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  • odessa
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  • Natürlich ist ausreichend Abstand effektiver, doch leider lässt sich das ja nicht immer garantieren z.B. Ein- und Ausstieg oder in der Stadt, wenn einem mal wieder jmd vor die Füße läuft... Ich verstehe jeden, der um eine Befreiung beim Arzt vorspricht, jedoch verstehe ich niemanden, der bewusst betrügt, schließlich spielen diese Leute mit der Gesundheit aller und nicht nur der eigenen. Und gerade im Zug mit ihren meist spinnenden Klimaanlagen weiß man nie, ob die Aerosole nicht schön verteilt werden...
  • Ehrlich gesagt sehe ich das etwas anders @odessa, weil mir durchaus Menschen bekannt sind die aus irgendwelchen erfundenen Gründen zum Arzt, oder auch Psychologen gehen und was von Platzangst oder Atemnot faseln. Die bekommen dann meist ohne große Nachfrage den Zettel in die Hand gedrückt. Das finde ich nicht in Ordnung zumal einige dieser Menschen dann so tun, als wären alle anderen systemkonforme Trottel, indem sie die Maske tragen.
  • @'AnakinSky' Die Erfahrung konnte ich nicht machen, so gibt es bei mir durchaus gute Gründe gegen die Maske, die in meiner tatsächlichen Erkrankung liegen, dennoch sehen die Vorgaben vom Land keinerlei Befreiung für mich vor laut Kriterienkatalog. Ich weiß nicht, ob das vom Land zu Land unterschiedlich ist, oder meine Ärztin nur zu Regelkonform agierte... . Habe aber noch ein paar andere Optionen, die ich abklappern kann/muss. Aber selbst, wenn ich die Befreiung bekomme, trage ich zumindest stets ein Gesichtsschild und habe/hätte eine Maske stets dabei, um mich und andere zu schützen und etwaige harschen Diskussionen aus dem Weg gehen zu können. Denn wenn der Abstand zu gering werden sollte, möchte ich dann doch lieber Maske (aber halt zeitlich begrenzt) tragen... Und ich würde nie Zug ohne Maske fahren, aus den im Beitrag 301 genannten Gründen.

    Und dem von dir genannten Personenkreis würde ich gerne entgegnen: Lieber "systemkonformer Trottel", dafür intelligent und hoffentlich ohne Covid-19 je durchmachen zu müssen, als Verfechter einer vermeintlichen Freiheit, aber dafür bar jeglicher Intelligenz und ev. Covid-19 erkrankt.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von odessa ()

  • Der Coronavirus hat sich mutiert. Waren am Anfang die Intensivstationen vorallem mit Menschen mittleren- bis älteren Alters schwer erkrankt, sind nun die Intensivstationen mit jüngeren Menschen ab Jahrgang 1990 belegt. Es fällt auf, dass nun vorallem jüngere Menschen schwer erkranken, eine Altersgruppe, die bisher verschont worden war oder nur milde Symptome hatte.

    Ich frage mich, was Coronaleugner denken. Corona ist keine Erfindung um die Menschen zu knechten, Corona ist real und jeder der das nicht glaubt, soll mal ein Krankenhaus besuchen.
  • Hilfreich

    GoSoft schrieb:

    Es fällt auf, dass nun vorallem jüngere Menschen schwer erkranken
    Das ist aber nicht zwingend auf eine Mutation zurückzuführen (man muss nicht noch zusätzlich Parolen in die Welt setzen, dafür sorgen die Aluhut-Träger schon ausreichend) sondern eher dem geschuldet, dass die ältere Generation mittlerweile gut "gesichert" ist (eigenes Verhalten über dem Durchschnitt, Schutzkleidung für Pflegepersonal, AHA-Regeln etc.), die jüngere Generation "trifft mich ja nicht" allerdings ohne Urlaub nichtmal 1 Jahr überleben kann und den Kram aus aller Herren Länder einschleppen + hier dann natürlich lustig spreaden, weil sie sich weder mal paar Tage zurückziehen nach dem Urlaub noch während des Urlaubs besonders auf die - zugegeben auf Dauer nervigen und unbequemen, aber nötigen - Regeln halten.
    Da, wo die Neurosen blüh'n, da möcht' ich Landschaftsgärtner sein!
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    Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm: »Halt' du sie dumm, ich halt' sie arm!« (R. Mey)
  • Feiern, feiern, feiern, nach mir die Sintflut, ich bin ja jung, mir passiert ja nichts... So ähnlich muss ein Reiserückkehrer gedacht haben, der in Quarantäne gemusst hätte, doch stattdessen feiern ging. Und er war infiziert. Nun darf er die Rechnung zahlen. Ich finde gut, dass er zahlen muss, finde die Summe fast zu wenig und hätte gewünscht er wäre auch wg (versuchter) Körperverletzung angezeigt:
    Party in Nürnberg: Ärger nach Clubnacht mit Corona-Infiziertem - Panorama - Stuttgarter Nachrichten
  • First of all ;)
    Das Berliner Verwaltungsgericht hebt das Demonstrationsverbot für die Querdenken-Demo am Samstag (29.8.20) auf:
    Bedingungen für die Durchführung der Demo seien aber u.a. (die gesetzlichen) Auflagen zum Schutz vor einer CoVid - Ansteckung.
    Die Polizei hat allerdings Freitagnachmittag (also auch heute) Beschwerde gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts eingelegt
    Nun muss das Oberverwaltungsgericht (OVG) als letzte Instanz des Landes Berlin den Fall entscheiden.
    Dagegen kann/könnte wiederum dann nur noch das Bundesverfassungsgericht anders entscheiden.

    Meine Meinung speziell dazu:
    Wie schon so oft wird gesunder Menschenverstand durch provoziertes juristisches Geplänkel, Verweise auf Einschränkungen der Grundrechte und/oder ideologisch gefärbter Freiheiten ersetzt.
    Ähnlich wie auch hier im thread schon benannte bzw. bemühte Verweise, u.a. auch auf verletzten Datenschutz werden dabei zumeist Äpfel mit Birnen vergleichen,
    divergierende, subjektive Meinungen mit Desinformation, Nichtwissen oder schlicht fehlender Information (oder auch Bildung) verwechselt oder durcheinander gewürfelt.
    Man/Frau weiß halt nichts genaues nicht und deswegen ... :denk:
    Denn wie z.B. eine Demoleitung schon heutzutage normalste Auflagen wie das Abstandsgebot bei einer völlig ungeklärten Anzahl von Teilnehmern bei zudem beschränktem Platzangebot auch nur ansatzweise gewährleisten will, wird mir wohl niemand plausibel erklären können.
    Ich weiß, wovon ich rede, denn die Beteiligung an Demo-Organisationen waren schon in den Siebziger/Achtziger für mich nicht selten, aber nie unter vergleichbaren Gegebenheiten wie jetzt ;)

    Und ja, ich stehe 100%ig hinter unserer Verfassung bzw. besser, auf mich bezogen formuliert, hinter unseren Grundrechten ;-), und halte Datenschutz für immens wichtig und substantiell!
    Andererseits bin ich nicht so betriebsblind, um nicht zu erkennen, dass sowohl Grundrechte wie Datenschutz teils weitgehend un-registriert verwässert wurden (Verweis: "Das Nähere regeln Bundesgesetze") und so je nach Gusto und Machtinteressen durchaus divergierend interpretiert und umgesetzt wurden und auch aktuell noch werden.
    Aber wenn Volksvetretungen hierzulande mehrheitlich juristische, verwaltungs- und finanztechn. Berufe repräsentieren, vermag das eigentlich auch kaum zu verwundern ;)
    Was mich allerdings bisher (hoffentlich ;-)) nie grundsätzlich dazu verleitet hat, eigene Interessen mit tendenziell faschistoiden Mitteln umzusetzen.

    Von daher wird für mich - bezogen auf die Erfahrungen u.a. der letzten Querfeldeindenker-Demo - das Vorgehen des bundesdeutschen (Verwaltuns-)Staates maßgeblich für zukünftige Erfolgsaussichten bzgl. der Covid-Pandemie (aber auch weiterer Zukunftsprobleme) sein.

    Wenn man die bisherigen Hüh oder Hott Ansagen ja noch als Erfahrungsentwicklungen entschuldigen mag (auch wenn mir das zunehmend schwer fällt), so ist das überdachte, stringente, aber auch realistisch umsetzbare Vorgehen in der nahen Zukunft für mich ein wichtiger Indikator, wohin nicht nur unsere sondern auch globale Gesellschaften driften.

    Aber mir schwant da leider nicht Gutes
    Cui bono? et ... Quis custodiet ipsos custodes? frei übersetzt: Wem nützt es? und ... Wer kontrolliert die Kontrolleure?

    Seltener online, dafür umso aktiver vs brown cancer
  • CCC hackt digitale Corona-Liste mit 87.000 Einträgen

    Der Chaos Computer Club hat eine Cloud-Plattform für Gastronomen untersucht, mit der auch Corona-Daten erhoben werden: Datenleck vorprogrammiert.

    Bei einem Restaurantbesuch wurden Mitglieder des Chaos Computer Club (CCC) dazu aufgefordert, sich in eine digitale Kontaktliste zur Bekämpfung der Coronavirus-Epidemie einzutragen. Den Hackern wurde versichert, die Cloud-Software, mit der die Daten erfasst und gespeichert werden, sei sicher. Das prüften die CCC-Angehörigen – und fanden gravierende Schwachstellen in der Software und konnten sich Zugang zu 87.000 Corona-Datensätzen und 5,4 Millionen gespeicherten Reservierungen verschaffen.

    Die üblichen Verdächtigen
    Die CCC-Hacker machten sich zunutze, dass die Web-App des Cloud-Betreibers gastronovi die Zugriffsrechte der Benutzer im System nicht effektiv prüfte. So schafften sie es laut CCC "im Handumdrehen", vollen Administrator-Zugriff auf die App zu erlangen. Nun konnten sie sämtliche in dem System gespeicherte Daten einsehen und kopieren. Aber nicht nur die CCC-Mitglieder hätten Daten auslesen können, die sie nicht hätten sehen dürfen. Die CCC-Hacker entdeckten auch, dass das API, mit dem einzelne Restaurants mit dem System interagieren, ebenfalls fehlerhaft programmiert war. So hätten Restaurantbetreiber Zugriff auf Daten anderer Gastronomen erlangen können.

    Die Passwörter der einzelnen Benutzer der Plattform waren ebenfalls unzureichend gesichert. Sie konnten einfach über das API abgerufen werden. Dabei handelte es sich nicht nur um Passwort-Hashes, sondern in Fällen von älteren Benutzerkonten zum Teil auch um Klartext-Passwörter. Dem CCC gelang es darüber hinaus, für eine große Anzahl der Hashes die dazugehörigen Passwörter zu rekonstruieren.

    Persönliche Daten aus einem Jahrzehnt
    Insgesamt hatte der CCC Zugriff auf 87.313 Kontakt-Erhebungen im Rahmen der Coronavirus-Epidemie. Betroffen sind 180 verschiedene Restaurants, die das System für diesen Zweck aktiv nutzen. Außerdem hatten die CCC-Mitglieder Zugriff auf Reservierungen, Umsätze und Bestellungen der im System vorhandenen Restaurants. Hier erhielten sie Zugang zu Datensätzen von insgesamt 4,8 Millionen Personen und 5,4 Millionen verschiedenen Reservierungen, die im System gespeichert waren.

    Interessanterweise scheinen in dem System Daten gespeichert zu sein, die bis zu zehn Jahre zurückreichen. Es ist anzunehmen, dass dies in vielen Fällen den gängigen Löschfristen in der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) widerspricht. Laut CCC-Stellungnahme zu dem Datenleck versteht sich gastronovi wohl als "Auftragsverarbeiter" und sieht die Verantwortung zur Löschung nicht mehr benötigter Daten bei den Gastronomen, die sich dessen wohl aber oft nicht bewusst sind. Die Gastronomen "vertrauten verständlicherweise auf die Full-Service-Cloud", erläuterte der CCC.

    Der CCC fand in der gastronovi-Software noch mehr im Argen. Das API der Web-Applikation war dermaßen offen, dass jeder unangemeldete Benutzer auf der ganzen Welt die Speisekarten aller vorhandenen Restaurants einsehen und Bestellungen auslösen oder stornieren konnte. Und zwar, ohne die eigentlich im System gesetzten Begrenzungen für solche Bestellungen zu beachten – viel Potenzial für schlechte Scherze oder gar automatisierte Angriffe, die das ganze System lahmlegen (Denial of Service, DoS).

    Der Anbieter regiert schnell
    Laut CCC hat gastronovi schnell auf die Schwachstellen-Mitteilungen der CCC-Hacker reagiert und die Sicherheitslücken beseitigt. Auf Empfehlung des CCC wurde später wohl auch ein professioneller Sicherheitscheck der Software durch Experten durchgeführt. Auf eine Bitte um Stellungnahme durch heise online antwortete der Betreiber bisher nicht.

    Bei dem Datenleck handelt es sich nicht um das erste Mal, dass Schwachstellen in Gastro-Systemen entdeckt werden, die zur Erhebung von Coronavirus-Kontaktdaten genutzt werden. Bereits im Juli deckte die Schweizer Sicherheitsfirma Modzero solche Schwachstellen in den Systemen der Firma LunchGate auf. Die Schweizer erhielten Zugriff auf die Daten von 200.000 Gästen von 900 Restaurants.

    Der CCC rät mittlerweile davon ab, digitale Listen für die Erhebung von Corona-Daten zu nutzen. "Denken first, digital second", sagt CCC-Sprecher Linus Neumann plakativ. Weiter führt er aus: "Viele digitale Corona-Listen wurden mit der heißen Nadel gestrickt und machen schwer zu haltende Datenschutzversprechen. Die Sicherheit eines Papiersystems ist hingegen auch für Laien leicht zu beurteilen." Besonders die Nutzung etablierter Cloud-Systeme für die Gastronomie sei bedenklich, da diese oft nur hastig für die neue Aufgabe umgerüstet worden seien. "Die sensiblen Daten landen dann nicht etwa beim Restaurant, sondern auf einem großen Haufen irgendwo im Internet, wo sie die nächsten Jahre auf interessierte Hacker:innen warten", bilanziert der CCC.

    Sollten Restaurantbesitzer auf die Nutzung digitaler Systeme bestehen, empfehlen die CCC-Hacker lieber ein anderes Restaurant zu besuchen. Aber auch beim Eintragen in Papier-Listen ist laut CCC Vorsicht geboten. Club-Sprecher Frank Rieger empfiehlt, sich grundsätzlich mit fiktiven Daten, aber einer funktionierenden, namentlich nicht zuordenbar E-Mail-Adresse einzutragen.

    Quelle: CCC hackt digitale Corona-Liste mit 87.000 Einträgen | heise online
  • @mad.de Das Daten nicht sicher sind und/oder Schindluder mit betrieben wird, war ja eigentlich abzusehen/schon bekannt, den Idee mit fiktiven Daten nutzen sicherlich eh die meisten, aber den Tipp fiktive Daten zu nutzen, jedoch eine korrekte Email zu verwenden, um kontaktiert werden zu können, finde ich Gold wert, daher danke für das teilen des interessanten Artikels.

    So, gerade extra für derlei Coronalisten eine Emailadresse eingerichtet

    @muesli Auch ich war hin und her gerissen, ein Demonstrationsverbot schmerzt in meiner demokratischen Seele, denn demonstrieren ist ein Grundrecht in einer Demokratie, dennoch feierte ich das Verbot dieser Demonstration und verfluchte nahezu das Gericht, obwohl es aus rechtlicher Sicht keine andere Chance hatte. Und nun?
    Es bewahrheitete sich, dass Berlin und die Polizei recht hatten mit ihrer Befürchtung, Hygienemaßnahmen würden von den Coronagegnern eh nicht eingehalten!

    Und was brachte das ganze? 1. Aufmerksamkeit für die Organisatoren und die Coronaleugner. 2. Es wurden extrem viele Polizisten nach Berlin geholt und auf die Straße gesendet (insg. waren wohl 3000 im Einsatz), was nicht nur horrende Kosten verursachte, sondern auch die schon nun erschreckend hohe Anzahl der Überstunden erhöhte. 3. Arbeitszeit der Gerichte, die eh schon hinterher hinken, wurde belastet. und 4. unnötige Kosten.
    Denn natürlich hielten sich die Coronagegner und -leugner nicht an das Hygienekonzept ( dies war zuvor ja allen - auch den Organisatoren - klar) Das einzig "Gute", wenn mich auch die unnötigen Kosten und Überstunden aufregen, ist die Tatsache, dass demokratisch gehandelt wurde, denn nun war die Polizei mit der Auflösung im Recht. Und leider verbietet das Gesetz Toastbrot nicht, zu demonstrieren.....
    Gedränge trotz Abstandsgebot: Polizei ordnet Auflösung von Demo gegen Corona-Maßnahmen an | rbb24
    Corona-Proteste in Berlin: Tausende demonstrieren einfach weiter - n-tv.de aus diesem Artikel kommt die Zahl der 3000 Polizisten

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von odessa ()

  • @odessa :)

    Das erste "auch" (nach muesli) kannst du auf mich bezogen getrost streichen :D
    Um es hier einmal - bzw. ansonsten zum wiederholten Male ;) - zu verdeutlichen.
    Unsere Grundrechte stehen gleichberechtigt - und was die ersten zwanzig Artiklel angeht, auch unveränderlich - nebeneinander!
    Was in diesem Fall verdeutlichen soll:

    GG Artikel 2
    (1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
    (2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.
    steht dem
    GG Artikel 5
    (1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
    (2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.

    Von daher habe ich z.B. in meinen frühen Protestjahren gegen Atomkraftwerke durchaus logisch nachvollziehen und auch vermitteln können, dass gewaltfreier Widerstand in Form von Demonstrationen durch unsere Grundrechte legitimiert wurde.
    Bei den heute in Berlin stattgefundenen "Demos" standen aber zumindest nach meiner Meinung wesentliche Inhalte des Artikels 2 und 5 im Gegensatz zueinander ;)
    Vom Aushebeln des Infektionsschutzgesetz sowie weiteren darauf bezogenen aktuellen Gesetzestexten mal ganz abgesehen :D
    Unter welcher exakter Abwägung nun OLG und OVG dem Demonstrationsrecht hier den Vorzug vor Inhalten des Art. 2 usw. gegeben haben, entzieht sich meiner Kenntnis ...
    Da ich aber davon ausgehe, dass auch in Berlin in der Demo-Beantragung voraussichtliche Teilnehmerzahlen bekannt waren, hätte jeder vernünftige Richter absehen können, dass eine ordnungsgemäße Demonstration auf erhebliche Umsetzungsschwierigkeiten stoßen musste ;)
    Wenn ich mir dann noch (jetzt im Nach herein) anschauen muss, was selbst die Polizei noch als "einigermaßen" ordnungsgemäß betitelte und tolerierte, wundert es mich überhaupt nicht mehr, dass immer öfter Regularien zum Schutz vor CoVid von immer mehr Menschen nicht mehr ernst genommen werden ... :D
    Beispielgebend war dieses WE insofern zwar schon.
    Die Frage bleibt, ob im Positiven oder Negativen ;)
    Ich selbst bin mir von daher sicher, dass weiter steigende Infektionszahlen im Herbst, Winter und folgende zu erwarten sind ;)

    Aber vllt. brauchen manche Menschen erst globale Infektionszahlen in Höhe von 200 Millionen oder noch viel größer, um sich vielfältige, auch persönliche Folgewirkungen besser erklären zu können. Obwohl ich auch das inzwischen eher bezweifele. ;)

    Na ja, spätestens wenn (zusätzlich) erste wirklich ernst zunehmende Auswirkungen des Klimawandels im nächsten Jahrzehnt auch hier in Europa spürbar werden, werden dann so einige sich vllt. an die herrlichen Corona-Zeiten zurück erinnern ...
    Oder eben auch nicht :D
    Cui bono? et ... Quis custodiet ipsos custodes? frei übersetzt: Wem nützt es? und ... Wer kontrolliert die Kontrolleure?

    Seltener online, dafür umso aktiver vs brown cancer
  • muesli schrieb:

    Aber vllt. brauchen manche Menschen erst globale Infektionszahlen in Höhe von 200 Millionen oder noch viel größer, um sich vielfältige, auch persönliche Folgewirkungen besser erklären zu können. Obwohl ich auch das inzwischen eher bezweifele. ;)
    Da muss ich dir leider beipflichten - die Hoffnung auf eine gute Portion Mindesthirn für alle scheint täglich zu schwinden.
    Außerdem ist die individuelle Wahrnehmungsfähigkeit sehr selektiv. So haben z.B. die Querdenker 711 in Berlin überhaupt keine Rechtsextreme während der Demo wahrgenommen.
    Was ansonsten an seltsamen Eindrücken herausgefiltert werden kann zeigt ein YouTube-Video sehr anschaulich: "Best of Hygienedemos"
    Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit! (Erich Kästner)
  • Das Problem mit Corona ist, dass diejenigen, welche oft Superspreader sind, meistens keine oder nur sehr geringe Symptome haben und gar nicht merken, dass sie coronapositiv sind. Diejenigen die es aber dann stark erwischt, sind oft auch nach überstandener Krankheit lange in der Reha oder bleiben Pflegefälle. Zudem sind die längerfrisigen Schäden, welche Genese, auch solche die wenig stark betroffen waren, noch nicht klar.

    Bei einer Untersuchung stellte man fest, dass weit mehr als angenommen Corona ohne Symptome hatten. Es muss demzufolge davon ausgegangen werden, dass zwischen den bestätigten Fällen und der Zahl der tatsächlich erkrankten, eine grosse Diskrepanz herrscht.

    Dann gibt es auch Berichte von Coronaerkrankten die erzählen, dass sie die Familie, mit welcher sie zusammenleben, nicht angesteckt hätten. Warum einige wenige viele und viele niemand anstecken ist noch restlos geklärt.

    Ein weiteres Problem ist, dass man ger nicht richti weiss, wie und wo die Leute sich angesteckt hatten. Es ist auch unklar ob die Abstandsregeln und Masken wirklich nützen. Alles ist zur Zeit ein riesies Experiment bei dem man jeden Tag neue Erkenntnisse und Irrungen hat. Sind wir ehrlich, der eine sagt das, der andere dies, man weiss gar nicht wem man nun glauben soll.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von GoSoft ()

  • Ich gebe dir in vielem Recht @GoSoft, aber in einem Punkt widerspreche ich dir. Ich finde, man kann durchaus wissen, was man glauben soll. Man kann sich alles anhören, allen Seiten Gehör schenken, doch glauben sollte man stets, was einem der (eigene) gesunde Menschenverstand sagt (sofern man einen hat, was bei vielen Menschen bezweifelt werden kann). So war ich schon auf der Suche nach Masken, als Herr Drosten und das RKI davon abrieten, weil Masken mir als das vernünftigste erschien, was man für sich und andere tun konnte und kann, wenn sich Kontakt und Abstand nicht vermeiden läßt...

    Einer Reinigungskraft eines Pflegeheims wurde gekündigt, weil sie am Wochenende auf der Coronagegner-Demo in Berlin war und sich am Montag mit Erkältungssymptomen krank meldete. Daraufhin bat der Arbeitgeber sie um einen Coronatest, den sie verweigerte. Als Konsequenz kündigte der Arbeitgeber ihr fristlos.
    zu lesen u.a. hier:
    Corona-Demo: Seniorenheim kündigt Putzfrau nach Teilnahme fristlos

    Wer im Gesundheitsbereich arbeitet, sollte wissen, dass die Patienten zu schützen sind, gerade in einem Pflegeheim, wo die Patienten ja gesundheitlich arg vorbelastet sind. Dann zu einer derartigen Demo zu gehen und auch noch den Test zu verweigern, der nur nachweisen sollte, dass sie keine gesundheitliche Gefahr für die Kolleginnen und Kollegen und schlimmer noch für die PatientInnen darstellt, ist in meinen Augen grob fahrlässig und ich kann die Kündigung nachvollziehen. Alternative wäre vll einzig gewesen, sie ohne Bezahlung freizustellen, bis klar ist, dass sie keine Gefahr darstellt (sprich 2 Wochen). Andererseits nahm sie ja bewußt in Kauf, zu erkranken, warum sollte der Arbeitgeber das nun "ausbaden"? Arbeitsschutz und Schutz der Arbeitnehmer ist wichtig, jedoch ist die Schutzpflicht des Heimbetreibers gegenüber MitarbeiterInnen und PatientInnen einer der wichtigsten Aufgaben als Heimbetreiber....


    Noch was anderes, es wird in NRW gewählt und es besteht sowohl Wahlrecht, wie in meinen Augen auch Wahlpflicht. Wer in Zeiten von Corona Angst davor hat, am 13.09. ins Wahlbüro zu gehen, kann dies zuvor in den Bürgerbüros tun oder bequem per Briefwahl. Corona ist kein Grund, nicht zu wählen. Und nein, ich möchte hier an dieser Stelle weder darüber diskutieren, ob oder wen man wählen sollte, das können wir gerne an anderer Stelle.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von odessa () aus folgendem Grund: Zeitungsartikel und meine Meinung dazu hinzugefügt Und Wahlaufruf

  • littleprof schrieb:

    Was ansonsten an seltsamen Eindrücken herausgefiltert werden kann zeigt ein YouTube-Video sehr anschaulich: "Best of Hygienedemos"
    Mein persönliches Highlight ist die "Bumm-Schakalaka"-Truppe (03:21).

    Insgesamt hat man bei dem Zusammenschnitt schon den Eindruck, da feiert i-eine geschlossene Station einer Psychiatrie Sommerfest ...
    Und natürlich repräsentieren die nicht alle Teilnehmer, und natürlich sollte man nicht so blauäugig annehmen, dass die alle so richtig einen an der Waffel haben und sich klar sein, dass diese Demos (wie so oft) von diversen Gruppierungen instrumentalisiert werden, die mit Freiheit, Demokratie u.a. eher wenig am (Alu)-Hut haben.



    odessa schrieb:

    Daraufhin bat der Arbeitgeber sie um einen Coronatest, den sie verweigerte. Als Konsequenz kündigte der Arbeitgeber ihr fristlos.
    Es würde mich atm wenig wundern, wenn's nicht i-einen Richter gäbe, der (wenn er gefragt wird) die Kündigung für rechtswidrig erklärt.

    Ich persönlich halte sie für korrekt, weiss aber nat. nicht, ob sie einer rechtl. Prüfung standhält. Das kommt dann wohl auch auf die Stellenbeschreibung etc. an.
    Da, wo die Neurosen blüh'n, da möcht' ich Landschaftsgärtner sein!
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    Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm: »Halt' du sie dumm, ich halt' sie arm!« (R. Mey)
  • Fristlose Kündigungen haben meist vor Gericht Erfolg und da eine Zusammenarbeit danach kaum möglich ist, läuft es meist auf Vergleich raus, was sie aber in diesem Fall in meinen Augen nicht verdient... Interessant finde ich, dass ihre ehemaligen Kolleginnen hinter der Kündigung stehen, das sagt schon viel über sie als Kollegin aus...

    Leider ist das Gesetz nicht immer logisch... Aber hier sollte der Gesundheitsschutz der Mehrheit und anvertrauten Personen überwiegen...
    Krass fand ich im Video von @littleprof denjenigen, der behauptet, Beweise dafür zu haben, dass die Rechten von der Regierung dafür bezahlt würden, die Demo zu unterwandern und zu diskreditieren....

    Ein gewisses Maß an "Respekt" aber für die, die zwar mitgelaufen sind, aber dennoch Maske tragen, um andere zu schützen, die scheinen zumindest etwas Verstand zu haben...

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von odessa ()

  • Was mich aufregt sind die vielen reisserischen Titel. Heute z.B. bei Bild.de: Corona kann Diabetes auslösen. Aber klar doch, wenn bei einem der Genesenen Diabetes festgestellt wird, dann ist sofort Corona Schuld. Etwas mehr Sachlichkeit und Zurückhaltung bei der Berichterstattung würde die Sache beruhigen. Doch davon sind wir weit entfernt, die Medien heizen das Thema an und wundern sich dann, wenn die Sache überkocht.
  • Ich weiß es nicht @GoSoft. Natürlich ist es wichtig besonnen zu bleiben und die Stimmung nicht noch zusätzlich anzuheizen (zumindest bei verantwortungsvoll agierenden Medien), obschon gerade das eine der Kernkompetenzen der BILD ist. Andererseits sind sch so viele komische Spätfolgen berichtet worden: Herzinsuffizienz, Nierenbeteiligung, Leberschäden - warum nicht auch das Pankreas? Es ist erschreckend welche Schäden im Rahmen dieser Erkrankung möglich sind. Ich drücke uns allen fest die Daumen gesund zu bleiben (so gesund wie möglich).
  • Die Quarantäneliste ist ein Witz. Eigentlich müsste die Schweiz Frankreich aufgrund der hohen Anzahl Neuansteckungen auf die Liste setzen. Aber das wäre wirtschaftlich ein grosser Schaden, weil tausende von Grenzgänger dann nicht mehr in der CH arbeiten könnten. Ausserdem wäre es politisch unklug Frankreich zu verärgern. Was macht man, man relativiert und sagt, die Gegend rund um die Schweiz sei nicht so betroffen und deshalb würde man Frankreich nicht auf die Liste setzten. Entweder man ist konsequent und befolgt die eigenen Regeln oder man lässt es.
  • Nur ganz nebenbei zum "Best Of "Hygienedemos" #311 ... ;)

    Schon erstaunlich, was in solchen Zusammenschnitten so alles an gecoverten und verballhornten Bildungsfragmenten auftaucht ...
    @NeHe :D
    Dein "Bumm-Schakalaka" ist eine mehr oder weniger missbrauchte "Abart" (hier trifft das Wort "abartig" m.M.n. wirklich mal zu *g*) des neuseeländischen "Haka" (Kriegstanz der Maori - bekannter geworden durch die All Blacks , also der neuseeländischen Rugby Nationalmannschaft.
    Und zum Psycho-Sommerfest
    Dieser Zusammenschnitt erinnert zwar auch an "Flüge über das Kuckucksnest"; ich bin mir allerdings nicht sicher, wo ich mich dabei verorten soll. ;)

    @littleprof ;)
    Ich muss schon relativ weit zurückdenken, um mich an so manche Schlagworte /-zeilen der achtziger Jahre und folgende zurück zu erinnern, wo u.a. von massivem Bildungsnotstand monatelang und bundesweit die Rede war und Sprüche wie "Herr, lass Hirn regnen" neuen Auftrieb bekamen bzw. Verbreitung fanden. Und das zu Zeiten, wo in den Medien oder bei wie immer gearteten Vorträgen noch meistenteils zumindest intellektuell minimal geschulte Menschen auch auf Demonstrationen an die Öffentlichkeit traten.
    ich frage mich jetzt nur, welche Auswirkungen die jetzige "Corona-Bildungspause" auf nachfolgende Generationen haben wird ...

    @all
    Es ist schon nachdenkenswert, wenn in sogenannten demokratischen, zivilisierten "westlichen" Industriestaaten, wie z.B. D oder den USA, Menschen- und/oder Verfassungsrechte reklamiert und akklamiert werden, gleichzeitig aber genau gegen diese Rechte mehr oder weniger bewusst verstoßen wird.
    Und dies schon seit geraumer Zeit, während parallel in nahen wie fernen Weltgegenden zunehmend immer mehr Menschen verzweifelt allein um rudimentärste Formen von Mitbestimmung und Menschenrechte kämpfen, obwohl dies bisher mit wenig Aussicht auf Erfolg verbunden war.

    Sind das hierzulande also nun nur Verboten oder sogar schon konkrete Anzeichen eines Zusammenbruchs einer durch und durch dekadenten (verwöhnten) Gesellschaft, die jedes vernünftige Maß zugunsten einer individuellen (Schein-)Wohlfühlmentalität aufgegeben hat?
    Eine derartige Ansammlung verschwurbelten Thesen und Inhalte, in dem sich korrekte Fragmente mit wilden Spekulationen und Egoismen mischen, mag für manche ja erheiternd wirken, mich überkommen dabei immer verstärkter düsterste Visionen der nahen wie fernen Zukunft, die fiktionalen Dystrophien inzwischen in nichts mehr nachstehen.

    Denn auch wenn bisher "nur" 10-15% (nach Meinungsumfragen hierzulande) teilweises Verständnis für derartige "Inhalte" aufbringen können, scheint mir der Effekt der medialen Verbreitung solch eines Wahnsinns ein wesentlich größerer.
    Ich höre zumindest immer häufiger "auf der Straße/beim Einkauf etc.pp." eher ungewollt mehr und mehr Fragmente solchen Irrsinns.

    Eher ratlos ...
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  • Seien wir ehrlich, uns geht es gut.

    Wie du so richtig sagst @muesli gibt es Länder (und leider nicht nur wenige) in denen um Mitbestimmung, Menschenrechte und -Würde gekämpft werden muss, da können/dürfen und sollten!!! wir uns glücklich schätzen.

    Aber wie hört man als Kind sehr oft, wenn man aufbegehrt "Dir geht es wohl zu gut" und das ist es vielleicht.

    Der Mensch musste früher immer ums überleben kämpfen, das ist in den meisten westlichen Ländern nicht mehr von Nöten, also suchen die Menschen andere "Kämpfe" und nicht wenige verfallen dann auf solche Nonsense-Kämpfe a la "Masken tragen schränkt mein Recht als Individuum ein" zur Zeit.
    Dabei gibt es auch in den westlichen Ländern und/oder Deutschland genug, um das noch gekämpft werden muss/sollte. Einige Beispiele hier in Deutschland: Sei es der von dir erwähnte Bildungsnotstand, der sich seit den Achtzigern leider nur verschlechtert hat, und die Schulkinder nicht als Garant für die Zukunft sieht, sei es soziale Gerechtigkeit, die Gleichheit aller Menschen, der wider erstarkende Rassismus und Antisemitismus (bewusst auch extra erwähnt, auch wenn es mit Gleichheit aller Menschen eigentlich abgedeckt ist), Kinderarmut und somit mangelnde Förderung, Klimaschutz ... um nur einige sinnvolle und notwendige Kämpfe zu nennen (mir ist bewusst, dass sich die Aufzählung weiterführen lässt und es sicherlich auch andere Gewichtungen gibt, aber es sind ja nur einzelne Beispiele).

    Aber nein, wir brauchen ja unseren Kaiser zurück...wofür eigentlich? Denkt diese braune Brühe ehrlich, Sie hätten unter einem Kaiser was zu melden? Wissen sie überhaupt, wie das Leben als Nicht-Adliger im Kaiserreich war? (und ja, nicht jeder auf der Demo ist rechts, doch wer zulässt, dass sich rechte neben einen stellen in einer Demo hat seine Wahl getroffen)
  • Das ist halt das Problem mit den Vergleichen - oft hinken sie. Hinzu kommt, dass der Mensch zum negativen Denken tendiert. All diese Dinge sind aus meiner Sicht wenig hilfreich und rauben Lebensfreude. Ich selber will mich davon nicht ausnehmen.

    Aber zurück zu Corona. Was mich viel mehr interessiert als die Infektionszahlen sind die aktuellen Todesfallraten. Ich bin ziemlich sicher, dass es heute, mit dem Wissen welches wir jetzt besitzen, keinen Lockdown mehr geben würde. Vermutlich würde man schneller die Grenzen dicht machen und die Risikogruppen effizienter schützen.
    Carpe diem - pflücke den Tag!
  • Moin freefloating :)
    Werter Freund, ich weiß ja, dass du dein Leben seit geraumer Zeit eher genießen möchtest, als dir Sorgen um "den" Teil aller möglicher Probleme zu machen, den man fast meint, kaum selbst (noch) beeinflussen zu können.
    Eine sehr verständliche und auch höchst menschliche Einstellung, möglichst Vielem noch bzw. dennoch etwas Positives abzugewinnen.
    Vor allem, wenn die eigenen Lebensumstände dies noch erträglich ermöglichen.
    Und ohne zumindest grundsätzlich auch diese Grundeinstellung für mich selbst umzusetzen, hätte ich vmtl. die letzten Jahre auch kaum überlebt. Zumindest, wenn ich gewissen Experten im Gesundheitssektor diesbezüglich Glauben schenken will ;)
    Und dennoch habe ich auch immer, mal abgesehen von meinen ziemlich wilden Jugendjahren, selbst in Lebensabschnitten, die sich temporär in sehr krisenhaften Gebieten oder eben Lebenssituationen abspielten, ein gewisses Maß an Um- und Vorsicht zumeist den Vorrang gegeben.
    Will heißen, Wissen (Bildung), gepaart mit Vernunft (rationalem Denken) und einem Mindestmaß an Empathie (Mitfühlen) den Vorrang vor allen sonst üblichen Überlebensstrategien zu geben.
    Geprägt u.a. durch einen meiner Großväter, der nicht unmaßgeblich an hohen Todeszahlen im 1.WK beteiligt war und auch meinen Vater (1.+2.WK), die mir beide maßgebliche Prämissen zum Überleben in einer ökonomisch wie ökologisch höchst egoistischen Welt vermittelt haben.
    Ich bin mir inzwischen aber sicher, dass deren vermittelte Strategien inzwischen nur noch teilweise greifen.
    Denn sie waren auf das vorrangige Überleben der eigenen Familie(ngenerationen) ausgerichtet und bezogen sich hauptsächlich auf direkte Bedrohungen durch Menschen und weniger auf indirekt wirkende, Menschen gemachte, globale Rückkopplungen diversester Systeme auf diesem Planeten ;)
    Von daher ist Kämpfer - so oder so - für Positives zu sein, bezogen auf jetzt anstehende Probleme nicht mehr (alleine) die Lösung!
    Es bedürfte eher nicht nur des (verifizierten) Wissens, also Fakten, sondern auch einer global-gesellschaftlichen Einsicht im Allerkleinsten, um Positives überhaupt noch zu erhalten.
    Zwar wohl kaum noch für uns beide ;), aber vorrangig vor allem für die eigenen Kinder und nachfolgende Generationen.
    Bei meinen eigenen Kindern bin ich ziemlich sicher, dass sie ihr relativ normales Überleben auf der europäischen Antipode noch, wie auch immer, einigermaßen schaffen können ...
    Aber dann ... ?
    Und auch wenn die Schweiz in den letzten 150 Jahre immer eher einen ruhigeren Hort im Weltgeschehen darstellte ...
    Was die nahe oder mittelfristige Zukunft diesbezüglich (in Europa) angeht, wäre ich mir heute, im Gegensatz zu selbst noch vor 10 Jahren, auch nicht mehr sicher ;)

    Selbiges gilt auch für Corona - für mich übrigens beileibe nicht das Problem für die Menschheit. Es zeigt lediglich Schwächen von menschlichen Systemen bzw. Verhaltensweisen auf.
    Und im Moment eher global als regional in Europa.
    Global Deaths Due to Various Causes and COVID-19 | Flourish
    Und ähnlich wie der Umgang mit dem HIV-Virus seit den Achtzigern, zeigt das Covid 19 Virus wiederum lediglich erneut auf, wie Teile der menschlichen Gesellschaft außerstande sind, auf gewohnte Annehmlichkeiten gesellschaftlichen Lebens zu verzichten.
    War es beim HIV-Virus der bewusste Verzicht ohne Schutz sexuell aktiv zu sein und damit dem Virus die langfristige Verbreitung zu ver-unmöglichen, so wird es verrausichtlich auch bei Covid 19 sein.
    Mit dem kleinen Unterschied, dass effektive Schutzmaßnahmen gegen Covid 19 wesentlich umfangreicher/einschränkender sind, dafür aber weniger lebensbedrohlich als bei HIV-Virus.
    Das es vermutlich eh kaum einen umfassenden, langfristigen Impfschutz für Covid19 geben wird, ändert kaum etwas am menschlichen Grundproblem:
    Dem umfassend wirkenden Verzicht auf Lieb gewonnenes ;)

    Und dieses Grundproblem, auf Gewohntes verzichten zu müssen, ob nun anfangs noch freiwillig, später evtl. unter menschlichem (staatlichem) Zwang und noch später rein Natur bedingt, stellt die Herausforderung für alle Menschen nicht nur in Zukunft dar.
    Ob es nun, wie odessa rezitierte, "uns zu gut geht" - was ja beileibe nicht auf den Großteil der Menschheit zutrifft - oder nicht.

    Die Konsequenzen auf mögliche Einsicht fehlt und wird vmtl. nicht nur vom weltweiten Lobbyismus so lange verhindert, bis ...
    Dieses Casino-Roulette dreht sich halt immer weiter, wie nicht nur Börsendaten all zu deutlich beweisen.

    Ob das nun meine Lebensfreude zumindest temporär schmälert ...
    Vielleicht :D
    Aber so bin ich nun einmal :)

    LG @ all
    Cui bono? et ... Quis custodiet ipsos custodes? frei übersetzt: Wem nützt es? und ... Wer kontrolliert die Kontrolleure?

    Seltener online, dafür umso aktiver vs brown cancer
  • Lieber muesli

    Ich schätze dich und deine Ausführungen grundsätzlich sehr. Allerdings habe ich bei deinem letzten Post den Eindruck, dass du bezüglich meiner Person etwas (sehr) viel hinein interpretierst hast - du schreibst über Haltungen und Zusammenhänge, die ich weder geschrieben, noch gesagt, geschweige denn gedacht habe. Ist das journalistische Freiheit? Ich denke, da musst du etwas vorsichtiger werden. Der erste Teil meines Posts bezog sich überhaupt nicht auf Corona, sondern auf die grundsätzliche Problematik negativen Denkens. Deshalb habe ich mich kurz danach auch explizit auf Corona bezogen.

    Was Corona, oder andere ansteckende Krankheiten betrifft, so bin ich selbstverständlich auch der Meinung, dass wir weltweit adäquate Schutzmassnahmen benötigen. Es ist wichtig achtsam zu sein und aufeinander Rücksicht zu nehmen. Ich stimme mit dir auch überein, dass die aktuelle Krise die Grenzen und die Ueberforderung der Nationen aufzeigt. Allerdings lässt sich sehr wohl darüber streiten, welche Massnahmen Sinn machen und welche nicht. Ich persönlich wage es nicht, mich da schon zu sehr aus dem Fenster zu lehnen.

    Mit freundlichen WE-Grüssen - freefloating
    Carpe diem - pflücke den Tag!