Google gibt Huawei offenbar keine Android-Updates mehr

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  • Meine Tochter hat eine Huawai P30 gekauft. Dieses Gerät wird offiziell nicht mehr mit Google Apps beliefert. Aber davon merkt man nichts, das Handy läuft und auch alle Google Apps, welche offiziell nicht supportet werden, laufen problemlos. Habe letzte Woche für meine Frau ein Huawai P20 Mate gekauft. Ein super Gerät mit welchem man gute Fotos machen kann. Alles läuft bestens und die Updates kommen regelmässig. Ich werde auch in Zukunft Huawei kaufen. Gute Geräte und momentan sehr preiswert.

    Ein Kollege von mir hat sich letzte Woche das neuste Huawai P30 gekauft und auch auf seinem Gerät laufen alle Google Apps und die Updates kommen regelmässig.

    Offensichtlich ist da eine Diskrepanz zwischen den Pressemeldungen und der Realität.
  • GoSoft schrieb:

    Offensichtlich ist da eine Diskrepanz zwischen den Pressemeldungen und der Realität.
    Aber nur, wenn man allein den Thementitel beachtet und als gegebene Tatsache (statt "offenbar" = Vermutung) deutet ... :whistling:

    Im #25 steht es als Beitragsüberschrift groß und fett ...
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  • China droht Deutschland mit Vergeltung bei Huawei-Ausschluss
    Die chinesische Regierung will bei einem Ausschluss von Huawei beim 5G-Aufbau "nicht tatenlos zuschauen". Indirekt droht Chinas Botschafter mit Konsequenzen für die Autoindustrie.

    Der chinesische Botschafter in Deutschland hat vor dem Ausschluss des Telekommunikationsausrüsters Huawei vom Aufbau des 5G-Netzes gewarnt. Es sei für die chinesische Regierung wichtig, "dass chinesische Unternehmen hier in Deutschland wie alle anderen Unternehmen gleich behandelt werden. Keine Diskriminierung", sagte Botschafter Ken Wu am 13. Dezember 2019 auf einer Veranstaltung des Handelsblatts (Video ab 26:00). Wenn Deutschland am Ende eine Entscheidung träfe, die zum Ausschluss von Huawei auf dem deutschen Markt führe, sei mit Konsequenzen zu rechnen. "Die chinesische Regierung wird nicht tatenlos zuschauen", sagte Wu.

    Indirekt drohte er dabei mit Konsequenzen für die deutsche Autoindustrie. "Im letzten Jahr hat man auf dem chinesischen Markt insgesamt 28 Millionen Stück Autos verkauft. Davon sieben Millionen deutsche Autos. Können wir auch eines Tages sagen, dass die deutschen Autos nicht sicher sind, weil wir auch in der Lage sind, unsere eigenen Autos herzustellen?", fragte Wu und fügte hinzu: "Nein. Das ist reiner Protektionismus."

    Allerdings träfe die chinesische Regierung mit Maßnahmen gegen deutsche Autokonzerne auch ihre eigene Wirtschaft, denn aufgrund chinesischer Gesetze sind Hersteller wie Volkswagen, Daimler und BMW zu Joint Ventures mit chinesischen Firmen verpflichtet, um in China Auto produzieren zu können. Dem US-Elektroautohersteller Tesla ist es hingegen im Jahr 2017 gelungen, ohne eine chinesische Partnerfirma die Erlaubnis zum Bau einer Autofabrik in Schanghai zu erhalten. Entsprechende Drohungen Chinas gegen Tesla sind nicht bekannt, obwohl vor allem die US-Regierung ihre Verbündeten darauf drängt, Huawei nicht am Aufbau des 5G-Netzes zu beteiligen.

    In der vergangenen Woche warnte der Mobilfunkbetreiber Vodafone vor einer jahrelangen Verzögerung beim 5G-Aufbau, wenn Huawei nicht beteiligt werden könne. Sein Unternehmen habe "hochgerechnet, dass das für uns vielleicht einen Zeitraum von vier bis fünf Jahren bedeutet, den wir als Vodafone benötigen würden, um das vorhandene Equipment umzubauen und 5G-ready zu machen", sagte Vodafone-Sicherheitschef Oliver Harzheim in einer Bundestagsanhörung.

    Denn das geplante 5G-Netz basiere auf vorhandener 4G-Technologie. "Da grundsätzlich die Provider einen sogenannten Single-RAN-Ansatz verfolgen, der bedeutet, dass man immer den gleichen Hersteller auf vorhandene Technologie aufbaut, einfach um Kompatibilitäts- oder Qualitätsverluste auszuschließen, würde das für alle Provider bedeuten, dass sie erst mal die komplette 4G/3G-Technologie mit diesem Lieferanten zurückbauen müssten beziehungsweise umbauen müssten, bevor sie dann 5G-Technologie ausbauen würden", erläuterte Harzheim.

    Quelle: Autoproduktion: China droht Deutschland mit Vergeltung bei Huawei-Ausschluss - Golem.de


    Hallo liebe FSBler, ich habe die News in diesen Threat gepostet, weil ich denke, dass diese Nachricht in Zusammenhang steht mit den Software-Beschränkungen die Google auf Druck von D. Trump auferlegt hat - ebenso wie die Beeinflussung der deutschen/europäischen Politik, um Huawei vom Markt auszuschließen.

    Auf einer persönlichen Ebene kann ich die Reaktion von Herrn Wu gut nachvollziehen. Es ist erstaunlich, dass China bisher soviel Langmut gezeigt hat. Andererseits ist der Versuch über die Autoindustrie Druck auszuüben ein Weg, der vielleicht zum Bumerang werden kann.
  • Huawei: TomTom soll Google Maps ersetzen

    Huawei hat eine Partnerschaft mit dem niederländischen Unternehmen TomTom geschlossen. Der Tech-Konzern will so Google Maps ersetzen.

    Huawei-Handys können Kartenmaterial künftig von TomTom bekommen. Ein Sprecher des niederländischen Unternehmens hat der Nachrichtenagentur Reuters bestätigt, dass Huawei Zugriff auf TomToms Karten und Verkehrsinformationen bekommt. Der Deal sei bereits vor einiger Zeit abgeschlossen worden, Hintergründe sind nicht bekannt.

    Wegen eines US-Embargos darf Huawei das Android-Betriebssystem nur noch in der eingeschränkten Open-Source-Version verwenden, der unter anderem wichtige Google Apps wie der Play Store und Gmail fehlen. Auch Google Maps darf Huawei nicht mehr auf seinen Geräten vorinstallieren. Durch den Deal mit TomTom könnte Google eine Ersatz-App für Google Maps auf seine Geräte bringen, berichtet Reuters.

    TomTom ist vor allem für seine Navigationsdienste bekannt. Weil sich Auto-Navigationssysteme nicht zuletzt wegen vernetzter Handys mit Google Maps im Consumer-Bereich schlechter verkauften, konzentriert sich die Firma nun verstärkt auf das Software-Geschäft. Ein Mobile Software Developer Kit für Android und iOS mit Karten- und Verkehrsinformationen hat das Unternehmen schon Ende 2018 vorgestellt.

    Alternativen in Hard- und Software
    Huaweis Suche nach Google-App-Alternativen kann als Hinweis darauf verstanden werden, dass der westliche Markt noch nicht aufgegeben wurde. Seit dem US-Embargo im Frühjahr 2019 hat sich der Release-Rhythmus von Huawei-Smartphones allerdings stark verlangsamt. Das Spitzenmodell Huawei Mate 30 Pro kam wegen der fehlenden Android-Lizenz erst Monate nach der Präsentation nach Deutschland – und war nur in begrenzter Stückzahl verfügbar. Stattdessen hat Huawei mehrmals leicht überarbeitete, ältere Geräte unter neuem Namen nach Deutschland gebracht.

    Die Handy-Software bereitet Huawei also weiterhin Kopfzerbrechen. Einen Weg, Handys komplett ohne Hardware aus den USA zu bauen, hat Huawei aber bereits erprobt: Laut einer Teardown-Analyse von UBS und Fomalhaut Techno Solutions haben weder das Mate 30 noch das Y9 Teile, die von Unternehmen aus den USA gefertigt wurden. Ersatz kommt von europäischen Unternehmen wie dem niederländischen Hersteller NXP oder von SDT mit Sitz in der Schweiz.

    Quelle: Huawei: TomTom soll Google Maps ersetzen | heise online
  • Huawei entgeht neuen US-Sanktionen
    Von Tauwetterphase keine Spur. Die USA wollten die Sanktionen noch verschärfen. Dieses Problem scheint aber vorerst abgewendet.
    von Florian Bodoky 28.01.2020

    War jüngst immer wieder von einer Lockerung im Handelsstreit zwischen den USA und China zu lesen, so stellt sich das jetzt offenbar als Trugschluss heraus. Wie das Portal Bloomberg berichtet, wollte die US-Regierung die Sanktionen gegen Huawei gar noch intensivieren. Konkret geht es dabei um die Senkung eines Grenzwerts, der entscheidet, ob ein Produkt noch nach China verkauft werden darf oder nicht.

    Bisher galt, dass elektronische Produkte nur nach China verkauft werden dürfen, wenn weniger als 25 Prozent des Produkts von US-Unternehmen stammt. Dies umfasst nicht nur die Herstellung, sondern auch die Patentrechte der im Produktionsverfahren angewandten Prozesse. Dieser 25-Prozent-Wert sollte auf 10 Prozent gesenkt werden. Nun meldet The Verge, dass das US-Handelsministerium diese Pläne allerdings gestoppt hat. Offenbar sei man zum Schluss gekommen, dass der Schaden für Huawei deutlich geringer wäre als jener, den die US-Unternehmen mit dem Verkaufsverlust erleiden würden.

    Auch wenn eine Verschärfung des Status quo aktuell vom Tisch ist, darf man aufgrund der Ereignisse nicht davon ausgehen, dass der US-Bann in nächster Zeit ein Ende finden wird. Huawei hat dementsprechend auch mit der Planung einer Google-Maps-Alternative begonnen – und eine Android-Alternative steckt mit Harmony OS schon länger im Köcher.


    Quelle: Huawei entgeht neuen US-Sanktionen
  • Eigener App Store geplant 09.02.2020, 22:01 Uhr
    Chinesische Hersteller verbünden sich gegen Google
    Mit der Gründung der Global Developer Service Alliance (GDSA) leiten die chinesischen Smartphone-Hersteller Huawei, Oppo, Vivo und Xiaomi möglicherweise den Aufbau eines gemeinsamen App Stores ein.

    Das Embargo gegen US-Firmen, die Huawei beliefern, hat die Smartphone-Welt erschüttert. Vor allem der Bann für Android und die Google-Services ist ein schwerer Schlag für Huawei, den zweitgrössten Hersteller der Welt. Auch andere Firmen aus China sind durch die Massnahmen der US-Regierung grundsätzlich bedroht.

    Doch jetzt schlagen mehrere Unternehmen aus dem Reich der Mitte offenbar zurück: Laut einem, allerdings noch nicht offiziell bestätigten, Bericht der Nachrichtenagentur Reuters haben Huawei, Oppo, Vivo und Xiaomi die Global Developer Service Alliance (GDSA) mit dem Ziel gegründet, einen eigenen gemeinsamen App Store als Konkurrenz zu Googles Play Store aufzubauen. Im neuen Store sollen Entwickler ihre Programme so nur einmal hochladen müssen, um sie auf den Endgeräten der vier Hersteller verfügbar zu machen.

    Der Start in einigen Regionen war laut dem Bericht ursprünglich schon für März geplant, doch jetzt könnten die Probleme mit dem Coronavirus diesen verzögern. In Westeuropa scheint eine Präsenz zunächst nicht geplant, das könnte sich aber ändern.

    Damit entstünde eine starke Konkurrenz für Google und seine Einnahmen aus dem App-Geschäft, denn die vier Hersteller sorgten im vergangenen Jahr für über 40 Prozent der weltweiten Verkäufe. Weitere Smartphone-Schmieden aus China dürften sich bei einem Erfolg zudem schnell der Allianz anschliessen.

    Autor(in)
    Boris Boden


    Quelle: Chinesische Hersteller verbünden sich gegen Google - onlinepc.ch
  • Erste Details zu US-Vorwürfen gegen Huawei
    Erstmals macht die US-Regierung detailliertere Angaben zu den Vorwürfen gegenüber Huawei. Demnach könne der Netzwerkausrüster ohne Erlaubnis über Schnittstellen für Sicherheitsbehörden auf die Netze zugreifen.
    von dpa 13.02.2020

    Die US-Regierung hat erstmals etwas konkretere Details zu ihren Vorwürfen gegen den chinesischen Netzwerkausrüster Huawei öffentlich gemacht. Amerikanische Regierungsbeamte sagten dem «Wall Street Journal», Huawei könne nach Geheimdienstinformationen heimlich über eigentlich für Sicherheitsbehörden vorgesehene Schnittstellen auf Netze zugreifen. Huawei weist die Vorwürfe zurück.

    Den US-Regierungsbeamten zufolge zeigten die Geheimdienst-Erkenntnisse, dass Huawei über die Fähigkeiten seit mehr als einem Jahrzehnt verfüge. Die USA hätten im vergangenen Jahr darüber unter anderem Grossbritannien und Deutschland informiert, schrieb die Zeitung in der Nacht zum Mittwoch. Die jüngste britische Entscheidung, Technik von Huawei beim Ausbau der zukunftsträchtigen 5G-Netze zuzulassen, aber aus sicherheitsrelevanten Kernbereichen herauszuhalten, sei mit Kenntnis der amerikanischen Informationen erfolgt, hiess es.

    Huawei bestreitet Vorwürfe

    Huawei erklärte der Zeitung, das Unternehmen unternehme nichts, was die Sicherheit von Daten gefährden würde und werde dies auch nicht tun. Ein ranghoher Vertreter der Firma bestritt zudem grundsätzlich, dass solche Überwachungsschnittstellen ohne Erlaubnis des Netzbetreibers genutzt werden könnten ohne, dass es sofort auffällt. Die gesetzlich vorgesehenen Überwachungsschnittstellen dürfen nur noch Behörden und auf richterlichen Beschluss hin genutzt werden.

    Die USA machen bei ihren Verbündeten schon länger Druck, auf Technik von Huawei beim Ausbau der 5G-Netze zu verzichten und verweisen dabei vor allem auf eine Spionage-Gefahr. Konkrete Beispiele oder Vorwürfe waren bisher nicht genannt worden.


    Quelle: Erste Details zu US-Vorwürfen gegen Huawei
  • Man sollte meinen, die Amis halten mal die Klappe, angesichts der letzten "Entdeckungen" (=> #Cryptoleaks: CIA und BND steckten jahrzehntelang hinter Verschlüsselungsfirma) aber nööö ...

    Wenn 2 das Selbe machen (würden) ist es noch lange nicht das selbe? Oder wie muss man sowas einordnen?

    Die sind sich echt für nichts zu schade und schämen sich auch für gaaar nix (ja gut, mit dem Trumpeltier an der Spitze gibt's auch kaum noch was peinlicheres, wofor es sich zu schämen geziemt^^)
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    Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm: »Halt' du sie dumm, ich halt' sie arm!« (R. Mey)
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    USA fordert eine Backdoor und wundert sich dann, dass der Hersteller diese nutzen könnte? Wie Trump kann man sein? Es weiß doch jeder, dass es keine 100 %Sicherheit gibt, gerade die USA hat es einerseits bewiesen und forciert/nutzt es andererseits. Quid licet Jovi, non licet bovi. Was Jupiter darf, darf der Esel noch lange nicht.Oder wie NeHe es sagt "Wenn 2 das Selbe machen (würden) ist es noch lange nicht das selbe?" Goldlocke will alles dürfen, aber nur er... Er ist Gott Kaiser der Welt *hust*
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    Spionagevorwürfe 14.02.2020, 09:45 Uhr
    USA verschärft Anklage gegen Huawei
    Nachdem es am Mittwoch Neuigkeiten zu den Vorwürfen gegen Huawei gab, hat das US-Justizministerium die Anklage gegen die Chinesen bekannt gegeben. Zeitgleich erklärte das Handelsministerium die Verlängerung der Ausnahmeregelungen für das Unternehmen.

    Sicherheit und Datenschutz: Das US-Justizministerium hat seine Anklage gegen den chinesischen Konzern Huawei verschärft. Dem weltgrössten Telekom-Ausrüster wird seit Jahren anhaltende Industriespionage und der Diebstahl von geistigem Eigentum vorgeworfen. Das Unternehmen wird daher zusätzlich nach einem Gesetz zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität angeklagt, wie das US-Justizministerium am Donnerstag mitteilte.

    Zudem werden Huawei erneut Verstösse gegen US-Sanktionen gegen den Iran und Nordkorea vorgeworfen. Die neue Anklage gegen den zweitgrössten Handyhersteller richtet sich auch gegen Tochterunternehmen und die in Kanada festgehaltene Tochter des Gründers, Finanzchefin Meng Wanzhou.

    Bei den neuen Vorwürfen gehe es um die "seit Jahrzehnten laufenden Bemühungen Huaweis" sich geistiges Eigentum unrechtmässig anzueignen, "um Huaweis Geschäfte auszubauen und zu betreiben", erklärte das Justizministerium. Huaweis Industriespionage sei erfolgreich gewesen, weswegen das Unternehmen sein Forschungsbudget deutlich habe absenken können, was der Firma einen "unlauteren Vorteil" beschert habe.

    Huawei muss sich bereits seit Anfang vergangenen Jahres in New York vor Gericht verantworten. Der Firma wurden bislang unter anderem Verstösse gegen Iran-Sanktionen, Geldwäsche, Betrug, Verschwörung zur Behinderung der Justiz und auch Industriespionage vorgeworfen. Das Unternehmen hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

    Die US-Regierung fährt wegen Sicherheitsbedenken beim Einsatz von Huaweis Telekom-Ausrüstung einen harten Kurs gegen das Unternehmen. Der US-Markt ist dem chinesischen Konzern praktisch schon lange versperrt. Die Regierung drängt inzwischen auch andere Länder, von einem Einsatz von Huawei-Produkten abzusehen, insbesondere beim Ausbau des schnellen neuen 5G-Mobilfunknetzes.

    Ausnahmeregelung für Geschäfte mit Huawei

    Trotz der Verschärfung der Anklage hat die US-Regierung gleichzeitig eine Ausnahmeerlaubnis für bestimmte Geschäfte mit dem chinesischen Smartphone-Anbieter und Netzwerk-Ausrüster erneut verlängert. Der Aufschub um 45 Tage bis 1. April solle betroffenen Kunden mehr Zeit geben, ihre Geschäfte auf Produkte anderer Hersteller umzustellen, erklärte das Handelsministerium am Donnerstag. Die USA hatten Huawei im vergangenen Mai auf eine Liste von Unternehmen gesetzt, deren Geschäftsbeziehungen zu US-Partnern strengen Kontrollen unterliegen. Die Ausnahmegenehmigung zur Weiterführung bestimmter Geschäfte wurde seither mehrfach verlängert.

    Der US-Regierung geht es dabei auch darum, mögliche Ausfälle bei kleineren amerikanischen Mobilfunk-Anbietern in ländlichen Gegenden zu vermeiden, die ihre Netze mit Sendetechnik von Huawei bestückt hatten. Für Nutzer von Huawei-Smartphones bedeutet der Schritt unter anderem, dass Google die mit seinem Betriebssystem Android laufenden Telefone vorerst weiter in vollem Umfang mit Updates versorgen kann.

    Autor(in)
    dpa


    Quelle: USA verschärft Anklage gegen Huawei - onlinepc.ch