WPA3 soll Drahtlosnetzwerke sicherer machen

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  • WPA3 soll Drahtlosnetzwerke sicherer machen

    Neue Schutztechnologie 09.01.2018, 17:11 Uhr
    WPA3 soll Drahtlosnetzwerke sicherer machen
    Die Wi-Fi Alliance kündigt mit WPA3 eine neue Schutztechnologie zur Absicherung von Drahtlosnetzwerken an. Aufbauend auf WPA2 soll der neue Standard dank zusätzlicher Funktionen eine höhere Sicherheit bieten.

    Nachdem die Schutztechnologie WPA2 in jüngster Vergangenheit im Zuge der KRACK-Lücke für Negativschlagzeilen gesorgt hatte, soll nun ein neuer Standard für mehr Sicherheit in WLAN-Umgebungen sorgen. Hierzu hat die Wi-Fi Alliance nun die dritte Generation von WPA (Wi-Fi Protected Access) angekündigt.

    Aufbauend auf dem aktuellen WPA2-Standard werde WPA3 über neue Kernfunktionen die drahtlosen Netzwerke von Unternehmen und Privatnutzern besser absichern. So versprechen die neuen Features unter anderem einen besseren Schutz von Verbindungen, die nur mit schwachen Passwörtern abgesichert sind. Darüber hinaus wolle man die Konfiguration bei WPA3 vereinfachen, damit diese auch bei Geräten ohne Display problemlos möglich ist. Das dürfte speziell vernetzten Geräten im Internet der Dinge zugutekommen.

    Individuelle Verschlüsselung sichert offene Hotspots ab

    Eine weitere Funktion wird in WPA3 die Privatsphäre der Nutzer in offenen Netzwerken durch individualisierte Datenverschlüsselung stärken, wie die Wi-Fi Alliance in einem Blogeintrag mitteilt. Speziell in offenen WLAN-Hotspots sind Nutzer derzeit noch auf VPN-Lösungen angewiesen, um eine sichere Verbindung ins Internet aufzubauen. Die Verschlüsselungstechnik in WPA3 könnte hier für Abhilfe sorgen.

    Drahtlosnetzwerke in kritischen Einrichtungen sollen ausserdem über eine 192-Bit-Sicherheitssuite abgesichert werden, die mit der Commercial National Security Algorithm (CNSA) Suite abgestimmt ist. Von dieser Funktion dürften in erster Linie Regierungsorganisationen, der Verteidigungsapparat und die Industrie profitieren.
    Die Zertifizierung von WPA3 ist für 2018 vorgesehen. Bis die neue Schutztechnologie flächendeckend in Routern, Access Points, Smartphones und anderen Geräten zum Einsatz kommt, wird aber sicher noch einige Zeit vergehen.

    "Wi-Fi-Sicherheitstechnologien können über Jahrzehnte hinweg im Einsatz bleiben. Daher ist es wichtig, sie ständig zu aktualisieren, um sicherzustellen, dass sie den Anforderungen der Branche entsprechen", sagte Joe Hoffman, SAR Insight & Consulting im Rahmen der Ankündigung.

    Autor(in)Stefan Bordel


    Quelle: WPA3 soll Drahtlosnetzwerke sicherer machen - onlinepc.ch
  • leider gibts noch keine konkreten aussagen dazu
    vielleicht gibts bei einigen geräten ein firmeware update

    hier mal eine info von golem

    "Wer sein WLAN auf den neuen Standard umstellt, der wird ein paar Geräte ausschließen und das werden mit hoher Wahrscheinlichkeit Konsolenklassiker sein. Dieses Mal vielleicht sogar stationäre, sollte es kein Update geben. Bisher ist auch unklar, inwiefern sich Alt-Hardware aktualisieren lässt. Das gilt sowohl für Clients als auch für die Infrastruktur wie etwa WLAN-Router. Allgemein sind WLAN-Router allerdings gerade im Massenmarkt als Wegwerfware definiert. Updates sind selten. Ausnahmen wie AVM oder Apple gibt es natürlich."

    hoffe es hilft dir erstmal etwas weiter

    gruß snoppy :read:
  • WPA3 geht an den Start
    Die Wi-Fi Alliance hat die Schutztechnologie WPA3 nun offiziell eingeführt. Aufbauend auf WPA2 soll der neue Standard mehr Sicherheit für Unternehmen und Endanwender bereithalten.
    von Stefan Bordel 26.06.2018

    Bereits zu Beginn des Jahres hatte die Wi-Fi Alliance die Schutztechnologie WPA3 vorgestellt, jetzt wird der neue Standard zur Absicherung von WLAN-Netzwerken offiziell eingeführt. Die Technologie baut auf dem Vorgänger WPA2 auf, zu dem sie auch kompatibel ist, und verspricht mehr Sicherheit für Unternehmen und Endanwender.

    So bietet der Standard für das Enterprise-Umfeld etwa einen optionalen Modus mit 192-Bit-Sicherheitsprotokollen und kryptografischen Tools zum besseren Schutz sensibler Daten, darunter GCMP-256, HMAC, HMAC-SHA384 oder BIP-GMAC-256. Dieser Modus soll eine korrekte Kombination von verschiedenen Technologien sicherstellen und damit eine konsistente Sicherheitsbasis für das Drahtlosnetzwerk im Unternehmen liefern.

    WPA3 vereinfacht das Verbinden für IoT und Smart Home

    Privatanwender profitieren beim Einsatz von WPA3 vor allem von einer komfortableren Nutzung. Unter anderem verspricht der Standard einen besseren Schutz von Verbindungen, die nur mit schwachen Passwörtern abgesichert sind. Diese Funktionalität werde durch Simultaneous Authentication of Equals (SAE) ermöglicht, die den bisherigen Pre-shared Key (PSK) ersetzt. Auch Brute-Force-Attacken sollen dadurch WPA3 nicht überwinden können. Und dank der Easy-Connect-Funktionalität lassen sich Smart-Home- oder IoT-Geräte ohne Display einfach über ein anderes verbundenes Gerät per QR-Code im Netzwerk einwählen.

    Speziell für offene Netzwerke sieht die Wi-Fi Alliance zudem die Zertifizierung Wi-Fi Enhanced Open vor. Diese Technologie nutzt eine individualisierte Datenverschlüsselung auf Basis von Opportunistic Wireless Encryption (OWE) zur Absicherung des Netzwerks. Damit sind auch offene WLAN-Hotspots nicht gänzlich ungesichert.

    Bis erste Geräte mit WPA3-Support an den Start gehen, wird sicherlich noch etwas Zeit vergehen. Dennoch sollte bei Neuanschaffungen im Netzwerkbereich auch auf den neuen Standard geachtet werden.


    Quelle: WPA3 geht an den Start