Sex-Portal gehackt: 250.000 Mail-Adressen im Darknet angeboten!

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    Hackerangriff auf Prostituierten-Seite
    Sex-Portal gehackt: 250.000 Mail-Adressen im Darknet angeboten!
    von Max Sellmer
    10.10.2019, 16:25 Uhr Droht jetzt Erpressung? Hacker erbeuteten die Daten Tausender Nutzer einer Online-Plattform für Sexdienstleistungen. Aus vielen E-Mail-Adressen geht der echte Name der Kunden hervor.

    Der Schock dürfte groß gewesen sein: Hacker verschafften sich Zugriff auf die Datenbank einer niederländischen Website für Sexkontakte. Insgesamt wurden über 250.000 Datensätze mit den E-Mail-Adressen der Kunden entwendet. Auf der betroffenen Website bieten Prostituierte und Escorts ihre Dienstleistungen an. Für die Hacker war zudem ersichtlich, wie aktiv die Nutzer ihre Profile verwendeten. Die Passwörter der Accounts seien aber nicht betroffen, heißt es – dank eines speziellen Verschlüsselungssystems waren sie für die Angreifer nicht einsehbar.

    Sex-Portal-Hack: Daten im Darknet aufgetaucht

    Damit nicht genug: Ein anonymer User informierte die Niederländische Rundfunkanstalt sowie die Behörden darüber, dass die Nutzerdaten bereits im Darknet zum Verkauf stehen. Für nur 300 Euro soll man die Mail-Adressen dort erwerben können. Damit wäre es ohne Weiteres möglich, die Kunden des Prostituierten-Portals zu erpressen, denn aus den E-Mails vieler User lassen sich deren echte Namen ableiten. „Die Mitgliedschaft in einem solchen Forum ist definitiv etwas, mit dem man erpresst werden kann“, meint Arda Gerkens von der niederländischen Stiftung „Help Wanted“, die sich unter anderem mit dem Thema Online-Mobbing beschäftigt. Sie empfiehlt, für nicht salonfähige Onlinedienste eine E-Mail-Adresse ohne Klarnamen einzurichten.

    Sex-Portal-Hack: Lücke in Software

    Nicht nur die Kunden der Website, auch die Anbieter von sexuellen Leistungen haben ein Interesse daran, dass ihre echten Namen nicht frei zugänglich sind. Sexarbeiterinnen und Escorts laufen nun Gefahr, enttarnt zu werden. Ein Sprecher der Betreiberfirma sagt zu dem Angriff: „Wir sind damit nicht glücklich.“ Eine Sicherheitslücke in der Forumssoftware der Seite ermöglichte den Hackern wohl den Zugriff. Wie der Stern berichtet, hat sich sogar einer der Angreifer zum Vorfall geäußert: „Täglich werden Zehntausende von Websites gehackt. Ich bin nicht der Teufel.“ Das sehen die Betroffenen sicher anders.


    Quelle: Sex-Portal gehackt: 250.000 Mail-Adressen im Darknet angeboten! - COMPUTER BILD