Corona - Sammelthema

  • News
  • Thema

  • odessa
  • 10527 Aufrufe 255 Antworten

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • @GoSoft: Da hatten wir ja alle den richtigen Riecher. Ein "offizieller" Android-Download-Link (und dann noch vom BAG), welcher nicht zum Play Store verweist - da ist der Fall sonnenklar. Dreist und frech, diese Burschen! :päng: :D
    Carpe diem - pflücke den Tag!
  • Es gibt bestimmt einige Empfänger, die darauf reingefallen sind... ;(


    Bluetooth-Scanner
    Corona-Warn-App: Wie viele Nutzer gibt es in meiner Nähe?
    26.6.2020 von Manuel Medicus
    Wie viele Nutzer der Corona-Warn-App sind eigentlich gerade in meiner Reichweite? Mit diesen Bluetooth-Scannern prüfen Sie die direkte Umgebung.

    Je mehr Nutzer die Corona-Warn-App auf Ihrem Smartphone installieren und aktivieren, desto besser kann die Tracing-Technologie bei der Nachverfolgung von Infektionsketten helfen. Laut RKI wachsen die Download-Zahlen der Corona-Warn-App auch stetig an.
    Doch viele Anwender fragen sich etwa im Zug, im Supermarkt oder an anderen öffentlichen Plätzen: Wie sieht eigentlich die App-Nutzung gerade in meiner direkten Umgebung aus? Wie viele Nutzer haben hier in meiner Nähe die Corona-Warn-App installiert? Sogenannte Bluetooth-Scanner bzw. Bluetooth-Sniffer können hier Antworten liefern.

    Corona-Warn-App: Sender über Bluetooth-UIDs erkennbar

    Die Corona-Warn-App selbst gibt sich sehr sparsam, was Auskünfte angeht. Es gibt etwa keinerlei anonymisierte Statistiken, wie viele fremde IDs sich bereits in der Reichweite des eigenen Smartphones befunden haben. Doch da die Corona-Warn-App für das Contact-Tracing die Bluetooth-Low-Energy-Technologie (BLE) nutzt, können andere Anwendungen aktive Apps erkennen - sogenannte BLE-Scanner bzw. BLE-Sniffer.

    Für Android und iOS: Corona-Warn-App - hier geht's zum Download

    Wie WLAN-Scanner prüfen Sie mit diesen Apps einfach, welche anderen Geräte mit aktiviertem BLE Beacon sich in der Nähe befinden. Aus diesen lassen sich dann die Sender mit Corona-Warn-App herausfiltern, da diese alle eine gleiche Service-UUID mit dem Code 0xFD6F senden - die Exposure Notification (mehr dazu in der Spezifikation von Google und Apple).

    Die Idee haben etwa Merlin Chlosta und Maximilian Golla in die Tat umgesetzt. Die Forscher radelten mit aktiviertem BLE-Scanner durch Bochum, um die Quote installierter Corona-Warn-Apps zu messen. Das Ergebnis visualisierten sie in einer Heatmap.

    Tweet von @merlinchlosta
    hread: Erste Eindrücke zur Verbreitung der #CoronaWarnApp im Alltag.

    Heute sind @m33x und ich durch die Bochumer Innenstadt geradelt um zu schauen, wie viele Leute die neue #CoronaWarnApp aktiv verwenden. Wir sind positiv überrascht (1/5) pic.twitter.com/qlBu42F7ts

    — Merlin Chlosta (@merlinchlosta) June 17, 2020

    Doch auch Sie können die Verbreitung der Corona-Warn-App in Ihrer Umgebung erforschen. Wir stellen im Folgenden verschiedene Möglichkeiten vor, wie auch Sie Ihre Umgebung auf entsprechende Bluetooth-Sender mit aktivierter Contact-Tracing-API von Google und Apple scannen.

    1. Corona-Virus-App-Nutzer im Browser

    Die aktuellen Versionen von Google Chrome und Chromium-basierten Browsern (Edge und Opera) unterstützen bereits die Web Bluetooth API. Über diese können Sie sogar ohne zusätzliche Installation Nutzer in der Umgebung mit aktiver COVID-19 Exposure Notification API gezeigt werden - wenn auch in recht puristischer Form.

    Da die Web Bluetooth API noch nicht final erschienen ist, müssen Sie in Chrome für Android folgende Flag einschalten:

    chrome://flags/#enable-experimental-web-platform-features

    Anschließend können Sie eine der frei zugänglichen Webseiten nutzen, um Geräte in der Nähe anzuzeigen (hierzu müssen Sie jeweils Chrome die Nutzung der Web Bluetooth API erlauben):
    2. RaMBLE: Bluetooth-Scanner für Android

    Ebenso leicht geht für Android-Nutzer die Installation eines Bluetooth-Scanners. Wir haben das vielfach empfohlene RaMBLE ausprobiert, das kostenlos im Google Play Store zum Download angeboten wird.

    Nach der Installation von RaMBLE können Sie oben rechts über den Play-Button den Bluetooth-Scan starten. Nun werden Ihnen alle sendenden Bluetooth-Geräte in der Umgebung angezeigt.

    Um nun nur die Beacons der Corona-Warn-App anzuzeigen, richten Sie einen Filter ein. Tippen Sie dazu auf den Button mit den gestrichelten Linien oben rechts neben dem Play Button. In der Ansicht "Edit Filter" sehen Sie unten nun die Optionen "Name", "Device Type" und mehr. Über Wischbewegungen scrollen Sie nun nach rechts und wählen die Option "Service UUID".

    Geben Sie nun in das Eingabefeld des Filters den Wert FD6F ein und bestätigen Sie mit dem Haken. Nun werden die Ergebnisse auf die IDs der COVID-19 Exposure Notification API beschränkt.

    Tipp für iOS-Nutzer: Für das iPhone gibt es ähnliche kostenlose Apps, die über die entsprechende Filtereinstellung die gleiche Funktionalität ermöglichen - etwa die App BLE Scanner 4.0.

    3. UUID 0xFD6F Tracer als APK installieren

    Fortgeschrittene Android-Nutzer können gleich die App UUID 0xFD6F Tracer von Entwickler emacberry Software installieren. Diese ist als kostenlose APK-Datei auf github zum Download verfügbar.

    Um Sie zu installieren, müssen Sie in den Android-Einstellungen zwischenzeitlich das Installieren von Apps mit unbekannter Herkunft erlauben. Diese Einstellung sollten Sie im Anschluss zu Ihrer eigenen Sicherheit wieder deaktivieren.

    Die Nutzung von UUID 0xFD6F Tracer ist selbsterklärend. Wenn die App gestartet ist, zeigt sie Ihnen nach einfach einen Bildschirm mit dem Text "Aktive Sender" an und weist die Anzahl der Smartphones mit Corona-Warn-App in Reichweite aus. Die App kann im Hintergrund laufen, um sie in den Benachrichtigungen im Blick zu haben, oder über die Optionen beendet werden.

    4. BLE-Signale der Corona-App aufzeichnen mit GPSLogger II

    Eine weitere Möglichkeit, die Smartphones mit Corona-Warn-App im Umkreis sichtbar zu machen, ist die kostenlose Android-App GPSLogger II (Download im Google Play Store). Mit der ebenfalls von emacberry Software entwickelten App können Sie eigentlich GPS-Routen aufzeichnen. Durch eine neue Option kann die App aber auch wahlweise alle gefundenen Beacons in der Kartenansicht einzeichnen

    Um die entsprechende Option zu aktivieren, gehen Sie in den Einstellungen der App ins Menü "Allgemeine Einstellungen" und aktivieren unten den Schalter bei "UUID 0XFD&F Beacon Scanner". Wenn Sie sich nun bewegen und die Route mit GPSLogger II aufzeichnen ("REC"-Button oben rechts), werden alle Smartphones mit aktiver Corona-Warn-App auf der Karte eingezeichnet.

    Hinweis: Bei den beschriebenen Techniken wird keine Sicherheitslücke ausgenutzt - das Vorgehen ist unbedenklich. Es werden lediglich die öffentlich messbaren, pseudonymisierten Bluetooth-Signale empfangen. Die gesendeten IDs ändern sich alle 15 Minuten randomisiert und lassen keine Rückschlüsse auf die Nutzer zu.


    Quelle: Corona-Warn-App: Wie viele Nutzer gibt es in meiner Nähe? - connect
  • Corona ist noch nicht bewältigt und während die zweite Welle droht, überrascht uns China mit einem neuen Virus, bzw. einem alt bekannten Virus, der Schweinegrippe, einfach neu aufgelegt und vorsorglich schon einmal Angst geschürt. Ich denke die Chinesen warnen nun lieber rechtzeitig um sich nicht wieder Vorwürfe wegen Vertuschung anhören zu müssen. Ich sehe es schon, die Zukunft trägt Maske. Aber was schreckt mich ein Lockdown, als Mitglied dieses Forums wird mir auch zu Hause nicht langweilig.
  • Fehler 11, Fehler 5, Fehler 3 und Co.
    Corona-Warn-App: Fehler und ihre Ursachen - was hilft?
    30.6.2020 von Manuel Medicus
    Fehler 11, 3 und mehr: Die Corona-Warn-App für Android und iOS hat bei einigen Nutzern noch Probleme. Wir beleuchten die gängigsten Fehlermeldungen.

    Inhalt
    1. Corona-Warn-App: Fehler und ihre Ursachen - was hilft?
    2. Corona-Warn-App für Android: Fehler, Ursachen und Lösungen
    3. Corona-Warn-App für iPhone / iOS: Fehler, Ursachen und Lösungen


    Die Corona-Warn-App sowie die von ihr genutzte Contact-Tracing-API von Google und Apple wurden unter Zeitdruck entwickelt. Nach der Veröffentlichung luden in kurzer Zeit Millionden Nutzer die App auf ihre Android-Smartphones und iPhones - wie die Corona-App Download-Zahlen zeigen. Da ist es kein Wunder, wenn hier bei einigen Anwendern Fehler bei Installation und Nutzung der App auftreten.

    Doch was bedeuten die Fehlermeldungen? Welche Ursachen gibt es? Und wie oder wann lassen sich die Fehler beheben? Wir haben für Sie in dieser Übersicht die häufigsten Fehlermeldungen gesammelt und zu jeder den aktuellen Wissensstand recherchiert. Wir listen dabei erst alle Fehler unter Android und anschließend die Fehler unter iOS.


    weiterlesen: Corona-Warn-App: Fehler und ihre Ursachen - was hilft? - connect
  • Apps 02.07.2020, 09:10 Uhr
    Nutzer berichten von Bugs in der SwissCovid-App
    Diverse Nutzer klagen über Probleme und Fehlermeldungen. Für iPhones muss mindestens iOS 13.5 installiert sein. Beispielsweise mit dem iPhone 6 funktioniert die App deshalb nicht.

    Die SwissCovid-App (Android, iOS) erfreut sich hoher Downloadzahlen. Mittlerweile wurde die App über eine Million Mal heruntergeladen. Allerdings berichten eingie User von Fehlermeldungen. Betroffen sind anscheinend vorallem iPhones, wie «Blick» berichtet.

    Gegenüber Blick verwies Mathias Wellig, Geschäftsführer der Zürcher App-Entwicklerfirma Ubique, auf Apple. Einige Bugs hängen mit der eng ins Betriebssystem verbauten Corona-Warn-Funktion zusammen. Wellig hofft, dass das nächste Update iOS 13.6 die Probleme beheben wird. Eine Antwort zum aktuellen Stand seitens Apple steht nach Anfrage von PCtipp noch aus.

    Funktioniert nicht mit älteren iPhones

    Laut Nutzerbewertungen im App-Store wird am häufigsten die fehlende Unterstützung fürs iPhone 6 kritisiert. Lanciert im Jahr 2014, wird das iPhone 6 mittlerweile von Apple nicht mehr mit dem neusten Betriebssystem versorgt. Gerade ältere Menschen, die zu den Risikopersonen gehören, haben aber nicht immer das neuste Smartphone.

    Dass die App auf älteren Geräten nur teilweise funktioniert, wird auch auf der SwissCovid-App-Facts-Webseite erläutert. Laut diesem Blog-Eintrag funktioniert die App nur auf Handys, auf denen das aktuellste Update installiert ist. Für iPhones muss mindestens iOS 13.5 installiert sein. Das lasse sich auf iPhones zurück bis zur Generation 6s und SE installieren. Bei Android-Geräten braucht es mindestens Version 6. Ausserdem muss das Handy auf die App-Stores von Apple und Google zugreifen können, um die SwissCovid-App herunterzuladen.

    Weiter genannte Probleme sind «Region für Kontaktmitteilung geändert» (obwohl dies nicht zutrifft), automatisches Zurücksetzen der Tracing-Funktion (deaktiviert), Hintergrundaktualisierung wird teilweise nicht ausgeführt, zu wenig Speicher und ein sich rasant leerender Akku. Das nächste iOS-Update sollte diese Probleme beheben.

    Wie die SwissCovid-App funktioniert, haben wir in diesem Artikel beschrieben. Die Informationen des Bundesamtes für Gesundheit betreffend das Coronavirus, die App sowie die Verhaltenstipps bei einer allfälligen Meldung seitens App, finden Sie auf dieser laufend aktualisierten Webseite des BAG.

    Autor(in)
    Claudia Maag


    Quelle: pctipp.ch/news/apps/nutzer-ber…isscovid-app-2550522.html
  • Für Android und iOS
    Corona-Warn-App: Download jetzt in allen EU-Ländern möglich
    Der Download der Corona-Warn-App über ausländische App Stores ist nun in allen EU-Ländern sowie der Schweiz und Norwegen möglich. Hier die Details.

    Nachdem die Download-Zahlen der Corona-Warn-App nach dem Start in die Höhe schossen, war der Zuwachs in der vergangenen Woche nur noch zögerlich. Mit dazu beigetragen hat unter anderem auch, dass viele Nutzer mit ausländischem Nutzerkonto die Corona-App nicht aus dem Google Play Store bzw. Apple App Store installieren konnten. Aus rechtlichen Gründen war der Download zum Start auf die deutschen Stores begrenzt.

    Doch das Robert-Koch-Institut (RKI) hat nachgebessert. Nachdem Ende Juni die Corona-Warn-App bereits in zehn europäischen Ländern zum Download bereitgestellt wurde, ist die App nun laut RKI in allen EU-Ländern sowie Großbritannien, Norwegen und der Schweiz verfügbar. Hier die offizielle Liste laut aktualisiertem RKI-FAQ:
    • Belgien
    • Bulgarien
    • Dänemark
    • Finnland
    • Frankreich
    • Griechenland
    • Irland
    • Island
    • Italien
    • Kroatien
    • Lettland
    • Litauen
    • Luxemburg
    • Malta
    • Niederlande
    • Norwegen
    • Österreich
    • Polen
    • Portugal
    • Rumänien
    • Schweiz
    • Slowakei
    • Slowenien
    • Spanien
    • Schweden
    • Tschechische Republik
    • Ungarn
    • Vereinigtes Königreich
    • Zypern
    Das RKI damit jedoch nicht mit dem internationalen Rollout der Corona-Warn-App stoppen. Aktuell prüfe man die rechtlichen Bedingungen für weitere Länder und wolle dort in Zukunft die App freigeben.

    6.7.2020 von Manuel Medicus


    Quelle: Corona-Warn-App: Download jetzt in allen EU-Ländern möglich - connect
  • Dieser Beitrag ist kein Witz. Ich desinfiziere immer meine Hände am Eingang vom Warenhaus und ziehe dann meine Maske an. Manchmal bin ich vom Desinfektionsmittel etwas benebelt. Nun habe ich erfahren, dass viele dieser Mittel auf 80 bis 90 % Alkohol basieren. Ich frage mich, ob ich aufgrund der Dämpfe soviel Alkohol im Atem habe, dass ich bei einer Kontrolle den Ausweis abgeben muss.
  • Zahlen-Schätzung zu Positiv-Fällen
    Corona-Warn-App: So viele Infizierte haben sich gemeldet
    Die Corona-Warn-App hat hohe Download-Zahlen. Doch wie viele Nutzer haben sich über sie als infiziert gemeldet? Hier gibt es aktuelle Schätzungen zu positiven Fällen.

    Die Corona-Warn-App kann nur bei der Eindämmung der Covid-19-Pandemie helfen, wenn genügend Deutsche die App nutzen. Die wichtige 15-Prozent-Marke hat die Corona-App laut aktuellen Download-Zahlen dabei schon länger geknackt. Doch damit Nutzer gewarnt werden können, müssen positiv getestete Infizierte ihr Testergebnis auch in der App hinterlegen.

    Doch wie viele Nutzer haben ihre Corona-Infektion bereits in der Corona-Warn-App gemeldet? Hierzu vermeldet das Robert-Koch-Institut bisher keine genauen Zahlen. Am 3. Juli gab Gesundheitsminister Jens Spahn gegenüber dem Spiegel lediglich den ungefähren Wert von 300 Fällen an, die bei der Hotline eine TAN erfragt hätten. Wie viele Nutzer aber nun genau über die App bisher ihre Infektion gemeldet haben, ist aus Datenschutzgründen nicht erkennbar - doch es gibt Möglichkeiten, über Schätzungen ungefähre Zahlen zu ermitteln. Details zur Berechnung der Schätzungen finden Sie im Anschluss an die aktuellen Zahlen.

    Corona-Warn-App: Wie viele Infizierten-Meldungen gibt es aktuell?

    Hier die geschätzten Zahlen (Quelle: Statistische Analyse von Michael Böhme), wie viele positiv getestete Personen ihre Diagnoseschlüssel in den vergangenen 7 Tagen in der Corona-Warn-App geteilt haben (Stand: 07.07.2020):
    • 06.07.2020: 10
    • 05.07.2020: 3
    • 04.07.2020: 11
    • 03.07.2020: 16
    • 02.07.2020: 33
    • 01.07.2020: 27
    • 30.06.2020: 26
    Corona-Warn-App: Wie viele Infizierte haben sich bisher insgesamt positiv gemeldet?

    Am 23. Juni wurden das erste Mal die Liste mit den IDs positiv gemeldeter Personen an Nutzer der Corona-Warn-App verschickt. Basierend auf den unten beschriebenen Schätzungen gibt es nach aktuellem Stand (07.07.2020) bisher insgesamt 285 gemeldete Fälle von Infizierten in der Corona-Warn-App.

    Wie sich die Zahl der gemeldeten Fälle schätzen lässt

    Warum gibt es nur genauen Zahlen der Fälle? Um mögliche Kontakte zu Covid-19-Infizierten zu erkennen, lädt die Corona-Warn-App regelmäßig vom zentralen Server eine Liste der positiv getesteten Diagnoseschlüssel herunter. Um die Anonymität zu steigern, werden vom Server jedoch zusätzlich Fake-Schlüssel hinzugefügt - gerade am Anfang, wenn die Liste nur wenige Schlüssel enthält.
    Zum Start lag das Verhältnis von falschen zu echten Schlüsseln bei 9:1. Je mehr Infizierte sich über die App melden, desto weniger Fake-Schlüssel sind nötig. Mittlerweile ist das Verhältnis auf 4:1 gesunken. Da jeder die anonymisierte Liste herunterladen kann, lassen sich aber die gefälschten Schlüssel herausrechnen und geschätzte Zahlen ermitteln (siehe Diskussionen auf Github und Twitter)

    Diese Dashboards zeigen Entwicklung der Positiv-Meldungen

    Aus dem verfügbaren Datenmaterial hat der Github-Nutzer Michael Böhme ein sehr aufschlussreiches Dashboard erstellt, dass automatisiert die Entwicklung der geteilten Diagnoseschlüssel von positiven Fällen zeigt. Dazu werden die Daten in Diagrammen mit den Fallzahlen des Robert Koch Instituts und der John Hopkins Universität in Korrelation gesetzt.
    Ein weiteres automatisiertes Dashboard hat Github-Nutzer Jan Pfister erstellt. Hier können die Diagramme und Rohdaten auf Wunsch auch exportiert werden.

    Corona-Warn-App: Wo finde ich die Rohdaten?

    Wer die versendeten Datenpakete zu positiv gemeldeten Diagnoseschlüsseln selbst unter die Lupe nehmen will, für den bietet Malte Janduda, Mit-Entwickler der Corona-Warn-App, die Daten anonymisiert in den Formaten CSV, JSON und Excel an. Die Liste wird stündlich aktualisiert und enthält neben durchzählender ID und Zeitstempeln auch das gesendete Transmission Risk Level (TX Risk Level), das auch in den oben genannten Dashboards gezeigt wird.

    Das im Zuge der Meldung durch die Gesundheitsbehörden vergebene Transmission Risk Level fließt als Wert zwischen 0 und 8 in die Risiko-Ermittlung der Corona-Warn-App ein, zusammen mit anderen Faktoren wie Nähe zum anderen Smartphone oder der Dauer des Kontakts (siehe auch Dokumentation der API bei Apple). Je höher das Transmission Risk Level, desto höher wird das Risiko für eine Ansteckung eingeschätzt.

    7.7.2020 von Manuel Medicus


    Quelle: Corona-Warn-App: So viele Infizierte haben sich gemeldet - connect
  • COVID-19: Für ältere Menschen geht es ums Ganze

    Die Wahrscheinlichkeit, nach einer Coronavirus-Infektion zu sterben, ist für Senioren hoch. Zahlen aus New York zeigen dies.

    Wer in diesen Tagen die meiste Zeit Zuhause verbringt, hat auch im eigenen Interesse einen guten Grund dafür: Das Sterblichkeitsrisiko bei einer COVID-19-Infektion darf nicht unterschätzt werden. Ein Bericht des Gesundheitsamtes der Stadt New York in Zusammenarbeit mit der in Manhattan ansässigen Columbia University von Ende Juni zeigt dies: Im Durchschnitt, so wird geschätzt, lag die Wahrscheinlichkeit, eine SARS-CoV-2-Infektion nicht zu überleben, in der Weltmetropole zwischen März und Mai 2020 bei 1,45 Prozent.

    Zur Veranschaulichung: Es ist unwahrscheinlicher, bei einem Autounfall zu sterben. Jeder ausscherende Fahrer, jede zu schnell gefahrene Kurve oder der Sekundenschlaf auf der Autobahn – all das zusammen ist weniger tödlich als COVID-19. Für ältere infizierte Menschen lag die Sterblichkeit in New York City sogar bei durchschnittlich 13.83%, in manchen Fällen ging sie hoch auf bis zu 17 Prozent. Umgerechnet heißt dies: Einer von sechs wird sterben. Das ist die gleiche Chance, wie beim Russischen Roulette zu verlieren. Kein Spiel, das man seinen Großeltern wünscht.

    Wahrscheinlichkeitsrechnung
    Die Mortalität des Coronavirus wurde viele Male geschätzt und auf unterschiedliche Weise berechnet. So kommt die Regierung, wenn man nur die offiziellen Fälle berechnet – also diejenigen, bei denen die Menschen so schwer erkrankt waren, dass sie Hilfe suchten und sich testen ließen – auf ein COVID-19-Gesamtsterberisiko von fünf Prozent in New York City. Die neue Studie aber berechnete den sogenannten "infection fatality ratio", kurz IFR. Diese beschreibt die Wahrscheinlichkeit an dem Virus zu sterben, wenn man erst mal infiziert wurde, egal wie der Ausgang schließlich ist.

    Das ist die tatsächliche Wahrscheinlichkeit, die im Blick behalten werden muss. Sie schließt Betroffene mit einem asymptomatischen Verlauf ein, die nur einen leichten Schnupfen bekommen, sich zu Hause auskurieren und nie getestet werden. Da die Zahl der ungetestet Infizierten nicht bekannt ist, wird sie in der IFR-Berechnung stets geschätzt. Das New Yorker 1,45-Prozent-Risiko ist höher als an vielen anderen Orten, wo es bei etwa 1 Prozent liegt. Das könnte an der weiteren Verbreitung von Diabetes und Herzkrankheiten in der Stadt liegen – oder an den in der Studie verwendeten Schätzungen.

    Das persönliche Risiko, an COVID-19 zu sterben, weicht stets vom Durchschnitt ab. Einfluss nehmen der Aufenthaltsort – Kreuzfahrtschiff oder Stadt –, genauso wie das Geschlecht, das Alter und Vorerkrankungen. Als Student verringert die Wahrscheinlichkeit sich wohl um den Faktor 100, wobei das Risiko bei krankhaftem Übergewicht wieder signifikant nach oben geht, genauso wie bei anderen schweren Gesundheitsbelastungen, etwa bei Krebs oder Herzerkrankungen.

    3200 Mal mit dem Fallschirm springen
    Der größte Faktor aber ist das Alter. Betrachten wir beispielsweise einen 51-jährigen, amerikanischen Mann: Versicherungsstatistische Tabellen geben an, dass dessen Wahrscheinlichkeit, zu sterben, bei 0,4 Prozent liegt, alle möglichen Ursachen einberechnet. Mit einer COVID-19-Infektion erhöht sich dieses Risiko also um ein Dreifaches des Jahreswerts (für Männer ist es überdurchschnittlich hoch). Lässt sich mit diesem Risiko gut leben? Vielleicht.

    Problematisch dabei ist allerdings, dass man dieser Wahrscheinlichkeit mit einem Schlag ausgesetzt ist. Sie lässt sich nicht zeitlich strecken, sodass sie weniger wahrnehmbar oder beunruhigend wäre. Diese Zahlenangaben sind abstrakt. Um ihre Bedeutung zu ermessen, bedarf es Vergleichswerte zu anderen, tatsächlichen Risiken.

    Wo sonst hat man ein Risiko von 1,45 Prozent, zu sterben? Mathematisch betrachtet: sehr selten. Beim Skydiving zum Beispiel endet nur einer von 220.301 Sprüngen tödlich, laut der US Parachute Association. Man müsste also 3200 Mal mit Fallschirm aus dem Flugzeug springen, um das gleiche Sterberisiko zu haben wie bei COVID-19.

    Rechner für das COVID-19-Risiko
    Die Risikowahrnehmung unterscheidet sich, doch der immense Unterschied im IFR-Risiko zwischen den Jungen (unter 25) und den Älteren (über 75) dürfte die Diskussionsgrundlage verkomplizieren. Nach den New Yorker Daten ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Großvater an einer Infektion stirbt, 1000-mal höher als die vom Enkel. Es ist notwendig, dass Kinder in Schulen weiterhin mit Bildung versorgt werden, lernen und gesund bleiben. Glücklicherweise ist deren Sterbewahrscheinlichkeit sehr gering. Doch Schulen und Universitäten zu öffnen hat den hässlichen Nebeneffekt, dass die Bevölkerungsgruppe mit dem niedrigsten Risiko für die Alten, die das höchste Risiko haben, gefährlich werden könnte (wenngleich vieles zur Virusübertragbarkeit unter Kindern noch ungeklärt ist).

    Nachdem es in den USA nicht funktioniert hat, einen effektiven Eindämmungsplan durchzusetzen, verbreitet sich das Virus wieder rasant in dem Land. Bei der aktuellen Infektionsrate – 40.000 bestätigte Fälle am Tag (unter Einbezug der Dunkelziffer vermutlich fünf- bis zehnmal so viele) – dauert es nur noch zwei Jahre, bis die meisten Menschen in den Vereinigten Staaten mit SARS-CoV-2 infiziert wurden. Das würde bedeuten, dass das Worst-Case-Szenario eintreten könnte.

    Wer sich nun über sein ganz persönliches Risiko sorgt, kann online Werkzeuge finden, die es berechnen, beispielsweise covid19survivalcalculator.com, dem Zahlen der WHO zugrunde liegen. Mittels Altersangabe, Geschlecht, BMI und Gesundheitsangaben wird das Risiko ermittelt. Auch bedacht wird das Infektionsrisiko als solches – je nach Region, Social-Distancing-Vorgaben und Maskenpflicht kann es geringer ausfallen. Immerhin macht das etwas Hoffnung.

    Quelle: COVID-19: Für ältere Menschen geht es ums Ganze | heise online
  • Anti Corona-Warn App

    ANTI CORONA-WARN-APP

    Die peinliche "Späher-App" der AfD

    Die AfD sieht in der Corona-Warn-App der Bundesregierung ein heimliches Überwachungsinstrument. Eine spezielle App soll nun deren Nutzer aufspüren.

    Die Späher-App misst auch den Abstand zu anderen Geräten.
    Die Späher-App misst auch den Abstand zu anderen Geräten.
    Auf wie vielen Smartphones in der Umgebung ist eigentlich die Corona-Warn-App der Bundesregierung aktiv? Die Antwort auf diese Frage kann interessant sein, wenn man beispielsweise wissen will, ob man im Café trotz der inzwischen 15,2 Millionen Downloads vielleicht doch deren einziger Nutzer ist. Absurd wird es jedoch dann, wenn die Tracing-Apps aufgespürt werden sollen, weil man eine dubiose Angst vor einer staatlichen Überwachung hat

    Um die Corona-Apps zu detektieren, reicht ein Bluetooth-LE-Mapper aus, der kostenlos in den Appstores verfügbar ist. Doch als Alternative bietet ein AfD-Politiker nun für Android-Geräte eine kostenpflichtige "Späher-App" an. Entwickeln ließ sie der stellvertretende Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Peter Felser, in seinem App-Verlag.

    Die App scannt den Angaben zufolge die Umgebung nach Sendern auf der Basis von Bluetooth Low Energy (LE) und verfolgt die Kontakte. Dabei schätzt sie die Entfernung und gibt an, wie lange ein Kontakt gedauert hat. Die App kostet im Playstore 1,19 Euro.

    Abstandsangaben nicht zuverlässig

    Kostenlose Bluetooth-LE-Mapper wie Ramble können ebenfalls sämtliche Sender der Umgebung ermitteln. Um die Datenpakete der Corona-Warn-App herauszufiltern, muss lediglich der Wert "0xfd6f" als Service-UUID der Bluetooth-Schnittstelle von Google und Apple eingegeben werden. Dann werden bei Livescans die Bluetooth-Signale sowie die Signalstärke angezeigt. Der Messverlauf wird ebenfalls aufgezeichnet. Inzwischen wird von der App die Service-UUID auch als "Exposure Notification" erkannt.

    Die Späher-App schätzt die Entfernung zu Geräten mit der Corona-Warn-App der Regierung. (Screenshot: Golem.de)
    Die Späher-App schätzt die Entfernung zu Geräten mit der Corona-Warn-App der Regierung. (Screenshot: Golem.de) [1/5]
    Die Späher-App hingegen wandelt die gemessene Signalstärke offenbar direkt in eine Entfernung um. Zudem gibt sie die maximale Dauer der Kontakte an. Das dürfte in beiden Fällen nur eingeschränkt möglich sein. Denn zum einen wird laut Schnittstellen-Spezifikation (PDF) die Übertragungsleistung als verschlüsseltes Metadatum (Associated Encrypted Metadata, AEM) gesendet, um die Abstandsmessung zu verbessern. Diesen Wert kann die Späher-App nicht verwenden. Zum anderen ändern die Geräte etwa alle 15 bis 20 Minuten ihre Kennung, den sogenannten Rolling Proximity Identifier (RPI).

    Verschiedene RPIs können erst dann einem einzigen Gerät zugewiesen werden, wenn ein Infizierter seine Schlüssel hochgeladen hat und mögliche Kontaktpersonen diese Schlüssel heruntergeladen haben. Dann lassen sich aus den Schlüsseln wiederum die RPIs generieren und die gemessenen Kontaktdaten auswerten. Das kann nur die Schnittstelle von Google und Apple.


    Wozu also die Späher-App?

    Der Bundestagsabgeordnete Felser sagte dem Magazin Business Insider zur Begründung: "Ich bin sehr skeptisch, ob die Corona-Warn-App bezüglich der Daten so sicher ist, wie behauptet wird." Mit der App wolle er "ein wenig Transparenz in das zweifelhafte Vorhaben der Bundesregierung bringen". Seiner Ansicht nach lehnen viele Menschen "eine Überwachungs-App ab und wollen wissen, wann und wo sie damit in Berührung kommen".

    Das ist, mit Verlaub gesagt, völliger Humbug. Was bringt es, die Apps anderer Nutzer zu detektieren, wenn man selbst die Corona-App gar nicht installiert hat? Haben die Menschen etwa Angst, von der Corona-App überwacht zu werden, wenn sie diese gar nicht nutzen?

    Die Äußerungen zeigen: Obwohl die Bundesregierung mit dem dezentralen Ansatz ein datenschutzfreundliches Konzept gewählt hat und auf das Prinzip Freiwilligkeit setzt, sieht die AfD in der Corona-App immer noch ein Überwachungsinstrument. Das zeigen auch Nachfragen von Felsers Fraktionskollegen Stephan Brandner an Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) im Bundestag.

    Entsprechend lauten die Bewertungen der Späher-App im Playstore: "Bisher die einzige sichere Methode um zu wissen wer heimlich Regime Spitzel ist und nicht mehr als Freund betrachtet werden kann." Oder: "Nach anfänglicher Skepsis: das Ding ist gut! Interessant, was da so im Biergarten abgeht. Die glauben, keiner weiss was von der installierten Staatsschnüffelapp." Wer sich AfD-Wähler vom Leib halten will, sollte daher am besten die Corona-App installieren.

    "Hilft nicht gegen Corona"

    Andere Nutzer weisen hingegen darauf hin, dass die App mehr Berechtigungen erfordere als die Corona-App der Regierung. Das ist kein Zufall, denn Google und Apple haben den Corona-Apps ausdrücklich den Zugriff auf die Standortdaten untersagt und dies in die API verlagert. Ein Bluetooth-LE-Mapper braucht bei Android aber zwangsläufig den Zugriff auf die Standortdaten, damit er diese Technik überhaupt nutzen kann. Das heißt: Felser könnte mit der Späher-App die Standorte der Nutzer verfolgen, so dass die App ihrem Namen sogar gerecht würde. Auf Basis dieser Daten ließe sich eine Karte erstellen, die die Verteilung von Paranoikern in Deutschland anzeigt.

    Felser hat nach eigenen Angaben die App aus Mitteln seines Unternehmens entwickeln lassen, was ihn einen fünfstelligen Betrag gekostet und mehrere Wochen gedauert habe. Der AfD-Politiker kündigte an, mögliche Erlöse aus der App für "politische Projekte" zu spenden. Vielleicht an die Amadeo-Antonio-Stiftung? Dazu müsste es allerdings deutlich mehr als die bislang 100 Downloads geben. Zudem gaben viele Nutzer die App wieder zurück und ließen sich das Geld erstatten: "Hilft nicht gegen Corona", schrieb ein Nutzer. Womit er sicherlich recht haben dürfte.

    Quelle: Anti Corona-Warn-App: Die peinliche "Späher-App" der AfD - Golem.de
  • Nun ja, die Namensgebung allein ist schon Anlass genug um beängstigende Assoziationen zu wecken. Der treue Kamerad an der Wachtburg, der seinem Auftrag nachkommt, das Vaterland zu schützen. Ich behaupte ja nicht dass das Volk nicht vor seiner Regierung geschützt werden müsste, aber in diesem Fall?

    Es ist auch für mich als iOS Nutzer interessant, einmal den Playstore aufzurufen und die Kommentare derjenigen zu lesen, die diese App installiert haben. Was soll das?!

    Geht es darum, die linksversifften Corona-Warn App Nutzer zu identifizieren und dann der Gerechtigkeit physisch Nachdruck zu verleihen? Geht es darum sich dem Verfassungsschutz erneut zu Prüfung zu empfehlen? Wirklich ein erheiternder Gedanke - wenn es nicht so traurig wäre.

    Auch schön die Kommentierungen in der verlinkten Quelle. Sehr lesenswert.
    Es fällt mir immer schwerer die Gruppe der AFD Wähler und ihre Repräsentanten als Teil der politischen Meinungsvielfalt einzuordnen - ich tendiere eher zu einer terroristischen Vereinigung. Glücklicherweise eine offensichtlich stark intelligenzgeminderte und bildungsferne Gruppierung, was an diesem Beispiel eindrucksvoll demonstriert wird.

    Aber was ist die Strategie? Mal ernsthaft? Welchen Nutzen kann so etwas haben? Eine zweite Welle mit Schwerpunkt auf Thüringen und Erfurt, um der Regierung ein Scheitern der Krisenmaßnahmen vorwerfen zu können? Das würde ich niemandem wünschen - auch nicht diesen Menschen. Bleibt nur zu hoffen, das sich letztlich die Vernunft durchsetzt.
  • Das schlimmste ist, dass "offensichtlich stark intelligenzgeminderte und bildungsferne Gruppierungen" am gefährlichsten sind, da sie nicht wissen, was sie alles zu verlieren haben, aber ansonsten stimme ich dir voll zu. Auch gehört Politik natürlich hinterfragt, doch dazu gehört wiederum ebenfalls Intelligenz, ansonsten kommt es dazu, dass man per se gg alles ist, was die Politik macht (klingt fast nach einer Definition der AFD *fg*)
  • Neue Version
    Corona-Warn-App: iOS-Update 1.0.5 soll knapp 30 Fehler beheben
    iPhone-Nutzer aufgepasst: Für die Corona-Warn-App wird nun die Version 1.0.5. ausgerollt. Welche Fehler das Update behebt, lesen Sie hier.

    Die Corona-Warn-App und auch die zugrundeliegende Kontaktprotokoll-API für iOS und Android wurden unter großem Zeitdruck entwickelt. Dementsprechend ist es nicht verwunderlich, dass es an einigen Stellen noch hakt. Mit dem Update v.1.0.5 wollen die Entwickler der von SAP und Telekom nun wieder eine ganze Reihe von Fehlern beheben - vor allem unter iOS.

    "14 von 14 Tagen aktiv"-Anzeige wird nun korrekt gezählt

    Insgesamt 29 Bugfixes für die Corona-Warn-App listet das offizielle Changelog zu iOS-Version v.1.0.5 auf Github. Dazu kommen 7 Verbesserungen und 13 weitere Änderungen.

    Unter anderem soll nun die falsche Zählung der Tage mit aktiver Risiko-Ermittlung behoben sein. Auch ein Fehler, der die Corona-Warn-App zum Einfrieren brachte, wenn man die Risiko-Karte antippte, ist nun gefixt.
    Auch der ENErrorDomain-Fehler 13 wird im Changelog erwähnt. Hier wurde der Code angepasst, um die Fehlermeldungen durch die Kontaktprotokoll-API zu vermindern.

    Hier die vollständige Liste an Bugfixes in der iOS-Version v.1.0.5 der Corona-Warn-App:
    • Home Screen Risk Cell Update on App start + Risk Calc Refinements
    • Fixed wrong implementation of shouldPerformExposureDetection
    • Risk Calculation Errors - Alert Refinement
    • Error 13 mitigations
    • Fixes wrong days with tracing info on home screen
    • Exposure Submission Flow - Error Alert adjustments
    • Integrate new localized errors for exposurenotification settings
    • Fixed deadlock when clicking on risk cell
    • Nutzung Chapter 7 link (de) updated
    • Remove invite friends footer translucency
    • Submission Flow Navigation
    • EXPOSUREAPP-1531 Sharing function is missing explanation text
    • show indicator progress on the risk cell
    • Fixed: Link to English FAQs when running the App in English
    • Fix ActionTableViewCell accessibility issue
    • Only request user notifications where necessary
    • change timeout interval
    • Disable iTunes file sharing for the app
    • Fixed risk view
    • Fix height of manual refresh button on home screen.
    • Fix unknown out dated card button
    • Fix unknown outdated risk detail screen
    • Set earliestBeginTime to nil
    • Remove error when submitting 0 keys
    • Mitteilungen - image not focusable with voice over
    • Onboarding - Risikoermittlung - logic flaw (EXPOSUREAPP-1475)
    • Localization: Use localized "OK" for error alerts
    • Fix: Minor mistakes in de localization
    • Fixed typo in first screen (de)
    Corona-Warn-App: Version 1.0.5. für Android schon verteilt

    Während Version 1.0.5. für iOS viele Fixes brachte, sieht das Changelog für die Android-Version deutlich kompakter aus. Hier bringt das bereits ausgerollte Update lediglich einen Hotfix für Probleme mit der 14-Tage-Zählung.

    Je nach Smartphone-Konfiguration werden die Updates für die Corona-Warn-App automatisch installiert oder müssen im App Store bzw. Google Play Store manuell angestoßen werden.

    Hinweis: Wir sammeln in unserer die Fehlerliste zur Corona-Warn-App weiterhin aktuelle Probleme und den Stand von bekannten Bugs.

    Mehr zum Thema
    10.7.2020 von Manuel Medicus


    Quelle: Corona-Warn-App: iOS-Update 1.0.5 soll knapp 30 Fehler beheben - connect
  • Corona-Studie: Vermutlich längere Immunität durch Antikörper

    Sind COVID-19-Patienten nach ihrer Genesung langfristig immun gegen das Virus? Und was bedeutet das für einen möglichen Impfstoff?

    Corona-Patienten haben einer Studie zufolge in vielen Fällen dauerhaft so viele Antikörper, dass eine erneute Infektion mit dem Virus vermutlich abgewehrt werden kann. Zu diesem Ergebnis kommt eine noch unveröffentlichte Studie an 327 COVID-19-Patienten im chinesischen Wuhan, die zu den weltweit ersten infizierten Menschen gehören. Bei mehr als 80 Prozent der Patienten seien sechs Monate nach ihrer Erkrankung noch biologisch aktive Antikörper nachgewiesen worden, die fähig seien, das Virus unschädlich zu machen, sagte der Virologe Ulf Dittmer, Direktor des Instituts für Virologie der Uniklinik Essen.

    An der Studie des deutsch-chinesischen Gemeinschaftslabors in Wuhan waren neben chinesischen Experten auch drei Virologen aus Essen beteiligt, darunter Mirko Trilling. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen in den nächsten Tagen einem Fachmagazin zur Begutachtung vorgelegt werden.

    Immunität über Monate oder Jahre
    Die untersuchten Patienten seien alle im Krankenhaus behandelt worden und hätten leichte oder schwere Symptome gezeigt, so Dittmer. Die Bildung der Antikörper habe dem entsprochen, was man auch von anderen Viruserkrankungen kenne, sagte der Virologe der Deutschen Presse-Agentur dpa. "Eine Antikörper-Antwort gegen Viren wird in der Regel schnell hervorgerufen. Die Menge an Antikörpern steigt erst sehr stark an, erreicht einen Höhepunkt, fällt danach wieder ab und stabilisiert sich dann auf einem Niveau, das meistens noch Schutz gegen eine neue Infektion vermitteln kann." In den letzten zwei bis drei Monaten des jeweils sechsmonatigen Untersuchungszeitraums bei den chinesischen COVID-19-Patienten sei die Antikörper-Menge relativ stabil geblieben.

    "Ich glaube, dass daraus folgt, dass wir zumindest eine Zeit lang von einer Immunität nach einer durchgemachten Erkrankung ausgehen können", sagte Dittmer weiter. Dies könne auch bedeuten, dass eine Impfung einen länger anhaltenden Schutz vermitteln könne – sofern der Impfstoff in der Lage ist, ähnlich stabile Antikörper-Antworten wie eine COVID-19-Erkrankung auszulösen. Wie lange solch eine Immunität anhalte, sei noch unbekannt. "Nach der aktuellen Studie muss man aber zumindest von mehreren Monaten, vermutlich eher Jahren, ausgehen." Derzeit werde bei anderen Corona-Virustypen diskutiert, dass eine Immunität nur wenige Jahre anhalte. Dies sei aber noch nicht ausreichend untersucht worden. Dittmer betonte, dass weltweit bislang noch kein eindeutiger Fall bekannt sei, bei dem ein genesener Patient erneut mit dem SARS-CoV-2-Virus infiziert wurde. Dies würde ebenfalls für eine anhaltende Immunität sprechen.

    Kein lebenslanger Schutz
    In den vergangenen Wochen waren Untersuchungen bekannt geworden, die die Hoffnung auf eine langanhaltende Immunität und damit auch auf eine lange Wirksamkeit einer möglichen Impfung gedämpft hatten. So hatten Bluttests der ersten Corona-Patienten in Deutschland, die Ende Januar in der München Klinik Schwabing behandelt wurden, in einigen Fällen ein deutliches Absinken der Anzahl von sogenannten neutralisierenden Antikörpern im Blut gezeigt.

    Insbesondere nach ermutigenden Zwischenergebnissen mit ersten Corona-Impfstoffen sehen viele Forscher darin dennoch die stärkste künftige Waffe gegen die Krankheit. "Die einzige Illusion, die man nehmen muss, ist, dass eine Impfung gegen COVID-19 ein Leben lang hält", sagte Clemens Wendtner, Chefarzt der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing. "Es könnte auch bei einem COVID-19-Impfstoff sein, dass man wie bei der Influenza-Schutzimpfung regelmäßig wieder geimpft werden muss." Es sei nicht ungewöhnlich, dass Impfungen nicht jahrelang hielten, sondern regelmäßig aufgefrischt werden müssten.

    "Man sollte sehen, was eine Impfung für uns alle bewirken kann", sagte Wendtner. Auch nach den ermutigenden Zwischenergebnissen bei der Impfstoffsuche erwarteten Experten einen in der Breite einsetzbaren und zugelassenen Impfstoff frühestens im Lauf des kommenden Jahres. "Es ist also auch weiterhin Geduld und Verständnis für die wichtigen Schutzmaßnahmen eines jeden Einzelnen gefragt."

    Chinesische Forscher hatten im Fachblatt Nature Medicine berichtet, dass die Antikörper nach zwei Monaten vor allem bei Patienten mit symptomfreiem Verlauf stark zurückgingen, aber auch bei tatsächlich erkrankten Patienten fielen die Werte. Patienten mit wenig Symptomen hatten zudem weniger Antikörper und somit eine schwächere Immunantwort entwickelt. Symptomfreie Patienten wurden in der neuen Studie aus Essen/Wuhan allerdings nicht untersucht.

    Quelle: Corona-Studie: Vermutlich längere Immunität durch Antikörper | heise online
  • mad.de schrieb:

    Corona-Studie: Vermutlich längere Immunität durch Antikörper

    [...]

    ... dass die Antikörper nach zwei Monaten vor allem bei Patienten mit symptomfreiem Verlauf stark zurückgingen, aber auch bei tatsächlich erkrankten Patienten fielen die Werte. Patienten mit wenig Symptomen hatten zudem weniger Antikörper und somit eine schwächere Immunantwort entwickelt.

    Traurig, dass bei heise nun auch Bildzeitungsniveau Einzug hält. Bei einem Artikel dieser Länge sollte das Wesentliche nicht in 3 Zeilen am Ende stehen, zumal die Lesebereitschaft bei der Fülle an Info zu Covid 19 (insgesamt) stark nachlässt und gerade die, die es müssten, wohl eher NICHT bis zum Ende lesen, sondern nach der reisserischen (falsche Hoffnung weckenden) Schlagzeile aufhören ... und dafür aber bei nächstbester Gelegenheit ihr neues "Wissen" verbreiten.

    Das führt letztlich nur dazu, dass der Mensch (der nun mal lieber glaubt, alles wird gut) dazu neigt, sein Verhalten zu ändern und (wieder) unbeschwert/leichtsinnig wird.

    Fundierte, wissenschaftlich belegbare Informationen sehen anders aus, zumal ernstzunehmende Wissenschaftler nach wie vor uneins bis skeptisch sind, was Immunität allg. und Dauer der evtl. Immunität betrifft.
    Da, wo die Neurosen blüh'n, da möcht' ich Landschaftsgärtner sein!
    Rechteübersicht * Forenregeln * F.A.Q. * Lexikon
    Suchfunktion * Chat * User helfen User
    Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm: »Halt' du sie dumm, ich halt' sie arm!« (R. Mey)
  • mad.de schrieb:

    [...]



    ...dass die Antikörper nach zwei Monaten vor allem bei Patienten mit symptomfreiem Verlauf stark zurückgingen, aber auch bei tatsächlich erkrankten Patienten fielen die Werte. Patienten mit wenig Symptomen hatten zudem weniger Antikörper und somit eine schwächere Immunantwort entwickelt.
    Das Zitierte bezieht sich auf den bereits am 18.06.2020 veröffentlichten Artikel im Magazin Nature Medicine .


    mad.de schrieb:

    Corona-Studie: Vermutlich längere Immunität durch Antikörper
    In diesem Artikel geht es um eine neue Studie, an der auch deutsche Virologen mitgearbeitet haben und die zu anderen Ergebnissen führt,

    mad.de schrieb:

    Zu diesem Ergebnis kommt eine noch unveröffentlichte Studie an 327 COVID-19-Patienten im chinesischen Wuhan, die zu den weltweit ersten infizierten Menschen gehören. Bei mehr als 80 Prozent der Patienten seien sechs Monate nach ihrer Erkrankung noch biologisch aktive Antikörper nachgewiesen worden, die fähig seien, das Virus unschädlich zu machen, sagte der Virologe Ulf Dittmer, Direktor des Instituts für Virologie der Uniklinik Essen.
    Es besteht die Hoffnung, dass die Antikörper doch länger aktiv sind.

    NeHe schrieb:

    Fundierte, wissenschaftlich belegbare Informationen sehen anders aus, zumal ernstzunehmende Wissenschaftler nach wie vor uneins bis skeptisch sind, was Immunität allg. und Dauer der evtl. Immunität betrifft.

    Dass sich ernstzunehmende Wissenschaftler uneins sind, ist ja nun auch nichts Neues.
    Aber ohne Studien lassen sich nun mal nur Meinungen äußern.

    Je mehr Studien durchgeführt werden, umso fundierter die Aussagen.

    Dass es dann immer noch unterschiedliche Auslegungen geben wird, haben wir auch schon merhfach erlebt.

    Und genau das stachelt Wissenschaftler an, um diese 'anderen' Ergebnisse zu widerlegen.

    NeHe schrieb:

    Das führt letztlich nur dazu, dass der Mensch (der nun mal lieber glaubt, alles wird gut) dazu neigt, sein Verhalten zu ändern und (wieder) unbeschwert/leichtsinnig wird.
    Wie uns die Bilder der letzten vor diesem Artikel gezeigt haben, bedurfte es diesen Artikel dazu leider nicht.
  • Ich habe hier berichtet, dass ich per SMS aufgefordert wurde, die Corona App zu installieren. Interessanterweise wurden damals nur die Handy von einem Anbieter angesmst. Nun hat meine Frau, welche Ihr Handy bei einem anderen Anbieter hat, auch eine SMS bekommen. Meine Kinder, welche beim selben Anbieter wie meine Frau sind und die App geladen haben, haben keine SMS bekommen. Die Tatsache, dass nur meine Frau, welche die App nicht installiert hat, eine SMS bekommen hat, stimmt mich doch ein wenig nachdenklich. Auch die Aussage bezüglich Datensicherheit etc von einem Beamten: "Wer die totale Privatsphäre wolle, solle kein Handy haben und Google etc. sei in dieser Hinsicht viel schlimmer." (Diese Aussage machte er gegenüber der Tagesschau.), beruhigt mich in keiner Weise, im Gegenteil.
  • Neu

    Hier in diesem Forum habe ich in der Werbung folgenden Link gesehen:

    Link zu einem Buch über den Lockdown

    Der Titel: Lock Down: Es wird kein zurück zur alten Normalität geben. Der Ausnahmezustand ist die neue Norm.

    Nun ich denke es ist zu früh für solch reisserische Prognosen. Klar wird uns Corona oder weitere Viren noch lange beschäftigen weil es einfach zu viele Menschen auf zu engem Raum gibt.

    Ich bin Optimist und glaube, dass sich wie damals bei der Spanischen Grippe alles irgendeinmal wieder normalisieren wird.
  • Neu

    Ich denke, einiges wird sich nach Corona geändert habe (alleine schon, weil nicht alle Kneipen, Restaurants, Bars, Geschäfte und (kulturelle) Veranstalter überleben werden, einige reden davon, dass ganze Innenstädte ihr Gesicht verändern werden. Auch gehe ich davon aus, dass Home-Office nicht wieder ganz zurück gefahren wird, da einerseits einige Arbeitnehmer die Vorteile nicht mehr missen werden wollen ( u.a. Flexibilität,...), andererseits aber auch einige Arbeitgeber festgestellt haben werden, dass für sie selbst Home-Office auch Vorteile hat (geringere Nebenkosten und weniger Raumbedarf,...). Aber ich gebe dir recht, von reißerischen Prognosen halte ich auch nichts. Aber, das es realistische "Prognosen" gibt, zeigt die sehr gelungene Serie "Sloborn", die letztes Jahr, nach über 10 Jahren Planung gedreht wurde und nahezu "prophetische" Anwandlungen zeigt.

    Was mich "erschreckt" ist die Tatsache, dass alle davon ausgehen, dass nach Corona alles gut und keine neue Gefahr mehr besteht. Ich finde es eher interessant, dass wir seit der Spanischen Grippe solange "Ruhe" hatten.
  • Neu

    @odessa Ich denke auch, dass sich einiges ändern wird. Der Massentourismus wird es in dieser Form nicht mehr geben, Homeoffice wird vermehrt angewendet werden, demzufolge wird es freie Büroflächen geben, die niemand mehr benutzt. Vielleicht werden dann in den Innenstädten daraus Wohnungen gemacht. Dass, wie viele Verschwörungstheoretiker meinen, man unsere Freiheiten immer beschränkt, glaube ich nicht.
  • Neu

    @GoSoft ich würde mic freuen, wenn du mit dem Massentourismus recht hättest, doch bin ich da eher skeptisch, man braucht sich doch nur unsere deutschen Urlaubsgebiete ansehen, wie überlaufen diese zZ sind. Verreisen gehört für viele sowohl zum "Urlaub", nur wer verreist,kann sich "richtig" erholen und dient oftmals als Statussymbol. In meinen Augen ist derartiges reisen zwar eher Stressfördernd, aber damit bin ich eine Ausnahme. Aber es wäre schon was, wenn alle bewußter verreisen würden...
  • Neu

    Ich finde zur der Aktuellen lage,sollte man lieber in Deutschland bleiben und keinen Urlaub für paar Jahren machen.
    Um einen Urlaub genießen zu können ,wäre für mich ohne maßnahmen wie es mal davor war.

    Da die Anzahl der Infizierte wieder steigt,hat es mit Grenzen öffnung und Urlaubern zu tuen.
    MFG
    Knowing
  • Neu

    Hallo @knowing, auch ich tendiere dazu, erstmal in D zu bleiben, wobei ich persönlich eh schon immer Deutschland als Urlaubsziel mochte, da wir wunderschöne Ecken haben. Aber auch wenn ich dir ursprünglich recht gab, mit den Urlaubsrückkehrern, belehrte mich dieser Artikel eines besseren: Corona: Mehr eingeschleppte Infektionen – vor allem aus einer Region - WELT