Firefox Send startet final als Filesharing-Dienst

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  • Firefox Send startet final als Filesharing-Dienst

    Firefox Send startet final als Filesharing-Dienst
    Mozilla veröffentlicht seinen Ende-zu-Ende-verschlüsselten Filesharing-Dienst Send jetzt als finale Version. Über den Service lassen sich bis zu 2,5 GByte grosse Dateien teilen und deren Verfügbarkeit genau definieren.
    von Stefan Bordel 13.03.2019

    Im August 2017 brachte Mozilla den Filesharing-Dienst Send als Test-Pilot-Experiment für Firefox an den Start. Jetzt veröffentlichen die Open-Source-Spezialisten den Service als eigenständiges Tool final. Firefox Send ermöglicht nun den kostenlosen Austausch von Dateien via Download-Link. Der Dienst lässt sich universell als Web-App mit allen gängigen Browsern nutzen. Hinzu kommt eine Android-App, die zunächst als Beta-Version startet.

    Am prinzipiell simplen Aufbau der Lösung hat sich auch in der finalen Version nichts geändert. Dateien können einfach per Drag&Drop auf die Server von Mozilla hochgeladen werden. Über den in der Folge erzeugten Link lassen sich die Inhalte dann mit anderen Anwendern teilen. Die Datenübertragung erfolgt per Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, um die Integrität der Dateien zu gewährleisten. Nicht einmal Mozilla selbst kann die geteilten Inhalte überwachen. Primär eignet sich der Dienst zum sicheren Teilen von Dateien, deren Grösse ein Weiterleiten per Mail oder Messenger verhindert.

    Firefox Send: Mehr Funktionen und Support für grössere Dateien

    Während in der Testphase der Dateiaustausch noch auf eine maximale Grösse von 1 GByte beschränkt war, können angemeldete Nutzer nun bis zu 2,5 GByte grosse Inhalte teilen. Die Verfügbarkeit der hochgeladenen Dateien ist zudem in der finalen Version genauer definierbar. Wurden die Dateien bislang nach 24 Stunden unwiederbringlich gelöscht, lassen sich nun Verfügbarkeitszeiträume von 5 Minuten bis hin zu 7 Tagen festlegen. Zusätzlichen Schutz versprechen darüber hinaus die neuen Download-Limits sowie die Möglichkeit, Dateien per Passwort abzusichern.

    Firefox Send ist freilich nicht der einzige Dienst, der sich der sicheren Datenübertragung über das Internet verschrieben hat. So veröffentlichte etwa der Schweizer Cloud-Anbieter Tresorit schon im vergangenen Jahr den verschlüsselten Filesharing-Dienst Tresorit Send. Mit der Lösung lassen sich sogar bis zu 5 GByte grosse Dateien austauschen.


    Quelle: Firefox Send startet final als Filesharing-Dienst
  • App-Test: Firefox Send
    Die von Mozilla angekündigte Android-App in der Beta-Version ist nun verfügbar. Wir haben den Filesharing-Dienst kurz angetestet.
    von Claudia Maag 25.03.2019

    Diesen Monat lancierte Mozilla seinen Ende-zu-Ende-verschlüsselten Filesharing-Dienst «Send» (PCtipp berichtete). Dateien können einfach per Drag&Drop auf die Server von Mozilla hochgeladen werden. Über einen Link lassen sich die Inhalte (bis zu 2,5 Gigabyte) dann mit anderen Anwendern teilen.
    Angekündigt war auch eine Android-App, die zunächst als Beta-Version starten sollte. Diese wurde nun lanciert (Version 1.0).

    Erste Schritte:
    1. Laden Sie die Beta-App Firefox Send im Google Play Store herunter (nur für Android verfügbar).
    2. Laut Information im Play Store können Sie Dateien bis zu 1 GB verschicken, ohne sich zu registrieren. Wer bis zu 2,5 GB Dateien verschicken möchte, muss sich (kostenlos) anmelden, respektive ein Konto erstellen.
    3. Für die zweite Option: Aktivieren Sie Ihr Konto mittels Link, der Ihnen an Ihre E-Mailadresse geschickt wird.
    4. Für die zweite Option: Loggen Sie sich in der App ein.
    5. Generell: Tippen Sie unten rechts auf das Plus-Symbol.
    6. Wählen Sie die Datei aus, die Sie versenden möchten (bis zu 2,5 GB).
    7. Nun können Sie weitere Dateien, Fotos oder Videos hinzufügen; definieren, wann der Download-Link verfallen soll (z.B. nach 1, 5, oder 20 Downloads oder nach 1 Stunde. Es ist ausserdem möglich, den Link mittels Passwort zu schützen. Wenn Sie fertig sind, tippen Sie auf Upload.
    8. Sie können den nun dargestellten (verschlüsselten) Link kopieren (Copy link). In einer Übersicht können Sie ihn dann auch direkt teilen (Share link)
    Hinweis: Es handelt sich hier um eine Beta-App, also eine noch nicht finalisierte Version!


    Quelle: App-Test: Firefox Send
  • Mozilla suspendiert Firefox Send Service

    Mozilla hat den File-Sharing-Dienst "Firefox Send" vorübergehend ausgesetzt, weil es Berichte über Missbrauch durch Malware-Betreiber gab.

    Der Browser-Hersteller Mozilla hat den Dienst „Firefox Send“ heute bis auf weiteres eingestellt, nachdem ZDNet einen wachsenden Missbrauch von Firefox Send bei aktuellen Malware-Operationen entdeckt hatte.

    Mozilla startete Firefox Send im März 2019. Der Dienst bietet sichere und private File-Hosting- und File-Sharing-Funktionen für Firefox-Benutzer. Trotz seines Namens ist der Dienst für jeden zugänglich, der auf das Webportal send.firefox.com zugreift.

    Alle über Firefox Send hochgeladenen und freigegebenen Dateien werden in einem verschlüsselten Format gespeichert, und die Benutzer können die Dauer der Speicherung der Datei auf dem Server und die Anzahl der Downloads konfigurieren, bevor die Datei abläuft.

    Doch während Mozilla Firefox Send mit Blick auf die Privatsphäre und Sicherheit seiner Benutzer startete, wurde Firefox Send seit Ende 2019 bei Hackern sehr populär.

    In den meisten Fällen ist die Verwendung in der Regel dieselbe. Cyberkriminelle laden Malware-Payloads auf Firefox Send hoch, die Datei wird in einem verschlüsselten Format gespeichert, und dann geben Hacker die Links in E-Mails, die sie an ihre Ziele senden, weiter.

    In den letzten Monaten wurde Firefox Send dazu verwendet, Nutzlasten für alle Arten von Cyberkriminalität zu speichern, von Lösegeld- bis hin zu Finanzkriminalität und von Banking-Trojanern bis hin zu Spyware, die gegen Menschenrechtsaktivisten eingesetzt wird.

    FIN7, REVil (Sodinokibi), Ursnif (Dreambot) und Zloader sind nur einige der wenigen Malware-Gangs und -Stämme, die Nutzlasten auf Firefox Send hosten sahen.

    In einem Interview mit dem ZDNet beschreibt Colin Hardy, ein britischer Cybersicherheitsforscher, einige von mehreren Funktionen, die Malware-Autoren auf Firefox Send aufmerksam gemacht haben. Hardy stellt fest, dass Firefox-URLs von Natur aus vertrauenswürdig sind, was bedeutet, dass E-Mail-Spamfilter Firefox-Sende-URLs nicht erkennen oder sogar so konfiguriert sind, dass sie Firefox-Sende-URLs blockieren.

    Zweitens müssen Cyberbanden keine Zeit und finanzielle Ressourcen in den Aufbau einer File-Hosting-Infrastruktur investieren. Sie können einfach die Server von Mozilla verwenden. Drittens verschlüsselt Send Daten, was Lösungen zur Erkennung von Malware behindert, und Download-Links können so konfiguriert werden, dass sie nach einer bestimmten Zeit oder Anzahl von Downloads ablaufen, was die Reaktion auf Vorfälle erschwert. „Send verfügt auch über eine Passwortschutzfunktion, was es wiederum einfacher macht, der Erkennung durch Perimetergeräte zu entgehen“, erklärt Hardy.

    Die steigende Zahl von Malware-Operationen, die Firefox Send missbrauchen, ist der Cyber-Sicherheits-Community nicht entgangen. In den letzten Monaten haben sich Sicherheitsexperten über das Fehlen eines „Missbrauch melden“-Mechanismus oder einer „Datei melden“-Schaltfläche beschwert, mit denen sie Malware-Operationen, die die Plattform missbraucht haben, zur Strecke bringen könnten.

    Letzten Monat reichten Sicherheitsforscher einen Fehlerbericht über den Mozilla-Bugtracker ein und baten Mozilla, ein System zum Melden von Missbrauch hinzuzufügen. ZDNet hat sich an Mozilla gewandt, um sich über die von uns gefundenen Malware-Hosting-Probleme und den Status des Missbrauch melden-Mechanismus zu erkundigen.

    Während wir ein einfaches Status-Update erwartet hatten, überraschte Mozilla sowohl uns als auch die Cyber-Sicherheitsgemeinschaft, indem es einen proaktiven Ansatz verfolgte und sofort den gesamten Firefox Send Service deaktivierte, während sie an einer Verbesserung arbeiteten. „Diese Berichte sind zutiefst besorgniserregend und unsere Organisation ergreift Maßnahmen, um dagegen vorzugehen“, sagte ein Mozilla-Sprecher gegenüber ZDNet.

    „Wir werden Firefox Send vorübergehend offline nehmen, während wir an Verbesserungen arbeiten. Vor dem Neustart werden wir einen Mechanismus zur Meldung von Missbrauch hinzufügen, um das bestehende Feedback-Formular zu erweitern. Wir werden zudem von allen Benutzern, die Inhalte mit Firefox Senden teilen möchten, verlangen, sich mit einem Firefox-Konto anzumelden. Wir beobachten diese Entwicklungen sorgfältig und prüfen kritisch alle weiteren nächsten Schritte“.

    Es gibt derzeit noch keinen Zeitplan für die Rückkehr von Firefox Send. Alle Firefox Send Links sind jetzt nicht mehr verfügbar, was bedeutet, dass auch alle Malware-Operationen, die auf diesen Dienst angewiesen sind, vereitelt wurden.

    Quelle: Mozilla suspendiert Firefox Send Service | ZDNet.de