Aufwerten alter Hi-Fi Anlagen? Ja, oder Nein .... meine Erfahrungen

  • TIPP

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Aufwerten alter Hi-Fi Anlagen? Ja, oder Nein .... meine Erfahrungen

    So Manchem von uns mag es schon so gegangen sein wie mir:

    Eine lieb gewonnene HiFi Anlage, bestehend aus anspruchsvollen AV-Receivern und Qualitätsboxen ... und plötzlich besteht der Anspruch, Musik aus der lokalen Cloud direkt auf die Anlage zu streamen.

    Erweiterungsmöglichkeiten für meinen aktuellen AV-Receiver ( den ich klassisch nach Gewicht gekauft hatte :ggg: ) gab es leider nicht. Ich musste mir also etwas überlegen.

    Für mich stellten sich nach langen Recherchen mehrere Lösungen dar:
    • Austauschen der gesamten Hifi Anlage durch einen Streaming-fähigen Netzwerk-AV-Receiver (alleine der Gedanke meinen AV-Receiver zu entsorgen trieb mir die Tränen in die Augen)
    • Austausch der lokalen Cloudlösung durch einen Medienserver und Erweiterung des AV-Receivers durch ein Apt-X Bluetooth Modul
    • Erweiterung der Anlage durch eine externe Streamingkomponente für den AV-Receiver


    Ich habe mit einem Apt-X BT Modul experimentiert, aber das gesamte Handling durch stark eingeschränkte Benutzeroberflächen waren ein Graus und keine „Wohlfühllösung“.
    Die einzig gangbare Option sollte also eine Erweiterung des AV-Receivers durch eine externe Streamingkomponente sein. Aufgrund der vielfältig verfügbaren Musik-Streamingdienste und einer Option für das Ansprechen lokaler Cloudlösungen, so wie die Unterstützung vielfältiger Audio-Formate entschied ich mich letztendlich für einen Sonos Connect.

    Dieses schon etwas in die Jahre gekommene System hat leider nicht nur Vorteile, sondern auch seine Grenzen. Zwar bietet die Lösung eine Unterstützung für zahlreiche Musikformate, aber bei sehr hochauflösenden High-Res-Audio-Flacs weigert sich das System, die Audio Dateien abzuspielen.
    Da diese Lösung für mich auch nur eine Lösung auf Zeit sein sollte, entschied ich mich trotz dieser Einschränkung dafür.

    Was soll ich sagen, ... das Streaming von Audio Dateien von der Cloud funktioniert einwandfrei (solang man nicht auf äußerst hochauflösende Mediendateien angewiesen ist).
    Die Ansteuerung der Musik erfolgt problemlos über die Sonos eigene APP.

    Für eine optionale Spachsteuerung ist allerdings mehr Aufwand notwendig. Seit Weihnachten fristet ein Gerät zum dauerhaften Lauschangriff sein Dasein bei uns ... ein Echo.
    Mit einer zusätzlichen Hardware (Logitech Harmony Hub) ließ sich der Echo überreden, die AV-Anlage mitsamt Sonos Connect direkt anzusprechen und die entsprechenden Musikstücke aus der lokalen Cloud per Sprachbefehl abzuspielen.

    Das hört sich jetzt geschmeidiger an, als es in Wirklichkeit ist. Die Sprachbefehle sind relativ komplex und die Erkennungsrate des Amazon Lausch-Bots nicht wirklich überragend.
    Immerhin lässt sich mit dieser Kombination unsere Medienanlage komplett ansteuern, ... egal ob der Fernseher autark laufen soll, oder über die 5.1 Anlage, Filme über den BluRay Player und 5.1 abgespielt werden sollen, oder nur Musik aus der Cloud über die Anlage abgespielt werden soll, ... es funktioniert.

    Nach langen Konfigurationen und vielem hin- und her, ... tatkräftiger Unterstützung und Beratung und Recherchen durch meine Frau und einem längeren Abwägen der einzelnen Möglichkeiten denke ich mir ...

    Unter der Premisse, die alte Anlage weiter zu nutzen, war es eine herzensgute Entscheidung, aber, ...
    wirtschaftlicher und nervenschonender wäre ein neuer netzwerkfähiger AV-Receiver mit Streamingoptionen gewesen :roetel:

    Cheers, BogI
    IRC war gestern, ... heute haben wir den Chat

    realize your tasks, then take a deep breath and go for it!

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Bogomir ()

  • Hallo Bogomir,

    ich stand vor ähnlicher Herausforderung,

    Sonos wollte zu viele Daten und Freigaben und da meine Eltern im Film Bereich sehr gute Erfahrungen mit Chromecast gemacht haben, entschied ich mich für Chromecast Audio. Angeschafft ist es auch schon, angeschlossen noch nicht. Berichte dann gerne mehr.

    Und für 25 Eu (Kosten Neukauf letzte Woche) bekommt man keine gute neue Anlage und ich tue mich per se schwer damit, funktionierendes zu ersetzen...

    LG
    odessa
  • ich hab auch hin und her überlegt, aber bin eh hörmäßig ein neanderthaler.
    wir hören also über eine gute box musik vom laptop.

    vorher hatte ich mit cd-wechslern herumexperimentiert, war aber nicht wirklich zufrieden.
    haben aber auch eine anlage und ein plattenspieler (aber ehrlich gesagt nutzen wir sie nicht mehr)
    Ich bin zwar anderer Meinung als Sie, aber ich würde mein Leben dafür geben, daß Sie Ihre Meinung frei aussprechen dürfen.(E.B. Hall) # Ever tried, ever failed, no matter. Try again, fail again, fail better. (Beckett) # You are only given one little spark of madness. You mustn't lose it. (R.Williams) # Any sufficiently advanced technology is indistinguishable from magic.(Clarke)
  • Ich stand vor einer ähnlichen Entscheidung:
    Meine alte Anlage hat einen perfekten Sound, aber keine Streamingmöglichkeiten.

    Ich habe tausende Gründe für und gegen einen neuen Streaming-Reciever gefunden. Letztendlich habe ich mich für folgende Lösung entschieden:

    Mein alter Reciever bleibt und ein Streaming-Endgerät wurde fest daran angeschlossen. In meinem Fall waren es sowohl ein iPad und ein Nvidia Shield, welche eh vorhanden waren. Mit der Harmony kann ich beides von überall aus ansteuern.

    Die wichtigsten Gründe:
    Alte Systeme haben sich vor Allem durch Eines ausgezeichnet: Man konnte ALLES anschließen. Der aktuelle Trend in Sachen Technik geht in eine andere Richtung: jeder Hersteller will andere aus dem Feld drängen und sorgt mitunter aktiv für Alleinstellungsmerkmale. Gerade Großkonzerne sorgen dafür, dass die eigenen Inhalte nur durch eigene Hardware empfangen werden können, die aber seltsamerweise die direkten Konkurrenten nicht unterstützt. Dieser Trend wird deutlich schlimmer in letzter Zeit.
    Dazu kommt, dass Software oft nach einiger Zeit nicht mehr gepflegt wird, die Hardware zwar noch gut wäre, aber durch die Software nicht mehr benutzbar ist. Softwarestandarts ändern sich ständig än und sowieso verträgt sich Vieles einfach von Vornherein nicht. Ich habe mir vor Kurzem einen Sat/Kabel/Terrestrik-Recorder mit u.A. Maxdome-App für 500€ gekauft und ein halbes Jahr später bekam ich die Anzeige, dass der Maxdome-Dienst auf meinem Gerät eingestellt wird, da dieses angeblich veraltet sei... Schöne sch... :cursing:
    Wenn ich mir jetzt überlege, einen AV-Boliden anzuschaffen, der im Sound meine Anlage übertrifft UND Streamingfunktionen bietet (Spotify, Chromecast und das Übliche), würde ich derzeit etwa 1000€ hinlegen. Wenn ich mich aber für die Chromecast-Variante entschieden hätte, würde mir Airplay oder irgend ein anderer Dienst fehlen. Angenommen, ich hätte nun gefunden was ich suchte: Was wäre wenn in zwei Jahren Firma XY einen neuen Dienst aufsetzt, den ich auch hören/sehen will? Genau: ich könnte es nicht oder müsste einen neuen Boliden kaufen.
    Dann kommen wir mal zu den Smarthome-Lautsprechern ala Sonos, Heos, Teufel irgendwas und schlag mich tot: Die Hälfte derer Apps gilt laut Nutzern ständig als veraltet, unbequem zu bedienen o.ä. Bei den Meisten frage ich mich: und wo schließe ich jetzt meinen Fernseher an? wie bekomme ich nen Radio dran zum Laufen? Wie bringe ich den Ton von meinem N64 auf die Lautsprecher? Was mache ich, wenn mein Handy über Bluetooth alle 10 Sekunden ein Störgeräusch sendet? (ist derzeit so). Wie kriege ich es hin, dass meine Frau das Gerät bedienen kann (das ist nicht bös gemeint, aber sie kann UND WILL mit Technik nichts anfangen!)? Wie kann ich dieses System z.B. über eine Fernbedienung bedienen?

    KEINE der heutigen Lösungen konnte mir alle diese Fragen zufriedenstellend beantworten und Keine konnte mir garantieren, dass ich lange mit ihr Freude haben werde. Aus diesem Grund habe ich mich dafür entschieden, oben genannte Geräte zum streamen zu benutzen und meine alte Anlage weiterhin zu benutzen. Dies ist nicht nur deutlich günstiger, sondern auch vielseitiger UND diese Geräte werde ich wohl in Zukunft sowieso austauschen müssen wenn DER HERSTELLER dies wünscht :thumbdown: . Außerdem habe ich die Möglichkeit, die App zu benutzen die ich möchte, und bin nicht auf die Software des Herstellers angewiesen. Denkbar wäre übrigens auch, ein altes Handy als Streaming-Hub zu benutzen. auf einer Ladestation stehend, vielleicht direkt mit dem Fernseher und der Harmony verbunden, durchaus denkbar (wäre dann so, wie die Shield derzeit bei mir).

    Achja: An einer Stelle greife ich übrigens tatsächlich auf smarte Lautsprecher zu: Im Bad. Hier habe ich einen Beoplay S3 (Bang&Olufsen) auf meinem Spiegelschrank stehen. Dieser spielt über Bluetooth und ohne spezielle App die Musik von meinem iPad während ich unter der Dusche stehe. Wenn ich WILL, oder Bluetooth nicht mehr Stand der Dinge ist, kann ich den Lautsprecher noch als normalen Aktivlautschprecher benutzen, da er über einen Klinke-Eingang und-Ausgang verfügt. Dazu klingt er auch nicht so schrecklich wie diese aufgemotzten Coladosen gleicher Preisklasse, sondern spielt auch im Klang viel weiter oben mit :thumbup: .
    _______________________________________
    Nicht böse sein, wenn ich mal nicht sofort antworte, ich bin nur alle paar Tage im Forum (RL ist wichtiger ;) )
    _______________________________________

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Saphir () aus folgendem Grund: Rechtschreibfehler

  • Hallo,

    meine Lösung wenn auch nicht bei mir an einer Hifi Anlage angeschlossen ist der Raspberry pi mit dem Hifiberry.
    Die Hifiberry Platinen gibt es in verschiedenen Ausführungen, um dieses auch über chinc an einem Verstärker anzuschließen.

    Ich selbst habe die Variante Raspi 2 mit Hifberry AMP2 und visaton Lautsprecher.
    Das ganze läuft über die Linux distro volumio 2, damit habe ich auch mein Spotify Konto verknüpft, und kann so super easy vom Smartphone das ganze steuern.

    Das beste an der ganzen Sache....diese Lösung ist definitiv die günstigste und der klang ist auch kristallklar.

    Mein raspi ist noch nicht in einem Gehäuse, aber so soll das ganze mal aussehen, Touch display habe ich auch schon integriert.
    Bilder
    • 42202-QB.jpg

      51,44 kB, 400×276, 21 mal angesehen
  • Nvidia Shield und evtl. nen neuen AV-Receiver (mit HDMI/HDMI-ARC). Kannst alles streamen, hören oder was auch immer du willst.

    Ein neuer Receiver kann nicht nur wegen den Anschlüssen Sinn machen, sondern vorallem daher das die ganzen neuen 3D Sounds wie Dolby Atmos nur über HDMI übertragen werden. Durch die Shield kannst du auf Netzwerkfunktionen verzichten und dir nen günstigeren holen (Einsteigermodelle).

    Selbstbau a'la Hifberry ist m.A. nur bei Stereo und bei "kleineren" Lautsprechern von Vorteil. 3D Sounds werden nicht unterstützt und die 60Watt (?nicht sicher) Ausgangsleistung sind für die meisten Anlagen zu niedrig.
  • Nur zur Info.... es gibt unterschiedliche Hifiberry Platinen die man auch direkt an den Verstärker anschließen kann.
    Ich hatte vorher die Hifiberry digi mit openelec über meine Sorround Anlage laufen.

    Für mich reicht allerdings der Amp2 voll aus, kleine visaton Lautsprecher (couplet light) und einen Stromverbrauch von weniger als 4 Watt.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von housemeister1 ()