Windows-7-Ende kostet NRW knapp 1,3 Millionen

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    • Windows-7-Ende kostet NRW knapp 1,3 Millionen

      Für Sicherheitsupdates nach dem Support-Ende von Windows 7 muss das Land NRW über eine Million Euro zahlen.

      Das Support-Ende von Windows 7 am 14. Januar 2020 war lange bekannt. Dennoch gelang es nicht allen Behörden in Deutschland, rechtzeitig auf eine neue Version des Betriebssystems umzusteigen. Als Ergebnis müssen viele Bundesländer für die weitere Auslieferung von Sicherheitsupdates hohe Summen an Microsoft zahlen. Im Falle des Landesregierung von Nordrhein-Westfalen belaufen sich die Kosten auf fast 1,3 Millionen Euro . Dies liege daran, dass in allen Ressorts bis auf die Staatskanzlei noch Windows 7 zum Einsatz kommt. Bekannt wurden die Update-Kosten nach einer Anfrage der SPD-Fraktion an Lutz Lienenkämper (CDU), den Finanzminister von NRW.

      Nach Angaben der Rheinischen Post seien von den rund 150.000 Computer der deutschen Landesbehörden bis zum 14. Januar 2020 noch 15 Prozent mit Windows 7 ausgestattet gewesen. Besonders hart traf es die Landesregierung von Berlin. Dort seien in der Verwaltung noch fast 18.000 Rechner mit Windows 7 im Einsatz. Diese Zahl wirkt groß, doch dagegen stehen bereits 67.000 Rechner, die in der Bundeshauptstadt schon aktualisiert wurden. Trotz zehnjähriger Betreuung von Windows 7 durch Microsoft kam das Support-Ende für viele Behörden offenbar doch zu schnell. Für Privatanwender gibt es keine Möglichkeit, weitere Sicherheitsupdates für Windows 7 gegen eine Zahlung zu erhalten. Hier bleibt nur das Update auf Windows 10 oder ein anderes Betriebssystem.

      Quelle: Windows-7-Ende kostet NRW knapp 1,3 Millionen - PC-WELT
    • Vielleicht haben die aber gar nicht gepennt sondern orientieren sich daran, wie zuverlässig die SW läuft :D

      Wenn man bei jedem (!) update so liest, was da alles nicht gehen könnte :/ da kann einem schon die Lust vergehen.

      Und letztlich sind sie doch eh die Gearschten. Stellen sie um und das system kackt bei 'nem update ab, haben sie die A-Karte, weil die Behörde nicht arbeitet und der Bürger meint "die können auch NIX" stellen sie nicht um sind sie auch nur die Deppen, weil der Bürger seine Steuern verschwendet sieht.

      So richtig einfach haben die's auch nicht ...

      Auch wenn ich eigtl. immer den Kopf schüttel, wenn so aufgedeckt wird, wo die Steuergelder versickern ... in diesem Fall bin ich mir nicht soooo sicher, was besser ist ^^

      Macht ja aber in Summe alles auch nix, wir habens ja dicke ... und dem Scheuer hat's ja letztlich auch nicht geschadet :whistling: also habt euch mal nicht so :D


      mad.de schrieb:

      Für Privatanwender ... Hier bleibt nur das Update auf Windows 10 oder ein anderes Betriebssystem.
      :fuck: Wer legt das fest? :vog: :bla:

      Die würden sich aber bei Letzterem umgucken, wenn es denn tatsächlich alle die machen würden, die von der ewigen "unser Kunde ist unser kostenloser Betatester"-MS-Politik ge-/entnervt sind.
      Da, wo die Neurosen blüh'n, da möcht' ich Landschaftsgärtner sein!
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    • Ich habe einige Bekannte, die IT-ler bei Behörden sind und aus Gesprächen mit diesen kann ich NeHe nur zustimmen. Wie jeder User haben Behörden besondere Ansprüche und Bedürfnisse und im Gegensatz zum Privatuser hängen bei Behörden oftmals viele hunderte bis tausende PC´s am internen Netz und jede Abteilung braucht andere Software, die aber mit den anderen Abteilungen zuverlässig arbeiten muss und all diese Ansprüche der verschiedenen Abteilungen an ihre jeweilige Software muss dann auch noch mit dem Betriebssytem harmonieren. Wenn man dann daran denkt, wie teuer die einzelne Spezialprogramme sind die dann ja auch auf das neue Betriebsstem integriert werden müssen, kann die weitere Zahlung für Softwareupdates vorübergehend preiswerter sein. Zumal oftmals auch neue Technik/Hardware gebraucht werden bei Update des Betriebssystems und die Behörden müssen ja auch sparen... Und verschwendet wird nie bei der Ausstattung der Behörden (nur bei der Bischofswohnung)
    • Hallo Zusammen,

      zunächst einmal, Behörden verwenden nicht das Windows-Betriebssystem, das der Privatanwender einsetzt, sondern eine Enterprise-Version.

      Diese unterliegt nicht einem monatlichen Update-Rhythmus, so dass die IT-ler nicht diesen ständigen Ärger und Aufwand haben.


      Richtig ist, dass unterschiedliche Abteilungen unterschiedliche Software einsetzen.

      Wenn man es nicht schafft, rechtzeitig umzustellen, dann hat man entsprechende (Betriebssystem-)Lizenzgebühren zu zahlen.

      Und die Kostenersparnis für die Weiterverwendung für die unterschiedliche (Abteilungs-)Software ist ja nicht wirklich eingespart!
      Die Kosten kommen später auf die Behörde zu, da man sich den Aufschub auf das Betriebssystem auch nur so lange leisten kann, wie es noch (wenn auch bezahlten Support) gibt, und die (Abteilungs-)Software dann upgedatet werden muss.

      Auch sind Vorschriften für den Einsatz von Software verletzt, da Behörden aufgrund der sensiblen Daten, die sie verwalten, verpflichtet sind, 'sichere' aktuelle Software einzusetzen. Hier drohen sogar Bußgelder!

      Unterm Strich ist es also doch TEURER und somit Verschwendung von Steuern!

      Grüße

      von einem ITler, der in einer großen Landesbehörde arbeitet

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von mad.de ()

    • Hey @mad.de Du arbeitest in dem Bereich und kennst dich somit besser aus,
      doch schrieb ich auch "kann die weitere Zahlung für Softwareupdates vorübergehend preiswerter sein" was du mit deinem Satz" die Kosten kommen später auf die Behörden zu" quasi bestätigst. Manchmal (ich habe eher den Eindruck meist) denken Behörden nur kurzfristig und nicht langfristig und müssen mit dem Budget haushalten zumal es ja immer vorab frei gegeben werden muss. Vll kam die Freigabe zu spät oder aktuell ist das Geld knapp, viel zu knapp. Also quasi Zwischenfinanzierung. Musste ich auch schon mal machen. Ist zwar letztlich teurer ( war mir damals auch bewusst, liess sich aber dennoch nicht ändern) aber auch das ist (gerade bei Behörden) leider Alltag. Letztlich aber Steuerverschwendung, da hast du recht, eindeutig. Nur, da gehe ich mit @NeHe konform, gibt es ärgere, größere Steuerverschwendungen.
    • Natürlich gibt es größere Steuerverschwendungen!!!

      Aber der Artikel sprach nur vom Land NRW. Wir haben noch 15 weitere Bundesländer, dazu kommt natürlich auch noch der Bund.

      Von den unzähligen Kommunen ganz zu schweigen.

      Das Geld wäre besser bei den Ärmsten der Armen aufgehoben.

      Wenn ich früh vom Bahnhof zur Arbeitsstelle gehe und die armen Seelen unter den Brücken schlafen sehe, dann ist jeder verschwendete Euro zuviel.

      Und das ist nur eine von vielen, vielen Baustellen in unserem doch so reichen Lande!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von mad.de ()

    • Wenn man große Firmen, die auch Weltweit umstellen, mit einem Bundesland vergleicht, sind die Anforderungen nicht geringer. Die eingesetzte Software ist da wahrscheinlich noch vielfältiger. Ausfallen darf diese auch nicht.
      Das Ganze könnte für die Länder einfacher werden, wenn nicht jedes Land das eigene Ding machen würde,sondern sich auf einen Standard für eine Sache festlegen würde. Das würde Test- und Entwicklungskosten sparen.
    • HotPi schrieb:

      Die eingesetzte Software ist da wahrscheinlich noch vielfältiger. Ausfallen darf diese auch nicht.
      wir haben 38 Pc´s und ein paar Notebooks in unserem Affenladen und unsere wichtigste Software läuft nicht unter Windows 10 :D und nun? :fuck:
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    • @HotPi da hast du natürlich recht, wir stellen jetzt im laufe des jahres um auf eine andere software, danach auf win10
      kostet uns ca 400.000 euro, nein das ist kein tipfehler 400.000 eher mehr

      also wegen uns hätten die win7 noch 20 jahre supporten können :D
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