale Fragen durchaus auch relativ schnell in außerordentlichen Bundestagsdebatten überparteilich gelöst werden :D
    Beispiele dazu gefällig?
    Nato-Doppelbeschlüsse in den Achtzigern oder mal aktueller:
    der Atomausstieg sowie
    die Finanzkrise 2008/2009 und auch
    die Euro-Rettungsfonds (fragt sich nur, wer da gerettet wurde: deutsch/französische Banken oder ...)
    et.pp.
    Zur Blockadepolitik vergessen viele in der aktuellen Debatte u.a. auch einfach mal den Bundesrat ;)
    Der hat und hatte in der letzten Vergangenheit durchaus ein Wörtchen mitzureden.
    Und obwohl bzw. weil mehrheitlich nicht von der bisherigen GroKo dominiert, gab es eben dadurch den Zwang zu überparteiliche Absprachen - z.B. zwischen CSU und der Linken :D - und insofern trotzdem Ergebnisse ...

    Soweit erst mal als Zwischeneinwurf ...
    Bin gespannt auf weitere Posts von Euch :)

    muesli

    PS.
    Apropos Kosten f. Neuwahlen :D (THX @ Holger)
    92 Millionen ... z.B. geteilt durch 709 Parlamentarier = 129.760€
    Für Einige vllt. ein Klacks, für die Meisten aber vmtl. eher Insolvenzgefahr ;)
    Dazu mal realistischer auf alle Steuerzahler/Erwerbstätige (44,5 Mill.) umgelegt = 2,06€
    Bundestag - Was Neuwahlen kosten würden - Politik - Süddeutsche.de
    Das würden Neuwahlen den Steuerzahler kosten | Politik
    Neuwahlen: Was uns der erneute Urnengang kosten würde
    Deutschland: Neuwahlen könnten 92 Millionen Euro kosten - SPIEGEL ONLINE
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    Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von muesli () aus folgendem Grund: Korr.+Format.+Ergänzung PS.

  • Ach ja - die Kompromisse. Nein es ist imho leider so, wie ich in #10 schrieb undals aktuelles Beispiel empfehle ich den Artikel im Netz zu lesen, bei dem sich unter anderem Deutschland dafür eingesetzt hat, das die Studien, welche Glyphosat die Unbedenklichkeit bescheinigen,im Hinblick auf eine Verlängerung des Einsatzes, nicht offengelegt werden müssen. Einfach nur traurig.
  • @AnakinSky: Tja, ein gutes, respektive wirklich trauriges, Beispiel, dass Kompromisse nicht in jedem Fall gut sind. Da gebe ich dir völlig recht.

    @muesli: Bei unseren "Volksvertretern" habe ich zuweilen eher den Eindruck, dass sie in erster Linie die Interessen der Lobbyisten vertreten, um den Lohn noch etwas aufzubessern.
    Carpe diem - pflücke den Tag!
  • Ich persönlich könnte mich mit dem Gedanken einer Minderheitenregierung durchaus anfreunden. Ich frage mich allerdings, ob die Parteimitglieder es schaffen, von der gewohnten Parteipflicht hin zu rein inhaltlich bestimmten Bewertungen umzuschwenken.

    Den Ruf nach Neuwahlen halte ich für ein Armutszeugnis. Wenn die Politiker dem Wählerauftrag, der sich durch ein Wahlergebnis (zumindestens teilweise) abzeichnet nicht nachkommen, haben sie aus meiner Sicht nicht die nötige Kompetenz und Ernsthaftigkeit, um ihrem Job gerecht zu werden.
    Die bisher getroffenen Koalitionsabsagen (und deren gewählte Zeitpunkte) lösen in mir eher den Eindruck eines wahltaktischen Geplänkels aus, als dass sie auf unüberwindbaren Interessenskonflikten basieren würden.

    Auch in einer Koalition wird es häufig zu Kompromisslösungen kommen, um alle beteiligten Personen (und/oder Lobbyisten) zufrieden zu stellen. Warum also nicht eine Minderheitenregierung, die vor Allem öffentlich und inhaltlich überzeugen muss.
    IRC war gestern, ... heute haben wir den Chat

    realize your tasks, then take a deep breath and go for it!
  • Da ich mir in diesem thread die weit-mögliche Selbstbeschränkung auferlegt habe, möglichst wenig kritisch zu analysieren, geschweige denn allzu muesli-typisch zu kritisieren, :D
    hier einige Kommentare bzw. weitergehende Erklärungen zu hier gefallenen Stichworten ;)
    Mögen diese bei Manchen, denen die ursprüngliche Wortbedeutung unbekannt bzw. schlicht nur entfallen ist, weiter helfen, aktuelle Situationen/Diskussionen (vor allem auch in den Medien) besser für sich einzuschätzen. :)

    Kompromiss: (siehe Wiki o.ä.)
    früher lateinischer Rechtsbegriff: Compromissum (schon bei Cicero (106-43 v.Chr.) zu finden
    streitende Parteien versprechen sich (com-promittere), sich dem Schiedsspruch eines gemeinsam bestimmten Dritten (neuerdings auch untereinander) zu unterwerfen: Nicht befolgen zog (früher wie teils noch heute) den jeweiligen Verlust eines Pfandes (z.B. Geld, Handlungen, Besitz etc.pp.)) für den dem Schiedsspruch nicht Folgenden nach sich.

    Volksvertreter und "Lohn"
    In Deutschland geregelt durch das Grundgesetz, Art. 48, Absatz 3
    "Die Abgeordneten haben Anspruch auf eine angemessene, ihre "Unabhängigkeit" sichernde Entschädigung. [...] Das Nähere regelt ein Bundesgesetz." [Die quotes sind übrigens meine Ergänzung] :D
    Die Diäten - das Gehalt eines Abgeordneten - Infotour - Der gläserne Abgeordnete

    @ Bogu :)
    Unsere Verfassungsväter haben den Deutschen nach 45 ein "parlamentarisches Regierungssystem' verordnet ;)
    eben nach den relativ kurzen, aber heftigen Erfahrungen der Weimarer Republik und des 1000 jährigen Fakes.
    Die in der BRD insofern jetzt praktizierte Form der Demokratie unterscheidet sich deshalb schon in wesentlichen Details von der Repräsentativen Demokratie' (auch "parlamentarische Demokratie" genannt), wie z.B. vorher in der Weimarer Republik.

    Von daher sind die derzeit fast manisch geführten Debatten über eine Mehrheitsdemokratie' wert, intensiver darüber nach zu denken,
    - In denen sich Parteien z.B. per Koalitionen zu Mehrheiten zusammen schließen, auch um Entscheidungsfindungen innerhalb der koalierenden Parteien zu suchen und weniger um in parlamentarischen Debatten per transparenter Überzeugungsarbeit Mehrheiten zu finden -
    Dies ist von unseren Urvätern unserer Verfassung zwar nicht ausgeschlossen worden, aber ... ;)
    Na ja, wie gehabt mein eher kritischer Standpunkt zum Parteiengesetz ;-)

    so far :)
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    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von muesli () aus folgendem Grund: Ergänz./Korr/Form.+Links

  • Na Ja jetzt sieht man halt was die Goko bringe wird schon,

    die Allgemein Versicherung wo durch mehre Tausende Jobs vernichtet werden.

    Telefon Berater, Persönliche Berater, Vorort Büros, Postabteilungen und und und alle verlieren ihren Job durch diese Allgemein Versicherung.
    Es ist zwar schön das dann umgangen wird das Endlich Leute eine Versicherung erhalten die keine kriegen trotz Gesetzlicher Pflicht.

    Aber ich finde so etwas hat nur Nachteile !
    Besonder da dann der Bund Vorschreibt wie viel Geld auch noch investiert wird und dadurch noch weniger Anträge genehmigt werden.
    Rechtschreibprüfung ist an, aber diese hilft nicht beim Satzbau :saint:
  • @Dracul1593
    Ich habe dir mehrfach ans Herz gelegt, ein Rechtschreib-Addon zu verwenden, weil es fast unzumutbar ist, was du da zusammentippst (das Meiste davon wäre schon durch Korrekturlesen zu vermeiden). Wann fängst du damit an?

    ------------------------

    Ich bin kein GroKo-Fan, dennoch ein paar Zeilen zu dem "Was wäre wenn"

    Dracul1593 schrieb:

    die Allgemein Versicherung wo durch mehre Tausende Jobs vernichtet werden.
    Das liest sich so, als wären die Jobs von heute auf morgen weg, was, wenn überhaupt, nicht der Fall ist sondern eine Sache von Jahren/Jahrzehnten. Und wenn in dieser Zeit das Unternehmen es nicht schafft, sich darauf einzustellen und ihre Mitarbeiter nicht entsprechend umgeschult werden, dann hat nicht die Politik Schuld.

    Irgendjemand muss ja die "Bestandkundschaft" verwalten, bis die keine Krankenversicherung mehr benötigen (weil verstorben).

    Ausserdem kann ich nirgendwo sehen, dass es dann verboten ist, sich über die Bürgerversicherung hinaus zusätzlich privat zu versichern. Da wird es genug geben, die nicht wissen, wohin mit dem Geld und sich nebenher privat versichern (Zahnzusatz, Brille, Silikon-Brüste, Nasen, Finger etc.pp.) und dem entsprechend werden da auch Arbeitsplätze bestehen bleiben.

    Ausserdem sind die PKV privatwirtschaftliche Unternehmen und du glaubst doch nicht im Ernst, dass ein privates Unternehmen am Tag X die Türen schliesst mit "wir werden nicht mehr gebraucht".

    Bei Wikipedia findet sich eine Liste und da kann man schön jeweils sehen, womit die sonst noch ihr Geld verdienen. Ein paar Beispiele:


    DebekaVersicherungsgruppe und Bausparkasse
    DKVTeil der ERGO-Group (international)
    AXATeil der AXA Gruppe (international) Versicherunge & Vermögensmanagment
    Allianzversichert alles, ausser Tierfutter




    Dracul1593 schrieb:

    Aber ich finde so etwas hat nur Nachteile !

    Sag das mal den Kassenpatienten, die ggü. den Privatpatienten wesentlich schlechter gestellt sind und dabei womöglich noch mehr Beiträge einzahlen.


    Ich frage mich, auf welches Medienglatteis du dich hast führen lassen ... oder hast du dir das selbst so gruselig ausgemalt? Falls ja, hoffe ich, einen kleinen Beitrag zur Beruhigung geleistet zu haben.
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    Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm: »Halt' du sie dumm, ich halt' sie arm!« (R. Mey)
  • :devil: immer diese Uninformierten ... :trost:

    @Dracul1593
    Ich muss NeHe zustimmen ;)
    Wenn schon Kritik, dann bitte wenigstens mal VORHER selbst nachlesen/informieren, was es mit den kritisierten Vorschlägen Anderer so auf sich hat.
    Das z.B. der Beamtenbund, Selbstständige mit hohen Einkommen etc.pp. dagegen sind, wen wundert es ... :D
    Ok, vllt. kommst du ja nach dem Lesen z.B. meiner Links weiter unten auch selbst drauf, wo für wen und weshalb manche dafür und andere dagegen sind ;)

    Kleiner Tipp zur Recherche, die nebenbei, wenn man es ernst meint, auch den Denk- und Wissenshorizont erweitert.
    Man starte ein Suchprogramm seiner Wahl - es muss nicht zwangsläufig Gxxglx sein ;) -
    und gebe ins Suchfenster z.B. zu diesem Thema "Bürgerversicherung pro contra" ein.
    Wenn man dann in den angebotenen Ergebnissen noch unterscheiden kann, welche Interessen hinter welchem Link versteckt sind ... prima.
    Hier mal meine Tipps für einen ersten Eindruck:

    Der Initiatoren-SPD-Link von Karl Lauterbach (SPD) als Basis
    Bürgerversicherung Argumente von Prof. Dr. Karl Lauterbach

    Und hier Links mit relativ ausgewogenen Vergleichen zum Thema
    Gesundheitssystem: Her mit der Bürgerversicherung? | ZEIT ONLINE
    Frage der Woche: Überwiegt bei der Bürgerversicherung Pro oder Contra?
    Vor- und Nachteile der Bürgerversicherung

    Mach(t) was draus :)
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