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  • GoSoft schrieb:

    @freefloating Leider bringt Impfen sehr wenig. Die Geimpften sind nicht gegen die Mutationen geschützt, fühlen sich aber sicher, was zu unvorsichtigem Verhalten führt, was die Entstehung und Verbreitung von Mutationen beschleunigt.

    Nun ja, hier dreht sich dann aber die Sache im Kreis.
    Die (nicht von dir, sondern den Quellen) unterstellte Unachtsamkeit nach der Impfung wurde bisher noch nirgends irgendwo verifiziert.
    Dafür wird aber umgekehrt fest davon ausgegangen, das die Lockdown-Bürger sich zu 100% den Maßnahmen diszipliniert beugen.
    Merkst du das Problem?
    Beide Punkte sind einfach nicht mit Schwarz und weiss zu betrachten.

    Selbstverständlich gibt es schwarze Schafe unter den Geimpften, ich gehe aber davon aus, das (weit) über 90% sich der Situation bewusst sind und entsprechend agieren. Aktuell sind das nun auch erst einmal die Hochrisiko Gruppen (wird auch gerne aus der Gefahrenbetrachtung ausgeblendet).

    Viel höher sehe ich da die Dunkelziffer im Lockdown. Wenn sich alle an die seit Dezember geltenden Punkte halten würden (inklusive der Arbeitsplätze…), dann dürften die Zahlen nicht so hoch sein!
    Nun sind die Zahlen so wie sie sind und es soll weiter verschärft werden, ja was eigentlich? Ich gehe einmal am Tag einkaufen und evtl. Eine Runde spazieren. Das soll ich denn noch weiter einschränken? Den alleine ausgeführten Spaziergang mit einem netten Hörbuch?

    Für mich entscheidend bleibt es einen vernünftigen Weg im Umgang MIT dem Virus zu finden. Das GEGEN den Virus ist in der Bevölkerung scheinbar durchgefallen. Ansonsten wäre die Wirkung wie gesagt spürbar.

    Und dieser Weg ist es, dem dann auch eine Mutation egal ist. Der hält es im Rahmen, bis die nächsten Heilmittel auf dem Markt sind. Das sollte das Ziel sein.
  • peterli schrieb:

    Ich denke schon dass man als geimpfter gegen Mutationen geschützt ist.
    Genau. Man sieht ja auch die ersten Impferfolge. Israel, Großbritannien, USA und das Department Moselle in Frankreich wo ich mich befinde, generell Frankreich lockern ihre Einschränkungen. Das Department Moselle in Frankreich mit einer Inzidenz von über 400 war lange Zeit Virusvariantengebiet wurde jetzt wieder zurückgestuft in Hochinzidenzgebiet. Wir haben jetzt einen Inzidenzwert von 188 und weiter fallend. Die Impfbereitschaft ist hier sehr groß. Wenn der Impfstoff genügend vorhanden ist, wird hier wird geimpft was das Zeug hält.

    Die Ausgangssperre Couvre-feu gennant ist auch in Frankreich sehr hart. Seit Oktober 2020 werden um 19 Uhr die Bürgersteige bis 5 Uhr morgens hochgeklappt. Ausserdem darf man sich nur im Umkreis von 10 km von seiner Wohnung aufhalten. Bei Nichtbeachtung winken sehr hohe Strafen.
    Die Geschäfte und andere Dienstleistungen wie Frisöre sind grösstententeils geöffnet ohne Testpflicht, ohne FFP2 Maske, normaler Mund Nasenschutz reicht aus, ich setzt mir aber trotzdem eine aus Deutschland importierte FFP2 Maske beim einkaufen auf, denn sicher ist sicher.. Ab den 19. Mai werden wieder Kinos und Theater, Cafes und Restaurants im Aussenbereich geöffnet und ab 9 Juni 2021 wird außer Diskotheken fast alles wieder geöffnet.

    Ich hoffe der ganze Coronaspuk hat nicht nur in Frankreich sondern weltweit bald eine Ende gefunden.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von - Matthew - ()

  • - Matthew - schrieb:

    Ich hoffe der ganze Coronaspuk hat nicht nur in Frankreich sondern weltweit bald eine Ende gefunden.
    Ein Ende wird es nicht geben.
    Wir werden einen Weg finden müssen wie wir mit dem Virus leben können.....
    Vergleichbare Krankheiten gibt es ja genug.....
  • @GoSoft :)
    Impfen bringt eine ganze Menge. Ob nun speziell und auf Dauer im CoVid-Fall bleibt zukünftig noch dahin gestellt.
    Immerhin kann als sicher gelten, dass Impfen derzeit eine wirksame körpereigene Immunabwehr aufbaut, die bisher "noch" zumindest gegen schwere Krankheitsverläufe schützt.
    Dass Geimpfte aber potentiell nicht mehr ansteckend sein können, ist eine sehr schlichte Verallgemeinerung, die kein Virologe zu 100% unterschreiben würde. Das Ansteckungsrisiko ist lediglich - oder Gott sei Dank - (sehr) erheblich gemindert.

    @yuhu :)
    Bin in dieser deiner Argumentation ganz bei dir.
    Wenn ... dann...
    Beispiel gefällig
    Australier und vor allem meine geliebten Kiwis haben es doch vorgemacht. Mit rechtzeitigen Reaktionen, Disziplin, gegenseitiger Rücksichtnahme und allgemein akzeptierten und vor allem auch ein- und durchgehaltenen Maßnahmen - und das trotz bisher wesentlich geringerer Impfquoten als in Europa - haben die Mädels und Jungs dort die Situation weitgehend völlig unter Kontrolle. Sprich: 2021 eine Inzidenz zwischen 1 und max. 10, aktuell bei 2 ;)
    Man muss dabei auch bedenken, dass beide Nationen beileibe nicht aus Duckmäusern oder staatstreuen Bucklern bestehen ;)
    Aber sie sind, wie ich selbst des Öfteren erleben durfte, sehr pragmatisch und darauf bezogen sehr vernünftig, wenn es Not tut. Und genau das geht hier in Europa mehr und mehr vielen Leuten ab.
    Ach ja, und auch die Wirtschaftseinbußen in allen Schichten liegen dort weit unter den europäischen Zahlen.

    @peterli
    Bisher ist derzeit ein Geimpfter weitgehend geschützt.
    Allerdings schon weniger gegen die südafrikanische, bretonische sowie voraussichtlich die indische Variante, die teilweise den Impfschutz schon minimieren.
    Es bleibt nur die Hoffnung, dass innerhalb der nächsten 3-5 Jahre, in denen diese Pandemie mindestens global noch aktiv ist, sich keine noch virulenteren Mutationen entwickeln.
    Gerade Indien ist ja ein prima Pflaster für resistente wie multiresistente Keime, weshalb also nicht auch bei Virenfamlien wie CoVid.
    Von daher bezweifele ich stark, dass das CoVid-Virus in den nächsten Jahren bzw. Jahrzehnten komplett eliminiert werden kann.
    Denn bevor die Pandemie nicht weltweit im Griff ist, wird sie uns mit diversen Mutationen - ähnlich wie die Grippe - immer wieder heimsuchen.
    Aber vor diesen Gefahren kann man vmtl. ewig warnen ;)
    Ähnlich wie bei den Vorhersagen der zweiten, dritten und vmt. auch noch vierten Welle werden Menschen eher auf das Prinzip Hoffnung setzen, als Realitäten mal ins Auge zu blicken ;)
    @- Matthew -
    Deinen Optimismus teile ich so nicht, obwohl ich es mir sehr wünschen würde.
    Da Europa bis zum Herbst/Winter vmtl. nicht durchgeimpft sein wird, ist zumindest partiell dann mit einer vierten Welle zu rechnen.
    Wie stark diese 4. Welle dann ausfällt, wird im Wesentlichen davon abhängen, welche Verbreitungswege dem Virus bis dahin und darauf folgend zur Verfügung stehen und welche Mutationsvarianten dann schon in Europa Verbreitung gefunden haben.

    Insofern, yep, @ruderbernd :)
    Schönen Wochenanfang euch allen :)
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  • jetzt wird es schwierig.
    Das große Thema für den Sommer ist da:

    Covid-19-Impfung bald für Kinder? Ärzte-Chef warnt vor Notzulassung - FOCUS Online


    Die ersten Studien für den Einsatz der Impfstoffe für Jugendliche (12-15) sind abgeschlossen mit scheinbar sehr ordentlichen Ergebnissen. Die Auswertung laufen allerdings noch.
    Soweit so gut. Die Studien zu den alten Mitteln waren ebenso gut und vielversprechend. Das Chaos aktuell kam dann erst später.

    Wirklich entscheidend wird nun die Frage nach dem Nutzen dieser Impfungen. Die Kinder-Imunsysteme drücken Corona eigentlich sehr gut weg. Die Verläufe sind in Summe sehr mild meist etwas Halsschmerzen/Erkältungssymptome oder Durchfall.
    Dazu haben viele Kinder Corona auch schon unwissend durchlaufen und entsprechend schon Antikörper gebildet. Das Minimum vor einer Impfung sollte also die Prüfung der Notwendigkeit sein.
    Nichtsdestotrotz gibt es auch schwerere Verläufe als auch durchaus Spätfolgen für einige der Betroffenen.

    Wie schon im Artikel beschrieben darf es einfach nicht blind die Anweisung geben: Alle Schüler sind zu impfen.
    Das wäre reiner Schutz für die Erwachsenen und nicht nachvollziehbarer Aktionismus.

    Ich gebe zu, das ich aktuell nicht sagen kann, wie ich selbst im Bezug auf meinen Sohn dazu stehe.
    Für mich war von Beginn an klar den Weg zu gehen. Bei ihm bin ich da deutlich zwiegespaltener.
    Wobei er mit 11 immerhin NOCH aus dem Raster fällt.


    Spannend dazu war das schon einmal kommunizierte Ziel: bis nach den Sommerferien sollen alle Schüler geimpft sein.
  • Na ja, yuhu
    wie immer steht hier "cui bono" im Raum :D
    Die Pharmariesen wollen (viel) verdienen, die Politiker sich (möglichst) vor Verantwortung und Machtverlust (vor allem im Wahlkampf) schützen und die Bevölkerung ...? ;)
    Der Nutzen für Geimpfte sollte schon gegeben sein ... ;)
    Und ja, ich bin absolut für Impfungen, und bei derart schnellen Impfstoffentwicklungen muss man schon medizinisch sehr genau abwägen, wie die Relation von Nutzen und Nachteilen einzuschätzen ist. Skepsis sowie Querdenken mag hier durchaus angebracht sein ...

    Wobei ich sogenannte Querulanten, die sich selbst "Querdenker" nennen, bestimmt nicht zu den eher selteneren intellektuellen Größen zähle, welche in der Lage wären, komplexe Zusammenhänge in einen rationalen Zusammenhang zu stellen ;)

    Wir sollten dabei auch nie vergessen, beim Nutzen gesundheitliche, wie aber vor allem aber soziale sowie ökonomische Aspekte sehr genau zu berücksichtigen.
    "And don't forget, last but not least" hat in unseren jetzigen, sehr wirtschaftsliberalen Gesellschaften leider immer noch die Priorität, auch wenn jetzt aufgrund vieler Corona-Hotspots in sozialen Randgebieten der Focus auch vermehrt auf diese Bevölkerungsgruppen gerichtet wird.
    Aber eben erst viel zu spät und ohne Garantie auf nachhaltige, zukünftige soziale Wirkungen.

    Ach ja, bezüglich kommunizierte Ziele seitens politischer Wahlkampfprotagonisten ...
    Ich kenne ja so Einige (Nichtpolitiker), denen ich bezüglich prognostizierter Ziele durchaus bereit bin, zu folgen und Vertrauen zu schenken.
    Aber bei hiesigem Thema bin ich dagegen eher skeptisch ;)

    Warten wir mal Studien und Auswertungen ab und verhalten uns bis dahin besser nach dem Motto:
    Vorsicht ist besser als ...
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  • Das stimmt für sich alles.
    Mein Problem ist es, das nicht die Kinder entscheiden, sondern die Verantwortung auf die Erziehungsberechtigten abgeschoben wird.
    Klar können die Kinder für sich nicht beurteilen, welche Risiken in diesem Fall vorliegen, welche ungeklärten Fragen bleiben und welche Spätfolgen auftreten können.
    Aber wenn dann in 10 Jahren irgendwas aufgrund der Impfung passiert, dann müssen sie damit (hoffentlich oder nicht ?!? noch lange) leben und das sind dann halt 40-60 weitere Jahre.

    Ich für mich kann da "leicht" entscheiden. Ich will gar nicht sooo alt werden und habe den Großteil damit hinter mir. Alt werden ist nichts für Weicheier ;) .
  • Naja @yuhu das ist, wenn du es so betrachtest unmöglich zu lösen. Wer will denn, wie den Beweis antreten, dass eine aktuelle gesundheitliche Funktionsstörung/Erkrankung auf eine Impfung zurückzuführen ist, welche zehn Jahre zurückliegt?
    Wirklich bei allem Verständnis die Kinder schützen zu wollen (vor unerwünschten Nebenwirkungen, als auch dem Virus selbst), es gibt da nur hopp oder topp. Die dritte Option sich nicht zu entscheiden, ist IMO die ungünstigste, weil das ebenfalls mächtig schief gehen kann und einmündet in ein: „ach hätte ich doch mal“. Das wäre besonders tragisch. Unterm Strich ist/bleibt das Leben einfach lebensgefährlich und es gibt keinerlei Garantie - für gar nichts. Das einen das sehr belasten kann, verstehe ich gut.
  • Jep, d'accord :)
    auf euch beide bezogen :D
    Aber was spricht eigentlich dagegen, Kindern bei solchen Entscheidungen sowohl Mitsprache zuzubilligen, als auch - mit ihnen zusammen - Verantwortlichkeiten zu besprechen und/oder ihnen sogar aufzubürden?
    Für mich gehört so etwas dazu, was "Entwicklungshilfe" bei Heranwachsenden betrifft.
    Ja, und das betrifft eben nicht nur sogenannte "Freiheiten" - wie sind die eigentlich noch genau definiert? ;) , und ja, auch diesbzgl. so einige Erwachsenen betreffend - sondern eben auch
    Mitsprache bei Dingen, die letztlich ausschließlich sie selbst betreffen. Ein Für und Wider gegeneinander abzuwägen, sollte für Kinder möglichst früh genauso selbstverständlich werden, wie bei Erwachsenen.
    Immer in vernünftigem Rahmen ... was auch immer jeder Einzelne darunter verstehen mag :D
    ich würde mit meinem Kind solche Dinge nicht nur ansprechen, sondern auch Gründe und Risiken benennen, so wie es mit anderen gesellschaftlichen Risiken ja auch verfahren geschieht bzw. geschehen sollte ;)
    Dein 11jähriger versteht bei entsprechend sensibler Erklärung vmtl. viel mehr, als wir "Erwachsene" ihnen manchmal zutrauen.
    Wie wäre es denn mit einer Eltern/"Kind" Runde, wo ihr über so etwas sprecht.
    Das die letztendliche Entscheidung euch vom Gesetzgeber aufgebürdet wird, ändert ja nichts bzgl. gemeinsamen Vorinformationen.

    Und bezogen auf langfristige Perspektiven für heutige Kinder und auch Jugendliche, die für mich eher einen dystopischen Charakter haben, hat eine solche Entscheidung eh eine (für mich) eher "nebensächliche", wenn nicht sogar untergeordnete Bedeutung.

    Was mich wieder an einen alten, aber sehr wahren Spruch (von Wilhelm Busch) erinnert
    Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr :)
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  • Nach geschätzten Corona-Horror-Zahlen „Spiegel“ rechtfertigt Panik-Prognosen

    Hat der „Spiegel“ in der Pandemie bewusst mit überzogenen Prognosen Angst schüren wollen? Aussagen des Wissenschaftsressorts deuten darauf hin.

    „Tatsächlich sind die Modelle nicht perfekt“, stellte die Redaktion jetzt fest – und gesteht eine gewaltige journalistische Fehlleistung ein!

    Denn: Das Magazin hatte z. B. im März für den Monat Mai bis zu 50 000 tägliche Neuinfektionen vorausgesagt. Sowie eine Inzidenz von 1200! Viel zu hoch!

    Die aktuelle Inzidenz beträgt mit 115 rund ein Zehntel.

    Warum lag der „Spiegel“ so falsch?

    Auch darauf gibt es verklausuliert Antwort: Die grotesk übertriebenen Vorhersagen hätten dazu „beigetragen, Szenarien zu verhindern, von denen sie selbst ausgingen“. Dies sei „kein Manko, sondern im Gegenteil ihr großer Wert“.

    Im Klartext: Es ging um kalkulierte Corona-Panikmache.


    Quelle (bild.de/politik/inland/politik…corona-76364632.bild.html)
  • Ich finde den Begriff "Panik-Prognosen" etwas überzogen, finde auch die Vorstellung, dass der Spiegel bewusst Angst schüren wollte wenig einleuchtend. In der letzten Zeit gab es auch einen Artikel zu diesem Thema - da war von Modellen die Rede, die Inzidenzen von 350 bis sogar 2000 auswiesen. Es wurde aber auch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die jeweiligen Modelle auf bestimmten Annahmen beruhten, die natürlich keiner exakt voraussagen kann. So hat sich z.B. die Impfkampagne nach holprigem Start dann doch wesentlich schneller entwickelt, als voraus befürchtet, oder man ging z.B. davon aus, dass die Schulen nach den Osterferien wieder vollständig geöffnet würden usw.

    Genau wie in anderen Bereichen ist hier genaues Hinsehen erforderlich, um die Aussagen von Prognosen beurteilen zu können. Im Gegensatz zu Politikern, die eher nix falsch machen berichtigen Statistiker durchaus schonmal ihre Zahlen, wenn sich angenommene Eckpunkte für die Berechnungen verändert haben.

    @muesli
    Ich stimme dir zu, gerade bei solchen tiefgreifenden Entscheidungen sind Gespräche mit Kindern notwendig nur so können sie sich ernst genommen fühlen und lernen, selbst auch Verantwortung zu übernehmen. Bis es aber wirklich zu "eigenen" Entscheidungen kommen kann ist es m.E. ein weiter Weg. Ich sehe meine Viertklässler vor Augen, die z.T. schon echt reif und vernünftig sind. Selbst wenn es mir gelänge, wertfrei und nüchtern alle denkbaren Pro's und Con's aufzublättern haben sie in dem Alter noch nicht die intellektuellen Voraussetzungen, um eine eigenverantwortliche Entscheidung zu treffen.
    Was bleibt?
    Selbst abzuwägen, eine Vorentscheidung zu treffen, die Sachlage möglichst altersgerecht darlegen und einen Vorschlag zur Entscheidung zu unterbreiten.
    Im schlimmsten Fall damit klar kommen, dass das Kind eine andere Entscheidung trifft.
    Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit! (Erich Kästner)
  • @littleprof
    Die Spiegel „Anklage“ kam ja in der Form von der Bild Zeitung.
    Und formal ist das schon richtig.
    Die von dir „letztens“ angeführten Aufweichungen der Prognosen kamen allesamt nachdem die prognostizierten Werte nicht im Ansatz erreicht wurden.

    Es ist nunmal so, das diese Modelle bewusst von bestimmten Personen eingesetzt wurde. Sei es aus politischen Gründen oder weil einzelne sich profilieren wollten.
    Was bleibt ist klar: die Modelle waren alle überzogen.
    Und das weil einfach die Realität nicht plastisch abbildbar ist.

    Der nächste Knaller ist in meinen Augen die aktuell sinkenden Zahlen als (im Kern) Erfolg der neuen Corona Gesetze um die Ausgangssperren darzustellen bzw. zu feiern. Das geht für mich genau in die gleiche Richtung.
    Aber das ufert aus, ich bremse mich hier mal diesbezüglich, sonst entsteht noch ein gänzlich falscher Eindruck ;)
  • Dass viele Prognosen sich als stark überzogen erwiesen haben ist sicher unstrittig, ebenso die Tatsache, dass es Instanzen gibt, die diese Modelle für ihre Ziele instrumentalisiert haben. Mein Blick ging auf die angenommenen Rahmenbedingungen für die Voraussagen, die die Einschätzungen einordnen helfen und die starken Abweichungen erklären.

    Bleibt für mich die Frage, ob der Spiegel tatsächlich bewusst "Panikprognosen" lanciert hat, um einen bestimmten Verhaltenskodex zu erreichen oder ob es einfach schlechter Journalismus war, der im Nachherein auf diese Weise legitimiert werden sollte.
    Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit! (Erich Kästner)
  • @littleprof :)
    Dein Satz "Bis es aber wirklich zu "eigenen" Entscheidungen kommen kann, ist es m.E. ein weiter Weg"
    ließ mich doch ein klein wenig schmunzeln, aber genauso auch sehr nachdenklich werden.
    Ich denke, dieser Satz gilt genauso auch für eine Vielzahl, wenn nicht gar den Großteil der übrigen Menschheit.
    Ohne hier allzu sehr ins Philosophieren kommen zu wollen, werden wir alle doch sowohl von evolutionären Erfahrungen geleitet, andererseits aber nicht erst heutzutage auch von "öffentlichen" Meinungen. Wobei die Verbreitung von Desinformationen heute ein Maß angenommen hat, dem Kinder zwar noch stärker als "Erwachsene" oft hilflos ausgeliefert sind, andererseits sie aber auch noch nicht so "angepasst" sind, dass ihnen ein evolutionäres "Richtig oder Falsch" allzu sehr verbogen wurde ;)

    Von daher sind auch immer Zweifel angebracht und berechtigt.
    Und dies gilt ebenso für Bewertungen von Informationen, die sich hier speziell auf Prognosen (für die Zukunft) beziehen.
    Ein Abwägen zwischen bewusster Falschinformation oder eben fehlerhafter Recherche, zwischen ökonomisch geleiteter Öffentlichkeitswirkung oder (un-)bewusster Panikmache ist mit Sicherheit nicht einfach.
    I.P. ist der für mich immer noch beste Weg, dabei auf Erfahrungen der Vergangenheit zurückzugreifen
    Ein Vorteil dabei gegenüber Kindern wären evtl. größere(s) Wissen/Erfahrungen bzw. höheres Alter, was aber auch nicht immer gilt ;)
    Bezogen auf den "Spiegel" im Vergleich zur "Bild" fiele für mich zuerst einmal zu Gunsten des Spiegels aus, auch wenn dies bestimmt keine Allgemeingültigkeit haben sollte.
    Vlt. bin ich ja voreingenommen ;), aber Wahrheit und "Bild" passen bei mir weniger zusammen, als Wahrheit und "Spiegel".
    Dies gilt übrigens auch für die rein reale Bedeutung beider Worte :D
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  • Moin yuhu :)
    Danke für den Link, den hatte ich noch nicht auf meiner Liste ;)
    Nebenbei, hier werden die optimalen Wirksamkeiten gelistet und nicht die reale (individuelle) Bandbreite der Impfstoffe
    Wenn man mal unterste Kante der verschiedensen Studienergbenisse mit berücksichtigt, daneben noch altersbedingte Einschränkungen sowie sonstige verringernde Werte mit einbezieht etc.pp.,
    dann sehen solche Werte schon ganz anders aus :D
    In manchen Fällen erreichen AstraZeneca und JJ dann nur knapp die Zulassungsgrenze der EU von 50% und auch die übrigen Werte sinken, wenn auch nicht so signifikant über die gesamte Bandbreite

    Meine Kurzformel sähe daneben eher so aus:
    mRNA-Impfstoffe > 85%
    und Vektorimpfstoffe von min 55-75% max ;)

    Aber da kann man natürlich noch nicht von Klassenunterschieden sprechen, gelle ;)
    Und die ältere Bevölkerung soll letztlich selbst entscheiden, ob sie den aufgezwungegen geschenkten Gaul annimmt oder eben ... ;)

    Und Politik sowie Pharmaindustrie ist selbstverständlich auch nicht zuzumuten, solche Infos dem dummen Volk (Hm, oftmals stimmt der Begriff sogar *g*) offen zu präsentieren.
    Wir wissen doch alle, Offenheit und Tranzparenz sind Gift für ...

    :depp:

    PS
    Man bekämpft Krankheitssymptome ja auch lieber erstmal mit Betäubungsmittelns variabler Bandbreite als nach Ursachen zu schauen.
    Aber da ja die heissgeliebte(n) "Freiheit(en)" wichtiger scheinen, als eine reflektierte Aufklärung und Vermeidungsstrategie, greifen wir lieber auf abgeschwächte Desinformation zurück und...
    Hauptsache das Vater- oder Mutterland bleibt ruhig
    Und
    Dumme Querulanten sind da sogar eine Hilfe gegenüber substantiell nachdenkeden Kritikern

    Also
    Hinlegen und Weiterpennen
    Alles wird i-wie schon wieder gut (oder eben auch nicht)
    :würg:
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  • edit zum vorherigen post #518 v. 21.Mai


    Hier ein aktueller Artikel des Handelsblatts, den ich auch auf Grund meiner früheren Recherchen so weitgehend unterschreiben würde :)
    Die angesagten Bandbreiten der Wirksamkeit (siehe auch oben) hängen u.a. auch mit dem jeweiligen Alter des Impflings zusammen.
    Bei älteren Geimpften kann man z.B. pauschalisiert von einer bis zu 10% geringeren Wirksamkeit des Impfschutzes ausgehen.
    Aber lest selbst :)
    Biontech, Moderna und AstraZeneca: Die Wirkung nach der 1. Dosis
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  • Antikörper-Studie zeigt: Jede zweite Corona-Infektion blieb unentdeckt


    Wie viele Personen haben sich mit dem Coronavirus infiziert – und wussten es nicht? Eine neue Antikörper-Studie zeigt jetzt: Womöglich waren doppelt so viele Personen infiziert wie angenommen.
    Ersten Ergebnissen einer Antikörper-Studie der Unimedizin Magdeburg zufolge könnte auf jede gemeldete Corona-Infektion eine nicht gemeldete kommen. Das würde bedeuten, dass rund doppelt so viele Personen mit dem Virus infiziert gewesen wie bislang angenommen. Die Studie untersuchte 1895 ungeimpfte Personen. Insgesamt 110 hatten Antikörper gegen das Coronavirus gebildet – und nur 57 davon wussten, dass sie sich jemals mit Corona infiziert hatten.

    Unwissend Infizierte «sehr überrascht»

    «Die andere Hälfte war zum Teil sehr überrascht, zum Teil haben sie es vermutet. Diese Fälle sind nicht in die offizielle Statistik eingegangen», sagt Achim Kaasch, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene, laut der «Bild». Die Gesamtzahl der gemeldeten Infektionen bilde demnach nur etwa die Hälfte des gesamten Infektionsgeschehens ab. Es handelt sich bislang um eine Vorabveröffentlichung der Studie, die im Januar 2021 begonnen hat und fortgeführt wird. (euc)

    Quelle (blick.ch/ausland/antikoerper-s…nentdeckt-id16571609.html)