IOTA: Wallet-Nutzer berichten von geklautem Guthaben

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    Kryptowährung
    IOTA: Wallet-Nutzer berichten von geklautem Guthaben
    IOTA-Besitzer, die ihre Seeds über iotaseed.to generierten, berichten vermehrt von Diebstahl. Eine kleine Chance gibt es, die Transaktion abzubrechen.

    Mehrere Nutzer berichten von gestohlenem IOTA-Guthaben aus ihren IOTA Wallets. Die Opfer haben eines gemeinsam: Die Betroffenen generierten ihre Seeds über Online-Generatoren. Viele inoffizielle Seiten boten und bieten an, das 81 Zeichen lange Seed (eine Art Generalsschlüssel) für die Wallet automatisch zu erstellen. Wer diesen "Service" von iotaseed.io nutzte, hat wahrscheinlich - wie viele Wallet-Besitzer auf Reddit berichten - ein Problem.

    Denn der genannte Seed-Generator wurde entweder von Cyberkriminellen übernommen oder ihre Betreiber hatten von Anfang an geplant, Wallets mit den von ihnen generierten Seeds zu plündern. Wer den Seed einer Wallet kennt, hat freie Verfügung über den Inhalt. Derzeit herrscht Rätselraten, wie es dazu kommen konnte.
    Bislang zeigt sich der IOTA-Kurs für Kryptowährungsverhältnisse weitgehend unbeeindruckt. Von Samstag auf Sonntag fiel der Kurs von 3,06 US-Dollar auf 2,79 US-Dollar pro Token. Allerdings erholt sich IOTA inzwischen wieder und steht bei 2,86 US-Dollar.

    Die IOTA-Erfinder warnen auf Ihrer Webseite vor der Benutzung verschiedenster Seed-Generatoren. Denn für maximale Sicherheit muss ein Passwort so individuell wie möglich sein. Opfer der dreisten IOTA-Räuber haben aber noch eine Chance, ihr Geld zurückzubekommen, wenn der Status ihrer Transaktion noch nicht abgeschlossen ist. Dann zeigt ihre Transaktionsverlauf "Pending" an. Sind Sie betroffen, Lassen Sie sich für weiteres Vorgehen von den IOTA-Machern selbst helfen.

    Wenn eine Transaktion bereits abgeschlossen ist, sieht es schlecht aus. Die gestohlenen IOTA sind weg. Damit die Nutzer Transaktionen nicht unterbinden können, attackierten Cyberkriminelle die Fullnodes im IOTA Netzwerk mit DDos-Attacken. Sollten Sie die Seed Ihrer Wallet mit einem Online-Generator erstellt haben, ersetzten Sie den Generalschlüssel am besten so schnell wie möglich mit einer persönlichen Kombination. Wie und wo Sie eine sichere Seed herbekommen, erklärt die IOTA Foundation in diesem Artikel.

    22.1.2018 von Alina Braun


    Quelle: IOTA: Wallet-Nutzer berichten von geklautem Guthaben - PC Magazin
  • Wallet-Diebstahl und Kundenfreundlichkeit
    IOTA-Kurs stagniert zwischen wichtiger VW-Mitarbeit und drohendem Shitstorm
    Der IOTA-Kurs stagniert: Nutzer kritisieren die Reaktion der Macher auf anhaltende Wallet-Diebstähle, währenddessen erhält die Foundation Verstärkung von VW.

    Während die Krypto-Community den Umgang der IOTA Foundation mit den aktuell verstärkt vorkommenen Wallet-Diebstählen kritisiert, gibt es auch positive Neuigkeiten für die Anleger: VWs Chief Digital Officer Johann Jungwirth verstärkt offiziell das IOTA-Team. Der Kurs dümpelt derweil weiter bei knapp über 2 US-Dollar pro Token. Warum?

    Nachdem zuerst in der Nacht von Samstag auf Sonntag Cyberkriminelle verstärkt IOTA Wallets plünderten, reagierten die IOTA Foundation oder Verantwortliche selbst noch gar nicht, bzw. kaum wahrnehmbar. Auf dem Blog gibt es immerhin einen allgemeinen Sicherheitspost. Ob sich etwas daran ändert oder mehr kommt, ist fraglich. Denn schon so manchem User kamen Token durch Kriminelle abhanden - ohne hilfreiche Reaktion.

    So antwortete zum Beispiel der IOTA-Gründer David Sonstebo vor einem Monat einem Wallet-Diebstahl-Opfer: "Nichts ist erbärmlicher als Krypto-Enthusiasten, die über die Folgen von Krypto jammern. [...]" Das lesen Sie unter anderem in einem inzwischen archivierten Reddit-Post.

    Der ursprüngliche Post, auf den Sonstebo antwortete, lautet: "Hallo Jungs. Ich habe 30.000 US-Dollar in IOTA verloren und würde gerne wissen, was passiert ist. Bitte helft mir." Viele Nutzer zeigten sich über die kalte Reaktion des IOTA-Gründers brüskiert. Wie etwa "Antoher_Platypus", dem laut eigener Aussage die Lust vergeht, auch nur weitere zehn Cent in IOTA zu investieren. Aktuelle Tweets in der Krypto-Community erinnern an diese Reaktion und sorgen nicht für Mut bei Investoren.

    Mehr Sicherheitshinweise gefordert

    Zusammen mit den aktuellen Ereignissen kocht die Stimmung langsam über - und Investoren zu verärgern, ist keine gute Strategie. Schon länger sind Sicherheitsprobleme wie Online-generierte Seeds bekannt.

    Ein Seed besteht aus 81 großen und kleinen lateinischen Buchstaben sowie mindestens einmal der arabischen Ziffer 9. Ein Seed ist der Generalschlüssel zu einer Wallet, die IOTA-Einheiten aufbewahrt, und ersetzt ein Login samt Passwort. Die Macher raten, sich einen individuellen Seed selbst zu basteln, anstatt dies von Online-Diensten übernehmen zu lassen.
    Die "Sicherheitslücke" trifft die IOTA-Technik nicht an sich, die Geschehnisse vom Wochenende zeigen aber, wie schnell das Risiko in ernsthaften Verlusten enden kann. IOTA "warnt" davor mehr oder weniger deutlich auf seiner Webseite, Hinweise in Wallets vermissen Nutzer jedoch. Nach den Vorfällen am Samstag gibt es vermehrt Artikel auf verschiedenen unabhängigen IOTA-Seiten. Von der Foundation kommen diese aber nicht.

    Nutzer der IOTA Wallet beklagen, dass die Sicherheitsvorkehrungen auch für unerfahrenere Investoren deutlicher sein sollten. Kritik gibt es vor allem auch, weil das Sicherheitsproblem schon so lange bekannt ist und keine deutlicheren Maßnahmen dagegen erfolgten. IOTA indes weist alle Schuld der leer geräumten Wallets von sich. Die Investoren handeln selbstverantwortlich. Von Samstag (3,06 US-Dollar pro Token) auf Dienstag fiel der Wert eines IOTAs laut Coingecko auf 2,36 US-Dollar pro Einheit.

    Spannend ist die weitere Entwicklung des IOTA-Kurses. Denn zum ersten Mal, seit die Kryptowährung ins öffentliche Bewusstsein gerückt ist, verärgert einer der Krypto-CEOs seine Community. Inwiefern das den Kurs zusätzlich drückt, lässt sich schwer sagen, denn auch der Bitcoin-Kurs taumelt und reißt viele Kurse von Altcoins mit sich. Als dezentral organisierte Währung ist die Entwicklung von IOTA unter anderem auch von der allgemeinen Stimmung abhängig. Denn eigentlich gibt es gute Nachrichten für die Kryptowährung.

    IOTA: Drohender Shitstorm trotz guter Nachrichten

    Der Volkswagen CDO Johann Jungwirth tritt nämlich dem IOTA-Aufsichtsrat und der IOTA-Foundation bei. Nach der offiziellen Kooperation zwischen IOTA und Bosch ist VW nun ein weiteres bekanntes Top-Unternehmen, das eine enge Mitarbeit mit der IOTA Foundation anstrebt.

    Johann Jungwirth


    Quelle: IOTA-Kurs stagniert zwischen VW-News und drohendem Shitstorm - PC Magazin
  • Sorry,
    über manche Entwicklungen wie Diskussionen kann ich kaum noch den Kopf schütteln :vog:

    Nicht erst seit es bitcoins in breiterem Umfang gibt, sollte doch klar sein, dass wallets mit größeren Wertinhalten "offline" gelagert gehören.
    Wer dieses Basiswissen verpasst hat und dann Anderen noch ohne Sicherheiten - wie es z.B. papier'ne Wertpapierauszüge sind - das grundsätzliche Zugangswissen zu seinen "Werten" aus Bequemlichkeit überlässt, dem ist wohl auch zukünftig nicht wirklich zu helfen
    Motto:
    Generieren "Sie" mir doch bitte die Kombination für meinen privaten Safe :D und schicken mir die Daten dann ggfs. schnellstens per Postkarte ...
    So wird ja jegliche 2-Faktor-Auth. (von Zugangsdaten) geschickt ad absurdum geführt.

    Immerhin prima für die Anbieter/Betreiber, die so aus jeglichem Regress raus sind :weglach:
    I-wie erinnert das ja fast schon an manche Banken-üblichen Verantwortlichkeiten ;)

    Ähm @misterx1987 :D
    Faktisch jede weltweite Währung basiert auf Buchgeld-Wertschöpfung.... oder Fantasien (einer wie auch immer gearteten Wertsteigerung) ;)
    Die zudem jedem, der sich ein wenig damit beschäftigt hat, bestimmt auch recht kryptisch vorkommen sollte :D
    Die Zeiten, wo Währungen z.B. an bestimmte [vorgehaltene] reale (Gold-)Werte gekoppelt waren, sind nun schon einige Jahrzehnte vorbei.

    edit:
    Und bevor ich hier das bashing übertreibe:
    Sucht doch im net mal nach:
    "bitcoins sicher aufbewahren" (gilt faktisch für jede andere Krypto-W auch)
    Cui bono? et ... Quis custodiet ipsos custodes?
    frei übersetzt: Wem nützt es? und ... Wer kontrolliert die Kontrolleure?

    Seit Sommer 2013 seltener online!

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von muesli () aus folgendem Grund: edit & Korr