5G-Mobilfunk: Feldversuch im Hamburger Hafen abgeschlossen

  • Allgemein

  • mad.de
  • 197 Aufrufe 5 Antworten

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • 5G-Mobilfunk: Feldversuch im Hamburger Hafen abgeschlossen

    Neu

    Der Hafen nimmt etwa ein Zehntel der Fläche Hamburgs ein und eignet sich deshalb gut als Testumgebung für den industriellen 5G-Mobilfunkeinsatz.

    Der Test des neuen Mobilfunk-Standards 5G im Hamburger Hafen ist nach Angaben der zuständigen Behörde und ihrer Projektpartner im Juni erfolgreich abgeschlossen worden. Es sei nachgewiesen worden, dass komplexe mobile Anwendungen aus dem industriellen Bereich mit jeweils unterschiedlichen Anforderungen in einem einzigen Netz zuverlässig funktionierten, teilte die Hafenbehörde Hamburg Port Authority (HPA) mit. Die HPA will ihre Erfahrungen und ihr Wissen mit 5G in weiteren Projekten vertiefen. "Wenn 5G offiziell startet, wären wir bereit hier auch komplexe Anwendungen umzusetzen."

    Um die neuen Spezifikationen unter realen Bedingungen zu prüfen und zu erhärten, haben die Partner seit Beginn des Feldversuchs im Februar 2018 ein 5G-Testnetz mit zwei Zellen im 700-MHz-Bereich aufgesetzt, das weite Teile des Hamburger Hafens abdeckt. Die HPA hat zusammen mit den Partnern Telekom und Nokia Sensoren auf HPA-Schiffen installiert, die Bewegungs- und Umweltdaten aus großen Teilen des Hafengebiets lieferten. Zudem prüften die Projektpartner, wie sich die 5G-Technik nutzen lässt, um Verkehrsströme per Ampel zu steuern und Videoinformationen für Aug­men­ted Rea­li­ty (AR) zu übertragen.

    Gebäudedaten auf AR-Brille
    Da­mit lassen sich zusätzliche Ge­bäu­de­da­ten von künf­ti­gen oder ehe­ma­li­gen Bau­wer­ken in das Sichtfeld eines AR-Brillenträgers einblenden. Kurze Latenzen, die das 5G-Testnetz gewährleistet, sind dabei essentiell, damit aus der Ferne eingeblendete virtuelle Objekte dem Bild der realen Umwelt möglichst nicht wahrnehmbar nachhängen. Andernfalls stellt sich beim AR-Brillenträger umgehend Übelkeit ein. Detaillierte Ergebnisse des Feldversuchs hatte die HPA zusammen mit der Telekom und Nokia bereits Ende 2018 dem Fachpublikum vorgestellt.

    Der Feldversuch im Rahmen eines EU-geförderten Projekts hatte Anfang Februar 2018 auf rund 8000 Hektar Hafengebiet begonnen. Die Hamburger Behörde, eine Anstalt des öffentlichen Rechts, ist Eigentümerin des Großteils der Hafengrundstücke. Sie erhoffte sich von der Zusammenarbeit Impulse für die Weiterentwicklung und Digitalisierung der Hafeninfrastruktur. Weil das große Testgebiet unter einer einzigen Leitung steht, eignet es sich gut als Industrieumgebung für Mobilfunkfeldversuche.

    Der neue Mobilfunkstandard soll ab 2020 das heutige LTE-Netz zunächst ergänzen und mittelfristig ablösen. In ersten Implementierungen soll 5G bis zu zehn Gigabit pro Sekunde liefern, also rund zehn Mal schneller werden als heutige LTE-Netze. Damit eignet sich die Technik auch als Alternative zur Glasfaser. Vor allem aber lassen sich durch virtuelle Netze innerhalb des Hauptnetzes (Slicing) je nach Anwendung unterschiedliche Eigenschaften bedarfsweise schalten. In einem zweiten Testfeld im italienischen Turin stehen 5G-Anwendungen aus dem Multimediabereich im Mittelpunkt.

    Quelle: 5G-Mobilfunk: Feldversuch im Hamburger Hafen abgeschlossen | heise online
  • Neu

    Ich möchte ja kein Spielverderber sein und persönlich schätze ich gute und schnelle Technologie sehr. Aber bei der 5G-Technologie habe ich grosse Gesundheitsbedenken. Lest mal diesen Artikel....

    5G–Ausbau? Mobilfunk? WLAN überall? – Unbequeme Daten und Gedanken | Prof. Harald WalachProf. Harald Walach
    Carpe diem - pflücke den Tag!
  • Neu

    ... und der lässt sich nicht mal über die Auswirkungen auf Tiere aus :S

    Auch wenn das Bundesamt für Strahlenschutz das alles anders sieht.
    Die begründen das aber nicht etwas mitgegenteiligen Beweisen/Studien etc., nein, der Grundtenor lautet: »Nach dem derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnisstand gibt es keine wissenschaftlich belastbaren Hinweise ...«

    Nur weil Studien unter "Laborbedingungen" durchgeführt werden, bedeutet das zumindest für mich nicht, dass sie auf die "freie" Wildbahn keine Schlüsse zulassen. Allein solche Formulierungen wie "unzulässig" (im Bezug auf gezogene Schlüsse in div. Schriften) hinterlässt bei mir dann schon ein faden Geschmack von ...

    Ist ja auch blöd, dass so ein angetriebener Wal oder Flipper nicht antwortet, wenn er gefragt wird, warum er den Heimweg nicht findet. Mit Glück schlägt die Evolution zu und die Tierchen haben einen Brotbeutel am Bauch und können Krümel streuen.

    Die Bienen, Vögel etc.pp können auch nicht antworten ... von daher sieht es schlecht aus mit Erfahrungen aus 1. Hand. Da passt ja die momentane Mentalität "Schaun mer mal, dann sehn mer scho" ganz gut ...

    Nicht mißverstehen, ich will damit nicht behaupten, deren Orientierungssinn leidet — schon aus den o.g. Gründen nicht.
    ... allerdings hat bisher auch noch keiner das Gegenteil beweisen können.
    Da, wo die Neurosen blüh'n, da möcht' ich Landschaftsgärtner sein!
    Rechteübersicht * Forenregeln * F.A.Q. * Lexikon
    Suchfunktion * Chat * User helfen User
    Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm: »Halt' du sie dumm, ich halt' sie arm!« (R. Mey)
  • Neu

    Nein, beweisen lässt sich das leider nicht, aber interessanterweise starben bei einem 5G-Experiment in Holland anscheinend sehr viele Vögel schlagartig. Quasi per Herzinfarkt. Schaut euch das Video im Artikel an. Vielleicht ist jemand im FSB der holländischen Sprache mächtig...

    Den Haag: Hunderte Vögel sterben während eines 5G-Experiments!

    Auch die vielen Wale, welche in den letzten Jahren immer wieder zu Hunderten stranden, weil das Echo-Lot sie im Stich lässt. Es würde mich nicht wundern, wenn das Problem vom Menschen verursacht wäre.
    Carpe diem - pflücke den Tag!
  • Neu

    freefloating schrieb:

    Es würde mich nicht wundern, wenn das Problem vom Menschen verursacht wäre.
    auch wenn's ein anderes Thema ist ...

    Dass der durch Menschen verursachte Lärmpegel unter Wasser massiv die Echo-Lot-Ortung der Meeresbewohner stört, ist m.W. doch aber schon bewiesen.

    Geht doch mal zu 2 in einen Techno-Club, Einer stellt sich mit 'nem Clicker an eine Seite, der Andere geht auf die andere Seite und versucht mal, aus dem getöse den Clicker rauszuhören ... viel Spass dabei :/

    Nun ja, mal Worst Case angenommen und z.B. die Bienen haben massiv Probleme und finden nicht in ihre Stöcke zurück (wenn sie nicht vorher schon verreckt sind an i-welchem Chemiekram) ... dann ist doch wenigstens das Beschäftigungsproblem für alle Zeiten gelöst ... und dank 5G sind die dann alle highspeed-vernetzt und dementsprechend flexibel :D
    Da, wo die Neurosen blüh'n, da möcht' ich Landschaftsgärtner sein!
    Rechteübersicht * Forenregeln * F.A.Q. * Lexikon
    Suchfunktion * Chat * User helfen User
    Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm: »Halt' du sie dumm, ich halt' sie arm!« (R. Mey)
  • Neu

    Ende der 5G-Auktion: Angreifer Dommermuth setzt sich durch

    United-Internet-Chef Ralph Dommermuth ist der große Gewinner der 5G-Auktion. Er konnte sich gegen die etablierten Betreiber durchsetzen – und könnte sein eigenes Netz bauen.

    DüsseldorfIn einem schmucklosen Bau an der Canisiusstraße 21 in Mainz ist die Entscheidung über die Zukunft des Mobilfunks in Deutschland gefallen. In der Niederlassung der Bundesnetzagentur lieferten sich die Bieter ein Rennen bei der Versteigerung der Frequenzen für den Echtzeitmobilfunkstandard 5G – und das zwölf Wochen lang. Jetzt steht das Ergebnis fest: Auf 6,5 Milliarden Euro beläuft sich die Summe der Höchstgebote, wie die Bundesnetzagentur am Mittwochabend mitteilte. Damit steht Deutschland vor einem Umbruch im Mobilfunk.

    Denn in der Auktion konnten sich nicht nur die etablierten Netzbetreiber Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica Frequenzen sichern. Auch der Angreifer United Internet geht mit einem Paket mit wertvollem Spektrum aus der Auktion. Noch vor wenigen Wochen hatten die etablierten Netzbetreiber ihn nicht wirklich ernst genommen.

    Damals hatte United-Internet-Gründer Ralph Dommermuth angekündigt, er werde mitbieten. „Natürlich werden wir nicht mit einem Messer zu einer Schießerei gehen“, hatte Dommermuth im Interview mit dem Handelsblatt gesagt. Und er hat Wort gehalten. Anleger der United-Internet-Tocher 1&1 Drillisch feierten das Ende der 5G-Auktion. Papiere des Unternehmens legen nachbörslich um mehr als zehn Prozent zu.

    Jetzt kann Dommermuth über Frequenzen verfügen, um sein eigenes Netz zu errichten. Das dürfte eine große Herausforderung werden. Dommermuth hatte stets darauf gepocht, zumindest für eine Übergangszeit einen garantierten Zugang zu den Netzen der anderen Betreiber bekommen zu können. „Ohne National Roaming ist ein Marktzutritt nicht möglich, da sind sich alle Experten einig“, hatte Dommermuth gesagt.

    Doch eine Pflicht zum Roaming ist nicht Teil der Vergabebedingungen. In Berlin wird zwar über eine solche Pflicht zum Teilen von Infrastruktur in Funklöchern, dem lokalen Roaming, debattiert. Eine entsprechende Regelung der Europäischen Union will die Politik mit einer Änderung des Telekommunikationsgesetzes umsetzen. Nationales Roaming ist derzeit nicht vorgesehen.

    Telekom ist gegen das National Roaming
    Die etablierten Netzbetreiber warnen, eine Pflicht zum flächendeckenden Teilen ihrer Infrastruktur würde die Ausgaben in ihre Netze entwerten. „Das führt zu einem asymmetrischen Wettbewerb. Einer hat die Fixkosten, die anderen zahlen nur variabel“, hatte Telekom-Chef Timotheus Höttges jüngst bei der Hauptversammlung der Telekom gesagt. „Wenn der Gesetzgeber National Roaming einführt, prognostiziere ich Ihnen ein Ende des Ausbaus im ländlichen Raum“, hatte Höttges gesagt.

    Durch die Pflicht zum Teilen von Infrastruktur würde sich für die Netzbetreiber der teure Ausbau außerhalb der Ballungszentren nicht rechnen. Allerdings bot Höttges an, Standorte von Mobilfunkantennen gegen frei ausgehandelte Preise zu teilen.

    Das Bieterverfahren in Mainz war nur der erste Schritt für die Netzbetreiber. Nachdem die Unternehmen die Frequenzen ersteigert haben, müssen sie ihre Netze für die neue Technik aufrüsten. Um 5G in voller Leistung verfügbar zu machen, müssen die Netzbetreiber deutlich mehr Masten aufstellen.

    Mit der Auktion hat die Bundesnetzagentur den Firmen Vorgaben für den Ausbau gemacht. Die Behörde hat vorgeschrieben, bis Ende 2022 mindestens 98 Prozent der Haushalte je Bundesland, alle Bundesautobahnen und darüber hinaus die wichtigsten Bundesstraßen sowie Schienenwege mit schnellen Datenverbindungen zu versorgen. Bis Ende 2024 steigen die Anforderungen noch weiter.

    Die Telekom hatte bereits angekündigt, bis zum Jahr 2025 insgesamt 99,3 Prozent der Bevölkerung Deutschlands und 90 Prozent der Fläche der Bundesrepublik mit 5G zu versorgen. Vergleichbare Ankündigungen gibt es bislang von den Netzbetreibern Vodafone oder Telefónica nicht.

    Um ihre Ziele zu erreichen, will der Dax-Konzern aus Bonn bis 2021 jedes Jahr mehr als 2000 neue Masten aufzustellen. Eine Mobilfunkantenne kostet im Schnitt mehr als 200.000 Euro. Dazu zählen nicht nur die Kosten für die Technik, sondern auch die für den Standort und für die Erschließung des Standorts. Um Antennen auf 5G aufzurüsten, müssen sie mit Glasfaser versorgt sein. Die Telekom hat bereits mehr als 80 Prozent ihrer Antennen dahingehend ausgerüstet. Bei den Rivalen Vodafone und Telefónica ist der Anteil deutlich geringer.

    Viel Widerstand gegen neue Antennenstandorte
    Die Netzbetreiber haben jedoch ein großes Problem: Es gibt viel Widerstand gegen neue Antennenstandorte in Deutschland. „Jeder will Mobilfunk, aber keiner will einen Mast in der Nähe“, klagte Höttges. „So funktioniert Zukunft nicht.“

    Die Herausforderung dürfte für United Internet als Neueinsteiger besonders groß sein. Zwar gelten für Newcomer deutlich geringere Ausbauverpflichtungen der Bundesnetzagentur als für die etablierten Konzerne. Doch United Internet braucht ein gutes Netz, um seinen Kunden auf absehbare Zeit lukrative Angebote machen zu können.

    Berlin dürfte erfreut nach Mainz schauen. Das Bundesfinanzministerium hatte Auktionserlöse von bis zu fünf Milliarden Euro erwartet. Die Zahl schien mit Blick auf die vergangenen Bieterverfahren nicht unrealistisch. Im Jahr 2015 hatten die Unternehmen in 181 Runden insgesamt fünf Milliarden Euro bezahlt.

    2010 waren es 4,4 Milliarden Euro in 224 Runden. Nun konnte der Staat sogar noch mehr Geld einnehmen. Die mit Abstand teuerste Auktion war die Versteigerung der UMTS-Frequenzen im Jahr 2000. Damals bezahlten die Firmen in einem drei Wochen dauernden Bieterverfahren am Ende 50,8 Milliarden Euro.

    Die Milliarden aus der Frequenzauktion heute will die Bundesregierung in einen Fonds einfließen lassen, mit dem der Breitbandausbau in Deutschland gefördert werden soll.

    Quelle: Ende der 5G-Auktion: United Internet setzt sich durch