James Dean kommt mittels CGI zurück auf die Leinwand

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  • James Dean kommt mittels CGI zurück auf die Leinwand

    James Dean wird erneut eine Filmrolle übernehmen. Der 1955 gestorbene Schauspieler entert dank CGI die Leinwand als Kriegsveteran. Das freut nicht alle.

    Im Film "Finding Jack" wird James Dean die zweite Hauptrolle spielen. Dean, der 1955 bei einem Autounfall ums Leben kam, wiederaufersteht dank Computer-Generated-Imagery (CGI). Die Produktion beginnt am 17. November. Das geplante Erscheinungsdatum ist der Tag der Veteranen in den USA am 11. November im kommenden Jahr. Der Film handelt vom Vietnamkrieg.

    Dean wird als Roger zu sehen sein, ein anderer Schauspieler spricht ihn. Die Bilder sollen aber komplett auf originalen Fotos und Aufnahmen des Verstorbenen beruhen. Die Rechte an den Bildern liegen bei Deans Familie; sie hat den Arbeiten der Produktionsfirma Magic City Films bereits zugestimmt, heißt es beim Hollywood Reporter.

    "Wir sind sehr froh, dass seine Familie uns unterstützt und werden jede Vorsicht walten lassen, um sicherzustellen, dass das Erbe des Schauspielers, der bis heute zu den bis heute wichtigsten Filmstars gehört, wohlbehalten bleibt", wird einer der Regisseure, Anton Ernst, zitiert. Monatelang habe man nach dem perfekten Schauspieler gesucht – und sich dann für den Toten entschieden.

    Kritik am Einsatz der Technik
    Die Entscheidung stößt nicht überall auf Zustimmung. So äußerte sich etwa der Captain-America-Schauspieler Chris Evans bei Twitter: "Ich bin sicher, er wäre begeistert. Es ist schrecklich. Vielleicht bekommen wir bald einen Computer, der uns einen Picasso malt. Oder ein paar neue John-Lennon-Songs schreibt. Das komplett fehlende Verständnis hier ist beschämend." In den Avenger-Filmen kommt freilich ebenfalls CGI zum Einsatz, allerdings lebt Josh Brolin und wird für seine Rolle des Weltraum-Schurken Thanos nur aufgeplustert.

    Diskussionen um die Technik hat es bereits 2016 bei Star Wars gegeben; die im selben Jahr gestorbene Carrie Fisher war als digitale Prinzessin Leia im Prequel "Rouge One" zu sehen. Auch Peter Cushing tauchte als CGI-Animation in dem Film auf. Weitere solcher posthum-Auftritte hat Lucasfilm danach jedoch dementiert. Die fotorealistische Computergrafik wird nicht nur im Film, sondern auch in Kunst und Werbung genutzt.

    Quelle: James Dean kommt mittels CGI zurück auf die Leinwand | heise online