Google gibt Huawei offenbar keine Android-Updates mehr

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  • Google gibt Huawei offenbar keine Android-Updates mehr

    US-BLACKLIST: Google gibt Huawei offenbar keine Android-Updates mehr

    Google soll wegen des Drucks der US-Regierung die Zusammenarbeit mit Huawei eingestellt haben. Damit wäre nur noch die Open-Source-Version von Android für den Hersteller verfügbar. Auch Intel und Qualcomm würden Huawei nicht mehr beliefern.


    Google hat offenbar die Zusammenarbeit mit dem chinesischen IT-Konzern Huawei beim Transfer von Hardware, Software und technischen Diensten eingestellt. Ausgenommen von diesem Schritt seien nur Produkte, die unter einer Open-Source-Lizenz stünden, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf eine informierte Quelle. Dadurch hätte der Smartphonehersteller künftig keinen Zugriff mehr auf Updates für Googles Android-Betriebssystem.

    "Huawei wird nur die öffentliche Version von Android nutzen können und hätte keinen Zugriff mehr auf proprietäre Apps und Dienste von Google", erklärte die Quelle. Damit wird Huawei keine Vorversionen von Android mehr erhalten und auch keine noch nicht öffentlichen Sicherheitsupdates, sondern erst nach dem Source Drop von Google.
    Das US-Handelsministerium hatte nach einem Dekret von US-Präsident Donald Trump erklärt, dass US-Firmen, die Technologie an Huawei verkauften oder transferierten, dafür künftig eine Lizenz benötigten - die Experten zufolge höchstwahrscheinlich nicht erteilt wird.

    Angaben zu den spezifischen Diensten, die von der Aussetzung betroffen waren, wurden der Quelle zufolge intern bei Google diskutiert. Huaweis Anwälte untersuchten die Auswirkungen der schwarzen Liste, sagte ein Huawei-Sprecher am Freitag.
    Huawei habe weiterhin Zugriff auf die Version des Android-Betriebssystems, die über das Android Open Source Project (AOSP) verfügbar sei.
    Google-Apps wie der Play Store, GMail, Youtube, Google Maps und der Chrome-Browser verschwänden von zukünftigen Huawei-Smartphones, da sie nicht durch die Open-Source-Lizenz abgedeckt seien und eine kommerzielle Vereinbarung mit Google erforderten, berichtete Reuters.
    Huaweis Smartphones, zu denen die Marke Honor gehört, laufen seit dem ersten Modell mit Android, worauf eine eigene Benutzeroberfläche installiert ist. Allerdings soll Huawei schon vorsichtshalber ein eigenes Betriebssystem entwickelt haben.

    Nachtrag vom 20. Mai 2019

    Über seinen Twitter-Kanal teilte Android mit, dass auf dem Markt befindliche Huawei-Geräte weiterhin mit allen Google-Diensten wie Play Store, Google Maps, Gmail und Ähnlichem funktionierten. Demnach sind also keine Änderungen für bestehende Geräte geplant. Sie erhielten nach wie vor Updates der Google-Apps. Unklar ist weiterhin, wie die Lage bei Android-Sicherheitsupdates und neuen Hauptversionen aussieht.
    Neben Google stellten mehrere US-Chipproduzenten die Zusammenarbeit ein, berichtete Bloomberg unter Berufung auf Mitarbeiter der entsprechenden Firmen. So lieferten Intel, Qualcomm, Broadcom und Xilinx keine Chips und keine Software mehr an Huawei. Bloomberg bestätigte zudem, dass Google Huawei nicht mehr mit Software beliefern werde. Auch The Verge ließ sich von einer Google-Quelle die aktuelle Entwicklung bestätigen.
    Huawei bezieht derzeit von Intel vor allem Serverchips, während Qualcomm Prozessoren und Modemchips für Huawei-Smartphones liefert. Huawei hat zwar eigene Prozessoren, nutzt aber auch Chips von Qualcomm. Von Xilinx und Broadcom stammen Komponenten, die in Netzwerk-Hardware von Huawei verwendet werden. Offiziell wollten die Chiphersteller Bloomberg gegenüber keinen Kommentar abgeben.

    Quelle: golem-News

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    Es macht mich wirklich stutzig, dass gerade in jüngster Vergangenheit so viele Schwachstellen bei Cisco gepatcht bzw. Backdoors geschlossen werden!

    Wäre ja auch irgendwie doof Huawei der Spionage zu bezichtigen und selbst dabei erwischt zu werden. Da machen die Amerikaner lieber schnell die Geräte sicher ähm verwischen die Spuren.
    Das Gute an der jetzigen Situation ist, dass die Eu kaum noch etwas gewinnen kann, wenn sie Trump die Füsse küsst. Der Typ ist wirklich ein hervorragender Motivator um die langjährige Freundschaft ähm Abhängigkeit zu beenden. Insofern läuft doch alles bestens. Vielleicht ist das auch die treibende Kraft selbst wieder mehr Technologie zu entwickeln, wie zum Beispiel ein eigenes Betriebssystem für mobile Geräte und auch eigene Bausteine.
    Hmmm andererseits - mache ich mir da wenig vor. Den Amerikanern in den Arsch zu kriechen war immer wichtiger, als vernünftige Politik zu gestalten.

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  • Google sperrt Huawei aus: Das bedeutet der Android-Bann für die Nutzer

    Google stellt die Geschäfte mit Huawei ein. Können Besitzer von Huawei-Smartphones ihre Geräte jetzt nicht mehr benutzen? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

    Google beugt sich dem Telekommunikationsnotstand der US-Regierung und sperrt künftige Huawei- und Honor-Handys aus dem Play Store aus. So wird es für Huawei schwierig, kommende Smartphones noch mit Android-Betriebssystem auszuliefern – ohne den Play Store würden neben vielen Apps auch Google-Dienste und Sicherheitsfeatures fehlen.

    Doch was bedeutet der Schritt für Handys, die sich bereits auf dem Markt und in den Händen von Kunden befinden? Mit welchen Einschränkungen müssen sie leben? Heise online beantwortet die wichtigsten Fragen.

    Kann ich mein Huawei- oder Honor-Handy weiterhin einsetzen?
    Ja. Google hat bestätigt, dass bereits verfügbare Handys von Huawei weiterhin funktionieren werden. Das umfasst explizit auch die Dienste Google Play und Google Play Protect. Bis auf Weiteres können Huawei-Handys demnach unverändert weiter eingesetzt werden. Auch Google-Apps wie Maps und Gmail sollten weiterhin laufen.

    Ist mein Gerät sicher?
    Googles Sicherheitsmechanismen funktionieren weiterhin mit bestehenden Huawei- und Honor-Handys. Neue Sicherheitspatches, die Google monatlich ausliefert, können als Teil des Android Open Source Programs auch weiterhin auf Huawei-Geräte gelangen. Es könnte allerdings eine Herausforderung werden, diese Open-Source-Updates frühzeitig einzubauen.

    Bekomme ich weiterhin Android-Versionsupdates?
    Nein. Android-Updates enthalten neben dem Open-Source-Betriebssystem auch Teile, die nicht frei sind. Huawei darf allerdings nur noch die Open-Source-Variante von Android nutzen. Demnach kann Huawei wohl keine Funktionsupdates auf bestehende Handys bringen.
    Das würde bedeuten, dass alle Huawei-Geräte auf ihrem aktuellen Versionsstand stehenbleiben und versprochene Update-Pläne nicht eingehalten werden können. Offizielle Aussagen von Google und Huawei, ob und wie es mit künftigen Updates weitergeht, stehen noch aus.

    Kann ich mein Huawei-Handy zur Not auch ohne Google-Dienste betreiben?
    Huawei-Smartphones kann man - wie auch Geräte anderer Hersteller - auch jetzt schon weitgehend ohne Google-Dienste und Apps betreiben. Alternativen zu den Google-Apps finden sich beispielsweise in alternativen App-Stores wie F-Droid.

    Kann ich mein Huawei-Handy zurückgeben?
    Huawei hat sich bisher nicht zum Android-Ausschluss geäußert. Es ist daher nicht bekannt, ob Käufer von Huawei-Smartphones ihre Handys zurückgeben können. Letztlich dürfte die Entscheidung an der Sicherheitsfrage hängen: Wenn Huawei die versprochenen Sicherheitspatches plangemäß umsetzen kann, sind die Chancen auf ein Rückgaberecht gering.

    Quelle: Google sperrt Huawei aus: Das bedeutet der Android-Bann für die Nutzer | heise online
  • Wenn ich sowas lese, hab ich immer das Bild vor mir:

    Buddelkasten ... drin ein paar Gören vom Kiez und wie immer will einer der Allergrösste sein und Bestimmer und Förmchenverteiler. Alle machen mit, nur der kleine schwarzhaarige Asiate vom Imbiss am Eck, den juckt das nicht, der sitzt einfach auch im Buddelkasten und macht sein Ding, was dem Rotzbengel-König so gar nicht passt.

    Ende vom "Ich bin hier der Chef":
    Im Buddelkasten sitzt in der Mitte ein schreiendes, heulendes, wütendes rot-blondes Bürschchen (gefühltes Alter: vorpubertäre 3 ½) und wird umkreist von unzähligen Kiezkiddies (eines mit 'nem Keks, eines mit Brause, eines mit Kuscheltier ...) die um das Wohlwollen des holden Knaben buhlen ...

    Nur den kleinen schwarzhaarigen Asiaten vom Imbiss am Eck, den juckt das nicht. Der sitzt einfach weiter im Buddelkasten und macht sein Ding ...

    Umdrehen und den Rotzbengel schreien lassen ...


    Aber, ich denke, das wird's so schnell nicht geben ... hat schon i-wo seinen Grund, warum man den zum Sandkastenkönig gemacht hat. (wenn Intelligenz und Kompetenz ausscheiden, bleiben eigtl. nur Verwörungstheorien :/ )
    Da, wo die Neurosen blüh'n, da möcht' ich Landschaftsgärtner sein!
    Rechteübersicht * Forenregeln * F.A.Q. * Lexikon
    Suchfunktion * Chat * User helfen User
    Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm: »Halt' du sie dumm, ich halt' sie arm!« (R. Mey)
  • Huawei bekommt 90 Tage Aufschub beim US-Boykott
    Die US-Technologiebranche hat einen Aufschub des Boykotts gegen Huawei durchgesetzt. Huawei-Gründer Ren bedankt sich bei den US-Unternehmen.

    Huawei bekommt einen 90-tägigen Aufschub für den Exportboykott von US-Technologie gewährt. Das berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf Regierungsbeamte. Der Beschluss solle am Mittwoch veröffentlicht werden, gab das Handelsministerium bekannt. Google hatte Einschränkungen bei der Verfügbarkeit von Android für Huawei angekündigt.

    Die USA gaben vergangene Woche bekannt, dass Huawei angeblich eine nationale Sicherheitsbedrohung darstelle, und verhängten Sanktionen für den Technologieaustausch mit dem chinesischen Konzern.

    Damit würden relativ enge, aber bedeutende Ausnahmen für das strenge Exportverbot geschaffen. US-Handelsminister Wilbur Ross sagte: "Kurz gesagt, diese Lizenz ermöglicht es Huawei-Handynutzern und ländlichen Breitbandnetzen, den Betrieb fortzusetzen."

    Kleinere US-Mobilfunkbetreiber im ländlichen Raum wehrten sich bereits im Februar gegen einen Präsidialerlass, der chinesische Netzwerkausrüster komplett verbieten will. Das erklärte die Rural Wireless Association (RWA), eine Vereinigung, die ländliche Mobilfunkanbieter mit weniger als 100.000 Kunden vertritt. Die RWA-Mitglieder schätzen, dass es möglicherweise 800 Millionen bis 1 Milliarde US-Dollar kosten werde, die Huawei-Technik in ihren Mobilfunknetzwerken zu ersetzen.

    Huawei-Gründer: Keine große Sache

    In einem Interview mit dem chinesischen staatlichen Fernsehsender CCTV sagte Huawei-Gründer Ren Zhengfei, der Aufschub sei "keine große Sache. Wir haben bereits Vorbereitungen getroffen, aber wir danken den amerikanischen Unternehmen sehr". Die US-Politik habe Huawei unterschätzt. In der 5G-Technologie würden andere Huawei erst nach zwei bis drei Jahren wieder einholen.

    John Neuffer, President und Chief Executive Officer der Semiconductor Industry Association, erklärte, die Organisation hoffe, mit der Trump-Administration zusammenarbeiten zu können, um den Anwendungsbereich der Ausnahmeregelungen zu erweitern.

    Quelle: Android: Huawei bekommt 90 Tage Aufschub beim US-Boykott - Golem.de
  • Kommentar zu Huawei und Google
    Trump will Huawei in die Knie zwingen
    20.5.2019 von Andreas Seeger
    Mit dem Entzug der Google-Lizenz hat US-Präsident Trump Chinas Vorzeige-Unternehmen den Krieg erklärt. Das ist nicht nur für Huawei ein herber Schlag, auch Google verspielt Vertrauen. Dieser Schritt könnte sich noch als Bumerang erweisen.

    Der Handelskonflikt zwischen China und den USA erreicht eine neue Stufe und die Auswirkungen sind nun auch für jeden Einzelnen in Deutschland spürbar. Wer ein Huawei-Smartphone besitzt, weiß momentan nicht, ob es noch größere System-Updates geben wird. Wer überlegt hat, eines zu kaufen, wird nun verunsichert. Wie Huawei künftig außerhalb von China Smartphones verkaufen will, ist unklar. Der Schaden für das Image ist jetzt schon gewaltig, die wirtschaftlichen Folgen für die Smartphone-Sparte des Telekommunikationskonzerns dürften in diesem Jahr schmerzhaft sein.

    Katastrophe auch für Google
    Aber auch für Google ist das Trump-Dekret, das US-Unternehmen die Zusammenarbeit mit Huawei verbietet, ein herber Schlag. Huawei ist der weltweit zweitgrößte Smartphone-Hersteller nach Samsung, der allein 2018 mehr als 200 Millionen Geräte verkauft hat. Indem man diesen Partner plötzlich aussperrt, schwächt man nicht nur das Android-Ökosystem. Man signalisiert allen anderen Partnern, die ebenfalls auf Android setzen, dass geschäftliche Beziehungen nicht viel Wert sind, wenn die Interessen der USA bedroht sind. Jeder Hersteller von Smartphones wird es sich nun zwei mal überlegen, ob es eine gute Idee ist, langfristig auf das Google-System zu setzen und sich in eine Abhängigkeit zu begeben, die existenzbedrohend sein kann.

    Hintergrund: Huawei verliert Android-Lizenz

    Dass die von der Trump-Administration angeführten Gründe vorgeschoben sind, ist offensichtlich. Die Vorwürfe einer Backdoor existieren seit Jahren, und die USA sind bisher einen Beleg dafür schuldig geblieben. Diese Vorwürfe haben sogar dazu geführt, dass die IT-Architektur von Huawei mittlerweile zu den am besten durchleuchteten und am stärksten evaluierten auf dem Weltmarkt gehört. Weniger transparent ist dagegen, was eigentlich mit den Daten passiert, die von US-Unternehmen wie Amazon oder Google gespeichert werden. Erinnert sei hier nur an den FISA Act und den Cloud Act, die für US-Behörden den Zugang zu Daten von Nicht-US-Bürgern außerhalb der USA (also uns) sehr leicht machen.

    Amerikas Weg führt in die Isolation
    Für uns Deutsche und Europäer macht dieses jüngste Kapitel im Streit der beiden Supermächte noch einmal deutlich, wie abhängig wir bei IT-Dienstleistungen von US-Unternehmen sind. Für Smartphones von Huawei gibt es Ersatz aus anderen Ländern und Weltregionen. Aber wenn Google den Stecker zieht, dann gehen die Lichter aus. Dass die USA diesen Vorteil so kompromisslos ausnutzen und Millionen Verbraucher weltweit zur Geisel ihrer Politik machen, zeugt von einer Arroganz, die noch zum Bumerang werden könnte.

    Denn nicht nur die Unternehmen außerhalb der USA werden nun verstärkt versuchen, Abhängigkeiten zu Google und US-Firmen wie Broadcom oder Qualcomm abzubauen. Auch die Kunden werden sich nun verstärkt nach Alternativen umschauen. Sie werden demnächst vielleicht bei Huawei fündig. Denn die Chinesen haben für ihren Heimatmarkt längst eine Android-Alternative entwickelt. Die Crux ist die Portierung von in Europa verbreiteten Google-Diensten wie Maps oder Fotos. Daran wird Huawei nun mit Hochdruck arbeiten. Die erdrückende Dominanz von Android auf dem Weltmarkt ist nicht in Stein gemeißelt. Das Tor zu einem dritten mobilen Ökosystem war noch nie so weit offen wie heute.


    Quelle: Kommentar: Trump will Huawei in die Knie zwingen - connect



    Kommentar 21.05.2019, 08:05 Uhr
    Google versus Huawei: Warum Europa zu den Opfern gehört
    Die Nummer eins bei Smartphone-Software sperrt die Nummer zwei bei Smartphones aus. Der Krieg zwischen Google und Huawei zeigt deutlich die Folgen der digitalen Übermacht der USA. Und die Leidtragenden dieses Krieges sind nicht zuletzt wir Europäer.

    Eigentlich ein Fall für alle Monopolwächter der Welt: 85 Prozent aller Smartphones weltweit laufen auf Android, einem Betriebssystem, an dem Google alle relevanten Rechte hält. Den Rest kann man Apples iOS zurechnen, denn weitere Betriebssysteme sind nicht der Erwähnung wert. Warum Monopole zu Recht so verrufen sind, zeigt sich jetzt: Nachdem US-Präsident Donald Trump durch das Ausrufen eines nationalen Telekommunikationsnotstandes den chinesischen Hersteller Huawei auf die schwarze Liste gesetzt hat, reagiert jetzt Google - und schliesst Huawei (weltweiter Marktanteil am Smartphone-Markt: rund 16 Prozent) kurzerhand von Android aus.

    Bereits verkaufte Geräte sollen weiter funktionieren wie gehabt, heisst es, doch künftig werde Huawei weder Zugang zu neuen Android-Versionen, noch zum Google Play Store haben. Auch extrem beliebte Anwendungen wie Google Maps sollen Huawei-Nutzern künftig verschlossen bleiben.

    Wir verlassen uns auf die USA und China
    Für uns in Europa zeigt diese Entwicklung mal wieder schlaglichtartig, dass wir uns im digitalen Bereich zu sehr auf die USA und China verlassen. Egal ob Desktop-PC oder Smartphone, egal ob Webserver oder Breitband-Router: Die Basis-Software kommt aus Amerika, die Hardware aus China.

    Der Streit zwischen den USA und Huawei lässt Millionen von Europäern mit einem Smartphone zurück, von dem sie nicht wissen, ob es morgen noch funktioniert. Im Grunde ist das ein Fall für den Verbraucherschutz - der natürlich weder in Shenzen noch in Mountain View etwas zu melden hat.

    Was also ist zu tun?
    Der Fall Google versus Huawei zeigt, wie gering letztlich die europäische Kontrolle über die europäische Digital-Infrastruktur ist. Das muss sich ändern. Als das iPhone 2007 in Europa eingeführt wurde, konnte man es nur im Bundle mit einem Mobilfunkvertrag kaufen. In Italien war das anders, dort sind solche Bundles nämlich verboten. Also wurde in Italien das iPhone separat verkauft. Warum hat der europäische Kunde bei Smartphones, bei PCs und bei anderen Telekommunikationsgeräten nicht die Wahl, welche Software er darauf verwenden darf?

    Zu einer europäischen Alternative gehört natürlich auch ein entsprechendes Angebot. Vor zehn Jahren erwarb Nokia alle Rechte am damals marktführenden Handy-Betriebssystem Symbian und übertrug es an eine gemeinnützige Stiftung. Angesichts dessen, was gerade in den USA passiert, war das kein schlechter Schritt. Weitere sollten folgen.


    Quelle: Google versus Huawei: Warum Europa zu den Opfern gehört - onlinepc.ch

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  • Huawei: Auch Chipentwickler ARM springt ab
    Huawei gerät immer stärker unter Druck: Medienberichten zufolge stellt nun auch der Chipentwickler ARM jegliche Zusammenarbeit mit dem chinesischen Konzern ein.
    von Florian Bodoky, dpa 23.05.2019

    Der chinesische Huawei-Konzern wird durch US-Sanktionen immer weiter in die Enge getrieben. So stellte nach BBC-Informationen der Chipentwickler ARM jegliche Zusammenarbeit mit Huawei ein. Die Chip-Architekturen von ARM bilden die Basis der Prozessoren in nahezu allen heutigen Smartphones und Tablets - auch bei Huaweis Chips aus eigener Entwicklung.

    ARM ist in Grossbritannien ansässig und gehört dem japanischen Technologiekonzern Softbank. Die Firma habe ihre Mitarbeiter darauf hingewiesen, dass die Chip-Designs von ARM auch aus den USA stammende Technologie enthielten und deshalb alle Geschäfte mit Huawei eingestellt werden müssten, berichtete der britische Sender am Mittwoch. Ohne eine Zusammenarbeit mit ARM dürfte Huawei das Smartphone-Geschäft ausserhalb des chinesischen Heimatmarktes vergessen können.

    Die USA hatten Huawei vergangene Woche auf eine schwarze Liste von Unternehmen gesetzt, deren Geschäftsbeziehungen zu US-Partnern strengen Kontrollen unterliegen. Wer US-Technik an Huawei verkaufen oder transferieren will, muss eine Lizenz erwerben. Diese kann verweigert werden, wenn Sicherheitsinteressen berührt sind.

    Huawei kündigt eigenes Betriebssystem für nächstes Frühjahr an
    Unter dem massiven Druck dieser Sanktionen will Huawei sein eigenes Betriebssystem spätestens zum nächsten Frühjahr einsatzbereit haben. Es solle auf Smartphones, Computern, Tablets, Fernsehern, in Autos und tragbaren Geräten laufen und mit Android-Apps kompatibel sein, kündigte der Chef der Huawei-Verbrauchersparte, Yu Chengdong, laut Phoenix News vom Mittwoch an. Die Software könne auch schon im Herbst fertig sein.

    Die bereits seit 2012 verfolgte Entwicklung eines eigenen Betriebssystems bekam für Huawei eine ganz neue Dringlichkeit, da die US-Massnahmen dem Konzern den Zugang zum Google-System Android erschweren. Huawei dürfte in Zukunft später als andere Smartphone-Anbieter an neue Android-Versionen kommen und könnte keine Google-Dienste vorinstallieren. So wurde bereits aus der Liste der Geräte, die Beta-Versionen der nächsten Android-Generation Q unterstützen, ein erst vor kurzem hinzugefügtes Huawei-Smartphone wieder gestrichen.

    Zunächst untersagte US-Präsident Donald Trump am Freitag alle Geschäfte, lockerte aber die Massnahmen für 90 Tage. Damit soll vor allem weiter die Versorgung bereits ausgelieferter Smartphones sowie der Betrieb von Mobilfunk-Netzwerken mit Huawei-Technik in ländlichen Regionen in den USA sichergestellt werden. Das Unternehmen ist der zweitgrösste Smartphone-Anbieter der Welt und auch ein führender Netzwerkausrüster.

    Für Nutzer bedeutet das aktuell, dass Google die Telefone heutiger Huawei-Kunden in den kommenden drei Monaten weiter in vollem Umfang mit Updates und Apps versorgen kann. Für die Verwendung von US-Technologie in neuen Produkten gilt die Lockerung aber nicht. Wohl auch mit Blick darauf werden Huawei-Telefone beim anstehenden Start von Netzen des superschnellen 5G-Datenfunks in Grossbritannien von den Mobilfunk-Betreibern nicht angeboten.

    Huawei wird von US-Behörden verdächtigt, seine unternehmerische Tätigkeit zur Spionage für China zu nutzen. Beweise dafür wurden bislang nicht öffentlich gemacht. Die USA drängen auch andere westliche Länder wie Deutschland, Huawei von den Netzen für den künftigen superschnellen Mobilfunk-Standard 5G fernzuhalten. Huawei wies die US-Vorwürfe stets zurück.


    Quelle: Huawei: Auch Chipentwickler ARM springt ab


    US-Sanktionen durch Präsident Trump
    Huawei: Verlust von Bluetooth, microSD und Co. droht
    Huawei gerät immer stärker in Bedrängnis: Die US-Sanktionen zwingen die Industrieverbände für Bluetooth, WiFi, microSD und Co. dazu, Huawei auszusperren.

    Aufgrund der US-Sanktionen gegen Huawei stellen immer mehr Unternehmen und Organisationen ihre Zusammenarbeit mit dem chinesischen Hersteller ein. Nach dem Verlust der Android-Lizenz drohen nun weitere, möglicherweise tiefgreifendere Konsequenzen. Denn während Android durch einen Fork oder ein neues Betriebssystem ersetzbar wäre, geht die jüngste Welle an Restriktionen an die technologische Substanz: Unter anderem Bluetooth, WiFi, USB, microSD sind betroffen.

    Industrieverbände sperren Huawei aus
    Das Problem für Huawei ist: Die Industrieverbände für die Standardisierung dieser mobilen Schlüsseltechnologien sind alle in den USA ansässig. Dadurch sind die Organisationen durch die von US-Präsident Donald Trump erwirkten Dekrete gezwungen, die Geschäftsbeziehungen mit Huawei einzustellen. Dies hat je nach Industriestandard unterschiedliche Auswirkungen.

    So haben die Wi-Fi Alliance (für WLAN-Standards) sowie die JEDEC (für Halbleiter - betrifft u.a. verschiedene USB- und RAM-Standards) Huawei aus ihren Organisationen ausgeschlossen. Dadurch kann Huawei zwar weiter die entsprechenden Technologien nutzen, aber nicht mehr bei deren Weiterentwicklung mitbestimmen.

    Probleme für neue Huawei-Smartphones
    Kritischer ist der Ausschluss aus der SD Association (für SD-Speicherkarten). Dadurch ist Huawei laut einem Bericht von Android Authority nicht mehr dazu berechtigt, Geräte mit Lesegeräten für SD- oder microSD-Karten auszustatten. Der Vorstoß Huaweis, mit den neuen NM Cards für das Mate 20 und Mate 20 Pro eigene Alternativen auf den Markt zu bringen, macht also auf einmal aus Herstellersicht deutlich mehr Sinn.

    Ebenso hart könnte es Huawei offenbar bei Bluetooth treffen. Hier folgert das Fachblog Android Police, dass künftige Huawei-Smartphones wohl ohne den beliebten Funkstandard auskommen müssten. Denn jedes Bluetooth-Gerät muss bei der Bluetooth Special Interest Group (SIG) zertifiziert werden - und auch diese Organisation ist in den USA beheimatet.

    Bereits verkaufte Huawei-Smartphones sollten diese Maßnahmen ebensowenig treffen wie Smartphones, die aktuell im Handel erhältlich sind. Für künftige Smartphones und Tablets wie etwa das kommende Huawei Mate 30 könnte die Lage allerdings problematischer werden.

    Huawei-Chef ist gegen Vergeltungsmaßnahmen
    Bereits vergangene Woche hatte der Chip-Entwickler ARM seine Verbindungen zu Huawei und dessen Tochter HiSilicon gekappt. Damit können vorerst keine neuen Kirin-Chips auf ARM-Basis mehr entwickelt werden. Zuvor hatten schon Intel und Qualcomm ihre Geschäftsbeziehungen zu Huawei eingefroren.

    Dennoch bleibt Huawei nach außen bisher gelassen. In einem am Montag von Bloomberg veröffentlichten Interview erklärte CEO und Gründer Ren Zhengfei, dass man die wegfallenden Bauteile durch eigene ersetzen werde. Dieser Prozess werde Huawei zwar verlangsamen, aber nicht zum Abturz bringen. Auch der Vorsprung bei 5G-Technologien könne unter den Sanktionen leiden.
    An die USA gerichtet beklagt sich Zhengfei, dass diese nicht die Weltpolizei seien. Dennoch spricht er sich gegen Vergeltungsmaßnahmen seitens der chinesischen Regierung aus, die sich gegen US-Unternehmen wie Apple richten könnten. "Das wird erstens nicht geschehen, und wenn es doch passieren sollte, werde ich der erste sein, der dagegen protestiert", erklärte Zhengfei. Apple sei das weltweit führende Unternehmen, ohne das es das mobile Internet überhaupt nicht geben würde. Er sehe Apple als seinen Lehrer an. Warum solle er als Schüler gegen seinen Lehrer vorgehen?

    Wie sich die weitere Lage entwickelt, liegt nun in erster Linie bei der amerikanischen und chinesischen Regierung. US-Präsident Trump deutete vergangene Woche bereits an, dass Huawei Teil eines Handelsabkommens zwischen China und den USA darstellen könnte. Weitere Eskalationen in dem Konflikt sind jedoch nicht ausgeschlossen.

    27.5.2019 von Manuel Medicus


    Quelle: Huawei Sanktionen: Verlust von Bluetooth, microSD und Co. droht - connect

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  • Huawei ohne Android
    Huaweis Android-Alternative könnte Ark OS heißen
    Wie geht es bei Huawei nach dem Verlust der Android-Lizenz weiter? Ein Markeneintrag gibt Hinweise auf ein Betriebssystem namens Ark OS.

    Update: 28. Mai 2019

    Huaweis Android-Alternative könnte Ark OS heißen
    Nach wie vor ist nicht klar, wie weit Huawei mit der Entwicklung eines eigenen Betriebssystems ist. Die Arbeit daran hat der chinesische Smartphone-Hersteller wohl schon im letzten Jahr begonnen. Durch den Entzug der Android-Lizenz rückt die Notwendigkeit einer Alternative nun natürlich in den Vordergrund.

    Ein möglicher Hinweis auf Huaweis Betriebssystem ist jetzt im EUIPO, dem Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum, aufgetaucht, wie AndroidHeadlines berichtet. Demnach hat sich Huawei dort am 24. Mai 2019 einige Marken eintragen lassen. Darunter sind Huawei ARK OS, Huawei ARK, ARK und ARK OS.

    Natürlich bestätigt dies weder, dass es sich dabei um Huaweis Android-Alternative handelt, noch wie schnell deren Entwicklung vorangeht. Solange sich aber keine Einigung im Handelsstreit zwischen China und den USA abzeichnet, ist Huawei auf die schnelle Entwicklung eigener Lösungen angewiesen. Dabei geht es aber nicht nur um Android und den Play Store. Auch Huaweis Zugriff auf diverse Hardware-Komponenten wird durch die Sanktionen eingeschränkt.

    Ursprüngliche Meldung vom 22. Mai 2019

    Huawei ohne Android: Pläne für Ersatz der Google-Dienste
    Hat Huawei sein eigenes Betriebssystem schon fast fertig? Nachdem bekannt geworden war, dass Google dem chinesischen Smartphone-Hersteller die Android-Lizenz entzogen hatte, tauchte ein Bericht aus China auf. Diesem Bericht zufolge, den XDA Developers zitiert, könnte Huawei bereits im Herbst ein eigenes OS starten. Dies sei bereits seit längerer Zeit in Arbeit und würde dann sogar Android-Apps unterstützen.

    Dem widerspricht ein weiterer Bericht von The Information. Darin heißt es, dass das Huawei-Betriebssystem mit dem Codenamen „Project Z“ noch lange nicht fertig sei. Außerdem müsse Huawei dabei anstelle von Android-Apps auf Apps von Drittanbietern setzen und ein eigenes App-Ökosystem aufbauen. Zwar sei das OS schon länger in Entwicklung, es sei aber primär für den chinesischen Markt gedacht gewesen und nicht als Alternative für Android.

    Huawei App Store mit Aptoide?

    Gleichzeitig soll Huawei an weiteren Möglichkeiten arbeiten, um die Nutzer auch ohne Android und den Play Store weiter mit den gewohnten Apps versorgen zu können. So berichtet Gizmochina über eine mögliche Kooperation zwischen Huawei und Aptoide. Der portugiesische Anbieter betreibt einen alternativen Android App Store, der derzeit mehr als 900.000 Apps anbietet. Bei einer Zusammenarbeit könnte Huawei etwa deren Angebot in die App Gallery integrieren. Huaweis eigener App Store ist bereits auf den meisten Huawei-Smartphones vorinstalliert, bietet bisher aber deutlich weniger Apps an.

    Noch ist völlig unklar, ob und wie schnell Huawei Android und weitere Google-Dienste tatsächlich ersetzen kann. Der Hersteller arbeitet derzeit offenbar auch eng mit Google zusammen, um die Situation doch noch aufzulösen.

    28.5.2019 von Gabriele Fischl


    Quelle: Huaweis Android-Alternative könnte Ark OS heißen - connect


    US-Sanktionen 27.05.2019, 16:23 Uhr
    Huawei-Chef findet Trump-Tweets lächerlich
    Huawei-Chef Zhengfei kritisiert US-Präsident Trump nach dessen Sanktionen gegen seinen Konzern scharf. Seine Tweets seien lächerlich und widersprüchlich. Trump gehe Huawei deshalb so scharf an, weil das Unternehmen den USA voraus sei.

    Nach den US-Sanktionen gegen den chinesischen Huawei-Konzern hat dessen Chef Ren Zhengfei US-Präsident Donald Trump scharf kritisiert. "Ich sehe seine Tweets und finde es lächerlich, weil sie sich widersprechen", sagte Ren Zhengfei in einem am Montag veröffentlichten Interview des Finanzdienstes Bloomberg.

    Der Chef des Smartphone-Anbieters und Netzwerk-Ausrüsters bezog sich dabei auf eine Äusserung von Trump, wonach die gegen Huawei verhängten Strafen auch Teil der Verhandlungen über ein Handelsabkommen zwischen China und den USA werden könnten. Ren Zhengfei fragte, wie sein Konzern mit dem Handelsstreit zusammenhänge und nannte Trumps Vorschlag einen "grossen Witz".
    Die USA hatten Huawei zuvor auf eine schwarze Liste von Unternehmen gesetzt, deren Geschäftsbeziehungen zu US-Partnern strengen Kontrollen unterliegen. Trump begründete seine Schritte mit Sicherheitsbedenken gegen Technik aus China.

    Auch da die Vorwürfe bislang nicht konkret belegt wurden, sehen viele Experten die Sanktionen im Kontext des Handelskonfliktes zwischen den USA und China.

    Huawei ist den USA voraus

    Vorwürfe des Technologiediebstahls wies Ren Zhengfei in dem Interview zurück. "Wir sind den USA voraus", sagte er: "Wenn wir zurückliegen würden, müsste Trump uns nicht so heftig angreifen."

    Kritisch äusserte sich Ren Zhengfei zu der Möglichkeit, dass China als Vergeltung den US-Konkurrenten Apple ins Visier nehmen könnte. "Das wird erstens nicht passieren. Und wenn es doch passieren sollte, werde ich der erste sein, der dagegen protestiert", sagte er. Apple sei für ihn ein Lehrer, der in Führung sei. "Warum würde ich als Schüler gegen meinen Lehrer vorgehen? Niemals", sagte Ren Zhengfei. Huawei hatte jüngst Apple vom zweiten Platz in der Rangliste der grössten Smartphone-Anbieter nach verkauften Stückzahlen verdrängt.


    Quelle: Huawei-Chef findet Trump-Tweets lächerlich - onlinepc.ch
  • Huawei: Vorgehen der USA ein "gefährlicher Präzedenzfall"

    Huawei wehrt sich vor einem US-Gericht gegen Einschränkungen seiner Geschäfte. Die Luft wird dünn für den chinesischen Riesenkonzern.

    Der chinesische Hardwarehersteller Huawei hat das Vorgehen der USA gegen den Konzern als "gefährlichen Präzedenzfall" kritisiert. Der größte Netzwerkausrüster und zweitgrößte Smartphonehersteller beantragte vor einem Gericht im US-Bundesstaat Texas eine Beschleunigung seiner vorliegenden Klage gegen die "illegalen" Beschränkungen seines USA-Geschäft, wie der Chefjurist Song Liuping am Mittwoch am Firmensitz in Shenzhen in Südchina berichtete.

    Keine Beweise vorgelegt
    "Politiker in den USA benutzen die Stärke der ganzen Nation, um ein privates Unternehmen zu verfolgen", sagte Song. Die US-Regierung habe bislang "keine Beweise vorgelegt, dass Huawei eine Bedrohung der Sicherheit darstellt". "Es gibt keine Pistole, keinen Rauch. Nur Spekulationen", benutzte der Jurist die amerikanische Redensart von der "smoking gun", der "rauchenden Pistole", mit dem unwiderlegbare Beweise gemeint sind.

    Der juristische Schritt soll die im März vorgebrachte Klage vor dem texanischen US-Bezirksgericht schneller voranbringen. Damit wird die Verfassungsmäßigkeit des Abschnitts 889 des National Defense Authorization Act (NDAA) der USA in Frage gestellt. Danach wird US-Behörden der Kauf und Einsatz von Huawei-Technik und Diensten untersagt. Auch dürfen sie keine Geschäftsbeziehungen zu Dritten unterhalten, die Huawei-Ausrüstung einsetzen. Eine Anhörung ist für den 19. September angesetzt.

    In einem separaten Schritt hatte US-Präsident Donald Trump den Konzern Mitte Mai noch auf eine schwarze Liste von Unternehmen gesetzt, deren Geschäftsbeziehungen zu US-Partnern strengen Kontrollen unterliegen. Trump begründet seine Schritte mit Sicherheitsbedenken gegen Technik aus China. Auch da die Vorwürfe bislang nicht konkret belegt wurden, sehen viele Experten die Sanktionen im Kontext des Handelskonfliktes mit China.

    Handelsstreit wird immer teurer
    Die Handelsgespräche liegen auf Eis. An diesem Freitag treten um Mitternacht als Vergeltung für US-Sonderzölle die angekündigten Zusatzabgaben Chinas auf Importe aus den USA im Wert von 60 Milliarden US-Dollar in Kraft. Die Zölle steigen auf 10 bis 25 Prozent. Es ist eine Reaktion auf die Erhöhung von US-Zusatzzöllen auf 25 Prozent auf China-Importe im Wert von 200 Milliarden US-Dollar Anfang Mai, was die Gespräche platzen ließ.

    Indem Huawei auf der schwarzen Liste steht, wird der Konzern langfristig von wichtigen Zulieferern wie Google, ARM, Intel oder Panasonic abgeschnitten. Bis Mitte August gilt noch eine dreimonatige Ausnahmeregelung. Damit soll vor allem die Versorgung ausgelieferter Smartphones sowie der Betrieb von Mobilfunk-Netzen mit Huawei-Technik in ländlichen Regionen in den USA sichergestellt werden.

    "Es schafft einen gefährlichen Präzedenzfall", sagte Song zu dem Vorgehen der USA, das als politisch motiviert betrachtet wird. "Heute sind es Telekoms und Huawei. Morgen könnten es ihre Industrie, ihr Unternehmen, ihre Verbraucher sein." Das Justizsystem in den USA sei die letzte Verteidigungslinie, sagte der Chefjurist. Huawei habe Vertrauen in die Unabhängigkeit und Integrität des US-Justizsystems.

    "Geiseldiplomatie"
    Huawei steht in den USA auch wegen der Affäre um die Tochter des Unternehmensgründers Ren Zhengfei unter Druck: Meng Wanzhou, die Finanzchefin, sitzt unter strengen Auflagen in Kanada fest. Die USA haben ihre Auslieferung beantragt. Ihr wird Bankbetrug bei der Verletzung von Sanktionen gegen den Iran vorgeworfen.

    Der Fall belastet auch die Beziehungen zwischen Kanada und China. Nach ihrer Festnahme wurden in China zwei Kanadier festgenommen – der ehemalige Diplomat und für die unabhängige internationale Crisis-Group tätige Michael Kovrig sowie der Geschäftsmann und Korea-Experte Michael Spavor. Chinas Behörden werfen ihnen Spionage vor. Diplomaten und Kritiker vermuten Vergeltung und sprechen von "Geiseldiplomatie".

    Quelle: Huawei: Vorgehen der USA ein "gefährlicher Präzedenzfall" | heise online
  • Ark OS: Huawei entwickelt eigenes Betriebssystem
    Huawei zeigt erste Screenshots von Ark OS und bereitet den Google-Abschied offenbar ernsthaft vor.
    von Florian Bodoky 04.06.2019

    Nach dem Druck und dem drohenden US-Embargo ist Huawei offenbar daran, sein eigenes Betriebssystem zu entwickeln. Es wird voraussichtlich auf den Namen Ark OS hören, und soll geräteübergreifend nutzbar sein. Vorgesehen sind Smartphones, Tablets, Computer, Fernseher, Autos und andere tragbare Geräte.

    Für Ark OS, welches mit Android-Apps kompatibel sein soll, streben die Chinesen einen Launch im Frühjahr 2020 an, so Huaweis Cosumer-Chef Yu Chengdong. Nach wie vor sollen Android-Quellcodes verwendet werden, aber durch einen eigenen Compiler bis zu 24mal schneller funktionieren. Für das System und die App-Performance prognostiziert man gar einen Speed-Gewinn von 44 bis 60 Prozent.

    Zudem sind bereits erste Screenshots aufgetaucht, welche sehr stark an Android erinnern. Klar ist aber: Zieht die USA die Pläne durch, werden keine Google-Dienste auf dem OS installierbar sein.


    Quelle: Ark OS: Huawei entwickelt eigenes Betriebssystem
  • Android auf Huawei-Smartphones: Google will Ausnahme für Huawei-Sanktionen

    Huaweis geplantes eigenes Betriebssystem könnte unsicher sein, deswegen will Google sein Android-Betriebssystem trotz US-Sanktionen weiter an Huawei liefern.

    Google strebt laut einem Zeitungsbericht eine Erlaubnis der US-Regierung an, weiter mit dem chinesischen Huawei-Konzerns im Geschäft zu bleiben. Dabei gehe es vor allem darum, Huawei-Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android versorgen zu dürfen, schrieb die Financial Times am Freitag. Der Internet-Konzern argumentiere, dass ein Ende der Zusammenarbeit schlecht für die Sicherheit der Nutzer wäre, hieß es unter Berufung auf mit den Gesprächen vertraute Personen.

    Die USA hatten Mitte Mai Huawei auf eine schwarze Liste von Unternehmen gesetzt, deren Geschäftsbeziehungen zu US-Partnern strengen Kontrollen unterliegen. Wer US-Technik an Huawei verkaufen oder transferieren will, muss eine Lizenz erwerben. Diese kann verweigert werden, wenn Sicherheitsinteressen berührt sind.

    Sicherheitsbedenken bei Google
    Zugleich lockerte US-Präsident Donald Trump aber nach wenigen Tagen die Maßnahmen für drei Monate. Für Nutzer von Huawei-Smartphones bedeutet der Schritt unter anderem, dass Google die Telefone heutiger Huawei-Kunden bis Mitte August weiter in vollem Umfang mit Updates und Apps versorgen kann. Für die Verwendung von US-Technik in neuen Produkten gilt die Lockerung aber nicht. Huawei kündigte bereits an, ein eigenes Betriebssystem für seine Smartphones spätestens im nächsten Jahr zur Marktreife zu bringen.

    Google warne nun in Gesprächen mit der US-Regierungsvertretern, dass das chinesische Betriebssystem mehr Software-Fehler als Android haben könnte – und damit leichtere Beute für Hacker wäre, schrieb die Financial Times. Deshalb setze sich der Internet-Konzern in Washington für eine längere Lockerung der Regeln oder eine komplette Ausnahme von dem Verbot ein. Huawei ist derzeit der zweitgrößte Smartphone-Anbieter der Welt und zusätzlich ein führender Netzwerkausrüster.

    Quelle: Android auf Huawei-Smartphones: Google will Ausnahme für Huawei-Sanktionen | heise online
  • mad.de schrieb:

    Der Internet-Konzern argumentiere, dass ein Ende der Zusammenarbeit schlecht für die Sicherheit der Nutzer wäre
    :rofl:

    Schon erstaunlich, wie dreist die sind ... (aber ich will gar nicht wissen, wieviele "Verbraucher" sich da gut behütet fühlen)

    Ja klar, alles wegen der Sicherheit der Nutzer :trost:

    Soviel Nächstenliebe ist kaum zu ertragen ...



    Schon blöd, wenn man andere "zwingt" unabhängiger zu werden und dann "Angst" kriegt, die machen das ... und mit Pech sogar nicht ganz schlecht^^

    Man nehme doch mal an, Huawei schafft das alles ... ganz ohne die Gnade vom Trumpeltier und ohne Google ... was'n dann? Prügeln die sich dann wieder im Sandkasten, wer wen hackt, wer an welchen Daten wieviel verdient und ob er das darf :ööm: oder marschiert der Ami dann gen Osten 8|

    Man darf gespannt sein ... besseren Stoff gibt's in keinem Kino atm ...


    :pop:
    Da, wo die Neurosen blüh'n, da möcht' ich Landschaftsgärtner sein!
    Rechteübersicht * Forenregeln * F.A.Q. * Lexikon
    Suchfunktion * Chat * User helfen User
    Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm: »Halt' du sie dumm, ich halt' sie arm!« (R. Mey)
  • Huaweis Alternative zu Android: Erste Bilder vom neuen Betriebssystem aufgetaucht

    Huawei arbeitet mit Hochdruck an einem eigenen Betriebssystem, um so unabhängig von Googles Android-Plattform zu werden. So viel war schon bekannt. Jetzt gibt es erste Screenshots und einen Namen für das neue OS: Das Betriebssystem soll ARK OS heißen. Warum Huawei überhaupt ein eigenes Betriebssystem braucht, das sehen Sie im Video.

    Huawei hat beim deutschen Patent- und Markenamt DPMA die Wortmarke Ark OS und "Huawei Ark OS" angemeldet. Der Name bezieht sich wohl auf das interne Betriebssystem, an dem Huawei zurzeit arbeitet. Das heißt aber nicht zwingend, dass das Huawei-OS letztendlich auch diesen Namen haben wird, der Name ist aber schon länger im Gespräch.

    Das Huawei-Betriebssystem soll auf Smartphones, Computern Tablets, Autos, Fernsehern und tragbaren Geräten laufen, mit Android-Apps kompatibel und bis zu 60 Prozent schneller als Android sein – weil die Android-Apps neu kompiliert werden. Seit 2012 arbeitet der Konzern an dem Betriebssystem, es soll Ende diesen Jahres oder nächstes Frühjahr veröffentlicht werden.

    Auch erste Screenshots wurden beim Amt angemeldet. Die Designs wurden aber schon Ende März eingereicht und erinnern stark an die Standard-Android-Anzeige.

    Huawei und Android: Wie geht es weiter?
    Der Schritt kommt im Zuge des Android-Lizenzverlusts von Huawei nicht überraschen. Wegen des Handelsstreits zwischen den USA und China wurde US-Unternehmen die Zusammenarbeit mit sanktionierten chinesischen Unternehmen untersagt, darunter auch Huawei. Dadurch kommt es zukünftig wohl zu größeren Problemen für Huawei-Kunden und den Konzern selber. Was Sie tun sollen, wenn Sie sich für ein Huawei-Gerät interessieren, lesen Sie hier.

    Der Lizenzverlust betrifft vor allem künftig veröffentlichte Geräte von Huawei und der Unternehmenstochter Honor. Für bereits verkaufte Huawei-Smartphones gibt es eine Schonfrist von 90 Tagen, in denen noch Updates ausgespielt werden. Danach muss Google aber wie andere US-Unternehmen auch die Zusammenarbeit mit Huawei einstellen.

    Quelle: Huaweis Alternative zu Android: Erste Bilder vom neuen Betriebssystem aufgetaucht - CHIP
  • Huawei fordert 1 Mrd. US-Dollar von Verizon

    Huawei verstärkt die Spannungen mit den USA weiter und fordert mehr als eine Milliarde US-Dollar an Patentgebühren von Verizon.

    Die Fronten im Handelskrieg zwischen China und den USA haben sich in dieser Woche offenbar weiter verhärtet. Wie das Wall Street Journal berichtet , fordert der chinesischen Elektronik-Hersteller Huawei Lizenzgebühren von Verizon Communications. Der US-Konzern würde Technologien nutzen, die auf mehr als 230 Patenten von Huawei Technologies beruhen, dafür jedoch keine Lizenzgebühren zahlen. Diese fordert Huawei dem Bericht zufolge nun nicht nur bei Verizon, sondern auch dessen Partnerunternehmen ein. Die Gesamtforderungen belaufen sich laut dem Wall Street Journal auf mehr als eine Milliarde US-Dollar.

    Neben Netzausrüstung handle es sich bei den Patenten auch um Festnetzinfrastruktur und Internet-of-Things-Technik. Den Gerüchten zufolge haben sich in der vergangenen Woche bereits Vertreter beider Unternehmen getroffen, um über die fraglichen Patente zu sprechen. Laut dem Verizon-Sprecher Rich Young stehe die Rechtsstreitigkeit mit Huawei in einem „breiteren geopolitischen Kontext“ und habe „Auswirkungen auf die gesamte Branche“.

    Nachdem die US-Regierungen bereits seit vergangenem Jahr immer wieder Bedenken äußerte und vermutete, dass Elektronik von chinesischen Unternehmen dazu benutzt werde, die USA zu bespitzeln, erließ US-Präsident Trump Mitte Mai ein Dekret über den nationalen Notstand für die Telekommunikation. Huawei wurde dabei auf die Liste mit den Unternehmen gesetzt, die ein Risiko für die USA darstellen könnten. Der Handel mit diesen Unternehmen soll unterbunden werden. Als Reaktion haben bereits mehrere Unternehmen angekündigt, die Handelsbeziehungen zu Huawei einstellen zu wollen – darunter Google und Broadcom.

    Quelle: Huawei fordert 1 Mrd. US-Dollar von Verizon - PC-WELT
  • Huaweis OS wird offenbar schon getestet
    Huawei scheint ernst zu machen. Die hauseigene Android-Version soll bereits getestet werden und im Oktober schon bereit sein.
    von Florian Bodoky 17.06.2019

    Derzeit scheint es, als ob Huawei sich ernsthaft und mit Hochgeschwindigkeit auf sein eigenes mobiles Betriebssystem konzentrieren soll. Im Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters äusserte Andrew Williamson, Vizepräsident für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit bei Huawei, dass bereits erste Tests im Gange seien und das sogenannte Hongmeng OS innerhalb von Monaten bereits ausgeliefert werden könnte.
    Auf diese Aussage hin meldeten sich diverse Gerüchteblogger und Leaker, die offenbar davon ausgehen, dass das Betriebssystem Hongmeng, welches auch Ark OS genannt wird, bereits im Oktober bereit sein soll. Als Hinweis dafür führten sie Datenbankeinträge der World Intellectual Property Organization an, aus denen hervorgeht, dass Huawei schon verschiedentlich Rechteanträge eingereicht hat – auch in der Schweiz. Gemäss GSMArena soll das OS in einer finalen Version auf Entry- und Midrange-Geräten ausgerollt werden. Nicht jedoch auf den neuen Mate-Geräten, die auch im Herbst erwartet werden. Bestätigt sind all diese Berichte jedoch nicht.

    Bis zum 19. August darf Huawei noch auf das «herkömmliche» Android setzen, bevor das Handelsverbot der US-Regierung greift. Google macht sich derweil für eine Lockerung des Verbotes stark, da ein neues OS ihrer Ansicht nach eine Sicherheits-Gefahr darstelle.


    Quelle: Huaweis OS wird offenbar schon getestet
  • Huawei Deutschland reagiert auf Web-Gerüchteküche

    Gibt es weiterhin WhatsApp und Android-Updates für Huawei-Handys? Huawei Deutschland äußert sich zu Web-Gerüchten.

    Der Verlust der Android-Lizenz nach dem US-Bann hat Huawei schwer getroffen, seitdem herrscht Unsicherheit bei den Besitzern von Huawei-Smartphones. Außerdem kursieren im Web allerlei Gerüchte, die zum Teil vollkommen falsch sind oder zumindest auf Halbwahrheiten beruhen. Huawei Deutschland reagiert nun mit der Website huaweiantwortet.de auf die Web kursierenden Gerüchte.

    "Viele Gerüchte über unsere aktuelle Situation sind im Umlauf. Hier beziehen wir Stellung und liefern euch aktuelle Antworten aus erster Hand", heißt es auf der Website "Huawei antwortet". Konkret finden sich dort aktuell drei offizielle Stellungnahmen von Huawei Deutschland zu den folgenden Gerüchten:

    Gerücht #1: Bald müssen Huawei Nutzer auf Apps wie WhatsApp, Facebook oder Instagram verzichten.

    Antwort von Huawei Deutschland: "Bei allen Huawei Smartphones und Tablets, die bereits verkauft wurden, aktuell verkauft werden oder auf Lager sind, können Apps wie Facebook, WhatsApp oder Instagram ganz normal verwendet oder heruntergeladen werden."

    Gerücht #2: Wer sein Huawei-Smartphone oder Tablet zurücksetzt, verliert den Zugang zu Android Services und Google Apps.

    Antwort von Huawei Deutschland: "Wir versichern, dass mit Huawei Smartphones und Tablets auch nach dem Zurücksetzen auf Werkseinstellungen wie gewohnt Android Services und Google Apps heruntergeladen und genutzt werden können."

    Gerücht #3: Bald gibt es keine Updates mehr für Huawei Smartphones

    Antwort von Huawei Deutschland: "Huawei Smartphones und Tablets, die verkauft wurden, aktuell verkauft werden oder auf Lager sind, werden weiterhin Sicherheits- und Softwareupdates erhalten."

    Zu betonen ist, dass alle Aussagen von Huawei sich auf die jeweils schon im Umlauf befindlichen bzw. bereits produzierten Android-Smartphones beziehen.
    Anders sieht es dagegen bei künftigen Huawei-Smartphone-Modellen aus, die nach aktuellem Stand beispielsweise nicht mit Facebook, WhatsApp & Co. ausgeliefert werden können.
    In China testet Huawei außerdem bereits eine Android-Alternative, die später in diesem Jahr auch hierzulande starten könnte, wenn es nicht doch noch zu einer Einigung im US-Handelsstreit mit China kommt.

    Quelle: Huawei Deutschland reagiert auf Web-Gerüchteküche - PC-WELT
  • Trump will kein 5G von Ericsson und Nokia aus China zulassen

    Trump will kein 5G von Ericsson und Nokia aus China zulassen
    Trump setzt seine Kampagne gegen Huawei fort und will nun auch die Europäer zwingen, nicht mehr in China produzieren zu lassen. Die USA haben keinen eigenen 5G-Ausrüster.


    Donald Trump spricht zum Thema 5G.

    Die Trump-Regierung will Ericsson und Nokia auffordern, 5G-Ausrüstung für den US-Markt nicht mehr in China herzustellen oder entwickeln zu lassen. Das berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf informierte Kreise. Regierungsvertreter hätten die Ausrüster befragt, ob sie Technik außerhalb Chinas fertigen könnten, darunter neben Mobilfunkstationen auch Router, Switches und Software.


    Nokia und Ericsson produzieren in direkter Nachbarschaft von Huawei im südchinesischen Shenzhen. Die neue Verordnung beinhalte eine Liste von Regeln und Vorschriften, die innerhalb einer Frist von 150 Tagen bis Oktober umzusetzen seien. Die Gespräche seien aber noch in einem frühen und informellen Stadium.

    Basierend auf den Geschäftsberichten der Unternehmen schätzten Citi-Analysten laut Wall Street Journal, dass die Produktionsflächen von Ericsson in China im Jahr 2018 rund 45 Prozent und von Nokia 10 Prozent des Gesamtkonzerns ausmachten. Die Schätzungen der Analysten enthalten nicht den Einsatz von chinesischen Subunternehmen durch die beiden Konzerne.

    Tatsächlich haben die USA keinen führenden Mobilfunkausrüster mehr, besonders im Bereich Radio. Lucent Technologies fusionierte im Jahr 2006 mit der französischen Alcatel. Das Gemeinschaftsunternehmen wurde später von Nokia gekauft. Das Mobilfunknetzgeschäft von Motorola Solutions ging im Jahr 2010 an Nokia Siemens Networks.

    Der chinesische Ausrüster Huawei steht im Zentrum der Angriffe durch die umstrittene US-Regierung. Hintergrund ist der eskalierende Handelskrieg zwischen den beiden führenden Wirtschaftsmächten. Da der US-Boykott aber die US-Technologiekonzerne wie Intel, Broadcom oder Qualcomm stärker schädigt als Huawei selbst, erwarten unternehmensnahe Kreise eine baldige Lösung in der zugespitzten Auseinandersetzung.

    Quelle:Handelskrieg: Trump will kein 5G von Ericsson und Nokia aus China zulassen - Golem.de

    Und dreimal dürfen wir alle raten mit wem das zu tun hat!? Ganz genau, es geht mal wieder, diesmal indirekt, um Huawei. Es deutet sich an, das sich der ganze Konflikt ausweitet, zu einem Boykott aller chinesischen Hochtechnologie. Dabei wird Amerika jedoch vermutlich verlieren. Es sei denn, Trump kriegt es mittels Drohung und Erpressung hin, dass sich Europa diesem Boykott anschließt. Das wird also entweder richtig schlecht laufen für Amerika, oder aber für China. Und letztlich wird die Atmosphäre der Beziehungen langfristig beeinträchtigt werden.
    Für mich zeigt es auch wie gefährlich es ist, Schlüsselindustrien wie die Halbleitertechnik und der Softwareentwicklung anderen Staaten komplett zu überlassen. Und das hat Europa getan. Weder Deutschland noch sonst wer ist in der Lage Reinstsilizium herzustellen. Das konnten wir einmal - war aber zu teuer. Das war eine Fehleinschätzung, denn es zeigt sich heutzutage das es schnell noch viel teurer werden kann, wenn man in Abhängigkeiten steht. Es müsste seitens der Regierung Förderprogramme noch und nöcher geben, um da etwas mehr zurück zu gewinnen und damit weniger erpressbar zu sein.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von AnakinSky () aus folgendem Grund: Ergänzung

  • Trotz US-Embargo: Huawei steigert Smartphone-Absatz deutlich

    Bis Ende Mai finden 100 Millionen Huawei-Smartphones einen Käufer. Das Unternehmen verkürzt den Zeitraum für diesen Meilenstein um 25 Prozent. Im April und Mai steigt der durchschnittliche tägliche Smartphoneabsatz sogar gegenüber den ersten drei Monaten des Jahres.

    Das umstrittene US-Embargo gegen Huawei scheint zumindest in den ersten fünf Monaten des Jahres wenig Einfluss auf den Smartphone-Absatz des Unternehmens gehabt zu haben. Bis Ende Mai verkaufte der chinesische Elektronikkonzern nach eigenen Angaben 100 Millionen Smartphones. Diesen Meilenstein erreichte Huawei damit noch nie so früh in einem Jahr wie 2019.

    2018 meldete Huawei erst am 18. Juli den Verkauf von 100 Millionen Smartphones, also nach 198 Tagen. 2019 waren es indes nur 149 Tage – Huawei verkürzte den für die Auslieferung von 100 Millionen Einheiten benötigten Zeitraum also um 25 Prozent.

    Erstmals setzte das Unternehmen 2015 mehr als 100 Millionen Smartphones ab. Vor vier Jahren benötigte es dafür noch 355 Tage. 2016 war das Ziel bereits am 14. Oktober beziehungsweise nach 287 Tagen erreicht. 2017 verkürzte sich der Zeitraum dann auf 254 Tage.

    In den ersten drei Monaten des Jahres kam Huawei der Bilanz für das erste Quartal zufolge auf 58 Millionen Einheiten. Sie verhalfen dem Unternehmen zu einem Umsatzanstieg von 39 Prozent auf 198 Milliarden Yuan.

    Betrachtet man diese Zahlen, steigerte Huawei seine Smartphone-Lieferungen im April und Mai sogar gegenüber dem ersten Quartal. 58 Millionen Einheiten in einem Zeitraum von drei Monaten (90 Tage) entsprechen rund 644.000 verkauften Geräten pro Tag. Verteilt man indes 42 Millionen Einheiten auf die verbleibenden 59 Tage, ergibt sich ein Durchschnitt von 711.000 verkauften Smartphones pro Tag.

    Trotz dieser positiven Entwicklung sah sich Huawei in der vergangenen Woche gezwungen, seine Umsatzprognose für das Jahr 2019 um 30 Milliarden Dollar nach unten zu korrigieren. Die Einnahmen sollen nun bei nur noch 100 Milliarden Dollar liegen – damit würden die Sanktionen der US-Regierung das geplante Wachstum für das laufende Jahr vollständig auffressen.

    Huaweis Geschäfte leiden vor allem unter dem Verbot für US-Firmen, bestimmte Produkte an Huawei zu liefern, die überwiegend auf US-Technologien basieren. Denn dazu gehören unter anderem das Mobilbetriebssystem Android und auch Intel-Prozessoren und Microsoft Windows für Desktop-Computer.

    Microsoft und Intel sicherten Huawei indes laut einem Bericht von PCWorld, das Unternehmen im Rahmen des Embargos bestmöglich zu unterstützen. So erklärte ein Microsoft-Sprecher, sein Unternehmen werde auch weiterhin Windows-Updates für Huawei-PCs zur Verfügung stellen.

    Quelle: Trotz US-Embargo: Huawei steigert Smartphone-Absatz deutlich | ZDNet.de
  • Einigung bei G20-Gipfel
    Huawei und Honor: Trump hebt US-Sanktionen teilweise auf
    Aufatmen bei Huawei, Honor und deren Kunden: Beim G20-Gipfel in Japan verständigten sich die USA und China auf eine teilweise Aufhebung der Sanktionen.

    Im Handelskonflikt zwischen den USA und China zeichnet sich eine Annäherung ab. Am Rande des G20-Gipfels im japanischen Osaka einigten sich US-Präsident Donald Trump und der chinesische Staatspräsident Xi Jinping auf neue Verhandluungen. Die USA sicherten zu, vorerst keine neuen Einführzölle zu erheben. Gegenstand der Unterredung waren jedoch auch die US-Sanktionen gegen Huawei - und auch hier stehen die Zeichen auf Entspannung.

    So kündigte Trump an, dass für US-Firmen wieder der Verkauf von Produkten an Huawei erlaubt werden solle. Damit kann der Smartphone-Hersteller wieder Lizenzen für Android und Co. erwerben und auch Qualcomms Snapdragon-SoCs, Intel-Prozessoren und weitere benötigte Chips kaufen.

    Final soll die Causa Huawei jedoch laut Trump erst zum Schluss der Verhandlungen zwischen China und den USA besprochen werden. Stand heute bleibt Huawei damit weiterhin auf der Schwarzen Liste des US-Handelsministeriums. Lediglich die Einkaufsrestriktionen für Huawei wurden gelockert. Als Netzwerkausrüster für den 5G-Ausbau wird Huawei in den USA etwa weiter von der Blockadepolitik betroffen sein.

    Aufatmen und Kritik in den USA

    Während die mit Huawei handelnden US-Firmen aufatmen können, gibt es in den USA auch Kritik am Zurückrudern Trumps. Einige US-Politikerbefürchten laut Bloomberg, dass das Einknicken Trumps die Verhandlungsposition in den Gesprächen um das Handelsabkommen mit China schwächt. Denn hier sei die Firma Huawei für die USA ein wichtiger Hebel.
    Befürworter eines harten Vorgehens gegen Huawei befürchten zudem eine Rücknahme weiterer Sanktionen. Diesen Fall bezeichnete US-Senator Marco Rubio als "katastrophalen Fehler".

    Unsicherheit für Verbraucher

    Aus Verbrauchersicht verbleibt angesichts der wankelmütigen US-Politik Unsicherheit zurück: Wie lange wird es Huawei nun erlaubt bleiben, High-Tech-Chips und Software-Lizenzen von US-Firmen zu nutzen? Geht der gleiche Zirkus in zwei Monaten wieder von vorne los? Derartige Fragen könnten die Nachfrage nach Huawei-Smartphones auch in Deutschland zumindest kurzfristig weiter belasten.

    Mehr zum Thema: Sanktionen gegen Huawei

    Welche Auswirkungen haben die US-Sanktionen auf Huawei und auf deutsche Verbraucher? Wir erklären Ihnen die wichtigsten Hintergründe in unserer Berichterstattung zum Thema:


    1.7.2019 von Manuel Medicus


    Quelle: Huawei und Honor: Trump hebt US-Sanktionen teilweise auf - connect


    Hoffnung für Huawei und neue Handelsgespräche
    Die USA und China haben sich in ihrem Handelskrieg auf einen «Waffenstillstand» und die Wiederaufnahme von Verhandlungen geeinigt. Auch für Huawei gibt es positive Signale.
    von dpa 01.07.2019

    «Wir sind wieder auf dem richtigen Weg», sagte US-Präsident Donald Trump nach einem Gespräch mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping am Rande des Gipfels der grossen Wirtschaftsnationen (G20) am Samstag in Osaka in Japan. Er sprach von einem «ausgezeichneten Treffen». Trump sicherte zu, die angedrohte Ausweitung der Strafzölle vorläufig auszusetzen, was eine Vorbedingung Chinas war. Auch hob er die Blockade des chinesischen Telekom-Riesen Huawei vorerst auf.

    In dem seit einem Jahr andauernden Handelskonflikt zeigte Trump damit grosses Entgegenkommen gegenüber China. Allerdings sind weder die Drohung mit neuen Zöllen noch die Isolation des Huawei-Konzerns vom Tisch. «Ich habe versprochen, zumindest vorerst keine neuen Zölle hinzuzufügen», sagte Trump vor der Presse. Auch spart er sich eine Entscheidung, wie mit dem Netzwerkausrüster und zweitgrössten Smartphone-Hersteller umgegangen wird, nur für später auf.

    Die beiden grössten Volkswirtschaften liefern sich seit einem Jahr einen erbitterten Handelskrieg, der das Wachstum in beiden Staaten bremst und auch der globalen Konjunktur schadet. Die deutsche Exportwirtschaft und die in China tätigen Unternehmen spüren die Auswirkungen bereits deutlich. Die Einigung von Trump und Xi Jinping auf neue Verhandlungen dürfte allerdings erstmal für Erleichterung an den Finanzmärkten und bei Investoren sorgen, auch wenn der Handelskrieg damit noch lange nicht beigelegt ist.

    «Huawei ist eine komplizierte Situation.»

    Die Entscheidung über Huawei kam überraschend. «Ich habe zugestimmt, dass der Verkauf von Produkten weiter erlaubt wird», sagte Trump. Ob der Konzern auch von der schwarzen Liste genommen wird, soll in den nächsten Tagen besprochen werden. Trump hatte den Konzern im Mai als Gefahr für die Sicherheit der USA eingestuft und damit Geschäfte von US-Firmen streng begrenzt. Viele internationale Firmen hatten daraufhin ihre Geschäfte mit Huawei ausgesetzt oder auf den Prüfstand gestellt. So wurde beispielsweise fraglich, ob Google auch in Zukunft noch Updates für das Android-Betriebssystem liefern darf, was einen massiven Einbruch der Smartphone-Verkäufe von Huawei ausgelöst hatte.

    Trump räumte ein, dass US-Unternehmen «nicht glücklich» gewesen seien. So liefern amerikanische Chiphersteller und viele andere Technologie-Unternehmen im grossen Stil an den Telekom-Riesen. «Wir erlauben ihnen, weiter an Huawei zu verkaufen», versicherte Trump und hob hervor, dass diese damit eine «riesige Menge Geld machen» und Arbeitsplätze sicherten. Er beschrieb Huawei aber weiter als ein «Sicherheitsproblem», das später angegangen werden soll. «Wir vereinbarten, es bis zum Schluss aufzusparen», sagte Trump. «Huawei ist eine komplizierte Situation.»

    Er lobte wiederholt seine mit Spannung erwarteten Gespräche mit dem chinesischen Präsidenten. «Wir hatten ein sehr gutes Treffen», sagte Trump. «Möglicherweise besser, als ich erwartet habe.» Es sei viel diskutiert worden. «Wir werden sehen, was passiert.» Auf Fragen von Journalisten wollte Trump aber China nicht als Feind oder Rivalen beschreiben, sondern wählte die Formulierung «strategischer Partner». China müsse aber seinen Marktzugang verbessern: «Jetzt ist China nicht offen für die USA, während wir offen für China sind.»

    So war Auslöser des Handelskrieges vor einem Jahr die Verärgerung von Trump darüber, dass China weit mehr in die USA exportiert als umgekehrt. Er fordert eine Beseitigung von Marktschranken, kritisiert die Verletzung von Urheberrechten, den zwangsweisen Technologietransfer sowie staatliche Subventionen. Die Verhandlungen waren vor zwei Monaten festgefahren, weil die USA beklagten, dass China hinter vorher gemachten Zusagen zu geplanten Wirtschaftsreformen zurückgefallen sei.

    Seither hat Trump die Hälfte der Importe aus China mit 25-prozentigen Sonderzöllen überzogen, China reagierte mit Gegenzöllen. Im Raum stand zuletzt die Drohung Trumps, die Sonderabgaben auf die restlichen China-Einfuhren im Wert von rund 300 Milliarden US-Dollar auszuweiten, sollte China kein Entgegenkommen zeigen. Er dachte an Zölle in Höhe von 10 bis 25 Prozent. Ob China in Osaka seinerseits Zugeständnisse in Aussicht gestellt hat, sagte Trump aber nicht.

    Zum Auftakt ihres Gesprächs hatte ihn Chinas Präsident vor einer Eskalation gewarnt. «China und die USA profitieren beide von Kooperation und verlieren bei einer Konfrontation», sagte Xi Jinping. «Kooperation und Dialog sind besser als Spannungen und Konfrontation.» Er bemühte die Erinnerung an die «Ping-Pong-Diplomatie» bei der Aufnahme der Beziehungen vor 48 Jahren. 1971 hatten Tischtennisspieler beider Länder bei den Weltmeisterschaften in dem 180 Kilometer von Osaka gelegenen Nagoya erstmals Kontakt miteinander aufgenommen, was die Normalisierung zwischen beiden Ländern einleitete. Seither habe es «enorme Veränderungen» gegeben, sagte Chinas Präsident.

    Beide Seiten wollen in den Verhandlungen dort anknüpfen, wo sie vor zwei Monaten stehengeblieben sind. Ein Zeitrahmen wurde aber nicht vereinbart. «Wir waren uns sehr nahe, und dann passierte etwas, und es rutschte etwas weg», sagte Trump. «Es wäre historisch, wenn wir eine faire Handelsvereinbarung bekommen könnten.» Der US-Präsident unterstrich einmal mehr seine persönliche Einschätzung, dass er eine «grossartige Beziehung» zu Xi Jinping pflege.


    Quelle: Hoffnung für Huawei und neue Handelsgespräche


    US-Demokraten warnen Trump vor Zugeständnissen an Huawei
    Die oppositionellen US-Demokraten haben Präsident Donald Trump davor gewarnt, im Handelskonflikt mit China Zugeständnisse beim chinesischen Telekomriesen Huawei zu machen.
    von dpa 30.06.2019

    «Huawei ist einer der wenigen wirkungsvollen Hebel, die wir haben, um China dazu zu bringen, beim Handel fair zu spielen», schrieb der Fraktionschef der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, am Samstag auf Twitter. Ein Entgegenkommen Trumps würde «unsere Fähigkeit, Chinas unfaire Handelspraktiken zu ändern, dramatisch untergraben».

    Trump sagte China am Samstag beim G20-Gipfel in Osaka zu, Lieferungen an Huawai vorerst wieder zuzulassen. Ob der Konzern auch von der schwarzen Liste genommen wird, soll in den nächsten Tagen besprochen werden. Der republikanische Präsident hatte den Konzern im Mai als Gefahr für die Sicherheit der USA eingestuft und Geschäfte von US-Firmen streng begrenzt.

    Am Freitag hatte auch der republikanische Senator Marco Rubio davor gewarnt, Huawei zum Teil der Verhandlungen zu machen, weil der Konzern «eine Bedrohung der nationalen Sicherheit» sei.


    Quelle: US-Demokraten warnen Trump vor Zugeständnissen an Huawei
  • Handelskrieg: USA und China reden miteinander – Hoffnung für Huawei

    Nur langsam kommen die USA und China wieder an den Verhandlungstisch. Chinas Telekomriese Huawei kann wieder auf Geschäfte mit US-Firmen hoffen.

    Die USA und China wollen einen neuen Anlauf unternehmen, um nach einer Lösung für ihren anhaltenden Handelskrieg zu suchen. Nach der Einigung von US-Präsident Donald Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping auf eine Wiederaufnahme der Handelsgespräche am Rande des Gipfels der großen Industrienationen (G20) Ende Juni in Osaka in Japan telefonierten die Unterhändler beider Seiten am Dienstagabend wieder miteinander, wie die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Mittwoch berichtete.

    US-Regierung hat es nicht eilig
    An dem Gespräch hätten Chinas Vizepremier Liu He und der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer sowie Finanzminister Steven Mnuchin teilgenommen. Wann die Unterhändler wieder persönlich zusammentreffen, blieb aber unklar. Nach Presseberichten soll eine neue Verhandlungsrunde in diesem Monat in Peking geplant sein. Die amerikanische Seite hat aber deutlich gemacht, dass sie keine Eile hat, sondern vielmehr ein gutes Ergebnis für die USA sucht.

    Nach dem Versprechen von Trump, US-Unternehmen wieder Geschäfte mit Chinas Telekomriesen Huawei zu erlauben, kündigte Handelsminister Wilbur Ross laut der New York Times an, dass dafür Lizenzen vergeben werden, "wo es keine Bedrohung für die nationale Sicherheit" gebe. "Wir öffnen es für eine begrenzte Zeit." Doch wird der führende Netzwerkausrüster und zweitgrößte Smartphone-Hersteller weiter aus Sicherheitsgründen auf einer schwarzen Liste bleiben.

    Mit den Lizenzen werden große US-Chiphersteller wie Qualcomm und Intel oder auch Google voraussichtlich wieder an Huawei liefern können. Somit könnte auch wieder die Versorgung der Huawei-Smartphones mit neuen Versionen des Android-Betriebssystems gesichert werden, was Verbraucher in Deutschland und anderswo schwer verunsichert hatte. Wann die Lizenzen vergeben werden und welche Technik geliefert werden darf, muss sich aber noch zeigen.

    Trumps Handelskrieg
    Die beiden größten Volkswirtschaften liefern sich seit einem Jahr einen erbitterten Handelskrieg, der das Wachstum in beiden Staaten bremst und auch der globalen Konjunktur schadet. Auslöser war die Verärgerung Trumps darüber, dass China weit mehr in die USA exportiert als umgekehrt. Er fordert eine Beseitigung von Marktschranken, kritisiert die Verletzung von Urheberrechten, zwangsweisen Technologietransfer und staatliche Subventionen.

    Seither hat Trump die Hälfte der Importe aus China mit 25-prozentigen Sonderzöllen überzogen. China reagierte mit Gegenzöllen. Bei dem Treffen mit Xi Jinping am 29. Juni in Osaka sagte Trump aber zu, eine geplante Ausweitung der Sonderzölle vorerst zu verschieben. So hatte der US-Präsident damit gedroht, die Sonderabgaben auf die restlichen China-Einfuhren im Wert von rund 300 Milliarden US-Dollar auszuweiten. Im Raum standen Zölle in Höhe von 10 bis 25 Prozent.

    Quelle: Handelskrieg: USA und China reden miteinander – Hoffnung für Huawei | heise online


    UPDATE 16.07.2019

    Nach großem Android-Drama: Huawei-Verkäufe ziehen wieder an

    Der wegen US-Sanktionen unter Druck geratene chinesische Technologiekonzern Huawei sieht sich nach Rückschlägen wieder auf Kurs.

    "Es gab einen Rückschlag am Markt, der Kunde hat gezögert, aber der Markt hat sich wieder erholt", sagte der Vizechef von Huawei Deutschland, David Wang, am Dienstag in Düsseldorf mit Blick auf Europa und Deutschland. Die Verkäufe hätten "wesentlich" angezogen. Im Mai hatten die USA die Firma auf eine schwarze Liste gesetzt und die Huawei-Geschäfte mit US-Firmen damit erschwert. Später lockerte Washington die Zügel etwas, wodurch die Versorgung der Handys durch Google mit neuen Android-Versionen vorerst gesichert sein könnte.

    Huawei hat in Deutschland nach eigenen Angaben 2.600 Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr machte der Konzern hierzulande einen Umsatz von umgerechnet 2,4 Milliarden US-Dollar (2,1 Milliarden Euro) - vor allem durch Smartphone-Verkäufe und die Ausstattung von Netzwerken.

    Neuer Mobilfunkstandard 5G: Huawei mischt weltweit kräftig mit
    Der chinesische Konzern wird nach Branchenschätzungen eine große Rolle spielen beim Mobilfunkausbau für den ultraschnellen Standard 5G - als Netzwerkausstatter ist Huawei globaler Marktführer. Konkurrenten sind Ericsson und Nokia. Man habe weltweit 54 Verträge für 5G-Netzwerke abgeschlossen, die Hälfte davon in Europa - etwa in Großbritannien, Spanien und der Schweiz, sagte Wang. Im Rahmen dieser Verträge seien bereits 150.000 5G-Stationen ausgeliefert worden. Angaben zu Deutschland machte Wang nicht. "Wir sind fest davon überzeugt, dass Huawei zu einer besseren 5G-Umgebung beitragen kann."

    Quelle: Nach großem Android-Drama: Huawei-Verkäufe ziehen wieder an - CHIP

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  • US-Regierung gewährt Huawei weiteren Aufschub
    Offenbar gewährt US-Regierung dem chinesischen Lösungsanbieter Huawei eine weitere Fristverlängerung von 90 Tagen. Huawei kann so weiter Produkte für seine Kunden ausliefern.
    von Daniel Bader 19.08.2019

    Laut dem Nachrichtendienst Reuters, und unter Berufung von «vertraulichen Quellen», wird das US-Handelsministerium Huawei einen weiteren zeitlichen Aufschub von 90 Tagen gewähren. Die Fristverlängerung soll es dem chinesischen Unternehmen ermöglichen, US-Unternehmen sowie Kunden mit Produkten, aber auch Software-Updates zu versorgen, sowie auch Wartungsaufgaben durchzuführen.

    Was hinter dem neuen Aufschub steckt? Gerade die ländlichen US-amerikanischen Gegenden sind stark mit Huawei-Geräten durchsetzt und damit von einer kontinuierlichen Versorgung abhängig. Ein Verbot kann hier schnell zu Störungen und Engpässen bei der Grundversorgung (bezüglich der Landwirtschaft, Netzwerk respektive gesamte Telekommunikation) dieser Gebiete führen.
    Mit einer Verlängerung gewinnt man nun Zeit, da die erste Frist heute, am 19. August 2019 ausläuft. Ohne einen neuen Aufschub würde die Möglichkeit des chinesischen Unternehmens deutlich reduziert, bestehende Telekommunikationsnetze zu warten und Software-Updates für Huawei-Handys/-Produkte bereitzustellen.

    Wie es allerdings weitergeht, hängt vor allem vom Fortgang des Handelsstreites zwischen der USA und China ab. Es wird gemutmasst, dass US-Präsident Donald Trump und der chinesische Präsident Xi Jinping voraussichtlich per Telefongespräch im Rahmen des G7-Treffens in Biarritz, Frankreich (24. bis 26.8.2019) auch über Huawei sprechen. Die US-Regierung belässt Huawei nach wie vor auf einer schwarzen Liste, weil das chinesische Unternehmen an Aktivitäten beteiligt sein soll, welche die nationale Sicherheit gefährden.

    Unter anderem wirft die USA China vor, dass Smartphones und Netzwerkgeräte von Huawei dazu eingesetzt werden, Amerikaner respektive amerikanisches Know-How auszuspionieren. Huawei bestreitet dies bis heute. Bis heute gibt es tatsächlich keinen öffentlich gemachten Beweis für diese Anschuldigung.

    Wie abhängig beide Seiten voneinander sind, zeigt das finanzielle Volumen der in 2018 getätigten Geschäfte: Von den 70 Milliarden US-Dollar, die Huawei 2018 für den Kauf von Komponenten ausgegeben hat, gingen 11 Milliarden US-Dollar an US-amerikanische Firmen, darunter Qualcomm, Intel und Micron Technology.

    Ein Kommentar von Huawei Schweiz zur neuen Sachlage wurde von uns angefragt, steht aber noch aus.


    Quelle: US-Regierung gewährt Huawei weiteren Aufschub
  • Die Verlängerung machen die Amis nur aus eigenen Geschäftsinteressen. Huawei ist nur ein Faustpfand im Zollstreit. Die Ankündigung eines eigenen Betriebssystem von Huawei erfolgte nicht per Zufall vor ein paar Tagen. Auch die Ankündigung eines eigenen Kartendienstes wurde zum richtigen Zeitpunkt publik. Auch wenn Huawei noch weit von einem eingene Betriebssystem und einem eigenen Kartendienst entfernt ist, hat nur schon die Ankündigung die Amis nervös gemacht. Die Amis wollen nichts weniger, als ein Konkurrent im Bereich Betriebssystem oder Kartendienst. Ohne eine marktbeherreschende Stellung auf diesen Gebieten verlieren die Amis ihre Einnamequelle. Ich behaupte daher, dass Huawei auch in Zukunft von den Amis bedient wird.
  • 10 Milliarden US-Dollar Verlust: Huawei veröffentlicht Folgen des US-Banns

    Huawei Handelserlaubnis ist vom US-Handelsministerium zuletzt um 90 Tage verlängert worden. Auf den Umsatz des Unternehmens hat sich der US-Bann dennoch ausgewirkt. Neuesten Berichten zufolge erwartet Huawei einen Rückgang der Smartphone-Einnahmen um 10 Milliarden US-Dollar.

    Der Halbjahresfinanzbericht von Huawei zeigt, dass der Umsatz des Unternehmens im Vergleich zum Vorjahr um 23 Prozent gestiegen ist. Trotz der negativen Auswirkungen des US-Handelsverbots konnte man 118 Millionen Smartphones ausliefern.

    Huawei erwartete erhebliche Verluste, nachdem das Unternehmen auf die "Entity List" gesetzt wurde. Nun aber hat man die Prognose angepasst und schätzt, dass die Consumer Business Abteilung lediglich 10 Milliarden US-Dollar weniger Umsatz machen wird.

    US-Bann hat Geschäftsstrategie beeinflusst
    Laut Eric Xu, stellvertretender Vorsitzender von Huawei, hat der US-Bann die Geschäftsstrategie von Huawei für die Zukunft definitiv beeinflusst.
    Huawei hat kürzlich vom US-Handelsministerium eine weitere Verlängerung seiner befristeten Handelserlaubnis um 90 Tage erhalten. Es gibt große Hoffnung, dass China und die USA vor Ablauf der neuen Lizenz eine Einigung über ihren laufenden Handelsstreit erzielen werden.

    Quelle: 10 Milliarden US-Dollar Verlust: Huawei veröffentlicht Folgen des US-Banns - CHIP


    Update: 28.08.2019

    Huawei-Embargo: 130 US-Firmen reichen Anträge für Ausnahmeregulungen ein

    Derzeit gilt allerdings die um weitere 90 Tage verlängerte generelle Ausnahmegenehmigung der US-Regierung, die Geschäfte mit Huawei erlaubt. Sollte diese nicht verlängert werden, greifen die für einzelne Firmen erteilten Lizenzen.

    Nach einem Bericht von Reuters haben mehr als 130 US-Firmen eine Lizenz beim Handelsministerium eingereicht, um eine Ausnahmegenehmigung für Geschäftsbeziehungen mit Huawei zu erhalten, die nach der Verhängung von Sanktionen durch die US-Administration gegen den chinesischen Telekommunikationskonzern für US-Firmen ursprünglich verboten waren. Allerdings hat die US-Regierung das Embargo gegen Huawei kürzlich um weitere 90 Tage ausgesetzt, sodass eine Lizenz für US-Firmen, Geschäfte mit Huawei zu führen, derzeit nicht nötig ist. Sie könnte aber erforderlich sein, wenn die generelle Ausnahmegenehmigung am 17.11.2019 ausläuft und nicht erneut verlängert wird.

    Die Möglichkeit zur Erteilung einer Lizenz, die Geschäftsbeziehungen mit Huawei trotz US-Embargo erlaubt, hatte US-Handelsminister Ross im Juli angekündigt. Voraussetzung für die Erteilung der Lizenz ist, dass die nationale Sicherheit der USA nicht bedroht wird. Damit setzte Ross die von Präsident Trump während des G20-Gipfels in Aussicht gestellten Lockerung der Sanktionen gegenüber Huawei um.

    Huawei hat laut Reuters im vergangenen Jahr 11 Milliarden Dollar für Komponenten von US-Unternehmen wie Intel, Qualcomm und Micron ausgegeben.

    Handelskrieg zwischen USA und China
    Die USA und China befinden sich im Handelskrieg. Die Amerikaner stören sich an dem größer werdenden Handelsbilanzdefizit mit China. Im Mai führte die Trump-Regierung einen Zollsatz von 25 Prozent auf chinesische Produkte im Wert von 250 Milliarden Dollar ein. Die Einführung von zusätzlichen Zöllen begann im März letzten Jahres, wobei Trump zu der Zeit erklärte, dass eine Untersuchung durch den US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer zu dem Schluss gekommen sei, dass China Spionage zum Erwerb von geistigem Eigentum und vertraulichen Geschäftsinformationen betreibe.

    Durch den Handelsstreit zwischen den USA und China ist auch Huawei inzwischen von Sanktionen direkt betroffen. Die USA argumentieren, dass durch die Verwendung von Huawei-Geräten der chinesische Staat durch eine Hintertür Zugriff auf Daten erlangen könnte. Huawei hat diese Möglichkeit stets bestritten und verweist auf zahlreiche Zertifizierung seiner Geräte. Kein anderer Hersteller habe mehr Zertifizierungen erhalten als Huawei. Bislang haben die USA auch keine Belege für ihre Behauptungen vorgelegt. Im Gegenteil: Eine von der US-Regierung 2012 erfolgte Untersuchung ergab keine Hinweise auf Hintertüren.

    Kritik an Trumps Zoll-Politik
    Der Handelskonflikt führt auch in den USA zu einem breiten medialen Echo. Der frühere Redenschreiber des US-Handelsbeauftragten und Forbes-Autor John Brinkley berichtet, dass eine Studie von Ökonomen der Harvard University, der University of Chicago und der Federal Reserve Bank of Boston vom Mai 2019 über die Auswirkungen von Zöllen auf die US-Wirtschaft ergab, dass die Kosten für Zölle „weitgehend auf die USA gefallen sind. Darin heißt es auch, dass die höheren Kosten der Importe für einige Waren, wie Waschmaschinen, an die Verbraucher weitergegeben werden“.

    Quelle: Huawei-Embargo: 130 US-Firmen reichen Anträge für Ausnahmeregulungen ein | ZDNet.de

    Update: 04.09.2019

    Huawei schlägt zurück: Schwere Vorwürfe gegen Trump-Regierung

    Der chinesische Smartphonehersteller Huawei erhebt schwere Vorwürfe gegen die amerikanische Regierung. Das US-Justizministerium bediene sich an "skrupellosen Methoden", heißt es seitens des Unternehmens. Wie sich der Streit auf Huaweis neustes Flaggschiff auswirkt, erfahren Sie im Video.

    Der chinesische Telekom-Riese Huawei hat schwere Vorwürfe gegen die US-Regierung erhoben. Huawei behauptete am Dienstag (Ortszeit), die Justizbehörden seien von der Regierung angewiesen worden, Huawei-Mitarbeiter mit Drohungen und Nötigungen zur Kooperation gegen den Konzern zu bewegen.

    Das Justizministerium in Washington wollte sich auf Nachfrage nicht konkret zu den Anschuldigungen äußern. Ein Sprecher betonte jedoch, dass die Untersuchungsmethoden stets im Einklang mit dem Gesetz stünden. Alle Parteien, die im Fokus von Ermittlungen stünden, würden in den USA zudem die gleichen verfassungsmäßigen Rechte genießen.
    Huawei verliert SD-Karten, Wi-Fi und USB: Rückschläge für China-Hersteller nehmen kein Ende

    Huawei wirft US-Regierung Sabotage vor
    Huawei beschuldigte die US-Regierung, in den vergangenen Monaten "jedes zur Verfügung stehende" Mittel genutzt zu haben, um den normalen Geschäftsbetrieb zu stören, heißt es in einer Stellungnahme zur jüngsten Berichterstattung in US-Medien. Dabei sei Washington auch vor "skrupellosen Methoden" nicht zurückgeschreckt.

    So wirft der chinesische Netzwerkausrüster und Smartphonehersteller den USA unter anderem unrechtmäßige Durchsuchungen, Festsetzungen und Verhaftungen von Angestellten und Partnern vor. Auch Cyber-Angriffe zur Infiltrierung von IT-Systemen soll es angeblich gegeben haben. Darüber hinaus behauptet Huawei, FBI-Agenten hätten Mitarbeiter bei Hausbesuchen unter Druck gesetzt, um an Informationen zu gelangen.

    Huawei ist in den USA wegen angeblicher Ausspähung von Geschäftsgeheimnissen und angeblichen Verstößen gegen Sanktionsrecht angeklagt. Die Regierung von Präsident Donald Trump hatte Huawei zudem im Mai auf eine Liste von Unternehmen gesetzt, deren Geschäftsbeziehungen in den USA strengen Kontrollen unterliegen. Zuletzt hatten US-Medien über neue Ermittlungen berichtet.

    Quelle: Huawei schlägt zurück: Schwere Vorwürfe gegen Trump-Regierung - CHIP

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  • US-Regierung soll Huawei-Mitarbeiter bedroht haben
    Huawei erhebt schwere Vorwürfe gegen die US-Regierung. Regierungsbehörden sollen Mitarbeiter und Partner «skrupellos» bedroht und genötigt haben. Selbst Cyber-Angriffe habe es gegen die IT-Systeme der Chinesen gegeben.
    von dpa 05.09.2019

    Der chinesische IT-Riese Huawei hat schwere Vorwürfe gegen die US-Regierung erhoben. Huawei behauptete am Dienstag (Ortszeit), die Justizbehörden seien von der Regierung angewiesen worden, Huawei-Mitarbeiter mit Drohungen und Nötigungen zur Kooperation gegen den Konzern zu bewegen.

    Das Justizministerium in Washington wollte sich auf Nachfrage nicht konkret zu den Anschuldigungen äussern. Ein Sprecher betonte jedoch, dass die Untersuchungsmethoden stets im Einklang mit dem Gesetz stünden. Alle Parteien, die im Fokus von Ermittlungen stünden, würden in den USA zudem die gleichen verfassungsmässigen Rechte geniessen.

    Huawei beschuldigte die US-Regierung, in den vergangenen Monaten «jedes zur Verfügung stehende» Mittel genutzt zu haben, um den normalen Geschäftsbetrieb zu stören, heisst es in einer Stellungnahme zur jüngsten Berichterstattung in US-Medien. Dabei sei Washington auch vor «skrupellosen Methoden» nicht zurückgeschreckt.

    So wirft der chinesische Netzwerkausrüster und Smartphone-Hersteller den USA unter anderem unrechtmässige Durchsuchungen, Festsetzungen und Verhaftungen von Angestellten und Partnern vor. Auch Cyber-Angriffe zur Infiltrierung von IT-Systemen soll es angeblich gegeben haben. Darüber hinaus behauptet Huawei, FBI-Agenten hätten Mitarbeiter bei Hausbesuchen unter Druck gesetzt, um an Informationen zu gelangen.

    Huawei ist in den USA wegen angeblicher Ausspähung von Geschäftsgeheimnissen und angeblichen Verstössen gegen Sanktionsrecht angeklagt. Die Regierung von Präsident Donald Trump hatte Huawei zudem im Mai auf eine Liste von Unternehmen gesetzt, deren Geschäftsbeziehungen in den USA strengen Kontrollen unterliegen. Zuletzt hatten US-Medien über neue Ermittlungen berichtet.


    Quelle: US-Regierung soll Huawei-Mitarbeiter bedroht haben
  • USA klagen chinesischen Professor wegen Industriespionage für Huawei an

    US-Justizbehörden stellen in einer Anklage einen Zusammenhang zwischen Forschungsförderung durch Huawei und potenzieller Industriespionage her.

    Die USA haben Anklage gegen einen chinesischen Professor erhoben, der sich unter Vorgabe von Forschungszwecken den Zugang zu Geschäftsgeheimnissen eines US-Unternehmens verschafft haben soll. Die so erlangten Informationen habe er an das chinesische Telekommunikationsunternehmen Huawei weitergegeben. Grundlage für die Anklage sei die Zivilklage des Silicon-Valley-Start-ups CNEX Labs gegen Huaw, berichtet Reuters.

    Eine texanische Jury habe im Rahmen des Zivilprozesses im Juni festgestellt, dass Huawei Solid-State-Drive-Technik von CNEX Labs gestohlen haben könnte. Dabei soll der chinesische Professor die Rolle des Beschaffers gespielt haben, berichtet Reuters. Als Professor an der Xiamen University in Fujian in China und Gast-Professor für Informatik der Universität Texas soll er sich im Rahmen seiner Forschungsarbeit an CNEX Labs gewandt und um eine Platine gebeten haben, um die neuartige SSD-Speichertechnik des Unternehmens für Forschungszwecke zu testen. Die Technik soll es ermöglichen, in großen Rechenzentren das ständig wachsende Informationsvolumen zu verwalten. Dabei werde unter anderem Künstliche Intelligenz eingesetzt. CNEX Labs willigte ein, ihm die Platine mit proprietärer Technik zu Forschungszwecken zur Verfügung zu stellen.

    Zu diesem Zeitpunkt stand die Technik nicht zum öffentlichen Verkauf. Der Professor verpflichtete sich daher, die Technik weder an Dritte weiterzugeben noch sie dazu zu verwenden, um ein wettbewerbsfähiges Produkt daraus zu entwickeln. Das Unternehmen sendete ihm die Platine zu, nachdem er eine Geheimhaltungserklärung unterschrieben hatte. Nach Angabe der Anklage soll der chinesische Professor zu diesem Zeitpunkt aber mit der SSD-Entwicklungsabteilung von Huawei zusammengearbeitet haben, die an einer ähnlichen Technik arbeitete.

    Forschungsförderung zur Industriespionage?
    Die Forschungsarbeit des Professors sei über die chinesische Universität von Huawei finanziert worden. Auch an die texanische Universität, an der der Professor tätig war, seien vorab von Huawei Spenden in Höhe von 100.000 US-Dollar geflossen, heißt es im Wall Street Journal. Das Justizministerium sieht darin einen Zusammenhang. Möglicherweise fördere Huawei gezielt Hochschulprofessoren und akademische Forschungsprojekte im Ausland, um an neue Technik zu gelangen und sie in eigenen Produkten einzusetzen. Huawei hatte zwar im Zivilprozess bestätigt, die Forschung des Professors zu unterstützen, wies aber den Vorwurf zurück, "an den Bemühungen beteiligt" gewesen zu sein, CNEX-Geschäftsgeheimnisse zu erlangen.

    Huawei ist in den USA in weiteren Fällen angeblicher Ausspähung von Geschäftsgeheimnissen und wegen Verstöße gegen das Sanktionsrecht angeklagt. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hatte Huawei im Mai außerdem auf eine Liste von Unternehmen gesetzt, deren Geschäftsbeziehungen in den USA strengen Kontrollen unterliegen. Die jetzige Anklage gegen den chinesischen Professor ist als ein weiterer Fall zu sehen, um Huawei in Zusammenhang mit Industriespionage in den USA zu stellen.

    Quelle: USA klagen chinesischen Professor wegen Industriespionage für Huawei an | heise online