Philips Hue Play HDMI Sync Box: Nachrüst-Ambilight ausprobiert

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  • Philips Hue Play HDMI Sync Box: Nachrüst-Ambilight ausprobiert

    Mit passenden Leuchten ermöglicht die Philips Hue Play HDMI Sync Box die farbliche Untermalung des Fernsehbildes – die richtigen Einstellungen vorausgesetzt.

    Die farblich zum Bild passende Hue-Beleuchtung lässt sich auch bei nicht kompatiblen Fernsehern nachrüsten. Philips hat dafür die Philips Hue Play HDMI Sync Box vorgestellt. Die verbindet beliebige HDMI-Zuspieler mit Hue-Leuchtmitteln und ahmt auf diese Weise die Ambilight-Funktion der Niederländer nach. Anders als die fest in die Fernseher verbaute Beleuchtung bietet die Nachrüstlösung mehr Flexibilität in Hinblick auf die Positionierung, die Bedienung ist jedoch weniger komfortabel.

    Insgesamt bietet die Box fünf HDMI-Anschlüsse – vier Eingänge sowie einen Ausgang. Eingehende Videosignale wertet die Box hinsichtlich der Farben und deren Verteilung aus und reicht die gewonnenen Informationen an den in der Hue-App einzurichtenden Entertainment-Bereich weiter. Diesem Bereich können bis zu zehn Hue-Lampen und -Leuchten angehören, deren Position in Relation zum Fernseher der Nutzer einstellen kann. Die Lichtquelle muss dabei nicht direkt neben oder hinter dem Fernseher platziert werden. Auch Surround-Konfigurationen mit Leuchtmitteln hinter dem Zuschauer oder an der Decke sind möglich.

    Ohne App geht nichts
    Da es sich bei der Philips Hue Play HDMI Sync Box um eine aktive HDMI-Bridge handelt, erfolgt das Umschalten zwischen den einzelnen Zuspielern automatisch. Wahlweise lässt sich die Box auch mit vorhandenen Infrarot-Fernbedienungen manuell steuern. Für alle andere Optionen müssen Nutzer auf die Hue-Sync-App zurückgreifen. Hier lassen sich einzelne Leuchtmittel des Entertainment-Bereichs sowie die Intensität steuern. Eine separate Konfiguration für jeden HDMI-Eingang erlauben App und Box nicht. Will der Nutzer nach dem Film mit subtiler Beleuchtung auf der Konsole mit intensiver Beleuchtung spielen, erfordert ein solcher Wechsel den Griff zur App.

    Einschränkungen bezüglich der kompatiblen Zuspieler gibt es laut Hersteller nicht. Das gilt auch für unter Umständen eingesetzte Kopierschutzverfahren wie HDCP oder Sound-Techniken wie Dolby Atmos. Gegenüber heise online erklärte Jasper Vervoort, verantwortlich für die Hue-Produktreihe, dass die Box alle Signale unverfälscht durchschleift. Auch Streaming-Boxen lassen sich Vervoort zufolge ohne Einschränkungen daran betreiben. Eine konzeptionelle Einschränkung gegenüber Ambilight: Beim klassischen Fernsehen oder der Nutzung von auf dem Fernseher integrierten Diensten wie Netflix oder den Mediatheken von ARD und ZDF bleibt die Box mangels HDMI-Signals ohne Funktion. Hier unterscheidet sich die offizielle Nachrüstlösung nicht von Eigenbauprojekten.

    Überzeugende Immersion nur mit manueller Steuerung
    In einer ersten Vorführung hinterließ das System einen zwiespältigen Eindruck. Bei passend gewählter Intensität sorgten die gekoppelten Lampen und Leuchten für einen optischen Mehrwert. Auf höchster Stufe und Ausgangsmaterial mit schnell wechselnden Farben wirkte die Beleuchtung mitunter mehr störend als immersiv. Das lag beim Testaufbau zu einem guten Teil aber auch an den gekoppelten Leuchten neben und hinter dem Fernseher, die nicht über die volle Breite und Höhe des Geräts reichten. Daraus resultierten größere dunkle Bereiche in den Ecken dahinter. Negativ fiel zudem das Verhalten der Leuchten bei dunklen Bildschirmeinheiten auf. Hier sorgte die Software nicht für eine Dimmung auf 0 Prozent – der schwarze Weltraum auf dem Fernseher wurde von weißem Licht begleitet.

    Verkauft wird die Philips Hue Play HDMI Sync Box ab dem 15. Oktober für 250 Euro. Im Preis sind keine Leuchten oder Lampen enthalten, was die Investition selbst bei einem Aufbau mit nur drei Leuchtmitteln deutlich steigern kann.

    Quelle: Philips Hue Play HDMI Sync Box: Nachrüst-Ambilight ausprobiert | heise online