"Datenschutzauskunft-Zentrale": Abzockversuch mit der DSGVO

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  • "Datenschutzauskunft-Zentrale": Abzockversuch mit der DSGVO

    Es ist erschreckend, wie tief "Mensch" sinkt ... und wie immer häufiger solche Individuen aus der Verwirrung oder "Angst" anderer Kapital schlagen wollen ... :würg:
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    Eine ominöse Firma versucht massenhaft per Fax, Freiberufler und Unternehmen unter Berufung auf die DSGVO zum Abschluss eines kostenpflichtigen Abos zu bewegen.

    Die Masche ist alles andere als neu: Unternehmer erhalten offiziell klingende Schreiben eines angeblichen Verbands mit der Mitteilung, dass sich der Empfänger zum Beispiel in ein angebliches Gewerbeverzeichnis eintragen lassen soll. Dabei sind die Nachrichten so konzipiert, dass sie ein teures Abonnement für wenig Gegenleistung enthalten, zu dem sich der Betroffene per Unterschrift verpflichtet. Vor Gericht halten diese Vereinbarungen meist nicht, aber trotzdem scheint es für die Abzocker einen großen Markt an leichtgläubigen Empfängern zu geben, die bereitwillig zahlen.

    Ein Unternehmen aus Malta versucht nun, dieses Konstrukt mit Hilfe der allgemeinen Unsicherheit über die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) neu zu beleben. Eine "Datenschutzauskunft-Zentrale" verschickt in großem Ausmaß Faxe an Unternehmen. Darin werden diese aufgefordert, sich an einer "Erfassung Gewerbebetriebe zum Basisdatenschutz nach EU-DSGVO" zu beteiligen. Zur Erfüllung der "gesetzlichen Pflichten" solle man ein beigefügtes Formular ausfüllen und innerhalb von wenigen Tagen per Fax an eine 00800-Nummer aus der Schweiz oder eine Postanschrift in Oranienburg versenden.

    [...]

    Unternehmens- und Verbraucherverbände raten, das Schreiben in jedem Fall zu ignorieren.


    Quelle + kompletter Artikel: "Datenschutzauskunft-Zentrale": Abzockversuch mit der DSGVO | heise online
    Da, wo die Neurosen blüh'n, da möcht' ich Landschaftsgärtner sein!
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    Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm: »Halt' du sie dumm, ich halt' sie arm!« (R. Mey)
  • Na ja,
    ich teile ja prinzipiell deine Empörung, NeHe ... :)

    Allerdings viel erschreckender finde ich, dass diese kleine, wunderschöne Eiland schon seit langen Zeiten nicht nur Korsaren, Piraten, der Mafia sondern auch korrupten Politikern und Finanzjongleuren Schutz bietet, u.a. durch die Möglichkeit des Ankauf von maltesischen EU-Pässen. Also quasi den Einkauf der EU-Mitgliedschaft (Psst: Denk u.a. auch mal an einen bestimmten Band von Bill Knox :) )
    Dass dort Journalisten nicht nur, wie in vielen anderen Ländern behindert oder inhaftiert, sondern sogar umgebracht werden, wenn zu nahe der Wahrheit, dass daneben nicht nur russ. Oligarchen, sondern alle finanziell betuchten Nichteuropäer damit Zugang zu europäischen Rechten, aber dadurch auch zu europäischen Schlupflöchern im Recht+Finanzen kommen, ist eh nur eine Folge des Prinzips: Die kleinen h***t man, ... ;)

    Das Grundprinzip solcher Abos, welche eh als Zielgruppe eher kleine bis größere Mittelständler sind, ist mir sogar noch aus der Schulzeit bekannt, damals allerdings mit Wirtschaftsadressbücher etc.
    Nur dass damals weder die EU noch Interpol bestand, noch Auslieferungsabkommen mit westlichen Industrieländern abgeschlossen waren.
    Warum europäisches Recht hier versagt, sollte man sich vllt. in diesem Zusammenhang viel eher fragen.
    Denn ohne Sitz in Malta bzw. innerhalb der EU wäre solch ein Schwindel von vorn herein ziemlich aussichtslos bzw. gewinnträchtig.

    Von daher sollte dies auch jeder wissen, der im Impressum oder Gerichtsstandort Malta oder bestimmtes anderes Ausland liest :D

    Und wer's nicht wissen will, sollte sich einfach wieder hinlegen :D
    Cui bono? et ... Quis custodiet ipsos custodes?
    frei übersetzt: Wem nützt es? und ... Wer kontrolliert die Kontrolleure?

    Seit Sommer 2013 seltener online!