Jury hat entschieden: Das ist das "Unwort des Jahres" 2019

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  • Jury hat entschieden: Das ist das "Unwort des Jahres" 2019

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    Das Unwort des Jahres wurde gewählt. Die Klimadebatte rückte in diesem Jahr in den Fokus für das Unwort. Die Wahl der Jury wendet sich gegen die Kritiker der Klimaschutzbemühungen. Im Video sehen Sie die Klimaprognose für das Jahr 2050.

    Das "Unwort des Jahres" 2019 heißt "Klimahysterie". Mit dem Wort würden Klimaschutzbemühungen und die Klimaschutzbewegung diffamiert und wichtige Debatten zum Klimaschutz diskreditiert, sagte die Sprecherin der Jury der sprachkritischen Aktion, Nina Janich, am Dienstag zur Begründung. Der Begriff pathologisiere pauschal das zunehmende Engagement für den Klimaschutz als Art kollektiver Psychose.

    Der Begriff sei gleich von mehreren Vertretern von Politik, Wirtschaft und Medien benutzt worden. Beispielsweise AfD-Politiker Alexander Gauland hatte im Juni vergangenen Jahres gesagt: "Die Klimahysterie der anderen Parteien wird die AfD nicht mitmachen."

    Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) reagierte erfreut: "Klimahysterie hat es geschafft und ist das Unwort des Jahres. Die Jurybegründung unterschreiben wir", twitterte der Verein.

    So lief die Auswahl beim "Unwort des Jahres" ab"Klimahysterie" wurde als Kritik an den Leugnern des Klimawandels gewählt.
    Insgesamt wurden dieses Mal 671 Einsendungen mit 397 Vorschlägen eingereicht. Rund 50 Vorschläge entsprachen den Kriterien, wie etwa "Bauernbashing", "Ökodikatur", "Umvolkung", "Bevölkerungsexplosion" oder "Ethikmauer". Die Zahl der Einsendungen ging in diesem Jahr damit aber erneut zurück. Im vergangenen Jahr waren es mehr als 900 gewesen. Früher gab es auch schon mal deutlich über 2000 Vorschläge.

    Das Unwort wird seit 1991 gekürt. Im vergangenen Jahr war es "Anti-Abschiebe-Industrie" vom CSU-Landesgruppenchef im Bundestag, Alexander Dobrindt. 2017 fiel die Wahl auf "Alternative Fakten".

    Die sprachkritische Aktion möchte mit ihrer alljährlichen Aktion auf unangemessenen Sprachgebrauch aufmerksam machen und so sensibilisieren. Dabei werden Wörter gerügt, die gegen die Prinzipien der Menschenwürde oder Demokratie verstoßen, die gesellschaftliche Gruppen diskriminieren oder die euphemistische, verschleiernde oder irreführende Formulierungen sind. Reine Schimpfwörter zählen nicht. Die Jury richtet sich nicht nach der Menge der Vorschläge für ein einzelnes Wort.

    Quelle: Jury hat entschieden: Das ist das "Unwort des Jahres" 2019 - CHIP
  • "Klimahysterie" ist Unwort des Jahres

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    Eine sprachkritische Jury hat "Klimahysterie" zum Unwort des Jahres 2019 gekürt. Mit dem Ausdruck würden "Klimaschutzbemühungen und die Klimaschutzbewegung diffamiert und Debatten diskreditiert", hieß es zur Begründung.

    "Klimahysterie" ist das Unwort des Jahres 2019. Mit dem Wort würden "Klimaschutzbemühungen und die Klimaschutzbewegung diffamiert und Debatten diskreditiert", erklärte eine Jury aus Sprachwissenschaftlern der Technischen Universität Darmstadt zur Begründung.

    Der Begriff sei von mehreren Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Medien benutzt worden, so die Jury weiter. "Er pathologisiert pauschal das zunehmende Engagement für den Klimaschutz als eine Art kollektiver Psychose." Vor dem Hintergrund wissenschaftlicher Erkenntnisse zum Klimawandel sei das Wort zudem "irreführend und stützt in unverantwortlicher Weise wissenschaftsfeindliche Tendenzen".
    Das Unwort des Jahres wird seit 1991 gekürt. Die Wahl der Jury wendet sich diesmal gegen die Kritiker der Klimaschutzbemühungen.

    Knapp 400 Vorschläge
    Nach Angaben der sprachkritischen Aktion waren 671 Einsendungen mit 397 Vorschlägen eingereicht worden. Standen jahrelang Flüchtlingspolitik und Migration im Fokus, rücken nun Ökologie und Klimadebatte mehr in den Mittelpunkt, wie es hieß.
    Rund 50 Vorschläge entsprachen in diesem Jahr den Kriterien. Die Zahl der Einsendungen ging erneut zurück. Im vergangenen Jahr waren es mehr als 900. Früher gab es auch schon mal deutlich über 2000 Vorschläge.


    Im vergangenen Jahr war der Ausdruck "Anti-Abschiebe-Industrie" zum Unwort 2018 gekürt worden. Der Chef der CSU-Abgeordneten im Bundestag, Alexander Dobrindt, hatte den Begriff geprägt.
    Die sprachkritische Aktion möchte mit ihrem alljährlichen "Unwort" auf unangemessenen Sprachgebrauch aufmerksam machen und so sensibilisieren. Das Unwort wird seit 1991 gekürt.

    Die "Unwörter" der vergangenen zehn Jahre
    Das Unwort des Jahres soll aktuelle Diskussionen abbilden und gesellschaftliche Entwicklungen aufzeigen. Gekürt wird es seit 1991. Hier die "Unwörter" der vergangenen zehn Jahre:

    2019: "Klimahysterie"
    2018 - "Anti-Abschiebe-Industrie"
    2017 - "Alternative Fakten"
    2016 - "Volksverräter"
    2015 - "Gutmensch"
    2014 - "Lügenpresse"
    2013 - "Sozialtourismus"
    2012 - "Opfer-Abo"
    2011 - "Döner-Morde"
    2010 - "alternativlos"


    Quelle
    "Das Unwort des Jahres soll aktuelle Diskussionen abbilden und gesellschaftliche Entwicklungen aufzeigen."
    Die gesellschaftliche Entwicklung, die im Hinblick auf die Unworte der letzten 10 Jahre deutlich wird zeigt, dass der politische Diskurs deutlich nach rechts rückt; die Worte scheinen alle dem Parteibuch einer bestimmten Partei entnommen zu sein ;)
    Es nie zu spät für eine glückliche Kindheit! (Erich Kästner)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von littleprof ()

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    Warum dies das Unwort des Jahres ist, verstehe ich nicht ganz. Es ist sinnvoll und richtig übers Klima zu diskutieren und geeignete Massnahmen zu ergreifen, aber die aktuelle Hysterie mit welcher das Thema oft behandelt wird, führt nicht zum Ziel. Anstelle von Hysterie füht eine konstruktive Diskussion mit Lösungsvorschlägen viel eher zum Ziel. Anstelle des Unwort des Jahres sollte man das "Unverhalten" des Jahres mit Klimahysterie küren.
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    GoSoft schrieb:

    Warum dies das Unwort des Jahres ist, verstehe ich nicht ganz.
    Das kann man aber verstehen, wenn man den Titel nicht als Auszeichnung sieht sondern als Rüge (ähnlich wie entsprechende Filmpreise für den schlechtesten Film od. den "Vollpfosten des Jahres" der heute-show).


    Startpost schrieb:

    Das "Unwort des Jahres" 2019 heißt "Klimahysterie". Mit dem Wort würden Klimaschutzbemühungen und die Klimaschutzbewegung diffamiert und wichtige Debatten zum Klimaschutz diskreditiert, sagte die Sprecherin der Jury der sprachkritischen Aktion, Nina Janich, am Dienstag zur Begründung. Der Begriff pathologisiere pauschal das zunehmende Engagement für den Klimaschutz als Art kollektiver Psychose.
    Das sagt doch alles aus über die Negativität des Unwortes "Klimahysterie".
    Da, wo die Neurosen blüh'n, da möcht' ich Landschaftsgärtner sein!
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