Normalzeit oder Sommerzeit?

  • Diskussion

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  • Ich will auch von der Umstellung weg, da ich Wochen brauche, um mich wieder innerlich unzustellen....

    Und ein Argument gg Sommerzeit: Hätten wir dauerhaft Winterzeit, würde im Sommer OpenAirKino und Feuerwerke eher beginnen und das aufstehen am nächsten Morgen vll etwas leichter fallen *zwinker* Und wie oben schon geschrieben, auch Tiere tun sich schwer, wobei ich nie verstanden habe, warum Kühe nicht immer zur selben (biologischen) Zeit gemolken werden...
  • Zeitumstellung: Mehrheit der EU-Umfrage befürwortet Abschaffung

    Eine Mehrheit von 80 Prozent hat sich in der EU-Online-Umfrage gegen die Zeitumstellung ausgesprochen. Doch deren Abschaffung ist noch nicht beschlossene Sache.
    Die Gegner der Zeitumstellung in Frühjahr und Herbst bekommen Rückenwind. Bei der jüngst abgeschlossenen EU-Umfrage sprachen sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur die meisten der 4,6 Millionen Teilnehmer für eine ganzjährige Sommerzeit aus. Dafür gebe es auch bei CDU und CSU im Europaparlament "große Sympathie", sagte der Chef der Unionsabgeordneten, Daniel Caspary. Sein Fraktionskollege Peter Liese sieht auch im gesamten Parlament eine Mehrheit für die Abschaffung des Hin und Her zweimal im Jahr.

    Mehrheit der Umfrageteilnehmer aus Deutschland
    Über die Ergebnisse der Mitte August abgeschlossenen Online-Befragung hatte zuerst die Westfalenpost berichtet. Die dpa bekam aus gut unterrichteten Kreisen eine Bestätigung – obwohl sich die EU-Kommission zunächst nicht äußern wollte. Demnach sprachen sich mehr als 80 Prozent der Umfrage-Teilnehmer für eine Abschaffung der Zeitumstellung aus. Eine etwas schwächere Mehrheit entschied sich diesen Informationen zufolge für die dauerhafte Sommerzeit. Dabei kamen drei Millionen der 4,6 Millionen Antworten aus Deutschland. Eine Sprecherin der EU-Kommission sagte am Dienstagabend, die zuständige Kommissarin Violeta Bulc wolle zunächst ihre Kollegen über die Ergebnisse informieren. Dann werde die Kommission über die nächsten Schritte beraten.

    Mitgliedsstaaten müssen entscheiden
    Die Brüsseler Behörde prüft derzeit im Auftrag des Europaparlaments, wie es mit der im EU-Recht geregelten Zeitumstellung weitergehen soll. Die Mitte August beendete Online-Umfrage sollte Hinweise geben. Es handelt sich aber aus Sicht der Kommission ausdrücklich nicht um ein Referendum oder eine verbindliche Vorgabe. Die Behörde hatte nach Ende der Konsultation zunächst nur die Teilnehmerzahl mitgeteilt, aber noch nichts zu Ergebnissen oder zur regionalen Verteilung der Teilnehmer gesagt. Bei der Umfrage konnten Teilnehmer angeben, ob sie die Zeitumstellung weiter wünschen oder für eine Abschaffung plädieren. Das soll EU-weit einheitlich geregelt bleiben. Und sie konnten anklicken, ob im Fall der Fälle lieber dauerhaft die Sommer- oder die Winterzeit gelten sollte. Diese Frage wiederum liegt im Ermessen der Mitgliedsstaaten.
    Caspary sagte, gegen eine Änderung der per EU-Richtlinie vorgeschriebenen Zeitumstellung könnte lediglich sprechen, dass eventuell nicht alle EU-Staaten dauerhaft die Sommerzeit einführen wollten. Dies könnte dann zu der ungünstigen Situation führen, dass es zwischen mehr EU-Ländern Zeitunterschiede gebe als derzeit. So hielte er es beispielsweise für nicht gut, wenn Belgien künftig eine andere Zeit hätte als Deutschland, sagte der CDU-Politiker.

    Abschaffung noch vor der Europa-Wahl 2019?
    Sein Fraktionskollege Liese setzt auf einen raschen Vorschlag der EU-Kommission zur Abschaffung der Zeitumstellung und eine Entscheidung noch vor der Europawahl im Mai. Der Rückhalt im Parlament sei klar, sagte Liese der dpa. Im Rat der Mitgliedstaaten sei die Lage nicht ganz so eindeutig, aber: "Ich sehe auch da keine Mehrheit gegen die Abschaffung."
    Viele Bürger treibe das Thema einfach um, berichtete Liese. Dies gelte nicht nur für Deutschland. Immerhin hätten auch 1,6 Millionen Menschen aus anderen EU-Staaten an der Umfrage teilgenommen – dreimal so viel wie bei der bisher größten EU-Konsultation.
    In Deutschland hatten sich im Frühjahr bereits in einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK 73 Prozent der Befragten gegen die Zeitumstellung ausgesprochen. Rund ein Viertel berichtete, schon einmal Probleme damit gehabt zu haben. Etliche Menschen leiden demnach nach dem Uhrendreh an Schlafstörungen. Zudem wurden Konzentrationsschwierigkeiten und Gereiztheit als Folgen angegeben.
    Umstritten ist, ob die Zeitumstellung den Nutzen bringt, der ursprünglich erwartet wurde. So knipsen die Deutschen laut Umweltbundesamt zwar wegen der Zeitumstellung im Sommer tatsächlich abends seltener das Licht an – im Frühjahr und Herbst wird jedoch morgens mehr geheizt. Energieeinsparungen sind damit nicht unbedingt gegeben.
    Genau dies war allerdings die Idee, als die Uhrenumstellung nach der Ölkrise in den 70er Jahren eingeführt wurde. In Deutschland gibt es sie in der heutigen Form seit 1980. Seit 1996 stellen die Menschen in allen EU-Ländern die Uhren einheitlich am letzten Sonntag im März eine Stunde vor - und am letzten Oktober-Sonntag wieder eine Stunde zurück.

    Quelle: Zeitumstellung: Mehrheit der EU-Umfrage befürwortet Abschaffung | heise online
  • Sodele :)

    Die Eu-Umfrage bzw. die "EU-Konsultation zur Zeitumstellung" ist ja nun auch Geschichte
    (Näheres dazu siehe im vorherigen Heise-Beitrag #77 von mad.de)

    Und die hiesigen User haben das Ergebnis der Europa-Konsultation mit 88% für die Abschaffung der Zeitumstellung ja sogar noch getopt :D

    Ich schlage daher vor, diesen thread/dieses Thema bis zu neueren Infos/EU bzw. nationalen Beschlüssen vorerst auf Eis zu legen und bei gegebenem Anlass evtl. wieder zu reaktivieren.

    Meinen Dank geht hier erst einmal an alle 92 Teilnehmer der Umfrage sowie an die Beteiligten an der Diskussion :)

    muesli
    Cui bono? et ... Quis custodiet ipsos custodes?
    frei übersetzt: Wem nützt es? und ... Wer kontrolliert die Kontrolleure?

    Seit Sommer 2013 seltener online!
  • muesli schrieb:

    Ich schlage daher vor, diesen thread/dieses Thema bis zu neueren Infos/EU bzw. nationalen Beschlüssen vorerst auf Eis zu legen und bei gegebenem Anlass evtl. wieder zu reaktivieren.
    Vorschlagen darfst Du alles. :D

    Hier hat aber der TE die Butze an. ^^ Ist bestimmt aber noch 'ne Kurze. :ggg:
  • muesli schrieb:

    Ich schlage daher vor, diesen thread/dieses Thema bis zu neueren Infos/EU bzw. nationalen Beschlüssen vorerst auf Eis zu legen und bei gegebenem Anlass evtl. wieder zu reaktivieren.
    Das hätte ich aus genannten Gründen eh demnächst getan.

    Ich danke allen die an diesem Thread mit gewirkt haben.
    -----------------------------------------------------------------
    EDIT
    Aus aktuellem Anlass wieder geöffnet

    Wer hätte gedacht das Politiker so schnell sein können.....
  • Tja, Eidi :D
    Deine Nase für so was funzt atm etwas besser also meine :D
    Den Tipp 2 posts höher hätt' ich mir echt schenken können ;)

    Die neusten Meldungen zum Thema u.a von hier:
    Sommerzeit: Juncker kündigt Abschaffung der Zeitumstellung an - WELT
    [Zitatauszüge]
    Jean-Claude Juncker will die Zeitumstellung in der EU zwischen Winter- und Sommerzeit kippen.
    • Der EU-Kommissionspräsident werde auf Grundlage der Online-Umfrage in der Kommission für die Abschaffung werben.
    • Einem Gesetzesvorschlag der Behörde müssten aber EU-Parlament und EU-Staaten noch zustimmen.
    • Er werde in der Kommission {heute noch, innerhalb einer laufenden Kommissionsklausur]für die Abschaffung werben. Einem Gesetzesvorschlag der Behörde müssten aber EU-Parlament und EU-Staaten noch zustimmen.
    [...]
    Der Rückhalt des Parlaments gilt als sicher. Unter den EU-Staaten sei die Lage nicht ganz so eindeutig, sagte der CDU-Abgeordnete Peter Liese diese Woche. Aber: „Ich sehe auch da keine Mehrheit gegen die Abschaffung.“ Einige EU-Länder haben sich ohnehin schon positioniert. Litauen, Estland und Lettland sprachen sich ebenso für eine Abschaffung der Zeitumstellung aus wie Finnland.[...] [Zitatende]

    Fragt sich bei einer EU-weiten Diskussion/-Entscheidung darüber jetzt eigentlich nur noch, ob die südlichen EU-Länder anstatt für die Sommerzeit sich nicht eher für die Normalzeit(Winterzeit) aussprechen werden ... ;)
    Aber die Diskussion hatten wir hier ja auch schon ...
    Und Argumente dagegen wie dafür werden ja sowohl in der Presse wie auch hier bestimmt ja nochmal genauer aufgedröselt werden.

    Ein gutes hat die schnelle Reaktion Junckers allerdings jetzt schon.
    Es zeigt, das solche Online-Konsultationen der EU-Bürger tatsächlich etwas an (schnelleren) Entscheidungen in Brüssel beitragen können.

    Und das ist nach so vielen anderen eher negativen Meldungen doch mal etwas wirklich Erfreuliches :)

    -----

    edith, ähm Madame Raute meint tagesaktuell:
    Sie wäre auch nicht abgeneigt, die Abschaffung der Zeitumstellung zu unterstützen

    Ich glaube, ich bin für mehr solcher EU-Konsultationen :D
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    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von muesli ()

  • Zeitumstellung: Wissenschaftler warnen vor ewiger "Sommerzeit"
    Die Zeitumstellung abschaffen – das wollen nicht nur viele Deutsche. Doch Forscher warnen: Eine dauerhafte "Sommerzeit" könne schlimme Auswirkungen haben.
    Im Sommer eine Stunde vor, im Winter eine Stunde zurück – viele Menschen leiden unter der Zeitumstellung. Die EU-Kommission will nun vorschlagen, sie abzuschaffen. Wissenschaftler begrüßen das grundsätzlich. Aus ihrer Sicht widerspricht der künstliche Wechsel der Biologie. Viele Forscher warnen allerdings vor der dauerhaften Einführung der Sommerzeit – sie könne fatale Folgen haben.
    Viele Stimmen für dauerhafte Sommerzeit
    In einer nicht repräsentativen Online-Umfrage der EU-Kommission hatten sich 84 Prozent der 4,6 Millionen Teilnehmer gegen die Zeitumstellung ausgesprochen. Mitgemacht haben damit weniger als ein Prozent der EU-Bürger. Allein drei Millionen Antworten kamen aus Deutschland. Die meisten waren für eine dauerhafte Sommerzeit.
    Die drastischsten Worte dazu findet Till Roenneberg vom Institut für Medizinische Psychologie der Universität München. Stelle man die Uhren ganzjährig auf Sommerzeit um, werde es "riesige Probleme geben", warnt er vor dem "Cloxit". "Man erhöht die Wahrscheinlichkeit für Diabetes, Depressionen, Schlaf- und Lernprobleme – das heißt, wir Europäer werden dicker, dümmer und grantiger."
    Der Chronobiologe prognostiziert zudem: "Jedes Land, das das nicht macht, wird uns akademisch überholen." Denn vor allem Schüler und Studenten seien betroffen, weil Lernen und das Gelernte zu verarbeiten, bei zu wenig Schlaf stark eingeschränkt werde. Im Alter von etwa 20 Jahren sei zudem das Schlafbedürfnis am größten. Russland habe schon einmal versucht, dauerhaft die Sommerzeit einzuführen – und sei damit gescheitert, sagt Roenneberg.

    Ganzjährig eine Stunde früher zur Arbeit
    Bei dauerhafter Sommerzeit müsse man an deutlich mehr Tagen im Dunklen aufstehen, sagt Roenneberg: "Je nach Wohnort haben sie sechs Wochen mehr dunkle Schulwege morgens." Er kritisiert, dass die Online-Befragung weitgehend ohne Aufklärung geschehen sei. "Wenn EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker gesagt hätte, dass wir künftig alle ganzjährig eine Stunde früher arbeiten müssen, wären die Leute auf der Straße gewesen. Es ist aber nichts anderes." Auch Ingo Fietze von der Berliner Charité sagt: "Da denkt im Moment keiner dran, weil es Sommer ist und so hell draußen. Wenn die Umfrage im Winter gewesen wäre, hätten wahrscheinlich viele für die Winterzeit plädiert."
    Die Forscher und die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) sprechen sich für eine dauerhafte "Normalzeit" aus. "Die bisherige Winterzeit entspricht den Verhältnissen, die unter Berücksichtigung der natürlichen Lichteinflüsse für unseren Schlaf-Wach-Rhythmus am günstigsten ist", sagt der DGSM-Vorsitzende Alfred Wiater. "Wenn wir im Winter am Morgen länger der Dunkelheit ausgesetzt sind, werden wir schlechter wach", sagt Wiater. Das könne Konzentration und Aufmerksamkeit beeinträchtigen und zu mehr Fehlern in der Schule und im Job führen sowie Unfälle begünstigen.
    Licht und Dunkelheit bestimmen unsere innere Uhr – wann wir wach und wann wir müde werden. Das Problem ist: Die wenigsten Deutschen können sich nach diesem natürlichen Rhythmus richten. Ihr Tagesablauf wird von der sogenannten sozialen Zeit bestimmt. Der Großteil braucht daher morgens einen Wecker, um pünktlich bei der Arbeit oder in der Schule zu sein. Roenneberg nennt das "sozialen Jetlag".

    Zu wenig Schlaf
    Wenn es durch die Sommerzeit abends länger hell ist, setzt die Produktion des Schlafbotenstoffs Melatonin erst später ein. Man wird nicht rechtzeitig müde, muss aber morgens trotzdem früh aus dem Bett. "Mit der Zeit droht ein Schlafmangel – wir werden noch mehr zu einer chronisch unausgeschlafenen, übermüdeten Gesellschaft", sagte Schlafforscher Hans-Günter Weeß kürzlich dem Stern.
    Auch die Umstellung der Uhren wie bisher bringt für viele Menschen Probleme mit sich – wie lange diese anhalten, ist individuell unterschiedlich. "Ein Drittel der Deutschen sind begnadete Schläfer. Die interessiert das alles gar nicht. Ein Drittel sind schlechte und ein Drittel sensible Schläfer", sagt Fietze. Und diese litten unter dem Hin und Her wie unter einem Jetlag. "Normalerweise braucht man für eine Stunde Zeitverschiebung einen Tag zur Gewöhnung – es darf auch bei manchen zwei oder drei Tage dauern."
    Die Symptome wie etwa Schlafstörungen, Unwohlsein am Tag oder leichte Magen-Darm-Probleme seien jedoch "verkraftbar", so Fietze. Große medizinische Probleme seien ihm nicht bekannt. Dennoch sei die Uhrenumstellung Unsinn: "Unser ganzer Biorhythmus ist dem Hell-Dunkel-Wechsel angepasst. Künstlich daran zu manipulieren, macht keinen Sinn und das versteht der Körper auch nicht."

    Zeitumstellung ist stressig
    Auch DGSM-Chef Wiater sagt: "Besonders die ersten drei Tage nach der Zeitumstellung sind stressig für unseren Organismus." Das zeige sich an einem erhöhten Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle. In der Regel finde man nach einer Woche seinen neuen Rhythmus. "Bei manchen Menschen kann es aber auch mehrere Wochen dauern – insbesondere wenn auch aus anderen Gründen der Schlaf-Wach-Rhythmus gestört ist."
    Er geht davon aus, dass etwa ein Viertel der Bevölkerung Probleme mit der Zeitumstellung hat. Im Frühjahr sei sie für die meisten Menschen schlimmer als im Herbst. Denn sie verursache ein Schlafdefizit – uns wird eine Stunde genommen. Grundsätzlich spielten aber viele psychische Faktoren bei Ein- und Durchschlafstörungen eine Rolle. Habe man Schlafprobleme, verschlechtere sich auch die Stimmung. Stress und Schlaf hingen eng zusammen, sagt auch Roenneberg: "Wenn Sie viel Stress haben, brauchen sie guten Schlaf, um diesen zu bewältigen. Wenn sie den nicht kriegen, wird der Stress noch größer."
    Einer Studie der Universität Erlangen-Nürnberg zufolge senkt die Uhrenumstellung auf die Sommerzeit vorübergehend sogar die Lebenszufriedenheit. Der Grund: Zusätzlich zum körperlichen Jetlag fühlten sich die Menschen in ihrer Souveränität im Umgang mit der Zeit beschnitten. In der zweiten Woche nach der Umstellung erreicht die Zufriedenheit demnach wieder ihr ursprüngliches Niveau. Die Zurückstellung im Herbst hat demnach dagegen keine messbaren Auswirkungen.

    Schluss mit festen Arbeitszeiten
    Helfen würden flexiblere Arbeitszeiten. Feste Zeiten zwischen 9.00 und 17.00 Uhr seien heutzutage nur noch in den wenigsten Branchen nötig, sagt Roenneberg. Eine Änderung hier sei "viel wichtiger als dieser Schnellschuss, ganzjährig die Sommerzeit einzuführen".
    Wie auch immer: Die nächste Umstellung findet auf jeden Fall noch statt. In der Nacht auf den 28. Oktober werden die Uhren wieder eine Stunde zurückgedreht

    Quelle: Zeitumstellung: Wissenschaftler warnen vor ewiger "Sommerzeit" |
    heise online
  • "Wir Europäer werden dicker, dümmer und grantiger." ;)

    Schön, das mad.de den obigen Artikel schon eingestellt hat ... :D
    Erspart mir jetzt Zeit und lässt Platz für mir wichtige Kommentare.

    Denn abgesehen davon, dass es anscheinend eh (weitgehend sogar EU-weit) Konsens zu sein scheint, die Zeitumstellung grundsätzlich abzuschaffen, verbleibt ja nur noch die Frage, ob man sich nach ausführlicher Information und Diskussion über das Pro und Contra letztlich auf die "Normalzeit" (MEZ) oder "Sommerzeit" (MEZ+1) einigt.

    Neben einigen Verlockungen für die Sommerzeit, die aber auch dem hiesigen Jahrhundertsommer geschuldet sein könnten, überzeugen mich bisher am meisten diese (auch) weiter oben genannten Argumente aber mehr für die dauerhafte Normalzeit zu plädieren:
    - Bei dauerhafter Sommerzeit müsse man an deutlich mehr Tagen [übers Jahr] im Dunklen aufstehen
    - Je nach Wohnort haben sie sechs Wochen mehr dunkle Schul-/Arbeitswege morgens
    - Wenn es durch die Sommerzeit abends länger hell ist, setzt die Produktion des Schlafbotenstoffs Melatonin erst später ein. Man wird nicht rechtzeitig müde, muss aber morgens trotzdem früh aus dem Bett. "Mit der Zeit droht ein Schlafmangel – wir werden noch mehr zu einer chronisch unausgeschlafenen, übermüdeten Gesellschaft", sagte Schlafforscher Hans-Günter Weeß

    - [Chronobiologen sind deshalb der Meinung]: Die bisherige Winterzeit entspricht den Verhältnissen, die unter Berücksichtigung der natürlichen Lichteinflüsse für unseren Schlaf-Wach-Rhythmus am günstigsten ist

    - Für alle übrigen Fälle gilt: Helfen würden flexiblere Arbeitszeiten


    so far :)
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    Seit Sommer 2013 seltener online!
  • Ich bin im Sommer immer froh über die Stunde die es länger hell ist, dazu kommt noch das ich
    kein Frühaufsteher bin :D , also könnte ich gut mit der jetzt angedachten Lösung
    (keine Zeitumstellung mehr, aber für immer die Sommerzeit) gut leben.
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  • Ewige Sommerzeit: Widerstand aus EU-Staaten gegen Ende der Zeitumstellung

    In der Mehrzahl der EU-Staaten regt sich Widerstand gegen den Plan, schon 2019 die Zeitumstellung abzuschaffen. Viel Zeit bleibt nicht mehr.

    In den EU-Ländern regt sich Widerstand gegen den Plan der EU-Kommission, schon 2019 die jährliche Zeitumstellung abzuschaffen.
    Das berichtet das Politikmagazin Politico unter Berufung auf mehrere ungenannte Diplomaten. In einem Treffen auf Arbeitsebene hätten sich 16 Staaten gegen den aktuellen Plan ausgesprochen, vor allem wegen des engen Zeitplans. Kritik gebe es außerdem an der aktiven Rolle der EU-Kommission, die den Mitgliedstaaten jetzt nur noch die Wahl zwischen zwei Alternativen lässt.

    Zeitzonenwechsel – ja oder nein?
    EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatte erst Mitte September bekanntgegeben, dass die nächste Zeitumstellung von der Normalzeit auf die Sommerzeit am 31. März 2019 die letzte sein soll.
    Bis zu diesem Datum haben die europäischen Regierungen Zeit, der Kommission mitzuteilen, wie sie danach weiter verfahren wollen. Entweder können sie dauerhaft in der Sommerzeit verbleiben oder am 27. Oktober zur Normalzeit ("Winterzeit") letztmalig zurückkehren. Die Europäische Union ist nur für den koordinierte Zeitumstellung zuständig, in welcher Zeitzone ein Land liegt, entscheidet es jeweils selbst.

    Erst wenige Staaten hätten bislang überhaupt eine Tendenz erkennen lassen.
    So habe EU-Kommissarin Violeta Bulc erklärt, dass Portugal, Zypern und Polen die Sommerzeit beibehalten wollen, ähnliche Pläne waren trotz Widerspruch von Experten aus Deutschland und Österreich laut geworden.
    Portugal würde damit in die Mitteleuropäische Zeitzone wechseln, Deutschland, Polen und Österreich in die Osteuropäische und Zypern zur Moskauer Zeit. Finnland, Dänemark und die Niederlande wollen dagegen ihre Normalzeit und Zeitzone behalten. Als bislang einziges EU-Land will Griechenland laut Politico die Zeitumstellung beibehalten. Das ist in Junckers Plan aber gar nicht vorgesehen.

    Die Mitgliedstaaten der EU verlangen dem Bericht zufolge genauere Untersuchungen dazu, welche Konsequenzen die unterschiedlichen Alternativen haben würden. Außerdem bräuchten beispielsweise Eisenbahnunternehmen Monate für die Vorbereitung, ähnlich sehe es an Flughäfen aus. Die EU-Kommission habe jedoch lediglich ein unvollständiges Gesetzesvorhaben vorgelegt und zu den Regierungen gesagt: "Wir haben unsere Arbeit gemacht, jetzt seid ihr dran", kritisiert ein Diplomat. Man könne das nicht einfach auslagern.

    Aktionismus aus Brüssel
    Hintergrund für den überhastet wirkenden Vorstoß aus Brüssel ist eine Onlineumfrage zur Zeitumstellung, die vor allem in Deutschland viel Aufmerksamkeit erhalten hatte. 84 Prozent der 4,6 Millionen Teilnehmer hatten sich dabei gegen die Zeitumstellung und für eine dauerhafte Sommerzeit ausgesprochen. Der Großteil der Teilnehmer stammte jedoch aus Deutschland (3,8 Prozent der Bevölkerung) und Österreich (2,9 Prozent), aus anderen waren es deutlich weniger (0,04 Prozent der Italiener beispielsweise). Trotzdem will Juncker mit der raschen Umsetzung Fakten schaffen und damit den vermeintlichen Willen der Menschen umsetzen.


    Quelle: Ewige Sommerzeit: Widerstand aus EU-Staaten gegen Ende der Zeitumstellung |
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