Zusammenführung von Hund und Katz

  • Vierbeiner

  • sorei
  • 968 Aufrufe 5 Antworten

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  • Zusammenführung von Hund und Katz

    Hallo,

    im Februar bekommen wir einen Minihund (Mischling 2 Jahre, 20 cm Schulterhöhe aus den Straßen Rumäniens), worauf ich mich sehr freue.
    Wir haben bereits eine (Einzel)Katze, 4 einhalb Jahre (seit 2 1/2 Jahren bei uns). Sie kennt keine anderen Tiere.

    Es ist nie einfach oder gelingt selbstverständlich, klar, aber wir hoffen natürlich, dass sich beide vertragen werden. (vielleicht sogar Freunde werden)

    Wie habt ihr Zusammenführungen gestaltet, was sind Eure Erfahrungen (von Katastrophenberichten bitte ich abzusehen)

    ....und welche Erfahrungen habt Ihr mit Stubenrein beommen vom erwachsenen Hunden?

    :)
    Ich bin zwar anderer Meinung als Sie, aber ich würde mein Leben dafür geben, daß Sie Ihre Meinung frei aussprechen dürfen.(E.B. Hall) # Ever tried, ever failed, no matter. Try again, fail again, fail better. (Beckett) # You are only given one little spark of madness. You mustn't lose it. (R.Williams) # Any sufficiently advanced technology is indistinguishable from magic.(Clarke)

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von sorei ()

  • Hallo Sorei,

    erstmal tolle Aktion, meine Hochachtung.

    Ich kann dir nur im ersten Teil einen Tipp geben, da ich noch nie einen nicht stubenreinen adulten Hund um mich hatte.

    Am Anfang würde ich beiden Tieren die Möglichkeit geben, sich aus dem Weg zu gehen, zumal die ganze Situation natürlich auch für den Hund neu ist. vll Essen zu unterschiedlichen Zeiten und auch getrennte Orte und dann beides immer näher zusammen. Wichtig ist, dass kein Tier sich vernachlässigt fühlt, sprich ungefähr gleich viel drum kümmern ( denn vermutlich wird die Katze eifersüchtig und anhänglich und auch Leckerlies in etwa gleich verteilen. Aber da ihr zu zweit seid, könnt ihr euch ja "aufteilen" wenn du dich gerade mit dem Hund beschäftigst ist dein Mann für die Katze da und umgekehrt. Wobei man es der Katze in der Regel nur anbieten kann. Es sollte sich aber keiner von euch beiden ausschließlich um den Hund kümmern, das könnte der Annäherung schaden.

    Toitoitoi
  • thx @odessa

    stimmt, katze darf sich keinesfalls vernachlässigt fühlen.

    echt, ich hab schiss die beiden verstehen sich nicht oder ich bin nicht "gut genug" um mich um beide gut kümmern zu können.

    ich bin kein tier profi. ich lerne auch jetzt immer noch dazu, bei unserer Katze. Ich bin also keine geborene katzenflüsterin oder hundeflüsterin.

    unterschiedliche futterzeiten ist interessant. an sowas hab ich noch gar nicht gedacht.
    Ich bin zwar anderer Meinung als Sie, aber ich würde mein Leben dafür geben, daß Sie Ihre Meinung frei aussprechen dürfen.(E.B. Hall) # Ever tried, ever failed, no matter. Try again, fail again, fail better. (Beckett) # You are only given one little spark of madness. You mustn't lose it. (R.Williams) # Any sufficiently advanced technology is indistinguishable from magic.(Clarke)
  • odessa schrieb:

    vll Essen zu unterschiedlichen Zeiten und auch getrennte Orte

    sorei schrieb:

    unterschiedliche futterzeiten ist interessant

    Getrennte Orte ja :thumbup: aber auch von Beginn an ggs. sichtbar (so nach dem Motto: der/die sieht mich aber klaut nicht, der/die tut nix ...)

    Aber unterschiedliche Zeiten? Ich weiss nicht so recht, ob das nicht Futterneid/Eifersucht etc. fördert, wenn einer was zu fressen kriegt und der andere nicht. Ist ja nicht so, als könnte man zu Hause den Futterplatz so hermetisch versiegeln, dass der, der draussen bleiben muss weder etwas hört noch etwas riecht. Das klappt bei uns Menschen kaum und wir haben nicht annähernd genau diese Sinne so geschärft, wie Hund & Katze.

    Auf jeden Fall musst du dir bewusst machen: Je verspannter und aufgeregter du bist, desto schwerer wirds (riechbare Düfte, die du ausschüttest und die zwei 100% wahrnehmen). Auch Rumgebrülle (vor Angst) bringt nix, solange da keiner in echter Lebensgefahr ist.
    Geh gelassen ran, wenn baulich möglich könntest du (falls sich da in den ersten 15 Sekunden voll die Aggressionen zeigen) die beiden getrennt und nur mit so 'nem provisorischen Drahtzaun o.ä. dazwischen, aneinander gewöhnen.

    Erfahrungsgemäss haben die Straßenhunde ja eher ein sozialisiertes Gemüht, haben gelernt, Ärger aus dem Weg zu gehen und der kennt sicher auch Katzen. Zudem lernt ein Hund ganz schnell, wo die Grenze bei Katze ist :D

    Sorge dafür, dass die Mietze sich irgendwohin zurückziehen kann (in Sicherheit bringen kann) wo der Hund nicht rankommt. Z.B. Schrank, den sie vorher schon kennenlernen kann, mit entsprechenden "Aufstiegshilfen" sodass die quasi im Schlaf den Weg auf den Schrank findet und nicht vor Panik durch die Hütte rasen muss.

    Bei 'nem Zweithund hätte ich zur "Begegnung in der neutralen Zone" geraten ... geht mit 'ner Katze schlecht, es sei denn die angebundenen Freigang gewöhnt :D

    Unter Umständen erleichtert auch Klickern die Gewöhnung (Beschäftigung + Belohnung + Ablenkung) und später sogar gemeinsam ...

    Und für den Ernstfall bei der Erstbegegnung kannste ja zur Sicherheit (und für den inneren Stresspegel) entweder eine Wasserspritzflasche/-spritzpistole dabei haben oder irgendwas, was richtig laut rasselt (Blechdose mit Schrauben/Muttern z.B.) und wo die beiden erschrecken und die evtl. Aggressionsituation abrupt unterbrochen wird.

    Das tut denen nicht weh und ist ein bewährtes STOP!-Signal, wenn die für gar nix mehr die Ohren auf haben.


    MfG

    PS: So viel sollte das gar nicht werden, geplant war der 1 Satz zum Thema "Futterzeiten" :whistling: aber manchmal sprudelts :D
    Da, wo die Neurosen blüh'n, da möcht' ich Landschaftsgärtner sein!
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    Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm: »Halt' du sie dumm, ich halt' sie arm!« (R. Mey)
  • @NeHe , ich gebe dir in nahezu allem Recht, selbst mit den Futterzeiten, da ich irgendwie im Kopf eine räumliche Trennung angedacht hatte, die sich wohl nur im eigenen Haus oder Hof umsetzen lässt. In Wohnungen führt dies wohl doch eher zu Futterneid und zur gefühlten Ungleichbehandlung.

    @sorei , alleine, dass du dir im Vorfeld so viele Gedanken machst, zeigt doch schon, das du "gut genug" (um deine eigenen Worte zu nutzen) bist, um dich um beide zu kümmern.
    Viele besorgen sich Tiere, ohne sich Gedanken zu machen. Aber egal, wieviel Gedanken du dir machst, es kann trotzdem anders kommen, denn es handelt sich um zwei Individuen und du kannst nicht in Ihre Köpfe schauen, zumal du eins davon ja noch gar nicht kennst.

    Fluchtmöglichkeit, Klicker, Abschreckung und eigene innere Ruhe finde ich sehr gute Tipps. Ich habe mit Wasserpistole zur Abschreckung und Klicker zum "Erziehen" gute Erfahrung gemacht.

    Und auch NeHe´s Argument mit der Sozialisierung von Straßenhunden kann ich nur zustimmen.
  • @NeHe , @odessa

    VIELEN lieben Dank für Eure Gedanken. :knu:
    Ja, ich muss mich davor schützen, mir "zuviel Kopf" zu machen.
    Aber es sind 2 Lebewesen, und da hab ich Respekt vor. Ich würde nie eine Lust und Laune entscheidung treffen, wenn Lebewesen im Spiel sind (okokok, Mücken.....)

    Ja, Futterneid, @NeHe, stimmt auch wieder. Hab ich auch nicht dran gedacht.

    Und vor allem: meine eigene Gelassenheit, ja, ist voll klar. Ich versuche sozusagen, meine Nervosität HIER rauszulassen.
    Im Board.

    Weil Lina eine schreckhafte ist, haben wir extra drauf geachtet, dass der Hund kleiner ist als sie. Damit sie sich nicht bedroht fühlt.

    Aber der ganze Kopf den ich mir mache, kann an dem vorbeigehen was dann ist, vielleicht ist auch NIX, vielleicht was anderes....
    ich werde sozusagen meditieren , um friedlich-liebevolles auszustrahlen.
    Ich bin zwar anderer Meinung als Sie, aber ich würde mein Leben dafür geben, daß Sie Ihre Meinung frei aussprechen dürfen.(E.B. Hall) # Ever tried, ever failed, no matter. Try again, fail again, fail better. (Beckett) # You are only given one little spark of madness. You mustn't lose it. (R.Williams) # Any sufficiently advanced technology is indistinguishable from magic.(Clarke)