Raspberry Pi 4 (Ausstattungsempfehlung)

  • Kaufberatung

  • Bogomir
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  • Raspberry Pi 4 (Ausstattungsempfehlung)

    Hallo zusammen,

    Ich habe mir vor gut einer Woche einen neuen Raspberry Pi 4 (4GB) zugelegt.
    Der Händler empfahl, auf Grund der festgestellten Hitzeentwicklung des kleinen Boards (bis über 90°C im geschlossenen Gehäuse) das System von vorne herein mit aktiver und passiver Kühlung auszustatten.

    Da es beim Bestellen eines solchen Mini-PCs bereits heute verschiedene vorkonfigurierte Ausstattungsvarianten gibt, möchte ich euch meine Empfehlungen und Erfahrungen mitgeben.
    • Kauft nicht das Original Raspberry Pi 4 Gehäuse, da hierbei die Lüftungsmöglichkeiten vergessen wurden (das Gehäuse ist komplett geschlossen)
    • Stattet den Raspberry Pi von vorne herein mit passiver und aktiver Kühlung aus (erst diese Kombination ermöglicht dauerhafte Arbeitstemperaturen um 50°C)
    • Wasserkühlung bringt gegenüber der Luftkühlung keine Temperaturvorteile :rolleyes:
    • Achtet beim Gehäusekauf auf ausreichend vorhandene Belüftungsoptionen
    • Nutzt für das Betriebssystem eine Micro SD Karte der Class 10 (nicht unter 8GB)
    • Mindestens ein Micro-HDMI Kabel wird für die Grafikausgabe benötigt (der Pi hat 2 Micro-HDMI Slots)
    • USB Maus und USB Keyboard sollten für die Grundkonfiguration vorhanden sein
    Ich habe mich für einen Pi4 in der 4 GB Variante inklusive SanDisk microSDXC UHS-I 64GB Karte und original Micro-HDMI Kabel entschieden und folgendes Gehäuse dazu bestellt:

    • Miuzei Gehäuse für Raspberry Pi 4 mit Kühlung Lüfter, 4 × Aluminium Kühlkörper für Raspberry Pi 4 Modell B
    Dieses Gehäuse ist auf das neue (im Vergleich zum Pi3 veränderte) Bestückungslayout des Pi ausgelegt und wird mit ausreichenden Lüftungsschlitzen, so wie 4 passiven Kühlkörpern und einem aktiven Lüfter ausgeliefet. Die Montage ist in Piktogrammen schrittweise erklärt und ähnlich unkompliziert, wie bei einem bekannten schwedischen Möbelhersteller :D

    Zudem wird das Gehäuse mit einer passenden Stromversorgung geliefert, so dass ihr ebenfalls auf das original USB-C Netzteil verzichten könnt.

    Die für das Betriebssystem notwendige Micro-SD Karten wird i.d.R ohne ein bereits vorgefertigtes, bootfertiges Betriebssystem ausgeliefert, denkt also auch daran, dass ihr zum Aufspielen des Betriebssystems einen Rechner mit entsprechendem SD-Karten Slot braucht (ich habe dafür einen USB SD-Karten Adapter an meinem Macbook Pro angeschlossen)

    Das Original Raspi4 OS (Raspbian) ist kostenfrei auf der Herstellerseite des Raspberry Pi herunterladbar. Passende Programmempfehlungen zum Flashen der Micro-SD Karte für Windows und Linux sind dort ebenfalls beschrieben.

    Natürlich habe ich mich nicht mit dem original 32bit Raspbian zufrieden gegeben, sondern mich für eine 64bit ARM Variante des Ubuntu Servers 18.04 entschieden :) ... aber das gehört in einen anderen Thread ;)

    Ich hoffe, ich habe den Interessierten zur Kaufentscheidung ein paar hilfreiche Tipps mitgeben können. Viel Spaß mit dem Mini-PC

    Cheers, Bogi
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  • Danke Bogu :)

    für diese ausführliche Rezension.
    Hilfreich ist sie allemal :)
    I.P. stösst mir nur eine Tatsache recht heftig auf ;)
    Deshalb für Mitleser auch die etwas verspätete Antwort
    Dass Hersteller wie Händler Temperaturen von 90° plus bei solchen elektronischen Geräten überhaupt (unverfroren) in den Mund nehmen und nicht gleich von einem Miniofen sprechen :D
    Und das durchgängige Arbeitstemperaturen von ~ 50° noch als akzeptabel gelten.
    Dass hier die verringerte Lebensdauer von Mainboard, RAM sowie Speicher nicht auch gleich mit erwähnt werden ... :D

    LG
  • muesli schrieb:

    Dass hier die verringerte Lebensdauer von Mainboard, RAM sowie Speicher nicht auch gleich mit erwähnt werden ... :D

    LG
    Sorry aber für ARM Architektur gelten Regeln von normalen PC-Mainboards NICHT.
    Diese kleine Computer sind ausgelegt für Hohe Temperaturen, die laufen locker mit 85-90°C längere Jahre problemlos.

    Benutze selber mehrere von diesen Boards und nicht nur Raspberry Pi.

    Gehäuse für RPI 3-4 empfehle ich das hier -> FLIRC
    Komplett aus Aluminium, Innen ein block der direkt mit Thermo-Paste an den kleinen CPU in Berührung kommt.
    Ganzes Gehäuse dient als Kühlkörper :)
  • Moin ventilchecker :)

    Nix für ungut ;)

    Klar sind die Regeln bei ARM's andere als im Desktop/Tower- oder Serverbereich.
    Und dass man selbst bei Minigehäusen ohne veritable Lüftung div. passive Elemente als Kühlung verwenden kann, ist ja auch aus anderen techn. Bereichen absolut nischt neues ;)
    Aber ;)
    U.a. die Effizienz der CPU sowie anderer Komponenten ist bei höheren Temp's zwangsläufig minimiert, auch wenn einige Komponenten höhere Temp's durchaus mal länger vertragen. Verlassen würd' ich mich aber nicht drauf.

    Kurzum
    An o.g. physikalischen Gesetzmäßigkeiten beißt keine Maus 'nen Faden ab.
    Von daher
    Es geht allemal besser
    Und so etwas nervt mich nicht nur in diesen Bereichen und läuft für mich eben (auch) unter Verschwendung von Energie, Ressourcen sowie Effizienz :)