Heutiger Umgang mit Polizei und Rettungskräfte

  • Aussage

  • odessa
  • 412 Aufrufe 6 Antworten

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  • Heutiger Umgang mit Polizei und Rettungskräfte

    Immer wieder liest man von Übergriffen auf Polizei und Rettungskräfte (s. aktuell Mannheim R.i.P., aber auch sonst und vor allem an Sylvester). Nicht alles war früher besser - ganz sicher nicht - ABER Rettungskräfte waren sakrosankt (zumindest in Friedenszeiten), denn allen war bewusst, dass man iwann selbst auf diese angewiesen sein kann/wird. Ich danke all jenen, die Tag für Tag (oder auch im Ehrenamt) teils ihr eigenes Leben riskieren, um anderen zu helfen/beizustehen. Ich möchte hier mal einen amerikanischen Satz nutzen: Danke für Euren Dienst.

    R.i.P. natürlich auch dem Feuerwehrmann. Den Angehörigen und Freunden der Verstorbenen viel Kraft.

    Zum Schlüß teile ich noch einen Aufruf - und finde schlimm, dass solche Aufrufe nötig sind: #Einervonuns Aufruf
  • Ich sehe es wie unser Kanzler.

    Sofort und ohne jede Gnade Abschieben nach Hause, egal was ihm dann dort blüht. Es gibt halt kein Recht auf Straftaten. Und anders lernen es diese Kriminellen ja nicht, die bewusst nach Europa kommen um ihre kranken Triebe auszuleben.
    Es ist aber leider so, dass in den 16 Jahren Kohl und dann 16 Jahren Merkel der Täterschutz extrem wichtig wurde und was sagte Merkel? "Man müsse auch die Sorgen der Täter verstehen". Nein, muss man nicht. Nicht im Geringsten. Warum auch? Wer sich nicht zu 100% anpassen will, sollte direkt wieder heimwärts. Es ist eigentlich selbstverständlich, dass man sich vollkommen anpasst, ohne "Wenn und Aber". Machen wir ja auch, wenn wir - egal wieso - im Ausland sind.
  • @Mathrigo

    abgesehen von den grundsätzlichen Fragen, ob und wie eine Überführung solcher Täter gelingen kann oder wie effektiv Strafe als Abschreckung überhaupt funktioniert, ist das in meinen Augen eine Maßnahme, die allen Populisten gut ansteht: Schnelle (Schein-)Lösungen ohne mittel- und langfristige Auswirkungen - ein Herumdoktern an Symptomen statt an den Ursachen.

    In meinen Augen liegt eine der Hauptursachen für die fehlende Anerkennung von Hilfs- und Rettungskräften an einem allgemeinen Schwund von Respekt gegenüber Mitmenschen und -sachen. Die Grundlagen dafür werden in der Familie, in der Erziehung gelegt, die leider heute nicht mehr sehr umfänglich statt findet. Getrennte Eltern, Eltern, die beide arbeiten müssen und ihre Kinder früh in Betreuung geben müssen, die Betonung der Individualität oder auch der Überfluss - alles, was verloren wird kann ersetzt werden - sind ein paar Mosaiksteinchen, die zu Respektlosigkeit gegenüber Personen und Dingen führen.
    Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit! (Erich Kästner)
  • Aber ist eine schwere Kindheit ein Argument? Nö. Als Erwachsener sollte man intelligent genug sein, um zu wissen, dass so etwas nicht geht. Wer sich dann nicht im Griff gat, muss mit den Folgen leben. Sonst könnte jeder eine Ausrede verwenden.

    Aber sieht man ja 1A bei der Hetze gegen den Anzeigenheini. Er ist schuld, Falschparker dürfen alles.
    Ziemlich widerlich.
  • Vielleicht habe ich mich unglücklich ausgedrückt.
    Es ging mir nicht darum, Entschuldigungen für das Fehlverhalten zu liefern, sondern Ansatzpunkte,wo man etwa verändern könnte.

    "Was Hänschen nicht lernt ...." kennen die meisten von uns - da liegt viel Wahrheit drin. Wer als Kind keine Grenzen aufgezeigt bekommt und nicht die Basisregeln menschlichen Miteinanders lernt, den wird auch alle Intelligenz im Alter nicht davon abhalten, sich egoistisch und respektlos zu verhalten.
    Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit! (Erich Kästner)
  • littleprof schrieb:

    Eltern, die beide arbeiten müssen und ihre Kinder früh in Betreuung geben müssen
    Das kann keine Ursache für solch ein Verhalten sein. In meiner Kindheit in der DDR war es üblich das Kinder mit 6 Monaten in die Krippe kamen.
    Ab frühestem Kindesalter wurde Respekt gegenüber anderen gelernt. Wir hatten auch keine schlechjte Kindheit, vor allem haben wir frühzeitig das "WIR" gelernt und das sich nicht alles um uns allein dreht. Helikoptereltern gab es damals bei uns nicht.....

    littleprof schrieb:

    die Betonung der Individualität oder auch der Überfluss - alles, was verloren wird kann ersetzt werden - sind ein paar Mosaiksteinchen, die zu Respektlosigkeit gegenüber Personen und Dingen führen.
    Genau, das habe ich ja oben eben schon geschrieben, wir kannten früher das "WIR" und nicht nur das ICH.....
    Woher sollen denn bis 3 oder 4 Jahren mit Pampers rumlaufende Kackbratzen (oft genug schon gesehen) Respekt und Anstand lernen, wenn sie der Mittelpunkt der Welt sind und alles machen dürfen was sie wollen?
  • Ich weiß ziemlich wenig über die Kinderbetreuung in der DDR, allerdings fürchte ich, sie ist in diesem Teil unserer Republik nicht mehr das, was sie mal war.
    Als meine Kids vor 30 Jahren betreut werden mussten, gab es nichts außer Kindergarten, den ab 4 Jahren und nur vormittags, dafür war die Versorgung aber verlässlich und stringend.
    Heute kannst du deine Kinder ab dem vollendeten 1. Lebensjahr betreuen lassen, aber die Qualität der Betreuung ist eine andere und die Anzahl der Kids, die besondere Zuwendung brauchen, steigt.

    Außerdem sind die Gedanken "Jeder muss in seinem So-Sein akzeptiert werden", "Jeder muss alles erreichen können" und "Jeder muss seinen Anlagen entsprechend gefördert werden" erst in den letzten 10 Jahren entstanden und sie haben an Bedeutung gewonnen.
    Dadurch ist das "Wir", dass ihr hattet, schleichend in ein "Ich" umgewandelt worden.
    Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit! (Erich Kästner)