Chaos Computer Club warnt vor Sicherheitsproblemen im Smart Home

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  • Chaos Computer Club warnt vor Sicherheitsproblemen im Smart Home

    Chaos Computer Club warnt vor Sicherheitsproblemen im Smart Home
    Während auf der IFA in Berlin neue Lösungen rund um das smarte Zuhause vorgestellt werden, warnen Experten vor den Risiken der digitalen Gadgets.
    von dpa 31.08.2018

    Intelligente Kühlschränke, die Lebensmittel erkennen, oder vernetzte Waschmaschinen, die neue Tabs bestellen, wenn der Vorrat zu Neige geht. Dazu intelligente Beleuchtungssysteme, Video-Überwachung oder Sprachassistenten. Auf der Elektronikmesse IFA in Berlin werden derzeit die neuesten Smart-Home-Entwicklungen präsentiert. Durch die vernetzten Geräte versprechen sich Verbraucher mehr Komfort oder eine effizientere Energienutzung. Doch Experten warnen auch vor Sicherheitsproblemen.

    «Bei den Geräten haben wir es mit Computern zu tun, die oftmals auf billige Weise produziert wurden», sagte Linus Neumann, Sprecher des Chaos Computer Clubs der Deutschen Presse-Agentur. «Der Preisdruck in der Branche geht oft zu Lasten der Sicherheit, im Speziellen zu Lasten der Softwarequalität und der Nachsorge.»
    «Verbraucher müssen in der Lage sein, auch noch in fünf bis zehn Jahren Sicherheitsupdates durchzuführen.» Doch leider mangele bei vielen Herstellern an dieser Nachsorge. Konsequenz sei, dass die Nutzer entweder die Produkte ohne Updates weiterbetrieben oder diese gegen neue Geräte austauschten. «Das geht dann entweder zu Lasten der Sicherheit oder zu Lasten der Umwelt und Nachhaltigkeit.»

    Dass der vernetzte Haushalt hierzulande kein Nischenphänomen mehr ist, zeigt eine Studie des Branchenverbands Bitkom von Anfang August. Demnach hat jeder vierte Deutsche mindestens eine Smart-Home-Anwendung im Haushalt installiert.

    37 Prozent der Befragten planen, innerhalb der nächsten zwölf Monate ein Smart-Home Gerät anzuschaffen, besonders gefragt sind dabei über das Internet gesteuerte Heizungsthermostate (29 Prozent). Smarte Staubsauger (15 Prozent) und Gartengeräte (12 Prozent) liegen noch vor Sprachassistenten (10 Prozent). Künftig würden Smart-Home-Anwendungen in deutschen Haushalten so selbstverständlich wie Strom, Licht und fliessendes Wasser sein, sagte Bitkom-Präsident Achim Berg.
    Doch einige Verbraucher haben auch Sicherheitsbedenken. So fürchten 26 Prozent der Befragten, die noch keine Smart-Home-Anwendungen gekauft haben, Hackerangriffe. Ebenfalls etwa ein Viertel hat Angst um die Privatsphäre oder vor einem Missbrauch der persönlichen Daten.

    Gesetzliche Update-Verpflichtung gefordert

    Derweil fordert der Chaos Computer Club von der Politik, Hersteller stärker in die Verantwortung zu nehmen. So solle es eine gesetzliche Verpflichtung für Sicherheitsupdates geben. Sinnvoll sei auch eine Kennzeichnungspflicht für eine Art Verfallsdatum, beispielsweise: «Dieses Gerät ist mindestens fünf Jahre mit Updates versorgt.»

    Generell sollten sich die Verbraucher darüber im Klaren sein, dass mit Hilfe der Geräte Daten gesammelt und übertragen werden, erklärt Neumann. Sie sollten sich fragen, ob dieser Bereich auch noch zu Kommerzzwecken genutzt werden muss. «Es gibt kaum mehr Bereiche auf die die grossen Datensammler keinen Zugang haben», erklärt Neumann. «Produkte wie der Herd oder die Spülmaschine werden zu den neuen Datenquellen der grossen Konzerne.»


    Quelle: Chaos Computer Club warnt vor Sicherheitsproblemen im Smart Home
  • Generell gilt immer noch das gleiche Motto:
    Augen auf beim Autokauf :D
    Und genauso bei jedem Gerät, welches neben erwünschten Helferqualitäten auch -offen oder verdeckt - Funk- WLAN- oder Netfähig ist.

    Und mal ernsthaft ;)
    Solange meine Waschmaschine oder Türklingel mich nicht mindestens im Schach schlagen können, stellt sich doch die simple Actionfrage:
    Wozu brauch ich so was :D
    Und falls dann doch, schließt sich doch zwangsläufig die Frage an: Braucht das Ding mich noch? :denk:
    Im Übrigen
    Meines Wissens, auch lt. akt. CCC-Kontakten, existiert derzeit kein einziger derartiger elektronischer (Haushalts-)helfer, der vom Nutzer voll kontrolliert bzw. eigenständig in allen Bereichen voll deaktiviert werden kann ... ;)
    Von der nicht garantierten, und bestenfalls auch seriösen Updatefähigkeit mal ganz zu schweigen.

    Sobald das auch definitiv auf meinen PC zutreffen sollte, lernt das Ding spätestens dann durch mich auch noch das Fliegen ;)
    Zum Leben brauch ich das Ding nämlich wirklich nicht :)
    Cui bono? et ... Quis custodiet ipsos custodes?
    frei übersetzt: Wem nützt es? und ... Wer kontrolliert die Kontrolleure?

    Seit Sommer 2013 seltener online!
  • Kleines Upgrade für Smart Home Fans in der Welt des "Internet of Things"...
    oder sollte man inzwischen vielleicht besser sagen:
    Der Welt ahnungsloser "SM"-Sklaven :D

    Auf dem IFA+ Summit demonstriert u.a. Avast, ein Anbieter von Sicherheitslösungen, wie schnell sich das smarte Zuhause zur bösen Überraschung entwickeln kann [...]
    Vladislav Iliushin sucht für die Softwarefirma nach Bedrohungen für vernetzte Geräte[...]
    [...]
    Der Geruch von einer automatisch gebrühten Tasse Kaffee am Morgen macht das Aufstehen zwar leichter – doch hinter der Automatisierung von immer mehr Geräten steckt für Garri Kasparow eine große Gefahr.

    Empfehle dringend allen, die sich bisher (zu) wenig Gedanken über viele - für mich übrigens oft nur scheinbar nützliche - elektronische Helferlein gemacht haben, die Inhalte des folgenden Artikels (mit ca. 9 min. Leselänge) genau zu lesen und bestenfalls auch zu verinnerlichen.

    Quelle/Artikel:
    04.09.2018 | Lesedauer: 9 Minuten| Von Florian Gehm
    So leicht dringen Hacker in ihr Smart Home ein - WELT
    Cui bono? et ... Quis custodiet ipsos custodes?
    frei übersetzt: Wem nützt es? und ... Wer kontrolliert die Kontrolleure?

    Seit Sommer 2013 seltener online!

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